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Wie das dezentrale Finanzsystem (DeFi) wirklich funktioniert!

Eine Welt ohne Banken.

Kannst du sie dir vorstellen?

Keine grottigen Fonds mehr. Keine Negativzinsen. Und kein Bankberater, der deine Finanzen durchröntgt, wenn du einen Kredit möchtest.

Ist das wirklich möglich?

Ja, mit DeFi: dem dezentralen Finanzsystem.

Jetzt erfährst du, was DeFi bedeutet und wie du dir deine eigene Sparkasse auf dein Smartphone oder Computer holst.

Was ist das dezentrale Finanzsystem (DeFi)?

Über 1000 Banken brachen zusammen.

Es waren die 1980er und tausende US-Sparkassen hatten sich verzockt.

Sie hatten hochriskante Unternehmen finanziert und Geld in Immobilien gepumpt wie ein Junkie Heroin in seine Venen.

Bis der goldene Schuss kam…

…die Immobilienpreise sanken, eine Rezession zerfraß die finanzierten Unternehmen und am Ende blieben 124,6 Milliarden Dollar – Geld, das der amerikanische Steuerzahler blechen musste.

Das war der rote Strich unter der Bilanz der S&L-Krise (Savings and Loan Crisis).

Kanntest du diese Krise?

Wahrscheinlich nicht!

Sie verblasst hinter der großen Depression von 1929 und der Finanzkrise von 2007/8.

Dennoch zeigt sie:

Alle paar Jahrzehnte steht unser Finanzsystem am Abgrund wie ein Bergführer.

Warum ist das so? Warum hat unser zentralisiertes Finanzsystem immer wieder Probleme?

Es ist:

  1. Teuer: Wie viel kostet es wohl, wenn du mit der Berliner Sparkasse Geld ins nicht-europäische Ausland überweist? 17,50 Euro! Lass das erst einmal sacken wie ein Ramazzotti nach dem Mittagessen.
  2. Ineffizient: Jede Bank betreibt ihre eigenen Server, läuft auf eigenen System und mauert ihre eigene Firewall. Das ganze Bankensystem ist unverbunden wie die 267.570 Inseln, die zu Schweden gehören. Das macht sie ineffizient.
  3. Täuschung und Betrug: Die oben erwähnte Bankenkrise war nicht nur teuer, sie watete auch im moralischen Sumpf: Manager und Insider nutzten Gesetze aus, um sich selbst zu bereichern.
  4. Abgeschlossen: Wir leben im Jahr 2021, trotzdem haben 1,7 MILLIARDEN Menschen kein Bankkonto. Wie ein Häftling in der Zelle stehen dicke Eisenstäbe zwischen ihnen und dem Finanzsystem.
  5. Intransparent: Weißt du, was die Bank mit deinem Geld macht? Wohin der Staat dein Steuergeld ausschüttet (außer du siehst es bei „Mario Barth deckt auf!“)? Wahrscheinlich nicht!

Das sind die Probleme unseres zentralen Finanzsystems; deshalb zieht das dezentrale Finanzsystem aus, sie zu lösen.

So löst DeFi die genannten Probleme:

  1. Geringe Kosten: Es kostet nur einen Bruchteil (außer auf Ethereum), Geld über eine Blockchain zu versenden. Cardano arbeitet daran, auf der Binance Smart Chain kostet eine Transaktion nur 7 Cent.
  2. Schnell: Eine Transaktion im dezentralen Finanzsystem dauert von 5 Minuten (Ethereum) bis zu 0,4 Sekunden (Solana). Eine SWIFT-Überweisung dauert drei bis sieben Tage.
  3. Vertrauenswürdig / transparent: Wie Sherlock Holmes mit der Lupe kannst du jeder Transaktion nachschnüffeln, sie verfolgen und noch Jahre später wiederfinden. Würde das Steuergeld auf der Blockchain laufen, könntest du bis auf den Cent genau verfolgen, wie viel ein BER verschlingt, wie viel Angela Merkel wirklich verdient und welches Geld in sinnlose Subventionen gestopft wird.
  4. Ohne Zentrale Autorität: Es gibt nicht einen Server, wo alle Daten liegen – sondern sie liegen weltweit auf vielen Rechnern verteilt. Genauso bestimmt nicht eine Autorität, was auf der Blockchain getan und gelassen wird. Nein, vielmehr muss ein Konsens von über 51 Prozent erreicht werden, bevor sich etwas verändert.
  5. Offen: Jeder, der ein Billig-Smartphone für 50 Euro bedient, kann das dezentrale Finanzsystem für sich nutzen.

