Unterbewerte Aktien finden: eine narrensichere Anleitung für hohe Renditen – Workshop von Alex Dividenden Fischer

Billig kaufen, teuer verkaufen. Nur so machen dich Aktien reich. Doch wie findest du unterbewertete Aktien? Und musst dir keine Sorgen machen, dass sie auf Treibsand stehen und weiter sinken? Jetzt bekommst du eine narrensichere Anleitung, wie du unterbewertete (Dividenden)-Aktien findest…

Der Text beruht auf dem Workshop des Dividendenkönigs Alex Fischer – einem Vollblut Investor, der seit Jahren die Aktienmärkte analysiert, verfolgt und mit Dividenden ein passives Einkommen verdient.

Der Text ist nur eine schmale Zusammenfassung, für eine noch bessere Anleitung, schaue auf Alex’ Blog “reich-mit-Plan” vorbei und lese vor allem sein Artikel “Die 3 Schritte meiner Aktienanalyse – Wie ich unterbewertete Aktien finde.”

Dort erklärt er dir mit mehr Liebe zum Detail, anschaulichen Aktien-Beispiel und einem genauem Ablauf, wie du unterbewertete Aktien findest.

Der folgende Artikel ist nur ein Sklett, das Fleisch auf den Knochen findest du in Alex Artikel.

6 unschlagbaren Vorteile, wenn du in unterbewertete Aktien investierst

“Regel Nr. 1: Die meisten Dinge sind zyklisch. Regel Nr. 2: Die höchsten Gewinnchancen enstehen, wenn die anderen Regel Nr. 1 vergessen.” – Howards Marks, Autor und Fondsmanager

Bestimmt fragst du dich: Warum trotten unterbewertete Aktien durch den Markt? – und mit unterbewertet meinst du: An ihnen kleben (kurzfristig) knallrote Rabatte, langfristig sollte ihr Preis aber wieder steigen.

Ganz einfach: Fast alles ist zyklisch.

In einem Jahr ist BASF in Mode wie Vokuhilas in den 80-er Jahren – im nächsten Jahr verdammen es die Investoren.

Das kann am Markt liegen, an Problemen im Unternehmen oder am Gefühlscocktail der Anleger.

Fakt ist: Große und noch wachsende Unternehmen fallen und steigen meist in Ranges, aber der Trend geht klar nach oben; kaufst du sie im Sonderangebot, freust du dich langfristig über hohe Gewinne.

Das ist das Geheimnis von Value Investing.

Deshalb ist es sinnvoll, unterbewertete Aktien zu suchen – und falls du nicht überzeugt bist, erfährst du hier 6 unschlagbare Vorteile:

  1. Du sparst dir Zeit: Du hockst nicht täglich vor dem Rechner und staunst den Kursen hinterher – wöchentlich wertest du dein Depot aus und das war’s.
  2. Nicht ständig handeln: Du konzentrierst dich auf unterbewertete Markphasen, sonst wartest du geduldig.
  3. Du sparst dir hohe Verluste: Eine unterbewerte Aktie kann zwar noch fallen, aber deutlich weniger als gefeierte Tech-Aktien, die plötzlich auf dem roten Teppich ausrutschen und 60, 70 Prozent verlieren.
  4. Du machst überdurchschnittliche Renditen: Der Markt wirft durchschnittlich 7-9 Prozent pro Jahr ab – du kannst 12 bis 15 Prozent erzielen.
  5. Kontinuierliche Dividenden: Eine unterbewertete Aktie ist zumeist eine Dividendenaktie – sie zahlt dir ein passives Einkommen und versorgt dich im Alter wie eine adlige Leibrente.
  6. Du handelst antizyklisch: Während die Börse in Angst oder Gier ertrinkt, folgst du deiner Anlagestrategie, triffst überlegte Entscheidungen und pflasterst deinen Erfolg.

Doch genug geschwafelt! – Legen wir los:

Schritt 1: Tausende Aktien – und so findest du die richtigen

Mann steckt Münzen in ein Sparschwein
Quelle: Foto von cottonbro von Pexels

Es gibt mehr Aktien als Haarfarben in der Punk-Szene – wie findest du nun dich richtigen im Gestrüpp von Growth, Ramsch und Pennystocks?

Mit einer Hilfestellung:

Alex Fischer hat kostenlos eine Liste zusammengestellt mit Aktien, die er verfolgt.

Hier habe ich sie dir verlinkt.

