Schulden abbauen: Wie du endlich schuldenfrei wirst in 6 einfachen Schritten

Kein Murren. Kein Heulen. Kein Jammern. Du bist verschuldet und musst daraus. Erwarte keine Lotto-Million, keine Erbschaft einer Tante 34-Grades oder ein Wunder – es liegt in deiner Hand, deine Schulden abzubauen. Und genau das tun wir jetzt; ich zeige dir, wie:

Schulden abbauen – ein narrensicherer 6-Punkte Plan

Warum du JETZT deine Schulden abbauen solltest

Zeit, jetzt Schulden abzubauen
Quelle: Photo by Jon Tyson on Unsplash

Viele blicken auf ihre Schulden und verhalten sich wie Kleinkinder – sie schließen die Augen und hoffen, das Problem verschwindet.

Doch das Schlimmste: Indem sie ihre Schulden verbergen, täuschen sie nicht nur andere, sondern vor allem sich selbst. Sie leben in einem Kokon der Selbsttäuschung.

Vielleicht gingen schon folgende Sätze von deinen Lippen:

  • „Schulden sind normal, jeder hat sie – wenigstens habe ich nicht so viele wie mein Freund Tom.“
  • „Du hast recht, ich sollte mir das für 200 € nicht kaufen. Aber hey: Ich bin so verschuldet, 200 € machen keinen Unterschied.“
  • „Ich weiß nicht einmal, wie viele Schulden ich habe; dennoch gebe ich mein Bestes, endlich zu sparen.“

Merkst du, wie hoffnungslos das klingt?

Man redet sich raus, leugnet, will seine Lage nicht wahrhaben – und schaufelt sich tiefer und tiefer das Schuldengrab.

Falls es dir so geht, wach auf!

Deine Schulden werden nicht verschwinden, es wird nur schlimmer und schlimmer.

Bis irgendwann das passiert:

  1. Der Zinseszins-Effekt wirkt gegen dich – irgendwann zahlst du MEHR Zinsen, als du eigentlich schuldest.
  2. Du lebst in Angst, öffnest keine Briefe mehr, ignorierst Mahnungen – so schadest du deinem Schufa Score und musst später höhere Zinsen zahlen, wenn du ein Haus finanzieren willst oder ein Auto. Es geht um deine Zukunft und die deiner Familie.
  3. Du bist unfrei: Schulden zwingen dich in einem Job, den du womöglich satthast. Nehmen dir die Freude, wenn du shoppst, ausgehst oder in Urlaub fährst. Und sie nehmen dir deine Zukunft, weil deine Zukunft dein Jetzt abbezahlen muss.
  4. Wenn du keine Schulden abbaust, machst du dich selbst fertig. Du schämst dich, kannst nicht schlafen und wie Ameisen krabbelt es über deinen Körper – du kommst nicht zu Ruhe.

Verdammt, zieht das einen runter!

Trotzdem ist das nicht dein Schicksal, du musst nicht so leben.

Schulden sind das Ergebnis vieler schlechter Handlungen – ändere die Handlungen, ändere die Schulden.

Und das tun wir jetzt: Jetzt erfährst du eine narrensichere Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps, wie du Schulden abbaust.

Los geht’s:

1. Finde heraus, wie viel du schuldest

Frau sucht ihre Schulden heraus
Quelle: Photo by Chase Clark on Unsplash

Schätzungsweise 75 % der Schuldner wissen nicht, wie viel sie schulden – sie haben den Überblick verloren, der Anfang des Abstiegs.

Deshalb ist das der wichtigste Schritt, um Schulden abzubauen: Ermittle die genaue Summe!

Ja, ich weiß, der Gedanke bereitet dir Panik und solange du die Summe nicht weißt, musst du die Konsequenzen nicht einsehen, doch:

Stelle es dir vor wie ein Fallschirmsprung; am Anfang hast du Angst, zierst und fürchtest dich, doch bist du wieder am Boden, strahlst du vor Glück und Freude.

Genauso wirst du vor Glück und Freude strahlen, wenn deine Schulden abgebaut sind.

