So leicht geht Geld sparen – mit dem richtigen Mindset zum Ziel

Du kennst ihn sicher – einen dieser Menschen, dem es so leichtfällt, nicht den neuen Pullover im Sale zu kaufen, der am Black Friday nicht bei der aktuellen PlayStation zuschlägt und der den Sneaker nur in einer Farbe kauft.

Dieser Typ Mensch, für den Geldsparen die leichteste Übung ist. Er lässt Schnäppchen links liegen und hat immer etwas auf der hohen Kante. Und das Beste daran, es kostet ihn nicht mal sonderlich viel Mühe. Sein Vermögen wächst und wächst.

Wünschst du dir auch, dass es bei dir ähnlich läuft, dass Sparen für dich die einfachste Sache der Welt ist? Dann lies unbedingt diesen Blogbeitrag und ich verrate dir, wie du genau das auch kannst!

Wie hindern dich deine Glaubenssätze daran, Geld zu sparen?

Aus unseren Gedanken entstehen Gefühle. Aus unseren Gefühlen entstehen Handlungen und aus unseren Handlungen wiederum entstehen Ergebnisse.

Wenn du dir diesen Kreislauf vor Augen führst, kannst du sofort erkennen, dass unser Denken einen unmittelbaren Einfluss auf die Resultate in unserem Leben hat.

Wenn du dich die ganze Zeit mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt, ziehst du dieses automatisch an. Genauso verhält es sich auch, wenn du Geld richtig sparen möchtest oder Konsumwünsche hast.

Schauen wir uns ein Beispiel an: Du möchtest unbedingt die neuen Noise Cancelling Kopfhörer in matt schwarz haben und deine Gedanken kreisen ständig nur um dieses Produkt.

Plötzlich siehst du an der Ampel jemanden, der genau diese Kopfhörer trägt. Auch in der U-Bahn begegnet dir der Kopfhörer immer häufiger.

Jeder scheint ihn zu haben. Diesen einen Kopfhörer! Genauso verhält es sich mit Handtaschen, Schuhen oder Autos. Sicherlich hast du das auch schon mal erlebt. Aber wo ist jetzt der Zusammenhang, wenn es ums Geldsparen geht?

Das kann ich dir verraten. Dieses Phänomen der kognitiven Verzerrung oder auch anders ausgedrückt, der selektiven Wahrnehmung lässt sich nicht nur beim neuesten Smartphone, sondern auch bei deinem Umgang mit Geld finden.

Where focus goes, energy flows. Richtest du dein gesamtes Denken sehr häufig auf bestimmte Aspekte des Lebens, so wirst du diese auch automatisch anziehen.

Bezogen auf deine Finanzen könnten sich diese Gedankenmuster in folgenden Sätzen äußern:

“Das letzte Hemd hat keine Taschen.”

“Wenn ich spare, darf ich mir ja nie etwas Schönes kaufen.”

“Geld allein macht auch nicht glücklich.”

„Ich will jetzt leben und nicht später.“

„Menschen mit Geld sind arrogant und angeberisch.“

„Wenn ich Geld sparen will, muss ich mich total einschränken.“

Hältst du an diesem Money Mindset fest, lenkst du deinen Fokus immer wieder auf das, was du nicht hast und somit dann auch nicht erreichen wirst. Du blockierst dich selbst.

Gedanken, die du immer wieder denkst, sind eingetretene Trampelpfade in deinem Gehirn. Sie bestimmen deinen Alltag. Sie beeinflussen deine Entscheidungen und damit auch die Ergebnisse, die du in dein Leben ziehst.

Konzentrierst du dich ständig darauf, nicht genug zu haben, wird sich auch genau das in deinem Leben manifestieren.

use your brain zum Geld sparen

 

Geld sparen mit dem richtigen Mindset

Unterbewusst schwelen diese Glaubenssätze also immer mit. Glaubenssätze sind „Wahrheiten“, die du entweder von deiner Familie, Freunden, Bekannten oder auch den Medien übernommen hast. Sie bilden deine Realität ab.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass du diese Glaubenssätze verändern kannst. Du bist nicht gezwungen für immer und ewig in deinen alten Denkmustern zu verharren. Du kannst diese Gedankenstrukturen aufbrechen und nach deinem Belieben neu ordnen.

So werden Dinge, die dir zuvor unheimlich schwer oder unmöglich erschienen, wie zum Beispiel Geld sparen, plötzlich machbar und sogar einfach. Du und deine Glaubenssätze bestimmen deine Welt und wie du in ihr lebst.

Wäre es nicht viel schöner zu glauben, dass:

  • der Umgang mit deinen Finanzen nicht nur einfach ist, sondern sogar Spaß macht
  • Geld mit Leichtigkeit zu dir kommt
  • du gern Geld verdienst, mit den Dingen, die du liebst
  • du in Fülle lebst und das auch aus vollem Herzen zurückgibst
  • Geld zu sparen die einfachste Sache der Welt ist, die du mit links meisterst

Ist das deine Einstellung zu Geld, so wird sich das auch in der Welt widerspiegeln. Allerdings gibt es hierbei einen kleinen Haken. Sich nur auf das Positive zu konzentrieren und dir Reichtum zu wünschen, wird dich nicht zum Millionär machen.

Dein Money Mindset zu überholen, bedarf einiger Übung und funktioniert nicht von heute auf morgen. Sei geduldig mit dir und arbeite stetig weiter an deinen inneren Überzeugungen. Dann klappt das Geldsparen auch immer besser.

Wie erkenne ich ein negatives Money Mindset und wie kann ich es verändern?

Der erste Schritt, um an einem negativen Mindset zu arbeiten, ist: Achtsamkeit. Bevor du blockierende Handlungen verändern kannst, musst dir dieser erst einmal bewusst werden.

Deine jetzige Situation spiegelt immer deine Entscheidungen wider, die in der Vergangenheit stattfanden. Wenn du auf dein Konto schaust, weißt du, welchen Umgang du rückblickend mit deinen Finanzen gepflegt hast. Du kannst nun selbst für dich festlegen, ob dieser positiv oder eher negativ geprägt war.

Schön und gut, wirst du nun sagen. Du hast nun festgestellt, dass dein bisheriger Umgang mit Geld, alles andere als rosig war und Geld sparen nicht gerade zu deiner Paradedisziplin gehörte. Doch wie kannst du nun diese Erkenntnis für dich nutzen und es in Zukunft anders machen?

Negative Glaubenssätze herausfiltern

Wie bereits erwähnt, übernehmen wir Glaubenssätze aus unserer Umwelt. Sie entstehen häufig aus den Erfahrungen und Erlebnissen, die wir im Laufe unseres Lebens machen. Viele deiner heutigen Annahmen wurden mitunter bereits in der Kindheit geprägt.

Wenn deine Eltern beispielsweise immer gesagt haben, dass Geld nur das schlechte im Menschen hervorbringt, wird dich das wahrscheinlich unterbewusst beeinflusst haben.

Um nun herauszufinden, welche negativen Vorstellungen sich über Finanzen und das Geldsparen bei dir eigeschliffen haben, kannst du darüber nachdenken, welche Überzeugungen es in deiner Familie und deinem näheren Umfeld zu diesem Thema gab.

Immer, wenn es sich bei dir bei einer Aussage, um einen für dich unverrückbare Wahrheit handelt, dann bist du wahrscheinlich einem Glaubenssatz auf der Spur. Auch Verallgemeinerungen wie “immer”, “alle”, “jeder” können darauf hindeuten.

Achte vor allem auf deine Meinungen in Bezug auf Geld.

Sätze, die mit:

  • “Meine Mutter sagt immer…”
  • “Der Lieblingsspruch meines Opas war…”  
  • “Eine Lehre, die ich nie vergessen werde…”

beginnen, deuten auch häufig auf einen festen Glaubenssatz hin. Hinterfrage diese vermeintlichen Tatsachen kritisch und setze dich bewusst mit ihnen auseinander. Am besten du notierst dir immer wieder vorkommende Gedanken.

Block mit Stiften
Geld sparen mit Glaubenssätzen
Negative Glaubenssätze über Geld ins Positive verändern

Hast du nun im ersten Schritt deine negativen Glaubenssätze bezüglich deines Geldes identifiziert, folgt jetzt der zweite Schritt: diese nun in positive, hilfreiche umzuwandeln.

  • aus: “Das letzte Hemd hat keine Taschen.” wird: „Ich entscheide mich für Fülle und Reichtum in meinem Leben.“
  • aus: “Ich werde mir eh nie schöne Dinge leisten können.” wird: „Es ist gut für mich, wenn ich viel Geld habe.“
  • aus: “Geld allein macht auch nicht glücklich.” wird: „Ich kann mit Geld viel Gutes tun.“
  • aus: „Ich will jetzt leben und nicht später.“ wird: „Ich sorge sinnvoll für meine Zukunft vor.“
  • aus: „Menschen mit Geld sind arrogant und angeberisch.“ wird: „Ich bewundere Menschen, die viel Geld haben.“
  • aus: „Wenn ich Geld sparen will, muss ich mich total einschränken.“ wird: „Wohlstand ist meine neue Priorität.“

Natürlich wirst du nicht über Nacht eine neue Weltanschauung in deinem Unterbewusstsein etablieren können, jedoch ist die Bewusstmachung und der Wille zur Veränderung eine gute Vorbereitung darauf.

Glaubenssätze heißen Glaubenssätze, weil wir an sie glauben. Um deine neuen Überzeugungen immer mehr und mehr wahr werden zu lassen, kannst du diese regelmäßig laut aussprechen oder Zettel an Stellen in deiner Wohnung verteilen, an denen sie dir immer wieder begegnen.

Entscheidend ist, dass du am Ball bleibst und nicht aufgibst.

Was würde Warren Buffet tun?

Ich möchte dir hier noch eine weitere Möglichkeit zeigen, wie du dein Unterbewusstsein auf Erfolg programmieren kannst. Dazu erinnern wir uns nochmal an den Kreislauf aus: Gedanken > Gefühle > Handlungen > Ergebnisse.

Bezogen darauf, denkst, fühlst und handelst du momentan wie jemand, der keinen guten Umgang mit seinen Finanzen pflegt und dem das Geldsparen sehr schwerfällt.

Dein Ziel ist also nun ein gegenteiliges Verhalten herbeizuführen. Dein Ergebnis soll ein gefülltes Bankkonto sein, dass nicht nur auf Opferbringung und Verzicht beruht, sondern auch mit positiven Emotionen einhergeht. Jedoch kommt vor dem HABEN, das SEIN.

Nun kannst du entweder deine Fantasie bemühen oder dir ein Vorbild suchen. Vielleicht ist es Warren Buffet, Dagobert Duck oder deine beste Freundin. Die Übung ist jedoch bei beiden Optionen die gleiche. Stelle dir vor, wie dein neues Ich oder dein Role Model denken, fühlen und handeln würde.

Gute Fragen, die du dir dabei stellen kannst, sind:

„Was würde xy in dieser Situation tun?

„Wenn für mich Geld sparen das einfachste der Welt wäre, hätte ich dann den Drang dieses oder jenes zu kaufen?

„Hätte xy bei diesem oder jenem jetzt ein schlechtes Gewissen und würde es bereuen?

„Arbeite ich mit dieser Tätigkeit auf mein Ziel hin?“

90% unserer Entscheidungen werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Arbeite also gemeinsam mit deinem Unterbewusstsein daran, den Umgang mit deinen Finanzen und auch alles andere in deinem Leben so positiv wie möglich zu gestalten.

Frau meditiert

Wie lege ich meine Ziele fest?

Damit das Geldsparen nicht nur auf der psychischen Ebene stattfindet, sondern auch in der physischen Form, solltest du dir finanzielle Ziele stecken.

Wahrscheinlich hast du schon mal von der SMART Formel gehört, die dabei hilft Ziele so zu setzen, dass diese erfolgreich umgesetzt werden.

SMART steht für:

S – spezifisch

M – messbar

A – akzeptiert

R – realistisch

T – terminiert

An der Akzeptanz deines Ziels, also mehr Geld zu sparen, hast du bereits gearbeitet, indem du deine innere Einstellung überprüft und korrigiert hast. Jetzt kannst du dich vor allem auf das S, M und T konzentrieren. Denn, ob ein Ziel immer gefühlt realistisch sein muss, überlasse ich dir selbst. Manchmal wird das Unmögliche möglich 😉

Beantworte für dich also die folgenden Fragen:

  • Wofür möchte ich Geld sparen?
    • Lege unterschiedliche Tagesgeldkonten für deine Bedürfnisse an, z.B. Urlaub, Geschenke, Wünsche wie Bekleidung, Technik etc., Investition an
  • Bis wann möchte ich wie viel Geld auf den jeweiligen Konten haben?
    • Bis Ende des Jahres auf dem Urlaubskonto 3.000 EURO, auf dem Geschenkekonto 500 EURO und auf dem Wunschkonto auch 500 EURO, im Depot 5.000 EURO
  • Wie viel möchte ich sparen?
    • Dafür muss ich pro Monat jeweils 250 EURO, 42 EURO und 417 EURO sparen


Nun kannst du jeden Monat überprüfen, ob du deine Mini-Etappe erreicht hast. Falls nicht musst du im nächsten Monat mehr Geld sparen oder deine Ansprüche herunterschrauben.

Definitiv solltest du bei deinen anvisierten Zielen, nicht an Verzicht denken oder, dass du dafür große Opfer bringen musst, sondern daran, dass du neu priorisierst. Der große Urlaub liegt vielleicht noch in weiterer Ferne, bietet dir aber viel mehr als jetzt das Paar Sandaletten.

Welche Spar-Ziele hast du dir bereits gesetzt? Scheib es gern in die Kommentare!


Jessica Howad Autorenbox

 

Über die Autorin:

Hallo! Mein Name ist Jessi, ich bin 30 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in Berlin. In den letzten 15 Jahren habe ich so ziemlich jeden Euro, den ich zusammenkratzen konnte, für Bekleidung oder anderen Schnick Schnack ausgegeben.

Bis ich eines Tages auf das Thema Börse, Aktien und ETFs gestoßen bin. So schaffte ich es, nicht nur ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, sondern gleichzeitig noch mein Geld für mich arbeiten zu lassen. Alles zu meiner persönlichen Weiterentwicklung und, wie du das auch schaffen kannst, findest du unter themoneygirl.de

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