Schnell reich werden mit ICOs? – Inital Coin Offerings erklärt!

649.900 PROZENT. So viel Rendite hättest du gemacht, wenn du Ethereum zum ICO gekauft und bis heute gehalten hättest.

Wie ein Transformer hätten sich 1000 Euro in eine Villa in Mallorca verwandelt, in eine 25 Meter Yacht oder in 19 Lamborghini Aventador.

Wahnsinn!

Doch welche Rendite hätten dir andere ICOs beschert – Kami, Fixy oder USI Tech?

0,000000000 Prozent – es waren reine Betrugsmaschen wie der Enkeltrick oder dein verschollener Cousin in Zentralafrika, der dringend Geld braucht.

Deshalb die Frage: Was ist überhaupt ein ICO? Lohnt es sich zu investieren? Und wie kannst du mitmachen?

Die Antworten bekommst du jetzt:

Was bedeutet ICO?

Wie bringst du dein Unternehmen an die Börse?

Dafür machst du ein IPO – das klassische Initial Public Offering.

Das bedeutet: Du bietest der Öffentlichkeit neue Aktien an (Börsengang).

Zuvor hatten nur du, Angestellte und deine Investoren deine Aktien; mit dem IPO dürfen auch die anderen mitmischen.

Was nützt dir das?

Investoren erhalten Anteile an deiner Firma und du nimmst dafür neues Geld ein – und das ohne fremde Finanzierung (Schulden), weil Aktien Eigenkapital sind.

IPO ist geklärt! Was ist aber nun ein ICO – ein Initial Coin Offering?

Ein ICO funktioniert ähnlich; doch statt Aktien gibst du Coins oder Token aus.

Anleger schicken dir dafür Geld und bekommen als Gegenwert Coins ausgezahlt.

Das soll Gelder in deine Koffer spülen, damit du die Entwicklung eines Blockchain-Produktes finanzieren kannst.

Das ist also die Gemeinsamkeit: Beides sind Finanzierungs-Formen.

Und damit schwenken wir gleich hinüber zu den Unterschieden:

  • Initial Coin Offerings sind meistens von Start-ups geführt; bisher gibt es nur die Idee, keine Zeile Code. Bei einem traditionellen IPO hingegen hast du die Möglichkeit, an einem reiferen Unternehmen teilzunehmen.
  • Wenig Transparenz: Bei einem IPO legen die Firmen alle Zahlen offen – bei einem Initial Coin Offering hast du häufig kaum Greifbares.
  • Die Coins aus einem ICO sind KEINE Anteile an einem Unternehmen; du hast keine verbrieften Rechte auf die Gewinne des Unternehmens. Dennoch vergeben dir einige Coins/Token (Utility Tokens) bestimmte Rechte, die du später auf dem Portal oder auf der Blockchain ausüben kannst.
  • Ein ICO ist weniger reguliert als ein IPO: Kryptowährungen laufen nicht über die Kapitalmärkte; deshalb reguliert auch keine Börsenaufsicht (wie die deutsche Bafin oder die amerikanische SEC) einen ICO. Dennoch gibt es mittlerweile Security-Token (Security = Wertpapier) oder Equity-Token (Equity = Aktie), die dir Eigentumsrechte an dem Unternehmen garantieren und damit einer strengeren Regulierung unterliegen.

(Trotzdem kann die Aufsichtsbehörde einschreiten und den Verkauf von Tokens unterbinden; so wurde der Initial Coin Offering von Telegramm untersagt).

Womit lässt sich ein ICO also am besten vergleichen?

Wahrscheinlich mit einer virtuellen Crowdinvesting– oder Crowdfunding-Kampagne:

Die Crowd – also die Unterstützer – schüttet Kapital in einen Topf, woraus sich ein neues Projekt am Kryptomarkt bedient.

Ist das Projekt erfolgreich, können sie ihre Kryptowährungen verkaufen und machen Gewinne – und zwar Gewinne kernig wie das Fruchtfleisch eines Granatapfels.

Kommen wir deshalb gleich zu den Vorteilen:

Was sind die Vorteile eines ICOs?

