Broker Vergleich: ETF-Sparplan kostengünstig und effektiv anlegen

Broker-Vergleich: ETF-Sparplan kostengünstig und effektiv anlegen

Spätestens seitdem 2019 Trade Republic auf dem Markt erschienen ist, schießen die Neobroker nur so wie Pilze aus dem Boden.

In Kombination mit den “Standard-Banken” ergibt das eine enorme Auswahl. Doch, wo sollte ich als Anleger mein Depot eröffnen, wenn ich in ETFs investieren möchte und langfristig mein Vermögen aufbauen will?

Das erfährst du in unserem Broker-Vergleich: ETF-Sparplan anlegen, so effektiv wie möglich!

Welche Kriterien sollte ich bei der Brokerauswahl berücksichtigen?  

Bevor wir uns die einzelnen Broker der Direkt- und Hausbanken sowie die Neobroker etwas näher anschauen, müssen wir zunächst klären, worauf du achten solltest, wenn du ein Depot vordergründig für ETF-Sparpläne mit einem langen Anlagehorizont aufsetzen möchtest.

Die Depotführungsgebühren

So wie für das Eröffnen eines Giro- oder Tagesgeldkontos kann auch das Depot mit regelmäßigen Kosten einhergehen.

Zahlreiche Broker bieten dieses jedoch meist kostenlos an. Aber Achtung: in einigen Fällen wird dieser Umstand an zusätzliche Bedingungen geknüpft. Welche das sind klären wir später.

Jegliche Kosten und Gebühren, die im Zusammenhang mit deiner Kapitalvermehrung stehen, schmälern deine Rendite. Daher lohnt es sich immer diese Kriterien im Blick zu behalten.

Die Auswahl der ETFs

Noch eins vorweg: In der Kette deines Vermögensaufbaus mit ETFs ist die Auswahl des Brokers und das Anlegen des Sparplans der letzte Schritt. Demnach sollten im Vorhinein bereits deine Strategie, deine Risikobereitschaft und -tragfähigkeit sowie die Zusammenstellung deines Portfolios stehen.

Die Auswahl und Recherche deiner ETFs sollte weitestgehend abgeschlossen sein.

Warum ist das so wichtig? Nur, wenn du dich vorab mit deinen ETFs auseinandergesetzt und eine gewissen Eingrenzung auf deine Favoriten vorgenommen hast, kannst du überprüfen, ob du diese beim jeweiligen Broker handeln kannst.

Natürlich besteht dann die Option auf einen anderen ETF umzuswitchen, der dann aber vielleicht nicht mehr ganz deinen Kriterien entspricht.

Die Auswahl der ETFs, Broker-Vergleich ETF-Sparplan

Die Anzahl sparplanfähiger ETFs

Ziel ist es, am Ende mit unserem Broker-Vergleich, ETF-Sparpläne anzulegen. Daher ist der Faktor, wie viele sparplanfähige ETFs vom Anbieter bereitgestellt werden, entscheidend.

Sparplanfähig bedeutet, dass du wie mit einem Dauerauftrag zu einem bestimmten Zeitpunkt und mit einem zuvor definierten Betrag automatisch immer wieder Anteile deines zuvor festgelegten ETFs nachkaufst.

Dabei kannst du unter anderem eine monatliche, zweimonatliche, quartalsweise oder halbjährliche Ausführung festlegen. Ebenso kann die Geldsumme, die du investieren willst, recht individuell von dir definiert werden. Dabei gibt es von Broker zu Broker allerdings Unterschiede zu beachten. 

So kannst du bei der consorsbank schon ab 10 EURO starten, während bei onvista nur ein Maximalbetrag von 500 EURO pro Ausführung und runde Summen möglich sind.

Somit müsstest du bei der onvista mehrere Sparpläne anlegen, wenn du regelmäßig größere Summen investieren willst. 

Die Anzahl der kostenlos besparbaren ETFs          

Wie du weißt, drücken jegliche Kosten deine Rendite. Dazu zählen auch die Ordergebühren, die du für die Ausführung des Sparplans entrichten musst.

Aus diesem Grund ist ein wichtiges Kriterium beim Broker-Vergleich, ETF-Sparpläne kostenlos anlegen zu können. Daher schauen wir uns genau an, wie groß die Summe der kostenlos besparbaren ETFs ist.

Die Ordergebühren

Die Ordergebühren fallen beim Kauf eines Wertpapieres an. Bietet der Broker also deinen ETF nicht im kostenlosen Sparplan an, entfallen für jede automatisierte Ausführung, sprich für jedes Nachkaufen, Kosten an.

Diese unterscheiden sich je nach Anbieter und können beim langfristigen Vermögensaufbau stark ins Gewicht fallen. Schließlich planst du über viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte hinweg, die Durchführung kontinuierlich anfallender Orders.