Jetzt kennst du die Vorteile von DeFi; doch bohren wir jetzt tiefer, und zwar zum Erdkern des dezentralen Finanzystems: der Blockchain.

Du erfährst, wie sie funktioniert und warum sie besser ist als 50 Finanzminister mit Behörde, Schlipps und Taschenrechner.

2. Worauf läuft DeFi? – auf der Blockchain!

Blockchain als das Fundament für das dezentrale Finanzsystem
Quelle: Unsplash

Das Bankensystem ist verästelt wie der Weltenbaum Yggdrasil:

Da hättest du Großbanken, Universalbanken, private Regionalbanken, Kreditbanken, Zweigstellen ausländischer Banken, öffentlich-rechtliche Banken, Genossenschaftsbanken…

…und auf keiner kannst du dich hinsetzen, um dieses System in Ruhe aufzudröseln.

Was hast du hingegen im dezentralen Finanzsystem?

Mathematik, Kryptografie und schließlich die Blockchain-Technologie.

Auf der Blockchain musst du niemanden mehr vertrauen: Zahlen ersetzen (leider oft) fehlerhafte Menschen.

Doch was ist die Blockchain?

Datenblöcke!

Transkationen – Helmut überweist an Sabine – werden in Blöcke gepackt, bis der Block überquillt wie aufgekochte Milch.

Dann nimmst du den Block und heftest ihn an den vorhergehenden – so entsteht eine Blockkette, also die Blockchain.

Und was macht diese Blockchain jetzt so besonders?

Eigenschaften der Blockchain:

  • Dezentralität: Die Blockchain ist weltweit auf tausenden Rechnern gespeichert; so gibt es keinen zentralen Angriffspunkt, den du hacken könntest.
  • Transparenz: Alle Transaktionen liegen für IMMER öffentlich auf der Blockchain gespeichert – und für jeden einsehbar. Genau das Gegenteil von Stasi-Akten.
  • Unveränderlichkeit: Es ist fast unmöglich, die Blockchain nachträglich zu ändern. Dafür bräuchtest du die Zustimmung von 51 Prozent der Miner oder Nodes.

Natürlich gibt es nicht nur DIE Blockchain – wie in einem Ringkampf treten mehrere gegeneinander an und versuchen Entwickler und Nutzer anzulocken.

Beispiele sind Ethereum, Cardano, Binance Smart Chain (zentralisiert), Stellar, Defichain…

Doch dieser Gladiatorenkampf der Blockchains ist unwichtig; wichtiger ist, was das dezentrale Finanzsystem kann.

Und was kann es?

Das Gleiche wie der Lego Todesstern, das Lego Kolosseum oder das Lego Disney Schloss.

Lass es mich erklären:

3. Das dezentrale Finanzsystem: Ein Legoset

Das dezentrale Finanzsystem funktioniert wie ein Legoset
Quelle: Unsplash

AUTSCH!!!

Verdammt ist das schmerzhaft!

Wieder bin ich auf einen Lego-Stein getreten, dessen Noppen sich in meinen Fußballen fräsen wie ein Bohrturm in das Ölfeld Ghawar.

Ich hüpfe, springe und jammere, während der Legostein in meinem Fuß stecken bleibt wie das Schwert Excalibur.

Jedes Kind, jeder Vater und jede Mutter kennt genau diese Situation und weiß: Lego ist grausam und gefällig zugleich.

Doch was hat das dezentrale Finanzsystem damit zu tun?

