Altcoins verständlich erklärt – Welche Altcoins solltest du kaufen?

Willst du mit mir in die Zukunft schauen? Kühlschränke sehen, die selbst Butter kaufen? Maschinen, die miteinander quatschen wie C3PO? Willkommen in der Welt der sogenannten Altcoins: die alternativen Coins zu Bitcoin. Sieben spannende Altcoins werde ich dir heute vorstellen. Lass uns zusammen einen Blick in die Zukunft werfen!

Warum braucht die Welt Altcoins?

Scannst du die Liste aller Kryptowährungen, kommt dir schnell das Gruseln: Was soll die Welt mit so vielen Währungen (über 5000)? Und du hast recht: Die meisten sind untauglicher als ein Trabi auf der Autobahn.

Trotzdem sind Kryptowährungen ausgezogen, um das Geldsystem zu revolutionieren. Und jetzt haben wir die Revolution: der freie Wettbewerb der Währungen.

Keine Zentralbank bestimmt, welche Währung du halten sollst. Du darfst selbst entscheiden – und zwar nur nach deinen Vorlieben, als würdest du Kaffee kaufen.

Was darf es sein: Cappuccino oder Latte macchiato? Nicht anders läuft es mit den Kryptowährungen: Bitcoin oder Ethereum? Durchsetzen wird sich, was gefragt ist – was die Leute wollen. Das ist der freie Wettbewerb.

Deshalb gibt es so viele Coins, weil jeder um einen Podestplatz kämpft. Aber seien wir ehrlich: Von den hunderten Coins sind die meisten Schrott und werden nicht überleben.

Die Revolution lässt sich eben auch die eigenen Kinder schmecken.

Aber dafür ist Wettbewerb da: Der Müll fliegt raus und das Gute bleibt. „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“, wie die Tauben der Aschenputtel zugurren. Aber das ist nicht der einzige Grund:

Viele Altcoins wirken wie ein Science-Fiction-Film: Maschinen sprechen miteinander (Iota) oder Häuser vermieten sich selbst (Ethereum). Sie können unsere Welt nachhaltig verändern.

Deshalb sind sie so wichtig, weil sie ein Blick in die Zukunft sind: Was wird möglich sein? Wie wird unsere Welt aussehen? Was ist das Finanzsystem von Morgen?

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Sagte schon Gorbatschow, als er eine steinerne Blockchain herunterriss.

Willst du die Zukunft verpassen? Ich glaube nicht: Die Zu-spät-Kommer sind immer die Armen von Morgen. Dennoch keine Panik: Ich sage nicht, einzelne Altcoins werden sich definitiv durchsetzen.

Ich sage nur: Kryptowährungen sind nicht mehr wegzudenken und können in den nächsten Jahrzehnten die Welt verändern, wie einst das Internet.

Deshalb werfen wir jetzt einen Blick in die Zukunft. Was ist heute bereits möglich? Was könnte bald möglich sein?

Dafür schauen wir uns sieben vielversprechende Altcoins an – sie sind jedoch keine Kaufempfehlung!

Wie du profitable Altcoins zum Kaufen auswählst, erkläre ich dir im letzten Abschnitt.

Ethereum

Ethereum ist die gekrönte Nummer 2 hinter Bitcoin. Aber was kann dieser Coin? Zuallererst: Ethereum ist ein Netzwerk; der Coin dahinter heißt Ether. Und das will Ethereum:

Stelle dir Ethereum wie ein zweites Internet vor – nur mit einem Unterschied: Die Daten werden dezentral gespeichert. Was bedeutet das?

Es gibt keine großen Server wie bei Google, auf denen deine Fotos oder Videos auf der Cloud liegen. Dezentrale Daten sind über die Blockchain auf allen Geräten gespeichert, die am Ethereum-Netzwerk teilnehmen.

Die Daten sind öffentlich einsehbar und damit fälschungssicher – jeder kann nachprüfen, ob das und das passiert ist.

Klar: Darauf basiert auch Bitcoin. Aber was ist das Besondere an Ethereum? Weil es wie ein zweites Internet ist, können darauf unzählige Programme installiert werden.

Stelle es dir wie eine Website vor:

Auf der Blockchain läuft plötzlich der Lieferdienst. Du musst nur an ihn eine bestimmte Summe Ether schicken; schon klingelt er an deiner Tür und bringt dir die Pizza.

