No-Money-Challenge – 10 Tipps, wie du diese Herausforderung meisterst

3,50 EURO für den leckeren Latte macchiato, 45 EURO für den neuen Pullover, 150 EURO für den Trend-Sneaker.

Im Alltag können sich kleinere und größere Einkäufe schnell zu horrenden Summen addieren. Am Ende des Monats bleibt dann, wie immer, nichts übrig. 

Hast du in letzter Zeit auch zu viel Geld für unnütze Dinge ausgegeben? Damit ist jetzt Schluss! Ich zeige dir in diesem Beitrag, wie du, mit der No-Money-Challenge, ein besseres Gefühl für deinen Konsum bekommst und wie leicht es ist, bares Geld, zu sparen.

Dein Mindset entscheidet über deinen Erfolg

Wenn du es bisher nicht geschafft hast, Geld zur Seite zu legen, kann das zwei Gründe haben. Zum einen kann das an einer fehlenden Strategie und unklaren Zielen liegen und zum anderen an blockierenden Glaubenssätzen. 

Nur, wenn du diese beiden Faktoren kombinierst, kann die Challenge für dich gelingen. Mit einer inneren Haltung, wie: “Das letzte Hemd hat eh keine Taschen.” oder “Sparen lohnt sich nicht.”, wirst du immer wieder in alte Muster zurückfallen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass du achtsam mit deinen Gedanken umgehst. 

Aus deinen Gedanken entstehen Gefühle, die wiederum in Handlungen und die dementsprechenden Ergebnisse münden. 

Anhand von Zielen werden deine Resultate messbar

Wie bereits angesprochen, ist, neben dem Mindset, ein planvolles Vorgehen essenziell. Bevor du dich der Herausforderung stellst, kein Geld auszugeben, musst du eindeutige Ziele definieren und deine Regeln für die Challenge festlegen. Um das Erreichen deiner Vorgaben zu überprüfen, ist es sinnvoll, diese nach der SMART-Formel zu formulieren. 

SMART steht für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. “Ich will mehr sparen.” ist demnach kein smartes Ziel. Dahingegen entspricht: “Ich werde für die nächsten vier Monate jeweils 200 EURO sparen, um dann davon zu verreisen.” schon eher den Kriterien.

Wichtig dabei ist ebenfalls, dass du deinen Status quo ermittelst. Wo stehst du denn finanziell gesehen gerade? Sparst du bereits 100 EURO oder ab und zu mal 20 EURO und viel öfter gar nichts? 

Nur, wenn du deinen aktuellen Stand kennst, kannst du bestimmen, wohin für dich die Reise gehen soll. Das beste Tool zu Bestimmung deiner Einnahmen und Ausgaben ist das Haushaltsbuch.

Trage hier, am besten für mindesten drei Monate, dein Einkommen und deine Kosten so detailliert wie möglich ein. Das wird dir auch über die No money challenge hinaus helfen, deine Finanzen in den Griff zu bekommen. 

Mit einer genauen Übersicht wirst du darüber hinaus schnell feststellen, wofür du dein Geld eigentlich so ausgibst, welche Einkäufe du zukünftig eher weglassen solltest und in welchem Bereich du durch eine Kündigung oder einen Anbieterwechsel Kosten reduzieren kannst.

Aber nicht nur deine Ausgaben sind ein Hebel, um deinen Sparbetrag zu erhöhen, denke ebenso daran deine Einnahmen zu erhöhen. 

Schließlich kannst du dich bei deinen Ausgaben irgendwann nicht mehr weiter einschränken, aber etwas dazuzuverdienen, ein höheres Gehalt zu erbitten oder sich ein passives Einkommen zu erarbeiten, sind stets Optionen, die du nicht außer Acht lassen solltest. 

Die Regeln deiner No-Money-Challenge

Erstmal sei ganz klar gesagt, dass du die Regeln bestimmst. Nicht deine Tante, dein bester Freund oder die überzeugende Influencerin sagen dir, wie du diese Aufgabe angehen musst. 

Es ist wichtig, dass du dir deine eigenen Regeln machst, da du letztendlich für deren Umsetzung verantwortlich bist. Mache es dir jedoch nicht zu leicht. Denke an deine Ziele und diese dürfen durchaus ambitioniert sein. 

Ich habe zweimal eine Challenge durchgeführt. Beide waren im Aufbau recht unterschiedlich. Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich mit meinem Konsumverhalten sehr unzufrieden war, beschloss ich ein Jahr lang keine, absolut gar keine, Bekleidung mehr zu kaufen. 

Diese Kürzung meiner Ausgaben weitete sich schnell auf andere Bereiche aus, sodass ich nur noch das Nötigste besorgte. Auf meinem Wunschzettel für Weihnachten standen Duschbad und Meersalz, um selbst diese alltäglichen Dinge von meiner Einkaufsliste streichen zu können. Um diese Challenge erfolgreich abzuschließen, bedurfte es keinerlei Vorbereitung. 

schnell sparen

Im Nachhinein kann ich sagen, dass die ausschlaggebendste Komponente dabei meine Einstellung war. Mein Ziel war und ist es auch heute noch, monatlich einen entsprechenden Sparbetrag zu investieren. Das Geld anzulegen ist wesentlich relevanter für mich und genießt eine eindeutig höhere Priorität als das Shoppen. 

Bei meiner zweiten No-Money-Challenge habe ich tatsächlich sieben Tage lang keinen Cent ausgegeben. Dabei lag die Schwierigkeit nicht in der Disziplin und dem Durchhaltevermögen, sondern eher bei der strukturierten Planung.

Ich musste ziemlich genau wissen, was ich an jedem Tag der Woche tun würde, um so sicher gehen zu können, dass ich kein zusätzliches Geld benötigen würde. 

Zuvor habe ich noch meinen Kühlschrank und meinen Tank gefüllt. Damals besaß ich noch ein Auto. Das A und O ist in diesem Falle die Organisation. Was isst du in der Mittagspause? Welche Freizeitaktivitäten sind geplant? Wie kommst du von A nach B? 

Allerdings ist das Leben nicht immer einhundert Prozent berechenbar. Ein gewisses Maß an Flexibilität und Spontanität musst du dir bewahren. Was ist, wenn du unerwartet auf eine Geburtstagsfeier eingeladen wirst? Vielleicht musst du ad hoc ein Geschenk oder einen Kuchen aus den Dingen zaubern, die du zu Hause hast.

Lass dir Freiraum für Kreativität. Darüber hinaus darfst du es dir erlauben, auch einmal “Nein” zu sagen. Du musst nicht jeden Restaurantbesuch oder jeden Cocktail in der Bar mitnehmen. Auf Geselligkeit musst du dennoch nicht verzichten.

Ab und an ist ein Essen oder ein Abend mit Drinks bei Freunden mindestens genauso schön und kann bedeutend günstiger sein. Ist deine Challenge vorbei, bist du gern wieder der Gastgeber.

10 Tipps, wie du die No-Money-Challenge meisterst

Egal, welche Regeln du für deine Herausforderung ansetzt und wie hoch du die Messlatte hängst, beherzige diese zehn Tipps.

  • Mindset ist alles

Achte auf deine Glaubenssätze über Geld und welche Realität du dir erschaffst. Hinterfrage und reflektiere deine Annahmen. Stelle dir häufiger die Frage: “Ist das wirklich so? Muss ich das wirklich so machen? Brauche ich das wirklich?” 

Hinterfrage und reflektiere deine Annahmen

  • Lege deine Ziele richtig fest

“Wer nicht weiß, wohin er will, der darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt.” – Mark Twain. Feste Ziele helfen dir, zu überprüfen, ob du dich auf dem richtigen Weg befindest. Wenn du dein “Warum” kennst, wird dir dein “Wie” bedeutend leichter fallen.

  • Mache dir einen Plan und bereite dich vor

Für deine No-Money-Challenge kann mitunter etwas Vorbereitung vonnöten sein. Überlege dir, welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um diese Phase erfolgreich abschließen zu können.

  • Lerne nein zu sagen

Es muss nicht immer die Cocktailbar oder das Restaurant sein. Darunter sollte natürlich auf keinen Fall dein Sozialleben leiden. Vor allem während der Pandemie mussten wir alle bereits genügend auf Gesellschaft verzichten. Deine Freunde haben aber sicher Verständnis dafür, wenn ihr eine andere Location wählt.

  • Setze die richtigen Prioritäten

Du bringst keine Opfer, sondern setzt Prioritäten. Immer, wenn du eine Sache wählst, entscheidest du dich automatisch gegen eine andere. Alle Ressourcen in deinem Leben sind begrenzt. Räume den Handlungen Vorrang ein, die dich deinem Ziel näher bringen.

  • Bitte um Hilfe

Ich hatte eine Situation in meiner No-Money-Challenge, als es darum ging, für einen Kollegen Geld zu einem Geburtstagsgeschenk hinzuzugeben. Ich habe ein Teammitglied darum gebeten die Summe kurze Zeit für mich auszulegen.

Natürlich sollten solche Umstände nicht zur Regel werden und nur im Notfall angewendet werden. Schließlich willst du dich nicht bei anderen durchschnorren.

  • Sei flexible und kreativ

Du brauchst ein Geschenk? Was kannst du aus den Sachen machen, die du noch zu Hause hast? Du willst etwa kochen? Was kannst du mit deinen übrigen Zutaten anstellen? Gib dir selbst die Möglichkeit erfinderisch zu werden.

  • Erzähle deinem Umfeld von deinem Vorhaben

Deine Familie weiß über deine No-Money-Challenge Bescheid? Deine Freunde kennen deine Ziele? Um so schwerer ist es einen Rückzieher oder Ausnahmen von deinen Regeln zu machen. Deine Umgebung wird dich stetig an dein Vorhaben erinnern 😉 Das baut vielleicht etwas Druck auf, hilft aber auch enorm dein Durchhaltevermögen zu stärken.

Freunde und Familie mit in deine Pläne einbeziehen

  • Nimm es sportlich

Du machst eine CHALLENGE! Ja, es ist anstrengend und nicht immer leicht. Im Leben darf es auch mal etwas mühsamer sein, umso entlohnender ist letztendlich dein Sieg über deinen Schweinehund.

  • Lerne aus deinen Fehlern

Es hat nicht geklappt? Du hast doch Geld ausgegeben? Verurteile dich nicht dafür. Denk darüber nach, was schiefgelaufen ist. Warum hat es dieses Mal nicht funktioniert? Was kannst du beim nächsten Mal besser machen? Steig wieder aufs Pferd und starte die No-Money-Challenge erneut.

Wie du siehst, können sich auf dem Weg, hin zum disziplinierten Sparfuchs, einige Stolpersteine befinden. Doch es gibt allerhand Methoden, wie du dein Vorhaben in die Tat umsetzen und deine Ziele erreichen kannst. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner persönlichen Herausforderung!


Über die Autorin:

Hallo! Mein Name ist Jessi, ich bin 31 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in Berlin. In den letzten 15 Jahren habe ich so ziemlich jeden Euro, den ich zusammenkratzen konnte, für Bekleidung oder anderen Schnickschnack ausgegeben.

Bis ich eines Tages auf die Themen Börse, Aktien und ETFs gestoßen bin. So schaffte ich es, nicht nur ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, sondern gleichzeitig noch mein Geld für mich arbeiten zu lassen. Alles zu meiner persönlichen Weiterentwicklung und, wie du das auch schaffen kannst, findest du unter themoneygirl.de

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