Fast alles!

Denn dezentrale Protokolle (Programme) lassen sich zusammenstecken wie die Lego Polizeistation.

Das Ziel lautet Interoperabilität – also „Miteinander-Arbeitbarkeit“.

Dezentrale Applikationen sind Open Source, der Code ist also öffentlich verfügbar.

So kannst du alte Programme nehmen, sie wie ein Legoset zusammenstecken und etwas Eigenes obendrauf setzen.

Dann kommt das nächste Entwicklerteam, nimmt dein Produkt und baut wie ein Türmchen ein eigenes Protokoll obendrauf.

Immer so weiter … bist ein Turm entsteht.

Ein ganz einfaches Beispiel:

MakerDao nimmt den Stablecoin DAI (erster Lego-Stein) und steckt ihn zusammen mit seinem Verleihprotokoll (zweiter Lego-Stein).

So kannst du dir über MakerDao Geld in DAI leihen.

Aber ich greife vor wie ein Kleinkind am Essenstisch.

Schauen wir uns deshalb an, was die Legoteile des dezentralen Finanzsystems sind – kurz: Was kann DeFi alles?

  • Stablecoins: Stablecoins sind die Golden Gate Bridge, die die Blockchain mit dem zentralen Finanzsystem verbindet. Ein Stablecoin ist ein Dollar, Euro oder Yen auf der Blockchain. Der Vorteil: Er schwankt nicht im Wert, genießt aber dennoch alle Vorteile einer Kryptowährung. Beispiel ist der Stablecoin DAI, der mit Ethereum gedeckt ist.
  • Börsen: Im dezentralen Finanzsystem laufen DEXs – das sind dezentrale Börsen. Über sie handelst du direkt von deiner Wallet in die Wallet deines Handelspartners. Nur du hast deine Private Keys; kein anderer. Beispiele: Uniswap auf Ethereum, PancakeSwap auf der Binance Smart Chain.
  • Geldmarkt – also Geld leihen und verleihen. Möchtest du bei der Bank einen Kredit, wirst du geröntgt wie ein gebrochener Fuß. Schufa, Sicherheiten, Einnahmen – danach fühlst du dich wie ein Exhibitionist im Startpark. DeFi macht Geld leihen vertrauenslos: Gläubiger zahlen Geld in einen Pool, woraus Schuldner sich bedienen. Den Kredit sichern sie mit Kryptowährungen ab. Sinken diese zu stark im Wert, werden sie automatisch verkauft. Deshalb musst du (bisher) mehr Kryptowährungen als Sicherheit hinterlegen, als du an Kredit herausbekommst. Beispiele: Compound und Aave.
  • Derivate: Auf der Blockchain lässt sich alles abbilden – seien es Aktien, Rohstoffe, Anleihen oder Real Estate. Womit sind die gedeckt? Mit einer Kryptowährung! So bei Synthetics, womit du bisher Geld, Kryptowährungen und Rohstoffe abbilden kannst. So kannst du auf der Blockchain Tesla handeln – ganz ohne Börse. Der Vorteil: Du kannst beispielsweise Fonds oder Aktien halten, die in Deutschland gar nicht zugelassen sind wie die Ark-Fonds.
  • Versicherung: Das Dezentrale Finanzsystem ist zwar vertrauenslos, aber nicht gefahrlos. Es gibt fehlerhafte Protokolle, Rugged Pools und Betrüger. Gehst du ihnen in die Fänge, krallen sie sich an deinem Geld fest und lassen es nicht wieder los. Dagegen kannst du dich versichern, vor allem wenn, du hohe Summen einsetzt. Beispiele für Versicherungs-Protokolle sind Nexus Mutual und Opyn.

Und wo wir gerade bei der Versicherung sind, gehen wir direkt zu dem, wovor sie uns schützen sollen: den Risiken und Nachteilen des dezentralen Finanzsystems.

Nachteile und Risiken des dezentralen Finanzsystems

Bisher liegen erst 84,80 Milliarden Dollar im dezentralen Finanzsystem – Quelle: Dapp Radar.