Ethereum kann natürlich viel mehr als Pizza ausliefern. Schauen wir uns deshalb die zwei mächtigsten Funktionen an.

Smart Contracts

Smart heißt schlau, Contracts bedeutet Verträge – also sind Smart Contracts schlaue oder kluge Verträge. Das bedeutet: Es sind Verträge, die sich selbst ausführen.

Wie läuft sonst ein Vertrag ab? Zwei oder mehrere Personen treffen sich, diskutieren, stimmen ab und setzten schließlich einen Vertrag auf – sie einigen sich auf etwas. Nur ein Problem gibt es:

Sie müssen sich gegenseitig vertrauen. Kommt ein Partner dem Vertrag nicht nach – er liefert beispielsweise die Ware nicht –, dann ist der Vertrag hinfällig. Seine Partner sind die geprellten.

Smart Contracts umgehen das Problem: Es gibt kein Vertrauen, nur programmierte Abläufe. Der Vertrag wird automatisch ausgeführt.

Schicke ich meinem Partner das Geld, wird der Vertrag automatisch aktiviert. Der Zulieferer wird benachrichtigt (das Geld ist das) und schickt mir die Ware.

Dieses Prinzip könnte unser ganzes Finanzsystem umwenden wie ein fallendes Marmeladen-Brot. Nehmen wir nur den Hauskauf: Mit Smart Contracts brauchen wir keine Notare mehr.

Du überweist einfach die nötige Summe an ein Amt; schon wirst du automatisch ins Grundbuch eingetragen – ganz ohne Mittelsmann.

Diese wäre wie „The biggest Loser“ für die aufgeblähte Bürokratie – die Behörden-Pfunde würden purzeln.

Dezentrale Applikationen (d’Apps)

D’Apps sind Programme, die nicht auf einem Server laufen – sie laufen dezentral im ganzen Netzwerk. Damit sind sie fälschungs- aber vor allem Zensur-sicher.

Nehmen wir als Beispiel eine Wikipedia-d’App für geheime Informationen. Mit diesem Programm könnten alle Nutzer von Ethereum beispielsweise auf alle CIA-Daten zugreifen – und niemand könnte sie zensieren oder löschen.

Natürlich ist das leicht beängstigend; aber es gibt auch ganz normale Spiele als d’Apps. Stelle dir Angry Birds vor, das du nicht in App Store herunterlädst, sondern auf der Blockchain spielst.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind enorm – und heute noch gar nicht abzuschätzen. Wie wäre es mit einem dezentralen Airbnb mit Smart Contracts?

Du überweist die fällige Miete und wie durch Zauberhand öffnet sich dir das smarte Schloss des Hauses. Mit d’Apps lässt sich alles automatisieren, wofür keine Menschenhand nötig ist.

Die Währung für die d’Apps wie für das ganze Netzwerk ist dann Ether. Trotzdem können auf der Ethereum-Blockchain auch andere Währungen laufen – sie nennen sich Token.

Token sind Kryptowährungen ohne eigene Blockchain. Sie können z. B. ebenfalls als Zahlungsmittel für d’Apps genutzt werden. Wie beim obigen Airbnb Beispiel:

Um eine Wohnung zu mieten, nutzt du einfach den Airbnb-Token – eine Währung innerhalb der bestimmten d’App.

Die Vorteile von Ethereum:

  • Finanzen, Verträge, Behörden … alles lässt sich durch Smart Contracts automatisieren.
  • Dazu gibt es d’Apps, die auf der Ethereum-Blockchain laufen.
  • Diese Programme können die Welt verändern – von Entertainment-Bereich bis zur Finanzindustrie (DeFi).

Ripple (XRP)

Auch reiche Menschen haben ihre Problemchen – vor allem, wenn sie Geld überweisen wollen. Hast du schon einmal 10 Milliarden Euro überwiesen? Erst da sieht man, wie hart das Leben tatsächlich ist.

Denn die Gebühren sind enorm; und eine klassische SEPA-Überweisung erlaubt maximal 999 Millionen Euro. Zudem muss die Hausbank erst einmal eine Bank im Ausland finden, die das Geld annimmt (Korrespondenzbank).

Diese Probleme löst der Altcoin Ripple wie ein digitaler MacGyver. Denn Ripple ist ein Zahlungsprotokoll, das Auslandsüberweisungen mit hohen Summen möglich macht. So funktioniert’s:

Ripple ist eine digitale Datenbank, die alle Zuschreibungen und Abbuchungen der einzelnen Konten führt. Darum sind Überweisungen transparent und fälschungssicher. Aber wie funktionieren Überweisungen?

Sie laufen über das Konsensverfahren: Alle Mitglieder stimmen zu, dass sich Konto A (ich überweise) und Konto B (ich empfange) ändern. Diese Änderung im Zahlungsbuch klingt aufwendig; die Transaktionsgeschwindigkeit beträgt jedoch nur wenige Sekunden.

Denn Ripple ist ein weitestgehend zentrales System – das Unternehmen hinter Ripple hält alle Validator Nodes. Diese Validator Nodes sind es, die die Transaktion bestätigen, also die Überweisung in XRP (“Ripples”) durchführen.

Denn Überweisungen laufen hauptsächlich über XRP. Aber dieser Altcoin schwankt doch im Wert? Ja, trotzdem ist das unwichtig, da die Überweisung nur Sekunden dauert.

Trotzdem können auch andere Währungen auf dem Ripple-Protokoll laufen – XRP ist nur der „First Mover“; vorgeschrieben ist er nicht.

So könnten sich Banken von XRP unabhängig machen, indem Entwickler eigene Altcoins für sie erschaffen. Über sie überweisen sie dann Geld im System.

Die Vorteile von Rippe: Sichere und billige Überweisungen über Ländergrenzen hinweg, bei denen Milliarden-Summen zwischen Banken kein Problem sind.

Tether

Nicht alle Altcoins springen im Wert hin und her wie ein Kieselstein im Mixer. Es gibt ebenso Coins, die stramm ihren Wert bewahren. Es sind Stablecoins – „stabile Münzen“.

Sie sind fest an eine Währung gebunden und fallen oder steigen mit ihr. Der prominenteste Stablecoin ist Tether. Ihn gibt es in der Dollar-Version (USDT) und als Euro (EURT). Doch wozu ist das nütze?

Ganz einfach: Tether ist der Dollar- oder Euro-Ersatz auf der Blockchain. Man sendet also nicht mühsam die harten Währungen hin und her, sondern Tether – das ist schneller und billiger über die Blockchain.

Bei Bedarf tauscht man Tether einfach in Dollar oder Euro wieder um, ohne Wert zu verlieren (außer die Gebühr). So kannst du beispielsweise blitzschnell „Dollar“ an eine Börse schicken, um dort Bitcoin zu kaufen.

Trotzdem ist Tether keine unberührte Nonne, die täglich fromm ihren Rosenkranz betet. Dieser Altcoin steht oft in der Kritik:

Niemand weiß, ob Tether genug Dollar oder Euro hält. Schließlich muss man Unmengen Geld horten, um die Kryptowährung daran zu binden. Denn USDT muss auch ausreichend mit USD gedeckt sein.

Ansonsten entpuppt sich Tether als Luftnummer, weil kein realer Wert hinter dem stabilen Coin steckt.

Natürlich versichert Tether, Reserven seien genügend vorhanden – nur eine offizielle Bestätigung fehlt. Die Krypto-Gemeinde stört’s dennoch nicht:

Tether ist gefragt wie eine Stripperin zum Junggesellen-Abschied. Daran konnten bisherige Vorwürfe nicht rütteln. Der Altcoin Tether genießt inzwischen genügend Vertrauen.

Die Vorteile von Tether:

  • Sichere und schnelle Überweisungen
  • Reibungsloser Umtausch in Fiatgeld (Dollar, Euro)
  • Geringe Gebühren
  • Auf allen großen Plattformen handelbar

Cardano (ADA)

Cardano ist der Problemlöser unter den Altcoins. Überall, wo es brennt, will Cardano eingreifen und das Feuer löschen – d. h. Fehler beheben.

Deshalb ist Cardano ziemlich glitschig und schwierig zu fassen; denn sein Zweck ist: Alles besser machen, woran Bitcoin und die Altcoins gescheitert sind.

