Basiswissen Bitcoin

Was Wikipedia über Bitcoin schreibt

Bitcoin ist das weltweit führende digitale Zahlungsmittel (Kryptowährung) auf Basis eines dezentral organisierten Buchungssystems genannt Blockchain. Überweisungen werden kryptographisch legitimiert und über ein Netz gleichwertiger Rechner (peer-to-peer) abgewickelt. Anders als im klassischen Banksystem üblich, ist kein zentrales Clearing der Geldbewegungen mehr notwendig. Eigentumsnachweise an Bitcoin werden in persönlichen digitalen Brieftaschen gespeichert. Der Kurs eines Bitcoin zu den gesetzlichen Zahlungsmitteln (Fiatgeld) folgt dem Grundsatz der Preisbildung an der Börse. Sie hat die Aufgabe, Angebot und Nachfrage markträumend auszugleichen

Das Bitcoin-Zahlungssystem wurde von dem unter Pseudonym auftretenden Satoshi Nakamoto erfunden, der es im November 2008 in einem Dokument beschrieb und im Januar 2009 eine Open-Source-Referenzsoftware dazu veröffentlichte. Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank (der Blockchain), in der alle Transaktionen verzeichnet sind. Mit Hilfe kryptographischer Techniken wird sichergestellt, dass gültige Transaktionen mit Bitcoins nur vom jeweiligen Eigentümer vorgenommen und die Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben werden können.“, „auch verspricht das System niemandem hohe Profite“. Es gebe jedoch eine klare Informationsasymmetrie, da das System einerseits sehr komplex zu verstehen sei, es aber sehr leicht benutzt werden könne, ohne dass man sich zuvor über die Risiken eines Kollapses bewusst sei.

Auch der Vorstand der österreichischen Finanzmarktaufsicht Helmut Ettl sah Ähnlichkeiten zur Tulpenzwiebelblase in Holland im 17. Jahrhundert. Man solle sich nicht von den hohen Gewinnaussichten täuschen lassen. Das Ganze könne massiv an Wert verlieren. Der Chef der Zentralbank von Österreich kritisierte Bitcoin als „Marketingtrick“. Auch kritisiert er, dass durch steigende Kurse die Geldwäsche leichter sei. durch Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder andere illegale Geschäfte nachhaltig zu schaden“. Auch widerspreche eine automatisierte Geldmengensteuerung wie mit ‚Bitcoins‘ jeder Konjunkturpolitik und entziehe ihr den Boden. keine Beschränkung möglich ist, werden die Leute erkennen, dass ihre Guthaben jeden Moment wertlos werden können, und die Nachfrage nach Bitcoins und ähnlichen Währungen wird zusammenbrechen und das Experiment beenden“.

Verwendung für illegale Zwecke

Anfang Juni 2011 erschien ein Artikel beim Online-Portal Gawker, in dem über Silk Road, einen mit dem Anonymisierungsnetzwerk Tor zugänglichen Darknet-Markt berichtet wurde, auf der gegen Bitcoin Drogen angeboten wurden. Dieser Bericht wurde von den US-amerikanischen Senatoren Charles Schumer und Joe Manchin aufgegriffen, die ein Verbot der Seite forderten und die Legalität von Bitcoin allgemein in Zweifel zogen.[ Tatsächlich spielt Bargeld bei den Aktivitäten der Schattenwirtschaft, deren gesamter Umfang in Deutschland auf etwa 12 bis 17 % des Bruttoinlandsprodukts geschätzt wird, aufgrund seiner Anonymität eine besondere Rolle. Deswegen gibt es eine Tendenz zur zunehmenden Kontrolle von Bargeld-Transaktionen. Ein Gesetzentwurf zur Optimierung der Geldwäscheprävention, der eine Registrierung bei bisher anonymen Zahlungen mit Systemen wie der Paysafecard vorsieht, wurde von der deutschen Bundesregierung vorgelegt.[ Eine noch weitergehende Kontrolle von Zahlungsdaten durch die USA findet im Rahmen des politisch stark umstrittenen SWIFT-Abkommens statt.

Bitcoin-Tauschbörsenbetreiber wie Mark Karpelès von Mt.Gox oder der Zahlungsdienstleister Dwolla erklärten daraufhin 2011, dass sie mit Behörden bereits zwecks einer Kontrolle illegaler Transaktionen in Kontakt stünden und weitere Vorkehrungen wie Auszahlungslimits eingeführt wurden.[

Mining-Rechenleistung, Stromverbrauch und Umweltverschmutzung

Das Bitcoin-Schürfen verbraucht große Mengen an elektrischer Energie. Wegen der möglichen ökologischen Schäden steht Bitcoin in der Kritik.[

Das Schürfen neuer Bitcoins hatte alleine in der ersten Hälfte des Jahres 2018 einen Stromverbrauch von 30,1 Milliarden Kilowattstunden Strom. Zum Vergleich verbrauchte man in Dänemark im gesamten Jahr 2015 31,4 Milliarden Kilowattstunden. Mit Stand Januar 2019 verbrauchte das Bitcoin-System weltweit etwa 47 TWh pro Jahr.[

