Dividendenstrategie: schnell zum passiven Einkommen

Wie soll deine Rente zum Leben reichen? Auf Vater Staat ist nicht verlass – auf Sparbuch, Festgeld und Anleihen noch weniger. Die Zinsen sind nahe null. Deshalb präsentiere ich dir heute eine ausgezeichnete Möglichkeit, wie du nicht nur dein Geld gewinnbringend anlegst, sondern auch ein passives Einkommen aufbaust. Monatlich. Oder jährlich. Die richtige Dividendenstrategie macht‘s möglich.

Was ist eine Dividende und warum sollte sie dich interessieren?

Eine Dividende ist eine Ausschüttung des Gewinns. Ein Unternehmen macht satten Gewinn und verteilt ihn an die Aktionäre. Klasse, nicht wahr? Du erhältst Geld auf die Kralle und musst nichts weiter tun, als eine Aktie zu halten. Es ist wie Kindergeld für Aktionäre – ohne Dreck, Geschrei und vollgesabberte Schultern.

Diese Ausschüttungen erhältst du entweder jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder sogar monatlich. Jährlich ist typisch für Deutschland; vierteljährlich und monatlich hingegen für Nordamerika.

Barer Zaster ist ja nicht schlecht, doch warum sollte ich mir vergnügt die Hände reiben? Sind Dividenden so besonders? Zwar nicht immer, aber in den meisten Fällen schon. Diese Gründe sind eine Bürgschaft für Dividenden:

Die unwiederstehlichen Vorteile der Dividendenstrategie

Qualität der Aktien: Aktien, die eine hohe Dividende auszahlen, performen langfristig besser als Dividenden-Verweigerer. Sie sind krisensicherer und schwanken weniger auf den tobenden Wellen des Aktienmarktes

Passives Einkommen: Derzeit ist der Zins mausetot; niemand weiß, wann er wieder aus dem Grabe steigt und die Welt erneut heimsucht. Bis dahin müssen wir andere passive Einkommensquellen sprudeln lassen: eben Dividenden.

Sie werden regelmäßig gezahlt: Fleißige Dividendenzahler halten große Stücke auf dieses Alleinstellungsmerkmal. Deshalb muss schon eine vernichtende Krise hereinbrechen, dass ihre Serie reißt. Durch diese regelmäßigen Zahlungen polieren sie deine Rente auf oder polstern deine Zahlungskraft.

Balsam für die Anlegerseele: Ist es nicht motivierend, wenn dein Chef dich jede Woche lobt? – oder dein Mann dir sagt, wie sagenhaft du kochst. Genauso ein dickes Lob sind Dividenden; sie motivieren durchzuhalten. Was sind schon 20 Jahre Aktien handeln, wenn jeden Monat Geld auf’s Konto regnet?

Natürlich ist nicht alles Bernstein, was gelblich am Strand der Ostsee glänzt. Dividenden haben auch Nachteile:

Die vermeidbaren Nachteile von Dividenden

Köder für Aasgeier: Woran erkennst du ein Unternehmen, das bereits Aas ist? Es verspricht eine fulminante Dividende (über 10 % Dividendenrendite; dazu gleich mehr).

Warum machen sie das? Sie locken damit gierige Aktionäre an, die mit Geld-Infusionen den Aktienkurs künstlich am Leben erhalten. Kein nachhaltiges Unternehmen kann eine exorbitante Dividende lange verkraften.

Geringe Diversifikation (Diversifikation: Verteilung deines Geldes über mehrere Aktien, um das Risiko zu minimieren): Für die einen ist Diversifikation der heilige Gral; andere halten sie für Geldverteilung mit der Gießkanne (Warren Buffet: „Wenn du einen Harem mit 40 Frauen hast, lernst du nie eine richtig kennen“).

Abseits von den erotischen Bildern in deinem Kopf: Es stimmt; mit einzelnen Dividendenaktien bist du geringer diversifiziert, als wenn du den MSCI World (1600 Aktien) als ETF besparst. Das könnte ein höheres Risiko bedeuten – gleichzeitig jedoch auch kräftigere Chancen bieten.

Kein Amazon: Warum Amazon? Diese Aktie startete mit einem Kurs von ein paar Cents und liegt nun bei über 2500 $. Stark, nicht wahr? Konzentrierst du dich dagegen nur auf Dividenden, rutschen solche Aktien durchs Raster. Spätere Amazons sind eben kleine Aktien mit großen Wachstumspotenzial (Growth-Aktien) – dadurch keine leidenschaftlichen Dividendenzahler.