Zum Vergleich: Die Deutschen allein halten 6,7 BILLIONEN Euro in Geldvermögen – also Bankguthaben, Versicherungen, Aktien…

Das dezentrale Finanzsystem ist im Vergleich dazu nur Stückchen Rasen in einem Fußballstadion

Das heißt: Mit Defi bist du noch ein Pionier wie die Entdecker Amerikas.

Das Land ist weit, unerforscht, voller Möglichkeiten, aber auch voller Gefahren.

Mögliche Risiken sind:

  • Hacks: Hacker suchen immer nach Fehlern in Protokollen/Smart Contracts. Finden sie einen, ziehen sie mit dem Geld ab wie die Olsenbande aus dem Banktresor.
  • Scams: Du kannst auf Betrüger und falsche Protokolle hereinfallen, die dich ausnehmen wie bei einer Autopsie.
  • Admin Keys: Die Entwickler der Protokolle kontrollieren die Smart Contracts mit Admin Keys – so können sie das Protokoll verändern und upgraden. Du bist also darauf angewiesen, dass die Entwickler ihre Admin Keys richtig sichern.
  • Verlustrisiko: Du kannst dein Geld verlieren, wenn du dich verzockst, auf falsche Coins setzt oder zu viel Leverage einsetzt wie z. B. mit Yield Farming.
  • Private Schlüssel: Du kannst deine Private Keys verbummeln, verlieren und verschlampen. Danach sind deine Vermögenswerte begraben wie die untergegangene Stadt Atlantis.
  • Hohe Transaktionskosten: Blockchains haben oft ein Problem mit der Skalierbarkeit, das bedeutet: Die Blöcke sind verstopft, weil zu viele Leute die Blockchain nutzen wollen. So steigen die Preise für Transaktionen. Beispielsweise hast du in Spitzenzeiten über 100 Dollar für eine Transaktion auf Ethereum bezahlt – auch wenn du nur 5 Dollar überwiesen hast.
  • Falsche Preise: DeFi Protokolle brauchen Preisorakel, um Informationen aus der „Wirklichkeit“ zu angeln. Sind die Preise falsch, erhältst du zu wenig oder zu viel für deine Coins.

So viel zu den Risiken!

Wickeln wir jetzt um das Gesagte noch Geschenkpapier und verpacken es in einem schnittigen Fazit:

Fazit zum dezentralen Finanzsystem

DeFi ist noch jung, sehr jung.

Es hat Jahrhunderte gedauert, bis sich unser heutiges Bankensystem entwickelt hat – angefangen bei den Banken Venedigs, zu den Goldschmieden Englands, bis heute zur EZB, Bundesbank und FED.

Das zentrale Finanzsystem hat vieles einfacher gemacht, dennoch ist es ein Naturgesetz, dass sich alles entwickelt; und was nicht mitgeht, stirbt.

So ist das dezentrale Finanzsystem schneller, transparenter, effizienter und vertrauenswürdiger.

Dennoch stehen wir noch am Anfang – die Chancen sind enorm, ebenso die Risiken.

Die Vision geht dahin, dass jeder seine eigene Bank auf dem Smartphone hat, sein Geld selbst verwaltet und frei über seine Finanzen bestimmt.

Ob dieses Bild wahr wird?

Wer weiß.

Vielleicht gewinnen die dezentralen Finanzen, vielleicht liegen beide System nebeneinander wie zweieiige Zwillinge im Bauch der Mutter.

Nur eins ist sicher: Die Möglichkeiten sind beträchtlich.

Falls du mehr über das dezentrale Finanzsystem erfahren möchtest, melde dich an zu unserem Online-Kongress “Cryptopia Coin Summit”!

Der Kongress ist kostenlos und du bekommst zwei Boni im Wert von 219 Euro geschenkt!

Was du geschenkt bekommst? – finde es hier heraus.

Quelle Beitragsbild: Unsplash


Junger Mann schaut in die Kamera

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin Prock. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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