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Wann ist der beste Einstiegszeitpunkt einen ETF zu kaufen?

„Die Kurse stehen jetzt besonders hoch! Jetzt darfst du auf keinen Fall kaufen!“ „Die Preise werden Ende des Jahres noch durch die Decke gehen. Wenn du jetzt nicht anlegst, wirst du das später bereuen!“

Zögerst du noch mit deiner Investition an der Börse, weil dich Aussagen wie diese verunsichern? Wie findest du den besten Einstiegszeitpunkt? ETF-Kauf auf später verschieben oder heute noch durchstarten? Antworten auf diese und weitere Fragen klären wir jetzt! Sei gespannt.

Angst und Gier sind nie gute Berater an der Börse

Während der Corona Krise zu Beginn des Jahres 2020 kam es mitunter zu heftigen Kurseinbrüchen.  Zahlreiche Anleger haben aus Angst ihr Geld aus den Märkten gezogen, während andere aufgrund der niedrigen Kurse ihre Chance gewittert haben, gerade dann mit dem Investieren zu beginnen.

Überraschend schnell erholten sich diverse Indizes jedoch wieder und notieren seitdem Monat um Monat an ihrem Allzeithoch.

Beispiel:

MSCI World

MSCI World Kurs 3 Jahre

 

S&P 500

SuP500 3 Jahre

DAX

DAX 3 Jahre

Als Allzeithoch, englisch All Time High (ATH) bezeichnet man Kurse, die so hoch stehen wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte. Da fragst du dich nun zurecht: „Ist das der richtige Einstiegszeitpunkt, ETF zu kaufen?“

Für viele ist das tatsächlich ein Grund, jetzt nicht mit dem Investieren zu beginnen. Die Verunsicherung darüber zu spät bei der Rallye einzusteigen und dann enorme Verluste in hinnehmen zu müssen, ist zu groß.

Schließlich kennt der Kurs nach einer solchen Entwicklung nur noch eine Richtung und zwar die nach unten. Aber stimmt das wirklich? Ist es tatsächlich sinnvoll noch zu warten?

Was ist deine Anlagestrategie?

Bevor du damit beginnst deine ersten ETFs an der Börse zu kaufen, musst du dir über deine Strategie im Klaren sein.

Nach derzeitiger Datenlage und Auswertung diverser Studien hat sich die Vorgehensweise des Buy-and-Hold für eine langfristig ausgelegte Vermögensbildung als sinnvoll erwiesen.

Das bedeutet, dass du deine Investitionen auf einen langen Anlagehorizont von mindestens zehn oder eher fünfzehn Jahren hin planen solltest.

Du betreibst also kein Market Timing, wie beim aktiven Investieren üblich, wobei der Anleger darauf setzt, zu einem niedrigen Kurs zu kaufen und zu einem hohen Kurs wieder zu verkaufen. Du lehnst dich zurück und wartest ab. Der Einstiegszeitpunkt, ETF zu kaufen, ist demnach beim passiven Investieren nicht relevant.

Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt der Risikominimierung deines Portfolios ist die Diversifizierung. Mit einer breiten Streuung verteilt auf massenhaft Unternehmen verschiedenster Branchen, Regionen und Ländern wird die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes verringert.

Darüber hinaus solltest du für dich eine Risikobewertung der Level eins Asset Allocation vornehmen. Dabei nimmst du im Vorhinein eine Einschätzung deiner Situation vor.

Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, sind beispielsweise dein Beruf, dein Familienstand, deine Verbindlichkeiten, deine Einnahmen und deine Rücklagen.

Anhand dieser Gesichtspunkte und deiner persönlichen finanziellen Risikowahrnehmung kannst du entscheiden, welchen Anteil deines Sparbetrages du in risikoarm (Tagesgeldkonto) und in risikobehaftet (Börse) investieren möchtest.

Egal, ob 90 zu 10 oder 50 zu 50 – jede Option ist möglich. Ist deine Gewichtung risikobehafteter, so besteht die Chance auf höhere Renditen und umgekehrt.

Nehmen wir also an, dein Ansatz beläuft sich auf das passive Investieren auf Basis von ETFs, mit einer Buy-and-Hold Strategie und einer breiten Streuung über einen langen Anlagehorizont hinweg. Somit kannst du vielzählige Vorteile für dich geltend machen.

Dazu gehören:

  • die entspannte Art und Weise Geld anzulegen, ohne dabei auf Stock Picking oder Market Timing zu setzen, die viel Analyse- und Recherchearbeit mit sich bringen
  • Ausgleichsmöglichkeit großer Verluste durch eine breite Streuung, ohne gleichzeitig Renditen enorm zu schmälern
  • individuelle Justierung deiner Risikobereitschaft
  • profitieren von einer Investition in den Markt und den sich daraus ergebenden Kursbewegungen
  • hohe und niedrige Kurse werden durch Käufe über einen langen Zeitraum hinweg ausbalanciert

Besonders auf den letzten Punkt möchte ich nochmal näher eingehen, da dieser relevant ist, für den richtigen Einstiegszeitpunkt. ETF sind besonders hervorragend für eine passive Langzeitstrategie geeignet.

Daher erfolgen Käufe der Exchange Traded Funds häufig über viele Jahre hinweg. Möchtest du also zum Beispiel für dein Alter vorsorgen, so lohnt sich ein monatlicher oder quartalsweise angelegter Sparplan.

Nur in Ausnahmen, bei größeren angesparten Geldsummen oder durch ein Erbe, könnten größere Orders zustande kommen. Mit Einzahlungen in regelmäßigen Abständen, wirst du zu unterschiedlichen Kursen kaufen.

Mal wird dieser besonders hoch sein und mal besonders niedrig, wie zu Crashzeiten im März 2020. Welche Erkenntnis resultiert daraus?

Der beste Einstiegszeitpunkt, ETF zu kaufen ist: JETZT! Entscheidest du dich für die hier angesprochene Taktik, so wirst du über die Jahre hinweg starke Kursbewegungen nach oben und unten ausgleichen.

Kursschwankungen nach oben und unten ausgleichen

Planst du einen langfristigen Vermögensaufbau über die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre, so wirst du darüber hinaus wahrscheinlich deinen Nutzen aus weiter steigenden Kursen ziehen können.

Was passiert, wenn du auf den „perfekten“ Einstiegszeitpunkt, ETF zu kaufen wartest?

Lässt du dien Geld weiterhin ungenutzt auf dem Giro-, Tagesgeldkonto oder dem Sparbuch liegen, kann dein Geld nicht für dich arbeiten. Sogar im Gegenteil. Durch die vorherrschende Inflation wird die Kaufkraft deiner Spareinlagen von Monat zu Monat geringer.

Auch, wenn sich die schwarzen Zahlen auf deinem Konto nicht verändern, so wirst du dir in einigen Jahren immer weniger davon leisten können.

In dem Jahr, in dem du immer noch mit dir haderst und auf den idealen Moment wartets, hättest du bereits, nach Abzug von Steuern und Inflation eine Rendite von fünf Prozent einfahren können.

Diese ist vielleicht nicht einhundert Prozent gewiss, aber der Verlust von 0,5 Prozent aus dem Vorjahr (2020) ist dir ohne Investition sicher.

Mag es dir auch gerade so vorkommen, dass alle Medien über das Allzeithoch berichten und jeder Crashprophet über die nächste große Blase spricht, muss das noch lange nicht heißen, dass dieses All Time High gerade das letzte ist und die Kurse nicht noch weiter nach oben streben.

Niemand kann genau vorhersagen, wann der Markt wieder eine Korrektur erlebt. Aus diesem Grund verbrennst du mit Abwarten bares Geld. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings nicht, dass du jetzt dein gesamtes Geld auf einmal anlegen solltest.

Wie gesagt, nur Nachkäufe über einen langen Zeitraum hinweg, können Kursschwankungen ausgleichen.

Der verhängnisvolle Future Bias

Mit einer Einbuße von fast 40 Prozent innerhalb von nur 28 Tagen legte der DAX im März 2020 den schnellsten Absturz, den es in Deutschland je gab, hin. Am 15. Juni 2021 erreichte er den bisher höchsten Schlussstand.

All diese Rekorde belaufen sich auf Momentaufnahmen. Es ist nicht gesagt, dass der DAX in Zukunft nicht noch schneller einbrechen oder auf ein noch gewaltigeres Hoch klettern kann. Nur rückblickend lassen sich diese Art von Ereignissen analysieren und bewerten.

Hinzu kommt, dass sich von vergangenen Ereignissen nicht auf zukünftige Entwicklungen schließen lässt. Wir Menschen neigen dazu mentale Modelle für die Zukunft zu entwickeln, um diese bei Eintreten kontrollieren zu können.

Das Phänomen unterschiedlichster Verzerrungen zeigt sich im alltäglichen Leben ebenso wie in der Wirtschaft. Demgemäß ist eine Schlussfolgerung aus zurückliegenden Geschehnissen in den meisten Fällen irreführend.

Wie gehst du weiter vor?

Ist es nur die Frage nach dem Einstiegszeitpunkt? ETF, Aktien und Funktionsweise der Börse sind dir geläufig? Unter Umständen solltest du dir nochmal einige Blogartikel, Bücher oder YouTube Videos zu vertiefenden Themenbereichen ansehen.

Bevor du dein Geld investierst, unabhängig worin, solltest du ausreichend Informationen an der Hand haben, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Eigne dir das entsprechende Wissen rund um passives und aktives Investieren und die damit einhergehenden Mechanismen wie Buy-and-Hold sowie Stock Picking und Market Timing an. Definiere deine finanziellen Ziele und finde für dich heraus wie du diese erreichen kannst und willst.

Möglicherweise ist ein ETF gar nicht das Produkt, das zu deinen Bedürfnissen und Vorstellungen passt. Lege für dich ein Risikoprofil an und finde heraus welches Vorgehen zu deiner derzeitigen Lebenssituation passt und welches Wagnis du mit deinem Kapital eingehen möchtest.

Nur so kannst du letztendlich herausfinden, wie relevant der passende Einstiegszeitpunkt, ETF zu kaufen für dich ist.

 


Über die Autorin:

Hallo! Mein Name ist Jessi, ich bin 31 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in Berlin. In den letzten 15 Jahren habe ich so ziemlich jeden Euro, den ich zusammenkratzen konnte, für Bekleidung oder anderen Schnick Schnack ausgegeben.

Bis ich eines Tages auf das Thema Börse, Aktien und ETFs gestoßen bin. So schaffte ich es, nicht nur ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, sondern gleichzeitig noch mein Geld für mich arbeiten zu lassen. Alles zu meiner persönlichen Weiterentwicklung und, wie du das auch schaffen kannst, findest du unter themoneygirl.de

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