Also springe endlich, und zwar so:

  • Krame in deinen Ordner, Briefen, Mahnungen… Und schreibe auf, wie hoch deine Schulden sind.
  • Rufe trotzdem deine Gläubiger an und lass dir die genaue Summe durchgeben – vielleicht ist dir ein Brief entgangen, ein Zettelchen entwischt? Du sollst nicht irgendwann böse erwachen, nur weil du nicht gründlich warst.
  • Sortiere deine Schuld in eine Tabelle und notiere jeweils den genauen Wert, so könnte es aussehen:
Schuld Höhe der Schuld Zinsen Wie viel du monatlich tilgst
Kreditkartenschuld einer Revolving Card 2000 € 15 % 50 €
Dispokredit 2500 € 10 %
Ratenkredit 5000 € 8 % 200 €
Autokredit 4000 € 4 % 300 €
Schulden beim Freund 2000 € 0 100 €

Puh, das war befreiend! Jetzt hast du einen Überblick. Klopfe dir auf die Schulter, der erste Schritt ist getan.

Der Rest ist ein Klacks dagegen:

2. Ermittle deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben

Tasse Kaffee
Quelle: Photo by Danielle MacInnes on Unsplash

Wie viel nimmst du monatlich ein (Gehalt, Nebenjob…) und wie viel gibst du wieder aus (Haushalt, Miete, Feiern)?

Vielleicht fragst du dich, warum das nötig ist.

Darum ist diese Bestandsaufnahme so wichtig:

  • Weißt du nicht, wie viel du einnimmst, kannst du nicht schnell deine Schulden abbauen.
  • Weißt du nicht, wie viel du ausgibst, kannst du dich nicht in die Schuldenfreiheit sparen.

So einfach ist es, also sei nicht zimperlich:

  • Durchforste die Kontoauszüge der letzten drei Monate
  • Addiere die jeweiligen Ausgaben und Einnahmen zusammen
  • Errechne den Durchschnitt
  • Trage ihn in eine Excel-Tabelle nach bestimmten Kategorien (Miete, Lebenshaltung, Ausgehen, Schulden…)

Das war der Schnelldurchlauf, wie du es richtig machst, habe ich dir unter „private Finanzplanung“ verlinkt.

Natürlich geht es auch schneller – ohne zitternde Finger, brüchige Nerven und eintöniges Geschreibsel.

Nutze dafür eine Haushaltsbuch-App mit Kontoanbindung – sie sagt dir auf den Cent genau, wie viel du einnimmst und ausgibst.

3. Sprich mit deinen Gläubigern – und verhandle!

Junge spricht mit Gläubiger, um schulden abzubauen
Quelle: Photo by NeONBRAND on Unsplash

Die meisten Gläubiger sind keine geldgeilen Portemonnaie-Fresser, die dein Konto aussaugen wie Blutegel deine Blutgefäße.

Es sind Menschen mit ihren eigenen Sorgen und eine ihrer Sorgen bist leider du – sie rechnen auf ihr Geld, müssen eine Familie ernähren, Miete zahlen, Essen kaufen und dennoch kommt das Geld (vielleicht) nicht.

Deshalb wollen sie eine Lösung finden, genau wie du.

Rufe sie also an, sprich mit ihnen und findet GEMEINSAM diese Lösung.

Damit beweist du Zahlungsbereitschaft, du bist ein ehrlicher Schuldner; keine von den Personen, die sich zu Hause verkriechen, niemals antworten und Briefe meiden wie Zeugen Jehovas eine Bluttransfusion.

Das gibt Pluspunkte; und auch hier brauchst du dich nicht schämen.

Glaube mir, Gläubiger haben alles gehört:

  • Ich bin gerade auf Jobsuche und kann nicht zahlen.
  • Ich kann die nächste Rate nicht begleichen
  • Können sie mir Zahlungsaufschub gewähren, bei mir ist gerade Chaos?

Falls diese Aussichten deine Angst nicht besänftigen, denke gleichzeitig an die möglichen Vorteile:

  • Zahlungsaufschub
  • Niedrigere Raten
  • Längere Laufzeiten
  • Kürzung der Zinsen

DU BAUST SCHULDEN SCHNELLER AB!

Doch wenn guter Wille allein nicht hilft, was dann?

