Geld vermehren: So bekommst du Top-Renditen

Als Kind hattest du Zauberkräfte: Verliere nur einen Zahn, habe Geburtstag oder bringe ein – halbwegs – akzeptables Zeugnis nach Hause. Schon sprudelten die Moneten wie Wiesn-Bier zum Oktoberfest. Aber wie vermehrst du dein Geld heute? Entkommst Niedrigzins und Inflation? Das erfährst du hier, doch zuerst:

Wie du dein Geld nicht vermehrst

„Wer einmal über’s Ohr gehauen wurde, der hört beim nächsten Mal besser“ – Ernst R. Hauschka

Und du wurdest oft übers Ohr gehauen: Jedes Bank-Gespräch sollte nicht dein Geld vermehren, sondern das der Bank. Deshalb musst du erst geimpft werden gegen schlechte Anlagen, bevor wir zu den guten kommen.

Keine Angst: Es pikst nur kurz.

1. Tagesgeld/Festgeld

Unangefochten ist Tagesgeld des Deutschen liebste Anlage; und einen Vorteil hat sie: Sie ist zumindest sicher. Deshalb durchaus zu empfehlen, wenn du als Sparer deinen Notgroschen parken willst. Zum Geld-Vermehren taugt sie jedoch nicht:

Brauchst du Geld die nächsten fünf Jahre nicht, packe es keinesfalls aufs Tages- oder Festgeldkonto. Warum? Weil die Inflation dein Geld verzehrt wie der Zyklop Odysseus‘ Crew.

Die amtliche Inflation soll 2 Prozent nicht überschreiten – doch wann gab es zuletzt 2 Prozent Zinsen? Im Jahr 2001. Jetzt erhalten Anleger bei vielen Banken nur 0,01 Prozent; dein Geld verliert also jährlich 1,99 Prozent.

Das macht über 10 Jahre aus 10.000 Euro nur noch 8.211,53 Euro. Das hat mit Geld-Vermehrung so viel zu tun wie Reiten auf einem Dromedar mit bequemem Reisen.

Ein Tagesgeldkonto mit besseren Zinsen gibt es nur im Ausland. Doch der Zinsaufschlag kommt mit mehr Risiko: Keiner weiß, ob bei einer Krise die Einlagensicherung hält.

Deutsche, die in Griechenland, Island oder Zypern ihr Geld geparkt hatten, können davon ein Galgenlied singen. Halte dich deshalb an verlässliche Zahler wie Frankreich, Belgien, Schweiz oder Schweden.

Tagesgeld und Festgeld im Ausland bekommst du hier:

2. Selbstgenutzte Immobilien

Wenngleich es dir Bausparkasse anders verkauft, vor der selbstgenutzten Immobilie liegt keine Fußmatte mit der Aufschrift „Willkommen zum Geld-Vermehren.“

Gerade einmal 0,5 bis 0,8 Prozent machen Immobilien inflationsbereinigt pro Jahr – so das Ergebnis aus Gerd Kommers Buch „Kaufen oder Mieten.“ Aber der Immobilien-Markt boomt doch? Die Preise steigen wie ein Drache im Herbstwind?

Nur in Ballungszentren wie München, Hamburg oder Frankfurt. Dort machst du – mit Glück – 2 bis 3 Prozent jährlich.

In anderen Regionen versenkst du jedoch Geld, wenn du es an Betongold kettest. So z.B. in ostdeutschen Landregionen, im Ruhrgebiet oder im Harz.

Bestimmt denkst du jetzt: Wenigstens spare ich mir die Miete…

Allerdings bezahlst du den Kredit ab, die Grundsteuer, Versicherungen, Modernisierungen, Reparaturen und die Nebenkosten beim Hauskauf (oft über 10 Prozent des Kaufpreises).

Nur die Erben machen Gewinn mit einer selbstgenutzten Immobilie; sie vermehren ihr Geld kräftig, sobald sie verkaufen. Alle anderen schauen in die Röhre wie ein MRT-Patient.

3. Kapitallebensversicherung

Eine Kapitallebensversicherung soll – bei Todesfall – deine Familie absichern und dir eine auskömmliche Altersvorsorge ermöglichen, falls du die Versicherungslaufzeit überstehst.

Eigentlich eine feine Sache: Deine Familie ist geschützt und du versorgt. Doch Captain Hook hat auch hier seinen Haken im Spiel: Die Verzinsung ist lächerlich.

Die Absicherungssumme setzt sich zusammen aus Einzahlungen, garantierten Zinsen und ggf. Überschussbeteiligungen. Doch wie hoch sind derzeit die garantierten Zinsen?

Klägliche 0,9 Prozent! Wie hoch war noch einmal die amtliche Inflationsrate? – 1,4 Prozent im Jahr 2019. Um wie viel hast du also 2019 dein Geld vermehrt? Um -0,5 Prozent.

Keine weiteren Fragen Euer Ehren!

4. Gold

Oh, das schmerzt, jetzt habe ich eine Goldader getroffen: Wie kann ich es nur wagen, Gold als Geldanlage zu diskreditieren? Mache ich nicht: Gold ist eine Absicherung gegen Krisen, Inflation und Währungsverfall.

Gold war sogar Währung während des Goldstandards.

Das stelle ich nicht in Frage; in Frage stelle ich nur, Gold sei eine Geldanlage mit Lizenz zum Geld vermehren.

Inflationsbereinigt kommt Gold auf durchschnittlich 0,6 Prozent pro Jahr. Individuelle Kosten – wie für ein Schließfach – drücken die Rendite weiter.

Selbstverständlich kann Gold auch kräftig steigen: Am ersten Januar 2019 stand der Goldpreis bei 1.117,93 Euro per Feinunze Gold. Das bisherige Hoch 2020 waren 1.741,41 Euro. Das sind 55,8 Prozent plus über 1,5 Jahre.

Hier hätte sich Gold gelohnt. Doch wer kann das voraussehen, abwägen und rechtzeitig ein- wie aussteigen? Nur Timm Thaler; der hat aber dafür sein goldenes Lachen verspielt.

Also: Mit Gold kannst du nicht dein Geld vermehren – nur absichern. Wenn dir das reicht, schlage zu wie ein Goldsucher im Wilden Westen.

Gold, um Geld zu vermehren
Quelle: Foto von Michael Steinberg von Pexels

5. Staatsanleihen guter Bonität

Wie viele Zinsen rieseln auf dein Konto, wenn du Deutschland bis zum 15.08.2050 Geld leihst? 0,5 Prozent? 1 Prozent? 2 Prozent? – Gar nichts. Der Kupon beträgt null.

Wie ein Buckelwal saugt deshalb die Inflation jährlich dein Geld in ihren Rachen – immer kleine Prozente, die durch den Schlund kreisen und unmerklich verdaut werden.

Dein Geld vermehren wirst du also nicht mit Anleihen guter Schuldner; dein Geld ist nur erstklassig geschützt – viel besser als bei Banken. Denn sie gehen öfter pleite als du denkst. Hier ein paar Extreme:

In den USA gingen 1989 ganze 531 Banken zugrunde; 2010 waren es 154.

Staaten gehen grundsätzlich selten pleite – und schon gar nicht 154 in einem Jahr. Bei Staaten herausragender Bonität ist dein Vermögen folglich sicher; nur sicher, denn vermehrt wird es nicht.

Das verbietet das magische Dreieck der Geldanlage: Du kannst dein Geld nicht zugleich schnell vermehren, es immer verfügbar haben und zusätzlich von hoher Sicherheit profitieren.

Solch eine Kapitalanlage gibt es nicht.

Das waren eindeutig genug traurige Anlagen!

Nehmen wir jetzt ein paar Antidepressiva und schauen uns tüchtige Assets an, die dein Geld auch vermehren.

Geldanlagen zum Geld-Vermehren

1. ETFs

ETFs gehören zum Finanzratgeber wie eine Hexenverbrennung zur Abendunterhaltung des 16. Jahrhunderts. Und das zurecht: ETFs sind günstig, rentabel, leicht verständlich und absolut pflegeleicht.

Doch was sind ETFs überhaupt? – sie sind wie Pralinenschachteln: In einer Verpackung liegen viele Aktien verschiedener Nationalität, Branchen und Größen.

