Bewirb Dich jetzt

Monatlichen Sparbetrag berechnen – so leicht geht’s!

Ist dein Sparkonto mal wieder so leer, dass vor deinem geistigen Auge die Steppenläufer von links nach rechts wehen, wenn du daran denkst? Besteht dein einziges Investment darin, dass du die letzten 100 EURO deines Weihnachtsgeldes auf einem Tagesgeldkonto geparkt hast?

Dann lass dir gesagt sein, das geht anders und vor allem besser! Wie du deinen monatlichen Sparbetrag berechnen und deine Finanzen selbst in die Hand nehmen kannst, erfährst du jetzt!

Wozu benötige ich einen monatlichen Sparbetrag?

Um deine Finanzen in den Griff zu bekommen und mit deinem Vermögensaufbau voll durchzustarten, musst du deinen monatlichen Sparbetrag festlegen. Diese Geldsumme ist dein persönliches Gehalt, das du dir regelmäßig auszahlst.

Allerdings ist es nicht dazu gedacht, damit deinen Kleiderschrank aufzustocken oder dir den Traum einer neuen PlayStation zu erfüllen. Dein Sparbetrag bildet die finanzielle Basis für deine kapitalbildenden Maßnahmen.

Sparbetrag pro Monat berechnen – zwei Fragen zum Ziel

Es gibt zwei Fragen, die du dir stellen musst, um deinen Sparbetrag zu ermitteln. Zum einen: „Wie viel Geld benötige ich?“ und zum anderen: „Wie viel Geld habe ich zur Verfügung?“. Zum Schluss schauen wir uns an, wie du die Differenz zwischen diesen beiden Resultaten überbrücken kannst.

Dazu musst du zunächst dein ökonomisches Ziel festlegen. Möchtest du früher aufhören zu arbeiten? Willst du für das Alter vorsorgen? Planst du in fünfzehn Jahren eine Teilzeitbeschäftigung? Diese Frage solltest du so detailliert wie möglich für dich selbst beantworten.

Folgende Zahlen solltest du parat haben. Nur so kannst du deinen Sparbetrag berechnen.

  • aktuelle Fixkosten / variable Kosten
  • derzeitige Einnahmen (zum Beispiel Gehalt, Miete, Dividenden)
  • Verbindlichkeiten (alle deine Schulden)
  • Spareinlagen

Stellst du fest, dass du bestehende Verbindlichkeiten aus Konsumschulden (Handy, Handtasche, TV oder ähnliches) hast, zahle diese zuerst ab. Konsumschulden als schlechte Finanz-Angewohnheiten belasten nicht nur unnötig deinen Geldbeutel, sondern gleichermaßen deine Psyche.

Es ist erwiesen, dass Mangelsituationen unbewusst die Qualität strategischer Entscheidungen beeinflussen. Ein leeres Konto oder der ständige Gedanke daran, wie du die nächsten Rechnungen bezahlen kannst, lassen dich den Blick für eine zukunftsgerichtete Handlungsweise verlieren.

Darüber hinaus solltest du dir einen Notgroschen von mindestens drei Netto-Monatsgehältern zulegen. Verlierst du unerwartet deinen Job, muss das Auto in die Werkstatt oder die Waschmaschine geht kaputt, kannst du diesen Betrag nutzen, um diesen Notstand zu überbrücken.

Unter keinen Umständen solltest du für Investitionen an der Börse einen Kredit aufnehmen oder eine vorübergehende Geldknappheit mit deinen Kapitalanlagen überbrücken müssen. Schuldenfreiheit und ein Notgroschen ergeben eine solide Grundlage für deine Vermögensbildung.

Das Haushaltsbuch dein Freund und Helfer

Bis auf deine Spareinlagen, sofern du welche hast, kannst du alle diese Daten mithilfe eines Haushaltsbuches erfassen. Klingt vielleicht antiquiert, ist jedoch als Tool in Finanzdingen unschlagbar. Möchtest du deinen Sparbetrag berechnen, bildet dein Haushaltsbuch das entsprechende Fundament. Du kannst mit einem Heft, einer Excel-Tabelle oder einer App arbeiten.

