Reich werden durch den Handel mit Aktienoptionen?

Reich werden durch den Handel mit Aktienoptionen?

Investieren in ETFs ist mir zu langweilig. Ich fokussiere mich auf den Handel mit Aktienoptionen.” Diese Aussage aus dem Familienkreis hat in mir drei Reaktionen hervorgerufen: Ablehnung, Verwunderung und Neugier.

Genau in dieser Reihenfolge. Da ich prinzipiell aber jeder Investmentstrategie gegenüber offen stehe, schauen wir uns in diesem Blogbeitrag einmal den Handel mit Optionen und wie du damit einen regelmäßigen Cashflow generieren kannst, etwas genauer an.

Was sind Aktienoptionen?

Nachdem ich mir dazu zwei Stunden lang mehrere Podcasts angehört habe, muss ich sagen, dass das Thema gar nicht so leicht zu durchdringen ist.

Auf einen Laien, der das erste Mal von Aktienoptionen hört, prasseln zahlreiche Begriffe ein, die zunächst verwirrend sein können. Daher starten wir ganz sacht mit dem Begriff Optionen.

“Das ist doch Teufelszeug!” Diese Aussage wird oft im Zusammenhang mit Optionen getroffen. Wir Menschen neigen ja häufig dazu, solche Dinge zu sagen, wenn wir etwas nicht verstehen und Optionen gehören nun mal zu den komplexesten Anlageprodukten am Markt.

Zudem werden Optionen oft mit Optionsscheinen verwechselt, was aber nicht das Gleiche ist. 

Der Unterschied zwischen Optionsscheinen und Optionen

Optionsscheine sind häufig komplizierte und verschachtelte Produkte, die nicht wie Optionen an der Terminbörse (Derivatbörse) gehandelt und reguliert werden.

Diese werden durch einen Emittenten, eine Bank, ausgegeben. Diese kann dann die Optionen mit ihren eigenen Parametern anreichern. Damit entstehen zusätzliche Risiken, die du als Anleger trägst. 

Darüber hinaus entsteht somit ein unnötiges Emittentenrisiko. Muss die Bank Insolvenz anmelden, kann diese den Pflichten der Optionsscheine nicht mehr nachkommen.

In diesem Fall sind die Optionsscheine wertlos und der Anleger erleidet einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals. 

Demnach gilt bei Optionen wie bei jedem anderen Investment auch: erst informieren, dann investieren.

Die negative Einstellung gegenüber Optionen kommt nicht von ungefähr. Sicherlich haben so einige Anleger damit schlechte Erfahrungen gemacht und Geld verloren.

Hat man sich aber zunächst das entsprechende Wissen angeeignet, kann der Handel mit Aktienoptionen überaus lukrativ sein.   

Demnach gilt auch beim Handel mit Aktienoptionen, wie bei jedem anderen Investment auch: erst informieren, dann investieren.

Aktienoptionen zählen zu den Derivaten

Aktienoptionen lassen sich ganz grob mit Versicherungen vergleichen und zählen zu den Derivaten. Ein Derivat ist ein Finanzprodukt, dessen Preis sich von einem Basisprodukt, wie zum Beispiel einer Aktie oder Anleihe ableitet.

Fällt oder steigt nun der Kurs des Basisprodukts, wirkt sich das entsprechend auf das Derivat aus. Dieses kann sowohl zur Spekulation als auch zur Risikoabsicherung eingesetzt werden.  

Beispiel:

Du hast ein Derivat auf eine Tesla Aktie. Nehmen wir mal an diese steht aktuell bei einem Kurs von 1.000 EURO. Du kaufst ein Derivat mit einer 1 zu 1 Abbildung für 100 EURO und spekulierst auf steigende Kurse.

Dieser Fall trifft ein und der Aktienkurs steigt auf 1.100 EURO. Ein Plus von 10 Prozent. Der Wert deines Derivats steigt ebenfalls um 10 Prozent und steht nun bei 110 EURO. 

Überproportionales Wachstum und ein damit einhergehender Hebeleffekt kann erreicht werden, wenn ein anderes Verhältnis gewählt wird.

Entscheidest du dich beispielsweise für eine 1 zu 10 Abbildung, würde der Wert deines Derivates nicht um 10 EURO, sondern um 100 EURO steigen. Ein Plus von 100 Prozent.

Diese Renditechancen bekommst du nicht ohne Risiko. Denn das Ganze funktioniert auch in die umgekehrte Richtung: Dann werden aus 100 EURO ganz schnell 0 EURO.

In diesem Video erfährst du, wie Derivate funktionieren:

Risikoabsicherung beim Handel mit Aktienoptionen

Der Handel mit Aktienoptionen muss nicht zwangsläufig hochspekulativ angelegt sein, sondern ebenso als eine Art “Versicherung” genutzt werden. Im Fachjargon nennt sich das Ganze Hedgegeschäft.

Dabei sichert man sich das Recht, eine bestimmte Sache zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

So können sich unter anderem Landwirte gegen fallende Preise für ihre Erzeugnisse absichern, indem sie beispielsweise ein Future nutzen.

Möchte der Landwirt seinen Weizen am Ende des Jahres für mindestens 200 EURO verkaufen, sichert er sich gegen fallende Preise ab.

Die Bäckerei ist die Gegenpartei und möchte nicht mehr als 200 EURO für den Weizen zahlen.

Sie sichert sich gegen steigende Preise ab. Fallen nun die Kurse, kann sich der Landwirt glücklich schätzen, da er seinen Weizen zum festgelegten Preis an die Bäckerei verkaufen kann.

Umgekehrt ist es für die Bäckerei von Vorteil, wenn sie bei steigenden Preisen nicht tiefer in die Tasche greifen muss.

Jetzt bist du vielleicht kein Landwirt und betreibst auch keine eigene Bäckerei, sondern möchtest dein Depot gegen Marktabschwünge absichern oder einen attraktiven Einstiegspreis erreichen.

In diesen Fällen steigern Optionen dein Risiko nicht, sondern tragen sogar dazu bei, dieses zu verringern.

Wenn du jetzt neugierig geworden bist und mehr zum Handel mit Aktienoptionen erfahren willst, kann ich dir das KOSTENLOSE Webinar mit Vincent Willkomm empfehlen:

Vincent hat sich in den letzten Jahrzehnten als Angestellter (!) eine stattliche Summe von über 1,7 Millionen aufgebaut. Bereits mit vierzig hat er die magische Grenze des sieben-stelligen Betrages geknackt.

Währenddessen hat er zahlreiche Erfahrungen rund ums Sparen und Investieren auf vielerlei Ebenen sammeln können und teilt diese auf seinem Blog unter freakyfinance.net.

stattliche Summe von über 1,7 Millionen

Wie lässt sich mit Optionen Geld verdienen?

In unserem Falle betrachten wir die Optionen als Versicherungen. Dabei treffen zwei Handelspartner eine Vereinbarung über eine Option.

Es kommt Vertrag über ein Handelsobjekt (Underlying oder Basiswert) zustande; nehmen wir an, es handelt sich dabei um eine Aktie oder einen ETF. Möglich sind jedoch von Gas, Öl und anderen Rohstoffen bis hin zu Schweinehälften eine Vielzahl an Basiswerten.

Die eine Partei, der Käufer, möchte sich absichern, dass er das Handelsobjekt zu einem bestimmten Termin zum festgelegten Preis kaufen kann und zahlt dafür eine Prämie.

Der Kauf zu einem bestimmten Preis wird als Call-Option bezeichnet und der Verkauf als Put-Option. Die Gegenpartei ist der Verkäufer der Versicherung, auch Stillhalter genannt und erhält dafür die erwähnte Prämie.

Dieser hat dann die Pflicht, das Handelsobjekt zum definierten Preis, dem sogenannten Strike zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen.

Short und Long sind sicher zwei Bezeichnungen, die dir das eine oder andere Mal schon untergekommen sind. Im Zusammenhang beim Handel mit Aktienoptionen meint Short die Verkäuferseite und Long die Käuferseite. 

Ein kleines Beispiel dazu: Du machst einen Short Put. Das bedeutet du verkaufst als Stillhalter eine Verkaufsoption.

Wenn du dich jetzt nicht durch die vielen Begriffe hast verwirren lassen, konntest du sicher herauslesen, dass man als Stillhalter also eine Prämie mit Optionen verdienen kann. 

Die Stillhalterstrategie  

Es gibt zahlreiche Strategien, um mit Optionen Geld zu verdienen. Eine davon ist die Stillhalterstrategie.

Um nochmal die Analogie zur Versicherung zu bemühen: Eine Versicherung erhält Prämien dafür, dass sie ein gewisses Risiko absichert. Tritt der Schadensfall niemals ein, kann sie die gezahlten Prämien behalten. 

Bei der Stillhalterstrategie verkauft der Stillhalter Optionen, kassiert dafür die (Versicherungs-)Prämie und wartet ab.

Bei den verkauften Optionen handelt es sich üblicherweise um Puts. Das bedeutet, der Stillhalter verkauft seinem Gegenüber das Recht, den Basiswert (z.B. Aktien) zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis (Strike) abzukaufen.

Und zwar auch dann, wenn der Marktpreis unter den Strike fällt.

Stillhalterstrategie verkauft der Stillhalter Optionen, kassiert dafür die (Versicherungs-)Prämie und wartet ab

Mit dieser Absicherung verdienst du also bares Geld, das du dann behältst. Auf der anderen Seite bist dann auch dazu verpflichtet, die Aktien zu einem niedrigeren Preis abzunehmen, wenn diese unter den Strike fallen.

In diesem Szenario hat der Käufer ein gutes Geschäft gemacht, weil er das Handelsobjekt noch zu einem besseren Kurs losgeworden ist. Das ist das Risiko, dass du als Stillhalter eingehst.

Ziel sind für als Stillhalter also, das Vereinnahmen der Prämien mit der Annahme, dass der Strike nicht unterschritten wird und du das Handelsobjekt nicht über dem Marktpreis abnehmen musst.  

Puh, den Abschnitt muss man vielleicht zwei Mal lesen. Wenn du dir dieses Thema lieber nochmal in einem Webinar erklären lassen möchtest, dann schau unbedingt hier vorbei:

Cashflow durch Handel mit Aktienoptionen

In diesem kostenlosen Webinar erklärt Vincent nochmal ganz genau, wie du die Stillhalterstrategie praktisch umsetzen und damit einen regelmäßigen Cashflow generieren kannst.

Wenn du dich einmal mit dem System der Optionen vertraut gemacht und den Bogen raus hast, bieten dir diese eine spannende Möglichkeit wiederkehrende Einnahmen auf dein Konto zu spülen.

Also, wenn du die Basis deines Vermögensaufbaus bereits gelegt hast und nun auf der Suche nach einem neuen, spannenden Thema bist, solltest du dich auf jeden Fall näher mit dem Handel von Aktienoptionen und der Stillhalterstratgie beschäftigen. 

Sind Optionen für dich ein Thema? Hast du bereits Erfahrungen damit sammeln können? Schreib es uns gern in die Kommentare! Wir freuen uns von dir zu lesen. 

1 Kommentar zu „Reich werden durch den Handel mit Aktienoptionen?“

  1. “du machst einen short put ” – diese aussage ist sehr unsauber formuliert. viel besser: du eröffnest eine short position im put ”
    will heissen: du verkaufst jemandem ein verkaufsrecht, also das recht,
    dir einen basiswert bis zum verfallstag zu einem festgelegten preis zu verkaufen. und als belohnung für diese deine verpflichtung erhältst du ein zuckerl, die optionsprämie, die vom käufer zu bezahlen ist.
    der käufer dagegen geht long – er kauft etwasm in diesen fall das recht dir etwas zu verkaufen. er ist also der angsthase, der sich seine position nach unten absichert, und angsthasen zahlen geld.
    angsthasen zahlen auch geld wenn sie glauben der kurs einer aktie wird stark steigen und sie möchten sich einen einstiegskurs in zukunft sichern. sie kaufen dann einen call option, sie eröffnen eine long position im call und zahlen dafür wieder geld.
    börse ist nicht schwer, jeder affe kann das.
    sagt hans, der optionsschimpanse

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