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Was sind Layer 2 Lösungen auf Ethereum? – Chancen und Projekte einfach erklärt

Im Sommer 2020 begann er:

Der DeFi-Sommer.

Projekte wie Aave, Compound, Balancer, Uniswap lockten Millionen Nutzer an und Milliarden strömten auf ihre Plattformen.

Die Nutzer machten krasse Renditen… doch die Euphorie verwandelte Ethereum ebenso in die A3 – eine Autobahn voller Staus.

Was bedeutet das?

Zeitweise hast du über 100 Dollar für eine Transaktion bezahlt.

Diese Staus haben sich im Winter und Frühling 2021 wiederholt… doch langsam werden neue Spuren gebaut, um den Verkehr umzuleiten:

Layer 2 Lösungen.

Deshalb erfährst du jetzt, a.) warum es zu diesen Staus kommt (Stichwort Blockchain Trilemma), b.) was die drei spannendsten Layer 2 Lösungen sind und c.) welche genialen Chancen sich für dich als Investor ergeben.

ACHTUNG: Dieser Text ist eine grobe Übertragung des herausragenden Webinars “The future is cross-chain: Chancen und Risiken der nächsten Jahre” von Philipp Zentner, einem Unternehmer und Entwickler für Ethereum und Tezos.

Im Webinar erfährst du (NICHT in diesem Artikel enthalten), welche anderen Blockchains außer Ethereum für Investoren interessant sein können, was der eine essenzielle Punkt ist, auf den du achten musst, bevor du in eine Blockchain investierst, und was die bemerkenswertesten Anwendungen auf Ethereum sind (z.B. NFTs).

Klicke hier und schaue dir das Webinar kostenlos an:

 


 

Was ist das Blockchain Trilemma? – Warum kann Ethereum nicht zugleich schnell, sicher und dezentral sein?

Wenn du investierst, kennst du wahrscheinlich das magische Dreieck der Geldanlage.

(Obwohl daran allein der Name magisch ist).

Ein Investment kann nicht zugleich sicher sein, renditestark und schnell verfügbar.

Blockchains kämpfen mit einem ähnlichen (magischen) Problem: dem Blockchain Trilemma.

Was bedeutet das?

Eine Blockchain ist niemals zugleich sicher, dezentral und skalierbar…

…wobei Skalierbarkeit bedeutet: Transaktionen (du überweist Geld) sind schnell und kostengünstig.

Warum ist das so?

Schauen wir es uns an den drei Begriffen an:

  • Sicherheit: Eine sichere Blockchain hat viele Nodes (Knotenpunkte), die die Blockchain speichern und überprüfen. Das heißt: Jeder Node muss jede Transaktion bestätigen. Das macht die Blockchain langsam.
  • Dezentralität: Eine dezentrale Blockchain hat viele Nodes, die die Blockchain speichern und sichern. So gibt es keinen einzelnen Server wie im Keller der Deutschen Bank, den du abschalten kannst, um die Blockchain auszuknipsen. Wiederum leidet die Schnelligkeit.
  • Schnelligkeit: Die Binance Smart Chain ist extrem schnell. Warum? Sie hat nur 21 Nodes. Deshalb ist sie keinesfalls sicher und dezentral schon gar nicht.

Du siehst:

Ethereum kann nicht einfach einen Knopf drücken und schon werden die Transaktionen günstiger und schneller.

Deshalb treiben „Staus“ immer wieder die Transaktionskosten nach oben.

Doch wie funktionieren Transaktionen auf Ethereum überhaupt?

Blicken wir kurz auf Layer 1, bevor wir zu Layer 2 Lösungen weiterstapfen:

Was ist Layer 1? – der Straßenverkehr

Layer 1 ist das Straßennetz auf Ethereum.

Du bestätigst eine Transaktion – du tauschst z.B. den Stablecoin USDC gegen Ethereum auf Uniswap – und die Miner packen deine Transaktion in einen Block.