Vor allem Banken klammern sich an Gelder wie Kleinkinder an die Beine ihre Mutter.

An welchen Stellschrauben kannst du drehen?

1. Kredite umschulden

Wenn du Kredite umschuldest, bündelst du alte Schulden in einem neuen Kredit, und zwar mit weniger Zinsen, längeren/kürzeren Laufzeiten und höheren/niedrigeren Raten.

Du schlägst mehrere Moskitos mit einer Klappe – die Umschuldung ist ein Neustart und dieser Neustart lohnt sich bei folgenden Krediten:

  • Dispokrediten
  • Ratenkrediten
  • Autokrediten
  • Immobiliendarlehen NACH 10 Jahren oder NACH Ablauf der Zinsbindung

Unter „Kredite umschulden“ haben wir einfach erklärt, wie dir die Umschuldung problemlos gelingt.

2. Kreditkarten-Schulden auf eine Karte übertragen 

Kreditkarten-Schulden sind wie Termiten: Unbemerkt fressen sie sich in dein Vermögen, höhlen es aus und lassen eine Bruchbude zurück.

So heimtückisch sind Kreditkarten-Schulden, weil die Zinsen unanständig hoch sind – Beispiel gefällig?

Du hast 5000 € Kreditkarten-Schulden bei einem Zinssatz von 17 %. Du beschließt, es langsam angehen zu lassen und monatlich nur 100 € zu tilgen – das Minimum einer Teilzahlung.

Wie lange tilgst du wohl, aber noch wichtiger: Wie viele Zinsen zahlst du?

Du siehst, es ist finanzieller Selbstmord.

Aber nun sind die Schulden einmal da, wie gehen sie wieder weg?

Eine Möglichkeit ist die Konsolidierung mithilfe einer neuen Kreditkarte, die weniger oder gar keine Zinsen verlangt.

Im Grunde eine Umschuldung für Kreditkarten.

Diese Kreditkarten nennen sich Balance Transfer Karten und funktioniert so:

  1. Viele Anbieter werben zu Jahresanfang mit 0 % oder niedrigen Zinsen für 12 – 24 Monate, SOLANGE du die Guthaben anderer Karten auf die neue überträgst.
  2. Damit bleibt nur eine Karte übrig und du bezahlst weniger Zinsen.
  3. Doch du musst schnell sein, energisch und diszipliniert, um die Schuld fristgemäß abzubezahlen – sonst drohen wieder hohe Zinsen.

Es klingt zu schön, um wahr zu sein, nicht wahr? Meistens ist es das auch:

  • Oftmals verlangen die Anbieter eine Gebühr in Höhe von drei bis fünf Prozent der Summe – bei 10.000 € sind das immerhin 500 €.
  • Kannst du die Rechnungen nicht bezahlen, winken (bei einigen Anbietern) noch höhere Strafzinsen – bis zu 30 Prozent!
  • Vielen wanken, halten nicht durch und fallen zurück in alte Muster – pfühh, ich zahle doch erst in 12 Monaten Zinsen, warum sich jetzt einen Kopf machen? Sie machen so lange weiter, bis die Privatinsolvenz anklopft.
  • Die Technik funktioniert nur, wenn du diese Schuld aggressiv abbauen kannst. Hast du andere Kredite, funktioniert das meistens nicht.

Also: Die Konsolidierung ist ein Rettungsanker, der dich aus den Schulden ziehen kann, verwandelt sich jedoch schnell in einen Enterhaken, der dich in neue Verbindlichkeiten zieht, wenn du in alte Gewohnheiten zurücktaumelst.

Du brauchst erst ein neues „Schuldenfrei-Mindset“, bevor du selbstsicher und gelassen diesen Schritt gehen kannst.

Dazu unten mehr.

3. Schulden aggressiver abbauen

Schulden aggressiver abbauen
Quelle: Photo by Hermes Rivera on Unsplash

Zugegeben: Dieser Punkt ist genauso schmeichelhaft für deinen Intellekt wie Streifenhosen für dicke Oberschenkel.

Du wärst wohl selbst darauf gekommen, mehr zu zahlen, um weniger an deinen Schulden zu zahlen.