Paradebeispiel ist immer der MSCI World: ein ETF, über 1600 Aktien. Der ETF bildet nun die Entwicklung dieser 1600 Aktien nach – steigt der Großteil der Aktien, steigt der ETF.

Und natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung.

Trotzdem liegt dein Totalausfall-Risiko nahe null: Es ist unvorstellbar, dass alle Unternehmen im ETF pleitegehen.

Doch was sagt die Rendite? Um wie viel wird dein Geld jährlich vermehrt?

Das hängt vom Index ab, den der ETF abbildet: Beim MSCI World sind es durchschnittlich 9 Prozent ( Durchschnitt von 1975 bis 2019), beim DAX 7,87 Prozent  und beim S&P 500 sind es 9,24 Prozent mit Dividenden.

Die Inflation, Steuern und individuelle Kosten nicht berücksichtigt.

Zudem kannst du diese Rendite überbieten mit anderen Indizes oder Faktor Investing. Ebenso kannst du ETFs auf eine ausschüttende Strategie trimmen wie im einem ETF Dividenden Portfolio.

Du musst nur monatlich per Sparplan Geld einzahlen und deinem Geld beim Wachsen zuschauen – mehr ist es nicht.

Bloß die Schwankungen musst du ertragen – und die können enorm sein: 30,40,50 Prozent kann es schon einmal heruntergehen. Dessen musst du dir bewusst sein.

Die oben dargestellte Rendite zeigt darum nur die durchschnittliche historische Rendite der Vergangenheit. Es ist der Mittelwert; Ausschläge nach oben wie unten zittern an der Börse jedes Jahr.

Aber die allgemeine Tendenz sagt klar: Es geht nur nach oben. Immer wieder werden alte Höchststände überboten und damit dein Geld vermehrt. Außer der Nikkei 225; aber der ist eine Ausnahme.

2. Einzelaktien

ETFs überschreiten – einmal ausgewählt – im Aufwand kaum das Tagesgeld: Geld anlegen und fertig. Sie gehören zu den einfachsten Anlagemöglichkeiten an der Börse.

In Aktien zu investieren verlangt mehr Sitzfleisch – schließlich kettest du dein Geld an ein Unternehmen, nicht den Markt.

Ein Unternehmen kann bankrottgehen, der Markt nicht.

Doch was sind überhaupt Aktien? Es sind Unternehmensbeteiligungen: Mit einer Aktie hältst du ein Stückchen Unternehmen in der Hand.

Du bist verbunden mit dem Unternehmen: Wächst es über die Jahre, wächst ebenso dein Geld – oder andersherum. Aktienkaufen ist also keine Shopping-Tour – nur kurz ansehen und mitnehmen.

Du musst dich lange mit dem Unternehmen beschäftigen, Kennzahlen lesen, langfristige Trends ausmachen, die Branche im Auge behalten – und vor allem klar bestimmen: Eine Aktie zu verkaufen, wenn du dich irrst.

Du siehst: In einer Aktie musst du mehr lesen als steigende oder sinkende Kurse. Sie bewegen sich wie Menschen, sind facettenreich, oft unkalkulierbar… kurz: Du brauchst Geduld. Aber die lohnt sich:

Machst du deinen Job gut, schlägst du den Markt; du bist besser als der (selbstgewählte) Index. Christian Thiel erzielte 2015 satte 22,7 Prozent (sein Buch: Schatz, ich habe den Index geschlagen).

Auch Alex Fischer von reich-mit-Plan schlägt Jahr für Jahr den Markt. Mit Leidenschaft, Zeit und Aufwand schaffst du das auch, um dein Geld langfristig zu vermehren.

Aktien, um Geld zu vermehren
Quelle: Photo by Patrick Weissenberger on Unsplash

3. P2P-Kredite

Willst du dein Geld schnell vermehren, kommst du an P2P-Krediten kaum vorbei. Sie bieten durchschnittlich einen Zinssatz von 12 Prozent pro Jahr –  mehr ist immer möglich – und bedürfen kaum der Pflege.