Dennoch kann Ethereum nur ca. 30 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten – wollen mehr überweisen (mehr in einen Block), müssen sie mehr zahlen.

Die Transaktionen kämpfen also um Platz in einem Block; das treibt die Kosten nach oben und nur noch zahlungskräftige Überweiser werden durchgewunken.

Wie soll dieses Problem gelöst werden?

Wie Ethereum die Skalierungsprobleme lösen wird

  1. Layer 2 Lösungen (dazu gleich mehr): Sie sind wie eine Seilbahn über dem Straßennetz und übernehmen Verkehr.
  2. Proof of Stake (Ethereum 2.0): Proof of Stake ist ein Konsens-Mechanismus. Was bedeutet das? Konsens ist, wenn alle Validatoren (Transaktions-Bestätiger) zustimmen, dieser Block mit diesen Transaktionen ist korrekt. Bei Proof of Work übernehmen das Miner durch Rechenleistung (Ethereum 1.0); bei Proof of Stake jedoch Masternodes, die eine bestimmte Anzahl an Ether halten. Der Vorteil der Umstellung? Weniger Aufwand – dadurch werden Transaktionen schneller und günstiger.
  3. Sharding: Oben habe ich gesagt: Alle Nodes auf Ethereum müssen eine Transaktion bestätigen. Doch was, wenn wir sie aufteilen? Stelle es dir vor wie Deutschland: Jetzt gerade bestätigt Deutschland alle Transaktionen. Wäre es nicht einfach, wenn Bayern, Sachsen oder Thüringen einen bestimmten Teil übernehmen würden? Sagen wir, Bayern übernimmt alle Transaktionen im Adressbereich 1 bis 10, Sachsen 10 bis 20… Genauso funktioniert Sharding: Nodes arbeiten wie ein Bundesland zusammen und bestätigen Transaktionen bestimmter Adressen. So muss nicht ganz Deutschland (jeder Node) alle Transaktionen bestätigen.

Aber kommen wir endlich zu den Layer 2 Lösungen und wie sie funktionieren:

Was sind Layer 2 Lösungen für Ethereum? – die Seilbahn über der Straße

Seilbahn als Veranschaulichung für Layer 2 Lösungen

Mi Teleférico.

So heißt die Seilbahn über der bolivianischen Stadt La Paz.

Sie transportiert täglich 300.000 Menschen und entlastet das Straßennetz, das unter ewigen Staus erstickte.

Was bedeutet das für Ethereum?

Mi Teleférico auf Ethereum sind Layer 2 Lösungen, die Verkehr übernehmen.

Transaktionen laufen über Layer 2, werden aber auf Layer 1 endgültig bestätigt.

Das heißt: Layer 2 Solutions bearbeiten Transaktionen außerhalb von Ethereum (off chain), speichern jedoch die Transaktionen in einem Rutsch on chain.

Drei Projekte scheinen am vielversprechendsten:

  • Optimism: Optimistic Rollups
  • Arbitrum: Optimistic Rollups
  • zkSync: Zero Knowledge Rollups

Was bedeuten diese Begriffe?

1. Optimistic Rollup

Was ist hier so optimistisch?

Dass Transaktionsdaten als wahr angenommen werden – und erst hinterher überprüft werden.

Aber ich greife vor:

Optimistic Rollups übernehmen Transaktionen, fassen sie zusammen und speichern sie als eine Transaktion wieder auf Ethereum.

Du tradest also auf Uniswap hundertmal hin und her; diese Transaktionen werden zusammengefasst und auf Ethereum Layer 1 gespeichert und gesichert.

Erst jetzt können andere diese Daten überprüfen.

Finden sie Fehler, bekommen sie eine Belohnung und derjenige, der die Transaktionen verarbeitet hat, wird bestraft – er verliert seine ganze Einlage.

Denn du musst eine bestimmte Summe einzahlen, um Optimistic Rollups durchführen zu können.

So arbeiten also Optimism und Arbitrum.

Und was ist mit zkSync?

2. Zero Knowledge Rollups

Diese Rollups verarbeiten Transaktionen off-Chain – also außerhalb von Ethereum…

…und speichern sie wieder on-chain, also auf Ethereum.

Diese Transaktionsdaten besitzen dabei einen bestimmten kryptografischen Beweis.

Diesen Beweis nutzt dann Ethereum, um festzustellen, ob die Transaktionsdaten richtig sind.

Oder anders ausgedrückt:

Bei Optimistic Rollups werden alle Transaktionen als wahr angenommen, bis das Gegenteil bewiesen ist – bei Zero Knowledge Rollups genau andersherum: Alle werden als falsch angenommen, bis ihre Richtigkeit bewiesen ist.

Das ist grob, wie Layer 2 Lösungen funktionieren.

Doch jetzt haben wir viel über Technik getratscht – mir selbst raucht der Kopf! –, was sind nun die Chancen? Wie kannst du als Investor profitieren? (Außer natürlich, dass du weniger Transaktionskosten zahlst).

Wo liegen die Chancen für Investoren?

  1. Infrastruktur: Was im 19. Jahrhundert Eisenbahnen waren, sind heute Layer 2 Lösungen. Doch wie kannst du investieren? In ihre Token. Arbitrum hat einen Token angekündigt, Optimism und zkSync werden sicherlich folgen. Aber! – Investiere nicht blind in Infrastruktur, sondern überprüfe, welche Protokolle (wie Uniswap, Synthetix, Aave…) sie wirklich nutzen. Nur eine L2 Lösung mit Verkehr ist auch wertvoll.
  2. Brückenlösungen: Sie verbinden L2 Lösungen miteinander. Denn diese sind verdammt ineffizient: Du musst von L2 zurück auf L1 und anschließend auf eine andere L2. Projekte wie Connext oder Hop sollen das verhindern, indem du von einer L2 Lösung zur anderen springst. Auch hier sind noch keine Token auf den Markt.
  3. Arbitrage (Preisunterschiede): Hast du das technische Verständnis oder das nötige Kleingeld, kannst du Preisunterschiede auf den L2 Lösungen ausnutzen. Beispielsweise kostet bei Uniswap auf Arbitrum Ethereum 3000 Dollar, auf Optimism 3100. So kaufst du Ethereum auf Arbitrum und verkaufst sie auf Optimism. Das war aber nur ein Beispiel; gehe nicht davon aus, dass so etwas passiert.
  4. Staking: Ist dir das alles zu aufwendig, nutze einfach Staking Produkte auf Layer 2 Lösungen. Welche Produkte dort veröffentlicht werden, wirst du unter https://www.stakingrewards.com/providers erfahren.

Zur Erinnerung:

Dieser Text war nur ein kleiner Ausschnitt aus Philipp Zentners ausgezeichneten Webinar.

Im Webinar erfährst du außerdem, welche anderen Blockchains außer Ethereum für Investoren interessant sein können, was der eine Punkt ist, auf den du achten musst, bevor du in eine Blockchain investierst, und was die bemerkenswertesten Anwendungen auf Ethereum sind (z.B. NFTs).

Schaue dir hier das Webinar kostenlos an:



Disclaimer: Dieser Text ist keine Anlageberatung! Alles, was du mit den genannten Informationen machst, unterliegt allein deiner Verantwortung. Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, liegen sie an meiner Übertragung – nicht an Philipp Zentners hervorragendem Webinar.


Über Philipp Zentner:

Philipp hat mit 12 Jahren angefangen Software zu entwickeln und hat seit dem ein großes Spektrum an Projekten und Unternehmen im SaaS und E-Commerce aufgebaut.

Viele Jahre lag der Fokus auf Social Media Plattformen, in den letzten zwei Jahren ging es jedoch mehr in den Deep Tech Bereich.

Aktuell konzentriert er sich auf Cross-Chain Lösungen, welche mit der Skalierung von Ethereum (Layer 2) immer wichtiger werden.

Möchtest du mehr erfahren, folge hier Philipp auf Twitter: https://twitter.com/philippzentner

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