Mithilfe dieser Liste hältst du dich an die folgende Strategie, um unterbewerte Aktien zu finden:

1. Branchenverteilung – nicht alle Eier in einen Brutkasten

Welche Branchen bevölkern bereits dein Depot – ist es Öl (Exxon), Lebensmittel (Unilever) oder Industrie (Siemens)?

Wenn ja, strecke die Fühler aus und suche in Branchen, die du noch nicht hast.

Vielleicht Versicherung, Gesundheit oder Energieversorger…

Das Ziel dabei?

Diversifikation: Wenn du fünf Öl-Aktien hältst, trifft es dich hart, wenn der Ölhahn der Branche nur noch tropft und nicht mehr sprudelt.

2. Länderverteilung – ist das ein Land oder kann das weg?

Länder sind wie Kleidergrößen – manche rutschen, zwängen und klemmen, willst du mit deinem Depot hineinschlüpfen.

Egal, wie du dich abmühst, diese drei Kriterien sollten klar sagen: Tut mir leid, da passe ich nicht rein.

  1. Quellensteuer: Aus manchen Ländern kannst du dir die Quellensteuer auf deine Dividenden NICHT zurückholen – oder der Aufwand ist so gigantisch, dass es sich kaum lohnt. Beispielsweise in Frankreich versinkt zu viel gezahltes Geld schnell im bürokratischen Sumpf.
  2. Währungen: Der Rubel oder türkische Lira – alles Währungen, die schnell verlieren und damit deine Dividenden schmälern. Finger weg.
  3. Länder: In manchen Ländern lohnt es sich nicht zu investieren – oder kennst du kasachische Dividendenaristokraten?

Was bleibt, sind unterbewerte Aktien aus Europa für’s Aktiendepot – oder Nordamerika.

Der Rest scheidet oft aus.

3. Eine hohe Marktkapitalisierung

Große Unternehmen sind sicherere Unternehmen – sie lassen dich besser schlafen als eine 50 Millionen-Dollar Klitsche.

Denn Branchenführer investieren mehr als die Konkurrenz, können sich klügere Köpfe leisten und gewinnen durch ihren Technologie-Vorsprung.

Und wie misst du die Größe?

An der Marktkapitalisierung: Aktienkurs x Anzahl Aktien.

Ein paar Milliarden sollten es schon sein – vergleiche jedoch immer!

10 Milliarden sind nichts, wenn die Konkurrenz 100 Milliarden schwer ist.

Und noch ein Tipp gibt dir Alex:

Halte dich an Firmen, die bereits in Asien investieren – das ist DER Zukunftsmarkt.

Denn nichts beruhigt mehr, als wenn die Cola auch in Indonesien im Kühlschrank steht.

4. Zahlt das Unternehmen eine Dividende?

Alex folgt einer Dividendenstrategie, trotzdem kannst du ebenso unterbewertete Aktien finden, die keine Dividenden zahlen.

Folge deinen Vorlieben, aber wenn du auf Dividenden bestehst, solltest du darauf achten:

  • Dividendenhöhe: Wie hoch soll die Dividenden sein – vielleicht muss sie eine gewisse Schwelle reißen, um dir eine Extra-Rente zu finanzieren?
  • Dividendenkontinuität: Wie viele Jahre schüttet das Unternehmen bereits aus? – Und das ohne Unterbrechung oder Absenkung. Dividendenaristokraten haben 25 Jahre in Folge ihre Ausschüttungen angehoben.
  • Dividendenwachstum: Alibi-Erhöhungen von eins bis zwei Prozent kleckern nur ins Depot, anstatt zu klotzen (wie bei AT&T). Eins zwei Jahre ist das okay, aber langfristig sollten es schon fünf bis zehn Prozent pro Jahr sein.

5. Kurs-Gewinn-Verhältnis und andere Bewertungskennziffern

Bei großen Unternehmen schwingen die Kennzahlen wie ein Pendel hin und her – in einem Jahr ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) hoch, in anderen niedrig.

Sie bilden eine Spanne, eine Range.

Deine Aufgabe als Anleger: Kaufe nur Wertpapiere in unterem Teil der Range.

Beispielsweise hat Coca Cola selten ein KGV unter 20.

Liegt es darunter, könnte es ein günstiger Zeitpunkt sein, um in diese Aktie zu investieren.


Diese vier Informationen überprüfst du zuerst und – voilà – hast ein paar geeignete Kandidaten.