Doch was sind P2P-Kredite überhaupt? Es sind Kredite von Privatperson zu Privatperson. Du leihst jemandem Geld und sackst dafür Zinsen ein.

Du übernimmst also die Aufgaben einer Bank.

Doch normalerweise leihen wir privat ungern Geld – außer an die Familie, Bekannte und zuverlässige Freunde. Warum solltest du plötzlich Fremden Geld leihen?

Weil eine Plattform die Vermittlung übernimmt: Nicht du verleihst das Geld; sondern es sind meist Kreditgeber, die sich über dich refinanzieren.

Und so funktioniert’s: Kreditgeber vergeben einen Kredit aus eigener Tasche. Danach stellen sie den Kredit – sagen wir 1000 Euro – auf eine Plattform. Dieser Kredit wird gestückelt und den Investoren als Anlage angeboten.

Du greifst zu und investierst 10 € – bei den meisten P2P-Portalen läuft das automatisch; du musst selbst nichts tun.

Wird der Kredit zurückbezahlt, erhältst du deine 10 Euro zurück und die vorher vereinbarten Zinsen. Für dich entsteht keine Arbeit; nur das Risiko trägst du:

  • a. der Schuldner fällt aus
  • b. der Kreditgeber fällt aus
  • c. die Plattform fällt aus

Damit musst du immer rechnen, weshalb du nur 5 bis 15 Prozent deines Vermögens in P2P-Kredite investieren solltest. Hier sind P2P-Plattformen für den Einstieg:

4. Kryptowährungen

Kryptowährungen sind digitale Währung, die vor allem eines auszeichnet: Du kannst sie nicht kopieren. Hast du einmal einen Bitcoin verschickt, ist er verschickt – Zurückholen ist nicht; ebensowenig eine Kopie anfertigen.

Das zeichnet Kryptowährungen aus als zuverlässige Zahlungsmittel.

Andere Eigenschaften (der meisten) Kryptowährungen:

  • Anonymität: Du als Zahler und Empfänger kannst nicht ausgemacht werden.
  • Dezentralität: Es gibt keine zentrale Stelle (Zentralbank), die Zahlungen abwickelt und speichert.
  • Irreversibilität: Eine Zahlung ist nicht umkehrbar
  • Transparenz: Alle Transaktionen sind öffentlich auf der Blockchain (dem „Kassenbuch“) einsehbar.

Natürlich unterscheiden sich die Kryptowährungen untereinander wie die Tiere im Berliner Zoo. Darum musst du Bitcoin wie Altcoins zuerst verstehen, bevor du investierst.

Auf was solltest du achten?

Auf den Zweck und die Funktion der Kryptowährung (steht im Whitepaper), Einsatz im realen Leben, die Größe nach Marktkapitalisierung (unter CoinMarketCap) und den täglichen Umsatz.

Die letzten beide Punkte geben an, wie stark ein Coin gehandelt wird. Umso mehr, desto besser. Er ist „angekommen“ – und damit stehen die Chancen höher, dass er sich langfristig durchsetzt.

Und die Rendite? Sie ist gewaltig: Manche kleinen Coins können in einer Woche über 100 Prozent steigen. Cardano, einer der größten Altcoins, ist dieses Jahr zwischenzeitlich um 400 Prozent gestiegen – Chainlink um 700 Prozent.

Doch Vorsicht: Wer hoch hinaus will, endet schnell wie die Challenger. Das Risiko ist nicht zu unterschätzen: Einzelne Coins werden manipuliert, schwanken hin und her oder stellen sich als Scam heraus.

Vermeide deshalb die typischen Fehler am Kryptomarkt und packe dir nur maximal 5 Prozent an Kryptowährungen ins Portfolio.

Doch wo kaufst du Kryptowährungen? Über die Börsen: Kraken, Binance, Bitcoin.de, Bitpanda…

Oder ganz bequem in einer App:

Bitcoin, um Geld zu vermehren
Quelle: Photo by Ewan Kennedy on Unsplash

5. Crowdinvesting

Warum schwimmen Fische in großen Schwärmen durch die Ozeane? – genau: Sie sind besser vor Feinden geschützt. Ebenso funktioniert Crowdinvesting:

Eine große Crowd (der Schwarm) finanziert ein Projekt – sei es ein Start-up, eine Immobilie oder ein mittelständisches Unternehmen. Falls das Projekt scheitert, verliert jeder nur ein wenig; nicht einer alles.

Die Einstiegssummen sind darum gering und pendeln zwischen 5 und 500 Euro.

Und das Risiko? Das kommt darauf an: Start-ups sind sehr unsicher; dafür kannst du dein Geld über 100 Prozent vermehren.

Immobilienprojekte dagegen sind solide und fallen nur selten aus. Diese höhere Sicherheit findet ihr Spiegelbild in der Rendite: Sie liegt zwischen 5 und 8 Prozent jährlich.

Trotzdem besteht immer ein Totalausfall-Risiko – und noch dicker: Dein Geld ist meistens nachrangig.

Geht das Projekt pleite, wirst du als letzter ausbezahlt; und meistens bleibt nichts übrig.

Deshalb: Crowdinvesting taugt – meiner Meinung nach! – nur als weitere Diversifikation im Portfolio. Sonst ist die Diskrepanz zu hoch zwischen Rendite und Risiko:

Es sind meist nur 6 – 7 Prozent und trotzdem kannst du alles verlieren.

Deshalb finde ich ETFs, Aktien oder P2P-Kredite deutlich attraktiver, um dein Geld zu vermehren. Wenn du diese Investments bereits abgegrast hast, könntest du dich jedoch einigen Crowdinvesting-Plattformen zuwenden.

Zur Risikostreuung hier einige seriöse Anbieter für Immobilien-Crowdinvesting:

6. Vermietete Immobilie

Die meisten Investoren werden mit Immobilien zu Millionären. Punkt. Denn sie arbeiten mit Fremdkapital von der Bank.

Ein Beispiel:

Ein Investor hat 100.000 Euro und hat nun die Wahl: Entweder eine Immobilie kaufen für 100.000 Euro oder 10 Immobilien für jeweils 10.000 Euro.

Die restlichen 90.000 Euro kommen immer von der Bank.

Was macht der Investor? Er kauft natürlich 10 Immobilien, weil er seine Rendite exponentiell steigert: mehr Mieteinnahmen, mehr Rendite durch mögliche Preissteigerungen der Häuser.

Das ist doch wahnsinnig riskant? Ist es auch. 

Deshalb musst du dich intensiv damit beschäftigen, bevor du in Immobilien investierst: Die Lage muss stimmen, der Markt, die Umgebung, die Zukunftsaussichten des Ortes, du brauchst jemanden für Reperaturen und die Mieter müssen passen.

Darum solltest du mit einer Immobilie anfangen, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Fühlst du dich wohl, kannst du deinen Immobilienbesitz erhöhen und dein Geld vermehren.

So baust du dir Stück für Stück ein passives Einkommen auf und zimmerst deine finanzielle Freiheit.

Aber wie gesagt: Immobilien sind sehr komplex. Beschäftige dich ausführlich mit dem Thema!

7. REITs

Das Problem von Immobilien: Sie sind ein großer Klumpen in deinem Portfolio – oft über 100.000 Euro schwer und nicht wegzubewegen.

Passiert etwas mit dem Haus – z. B. Überschwemmung – hast du ein Problem.

Eine elegantere Lösung sind REITs, sogenannte Real Estate Investment Trusts. Kurz: Aktiengesellschaften auf Immobilien.

Das sind Unternehmen, die in Folgendes investieren: Wohnimmobilien, Restaurants, Bürogebäude, Einkaufszentren, Fabriken…

Du kaufst also nur eine Aktie und hast hunderte – wenn nicht sogar tausende – Immobilien im Portfolio. Der Klumpen hat sich – wie eine Brausetablette – in Krümelchen aufgelöst.

REITs genießen dazu eine besondere Rechtsstellung: Sie sind von der Unternehmenssteuer befreit, solange sie die Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Das sind ungefähr 80 bis 95 Prozent.

Das heißt für dich: Mit REITs kannst du nicht nur dein Geld vermehren, sondern erzielst ein regelmäßiges, passives Einkomen. Denn REITs schütten vierteljährlich oder sogar monatlich aus.