Je nachdem, wie es für dich am besten passt. Es gibt dabei nur eine Regel, die du beachten solltest: Du musst ALLE AUSGABEN in deinem Haushaltsbuch festhalten. Ja, auch das Snickers an der Kasse und ja, auch das Busticket für die Kurzstrecke.

Dieser Punkt ist besonders wichtig, damit du am Ende ein unverfälschtes Ergebnis erhältst. Trage mindestens für drei Monate alle deine Kosten und deine Einnahmen in eine Übersicht deiner Wahl ein.

Du kannst dabei drei Lektionen für dich mitnehmen:

  • Veränderung deiner variablen Kosten: Es kann super nervig sein, jedes Kassensnickers in das verdammte Buch einzutragen, daher spare dir das Snickers doch lieber
  • Anpassung deiner Fixkosten: Muss es wirklich das Netflix, Disney+ und das Amazon Prime Abo sein? Vielleicht kommst du mit einem Streamingdienst aus. Suche nach weiteren günstigen Anbietern in den Bereichen: Strom, Internet, Handy, Versicherung, etc.
  • Dein vorläufiger monatlicher Sparbetrag: Das Geld, das nun am Ende eines jeden Monats übrig bleibt, ist dein vorübergehender Sparbetrag. Im Idealfall ist dieser positiv, sprich du solltest mehr Einnahmen als Ausgaben erwirtschaften.

mehr Einnahmen als Ausgaben erwirtschaften

Jetzt, wo du genau weißt, wie viel am Ende des Monats über bleibt, kannst du dir diese Summe direkt zu Beginn eines jeden Monats auszahlen. Um dich weniger in Versuchung zu führen, kannst du einen, im Hintergrund ausgeführten, Dauerauftrag einrichten.

Damit wird dein Sparbetrag umgehend auf ein anderes Konto transferiert.

Wie viel kostet mein Traum?

Zuvor haben wir bereits über deine Träume und Ziele gesprochen. Nun müssen wir herausfinden, wie viel Geld du benötigst, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wie das funktioniert, zeige ich dir anhand eines Beispiels.

Wir nehmen an:

  • du bist 32 Jahre alt
  • hast ein Startkapital von: 5.000 EURO
  • du möchtest deine Rentenlücke schließen, um deinen jetzigen Lebensstandard halten zu können
  • du hast für dein Vorhaben noch 35 Jahre Zeit
  • gehst du ohne Abzüge, nach heutigen Regularien mit 67 Jahren in den Ruhestand, erhältst du eine Rente von 1.000 EURO (Inflation inkludiert)
  • bei einer Lebenserwartung von 87 Jahren benötigst du über zwanzig Jahre jeweils 12.000 EURO zur Deckung deiner Kosten
  • insgesamt sind dies: 240.000 EURO
  • hinzu kommen, nach derzeitigem Stand Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag mit 26,375 Prozent sowie eine durchschnittliche Inflation von zwei Prozent
  • bei einer Kapitalanlage in beispielsweise ETFs, die jährlich eine Rendite von etwa acht Prozent erzielen, bleiben dir nach Abzug der Steuern und Inflation circa fünf Prozent Ertrag
  • dein Sparbetrag beläuft sich auf 190,82 EURO

Investierst du also die nächsten 35 Jahre einen Sparbetrag von 190,82 EURO in ETFs mit einer angenommenen Rendite von fünf Prozent, so kannst du dir im Alter zwanzig Jahre lang, jeden Monat 1.000 EURO auszahlen.  