Dennoch ist es nicht ganz so einfach, willst du Schulden abbauen:

Denn außerplanmäßige Zahlungen (Sondertilgungen) sind nur selten kostenlos, weil die Banken/Kreditgeber Geld verlieren – deswegen verlangen sie eine Abfindung (Vorfälligkeitsentschädigung).

Beispielsweise darfst du jährlich nur 5 % einer Baufinanzierung sondertilgen – mehr kostet extra.

So ist es bei fast jeder Fremdfinanzierung, sei es ein Autokredit, Ausbildungskredit oder Ratenkredit.

Also:

  • Es gibt Fristen/Summen, zu denen du kostenlos extra tilgen kannst – finde sie heraus und halte dich daran.
  • Rechne aus, ob sich eine Extra-Schuldentilgung plus Gebühr lohnt
  • Spare Geld an für eine Extra-Tilgung, falls du bis zum nächsten kostenfreien Termin warten musst.
  • Hast du noch unangetastete Reserven, die für einen Kredit genügen, tilge sofort – gleichgültig der Gebühren.

4. Stelle neue Sicherheiten

Warum sind Ratenkredite so beliebt?

Weil sie einfach sind: Auf Verivox geflitzt, Kredit gefunden, Vertrag besiegelt, schon glimmt die Kohle auf dem Konto.

Problem: Ratenkredite sind deutlich teurer, weil du keine Sicherheiten stellen musst – keine Hypothek auf dein Haus, kein Fahrzeugbrief bei der Zulassungsstelle.

Drehe diesen Spieß um, indem du der Bank anbietest, für niedrigere Zinsen eine Sicherheit zu stellen, eben dein Auto, eine weitere Hypothek auf dein Haus oder eine Bürgschaft.

Viele Kreditgeber haben solch einen zusätzlichen Rahmen – gern geben sie ihn nicht preis, trotzdem kannst du ihn ausnutzen.

Versuche es, vielleicht klappt es.

So zahlst du weniger und kannst deine Schulden geschwinder abbauen.

5. Ändere deinen Dispositionskredit in einen Ratenkredit

Schwimmt dein Konto lange im Minus, bekommen auch die Banken (irgendwann) rote Füße – was, wenn Herr Maier nicht zahlt?

Handeln werden sie noch nicht, erst wenn du dein Konto über den Dispo hinaus überziehst; dann drohen die Mahnungen und irgendwann poltert die Konto-Pfändung ins Haus.

Hier kannst du Einsatz beweisen und dich mit der Bank einigen, und zwar, wenn du deinen Dispokredit in einen Ratenkredit umwandelst:

  • Du zahlst weniger Zinsen
  • Hast einen konkreten Rückzahlungsplan
  • Weniger Stress für beide Parteien

Nur musst du dich zusammenreißen, um nicht noch einmal in die Dispo-Schuldenfalle abzurutschen – das könnte helfen:

6. Eröffne ein Guthabenkonto

Dieser Tipp greift erst, wenn sich deine Dispo-Schulden in Luft aufgelöst haben wie ein gesprengtes Hochhaus.

Wandle dein Girokonto um in ein Guthabenkonto (ein Konto für Jedermann).

Dieses kannst du nicht überschreiten – kein Dispo, keine Überziehungszinsen, keine Schuldenfalle.

Natürlich machen das die Banken nicht gern, schließlich verdienen sie daran kein Geld bzw. sehen keinen Nutzen.

Dennoch haben sie sich dazu selbst verpflichtet, Kunden solche Konten zu ermöglichen – also nutze dieses Angebot.

Trotzdem, einen Nachteil gibt es: Die Konten sind meist nicht kostenlos, aber das sind Girokonten bei Sparkassen, der Deutsche Bank, etc. schon lange nicht mehr.

4. Setze dir einen Plan – und MOTIVIERENDE Ziele

Bleibe motiviert, wenn du schulden abbaust

Schulden abzubauen ist genauso appetitlich wie Sagosuppe als Hauptgang in der Schulkantine.

Man bleibt lieber auf der Schulbank sitzen, als sich mit Tablett und Besteck anzustellen.

