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10 schlechte Angewohnheiten: Finanzen und Vermögensaufbau in Gefahr?

Du meidest deinen Kontostand wie den Anblick der Medusa? Schon seit Monaten sitzt dir das Thema Altersvorsorge im Nacken und du hast noch nicht geschafft, dich darum zu kümmern? Dein weniges gespartes Geld versauert auf dem Tagesgeldkonto?

All das sind, mehr oder weniger, schlechte Angewohnheiten. Finanzen und Vermögensbildung können jedoch so einfach sein, wenn du diese zehn Fehler vermeidest!

Wie entstehen schlechte Angewohnheiten? Finanzen in den Griff bekommen

Gewohnheiten sind Aktionen, die wir immer und immer wieder durchführen. Daraus entwickeln sich kleine Autobahnen in unserem Gehirn. Abkürzungen, die es uns erleichtern, die täglichen Dinge des Lebens auszuführen, ohne lange darüber nachdenken zu müssen.

Das ist oft sehr hilfreich, so müssen wir morgens nicht jedes Mal überlegen, wie wir uns die Zähne putzen oder wie der erste Gang eingelegt wird. Funktionierende Programme quittiert unser Hirn mit einer positiven Hormonausschüttung. Schließlich läuft ja alles wie am Schnürchen.

Allerdings springen diese Prozesse ebenso bei unerwünschten Routinen an. Nach dem Mittagessen noch schnell etwas Süßes, zum Entspannen geht es abends auf die Couch und bei Langeweile wird geshoppt.

Der bewusste Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und Gedanken kann ein erster Schritt sein, um diese Muster zu durchbrechen. Achte beim Lesen des Artikels darauf, welche Eigenschaften auf dich zutreffen und wie du diese ändern kannst.

1.Du überprüfst deine Finanzen nicht

„Warum bin ich Mitte des Monats immer schon im Dispo? Warum reicht mein Geld nie?“ Hast du dir diese Fragen auch schon einmal gestellt? Dann ist es an der Zeit für dich regelmäßig deine Finanzen zu checken. Mache dir eine detaillierte Übersicht deiner Einnahmen und aller deiner Ausgaben.

Dazu gehören sowohl Fix- als auch variable Kosten. Am besten machst du dir dabei ein Haushaltsbuch zunutze. Das ultimative Tool für deine Finanzen. Dabei muss es nicht das karierte DinA5 Heft sein. Du kannst ebenso in einer Exceltabelle oder mit einer Haushaltsbuch-App arbeiten.

Wichtig ist, dass du wirklich jeden Geldfluss notierst. Nur so kannst du dir einen klaren Überblick verschaffen. Woher kommt dein Geld und wohin geht es? Was bleibt am Ende übrig? Diese Information bilden die absolute Basis für deinen Vermögensaufbau.

Finanzen checken2.Du hast keine finanziellen Ziele

„Wer nicht weiß, wohin er möchte, darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“ – Mark Twain.

Einer der ersten und essenziellsten Schritte, um schlechte Angewohnheiten, Finanzen und ein Vermögen aufzubauen, ist dir im Klaren darüber zu werden, was deine monetären Ziele sind. Das bedeutet, du musst deinen Status quo kennen.

Wie viele Einnahmen hast du derzeit, wie viel gibst du aus? Wie hoch ist dein Sparbetrag? Wie hoch ist die Geldsumme, die du investierst? Reichen die Beträge, um beispielsweise für dein Alter vorzusorgen oder früher in Rente gehen zu können?

Rechne durch, was deine Träume kosten und überprüfe, ob deine Handlungen diesen entsprechen. Definiere deine Ziele möglichst nach der SMART-Formel. Diese sollten demnach so spezifisch wie möglich, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.

Ein Beispiel:

Um meine Rentenlücke zu schließen, habe ich noch 35 Jahre Zeit und benötige dafür 240.000 EURO. Mit einem ETF-Investment sind nach Abzug von Steuern und unter Einbeziehung der Inflation etwa 5 Prozent jährliche Rendite möglich.

Zur Erreichung dieser Geldsumme muss ich jeden Monat einen Sparbetrag von 190 EURO anlegen. Derzeit liegt dieser bei 200 EURO und ich werde mein Ziel erreichen. So werden aus schlechten Angewohnheiten, Finanzen mit Köpfchen.

3.Du investierst dein Geld nicht

Nein, das Sparbuch ist schon lange keine Geldanlage mehr und auch das Giro- und Tagesgeldkonto sind keine Option.

Hast du noch so viel Respekt vor der Börse oder verteufelst du diese sogar, dann muss ich dir leider sagen: „Um realistisch ein Vermögen aufbauen zu wollen, führt an der Börse kein Weg vorbei.“

Warum ist das so? Von der EZB wird eine jährliche Inflation von etwa zwei Prozent angestrebt. Im Juli 2021 lag diese in Deutschland sogar bei 3,8 Prozent. Das bedeutet, dass dein Geld, das du unter dem Kopfkissen oder der Bank liegen hast, automatisch weniger wird.

Die Zahl auf deinem Konto wird vielleicht höher, doch die Kaufkraft deines Geldes verringert sich von Monat zu Monat. De facto verlierst du damit Geld. Setze dich mit der Börse und diversen Investitionsmöglichkeiten auseinander.

Lass dein Geld für dich arbeiten und arbeite auf diese Weise an deinem Kapitalaufbau. Nicht zu investieren und dein Geld nicht anzulegen, sind nicht nur schlechte Angewohnheiten. Finanzen und Kapitalbildung nehmen dadurch einen erheblichen Schaden.

4.Du bist leicht beeinflussbar

Influencer, Nachbarn, Kollegen. Der Blick nach rechts und links kann schon mal neidisch machen. Auf Instagram wird dir ständig gezeigt welcher Trend gerade in ist und welche Tasche dir noch zu deinem perfekten Outfit fehlt.

Auf der Arbeit schwärmt dir ein Mitarbeiter von seinem paradiesischen Aufenthalt auf den Malediven vor und am Abend beim Treffen mit deiner Freundin fährt diese mit einem nigelnagelneuen BMW vor.

In unserem Gehirn wird sofort das Bedürfnis von „Das will ich auch!“ getriggert. Aber, willst du das wirklich? Brauchst du das wirklich? Die Antwort in 99 Prozent der Fälle lautet: „Nein!“.

Lass dich nicht durch die Suche im Außen von deinen Zielen abbringen. Setze Prioritäten und richte deinen Fokus auf den von dir angestrebten Plan. Vergleiche dich nur mit dir selbst. Nur so kannst du deine Erfolge wahrnehmen und anerkennen.

5.Dir fehlt die finanzielle Bildung

„Ach würde ich doch nur im Lotto gewinnen, dann hätte ich keine Geldsorgen mehr.“ „Wenn ich so viel verdienen würde wie meine Cousine, dann könnte ich auch sparen.“ „Hätte ich auch so eine große Erbschaft gemacht, dann würde ich ebenso etwas investieren. Aber so, ….“

Halt, stopp! Es ist nicht der Lottogewinn oder die Erbschaft, die dir fehlen, um erfolgreich mit deinen Finanzen umzugehen, sondern deine Einstellung.

Bist du jemand, der sein Geld gern ausgibt und mitunter sogar Konsumschulden für Designer-Pieces und Smartphones anhäuft, dann wird sich das mit einer größeren Geldsumme auf deinem Konto nicht ändern.

Setze dich umfassend mit dem Thema Geld auseinander, wie es funktioniert und wie du damit umgehen kannst. Nur mit finanzieller Bildung wird sich an deiner monetären Situation etwas ändern.

Starte mit kostenlosen Blogbeiträgen und YouTube Videos und erweitere dein Wissen im Verlauf durch Bücher und Seminare.

finanzielle Bildung aneignen

6.Du suchst nicht nach Rabatten

„Uh, zwei Pullis für den Preis von einem. Die muss ich mir holen, da kann ich wirklich ein Schnäppchen machen und sparen!“ Nope, so ist das mit den Rabatten nicht gemeint.

So schnell machen schlechte Angewohnheiten, Finanzen und Vermögensaufbau zunichte. Beim Sale sparst du nur, wenn du die Teile dort lässt wo sie sind, also nicht in deinem Warenkorb und vor allem nicht bei dir zu Hause.

Jedoch kommt bei uns allen mal der Moment, in dem wir tatsächlich etwas benötigen. Dann lohnt es sich immer auf Rabatte und saisonale Aktionen zu achten.

Das fängt im Kleinen bei deinem Wocheneinkauf an und erstreckt bis hin zu größeren Anschaffungen, wie beispielsweise einem Fahrrad oder Balkonmöbeln.

Frage dich stets: Brauche ich das wirklich oder kaufe ich es nur, weil gerade Black Friday ist? Kann die Anschaffung noch etwas warten, bis ich sie günstiger bekommen kann?“   

7.Du lebst die Lifestyle-Inflation

Wow! Du hattest gerade ein überragendes Gespräch mit deinem Vorgesetzten und kannst dich nun über 300 EURO mehr jeden Monat freuen. Herzlichen Glückwunsch! Doch, was machst du nun mit dem zusätzlichen Geld?

Endlich das neue Auto leasen, in die größere Wohnung ziehen oder einfach als Taschengeld verprassen? Wenn du mit deinem Vermögensaufbau richtig durchstarten willst, setzt du keines dieser Vorhaben um.

Kannst du dich noch erinnern, mit wie wenig du als Auszubildende:r, Praktikant:in oder Student:in ausgekommen bist? Wie hat sich dein Leben mit zunehmendem Einkommen verändert? Ein steigender Lebensstandard gepaart mit höheren Einnahmen nennt man Lifestyle-Inflation.

Du musst nicht mehr zwingend in einer 4-er WG leben, aber ein wenig des frugalen Lebensstils deiner ersten Berufsanfänger-Tage darfst du dir durchaus bewahren.

8.Du hast ein negatives Money Mindset

Schlechte Angewohnheiten, Finanzen und Vermögensbildung sind in keinem anderen Bereich so eng miteinander verknüpft, wie in deinem Mindset. Alles in deinem Leben wird von deinen Glaubenssätzen und der Realität, die du daraus machst, bestimmt.

Sätze, wie: „Geld stinkt.“, „Das letzte Hemd hat keine Taschen.“, „Reiche Menschen gehen über Leichen und sind Betrüger.“, all das sind schädliche Überzeugungen, die du dir seit deiner frühesten Kindheit angeeignet hast.

Sie beeinflussen unser komplettes Weltbild und damit unsere Entscheidungen. Überprüfe dein Money Mindset auf nachteilige Glaubenssätze und formuliere diese für dich positiv um.

Das bedarf einiger Übung und funktioniert nicht von heute auf morgen. Doch du kannst und wirst jeden Tag ein bisschen besser damit umgehen lernen.

Glaubenssätze beeinflussen dein Weltbild

9.Du bist zu ungeduldig

Eine meiner größten Schwächen und vielleicht unserer heutigen Generation ist die Ungeduld. Wenn ich etwas online sehe, will ich meist sofort haben. Kaum habe ich auf den Kaufen-Button geklickt, sitze ich vor der Tür und warte auf den Paketboten.

Diese Sofort-Haben-Will-Mentalität führ nicht nur zu großer Frustration, sondern gleichermaßen zu einem enormen Loch in deinem Geldbeutel. Auch, wenn es super schwer fällt deine Wünsche auf später zu verschieben, tue es!

Am besten du schläfst nicht nur eine Nacht darüber, sondern nimmst dir 30 Tage Zeit, bevor du deinen Kauf tätigst. Das hält deinen Impuls und Kaufmanie unter Kontrolle. Zudem ist passives Investieren mit ETFs auf einen langfristigen Anlagehorizont ausgerichtet.

Du musst hier einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren einplanen. Daher solltest du für dich eine Balance zwischen Hardcore-Frugalismus und Shoppingrausch finden.

10.Du lässt Geld liegen

Kontoführungsgebühren: 5,10 EURO, Autoversicherung: 542 EURO, Amazon Prime: 7,99 EURO. Die Kündigung von unnötigen Abos oder ein Anbieterwechsel können dir jeden Monat bereits bares Geld einbringen.

Manchmal sparst du damit jedoch nicht nur die Fixkosten ein, sondern bekommst auch noch Cash oben drauf.

Beispielsweise erhältst du bei der Eröffnung eines kostenlosen Depots bei der comdirect eine 50 EURO Prämie. Ähnliche Modelle gibt es für Girokonten.

Einige Krankenkasse bieten Bonuszahlungen für sportliche Leistungen an.

Startest du gerade mit dem Studium in einer neuen Stadt, kannst du teilweise mehrere hundert EURO Begrüßungsgeld beantragen. Gleiches gilt in einigen Ortschaften für Neugeborene.

Halte die Augen und Ohren offen, wenn es um zusätzliche Leistungen geht.


Über die Autorin:

Hallo! Mein Name ist Jessi, ich bin 31 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in Berlin. In den letzten 15 Jahren habe ich so ziemlich jeden Euro, den ich zusammenkratzen konnte, für Bekleidung oder anderen Schnick Schnack ausgegeben.

Bis ich eines Tages auf das Thema Börse, Aktien und ETFs gestoßen bin. So schaffte ich es, nicht nur ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, sondern gleichzeitig noch mein Geld für mich arbeiten zu lassen. Alles zu meiner persönlichen Weiterentwicklung und, wie du das auch schaffen kannst, findest du unter themoneygirl.de

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