Willst du es noch einfacher, kaufe dir einen ETF-Immobilienfonds. Unter Just ETF findest du derzeit 27 Stück.

8. Hochdividenden-Werte

Kursgewinne sind ja ganz nett, um dein Geld zu vermehren. Aber sie sind neckisch wie eine Kokette: nur gucken, nicht anfassen.

Von Kursgewinnen kannst du dir – noch nichts – kaufen. Der Wert ist nur potenzieller Gewinn.

Sympathischer sind deshalb Hochdividenden-Werte, die schon vom Geschäftsmodell aus auf Ausschüttungen gepeitscht sind.

8 bis 15 Prozent Dividendenrendite sind hier keine Seltenheit. Ausschüttungen erfolgen dann planbar vierteljährlich oder einmal im Monat.

Um dein Geld zu vermehren, arbeiten diese Werte oft in konservativen Geschäftsfeldern: Energie, Infrastrutktur, Lizenzen, Rohstoffe, Firmenbeteiligungen oder Immobilien.

Dahinter stehen also solide Unternehmen, die oft nicht mehr groß wachsen, dafür kräftig Dividenden ausschütten. Oft wie bei REITs über 90 Prozent, um der Unternehmenssteuer zu entgehen.

Doch was nützen mir Unternehmen, die kaum wachsen? Es liegt an der Art, wie sie ihr Geld verdienen:

Meistens sind es Lizenzen und langfristige Verträge, über die sie Geld machen. Deshalb ist der Cashflow planbar und versiegt erst, wenn die Lizenz ausläuft. Dann wird meist ein neuer Abnehmer gesucht und das Spiel beginnt von Neuem.

In Deutschland sind Hochdividenden-Werte fast unbekannt; dafür in Amerika, Kanada oder Australien umso beliebter. Dort werden sie von angehenden Rentnern gekauft, die somit ihr Einkommen sichern.

Hier sind zwei Beispiele für Hochdividenden-Werte:

BDC (Business Development Company): Sie finanzieren in Amerika mittelständische Unternehmen, die nicht börsennotiert sind. Es handelt sich also um Venture Capital, wobei oft das mittelständische Unternehmen aktiv im Management unterstützt wird.

Beispiele sind: Ares Capital oder Main Street Capital

MLP (Master Limited Company): Diese Unternehmen investieren nur in Infrastruktur Projekte – vor allem Öl- und Gas-Pipelines. Dafür kassieren sie eine Maut, die sie fast vollständig an die Aktionäre ausschütten.

Trotzdem: Diese konservativen Geschäftsfelder – Rohstoffe, fossile Energie – haben in Zukunft schwer zu kämpfen. Nachhaltiges Investieren rückt ihnen auf die Pipelines, weshalb sich jeder genau überlegen sollte, ob er hier investiert.

Wie schlecht MLPs in den letzten Jahren gelaufen sind, siehst du am Invesco Morningstar US Energy Infrastructure MLP UCITS ETF (WKN: A1T96S).

Dennoch sind BDCs und MLPs nur ein kleiner Ausschnitt – es gibt so viel mehr mit besserer Zukunft und weniger Risiken.

Für einen hervorragenden Überblick über diese Anlageklassen kann ich “Bargeld statt Buchgewinn” von Luis Pazos empfehlen. Es erklärt dir ausführlich die einzelnen Möglichkeiten und was du beachten musst.

9. Agrikultur

Schon der Adel wusste: Nur Grund und Boden ist sicheres Kapital – blaublütiges Kapital mit Sicherheit und enormen Renditen.

Du bist eingetragener Besitzer und erhältst jährlich Cashflow, sobald der Ertrag verkauft ist.

Nur in Deutschland – oder Europa – ist so etwas nicht zu haben. Zu teuer, nicht profitabel genug.

Investoren stürzen sich darum lieber auf Boden in Südamerika wie beispielsweise Paraguay.

Ein weiterer Vorteil solch einer Anlage: Sie ist nachhaltig und ist gut für Mensch und Umwelt.