Sie wollen ihr Geld für sich behalten, um zu investieren, zu wachsen und schließlich den Markt zu beherrschen. Dividendenaktien haben dagegen bereits den Markt gezähmt oder sind träge Fettklopse: Keiner hievt sie mehr vom Thron, auch wenn sie kaum noch wachsen. Sie können es sich leisten, Dividende zu zahlen.

Wie löst du das Problem? Du teilst dein Geld auf: Einen Teil investierst du sicher in Dividendenzahler; den Rest in Aktien mit großen Wachstumspotenzial. So erschlägst du zwei Fliegen mit einem Geldklumpen und baust langfristig ein Vermögen auf.

Keine Garantie für eine Dividende: Du kannst kein Unternehmen zwingen, eine Dividende in deinem Portemonnaie abzuliefern. Deshalb versteift sich die Dividendenstrategie nur auf Aktien, die seit Langem gewissenhaft eine Dividende zahlen – und sie sogar jährlich erhöhen.

Für solche Unternehmen ist die Dividende wie ein Ritterschlag: Mit 25 Jahren stetig angehobener Dividende ist man Dividendenaristokrat. Bei 50 Jahren ist man Dividendenkönig. So einer Ahnenreihe darf man Handkuss und Kniefall nicht verweigern.

Genug davon! Beginnen wir nun mit der Dividendenstrategie. Doch zuerst brauchen wir eine Machete, um lausige Aktien aus dem Weg zu kappen. Diese Machete ist die Dividendenrendite.

Unser Handwerkszeug: Die Dividendenrendite

Zur Auflockerung etwas Mathematik. Haha – ich kann deine Freude durch den Bildschirm förmlich riechen. Keine Angst: Es wird simpel. Eine Kurvendiskussion ist nicht erforderlich. Wir konzentrieren uns nur auf eine wichtige Kennzahl: die Dividendenrendite. Was besagt sie?

Sie ist das Verhältnis der Dividende zum Börsenkurs. Anders ausgedrückt: Wie viel Prozent des Börsenkurses wird als Dividenden ausgeschüttet. Das schreit nach einem Beispiel – nehmen wir deswegen etwas zum Reinbeißen wie McDonalds.

McDonalds schüttete 2019 eine Dividende aus von 4,73 $

Der jetzige Kurs von McDonalds beträgt 191,48 $

Dividende ÷ Kurs x 100 = Dividendenrendite

4,73 ÷ 191,48 x 100 = 2,48 Prozent Dividendenrendite

Schön und gut – aber was machen wir jetzt mit dieser Zahl? Mit dieser Zahl steht und fällt die Dividendenstrategie. Denn wir wählen Aktien aus und sortieren sie nach dieser Kennzahl (zumindest mit der ersten Strategie). Umso höher die Dividendenrendite, desto mehr Geld bekommst du. Deshalb steht diese Aktie weiter oben in der Auswahl

„Dann muss ich ja so viel rechnen! Geht das nicht einfacher?“

Na klar: Ich wollte nur, dass du weißt, wie es funktioniert. Ich lasse dich ja auch nicht Auto fahren, wenn deine einzige Fahrerfahrung „Need for Speed Most Wanted“ ist. Hier findest du die Dividendenrendite auf dem Silbertablett:

Ein Wort der Warnung!

Zuletzt ein Warnhinweis auf der Verpackung. Zwar kannst du mit einer Dividendenstrategie nicht an kleinen Teilen ersticken, aber das Risiko dramatisch verkennen:

Dividenden sind keine Zinsen! Sie sind keinesfalls so sicher wie Bankguthaben oder Staatsanleihen. Zusätzlich sind sie weder garantiert noch an einen festen Termin gebunden. Das besagt das magische Dreieck der Geldanlage: Willst du eine höhere Rendite (mehr Gewinn), musst du auf Sicherheit verzichten.

So genug geschulmeistert! Jetzt geht es los mit der Dividendenstrategie. Ich werde dir vier narrensichere Methoden vorstellen, wie du eine satte Dividende kassierst und von beträchtlichen Renditen profitierst. Viel Spaß!