Wenn du wissen willst, welche Kosten genau bei einem ETF anfallen, kann ich dir dieses Video empfehlen:

Die Mindestsparrate und Maximalbeträge

Die Bedürfnisse eines jeden Anlegers / einer jeden Anlegerin sind unterschiedlich. Der eine hat möglicherweise zu Beginn seines Vermögensaufbaus nur ein sehr kleines Budget zur Verfügung, möchte aber gern schon mit dem Investieren beginnen.

Der andere hat eine enorm hohe Sparrate und möchte dementsprechend seine Sparpläne anlegen.

Daher macht es Sinn sich anzuschauen, ab welchen Beträgen Broker einen Sparplan anbieten und bei welcher Summe eine Maximalgrenze angegeben wird. Überschreitest du diese, könnten für dich weitere Kosten entstehen, weil du mitunter einen weiteren Sparplan anlegen musst.  

Der Service

Im Gegensatz zu den Hausbanken haben die Direktbanken keine eigenen Filialen mehr. Dadurch können die günstigeren Konditionen an die Kunden weitergegeben werden.

Einen Mitarbeiter vor Ort kannst du demnach aber nicht mehr antreffen. Falls das für dich relevant ist, solltest du diese Überlegung mit einbeziehen.

Dennoch heißt das nicht, dass du bei einem Anliegen mit niemandem sprechen kannst. Bei den Direktbanken und Neobrokern wird dir häufig die Möglichkeit geboten via Chat, Mail oder Telefon zu kommunizieren.

Das mag vielleicht auf den ersten Blick nicht so relevant erscheinen, kann aber, wenn es um Probleme mit deinem Geld geht und du jemanden erreichen möchtest, plötzlich sehr drängend werden.  

Broker-Vergleich: ETF-Sparplan anlegen 

Anhand der zuvor definierten Kriterien schauen wir uns nun die folgenden Broker mal etwas näher an:

  • sBroker
  • DKB
  • comdirect
  • consorsbank
  • ING
  • onvista bank
  • finanzen.net zero
  • Scalable Capital
  • Trade Republic
  • Smartbroker
  • flatex
BrokerDepotführungs-gebührenAnzahl sparplanfäher ETFsAnzahl kostenos sparplanfäher ETFs
sBroker0€*67853 Deka / 50 Xtrackers
DKB0€944150 Amundi, Lyxor, Xtrackers
comdirect0€*901150 zahlreiche Anbieter
consorsbank0€794374 zahlreiche Anbieter
ING0€*817817
onvista Bank0€*1140
finanzen.net zero0€439439
Scalable Capital0€1.8511.851
Trade Republic0€1.1791.179
Smartbroker0€*629183 Amundi, BNP Paribas, Lyxor
flatex0€*1.3051.305
BrokerOrdergebührenmin. / max.SparrateApp
sBroker2,50%50€ – 500€x
DKB1,50€50€x
comdirect1,50%25€x
consorsbank1,50%10€x
ING1€x
onvista Bank1€50€ – 500€x
finanzen.net zero25€x
Scalable Capital1€x
Trade Republic10€x
Smartbroker0,20% / min. 0,80€25€ – 3.000€
flatex25€x
Anhand der zuvor definierten Kriterien schauen wir uns nun die folgenden Broker mal etwas näher an

sBroker

*Die Depotführungsgebühren sind hier zwar kostenlos, werden jedoch an Bedingungen gebunden. Dazu gehören mindestens eine Wertpapiertransaktion im Quartal oder ein Vermögensbestand von 10.000 EURO und einem Depotbestand am Ende des Quartals größer 0. 

Das ETF Angebot ist recht umfangreich. Der Schwerpunkt liegt auf Aktien-ETFs, aber auch Anleihen-, Rohstoff- und Immobilien ETFs sind beim sBroker zu bekommen.

Entscheidet man sich nicht für einen der rund 100 kostenlosen sparplanfähigen ETFs sind die anfallenden Gebühren im Vergleich zu anderen Brokern extrem teuer.

DKB

Die DKB bietet eine große Auswahl an ETF Sparplänen der gängigen Asset-Klassen Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Ebenso sind zahlreiche kostenlose ETF-Sparpläne möglich. Zudem liegt die Fixgebühr mit 1,50 EURO im oberen Mittelfeld. 

comdirect

*Nur bei regelmäßigem Besparen ist das Depot kostenfrei. Das sollte jedoch bei einem automatisierten Sparplan kein Problem darstellen.

Ähnlich wie der generelle Umfang im Vergleich zur DKB, der im Sortiment enthaltenen ETFs, gestaltet sich die Aufteilung der Anlageklassen.