Durch die selbstregulierende Schwierigkeit des Schürfens (siehe Abschnitt #Mining) gibt es keine Obergrenze für den Energieverbrauch. Solange dies profitabel ist, wächst die Anzahl der Schürfer und damit der verbrauchte Strom – abhängig vom Bitcoin-Preis, da Schürfer die Stromkosten mit der Belohnung für das Schürfen neuer Bitcoins mindestens decken müssen, um profitabel zu sein. So ging mit dem deutlichen Preisrückgang von Bitcoin in der zweiten Hälfte des Jahr 2018 auch ein Rückgang des Energieverbrauchs einher.[

Verglichen mit anderen Online-Transaktionen benötigen Bitcoin-Transaktionen ein Vielfaches an Energie. Auf nur eine Transaktion bezogen wurden mit Stand Mai 2018 mindestens 300 kWh elektrische Energie verbraucht. Hingegen benötigt eine Überweisung mit einer Kreditkarte nur ca. 1–2 Wattstunden (0,001–0,002 kWh). Hierzu ist zu beachten, dass kein direkter Zusammenhang zwischen dem Energieverbrauch und der Anzahl von Transaktionen besteht, da die Belohnung für das Schürfen eines Blockes fest ist und nicht von der Anzahl der Transaktionen abhängt, die im Block enthalten sind.[

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Das Schürfen nur eines Bitcoins verbrauchte im Mai 2018 etwa 42.000 kWh, was dem Jahresstromvebrauch von 12 Familien mit je 3500 kWh entspricht. Ein Test des Speicher-Anbieters iDrive mit 600 Servern im off-peak Modus ergab ein Ergebnis von 0,4 Bitcoin pro Jahr.[

Ende 2017 entstanden etwa drei Viertel aller Bitcoins in der Volksrepublik China, insbesondere durch Kohlestrom aus der Inneren Mongolei. Den Kohlendioxidausstoß eines dort geschürften Bitcoins schätzte man 2017 auf 8 bis 13 Tonnen. Für 2018 rechnet Morgan Stanley mit einem Anstieg des Stromverbrauches auf 125 TWh, möglicherweise auch 140 TWh. Dies entspricht etwa 0,6 % des gesamten Weltstromverbrauches. Ein weiterer Mining-Hotspot ist auf Grund des günstigen Strompreises Island, wobei hier überwiegend erneuerbare Energie zum Einsatz kommt.[

In einer 2018 in der Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlichten Studie warnen die Verfasser, dass allein durch Bitcoin das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Übereinkommens nicht eingehalten werden könne. Diese Annahme gilt seither jedoch als überholt.[

Aus Umweltschutzgründen beendete Norwegen ab 2019 die Mining-Subventionen.[

Softwarefehler und Angriffsszenarien

51-Prozent-Angriff

Wenn ein Angreifer mindestens 51 % der Mining-Rechenleistung von Bitcoin kontrolliert, hat er die Möglichkeit, einen 51-%-Angriff durchzuführen. Er könnte beispielsweise einzelne Teilnehmer gezielt ausschließen, indem er ihre Transaktionen in Blöcken ignoriert.[

In der Praxis ein größeres Problem sind Double Spend Angriffe, bei denen der Angreifer Bitcoins überweist und eine Gegenleistung dafür erhält (z. B. Bitcoins an eine Börse schickt und dort verkauft). Anschließend „storniert“ er die Transaktion, indem er eine von ihm erzeugte parallele Version der Blockchain veröffentlicht in dem die Transaktion nie stattgefunden hat und der Angreifer immer noch seine Bitcoins kontrolliert. Beim Proof-of-Work wird stets derjenige Blockchain-Zweig als die „Wahrheit“ angesehen, in den die meiste Rechenleistung investiert wurde, was zur Folge hat, dass ein 51-%-Angreifer die Möglichkeit hat, den von ihm erstellten alternativen Zweig nachträglich zur „Wahrheit“ zu machen und seinen Geschäftspartner, von dem er ohne Bezahlung die Gegenleistung erhalten hat, zu schädigen.[

Kurzzeitig überschritt der Mining-Pool GHash im Juni 2014 die 50-Prozent-Marke.[

51%-Angriffe sind aktuell vor allem für kleinere Kryptowährungen ein Problem, die die gleiche Proof-of-Work Hashfunktion verwenden wie eine größere Kryptowährung, so dass es für Miner mit spezialisierter Hardware möglich ist, zum Zweck des Angriffs temporär Rechenleistung von der größeren auf die kleinere Währung umzuwidmen. Bei der Kryptowährung Bitcoin Gold gab es im Mai 2018 einen erfolgreichen 51-Prozent-Angriff, auch auf die Kryptowährung Ethereum Classic wurde Anfang 2019 eine 51-Prozent-Attacke ausgeübt.

Künftige Risiken durch Quantencomputer

Quantencomputer könnten künftig das Bitcoin-System gefährden: Der als Public-Key-Verschlüsselungsverfahren verwendete ECDSA-Algorithmus ist anfällig für den Shor-Algorithmus. Die Auswirkung auf Bitcoin durch einen Quantencomputer mit Shor-Algorithmus wären zunächst nicht katastrophal, sofern die aus Datenschutzgründen ohnehin empfohlene Praxis befolgt wird, Bitcoin-Adressen nicht mehrfach zu benutzen.[

Es ist hingegen kein Algorithmus für Quantencomputer bekannt, der die zum Bitcoin-Mining verwendete Hashfunktion SHA-256 effizient invertieren könnte. Eine Anwendung des Grover-Algorithmus würde den Prozess des Mining zwar quadratisch beschleunigen, muss hierbei allerdings mit den im klassischen Fall verwendbaren ASICs konkurrieren. Daher wird die potentielle Auswirkung von Quantencomputern auf das Bitcoin-Mining als weniger stark eingestuft verglichen mit derjenigen auf ECDSA.[

Die Bedrohung gilt allerdings für nahezu die gesamte IT-Branche – nicht nur für einige Kryptowährungen.

Rechtliche Fragen

Richtlinien der US-Finanzaufsicht

Am 18. März 2013 gab die Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), eine Abteilung des Finanzministeriums der USA, einen Bericht heraus, der die Einstufung von zentralisierten und dezentralen virtuellen Währungen bezüglich eines Status als „Money Service Businesses“ (MSB) betraf. Darin wurden digitale Währungen und Zahlungssysteme eingeordnet, die von keiner staatlichen Stelle herausgegeben werden. Nutzer von virtuellen Währungen wurden als frei von Auflagen für MSBs eingestuft. Organisationen dagegen, die virtuelle Währungen herstellen oder als Zahlungsdienstleister aufträten, würden den Regelungen für MSB-Zahlungsdienstleister unterliegen, die insbesondere Melde- und Buchführungspflichten zur Eindämmung von Geldwäsche vorsehen. Nach wörtlicher Interpretation könnte das auch Personen betreffen, die Bitcoin-Mining betreiben: „… a person that creates units of convertible virtual currency and sells those units to another person for real currency or its equivalent is engaged in transmission to another location and is a money transmitter.“[

Weiterhin wurden Organisationen als Zahlungsdienstleister und Wechseldienst benannt, die virtuelle Währungen für Zahlungsdienste einsetzen.[ Da diese Einstufung auch Personen beträfe, die Bitcoin-Mining in sehr kleinem Umfang betreiben, wurden die Richtlinien (die keinen gesetzlichen Charakter haben) von der Bitcoin Foundation, einer Interessenvertretung der Bitcoin-Nutzer, als zu weitgehend kritisiert.[

Insgesamt verbessern die Richtlinien jedoch die Rechtssicherheit, da die grundsätzliche Legalität einer Nutzung von Bitcoin damit offensichtlich nicht mehr in Zweifel steht und Bitcoins erstmals von einer staatlichen Stelle als Zahlungsmittel oder Währung eingestuft wurden.

Steuerliche Handhabung

In Deutschland ist Bitcoin weder gesetzliches Zahlungsmittel noch E-Geld, Devisen oder Sorten,[ allerdings ist es nach der Feststellung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Rechnungseinheit (englisch unit of account), die in „multilateralen Verrechnungskreisen“ eingesetzt werden kann und somit Finanzinstrument im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG). Das wurde auch im August 2013 durch eine Anfrage des Abgeordneten Frank Schäffler an das Bundesfinanzministerium bestätigt: Bitcoin sei eine Art „privates Geld“. Diesem widerspricht der 4. Strafsenat des Kammergericht Berlin im Urteil vom 25. September 2018. Der Kammer zufolge können Bitcoin keine Rechnungseinheiten sein, da es an der Wertbeständigkeit und der allgemeinen Anerkennung fehle. Damit ordnet die BaFin Bitcoins als mit Devisen vergleichbare Werteinheiten ein. Weiterhin seien Gewinne aus dem Bitcoin-Verkauf ein privates Veräußerungsgeschäft und unterlägen der Einkommensteuer gemäß § 23 Einkommensteuergesetz (EStG). Werden entgeltlich angeschaffte Kryptowährungen länger als ein Jahr gehalten, sind potentielle Gewinne aus einer Veräußerung nicht steuerbar. Verluste, die durch einen Verkauf nach Ablauf der Spekulationsfrist resultierten, können nicht mehr gegen Gewinne verrechnet werden.

In Bitcoin abgewickelte Geschäfte unterliegen üblichen Steuerpflichten; sie sind nicht geeignet, der Umsatzbesteuerung zu entgehen.[ Ein Umtausch von Bitcoins in andere Zahlungsmittel – und umgekehrt – ist umsatzsteuerfrei nach Art. 135 Abs. 1 Buchst. e der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 (EU-Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie, MwStSystRL) fällt.

In Österreich stellte Niko Alm am 23. Mai 2014 eine Parlamentarische Anfrage an Finanzminister Michael Spindelegger in Bezug zur steuerlichen und rechtlichen Handhabung von Bitcoin. Die Antwort besagte, dass der Handel mit Bitcoins „steuerbar und steuerpflichtig“ sein kann. Es müsse keine „Spekulationssteuer“ bezahlt werden, wenn man Bitcoins länger als ein Jahr besitzt.[

Der US-amerikanische Internal Revenue Service gab 2014 eine Stellungnahme heraus, nach der Bitcoin als Eigentum (Property) zu besteuern ist.[ Sofern keine Ausnahmeregelungen für Kleinbeträge geschaffen werden, hat diese Einstufung den Nachteil, dass auch bei Kleingeschäften wie z. B. dem Erwerb einer Tasse Kaffee für alle Nutzer umfangreiche Buchführungspflichten bestehen, um anfallende Kapitaleinkünfte zu ermitteln. Von 2013 bis 2015 gaben zwischen 800 und 900 Kunden Gewinne aus Bitcoingeschäften bei der US-amerikanischen IRS an, während auf der Handelsplattform Coinbase in jener Zeit etwa 14.000 Personen Bitcoingeschäfte für mehr als 20.000 US-Dollar tätigten. Daher erzwang die Steuerbehörde im November 2017 gerichtlich von Coinbase die Herausgabe der Identitäts- und Kontodaten aller Kunden, die in jener Zeit Geschäfte ab 20.000 US-Dollar tätigten.

Der EuGH erklärte am 22. Oktober 2015, dass beim Kauf und Verkauf von Einheiten der virtuellen Währung ‚Bitcoin‘ keine Mehrwertsteuer anfällt. Den Inhalt des Urteil bestätigte das deutsche Bundesfinanzministerium den obersten Länderfinanzbehörden am 27. Februar 2018.[

Verbote

Mitte Januar 2018 wurde fälschlicherweise von Plänen Südkoreas berichtet, den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin zu verbieten, was zu hohen Kurseinbrüchen führte. Stattdessen plant die südkoreanische Regierung nur, neue ICOs zu verbieten und bisherige Kryptowährungen zu regulieren.[

Die schwedische Großbank Nordea verbietet seit dem 28. Februar 2018 ihren Angestellten den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin.[

Wichtige Ereignisse und Medienberichte

Verluste, Diebstähle, Hacks, Betrugsfälle und Ausfälle

Aufgrund der genannten starken Ähnlichkeiten mit Bargeld können Bitcoins im übertragenen Sinne verloren gehen, gestohlen werden, oder durch Betrug oder Erpressung den Besitzer wechseln. Dazu tragen neben der Möglichkeit völliger Anonymität, zeitweilig enormer Kurssteigerungen und teilweise unprofessionellem Vorgehen auch ein starkes Anwachsen von Geldgeschäften und spekulativen Angeboten seit Anfang 2011 sowie eine gewisse Wildwest-Mentalität bei.[ Dabei erwiesen sich vor allem die Onlinebörsen immer wieder als Schwachstellen.

2010

  • Am 15. August 2010 wurde der bisher schwerste Softwarefehler im Bitcoin-System entdeckt und behoben. Grundsätzlich wird geprüft, ob die Summe der Ausgänge einer Transaktion die der Eingänge nicht überschreitet. Eine eigens präparierte Transaktion führte aufgrund eines fehlerhaften Ganzzahlüberlaufs zu einer nicht geprüften negativen Gesamtsumme, so dass die Transaktion als gültig akzeptiert wurde und zu einer Gutschrift von 184 Milliarden BTC führte. Für die Behebung war es notwendig, das Netzwerk umgehend zu stoppen und ein eilig erzeugtes Update zu verteilen. Die ungültige Transaktion wurde aus der Blockchain entfernt.[

2011

  • Am 13. Juni 2011 erklärte der Nutzer Allinvain, dass bei einem Einbruch in seinen Computer ein Betrag von 25.000 BTC entwendet wurde (zu diesem Zeitpunkt umgerechnet 502.750 USD). Das gestohlene Guthaben wurde vom Dieb unerkannt wieder in den Kreislauf zurück gemischt.[
  • Am 19. Juni 2011 verschaffte sich ein Angreifer bei der größten Onlinebörse Mt.Gox Zugriff auf ein Konto mit einem Guthaben von etwa 500.000 BTC (zu diesem Zeitpunkt rund 8,75 Mio. US-Dollar). Der Angreifer platzierte eine Verkaufsorder mit einem Volumen von 100.000 BTC zum Preis von 1 Cent pro Bitcoin, bei einem Marktpreis von rund 17 US-Dollar. Das Angebot erfüllte sämtliche offenen Kaufgesuche und führte zu einem kurzzeitigen Zusammenbruch des Handels. Der Handel bei Mt. Gox und der zweitgrößten Börse TradeHill wurde infolgedessen vorläufig ausgesetzt, die Preise kehrten jedoch nach Minuten zu ihren vorherigen Niveaus zurück. Zudem wurden auch Passwörter und Mailadressen ausgespäht und im Internet veröffentlicht.
  • Am 26. Juli 2011 informierte der Betreiber der damals drittgrößten Tauschbörse Bitomat.pl, dass es aufgrund eines Datenverlustes zum Verlust von Bitcoin-Einlagen der Kunden in Höhe von 17.000 BTC (zum Zeitpunkt rund 170.000 €), gekommen sei.
  • Am 11. August 2011 kündigte der japanische Betreiber von Mt. Gox, Tibanne, überraschend an, den Dienst Bitomat.pl zu übernehmen und die Nutzer in die eigene Nutzerbasis zu integrieren. Dabei würden die Guthaben der Nutzer vollständig übernommen. Die Einlagen der Nutzer würden durch Mt. Gox ausgezahlt und es werde weiterhin möglich sein, polnische Złoty durch lokale polnische Banktransfers ein- und auszuzahlen.
  • Im August 2011 verkündete der E-Wallet-Dienst MyBitcoin.com, gehackt worden zu sein, und stellte darauf hin seinen Dienst ein. Die Kunden erhielten knapp die Hälfte ihrer Einlagen wieder. Dieser Dienst stellte Nutzern eine Online-Wallet zur Verfügung, was allerdings bedeutete, dass – wie bei Tauschbörsen ebenfalls – sämtliche dort gespeicherten Beträge dem Dienst anvertraut wurden. Schon zuvor war kritisiert worden, dass der Dienst mit einer Postfachadresse in Charlestown in der Republik St. Kitts und Nevis (Kleine Antillen), einem Offshore-Finanzplatz, praktisch anonym geführt wurde.

2012

  • Am 1. März 2012 wurden bei einem Einbruch auf acht Kundenkonten auf Server des Cloud-Providers Linode Wallet-Daten im Gegenwert von 40.000 BTC (damals rund 150.000 €) ausgespäht. Zu den Kunden gehörten Dienstleister und Bitcoin-Börsenbetreiber. Verantwortlich für den Einbruch war ein Fehler in der Managementsoftware des Cloud-Servers, ein Verschulden der Kunden wurde nicht ermittelt.[
  • Am 12. Mai 2012 wurde bekannt, dass bei einem Einbruch in Server der Bitcoin-Börse Bitcoinica 18.547 BTC (damals rund 87.000 USD) entwendet wurden. Als Ursache wurde ein unzureichend gesicherter E-Mail-Server angegeben. Am 30. Juli erfolgte ein dritter Zwischenfall, bei dem in den Mt.Gox-Account von Bitcoinica eingebrochen wurde und 40.000 BTC verloren gingen. Nachdem Transaktionen aus diesem Guthaben auf den Eigentümer Zhou Tong zurückgeführt worden waren, gab dieser an, den gestohlenen Betrag vom Dieb zurückerhalten zu haben. In der Folge wurde am 1. August 2012 die Liquidierung von Bitcoinica bekannt gegeben.
  • Etwa am 18. August 2012 brach das bisher größte Schneeballsystem „Bitcoin Savings and Trust“ zusammen, welches von einem Individuum mit dem Pseudonym Pirateat40 initiiert wurde. Den „Investoren“, die vorher von zahlreichen Forennutzern vor dem offensichtlichen Ponzi-Schema gewarnt worden waren, waren Gewinne bis zu 7 % wöchentlich in Aussicht gestellt worden. Der gesamte Schaden wird auf bis zu 500.000 BTC geschätzt.
  • Am 22. Dezember erklärte der Betreiber der auf Spendenbasis angebotenen Tauschbörse bitmarket.eu über das Forum bitcointalk, dass er (entgegen dem Versprechen eines Treuhanddienstes) mit den Einlagen der Nutzer spekuliert und Einlagen bei der Börse Bitcoinica angelegt habe, die sich Anfang August für zahlungsunfähig erklärte. Insgesamt habe er dabei rund 20.000 BTC, entsprechend rund 200.000 EUR, verloren. Da er kein eigenes Vermögen habe, sei er nicht in der Lage, die Einlagen der Nutzer zurückzuzahlen. Der Dienst war – ebenfalls Anfang August – vom Initiator an den Programmierer der Website übertragen worden.

2013

  • Am 11. März kam es aufgrund eines Softwarefehlers zu einer Abspaltung (Fork) der Blockchain. Ursache war, dass die Version 0.8 der Referenzimplementation der Bitcoin-Software so geändert worden war, dass ein Block eine größere Anzahl von Transaktionen umfassen konnte, um die stark wachsende Zahl von Transaktionen zu verarbeiten. Gleichzeitig wurde das Datenbank-Backend von Bitcoin Core zur Speicherung der Blöcke von Berkeley DB auf eine leistungsfähigere Datenbank umgestellt. Durch die Version 0.8 wurde ein großer Block erzeugt, den die alte Version 0.7 als ungültig ablehnt, da dabei ein Limit der Datenbank überschritten wird.[ Die dadurch entstandene Abspaltung der Blockchain war eine problematische Situation, da die neu erzeugten Geldeinheiten nur für einen der beiden Zweige gültig sind.

Als Gegenmaßnahme riefen die Entwickler dazu auf, die Version 0.8 nicht mehr für das Mining einzusetzen und ausschließlich dafür auf Version 0.7 zurückzugehen. Somit wurde die durch die ältere Version unterstützte Blockchain zur längsten Kette und in Folge der in die Software eingebauten Regeln auch von den Bitcoin-Nodes der Version 0.8 als gültig anerkannt. Die von der neueren Software bestätigten Transaktionen wurden automatisch in die mehrheitlich verwendete Blockchain übernommen, womit die Situation bereinigt war. Bis auf die neu geschöpften und mit dem nun ungültigen zu großen Block verknüpften Geldeinheiten gingen keine Transaktionen oder Guthaben verloren.Um sicherzustellen, dass keine Coins in beiden Blockchains gleichzeitig gezielt ausgegeben werden konnten (Double Spend Attacke),[ suspendierten die Börsen kurzzeitig die Annahme von Bitcoin-Einzahlungen.

  • Am 3. April 2013 wurde Instawallet, ein web-basierter Wallet-Anbieter, gehackt[ und über 35.000 Bitcoins entwendet (damals etwa 4,6 Mio. USD). Der Dienst wurde daraufhin eingestellt.
  • Am 17. April 2013 wurde die damals viertgrößte Börse BitFloor geschlossen, da die Konten durch die US-amerikanische Bank des Unternehmens gesperrt wurden und keine ausreichende Liquidität mehr vorhanden war.
  • Am 2. Mai 2013 verkündete CoinLab, das erste fremdfinanzierte Bitcoinunternehmen, dass es Mt.Gox wegen Vertragsverletzung auf Schadensersatz i. H. v. 75 Mio. USD verklagen werde und die Geschäftsbeziehungen eingestellt wurden.[
  • Am 15. Mai 2013 beschlagnahmte das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten Konten der Onlinebörse Mt.Gox beim Zahlungsdienstleister Dwolla, da Mt.Gox es versäumt hatte, sich in den USA als Zahlungsdienstleister zu registrieren.

2014

  • Anfang Februar 2014 wurden zahlreiche Bitcoin-Börsen, darunter Mt.Gox, Bitstamp und BTC-e, Opfer von Angriffen von Botnetzen, bei dem Versuch einen als transaction malleability bekannten Programmfehler auszunutzen.[ Daraufhin stellten etliche Börsen, darunter auch die größte deutsche Bitcoin-Börse bitcoin.de, vorübergehend die Auszahlungen ein.
  • Ende Februar 2014 berichtete die Presse über eine Unerreichbarkeit der Bitcoin-Börse Mt.Gox., der die Insolvenzanmeldung in Japan und den USA folgte. Mt.Gox erklärte gegenüber einem US-Gericht, dass rund 850.000 Bitcoins verloren gegangen seien, wovon 750.000 Bitcoins den Anlegern und 100.000 Bitcoins der Handelsplattform selbst zuzuordnen sind.
  • Anfang April wurde eine Sicherheitslücke in Bitcoin Core bekannt, die über den Heartbleed-Bug der enthaltenen OpenSSL-Bibliothek zustande kam. Betroffen waren das neue Zahlungsprotokoll sowie die SSL-Option der RPC-API. Die Bitcoin-Entwickler reagierten jedoch schnell darauf und behoben diese Sicherheitslücke mit dem nächsten Release.

2016

  • Die wichtigste Bitcoin-Börse Bitfinex stellte nach der Entdeckung von Diebstahl von 120.000 Bitcoins mit einem Gegenwert von rund 65 Millionen Dollar (58 Mio. Euro) um Anfang August 2016 den Betrieb vorläufig ein.[

2017

  • Die slowenische Handelsplattform für Cyber-Währungen „Nice Hash“ meldete Anfang Dezember den Diebstahl von etwa 4700 Bitcoin durch Hacker. Der Gegenwert lag zu dem Zeitpunkt bei 68 Millionen US-Dollar.

Verbreitung und weitere Ereignisse

Bis 2012

  • Mitte Juli 2011 gehörten zu den an Online-Börsen gehandelten Währungen US-Dollar, Britisches Pfund, Euro, Polnische Zloty, Tschechische Kronen, Australische Dollar, Chinesische Renminbi, Indische Rupien, Saudische Rial, Chilenische Pesos sowie virtuelle Währungen wie Second Life Linden Dollar und Liberty Reserve US-Dollars.[ Bis Ende 2012 kamen Japanische Yen, Schweizer Franken, Dänische Kronen, Russische Rubel, Schwedische Kronen, Kanadische Dollar, Brasilianische Real, Hongkong-Dollar, Neuseeland-Dollar, Singapur-Dollar und Thailändische Baht hinzu, so dass die Währungen nahezu aller wichtigen Industriestaaten vertreten sind.
  • Im September 2012 warb das Startup Coinbase über Crowdfunding erfolgreich über 600.000 USD Gründungskapital ein. Unter den herausragenden Geldgebern waren der Seed Incubator Y Combinator mit Beteiligung des amerikanischen Programmierers und Kapitalgebers Paul Graham und weitere bekannten Technologie-Investoren, darunter Alexis Ohanian, Trevor Blackwell und IDG Ventures.[ Das finanzierte Projekt umfasst die Entwicklung massentauglicher Zahlungsdienstleistungen für Bitcoin für den US-amerikanischen Markt, wie beispielsweise den unkomplizierten Erwerb von kleinen Beträgen und Zahlungen per Smartphone.
  • Am 15. November 2012 kündigte Andy Skjelton, Betreiber des Blog-Hosters WordPress.com an, in Zukunft Bitcoin als Zahlungsmittel anzunehmen. Der Dienst ist mit rund 60 Millionen Websites einer der weltweit größten Blog-Hoster.
  • Am 7. Dezember 2012 gab die vom Unternehmen Paymium (einer Website ohne bekannte Kontaktdaten) betriebene französische Handelsplattform Bitcoin-central bekannt, dass sie nach intensiven Gesprächen mit den Regulierungsbehörden TRACFIN, ACP und der Banque de France eine Kooperation mit dem lizenzierten Zahlungsdienstleister Aqoba eingegangen sei. Dadurch sind Fiat-Guthaben durch das System der Banken-Einlagensicherung (Fonds de garantie des dépôts) geschützt, im Gegenzug wird der Dienst einschlägigen Regulierungen unterworfen. Nach einem Diebstahl von mehreren Hundert Bitcoins wurde die Börse im April 2013 geschlossen, um – laut Aussage des Betreibers – das Sicherheitskonzept zu überarbeiten. Im September 2013 ging Paymium eine neue Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister Lemon Way ein und eröffnete die Börse Bitcoin-Central erneut.