Dividendenstrategie 1: Dogs of the Dow

Auch alte Hunde beißen – schmerzhaft, bösartig und tückisch. Genauso ist diese alte Dividendenstrategie keinesfalls zahm: Dogs of the Dow – die Hunde des Dow Jones. Aber was um Himmels willen ist der Dow Jones?

Das ist der Leitindex der amerikanisches Wirtschaft. Dort versammeln sich die dreißig größten Unternehmen der USA (nach Marktkapitalisierung) wie Apple, Microsoft oder Walmart. Nicht anders als Daimler, Fresenius oder Allianz in unserem DAX.

Und wie lautet nun die Strategie? Ganz einfach: Zu Anfang des Jahres schmeißt du zwanzig Unternehmen aus dem Index und behältst nur die zehn Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite (ich hoffe, du erinnerst dich an diese Zahl).

Der Vorteil: Weder Angst, Furcht noch Zaudern bestimmen deine Anlageentscheidung. Ganz mechanisch wie ein Roboter klamüserst du dein Portfolio auseinander und setzt es nach Neujahr wieder zusammen. Mehr ist es nicht. Aber, was springt dabei für dich heraus?

Vor allem eine saftige Dividende. Amerikaner haben eine ausgezeichnete Zahlungsmoral. Sie zahlen eine hervorragende Dividende, und das oft viermal jährlich. So kannst du mehrmals im Jahr Geld verdienen. Aber hier hört es lange nicht auf.

Ganz oben habe ich erwähnt, dass die Dividende ein Qualitätsmerkmal erster Güte ist. Jetzt kommt der Beweis: Von 1973 bis 2016 hat diese Strategie eine durchschnittliche Rendite von – Trommelwirbel bitte – 12,9 Prozent jährlich erreicht. Der Dow kam „nur“ auf 10,3 Prozent.

Was macht das in Zahlen? Gut, hier ein Schmuddel-Streifen nackter Rendite-Pornografie: Hättest du 1973 ganze zehntausend Euro angelegt, besäßest du 2020 fast drei Millionen Euro (Steuern und Ordergebühren nicht eingerechnet und Dividende immer wieder angelegt). Eine heiße Nummer, oder?

Weg zur Wall Street
Quelle: https://unsplash.com/photos/uJhgEXPqSPk

Natürlich ist auch diese Strategie nicht fehlerlos:

So bezirzend die Strategie klingt, ungefährlich ist sie nicht. Wenn du diese Fehler außer Acht lässt, kannst du schnell enttäuscht sein:

Die Strategie wirkt nur langfristig: Nicht jedes Jahr schneiden die Hunde besser ab als der gesamte Dow Jones. So 1993 oder zur Finanzkrise 2008. Sei also nicht betröppelt, falls deine Strategie ein Jahr schlechter abschneidet.

Keine Beweise: Diese Dividendenstrategie funktioniert nur in der Wirklichkeit, auf dem Papier ist sie nicht zu beweisen. Derber ausgedrückt: Niemand weiß, warum dieses Kleinvieh so viel Mist macht. Es läuft einfach.

Wenig diversifiziert: Wie du gleich sehen wirst, stecken mehrere Unternehmen der gleichen Branche im Index. Das ist schlecht, sollte eine ganze Branche abklappern – das erhöht das Risiko.

Wie sieht die Dividendenstrategie 2020 aus?

Hier die zehn Aktien des Dow Jones mit der höchsten Dividendenrendite 2020:

  1. Dow Inc. (Chemie): 5,12 %
  2. ExxonMobil (Öl): 4,99 %
  3. IBM (IT): 4.83%
  4. Verizon (Telekommunikation): 4,01 %
  5. Chevron (Öl): 3,95 %
  6. Pfizer (Pharma): 3,88 %
  7. 3 M (Technologie): 3,26 %
  8. Walgreens (Pharma): 3,10 %
  9. Cisco (Telekommunikation): 2,94 %
  10. Coca Cola (Genussmittel): 2,89 %

Quelle: DogsoftheDow.com

Butter bei die Fische: Gibst das auch auf Deutsch?

Ich kapiere deinen Dividenden-Patriotismus: Wer will sich schon Unternehmen ins Portfolio holen, die er nicht kennt und die tausende Kilometer entfernt über dem atlantischen Teich hausieren. Kann man diese Suppe nicht mit deutscher Hausmannsküche nachkochen? Ja, kannst du. Du wendest die gleiche Strategie auf den DAX an. Läuft auch, aber…

Unser Leitindex ist stark Finanz-lastig. Das heißt: Wir haben viele Finanzunternehmen drin, die kräftig Dividende zahlen. Deshalb sind sie auch jährlich in deinem Portfolio vertreten – und bilden dicke Klumpen. Das wäre zur Finanzkrise 2008 wie ein Pulsader-Schnitt gewesen.

Du wärst damals stark ausgeblutet mit Konsorten wie Deutsche Bank, Commerzbank, Hypo Realestate oder Deutsche Postbank. Schmerzhaft, wie ein Bauchklatscher vom 10-Meter-Brett.

Deshalb müssen wir hier einiges ändern, verbessern und umwerfen. Glücklicherweise hat das ein ungemein kompetenter Zeitgenosse für dich erledigt: Christian Röhl. Seine Dividendenstrategie ist sowohl leicht verständlich als auch mit deutschen Zutaten nachkochbar.

Dividendenstrategie 2: Dividende kassieren nach Christian Röhl

Buch für Dividendenstrategie
Quelle: Screenshot von Amazon.de

Schlagfertig wie Mike Tyson, beredt wie Demosthenes und plausibel wie ein „Dividende für Dummies“-Buch – so zaubert dir Christian Röhl ein köstliches Dividenden-Gericht mit seinem Buch „Cool bleiben und Dividende kassieren.“

Die wichtigsten Prinzipien will ich dir jetzt erläutern, empfehle dir aber ausdrücklich, das Buch zu lesen. Es ist ein Genuss für das Hirn wie Mousse-au-Chocolat für den Gaumen. Außerdem bist du danach gewappnet für den Aktienmarkt und trotzt cool jeder Krise. Aber was hat Herr Röhl getan?

Er hat aus den Hunden des Dow Jones deutsche Schäferhunde gezüchtet und sie gründlich entlaust – alle Fehler sind ausgebessert. Das bedeutet: Ohne Klumpenrisiko kannst du die Dividendenstrategie auf Deutsche Aktien anwenden und bekommst ebenso gute Renditen.

Von 2006 bis 2015 hat diese Dividendenstrategie einen Total Return (Dividende + Kursgewinne) von 375 Prozent erwirtschaftet. (Renditen der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft).

So funktioniert die Strategie:

Was besser ist, ist leider auch komplexer. Deshalb gibt es nicht nur ein Kriterium (Dividendenrendite), sondern gleich vier Stück. Herr Röhl nennt es das magische Viereck und so sieht es aus:

1. Kontinuität:

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Ebenso ein unzuverlässiger Geselle ist, wer einmal die Dividende nicht gezahlt oder gesenkt hat. Das ist ein Fleck auf weißer Weste, den selbst Meister Proper nicht beseitigt. Deshalb ist Plicht: Mindestens 10 Jahre ohne Dividenden-Kürzungen. Keine Kompromisse!

2. Ausschüttungsquote:

Diese Kennzahl gibt an: Wie viel des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wurde (Die Formel: Dividende je Aktie ÷ Gewinn je Aktie). Warum das wichtig ist? Ganz einfach:

Schütten Unternehmen zu wenig Gewinn aus, denn schauen die Aktionäre dumm in die Röhre. Verprassen sie hingegen zu viel, na dann nagt das an der Substanz wie ein Biber an der Eiche. Irgendwann sind die Reserven aufgebraucht und der Baum – Pardon: das Unternehmen – kippt einfach um.

Deshalb ist diese Ausschüttungsquote angepeilt: Zwischen 25 – 75 Prozent. Hier ist alles im Lot. Trotzdem ist ein Jahr als Zeitraum zu unsicher. Schließlich könnte ein Unternehmen eine Übernahme starten – dann brauchte es den Gewinn und die Aktionäre bekommen weniger (profitieren aber langfristig). Wie lösen wir nun das Problem?

Christian Röhl schlägt vor: Nimm besser drei Jahre. Also ist die neue Formel:

Die Summer der Dividende je Aktie der letzten drei Jahre ÷ Summe des Gewinns je Aktie der letzten drei Jahre.

Liegt der Wert zwischen 25 bis 75 Prozent, dann ist die Aktie eine Runde weiter.