Trotzdem darfst du dich nicht so anstellen und MUSST dir konkrete Ziele setzen: Wann bist du gottverdammt nochmal endlich schuldenfrei?

Das solltest du jetzt wissen, sofern du die bisherigen Punkte abrackert hast:

  • Höhe der Schuld bestimmen
  • Zinsen, Laufzeiten, Tilgungsraten anpassen

Jetzt geht es an diese Praxis – du musst entscheiden, welche Kredite, in welcher Höhe du wann abbezahlst.

Um deine Schulden abzubauen, kannst du zwei Richtungen einschlagen:

A. Schneeballmethode

Du bestimmst die niedrigste Schuld (z.B. Kreditkarte) und tilgst sie aggressiver, während du bei den anderen nur die ausgehandelte Rate bezahlst – ohne Sondertilgung.

Ist die erste Schuld abgebaut, krallst du dir die nächst Höhere und rupfst sie aus deiner persönlichen Bilanz.

Immer so weiter und weiter, bis du dich aus der Schuldenfalle gekämpft hast und schuldenfrei bist wie Liechtenstein.

Doch warum heißt sie Schneeballmethode?

Weil mit jeder abgebauten Schuld deine Motivation wächst und wächst wie ein Schneeball, der die Zugspitze herunterkullert.

Mit jeder abgebauten Schuld schmelzen die inneren Blockaden, Sonne und frische Lust fegen durch dein Leben und du bist motiviert, diesen ganzen Ballast definitiv zu versenken.

Diese Methode ist eindeutig für dich, liegen dir Schulden schwer im Magen wie eine Henkersmahlzeit.

Belasten dich Schulden hingegen seelisch kaum, nutze die nächste Methode.

Rein finanziell ist sie der Schneeball-Methode überlegen:

B. Lawinenmethode

Du kennst die Szene: Die Film-Figur schreit, die Lawine löst sich und begräbt die Landschaft unter ihren weißen Tatzen.

Dein Schrei ist die Entscheidung, zuerst die Schuld mit dem teuersten Zinssatz abzubauen – damit löst sich die Lawine (mehr Geld frei) und begräbt die restlichen Schulden unter sich.

Ob der Erfinder dieser Theorie das gleiche Bild vor Augen hatte, bleibt offen.

Der Vorteil: Du bist früher schuldenfrei, weil zuerst die größten Geldfresser ausgeschaltet werden. Dir bleibt folglich mehr Geld für andere Schulden.

Der Nachteil: Nur selten ist die Schuld mit dem teuersten Zinssatz auch am niedrigsten. Wahrscheinlich zahlst du lange daran und Erfolge lassen auf sich warten wie ein Zug im Schneesturm.

Die Methode ist darum nur finanziell befriedigend – seelisch nicht.


Jetzt kennst du die Methoden und musst dich entscheiden: Der Kopf welcher Schuld rollt zuerst?

Mache dir eine Liste mit konkretem Datum, wann du fertig bist und hefte sie dir an den Kühlschrank.

Ist erst ein Kredit weggestrichen, frühstückst, mittagst und dinierst du täglich mit neuer Motivation und Energie – immer, wenn du den Kühlschrank öffnest.

Du hältst durch!

Natürlich ist Schuldenfreiheit allein nicht befriedigend, du brauchst mehr – ein Ziel danach, eine Belohnung, die dich frisch hält.

Warum?

Weil Schuldenfreiheit etwas „Negatives“ ist; du willst, dass etwas verschwindet.

Jetzt brauchst du etwas „Positives“, das dazukommt und dein Leben bereichert – du könntest investieren, nebenbei für eine Weltreise sparen oder dir pro abgehakten Kredit ein Restaurant-Besuch gönnen.

Egal, was es ist, du kannst von deinem Leben nicht nur „wegnehmen“, ohne Fülle zu spenden.

Schuldenfreiheit ist kein erfüllender Lebensentwurf.

Falls du langfristig gelassen mit Geld umgehen willst, um dir ein reiches Leben zu leisten, bleibe dran bis zum letzten Punkt – dort erfährst du, wie du ein neues Money-Mindset entwickelst.

