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Was ist ein Small Caps ETF und wie passt dieser in mein Portfolio?

Bei einem gut durchdachten Portfolio dreht sich alles um die Abwägung zwischen Rendite und Risiko.

Ein höheres Risiko bedeutet gleichzeitig die Chance auf eine höhere Rendite. Umgekehrt lässt sich daraus schließen, dass mit einem geringen Risiko ebenso eine geringe Rendite einhergeht.

Im Idealfall stellt man sich sein Depot so zusammen, dass es risikooptimiert ist. Sprich, möglichst niedriges Risiko mit damit einhergehender maximaler Rendite. Dies gelingt vor allem durch Diversifikation, also einer möglichst breiten Streuung.

Zuträglich dabei kann die Integration eines Small Caps ETF sein.

Warum das so ist und wie du diesen geschickt in dein Portfolio integrieren kannst, erkläre ich dir in diesem Blogbeitrag!

Was sind Small Caps?

Dafür müssen wir ein wenig weiter ausholen. Allgemein werden Unternehmen anhand ihres Börsenwertes in drei Kategorien eingeteilt: den Large-, Mid- und Small Caps. Cap steht dabei für Capitalizitaion (Kapitalisierung).

Bei den Large Caps handelt es sich um börsennotierte Unternehmen, die in ihrer Region die oberen 70 Prozent der Marktkapitalisierung ausmachen. Sie werden auch als Standardwerte oder Blue Chips bezeichnet. In Deutschland wären das zum Beispiel Daimler, Adidas, SAP und Siemens.

All diese Aktiengesellschaften gehören zum DAX (Deutscher Aktienindex). Wie du sehen kannst, handelt es sich hierbei um große Marken, die gemeinhin als stabil und krisensicher gelten.

Das macht auch einen Teil ihrer Beliebtheit aus. So geben sie dem Anleger ein gewisses Gefühl von Sicherheit, jedoch, wie zu Beginn erwähnt, resultiert daraus eine recht geringe Rendite.

Large Caps können in deinem Portfolio ein sicheres Fundament bilden und tragen neben einem Mid Caps ETF und Small Caps ETF zu einer breiten Diversifikation bei.

Mid Caps sind, wie der Name schon vermuten lässt, Unternehmen von mittler Größe. Diese werden auch als Nebenwerte bezeichnet. Dazu zählen mitunter Beiersdorf, Airbus, Zalando, HelloFresh und Lufthansa.

Zu finden sind diese und 55 weitere Unternehmen im sogenannten MDAX (Mid-Cap-DAX). Dieser Index umfasst die 60 Unternehmen, die hinsichtlich Marktkapitalisierung unter den Unternehmen des DAX liegen und machen damit etwa die nächsten 20 Prozent aus.

Menschen arbeiten im Büro

Mid Caps bieten im Vergleich zu Großkonzernen oft ein größeres Wachstumspotenzial, da sie flexibler und häufig eher Nischen besetzen.

Somit können sich hier bessere Renditechancen ergeben, die allerdings mit einem erhöhten Risiko einhergehen.

Zählen Unternehmen anhand ihrer Börsenwerte weder zu den Large- noch zu den Mid Caps, so werden die 70 nächstkleineren den Small Caps zugeordnet.

In Deutschland folgt also nach dem DAX (mit 30 Unternehmen) und dem MDAX (mit derzeit 60 Unternehmen), der SDAX (mit 70 Unternehmen).

Im deutschen Small Caps Index, zu dem es auch einen Small Caps ETF gibt, finden sich Aktiengesellschaften, wie 1&1, Borussia Dortmund, Fielmann, Xing, Sixt und Hornbach.

Auch, wenn sich im SDAX viele bekannte Namen finden lassen, so ist doch hier bei einer Investition ein bedeutend größeres Risiko eines Totalverlustes gegeben.

Oft fehlen entscheidende Analysekennzahlen, da einige Unternehmen noch recht jung sind.

Eine Einschätzung anhand bekannter Faktoren fällt schwer. Gleichzeitig besteht jedoch die Möglichkeit hier auf das richtige Pferd zu setzen und beachtliche Gewinne zu erzielen.

Bei der Bewertung des Unternehmens liegt der Fokus eher auf Zukunftsaussichten der Produkte, Absatzmärkte und das Management.

Bei Investitionen in Small Caps kann es zu starken Kursschwankungen kommen, die kurzfristige Renditeerwartungen zunichtemachen und letztendlich gelegentlich zur Insolvenz führen können.

Die Expertenmeinungen, ob sich die Investition in Small Caps wirklich lohnt und etwaige Renditechancen tatsächlich höher sind als im Vergleich zu Large Caps, gehen stark auseinander.

Einen Teil zur Diversifikation deines Portfolios können sie aber auf jeden Fall beitragen.

Wann genau ein Unternehmen als Large-, Mid- oder Small Cap eingestuft wird, ist nicht einheitlich. So gibt es beispielsweise in den USA viele unterschiedliche Kriterien nach denen diverse Indizes gebildet werden.

Was ist ein Small Caps ETF?

Schon häufiger ist in diesem Beitrag der Begriff Diversifikation gefallen.

Um eine Risikooptimierung deines Portfolios zu erreichen, kommt es nicht nur auf eine breite Streuung verschiedenster Unternehmen an, sondern ebenso auf eine Verteilung auf diverse Wirtschaftszweige, Regionen, Anlageklassen und Zeit an.

Es reicht demnach nicht nur in fünf verschiedene Tech-Unternehmen zu investieren, sondern am besten über einen längeren Zeitraum in diverse Branchen und Länder auf der ganzen Welt.

Stadt in Erdball View

Wie bereits angesprochen kann die Investition in nur einen oder wenige Small Caps sehr risikobehaftet sein.

Jedoch können durch die Investitionen in zahlreiche dieser Unternehmen, Verluste mit Gewinnen gegenseitig ausgeglichen werden beziehungsweise zu einer positiven Entwicklung deines Depots führen.

Zudem tragen sie zur Diversifikation des Gesamtportfolios bei. Die erwähnten Indizes wie DAX, MDAX oder SDAX beinhalten bereits die nach Marktkapitalisierung und Börsenwert größten Unternehmen.

Allerdings kann man nicht in einen Index investieren.

Dieses Problem löst ein ETF (Exchange Traded Funds). Dieses bildet den entsprechenden Index nach und macht es somit möglich mit kleinen Beträgen in all die im ETF enthaltenen Unternehmen zu investieren.

Mit einem Small Caps ETF ist es also möglich in eine Vielzahl kleinerer Unternehmen zu investieren. Doch bei der Auswahl des passenden ETFs sollte man immer genau auf den Index achten.

Der SDAX bezieht sich beispielsweise nur auf deutsche Unternehmen, wobei der MSCI Small Caps kleinere Unternehmen entwickelter Aktienmärkte weltweit beinhaltet.

Mit knapp 60 Prozent weist dieser eine überproportionale Konzentration auf die Vereinigten Staaten auf.

Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man den für sich passenden Small Caps ETF auswählt. Hilfe bei der Recherche kann justetf.com bieten.

Dort findest du alle Informationen vom Factsheet, das du dir immer durchlesen solltest, bis zur jährliche Gesamtkostenquote.

Die Kosten für einen ETF fallen niedriger aus als für aktiv gemanagte Aktienfonds, da diese sich nur an dem jeweiligen Index orientieren und nicht ständig anhand einer bestimmten Investmentstrategie Käufe und Verkäufe stattfinden.

Das macht einen weiteren Vorteil von ETFs aus.

Small Caps ETF ins Portfolio integrieren nach Gerd Kommer

Du fragst dich nun vielleicht, wie du deinen Small Caps ETF nun am besten in dein Portfolio integrieren kannst.

Eine Lösung zum Aufbau eines global diversifizierten Portfolios hat Gerd Kommer in seinem Buch „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ gegeben.

Dabei hat er zuvor genau ermittelt wie die Gewichtung auf die einzelnen ETFs sein muss, um eine möglichst risikooptimierte Variante zu erhalten.

Hierbei sei noch erwähnt, dass zu einem optimierten Portfolio neben Investitionen an der Börse ebenso andere Anlageklassen wie beispielsweise das Tagesgeldkonto gehören, um möglichen finanziellen Verlusten vorzubeugen.

Du solltest also zuvor anhand deiner Ziele und deiner Lebenssituation abwägen, wie und wo du dein Geld anlegst.

Bei einem, der von Gerd Kommer entwickelten Weltportfolios, wird eine Investition in insgesamt sieben verschiedene ETFs vorgeschlagen.

Die Aufteilung könnte dabei folgendermaßen aussehen:

Small Caps ETF in Weltportfolio integrieren

In diesem Beispiel wird ein Investitionsbetrag von 1.000 EURO angenommen. Dieser wird auf 75 Prozent für Industrieländer und 25 Prozent für Schwellenländer aufgeteilt.

Innerhalb des Industrieländersektors entfällt wiederum eine Hälfte auf Large und Mid Caps und die andere auf Small Caps. Unterhalb dieser Ebene wird nochmals eine Priorisierung auf einzelne Regionen vorgenommen.

Dies ist nur eine Option, wie sich ein Small Caps ETF sinnvoll in ein Portfolio integrieren lässt.

Um eine zeitliche Diversifikation zu erreichen, sollte dein Anlagehorizont mindestens bei zehn Jahren liegen. Investiere also nur Geld, auf das du mittel- bis langfristig nicht angewiesen bist.

So kannst du Kursschwankungen am Aktienmarkt ausgleichen. Damit dein Vermögen wächst, solltest du zudem über regelmäßige Nachkäufe von Anteilen nachdenken. Mit einer einmaligen Anlage ist es hier nicht getan.

Zwar kommen dann bei jedem Kauf Kosten in Form von Gebühren auf dich zu, doch lassen sich auch so hohe Kurse mit niedrigen ausgleichen.

Einige Online Broker bieten Sparplan-ETFs bereits ab einem Betrag von 25 EURO an. Das bedeutet, das wie bei einem Dauerauftrag regelmäßig zu einem bestimmten Betrag Anteile nachgekauft werden.

Bei diesem Aufbau des Portfolios bietet es sich jedoch an, erst mit höheren monatlichen oder quartalsweise eingezahlten Summen zu beginnen.

So halten sich der Nachteil der Gebühren und der Vorteil der Risikooptimierung durch die Aufteilung die Waage.

Rechne also vorher für dich genau durch wie viel Geld dir zum Investieren zur Verfügung, wie deine Risikoverteilung aussieht und wie dein Weltportfolio aussehen soll.

All diese Faktoren sollten bei deiner Asset Allocation eine tragende Rolle spielen. Dann findest du die für dich passende Aufteilung.


 

Über die Autorin:

Hallo! Mein Name ist Jessi, ich bin 30 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in Berlin. In den letzten 15 Jahren habe ich so ziemlich jeden Euro, den ich zusammenkratzen konnte, für Bekleidung oder anderen Schnick Schnack ausgegeben.

Bis ich eines Tages auf das Thema Börse, Aktien und ETFs gestoßen bin. So schaffte ich es, nicht nur ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, sondern gleichzeitig noch mein Geld für mich arbeiten zu lassen. Alles zu meiner persönlichen Weiterentwicklung und, wie du das auch schaffen kannst, findest du unter themoneygirl.de

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