3. Rendite

Kommen wir zurück zu unserer Königs-Kennzahl: Die Dividendenrendite. Aber auch sie wird verbessert, indem du sie auf fünf Jahre streckst. Das ist die neue Formel:

Summe der Dividenden der letzten fünf Jahre ÷ Summe der Durchschnitts-Tageskurse der letzten fünf Jahre.

Das Ergebnis sollte größer als 1 % sein. Warum? Liegt sie darunter, bekommst du einfach zu wenig Cash für dein Investment. Es dauert zu lange, bis du schnafte Beträge auf dem Konto siehst.

4. Wachstum

Eine Dividende ist wie ein guter Scotch – ein Schluck soll dir den Atem rauben; trotzdem muss er reifen und jedes Jahr besser werden. Was heißt das für die Dividende?

Sie soll wachsen, und zwar fett, saftig und unwiderstehlich. Konkret bedeutet das: In den letzten drei Jahren muss sie mindestens dreimal angehoben worden sein. Aber das ist nicht alles: Die letzte Anhebung war genau im Jahr, bevor du dir die Aktie ins Depot holst.

5. Keine Dopplung

Als Zusatz die fünfte Ecke: Keine Branche darf doppelt vorkommen. Befindet sich unter den zehn besten Aktien zweimal die gleiche Branche, fliegt das schlechtere Unternehmen raus. Als Ersatzmann wird Platz elf in dein Portfolio geschickt.

Da hast du sie, die Zutaten für eine perfekt abgeschmeckte Dividendenstrategie. Aber Herr Schreiber, aus welchen Aktien soll ich den schöpfen? Na, aus allen Deutschen. Und wie soll ich bitteschön alle Kennzahlen errechnen, ordnen und Aktien aussortieren?

Heh Heh, ich war etwas gemein: Natürlich macht des alles Meister Röhl für dich; ich wollte nur, dass du es verstehst. Hier findest du die besten Dividendenaktien ständig geupdated:

Die Dividendenstrategie bleibt dieselbe: Jedes Jahr nach Neujahr wird umgeschichtet. Mindestens 10 Aktien nach den genannten Kriterien kommen in dein Portfolio. Finito. Basta. Schluss.

Dividendenstrategie 3: Dividenden-Alarm nach Axel Fischer

Alex Fischer im Gespräch mit Marco Lachmann-Anke
Alex Fischer (links) im Gespräch mit Marco Lachmann-Anke

Axel Fischer schlägt bereits seit Jahren den Markt – er ist besser als der DAX, MSCI World, S&P 500… Das bedeutet: Seine Strategie funktioniert und beschert ihm exorbitante Renditen. Willst du genau wissen, wie er es macht, dann besuche seinen Blog: reich-mit-Plan.de

Kommen wir nun zum Eingemachten: Wie wählt Alex seine Aktien aus? Dafür gibt es einfache Kriterien.

Größe: Nur wahre Dickschiffe kommen in sein Portfolio – Aktien mit einer gewaltigen Marktkapitalisierung (Aktienkurs x Aktien-Anzahl). Dazu muss das Unternehmen alt sein und damit eine gewisse Tradition mitbringen. Was sind solche Kandidaten? – beispielsweise Walt Disney, McDonalds oder Coca Cola.

Überzeugendes Geschäftsmodell: Radiohersteller oder Produzenten von Schreibmaschinen kommen nicht ins Portfolio. Die haben ausgedient. Das Geschäftsmodell muss zeitgemäß sein, nachhaltig und überzeugend. Ein Beispiel ist VISA.

Dividenden-Erträge: Klar, die dürfen nicht fehlen in einer Dividendenstrategie. Sie sollen regelmäßig sein und bestenfalls jährlich steigen (aber Ausrutscher sind erlaubt).

Wachstum: Das Unternehmen soll nicht nur mit der Dividende rausrücken, es soll auch wachsen, expandieren und gedeihen. Deshalb soll Umsatz, Gewinn und bestenfalls die Dividende jährlich um 5 – 8 Prozent steigen.

Ausschüttungsquote: Die hatten wir oben schon einmal. Alex fordert von seinen Aktien um die 50 Prozent.

Verschuldungsgrad: Wie hoch ist die Verschuldung? Wie viele Jahre braucht das Unternehmen, um mit seinem Gewinn die Schulden zu tilgen? Dafür teilst du das Fremdkapital des Unternehmens durch den jährlichen Gewinn.