5. Schulden abbauen im Turbo-Modus – drei Möglichkeiten:

Turbo, um schulden abzubauen
Quelle: Photo by Lucas van Oort on Unsplash

Oben habe ich es bereits erwähnt:

Schulden sind das Ergebnis vieler schlechter Handlungen – ändere die Handlungen, ändere die Schulden.

Zur Klarstellung: Dieser Satz gilt nur, wenn Konsum, fehlende finanzielle Bildung und Verdrängung dich in die Verschuldung geritten haben.

Er gilt bloß bedingt oder gar nicht, falls du verschuldet bist, weil du deinen Job verloren hast, plötzlich krank wurdest oder dein Unternehmen zusammen brach.

Diese Schicksalsschläge sind tragisch und nicht in einen Topf zu rühren mit Konsumschulden.

Trifft es auf dich zu, kannst du trotzdem aus den nächsten Punkten etwas mitnehmen.

Für die anderen: Deine täglichen Entscheidungen haben dich in die Schulden geführt, jetzt ändern wir diese Entscheidungen, um noch schneller Schulden abzubauen:

1. Reduziere deine Ausgaben

Konsumausgaben auf Pump sind ein Kredit auf deine Zukunft – du shoppst, genießt und urlaubst jetzt und dein späteres Ich zahlt die Zeche.

Willkommen, du bist jetzt dieses Ich – Murren, Fluchen und Schimpfen hilft nicht mehr.

Du musst die Suppe jetzt auslöffeln; doch mit jedem bitteren Löffel kannst du umdenken:

„Will ich wirklich so leben wie bisher? Kaufen auf Raten, Pump und Finanzierung? Oder will ich sparsam leben und so ein reiches Leben führen – in Fülle, statt in Schuldenfallen?“

Ist die Antwort ja, ist auch die Lösung einfach: reduziere deine Ausgaben, beschränke deine Lebensverhältnisse. Kein Hokuspokus. Kein Hexenwerk.

Ich möchte dir ein System geben, wie du automatisch sparst und dir ein kugelsicheres Budget erstellen kannst:

  • Ein fester Betrag für deine Schulden
  • Für deine Ausgaben und fixen Kosten
  • Zum Sparen

Das Ziel ist: Dein Geld geht am Monatsanfang ein und baut automatisch per Dauerauftrag und Lastschrift deine Schulden ab und teilt dir Geld zu für den monatlichen Bedarf/Ausgaben

Du musst nichts weiter tun, als NICHT dein Konto zu überziehen – mehr nicht.

Wie du das anstellst, erfährst du hier:

Doch wie kannst du deine Ausgaben senken?

Das Thema ist weiter als der Horizont des Atlantiks, deshalb verweise ich dich auf unsere Spar-Artikel – so lernst du spielend leicht, wie du Monat für Monat weniger Geld verlierst und den Schuldenabbau erhöhen kannst:

Hier ein kleiner Vorgeschmack, womit du die größten Gewinne erzielen kannst:

  • Alle Abos kündigen (Fitnesstudio, Netflix…)
  • Zu günstigeren Strom-, Wasser-, Gasanbietern wechseln
  • Versicherungen ausmisten – viele sind veralten oder decken das Gleiche ab.
  • Einkaufsliste erstellen auf Grundlage der Prospekte / Werbung der Discounter
  • Nur noch Barzahlen
  • Verträge für Internet und Smartphone prüfen

Diese Tipps reichen für den Anfang.

Doch wenn du Schulden abbaust, sind geringe Ausgaben nur die Defensive – die Jungs in der Abwehr, die breitschultrig dastehen wie Türsteher.

Sie bewachen nur dein Konto, jetzt füllst du es dauerhaft mit einem Schatz.

2.Einnahmen steigern

Willst du mehr Geld verdienen, hast du drei Möglichkeiten:

  1. Als Angestellter fordere eine Gehaltserhöhung
  2. Als Selbstständiger erhöhe deine Preise
  3. Starte ein Side Hustle, gründe ein Business, beginne einen Nebenjob

Den größten Hebel hast du mit Punkt drei – die Geduld von Chef und Kunden hat ein Ende, ein Business nicht.

Nur dauert es, bis das Unternehmen Früchte trägt; ich will dich nicht anlügen: Es ist keine Schnell-Reich-Formel.

Hier haben wir erklärt, wie du online Geld verdienst – dort findest du vierzig Ideen, um langfristig Geld zu verdienen.

Aber wie kommst du schneller an Geld?

Hier kommt die Antwort:

Das sind alles Ideen, womit du dir sofort Geld verschaffen kannst – bei einigen nicht viel, aber immerhin.

Bist du stets energisch und ehrgeizig, kannst du pro Monat mehrere hundert Euro hinzuverdienen und deine Schulden schneller abbauen.

3. Notgroschen / Reserve anlegen

Was hat dich in die Schulden gezerrt? – zu hoher Konsum oder eine plötzliche Ausgabe, die dein Konto nicht stemmen konnte?

Bei den meisten ist es eine plötzliche Ausgabe, weil man keine Reserven hatte und von Gehaltsabrechnung zu Gehaltsabrechnung gelebt hat.

Doch dann schlägt sie ein, die unerwartete Ausgabe und zertrümmert das wacklige System.

Daher brauchst du einen Notgroschen.

Das ist ein Tagesgeldkonto mit mindestens drei Monatsgehältern.

Wozu soll das gut sein?

Erwischt dich wieder eine „plötzliche“ Ausgabe, kommt nicht der Fall in den nächsten Minikredit, sondern du landest sanft auf deinen finanziellen Rücklagen.

Dafür legst du stets einen bestimmten Prozentsatz deiner Einnahmen auf die Seite – beispielsweise so:

  • Fixe Ausgaben: 70 %
  • Schulden abbauen: 25 %
  • Notgroschen anlegen: 5 %

Du wirst dich freier fühlen: Nicht nur jede Ratenzahlung verschlingt Geld, es bleibt auch stets Geld bei dir haften – und das ist der letzte Punkt:

Geld soll bei dir haften bleiben.

6. Stärke dein Mindset und Investiere

Frau stärkt ihr Mindset, um ihre Schulden abzubauen
Quelle: Photo by Jared Rice on Unsplash

Schulden sind ein fieser Ansporn von außen – sie peitschen dich zum Sparen, wie ein römischer Sklavenhalter seinen gallischen Sklaven peitscht.

Das ist keinesfalls nachhaltig!

Sind die Schulden abgebaut, bröckelt ebenso der Druck und du schlitterst in die Arme alter Gewohnheiten wie ein Kleinkind auf der Kinderrutsche in die Arme seiner Mutter.

Viele beginnen häufig eine neue Schuldenkarriere, eine neue Überschuldung.

Darum musst du dich von innen ändern, sonst ist alles umsonst.

Dieses Problem lässt nur eine Lösung zu: finanzielle Bildung.

Du lernst, wie Geld funktioniert; DU lenkst deine Finanzen, nicht deine Finanzen dich.

Dafür gibt es diesen Blog Geldhelden und hunderte weitere Blogs und Bücher.

Aber auch das hilft nicht – warum solltest du dich mit Geld beschäftigen, wenn alles in deine Raten fließt?

Du siehst jetzt keinen Mehrwert.

Du arbeitest nur mit Gedanken, nicht mit eigenem Kapital.

Deshalb musst du lernen zu investieren, auch wenn es nur 25 € im Monat sind.

Nicht nur beginnst du langsam, ein Vermögen aufzubauen, du änderst auch deine Haltung zu Geld.

Geld ist nichts, dass dir wie Quellwasser durch die Finger gleitet, Geld ist etwas, das in deinen Händen mehr wird, Kinder zeugt und dich zuerst finanziell absichert, dann wohlhabend macht und zuletzt reich.

Du drehst den Spieß um und wirst in Zukunft Schulden vermeiden.

Deshalb sollst du Investieren, und wie das geht, erfährst du unter Vermögensaufbau.

Viel Glück auf deiner Reise – folgst du den genannten Schritten, wird sie tausendmal erfüllender sein als dein bisheriges Leben.

Sind die Schulden einmal abgebaut, beginnt deine reiche Zukunft!

Quelle Beitragsbild: Photo by Razvan Chisu on Unsplash


Junge schaut in die Kamera

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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