Außerdem ist sie der Beginn einer Wertschöpfungskette – sie schöpft Wert und baut ihn nicht ab wie bei Rohstoffen. So kannst du ökologisch dein Geld vermehren.

Leider kannst du als Laie nicht sofort einsteigen und irgendwo ein Grundstück kaufen – das endet nur im Desaster.

Ein professioneller Anlageberater muss das für dich übernehmen, mit dem du zusammen sogar nach Südamerika fliegst und das Land begutachtest.

Empfehlenswert ist hierfür Andreas Ogger und sein Wohlstandsbildner-Seminar. Hier habe ich dir einen augenöffnenden Beitrag von ihm über Agrikultur verlinkt.

Quelle: Photo by Dave Hoefler on Unsplash

10. Vermehre online dein Geld

Die Wahrheit ist: Willst du finanziell frei sein, musst du mehr verdienen als die anderen, mehr sparen als die anderen und mehr investieren als die anderen. Die Abkürzung dafür ist online Geld verdienen.

Du gründest dein eigenes Online-Business und diversifizierst über mehrere Einkommensquellen: beispielsweise Blog, Marketing, Buch schreiben, Affiliate-Marketing, Coachings, Video-Kurse…

Vorgemacht hat es Alex Fischer von reich-mit-Plan. Trotz Job, Frau und Kind hat er ein Online-Business aufgebaut und ist nun finanziell frei. Das kannst du auch!

Dafür musst du Zeit investieren – am besten täglich. Aber habe das Ende immer im Blick: Du bist dein eigener Herr, du bist finanziell frei und arbeitest nur noch, wenn du es wirklich willst.

Würdest du es als verschenkte Jahre bezeichnen, wenn du es geschafft hast und dann stolz zurückblickst?

11. Die beste Investition: in dich selbst

Klar kannst du dein Geld vermehren, wenn du 10.000 Euro in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und P2P-Kredite packst. Aber es ist langsames Geld vermehren: Selbst bei 12 Prozent Rendite pro Jahr  sind es nach 10 Jahren „erst“ 31.058 Euro.

Der Zinseszins wirkt lediglich auf lange Sicht seine Wunder.

Es muss doch schneller gehen? Geht es auch: Wenn du in dich selbst investierst.

Das hängt sich nahtlos an den letzten Punkt an: Ein Business gründen kannst du nur, wenn du die Skills mitbringst. Das Wissen über Marketing, das Fachwissen, die Menschenkenntnis…

Dafür musst du lesen, dich coachen lassen, Kurse belegen, an Seminaren teilnehmen – kurz: Das Wissen fliegt dir nicht von selbst zu.

Dafür ist die Rendite viel höher, wenn du in dich selbst investierst:

10.000 € in dich selbst gesteckt, können zu 100.000 Euro, einer Million und noch mehr werden, wenn du ein Business gründest.

Denn mit einem eigenen Business hast du einen fast unbegrenzten Hebel: Jedes Jahr kannst du die Produktion um hunderte Prozent steigern.

Ein Job oder eine Geldanlage kann das nicht – nur als Unternehmer kannst du dein Geld in Lichtgeschwindigkeit vermehren.

Fazit zum Geld vermehren

Geldscheine sind wie Karnickel: Stellst du sie in das richtige Gehege, vermehren sie sich ungebremst.

Das Gehege muss allerdings stimmen; baut es die Bank – wie Tagesgeld oder Lebensversicherung – büxt dein Geld aus und wird in freier Wildbahn von der Inflation gefressen.

Um Geld zu vermehren, musst du also zu anderen Methoden greifen wie Aktien, Kryptowährungen, REITs oder P2P-Kredite. Mehr habe ich dir oben vorgestellt.

Doch die beste Investition bleibt die in dich selbst: Lerne neue Skills, bilde dich weiter und bleib bei der Sache. So vermehrst du dein Geld langfristig, wie es keine Geldanlage schafft.

Doch wann hast du es geschafft – wann bist du endlich finanziell frei? Das erfährst du bequem mit unserem Rentenrechner.

Viel Erfolg!

Quelle Beitragsbild: Photo by Brooke Cagle on Unsplash


Junge schaut in die Kamera

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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