Quelle: Unsplash

Die Vorteile sind schnell zusammengefasst:

  1. Wie beim Crowdinvesting unterstützt du ein neues Projekt, das sonst kein Kapital bekommen hätte.
  2. Ist das Projekt erfolgreich, steigen die ausgegebenen Kryptowährungen massiv im Wert – tausende Prozent sind keine Seltenheit.
  3. Manche Coins (Utility Token) versprechen dir gewisse Vorteile; die Tokens kannst du auf der Plattform verwenden, kannst sie gegen Prämien und Guthaben einlösen oder bekommst gewisse Services und Dienstleistungen.
  4. Über Equity-Token hast du mehr Sicherheit, weil sie von der Börsenaufsicht wie Wertpapiere gewertet werden und somit strenger reguliert sind.

Gehen wir nun weiter zu den Nachteilen:

Welche Nachteile und welches Risiko erwarten dich wie ein Straßenräuber in einer dunklen Gasse?

Von den Risiken gibt es leider sechs Stück – und sie sind prall wie die Backen eines Kugelfisches:

1. Der ICO ist ein reiner Betrug

„Niemand wird in Zukunft mehr über Bitcoin reden!“

So trällerte 2016 die Krypto-Queen, Dr. Ruja Ignatova, in der Wembley Arena vor grölenden Fans, während sie ihren OneCoin anpries.

Den ultimativen Bitcoin-Killer.

Nur starb der Bitcoin-Killer schneller als sein Opfer, denn es gab keinen Coin, keine Blockchain, keine Technologie – OneCoin war ein reines Schneeballsystem:

In einem Schneeballsystem bezahlen neue Investoren die alten, bis die Kassen leer sind und der Schwindel auffliegt.

Leider war OneCoin als Schneeballsystem erfolgreich:

Zwischen 3,5 bis 14 Milliarden Dollar sind verloren, wahrscheinlich unwiederbringlich.

Die Krypto-Queen ist nun die Underground-Queen, weil keiner weiß, wo sie ist.

Was lernen wir daraus?

ICOs sind ein Paradies für Betrüger:

Sie brauchen nur eine Website, eine Wallet, ein seriös klingendes Whitepaper und eine nette Idee – schon knipsen manche ihre Gehirnzellen aus und investieren ihr hart verdientes Capital.

2. Die Gründer nehmen zu viel Geld ein

Ein Unternehmen kann auch zu viel Geld einnehmen – was passiert dann?

Die Motivation, der Drive, sinkt und die Entwickler kommen nicht voran.

So gehen Projekte langsam ein wie meine Zimmerpflanzen; und die Gelder werden verschwendet.

Oder noch schlimmer: Die Anbieter sackend das restliche Geld irgendwann ein und verschwinden einfach.

3. Fehlende Kompetenz

Auch wenn alles glattläuft wie ein Schlittschuhläufer, einigen Unternehmen fehlt einfach die Kompetenz:

Sie wollen ein Projekt hochziehen, aber ihnen fehlt die Expertise, der Code ist schlecht oder ihr Marketing scheitert.


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4. Das Projekt scheitert finanziell

ein ICO nimmt nicht genügend Geld ein
Quelle: Unsplash

Die Erfolgsrate von Start-ups ist gering: Sie liegt bei kläglichen 11 Prozent.

Trotz grandiosen Produkt, trotz der besten Entwickler und trotz des besten Marketings kann ein Unternehmen immer noch scheitern.

Es setzt sich nicht durch, die Konkurrenz ist schneller oder ihm geht das Geld aus.

5. Der ICO wird gehackt

Hacks in der Krypto-Welt sind zahlreich wie Zähne in einem Hai-Gebiss – denke beispielsweise an The DAO.

Ernst and Young schätzt: Ca. 10 Prozent des Geldes, das ICOs einnehmen, landet schließlich in den digitalen Taschen von Hackern.

Ein gutes Beispiel ist CoinDash:

Hacker hatten die Ethereum-Adresse von CoinDash mit ihrer eigenen ausgetauscht – so bezahlten die Investoren die Hacker, nicht die Organisation.

7,3 Millionen Dollar gingen so verloren.

6. Ein Pump and Dump Scheme

Was bedeutet Pump and Dump?

Ganz einfach:

Die führenden Köpfe hauen in die Werbetrommel, versprechen das Azurblaue von Himmel und preisen den digitalen Durchbruch ihres Projekts.

„Ja, wir haben den Bitcoin-Killer!“

So kommen die Investoren, angelockt wie der Hecht durch den Gummifisch, und treiben den Preis nach oben.

Steht er erst hoch genug, verkaufen die führenden Köpfe ihre führenden Coins, machen einen Profit und der Preis rauscht in den Keller.

Die Anleger bleiben auf der wertlosen Digitalwährung sitzen.

Die genannten Punkte machen es deutlich:

ICOs sind für Spielgeld, nicht für die Altersvorsorge.

Doch wie kannst du ein ICO bewerten, falls du trotzdem investieren möchtest?

Wie kannst du einen ICO bewerten?

1. Lese das Whitepaper

Das Whitepaper ist der Business-Plan für ein Projekt:

  • Was möchte das Projekt erreichen?
  • Welches Problem wird es mit der Währung lösen?
  • Wie viel Geld soll das Initial Coin Offering einnehmen?
  • Wie lang ist der Zeitraum des Initial Coin Offerings?

Liest du das Whitepaper, musst du a.) das Investment verstehen und b.) das zu lösende Problem für wichtig halten.

Ist beides nicht klar, lass die Finger davon.

2. Welches Team steckt dahinter?

Recherchiere unbedingt das Team!

Scam-Projekte erfinden ihre Gründer, zeichnen sie mit einem schillernden Werdegang – Harvard, Oxford, MIT – und kleben Fotos von Stock-Plattformen auf die Seite.

Das sind ihre „genialen“ Gründer des Startups!

Das Team sollte jedoch öffentlich auffindbar sein – zumindest auf Social Media – und bestenfalls bereits eine Erfolgsgeschichte vorweisen können.

Hat das Team bereits ein Projekt erfolgreich abgeschlossen, stehen auch diesmal die Chancen gut.

3. Wie groß ist die Community?

Die Community eines ICOs auf Twitter
Quelle: Unsplash

Kryptowährungen leben von ihren Fans!

Sie verteidigen das Vorhaben, brüllen auf Twitter Kritiker nieder – Have fun staying poor! – und nutzen die Kryptowährung.

Sie überzeugen andere von dem Projekt und lassen die Nutzerzahlen wachsen.

Prüfe also, wie groß die Community des Projektes ist und wie rege sie auf Social Media aktiv ist.

Nur durch eine große Gemeinschaft werden die Tokens wertvoll.

Die Community findest beispielsweise du auf:

  • einem Subreddit,
  • Twitter
  • oder BitcoinTalk.

4. Wie viele Coins haben die Gründer?

Die Gründer dürfen nicht zu viele Coins haben, sonst machen sie ein Pump and Dump Scheme.

Andererseits müssen sie selbst Coins halten – sie brauchen Skin in the Game.

Nur so sind die Interessen der Gründer und Investoren vereint.

Außerdem sollte der Coin ein “Supply Cap haben – also ein gedeckeltes Angebot an Coins.

So können die Herausgeber nicht willkürlich neue Tokens “drucken”.

5. Vermeide garantierte Renditen!

Betrüger versprechen gern garantierte Rendite, die sie dir regelmäßig ausschütten.

ACHTUNG!

In einem seriösen Projekt sind Renditen niemals garantiert.

Wer dir etwas verspricht, lügt dir etwas vor wie Pinocchio mit einer wachsenden Nase.

Okay: Du hast dich entschlossen und möchtest in einen ICO investieren – wo findest du nun Projekte?

Wo kannst du ICOs finden?

Auf CoinMarketCap findest du das aktuelle ICO-Angebot – hier verlinkt – mit allen Kampagnen, die bereits laufen oder bald anlaufen werden.

Dort findest du auch wichtige Informationen wie das Whitepaper, Analysen, den Quell-Code oder Diskussionen auf Social Media.

Dann musst du nur noch zur Homepage klicken, folgst den Anweisungen und investierst.

Das machst du entweder über Ether (ETH) oder bitcoins, die du in die ICO-Coins umtauschst – Banküberweisungen mit Fiatgeld sind hingegen selten.

Fazit: Lohnen sich ICOs?

Mit ICOs kannst du schnell reich werden – ebenfalls kannst du mit ihnen schnell arm werden.

Einige Projekte machen tausende Prozente in ein paar Stunden, andere klammern sich an dein Geld und geben es nie wieder her.

Kurz: ICOs sind für risikobereite Investoren, die entweder schnell Rendite machen möchten oder tatsächlich ein Startup unterstützen wollen.

Viele ICOs sind gescheitert, einige wurden zu großen Erfolgen.

Sei dir dessen bewusst, wenn du investierst – und schreibe das Geld lieber vorher ab.

Hast du schon einmal an einem ICO teilgenommen? Schreibe es in die Kommentare!

Quelle Beitragbild: Unsplash


Junger Mann schaut in die Kamera

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin Prock. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

 

 

 

 

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