Dabei bewegen wir uns nicht mehr bei hippen Programmieren, die sich in ihrer Wohnung verbarrikadieren und die Welt verändern. Es wird akademisch:

Akademiker, Forscher und Krypto-Urgesteine (z. B. ein Ethereum-Gründer) arbeiten am Cardano-Netzwerk. Und das nur nach akademischen Standards, um mögliche Fehler zu vermeiden.

Auch wenn Cardano für Laien (wie mich) ungreifbar ist wie Seife in der Badewanne, das sind die Projekte und Ziele für die Zukunft:

  • Die eigne Währung (ADA) weiter ausbauen und verbreiten
  • Ausbau und Verbesserung von Smart Contracts und d’Apps (wie Ethereum)
  • Zahlungsverkehr für Einzelpersonen, Banken und Zentralbanken leicht und sicher machen
  • Nutzbar für große Institutionen sein (kein Geldverlust bei Milliarden-Transaktionen)
  • Sichere, schnelle und beliebig große Überweisungen auch zwischen Einzelpersonen.
  • Verhinderung, dass ADA für Geldwäsche und illegale Aktionen genutzt wird (Vertrauen bei großen Institutionen herstellen).

Cardano lässt sich also so zusammenfassen: besser als die anderen Altcoins. Ob sich das Projekt durchsetzt und Cardano Potential hat, wird die Zukunft zeigen.

Litecoin (LTC)

Bitcoin wäre ein Muster-Kandidat für die Arznei-Werbungen auf ARD und ZDF. Blasenschwäche? Knieprobleme? Sie schlafen nachts nicht ein?

Dann nehmen sie Litecoin: Denn Litecoin versucht, die Probleme von Bitcoin zu beheben. Diese Probleme sind:

Überweisungen mit Bitcoin brauchen zu lang: Zum einen entsteht nur alle zehn Minuten ein neuer Block; zum anderen passen in den Block nicht viele Transaktionen hinein. Wie meine ich das?

Die Miner wandeln Transaktionen in Hashes um – das sind kryptografische Codes, die Sicherheit garantieren. Diese Hashes kommen in den Block.

Das Problem: Irgendwann ist der Block voll; weitere Transaktionen müssen warten.

Das weckt die Gier der Miner: Sie nehmen bevorzugt diese Transaktionen in den Block auf, die höhere Transaktionsgebühren zahlen. Klar: Sie wollen auch etwas verdienen.

Deswegen ist es unrentabel, kleine Beträge mit Bitcoin zu verschicken.

Litecoin umgeht nun dieses Problem auf zwei Arten: Die Blöcke sind größer und die Verarbeitung schneller (alle zwei Minuten und dreißig Sekunden entsteht ein neuer Block).

So kann Litecoin im gleichen Zeitraum Peer-to-Peer mehr Geld überweisen als Bitcoin. Außerdem sind Überweisungen stark günstiger.

Vorteile von Litecoin: Transaktionen mit Litecoins sind schneller und billiger als bei Bitcoin.

Monero (XMR)

4.645,302147 XMR – so viel würde es kosten, wenn du dir einen lebendigen Gorilla im Darknet bestellst. Denn im Darknet fließt XMR wie Bier auf dem Oktoberfest – sehr reichlich. Aber warum?

Es hat sich herausgestellt: Bitcoin ist nicht so anonym, wie man denkt. Mit der richtigen Technik und den richtigen Aufwand sind Transaktionen durchaus aufspürbar – zum Leidwesen der Verfechter krimineller Tendenzen.

Deshalb ist Monero – eher unfreiwillig – zum hervorragendem Ersatz aufgestiegen; denn er ist zu 100 Prozent anonym. Das hat drei Gründe:

Transaktionen in Gruppen: Transaktionen können in Gruppen zusammengefasst werden; so erscheint der einzelne Nutzer nur als Mitglied der Gruppe und ist einzeln nicht nachverfolgbar. Die Transaktion wird der ganzen Gruppe zugerechnet.

RingCT: Diese Funktion verschleiert den Betrag der Transaktion. Warum? Mehrfache große Transaktionen sind verdächtig und rufen Neugier auf den Plan.

Uneinsehbare Blockchain: Anders als bei Bitcoin ist die Blockchain und damit der Transaktions-Verlauf nicht öffentlich einsehbar. Trotzdem kannst du persönlich deine Transaktionen sichtbar machen, nämlich mit einem separaten Schlüssel.

Ein weiterer Vorteil von Monero ist: Er ist leichter zu minen – und das ohne ungeheuren Stromverbrauch. Schon mit einem normalen Rechner kannst du XMR minen – High-End-Miner wie bei Bitcoin sind nicht nötig.

Das verhindert, dass einzelne Minerpools die Stimmrechte kontrollieren; nur weil große Mining-Farmen die meisten Transaktionen bestätigen.

Denn zur Wiederholung: Bei Bitcoin haben die Miner das Sagen, weil sie Transaktionen bestätigen. Nur ist Minen teuer, weshalb sich Mining-Pools und Mining-Farmen herausgebildet haben.

Dort arbeiten Miner zusammen – und bestimmen als Aristokraten oder Oligarchen die Blockchain. Kein Update dringt durch, solange sie nicht zustimmen.

Das macht das Monero-Netzwerk deutlich anders und damit demokratischer – wirklich jeder kann zum Miner aufsteigen.

Die Vorteile von Monero: Erstaunliche Anonymität bei der Überweisung und günstige Möglichkeit, Altcoins mithilfe des eigenen PCs zu minen.

Bitcoin Cash

Bitcoin ist bekanntlich das Gold der Blockchain – ein Wertspeicher, der mit der Zeit im Wert steigen soll. Als Zahlungsmittel ist er gar nicht so praktisch, wie ich oben bei Litecon gezeigt habe.

Dessen waren sich auch die Bitcoin-Freunde bewusst und lösten das Problem: Sie erschufen eine Bitcoin Alternative, die wie Bargeld auf der Blockchain funktioniert. Eben Bitcoin Cash. Was ist das Besondere?

Die Blöcke sind achtmal größer als bei Bitcoin (insgesamt 8 MB). Das bedeutet mehr Stauraum für Transaktionen.

Dadurch werden pro Sekunde mehr Transaktionen verarbeitet, was zudem die Gebühren drückt.

Das macht Bitcoin Cash als Zahlungsmittel attraktiv. Sonst ist alles wie bei Bitcoin:

Beispielsweise ist Bitcoin Cash ebenso auf 21 Millionen Stück begrenzt.

Interessant ist noch, wie Bitcoin Cash entstand: Es war es ein Kaiserschnitt der Blockchain, nachdem sich die Community gespalten hatte.

Hard Forks

So eine Abspaltung nennt sich Hard Fork (harte Gabelung). Schauen wir uns das genauer an; denn Hard Forks sind ein wichtiges Konzept, die dezentrale Netzwerke so außergewöhnlich machen.

Jede Kryptowährung braucht ein Regelwerk, wie groß z.B. ein Block sein darf oder wie lange eine Transaktion dauert. Dieses Regelwerk heißt Protokoll.

Das Protokoll gilt jedoch nur, wenn die Miner – diejenigen, die Transaktionen bestätigen – es auch annehmen. Klar: Gesetze erreichen nichts, wenn sie keiner anwendet.

Ob sie das Protokoll annehmen, ist jedoch den Minern überlassen – Sie wollen jedoch Geld verdienen und halten sich deswegen an die Community.

Was passiert allerdings, wenn ein großer Teil der Community unzufrieden ist?

Dann spalten sich die Mitglieder wie die judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa. Das geschieht in der Form von Updates – das sind Änderungen der Protokolle.

Ein Teil der Miner akzeptiert das Update, der andere Teil nicht; schon ist die Spaltung der Blockchain komplett.

Sie ist nun gegabelt in zwei verschiedene Blockchains mit unterschiedlichen Protokollen. Das ist die Hard Fork.

So entwickeln sich Kryptowährungen auseinander, eine Alternative entsteht – eben wie bei Bitcoin und Bitcoin Cash.

Vorteile von Bitcoin Cash:

  • Schnelle uns günstigere Überweisungen.
  • „Bitcoin“ als wirkliches Zahlungsmittel

Lohnen sich Altcoins finanziell?

Technik und digitaler Durchbruch sind ja gut und schön, aber was springt für dich raus – und zwar in klingenden Münzen?

Eine berechtigte Frage: Jeder will mit seinen Coins Profit machen; sie sollen kräftig im Wert steigen. Nur eine Frage bleibt: Wie findest du profitable Coins?

Das ist gar nicht so einfach – besser gesagt: unmöglich, weil niemand in die Zukunft blicken kann. Kannst du dir beispielsweise sicher sein, dass Apple in 20 Jahren noch ein führendes Unternehmen ist?

Genau: So eine Prognose ist unsicher wie das Wetter der nächsten Woche.

Genauso wenig kannst du einen derzeit todschicken Altcoin eine Lebenserwartung von 20 Jahren voraussagen. Das sind die Nachteile der Spekulation.

Somit ist Vorsicht geboten. Jedoch bleibt die Frage:

Welche Altcoins solltest du kaufen?

Gewissheit gibt es also nicht; dafür stehen dir einige Kriterien zur Verfügung, die den Wert eines Coins prinzipiell bestimmen können:

Marktkapitalisierung: Das ist die Anzahl der verfügbaren Coins x der Preis eines Coins. Umso höher die Marktkapitalisierung, desto mehr Geld ist im Netzwerk. Das heißt:

Mehr Menschen glauben an den Altcoin, was die Sache sicherer macht. Zusätzlich schwankt der Preis nicht so gewaltig. Pumpe ich eine Milliarde in einen kleinen Coin, geht der Preis durch die Decke.

Stecke ich sie hingegen in einen großen Coin, zuckt der Kurs nur wie das EKG eines gesunden Menschen. Also: Je höher die Marktkapitalisierung, desto besser.

Alter: Ältere Coins (mehrere Jahre) haben ihre Funktionalität bewiesen – das Netzwerk hat sie akzeptiert. Das schafft Vertrauen.

Funktion: Jeder gute Altcoin braucht eine einzigartige Funktion – was ist sein außergewöhnlicher Nutzen? Es ist nämlich sein Geschäftsmodell, das ihn aus der Masse hebt.

Dieses musst du kennen, verstehen und daran glauben. Du musst überzeugt sein: Ja, genau das ist die Zukunft; diese Funktion wird die Welt nachhaltig verändern.

Verstehst du einen Altcoin nicht, lasse die Finger davon wie von einer heißen Herdplatte. „Investiere nur in etwas, das du verstehst.“

Die Funktion und Vision eines Altcoins kannst du immer im entsprechenden Whitepaper nachlesen.

Nur die 20 größten Coins am Markt: Das ist keine Regel, vielmehr eine persönliche Meinung. Beobachte die 20 größten Coins nach Marktkapitalisierung. Schaue sie dir an und verstehe sie.

Dann erstelle dir digital ein Portfolio der vielversprechendsten Altcoins – das war’s. Warum? Kryptowährungen sind spekulativ; und je kleiner der Coin, desto spekulativer wird’s. Das heißt:

Du kannst ganz schnell ganz viel verlieren.

Natürlich könntest du ebenfalls Chancen verpassen, weil bei kleinen Altcoins Kurssprünge um hunderte Prozent wahrscheinlicher sind als bei großen. Mit Bitcoins wirst du von heute auf morgen nicht mehr steinreich.

Da musst du entscheiden, ob sich investieren lohnt – immerhin ist es dein Geld und deine Verantwortung.

Klar: Coins wie Iota oder Dash sind interessant, jedoch nicht in der Top 20. Ich gehe hier lieber auf Nummer sicher – aber das ist nur meine Meinung und Faustregel.

Sie kannst du stattdessen gerne verwerfen, wenn du dich eingehend mit verschiedenen Altcoins und ihrer Entwicklung beschäftigt hast.

Doch woher nimmst du das Wissen?

Alle nötigen Informationen zu Altcoins (Funktion, Entwicklungen, Kursverlauf, Marktkapitalisierung…) findest du auf www.Coinmarketcap.com

Willst du einen einfachen Leitfaden, wie du Fehler beim Kauf und der Auswahl garantiert vermeidest? Dann lese dir den Artikel unter Kryptomarkt durch.

Um Kryptowährungen nun einfach zu kaufen, empfehle ich die App Crypto.com oder eine von sechs Börsen, die dein Geldcoach Marco im Kryptobörsen-Vergleich vorgestellt hat.

Viel Erfolg!

Quelle Beitragsbild: Bild von WorldSpectrum auf Pixabay


Junge schaut in die Kamera

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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