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Doch es ist wie beim Bachelor:

Die Rosen sind knapp, also weiter aussortieren:

Schritt 2: Schaue dem Unternehmen in die Seele

Zahlen von 1 bis 9
Quelle: Foto von Magda Ehlers von Pexels

Augen sind das Tor zur Seele – bei Unternehmen sind es Aktienkennzahlen, Nachrichten und die Märkte.

Blicke also hinein, beschäftige dich mit dem Unternehmen und lerne sie kennen wie einen guten Freund (der dir tatsächlich Geld zurückzahlt, wenn du ihm welches gibst).

So gehst du vor:

1. Bewerte die Umfeldfaktoren

Wie funktioniert der Gesamtmarkt (z.B. die Ölindustrie)?

Welche Vorteile und Nachteile hat ein Unternehmen zum anderen?

Hat es einen Burggraben? – das heißt Patente, Marken oder Marktführerschaft, die das Unternehmen wie ein Burggraben vor Angreifern schützen.

Beispielsweise habe ich mir vor gut zwei Wochen Huntington Ingalls Industries gekauft; als einziges Unternehmen baut es Flugzeuträger für die USA.

Das ist ein Burggraben.

2. News und Analystenkommentare der letzten Monate

Baut das Unternehmen neue Fabriken?

Expandiert es in andere Länder?

Oder legen Streiks die Anlagen still?

Suche nach Informationen, die langfristigen Wert haben – wie beeinflussen sie das Unternehmen in eins, zwei Jahren?

Wichtig: Langfristig!

Wenn bei ExxonMobil ein Rohr platzt, kümmert das niemanden.

(Weiter unten findest du ein Tool, wo du alle News zu einem Unternehmen findest)

3. Achte auf die Dividendenqualität

Ist deine Anlagestrategie auf Ausschüttungen getrimmt, sollten sie zuverlässig fließen – und nicht verstopfen, als blockiere sie ein Biberdamm.

Achte deshalb auf diese Faktoren als eine Art “Stiftung Warentest” für Dividenden:

  • Dividendenwachstum: Habe ich oben bereits erwähnt. Fünf bis Zehn Prozent pro Jahr sind ideal. Eins, zwei Jahre dürfen es auch weniger sein, aber der Trend sollte stimmen.
  • Payout-Ratio (Gewinn pro Aktie / Dividende pro Aktie): Zeigt, wie viel vom Gewinn das Unternehmen an die Aktionäre weiterreicht. 25 bis 75 Prozent sind die Norm. Über 100 Prozent sollten in dir die Alarmglocken läuten lassen wie Feuerwehrsirenen bei kalifornischen Waldbränden.
  • Dividenden während vorhergegangener Krisen: Zahlt das Unternehmen verlässlich, wenn die Welt auseinanderzubrechen droht? Beispielsweise hat Procter & Gamble zur Finanzkrise 2008 seine Dividende um 14 Prozent erhöht!

4. Fundamentaldaten

Ich weiß, ich weiß, Fundamentaldaten klingt wie Wurzelbehandlung, Streptokokken oder Nierensteine.

Trotzdem musst du sie verstehen, damit du das Unternehmen begreifst.

Keine Angst: Ganz unten findest du geniale Tools, wo du alle wichtigen Informationen auf einen Blick findest.

  • Umsatz- und Gewinnwachstum: Wie sehr sind diese beide Kennzahlen in den letzten drei bis fünf Jahren gewachsen? Wenn das letzte Jahr Flaute war – warum? War das ein Ausrutscher oder die Spur eines Wiederholungstäters?
  • Verschuldung im Verhältnis zum Gewinn und Cashfow: Mit wie vielen Jahresgewinnen könnten die Schulden getilgt sein? Sieben Jahre sollte eine Grenze sein – Du bist längst privatinsolvent, wenn du sieben Jahres-Gehälter brauchst, um deine Verbindlichkeiten abzubezahlen. Trotzdem gibt es kapitalintensivere Branchen – vergleiche also IMMER mit der Konkurrenz.
  • Entwicklung von Eigenkapital und Fremdkapital: Wenn Jahr für Jahr die Schulden steigen, aber das Eigenkapital schrumpft, ist das ein schlechtes Zeichen.
  • Rentabilitätskennzahlen: Wie rentabel ist ein Unternehmen im Vergleich zum anderen – auch dazu findest du unten ein Tool.

Schritt 3: Wie findest du ausgezeichnete Punkte zum Einstieg? – Der Chart verrät es dir!

Aktienkurs einer unterbewerteten Aktie
Quelle: Foto von Burak K von Pexels

Geschafft! Der Schweiß perlt von deiner Stirn, du hast deine unterbewerteten Aktien.

Schnell gekauft, dann lie…

Nicht so voreilig!

Kaufe deine Aktien wie Lebensmittel – bestenfalls im Sonderangebot.

Deshalb schaust du noch auf den Chart, um ein Fenster zu bestimmen, auf das es sich zu warten lohnt.

Was soll das bringen?

Ganz einfach:

Hat eine Aktie in den letzten Wochen zwischen 50 und 55 Dollar geschwankt, willst du sie doch lieber für 50 einkaufen als für 55?

Ein Auto kaufst du auch lieber mit Abwrackprämie.

Was ist also zutun?

Die Vorbereitung

Unterbewertete, große Aktien bewegen sich oft in Zyklen, wobei einem außergewöhnlichem Hoch oft ein außergewöhnliches Tief folgt.

Diese Zyklen verlaufen über fünf bis 10 Jahre; nimm deshalb als Grenze die Finanzkrise, seitdem hat sich viel verändert.

Was nun?

  • Als langfristiger Anleger schaust du auf langfristige Charts (drei bis sieben Jahre) – wie sich der Aktienkurs an einem Tag schlängelt, interessiert dich nicht.
  • Welche hervorstechenden Hoch- und Tiefpunkte entdeckst du – nähert sich die Aktie einem dieser Punkte?
  • Siehst du Unterstützungen, Widerstände, eine Bodenbildung? – Hier könntest du einsteigen.
  • Erkenne gewisse Ranges, an denen es sich zu kaufen lohnt.
Altria als eine unterbewertete Aktie
Quelle: Traderfox (https://charts.traderfox.com/visualizations/US02209S1033/EI/altria-group)

An diesem Chart Altrias könntest du hineinlesen: Es hat sich seit dem Tief von 29,90 ein Boden gebildet.

Woran du das bemerkst?

Der Aktienkurs pendelt in einer schmalen Range um 35 – und zackt nicht mehr nach unten oder oben aus wie in den Jahren zuvor.

Was du jetzt tun musst

Jetzt musst du deine Chancen erkennen, wann du einsteigen solltest – so gehst du vor:

  1. Bestimme die Kursrange der letzten Wochen – welche Grenzen haben die Aktien wie ein Pingpong-Ball rauf und runter schnippen lassen?
  2. Wichtig: Versuche NICHT den perfekten Einstiegszeitpunkt zu erhaschen! Konzentriere dich auf Ranges, mit denen DU zufrieden bist.
  3. Setzte dir einen Kursalarm oder eine Limit-Order und warte.
  4. Kaufe, wenn die Range erreicht ist.
  5. Kaufe in Tranchen, d.h zeitlich versetzt. Vielleicht hast du 3000 Euro für eine Aktie? Dann setze nicht alles sofort. Kaufe mit tausend, eine Woche später wieder und dann noch einmal. Ziel dabei? Du entlaust dich von dem quälenden Gedanken, immer perfekt kaufen zu müssen. 

Bonus! Kostenlose Tools zur Aktienanalyse

Hier die versprochenen Tools, wo du Informationen zu unterbewerteten Aktien findest.

  • Alle Kennzahlen, Visualisierungen, Charts: aktie.traderfox.com
  • Nachrichten zu Aktien: finanznachrichten.de 
  • Dividenden: mydividends.de
  • Kennzahlen, Charts, Vergleiche: gurufocus.com (englisch)
  • Fundamentaldaten + Rentabilitätswerte: Onvista (Branchenkollegen vergleichen)
  • Möchtest du kostenlose Informationen, wie Alex Aktien findet, aussucht und schließlich kauft? Dann klicke hier zu seinem Dividendenalarm-Newsletter, wo er dir seine erfolgreiche Strategie in einer vierteiligen E-Mail-Serie kostenlos erklärt.

Noch einmal zum Abschluss: Damit du dieses komplexe Thema wirklich verstehst, lies unbedingt noch einmal Alex’ Artikel “Die 3 Schritte meiner Aktienanalyse – Wie ich unterbewertete Aktien finde”

Dahinter stehen über 15 Jahre Erfahrung, die ich dir nicht bieten kann.

Quelle Beitragsbild: Foto von seesouk souvannaphongsay von Pexels


Junger Mann schaut in die Kamera, während er am Laptop sitzt

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin Prock. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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