Recht flexible ist der Anleger bei der Dynamisierung der Sparpläne. Diese können so angelegt werden, dass sie sich pro Monat um einige Prozent erhöhen. Die Mindestsparrate ist mit 25 EURO gering.

consorsbank

Die consorsbank bietet mittlerweile die Möglichkeit, dass du sogar schon ab 10 EURO einen Sparplan anlegen kannst. Ebenso ist das Angebot an kostenlosen, sparplanfähigen ETFs sehr umfangreich.

Selbst die Kosten für die reguläre Ausführung sind mit 1,50% sehr niedrig. Darüber hinaus gibt es auch hier die Option einer dynamischen Anpassung.

Unter bestimmten Voraussetzungen, wie dem regelmäßigen Sparen wird keine Depotgebühr erhoben. Alle angebotenen ETFs sind bei ING kostenlos.

ING

*Unter bestimmten Voraussetzungen, wie dem regelmäßigen Sparen wird keine Depotgebühr erhoben. Alle angebotenen ETFs sind bei ING kostenlos.

Darüber hinaus liegt die Mindestsparrate bei gerade mal 1 EURO. Zudem können Sparpläne dynamisch angepasst sowie Ausschüttungen ab 75 EURO automatisch zur Wiederanlage bestimmt werden. 

onvista bank

Der Anbieter glänzt zwar mit vergleichsweise geringen Gebühren, aber der Anleger muss Abstriche in der Vielfalt der ETF-Auswahl machen.

Darüber hinaus muss ab 500 EURO ein weiterer Sparplan angelegt werden und die Flexibilität beim Aufsetzen ist kaum gegeben.

finanzen.net zero

Hier ist der Sparplan bereits ab 25 EURO möglich und alle angebotenen sparplanfähigen ETFs sind kostenlos. Dafür ist das Serviceangebot beim Anlegen recht schlank gehalten.

Das Sparintervall ist auf monatlich begrenzt. Zusätzlich gibt es keine weiteren Optionen wie Dynamisierung oder Wiederanlage.   

Scalable Capital

Scalable Capital bietet mit Abstand das umfangreichste Paket an ETFs, die zudem alle kostenlos angeboten werden. Die Mindestsparrate liegt gerade mal bei 1 EURO und es werden unterschiedliche Ausführungstage und Sparintervalle bereitgestellt.

Die Raten können direkt vom Verrechnungskonto oder per Lastschrift von einem Drittkonto abgebucht werden. Scalable bietet damit in unserem Broker-Vergleich, ETF-Sparplan-Optionen, die kaum zu toppen sind.

Trade Republic

Die kleine MIndestsparrate und die enorme Auswahl an kostenlosen, sparplanfähigen ETFs machen Trade Republic zu einem attraktiven Broker. Die Kontaktmöglichkeiten zu einem Mitarbeiter sind beschränkt.

Hilfesuchende werden auf eine Fragen- und Antworten-Seite weitergeleitet. Kontakt kann man nur durch ein E-Mail Formular aufnehmen. Wen das nicht stört, der kann sich bei Trade Republic gut aufgehoben fühlen.

Smartbroker

*Das Depot ist kostenlos, solange der Geldbestand 15 Prozent des Depotswerts nicht übersteigt. Ansonsten werden Strafzinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Jahr auf den 15 Prozent übersteigenden Anteil fällig.

Wirklich lohnenswert sind Sparraten erst ab 75 EURO mit 0,2 Prozent bei den nicht kostenlosen ETF-Sparplänen.

flatex

*Das Depot ist kostenlos. Für Guthaben auf dem Verrechnungskonto fallen allerdings Negativzinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Jahr an. Ansonsten findet man auch hier eine riesige Auswahl an ETF-Sparplänen. Die Mindestsparrate ist gering  

Je nachdem, welche Vorstellungen und Wünsche du an deinen Broker hast, kannst du anhand dieser Kriterien nun eine fundierte Entscheidung treffen.

Möchtest du deinen Broker jetzt wechseln, ist das kein Problem. Hier findest du eine Übersicht, wie du Schritt für Schritt vorgehst: Depotübertrag (Klick).

Welche Punkte sind für dich speziell beim Broker-Vergleich: ETF-Sparplan anlegen entscheidend? Schreib es uns gern in die Kommentare!

Disclaimer

Die Daten und Informationen sind nach besten Wissen und Gewissen recherchiert, können sich allerdings schnell wieder verändern. Daher liegt es in deiner Hand, dir als Anleger*in selbst vor jedem Handlungsschritt und bei der Auswahl eines geeigneten Brokers die entsprechenden Auskünfte einzuholen, um so eine fundierte Entscheidung zu treffen.

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