2013

  • Am 7. Januar 2013 gab der Zahlungsdienstleister BitPay bekannt, zusätzlich 510.000 USD an Investitionen eingeworben zu haben. Das Unternehmen bietet Bitcoin-basierte Webshop-Lösungen und die Handhabung der Zahlungen im Online-Handel an. Zu den Investoren zählten Shakil Khan, Barry Silbert, Jimmy Furland und Roger Ver. Die Erhöhung des Kapitals sei im Zuge einer Entwicklung sinnvoll gewesen, bei der das Unternehmen nach der Entscheidung von WordPress eine Gesamtzahl von 2100 Kunden gewonnen habe.[
  • Am 4. März 2013 eröffnete der Online-Markt bitcoinstore.com mit einem Angebot von 500.000 Computer- und Elektronikartikeln aus dem Warenbestand des IT-Großhändlers Ingram Micro. Der Gründer und Bitcoin-Aktivist Roger Ver, der bereits CEO des seit dem Jahr 2000 bestehenden Online-Markts Memorydealers.com ist, nannte als explizites Ziel, mit Angeboten, welche bis zu zehn Prozent unter den einschlägigen Preisen großer Online-Händler wie Amazon.com lägen, den Kostenvorteil von Bitcoin zu demonstrieren und schließlich die großen Händler zur Übernahme von Bitcoin als Zahlungsmittel zu zwingen.[
  • Am 6. März 2013 gab das Unternehmen BitPay bekannt, dass es die Integration des Dienstes Amazon Fulfillment mit Bitcoin anbiete. Fulfillment by Amazon (FBA) ist ein Service, der es Online-Händlern ermöglicht, gegen Gebühren für die Abwicklung von Bestellung Lager und Lieferdienste von Amazon zu nutzen. Damit können Online-Händler, die diesen Dienst nutzen, Bestellungen auf ihrer eigenen Website entgegennehmen, die sofort mit Bitcoin bezahlt und durch Amazon ausgeführt werden. Anders als bei konkurrierenden Zahlungsmethoden wie PayPal können Bestellungen vollständig automatisiert an Amazon weitergeleitet werden und sind aus allen Ländern der Welt möglich.[
  • Im Juni 2013 gaben die Winklevoss-Zwillinge bekannt, dass sie einen Fonds für Bitcoins auflegen wollen, um so die Geldanlage in Bitcoins auch für nicht-computeraffine Investoren zu erleichtern.
  • Am 6. August 2013 entschied ein US-Bezirksgericht, dass Bitcoin „eine Währung oder eine Form von Geld“ sei und demzufolge eine Anlage in „Bitcoin Savings and Trust“ der Anlage von Wertpapieren gleichkomme.
  • Am 5. Dezember 2013 verbot die chinesische Zentralbank in einem ersten Schritt Finanzinstituten und Zahlungsdienstleistern, Transaktionen in Bitcoins abzuwickeln. Am 17. Dezember konkretisierte die Zentralbank dies, indem sie den Zahlungsdienstleistern auch das Clearing mit Bitcoin-Börsen ab dem 31. Januar 2014 untersagte.Einen Tag später gab die bis dahin größte Bitcoin-Börse des Landes, BTC China, bekannt, keine weiteren Einzahlungen mehr anzunehmen.

2014

  • Am 28. Februar 2014 wurde bekannt, dass Mt.Gox, der Betreiber der größten Bitcoin-Börse, insolvent ist.[
  • Seit Juli 2014 akzeptiert das international tätige Computerunternehmen Dell Bitcoin-Zahlungen.
  • Seit dem 30. Juli 2014 bietet die Wikimedia Foundation, Betreiberin von Wikipedia, die offizielle Möglichkeit des Spendens per Bitcoin an.[
  • Seit dem 22. September 2014 bietet Greenpeace die Möglichkeit des Spendens per Bitcoin an.[
  • Seit dem 23. September 2014 bietet PayPal Händlern die Möglichkeit, Zahlungen per Bitcoin entgegenzunehmen.

2015

  • Am 15. August 2015 wurde die Abspaltung der originalen Bitcoin-Software Bitcoin XT veröffentlicht, mit der es zukünftig möglich sein soll, mehr Transaktionen zu verarbeiten. Dazu wird die Limitierung der Blockgröße von einem Megabyte aufgehoben. Sollte die Abspaltung Akzeptanz finden, wird ein Hard Fork der Blockchain durchgeführt. Ein Hard Fork bedeutet eine nicht abwärtskompatible Änderung des Bitcoin-Protokolls, die dazu führen kann, dass ältere Clients die Transaktionen aktueller Clients nicht verstehen. Aufgrund der nicht getesteten Folgen einer Hard Fork wird diese von den Bitcoin-Entwicklern falls möglich vermieden.

2016

  • Am 14. Januar 2016 kündigte Mike Hearn, ein langjähriger Bitcoin-Entwickler, an, sich aus der Entwicklung zurückzuziehen, da er das Experiment Bitcoin für gescheitert hielt. Dies begründete er hauptsächlich mit Streitigkeiten zwischen den Entwicklern, die dazu führen, dass notwendige Änderungen nicht bzw. nur teilweise oder zu spät umgesetzt werden. Im Zuge dessen verkündete er weiterhin, dass er bereits seit geraumer Zeit für das internationale Banken-Konsortium R3 tätig war, welches einen zentralisierten, „besseren“ Bitcoin bauen wollte, dieses Vorhaben aber schnell wieder verwarf.
  • Anfang Mai behauptete der australische Unternehmer Craig Steven Wright, er sei Satoshi Nakamoto, der Erfinder von Bitcoin.
  • Nach wenigen Tagen zog Wright seine Ankündigung, verifizierbare Beweise zu liefern, zurück, hielt aber die Behauptung, Nakamoto zu sein, aufrecht. Seine Behauptung war Anfang 2018 auch Gegenstand eines Rechtsstreits mit den Angehörigen von David Klein, siehe Abschnitt „2018“.
  • Ab Juli 2016 erlaubte die Schweizer Stadt Zug versuchsweise bis Ende 2016 das Bezahlen von Beträgen bis umgerechnet 200 Schweizer Franken am Schalter der Einwohnerkontrolle. Sie war damit weltweit die erste staatliche Behörde, welche Bitcoin als Pilotprojekt akzeptiert.[
  • Seit November 2016 kann man an allen SBB-Automaten in der Schweiz mit einem Mobile-Wallet Bitcoin erwerben. Der Service wird vom Unternehmen SweePay AG angeboten und stellt das größte Bitcoin ATM-Netzwerk der Welt dar.[

2017

  • Am 11. März 2017 wurde über den Bitcoin-Exchange-traded fund (Fonds der Winklevoss-Brüder zum Bitcoin) an der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) entschieden. Der Bitcoin-ETF sollte den Börsenticker „COIN“ tragen.[ Die Entscheidung der US-Börsenaufsichtsbehörde war jedoch negativ, sodass der Bitcoin-ETF nicht zugelassen wurde.
  • Seit 10. Juli 2017 können Bitcoins, Ethereum, Litecoin, Dash, Ripple und Bitcoin Cash in jeder der 1.800 österreichischen Post-Filialen gekauft werden. Dazu arbeitet die Post mit der Wiener Plattform Bitpanda zusammen.
  • Am 1. August 2017 wurde die Bitcoin-Blockchain gespalten; seitdem existiert neben Bitcoin die neu entstandene Kryptowährung Bitcoin Cash.
  • Am 7. Dezember 2017 wurde im Schweizer Kanton Neuenburg erstmals eine Gesellschaft zur Eintragung ins Handelsregister angemeldet, deren Kapital mit Bitcoin liberiert worden ist.[
  • Am 22. Dezember 2017 setzt die Börse Coinbase den Ankauf von Bitcoin aus, nachdem es nach Kurseinbrüchen von 30 % innerhalb kurzer Zeit zu so vielen Verkaufsaufträgen gekommen war, dass das Computersystem unter der Belastung aussetzte.

2018

  • Seit Januar 2018 können kleine Beträge der Gemeindesteuern in der Schweizer Gemeinde Chiasso in Bitcoin bezahlt werden. Akzeptiert werden Beträge im Wert von umgerechnet 250 Franken.[
  • Anfang 2018 wurde Craig Wrights zurückgezogene Behauptung von 2016, hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto zu stecken, Gegenstand eines Rechtsstreits mit den Angehörigen David Kleins. Der 2013 Verstorbene soll von Wright demnach um seine Anteile an der Bitcoin-Entwicklung gebracht worden sein.
  • Im März 2018 wurden Vorwürfe in den Medien verbreitet, frühe Blöcke der Blockchain würde nicht nur Links zu illegalen Inhalten enthalten, sondern es wäre strafbares kinderpornographisches Material darin vorhanden. Die Nachrichten beziehen sich auf die Untersuchung einer Forschergruppe aus Aachen und Frankfurt. Wären die Informationen zutreffend, dann wäre der Besitz der betroffenen Blöcke in vielen Staaten strafbar. Die vollständige Blockchain muss heute auf den sog. Full Nodes gehalten werden, die für eine sichere Überprüfung von Regeleinhaltung und Transaktionen erforderlich sind. Die Wallets, die für die Bezahlung mit Bitcoin verwendet werden, enthalten kein strafbares Material. Endbenutzer der Kryptowährung sind also nicht betroffen. Auch für Mining benötigt man keinen Full Node.
  • Seit dem 26. November können im US Bundesstaat Ohio Steuern mit Bitcoin bezahlt werden
Für kurze Zeit zum Einführungspreis verfügbar!
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