Unter: https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php kannst du alle deine Werte eingeben und so nicht nur deinen Sparbetrag berechnen, sondern ebenso deine Ansparzeit oder welches Endkapital du erreichen kannst.

deinen Sparbetrag berechnen

Die Differenz ausgleichen

Du weißt nun, welchen Sparbetrag du nach Abzug aller deiner Kosten zur Verfügung hast und welchen Sparbetrag du benötigst, um dein Ziel zu erreichen. Bleibt am Ende des Monats mehr übrig als deine Sparrate? Super!

Dann kannst du dieses Geld anderweitig verwenden oder zusätzlich zur Seite legen. Erreichst du dein Sparziel nicht, hast du zwei mögliche Stellschrauben, an denen du drehen kannst: deine Einnahmen und deine Ausgaben.

Letztere kannst du wie oben beschrieben kürzen. Dämme deine variablen Kosten ein, indem du unnötige Käufe vermeidest, dein Urlaubsbudget kürzt oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst. Deine Fixkosten kannst du durch neue Anbieter und Verträge sowie Kündigungen minimieren.

Jedoch ist bei deinen Ausgaben irgendwann eine Grenze erreicht, die du nicht unterschreiten kannst. Schließlich kannst und solltest du dich nur soweit einschränken, dass es für dich noch angenehm und für einen langen Zeitraum umsetzbar ist.

Die zweite Option deinen Sparbetrag zu vergrößern, ist die Erhöhung deiner Einnahmen. Hier gibt es zahlreiche Mittel und Wege.

Neben einer Gehaltserhöhung, einem Jobwechsel oder Überstunden, kannst du auch einen Nebenjob annehmen, Umfragen ausfüllen, dein Auto oder deine Wohnung untervermieten, Altes und Gebrauchtes verkaufen, Texte schreiben, Online-Kurse anbieten und vieles mehr.

Du kennst deine Fähigkeiten und Talente am besten. Nutze sie und steigere somit dein Einkommen. Achte darauf, dass du das Geld nicht verkonsumierst. Schließlich strengst du dich nicht so an, um letztendlich eine neue Handtasche oder ein neues Paar Sneaker mehr im Schrank zu haben.

Die Herausforderung liegt darin, kurzfristig zu verzichten, um auf langfristige Ergebnisse hinzuarbeiten. Setze für dich neue Prioritäten und fokussiere dich darauf. So wirst du dein Sparziel auf jeden Fall erreichen.

Wie du siehst, ist es kein Hexenwerk deinen Sparbetrag zu ermitteln. Zur Erreichung eines großen Ziels wie der Vorbeugung von Altersarmut, benötigst du einiges an Disziplin und Durchhaltevermögen.

Vor allem da dieses Szenario bei vielen von uns noch in weiterer Ferne liegt, fällt eine Umsetzung schwerer. Dieser lange Zeitraum spielt uns jedoch in die Karten, wenn es um die Höhe unserer Sparbeträge geht. Das richtige Mindset und automatisch ablaufende Prozesse werden dir die Durchführung erleichtern.


Über die Autorin:

Hallo! Mein Name ist Jessi, ich bin 31 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in Berlin. In den letzten 15 Jahren habe ich so ziemlich jeden Euro, den ich zusammenkratzen konnte, für Bekleidung oder anderen Schnick Schnack ausgegeben.

Bis ich eines Tages auf das Thema Börse, Aktien und ETFs gestoßen bin. So schaffte ich es, nicht nur ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, sondern gleichzeitig noch mein Geld für mich arbeiten zu lassen. Alles zu meiner persönlichen Weiterentwicklung und, wie du das auch schaffen kannst, findest du unter themoneygirl.de

Inhalte werden geladen
Werbung

Schritt-für-Schritt zum Dividenden-Profi

22 Finanzblogger teilen ihr Dividenden Know-how! Jetzt noch umfangreicher, noch informativer und noch wertvoller für deinen Erfolg! Lies jetzt kostenlos unsere neue Dividenden-Ausgabe!

Das Finanzmagazin GELDMAG

>
%d Bloggern gefällt das: