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Warum der Bitcoin Preis 2021 so unglaublich steigt – die Wahrheit

„Ich gebe nicht wirklich einen Scheiß auf Bitcoin!“

Das war noch 2018 das Urteil des CEOs von J.P. Morgan – heute reiht sich seine Bank ein in die Riege der höchsten Preis-Prognosen und donnert ein Ziel von 146.000 Dollar in die Welt.

Der Wind hat sich gedreht, er stürmt, bläst und treibt die Stimmung nur noch in eine Richtung: bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter.

Doch warum steigt der Bitcoin Preis 2021 wirklich – welche Gründe gründen hieven ihn von 20 Tausend Dollar, auf 40 Tausend und immer höher? Und hat Buzz Lightyear mit seiner Kursprognose recht?

Die Antworten erfährst du jetzt:

3 Gründe, warum der Bitcoin Preis 2021 durch die Decke geht

Grund 1: Halving Cycle – Warum sich halbe Sachen manchmal lohnen

Die steigende Geldmenge ist wie ein Krebsgeschwür, das sich ausbreitet, sich in andere Anlageklassen hineinfrisst und von Sparkonten nur Knochen übriglässt.

Denn wenn die Geldmenge steigt, die Gütermenge jedoch gleich bleibt, was folgt daraus?

Geld schwindet im Wert und die Güter verteuern sich, weil mehr Geld auf das gleiche Gut kommt.

Zudem flüchten die Leute aus dem Geld, und suchen sich einen Schutzbunker in Aktien, Gold oder Immobilien – warum willst du auch etwas halten, dass langfristig im Wert verliert?

Bitcoin verhält sich ganz anders: Langfristig steigt er im Wert – in Euro oder Dollar gemessen – und das heißt für dich?

Du willst ihn halten; er ist der bessere Wertspeicher, weil ihn nicht die Inflation vertilgt wie der amerikanische Wett-Esser Joey Chestnut 75 Hot Dogs in 10 Minuten.

Doch warum steigt Bitcoin im Wert?

Das liegt an seinem Protokoll: Alle vier Jahre – oder alle 210.000 Blöcke – wird die Block Reward mittendurch gehauen. Das nennt sich Bitcoin Halving und verknappt damit das Angebot.

Die Block Reward ist die Belohnung, wenn ein Miner erfolgreich einen Block validiert (bestätigt); sie begann bei 50 BTC pro Block, verringerte sich auf 25, schwand auf 12,5 und tröpfelt nun mit 6,25 Bitcoins in die Wallets der Miner.

Das Angebot an Bitcoin wird also knapper und knapper – und wenn etwas knapper wird?

Dann wird es wertvoller.

Im Supermarkt kostet 1 Liter Gerolsteiner 50 Cent; in der Sahara hingegen würdest du sogar deinen Ehering vom Finger reißen und ihn bettelnd, flehend und tobend für ein paar Tropfen hergeben – denn Wasser ist dort knapp wie ein Hosenbein Napoléons.

Wert kommt also aus Knappheit und der Ansicht des Betrachters – er muss es auch für wertvoll halten.

Also, alle vier Jahre schrumpft das Angebot von Bitcoin und weil das Angebot abnimmt, die Nachfrage aber gleichbleibt oder wächst, steigt auch der Bitcoin-Preis:

  1. Halving (28. November 2012): Nach 372 Tagen erreichte Bitcoin ein neues Allzeithoch – wie Reinhold Messner kletterte er von 12,4 Dollar auf 1.237,6. Erstaunliche 9.880,65 Prozent.
  2. Halving (9. Juli 2016): Dieses Mal war Bitcoin eher ein Trabi als ein Ferrari – in 526 Tagen kraxelte er von 615,8 Dollar auf 19.345,5. Immerhin 2.868,01 Prozent.

Hier kannst du es noch einmal in einer Grafik bestaunen:

Chart vom Bitcoin Halving
Quelle: Investopedia

Jetzt das Entscheidende: Wie hoch steigt er dieses Mal?

Das Bitcoin Halving war am 11. Mai 2020, der Preis schloss bei 8.601,80 Dollar; jetzt, am 9. Februar – ich schaue gerade – steht der Bitcoin Preis 2021 bei 46.861,34 Dollar.

Stolze 444,7 Prozent nach 274 Tagen – da rollt wahrscheinlich noch einiges auf uns zu.

Wo wird jedoch landen werden, kann dir niemand sagen.

Grund 2: Institutionelles Interesse – das bessere Bargeld in der Bilanz

Drei Bitcoins, die aufeinander liegen
Quelle: Photo by Dmitry Demidko on Unsplash

„Bitcoin – es war unvermeidlich“, Elon Musk auf Twitter.

Die digitale Tinte ist noch feucht und verläuft in einer Brandmeldung:

Tesla investiert 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin, jetzt, hier, während meine Finger auf der Tastatur hämmern wie zehn Presslufthämmer.

Der Bitcoin Preis steigt und steigt – 15 Prozent an einem Tag!

Ob der Kurs wohl schon den Mond erreicht hast, wenn du das liest?

Ein kleiner Schritt für Bitcoin, aber ein großer Schritt für Kryptowährungen. Wer weiß?

Ich bin dankbar für diese Meldung – nicht, weil der Bitcoin Preis 2021 anzieht, sondern als Aufhänger für diesen Abschnitt:

Das institutionelle Interesse in Bitcoin wächst wie ein Bambus-Baum: Lange Zeit blieb es verborgen, jetzt schießt es in die Höhe – Bitcoin für Unternehmen wird immer interessanter.

Ich höre schon angespannte Telefonate, Eil-Sitzungen mit dem Board und Konferenzen, wo jedem Teilnehmer der Schweiß von der Stirn fließt wie ein Wasserfall; denn jetzt fragen sich alle CEOs:

Wenn Tesla das macht, sollten wir nicht nachziehen?

Denn stürzt der Tesla-Aktienkurs über die nächsten Wochen NICHT ab, vielleicht steigt er sogar, müssen sie folgen; denn ihre Aufgabe ist es Shareholder-Value zu erzeugen – und das gelingt am besten mit einem steigenden Aktienkurs.

Sind erst Apple, Amazon, Facebook mit dabei, bleibt ihnen keine Wahl mehr: Sie müssen gehorchen wie ein störrisches Kind schließlich doch der Mutter hinterherrennt, wenn sie aufsteht und den Spielplatz verlässt.

Aber zügle deine Euphorie; ich erwarte nicht, dass bereits in den nächsten Wochen viele nachziehen. Tesla war schon immer ein Vorreiter.

Dennoch ist Tesla nicht der erste auf der Party, vorher haben schon andere Gäste angeklopft, den Gastgeber begrüßt und sich tüchtig Bitcoin eingeschenkt:

  • MicroStrategy: hat für 1,145 Milliarden Dollar Bitcoin gekauft, dabei die ganze Cash-Bilanz in Bitcoin umgewandelt und sogar noch Anleihen ausgegeben, nur um Bitcoin zu kaufen – und auszahlen tut es sich: 340 Prozent stehen sie bisher im Plus.
  • Square: für 50 Millionen hat das Unternehmen Bitcoin erstanden – auch sie haben ihr Geld bisher vervierfacht.

Die Liste an Unternehmen ist lang; hier habe ich sie dir verlinkt.

Dazu gibt es auch interessante Rechnungen:

Der prominente ETF Ark Invest in seinen Big Ideas meint: Wandeln alle Firmen des S&P 500 nur 10 Prozent ihres Barbestandes in Bitcoin um, dürfte der Preis um 400.000 Dollar steigen.

Doch das sind Töne wie aus Star Trek – bisher nur Zukunftsmusik; wichtiger ist, was gerade passiert:

PayPal hat am 21. Oktober 2020 verkündet, dass Nutzer Bitcoin erwerben, halten und verkaufen dürfen – damit hat PayPal die Bitcoins Jahres-End-Rallye 2020 erst angepfiffen.

Das bedrängt natürlich jetzt andere Zahlungsanbieter: Niemand will Kunden verlieren, nur weil er kein Bitcoin anbietet.

Beispielsweise entwickelt nun VISA eine Software, sodass auch die Sparkasse um die Ecke den Handel mit Bitcoin anbieten kann. 

Hinzu kommen der Grayscale Bitcoin Trust mit knapp 28 Milliarden Dollar in Bitcoin, die Cash-App von Square, weltweite Bitcoin-ETFs – sie alle treiben den Bitcoin Preis 2021 wie Indianer eine Büffelherde, weil sie kaufen, kaufen und kaufen.

Und sie würden nicht kaufen, wäre das Interesse nicht so enorm.

Wir werden sehen, wohin die Reise geht und ob jeder einen Stuhl findet, wenn die Musik irgendwann verstummt.

Grund 3: Stock-to-Flow – Warum auch die Mathematik bullish ist

Ein Rinderbulle aus Stein
Quelle: Photo by Hans Eiskonen on Unsplash

Oben habe ich es dir bereits in deine Gehirnzellen eingepresst: Verringert sich das Angebot, steigt der Preis; das gilt jedoch nur, wenn das Gut wertvoll ist.

Einer schrumpfenden Population an Kieselsteinen würden wir kaum hinterhertrauern.

Aber Gold wäre schmerzhaft, Silber auch – und nun auch Bitcoin. Doch warum sind sie wertvoll?

Eine Theorie ist, weil sie nur kostspielig zu fördern sind. Gold und Silber musst du aus der Erde hacken; Bitcoin erfordert hochkomplexe mathematische Rätsel.

Und selbst wenn du schneller sein willst, mehr Rechenleistung kaufst und besserer Equipment benutzt, Bitcoin schlägt dir ein Schnippchen: Die Rätsel werden einfach schwerer (die Difficulty passt sich an)

So ist im Bitcoin-Protokoll gewährleistet, dass bloß alle zehn Minuten ein Block entsteht.

Bei diesen Gütern also – Gold, Silber, Bitcoin – bestimmt Knappheit den Wert; und diese Knappheit kannst du abmessen wie den Bizeps von Arnold Schwarzenegger.

Ein Maßband brauchst du zwar nicht, dafür ein mathematisches Modell: das Stock-to-Flow-Modell.

Was sagt es mir?

Nicht so voreilig; zuerst will ich dir die Wörter übersetzen – „Stock“ bedeutet „Bestand“ und „Flow“ „Zufluss“.

Also das Verhältnis von Bestand zu Zufluss.

Nun darfst du fragen: Was sagt es mir?

Es sagt dir: Ein wertvolles Gut ist umso knapper, je länger der Zufluss braucht, den bisherigen Bestand zu ersetzen.

Ist der Bestand 10 und der jährliche Zufluss 2, brauchst du 5 Jahre (10/2), damit der Zufluss den Bestand auffüllt.

Schauen wir uns das für Gold an:

Weltweit gibt es 190.000 Tonnen Gold – weniger als in ein Fußballstadion hineinpasst – und jährlich kommen 3.500 Tonnen dazu.

Das macht ein Stock-to-Flow von 54 (190.000 / 3.500) – 54 Jahre dauert es, bis der Zufluss den Bestand an Gold ersetzen würde.

Jetzt für Bitcoin:

Eigentlich müssten bisher gute 18 Millionen BTC gemint sein; doch unzählige sind schon verloren, liegen in Rechnern auf Müllhalden oder der Private Key ist einfach futsch.

Stutzen wir deshalb die Zahl auf 15 Millionen herunter (einige gehen noch tiefer) – jetzt der Zufluss: Täglich kommen 900 Bitcoin hinzu, das macht pro Jahr 328.500.

Also, wieder rechnen: 15.000.000 / 328.500 = 45 Jahre.

So lange würde es dauern, bis der Zufluss den Bestand ersetzt hätte; aber, wie wir wissen, ist Bitcoin gedeckelt: bei 21 Millionen ist Schluss.

Außerdem verringert sich alle 4 Jahre der Zufluss, während der Bestand steigt. Dadurch steigt langfristig der Stock-to-Flow von Bitcoin – und dadurch wächst der Wert von Bitcoin.

Das bedeutet: Der Bitcoin Preis 2021 steigt an.

Aber stimmt das auch – oder ist das nicht nur mathematischer Hokuspokus?

Es stimmt erschreckend genau – natürlich mit kleinen Abweichungen – und nachgewiesen hat es der Trader PlanB.

Hier habe ich dir seine Ausführungen verlinkt, damit du dich überzeugen kannst.

Wo stehen wir jetzt?

Nach seinen Rechnungen müssten wir am 15. Februar 45,268 Dollar erreichen – das haben wir bereits knapp geknackt.

Denn PlanB gibt selbst zu: Stock-to-Flow gibt nur die Richtung vor, andere Ereignisse peitschen kurzfristig den Preis.

Diesmal hat Elon Musk zur Peitsche gegriffen und den Bitcoin Preis 2021 über das letzte Allzeithoch von knapp 42.000 Dollar gepfercht.

Wie es weiter geht, werden die nächsten Monate zeigen.

Gefahr: Schwarze Schwäne im Rendite-Teich

Ein schwarzer Schwan auf einem Teich
Quelle: Photo by Marvin Rozendal on Unsplash

Das alles klingt wie ein bereits gegessenes Frühstück – sicher, bequem und leicht zu verdauen; das ist es aber nicht:

Jederzeit können dir schwarze Schwäne die Rendite aus der Wallet picken.

Schwarze Schwäne?

Ja: Schwarze Schwäne – eigentlich Black Swans – sind unerwartete, katastrophale Ereignisse, die deine Erwartungen zerschießen.

Covid war beispielsweise eines, 9/11 ein anderes.

SWAN bedeutet: Sleep Well At Night – schlafe gut zur Nacht.

Und ein schwarzer SWAN ist dann der Alptraum, das blanke Entsetzen, der Schweißabdruck auf der Matratze.

Kommt einer, vernichtet er die Rendite-Erwartung an den Bitcoin Preis 2021.

Was sind nun schwarze Schwäne, die Bitcoin treffen könnten?

  • Tether Gefahr: Tether ist ein Stablecoin, eine Art Dollar auf der Blockchain; mit ihm werden zu ca. 70 Prozent aller Bitcoins gekauft. Fast die gesamte Nachfrage an Bitcoin kommt also aus Tether. Problem: Niemand weiß, ob Tether wirklich gedeckt ist – ob also hinter diesem Stablecoin ein Dollar-Wert steht. Tut es das nicht, ist Tether wertlos und sinkt gegen null; damit vernichtet er kurzfristig beinahe die ganze Nachfrage nach Bitcoin und der Bitcoin Preis 2021 fällt.
  • Weltweites Verbot von Bitcoin: Sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich – alle Staaten tun sich zusammen und verbieten Bitcoin, um das Fiat-Geldsystem zu retten. Zwar macht das den Bitcoin nicht wertlos, aber wenn die Öffentlichkeit Bitcoin nicht mehr handelt, fällt auch der Preis rapide. Eine andere Argumentation könnte sein: Bitcoin ist ein Klima-Killer und wird deshalb verpönt. Mit dieser Argumentation könnte man verhindern, dass Fonds, Banken oder Family-Offices in Bitcoin investieren – es wäre zu umweltschädlich.
  • Mega Sonnensturm: Strom tot, Internet tot, Satelliten tot, Telekommunikation tot – dann ist Bitcoin praktisch abgeschaltet. Doch bei solch einem Ereignis haben wir andere Probleme, als wo der Bitcoin steht.
  • Fehler im Code: Sollte sich ein Fehler finden und Bitcoin gehackt werden, entweicht das Vertrauen wie aus einem zerstochenen Autoreifen.
  • Quantencomputer: Ein Quantencomputer könnte Bitcoin hacken; doch bis es so weit ist, dauert es noch ein bisschen. Aber Bitcoin kann sich wehren: Durch eine Mehrheitsentscheidung kann man Bitcoin quantensicher machen.
  • Böser Satoshi Nakamoto: Vielleicht steht hinter Satoshi die CIA, die NSA oder eine andere staatliche Gemeinschaft? Vielleicht ist Satoshi böse und dumpt plötzlich hunderttausende Bitcoin. Ich weiß: Alles weit hergeholt, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht null.

Diese schwarzen Schwäne sind beunruhigend, aber unwahrscheinlich; keinesfalls sollten sie dich abhalten in Bitcoin zu investieren, falls du das möchtest.

Sie sollten dir nur zeigen: Investiere nicht 100 Prozent deines Vermögens; immer kann der Zufall mit dem Baseball-Schläger ankommen und wie ein Hooligan deine Hoffnungen zertrümmern.

Sei dir dessen bewusst, auch wenn der Bitcoin Preis 2021 viel verspricht.

DISCLAIMER: Das ist keine Finanzberatung und keine Aufforderung zum Kauf, sondern nur meine persönliche Meinung. Alles, was du mit diesen Informationen machst, unterliegt allein deiner Verantwortung.

Quelle Beitragsbild: Photo by Franciele Cunha on Unsplash


Junger Mann schaut in die Kamera, während er am Laptop sitzt

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin Prock. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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