Knabbert es an seinen Schulden Jahrzehnte lang, ist es kein nachhaltiges Unternehmen. Natürlich ist das auch Branchen abhängig.

Insgesamt hat Alex über 300 Aktien im Visier. Sie werden ständig ergänzt und sortiert. Hier kannst du sie nachlesen (Klick).

Der Dividenden-Alarm

Wie sagt der Fischhändler an der Nordsee? Der Gewinn wird beim Kauf gemacht. Und wie man dort billig Fische einkauft und teuer verkauft; genauso macht man es mit Aktien. So fährt Alex dreistellige Renditen ein – das sind über 100 Prozent. Erzähl mir mehr!

Kein Problem: Das Kernstück von Alex Dividendenstrategie ist der Dividenden-Alarm. Das ist wie eine Sirene, die höllisch schreit, wann du Akiten kaufen oder Aktien verkaufen sollst. So funktioniert es:

Du kaufst eine Top-Aktie billig ein und hältst sie Monate oder Jahre. Die Aktie steigt, erklimmt neue Höhen und überschüttet dich mit Kursgewinnen wie eine zerschlagene Piñata. Dann schreit der Dividenen-Alarm – die Aktie ist jetzt in der roten Zone.

Jetzt heißt es verkaufen, denn es dauert nicht mehr lange; dann könnte sie abstürzen. Also verkaufen und saftige Gewinne einheimsen. Jetzt sprudelt ein gewaltiger Gewinn auf dein Konto, du schwimmst in Euro. Aber was machst du nun mit den vielen Geld?

Das kommt in eine neue Top-Aktie, die derzeit spott-billig ist. Und das Spiel beginnt von neuen. So kassiert du nicht nur traumhafte Dividendenzahlungen über die Jahre, sondern verdoppelst, verdreifachst oder vervielfachst dein Vermögen.

Sag schon, sag schon! Wie komme ich an die Signale. Tja, das ist ein Betriebsgeheimnis. Das kann und darf ich dir nicht ausplaudern. Aber wenn auch du diesen Reichtum spüren, erleben und fühlen willst, abonniere jetzt den Dividendenalarm.

Klicke hier bequem und einfach zum Dividenden-Alarm.

Dividendenstrategie 4: ETFs

Du willst dir null arbeit machen und keinesfalls nachdenken? – auch für dich gibt es eine Lösung. Du baust dir einfach ein ETF Dividenden Portfolio. ETFs sind wie eine Tüte mit kandierten Nüssen auf dem Weihnachtsmarkt. Es sind verschiedene Dividendenaktien drin; aber alle zum Anbeißen lecker.

Du suchst dir nur einen ETF aus, besparst ihn und genießt regelmäßige Ausschüttungen – was ein Leben. Natürlich gibt es auch hier Risiken: Der Aktienmarkt kann fallen und dann fällt dein ETF gleich mit. Informiere dich deshalb gründlich über die Risiken. Lese hier, wie ETFs funktionieren.

Das sind beliebte Dividenden-ETFs (Keine Empfehlung!):

  • SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF: IE00B9CQXS71
  • Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield: IE00B8GKDB10
  • iShares STOXX Global Select Dividend 100: DE000A0F5UH1

Fazit

Das waren sie: vier narrensichere Dividendenstrategien. Du musst nur ein paar Zahlen beachten oder eine Liste abarbeiten – das war’s. Schon hast du deine Rendite. Keine Zittern. Kein tägliches Trading. Kein großes Nachdenken. Es ist einfach wie die Bedienung einer Mikrowelle.

Aber erkenne die Möglichkeiten: Investiere regelmäßig über zehn, zwanzig Jahre und du kannst bequem von deinem passiven Einkommen leben. Am Anfang tröpfeln pro Monat ein paar Euro auf dein Konto. Dann sind es fünfzig, bald hundert und ehe du sich versiehst: tausend. So macht Investieren langfristig Spaß und deine private Finanzplanung geht durch die Decke.

Viel Erfolg!

Quelle Beitragsbild: Photo by Husna Miskandar on Unsplash


Junge schaut in die Kamera

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

Hier geht’s zu meinem YouTube-Kanal (Klick).

Robin Prock

  • >
    %d Bloggern gefällt das: