Terra Luna einfach erklärt – was jeder Investor darüber wissen muss

Sie ist Platz 7 auf CoinMarketCap.

Sie ist über 30 Milliarden Euro wert.

Und sie scheint immer zu steigen, wenn andere Kryptowährungen ins Bodenlose fallen.

Die Rede ist von Terra Luna! – Der Blockchain für Stablecoins und neu gedachte DeFi-Produkte.

Wie sie funktioniert, erfährst du in diesem Artikel. Du lernst:

  • Was Terra ist und welche außergewöhnliche Idee dahintersteckt.
  • Mit welchen komplizierten, aber dennoch simplen Mechanismen Terra arbeitet.
  • Welche drängenden Probleme Terra löst, die dir wahrscheinlich kaum bewusst sind.
  • Die zwei einzigartigen Wege, wie Terra seine Coins wertvoll macht (vor allem Punkt 2 könnte dich mit fast 20 Prozent Zinsen interessieren).
  • Wie du mit der Terra Kryptowährung Luna derzeit 6,4 Prozent Rendite verdienen kannst.

Aber nun los…

Was ist Terra Luna und welche drängenden Probleme versucht es zu lösen?

Eine ernst gemeinte Frage:

Als Händler  –  sagen wir von Schuhen  –  würdest du  Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren?

Eigentlich klingt es attraktiv… Kryptowährungen sind langfristig überwältigend gestiegen.

Aber kurzfristig? Wenn du Rechnungen bezahlen musst, aber Bitcoin um 40 Prozent einbricht?

Suboptimal.

Dieses Problem versucht Terra Luna zu lösen – du sollst über die Blockchain schnell und günstig bezahlen können. Natürlich, ohne dass dir schwankende Kurse die Hälfte deines Geldes auffressen.

Das gelingt Terra über “algorithmische Stablecoins.”

Lass mich dir erklären, was das ist:

Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, die eine nationale Währung auf der Blockchain abbildet. Wie den Dollar. Wie den Euro. Wie den Yen.

Normalerweise liegt (hoffentlich) für jeden Dollar-Stablecoin irgendwo ein echter Dollar in einem Safe. So bleibt der Wert stabil. 

Nicht bei Terra… denn die Stablecoins sind algorithmisch. Das heißt?

Ein Algorithmus hält den Wert der Terra Stablecoins stabil. Er greift ein, wenn ein “Terra Dollar” den Wert eines Dollars übersteigt oder darunter fällt.

Wie dieser scheinbare “Finanz-Hokuspokus” funktioniert, erfährst du jetzt:

Wie funktioniert Terra Luna? – LUNA, die Stablecoins und Arbitrage leicht erklärt

Erde und Mond als Sinnbild für Terra Luna

Vielleicht hast du dich gefragt, warum die Blockchain Terra Luna heißt – wie Erde und Mond?

Denn wie der Mond die Erde beeinflusst (bei Ebbe und Flut), so dirigiert LUNA auch Terra.

Was bedeutet das?

Die Terra-Blockchain baut NICHT nur auf einem Coin auf Bitcoin oder Ethereum. Nein, sie hat gleich zwei:

  • LUNA: Das ist die Kryptowährung der Blockchain, die die Stablecoins sichert. Das heißt? Die Stablecoins sind algorithmisch mit LUNA gedeckt (erkläre ich gleich).
  • Terra: Das sind alle Stablecoins der Terra Blockchain – wie Terra USD für den Dollar.

Du hast also keine “Luft-Dollar” auf der Blockchain, wenn du die Terra-Blockchain benutzt. LUNA besichert sie.

Aber wie funktioniert das? Wie bleibt ein TerraUSD ein USD?

Über Arbitrage – oder Preisausgleich. Gehen wir dafür zwei Szenarien durch, damit du es sofort verstehst:

  1. TerraUSD fällt unter den Dollar: Sagen wir, ein TerraUSD ist nur noch 0,9 Dollar wert – 10 Cent fehlen. Was passiert dann? Du als Trader kannst 10 Prozent Gewinn machen! Dafür tauschst du 0,9 Dollar gegen EINEN TerraUSD. Und diesen TerraUSD kannst du sofort gegen 1 Dollar in LUNA tauschen. Anschließend wechselst du 1 Dollar in LUNA auf Binance gegen 1 Dollar = RISIKOLOSE 10 Prozent Gewinn (abzüglich Transaktionskosten). Das Geheimnis dahinter? Auf der Terra-Blockchain ist ein TerraUSD IMMER ein USD  –  auch wenn er nur 0,5 USD wert ist. So kannst du ihn immer gegen 1 Dollar in LUNA eintauschen und machst einen garantierten Gewinn. Die Folge? Mehr Leute verkaufen TerraUSD gegen LUNA; das Angebot von TerraUSD sinkt und der Preis nähert sich wieder einem Dollar an. Doch was passiert, wenn Terra USD 1,1 Dollar wert ist?
  2. TerraUSD steigt über den Dollar: Wie kann das passieren? Mehr Menschen wollen TerraUSD, als vorhanden ist  –  die Nachfrage übertrifft das Angebot. Was dann? Wieder machst du 10 Prozent sicheren Gewinn… doch diesmal in die andere Richtung: Du fängst mit LUNA an. Du kaufst für 1 Dollar LUNA auf Binance. Danach tauschst du 1 Dollar in LUNA gegen 1 TerraUSD, der 1,1 Dollar wert ist (du erinnerst dich: 1 Dollar in LUNA ist IMMER 1 TerraUSD). Jetzt nimmst du deinen TerraUSD, schickst ihn auf Binance und tauschst ihn gegen 1,1 Dollar = 10 Prozent Gewinn für dich…

…natürlich machen das nicht du und ich! Dafür sind wir viel zu kleine Karpfen. 

Diese enorme Arbitrage übernehmen Millionen-schwere Fonds im Hintergrund  –  sogenannte Market Maker (“Markt-Macher,” die den Preis stabil halten).

Bisher hat das fast problemlos funktioniert. Das ist allerdings keine Garantie für die Zukunft.

Doch bestimmt fragst du dich:

Funktioniert das nicht nur, solange Leute LUNA wollen? Was hält den Preis von LUNA oben?

Dafür hat die Blockchain einen gerissenen Trick:

  1. Burning oder “Verbrennung:” Was wird hier verbrannt? LUNA und TerraUSD. Erschaffen Investoren neue TerraUSD, verbrennen sie LUNA  –  diese LUNA werden dauerhaft aus dem Verkehr gezogen. Tauschen sie hingegen wieder TerraUSD gegen LUNA, verbrennen sie TerraUSD und erschaffen LUNA. Die Folge? Solange mehr Leute TerraUSD wollen (der Nutzen für TerraUSD ist hoch, dazu komme ich gleich), desto mehr und mehr sinkt das Angebot von LUNA = Der Preis steigt…

…natürlich steigt LUNA nicht immer. (Aber warum Bedarf da ist, erfährst du gleich).

Lass uns aber erst einmal das Gesagte zusammenfassen (ja, auch mir raucht der Kopf ein wenig):

Die Terra-Blockchain erschafft Stablecoins, mit denen du auf der Blockchain bezahlen kannst (und noch viel, viel mehr, wie du gleich sehen wirst).

Dennoch deckt kein “echtes Geld” diese Stablecoins  –  dafür LUNA, die Kryptowährung der Terra-Blockchain.

Deshalb müssen Investoren LUNA verbrennen, wenn sie Stablecoins erschaffen wollen. Das treibt die Nachfrage nach LUNA und hält den Preis oben.

Das funktioniert aber nur so lange, wie Leute die Stablecoins wollen. Also warum wollen sie diese “magischen” Stablecoins?

Aus zwei Gründen:

  1. Sie sind besser als echtes Geld.
  2. Du kannst damit u. a. 19,5 Prozent Zinsen verdienen.

Interessiert?

Lass uns jetzt diese beiden Punkte durchackern:

Welche gravierenden Probleme Terra Luna in der echten Welt löst

Die Probleme, die Terra Luna löst

Dir fällt es nicht auf.

Aber wenn du ein online ein T-Shirt mit deiner Kreditkarte bezahlst, sieht der Verkäufer sein Geld erst einmal NICHT.

Nein.

Es dauert ein paar Tage, bis das Geld auch ankommt.

Erst dann kommt das Settlement oder die “Glattstellung.”

In der westlichen Welt ist das kein Problem… aber in Asien? 

Vielleicht macht dein kleiner Shop in Thailand kaum Profit… du brauchst jeden Cent  –  für deine Mitarbeiter, für deine Materialien… und dann lässt sich dein hart erarbeitetes Geld bis zu sieben Tage Zeit, bis es bei dir ankommt.

Ungerecht, nicht wahr?

Aber es kommt noch dicker:

Damit du dein Geld bekommst, bezahlst du brutale Gebühren. 

Je nach Zahlungsanbieter sind das 1,3 bis 3,5 Prozent.

Das heißt?

Nicht nur bekommst du als Händler dein Geld NICHT sofort, du zahlst darauf auch noch dicke Gebühren.

Und genau dieses Problem lösen die Stablecoins von Terra LUNA:

Die Händler bekommen fast sofort ihr Geld und zahlen deutlich weniger.

Das läuft in Asien über die Chai-Wallet, die bereits 2,5 Millionen Menschen nutzen.

Das heißt?

Die Terra-Blockchain ist keine nette Idee auf dem Papier… sie wird bereits von echten Menschen Tag für Tag genutzt. 

Das ist der ERSTE Grund, warum Menschen nach den Stablecoins verlangen. Der ZWEITE ist…

Wie Terra Luna ein unvergleichliches DeFi-System aufbaut

Was ist DeFi?

Es ist ein dezentrales Finanzsystem  –  du bist nicht mehr auf eine zentrale Partei wie eine Bank angewiesen, um dein Geld zu verwalten.

Stattdessen läuft alles über Protokolle oder dApps.

Hääh?

Lass es mich dir an zwei der dApps zeigen, die auf Terra aufgebaut sind:

  1. Anchor Protocol: Das ist ein “Sparkonto” auf der Terra Blockchain  –  mit derzeit 19,5 Prozent Zinsen! Dafür hinterlegst du nur deine TerraUSD und verdienst dabei… ja, das ist alles.
  2. Mirror Protocol: Hier handelst du synthetische Aktien. Das heißt? Diese Aktien sind mit TerraUSD gedeckt: Du legst TerraUSD in einen “Tresor” und mintest (prägst) dir eine Tesla-Aktie. Ohne Börse. Ohne Brokergebühren. Natürlich ist das für dich wenig interessant, weil du Trade Republic oder Smart Broker hast… aber in Thailand, auf den Philippinen? Dort sind amerikanische Aktien kaum verfügbar. Und dieses Problem löst Mirror.

Das waren nur zwei kleine Beispiele für DeFi-Protokolle. Was ist also DeFi: Du kontrollierst deine Finanzen ohne Mittelsmann.

Ohne Bank und ohne Börse kannst du sparen und investieren.

Damit du diese Vorteile auf der Terra Blockchain genießt, brauchst du allerdings TerraUSD!

Fassen wir kurz zusammen: Warum wollen Menschen die Terra-Stablecoins?

  1. Sie können damit in der echten Welt bezahlen und sparen Geld.
  2. Sie können spektakuläre DeFi-Protokolle nutzen, mit ungeahnten Möglichkeiten für ihr Geld.

Ich hoffe: Du hast jetzt die Terra Stablecoins verstanden und warum sie so wertvoll sind.

Aber was ist mit LUNA?

Was kann dieser Coin? Und wie verdienst du damit derzeit ca. 6,4 Prozent Rewards? 

Was ist der bemerkenswerte Nutzen des LUNA Coins auf der Terra Luna Blockchain?

Terra Luna Tools für die Blockchain

Den ersten Nutzen von LUNA kennst du bereits:

  • Du musst LUNA “verbrennen,” um Stablecoins zu erschaffen.

Trotzdem kannst du den Coin noch auf drei weitere, interessante Arten verwenden:

  • Bezahle für Transaktionen: Wenn du auf der Terra-Blockchain TerraUSD überweist, musst du dafür etwas zahlen, und zwar in LUNA. Warum? Um Spam zu vermeiden. Wären Transaktionen kostenlos, könnten Hacker sinnlose Nachrichten/Überweisungen senden und die Blockchain lahmlegen. Etwas Ähnliches spürst du täglich auf Social Media: Tweets auf Twitter sind kostenlos; deshalb können Bots unbegrenzt tweeten und ihre Nachrichten verbreiten. Würde jeder Tweet 0,01 Cent kostet, wären viele Bots schnell pleite.
  • Entscheide über die Terra-Blockchain: Als LUNA-Halter kannst du Vorschläge einbringen und darüber abstimmen. Beispielweise: Sollen mehr LUNA-Token verbrannt werden?
  • Staking…

…das schauen wir uns jetzt genauer an:

Was ist Terra Luna Staking und wie verdienst du damit 6,4 Prozent?

Wie sichern Staaten ihr Finanzsystem?

Mit Gewehren und Panzern!

Sie können mit Gewalt ihre Regeln durchsetzen.

Wie machen das die Blockchains?

Eine Möglichkeit ist Krypto Staking.

Hierbei setzt du dein Kapital aufs Spiel, um Blöcke für die Blockchain zu finden. Denn Blockchains sind nur eine Reihe von “Blöcken,” in denen deine Transaktionen gespeichert sind.

So lange 51 Prozent der Blockchain-Teilnehmer sagen:

  • Das ist der richtige Blockverlauf (=die richtigen Transaktionen).
  • Das ist der nächste Block (die neuen Transaktionen)…

…ist die Blockchain sicher!

Diesen Job übernehmen sogenannte Validatoren.

Sie hinterlegen einen fetten Batzen LUNA und dürfen dafür Blöcke finden. Im Gegenzug bekommen sie Rewards oder “Zinsen” in Form von LUNA.

Und weil sie LUNA hinterlegen, spuren sie auch! Bestätigen sie nämlich falsche Transaktionen, werden sie “geslasht”  –  die Terra-Blockchain knöpft ihnen einen Teil ihrer LUNA ab.

Gegenwehr ist ausgeschlossen.

Doch woher kommen die LUNA, die die Validatoren als Rewards bekommen? Aus drei sprudelnden Quellen:

  1. Transaktionskosten, wenn du auf der Terra-Blockchain überweist
  2. “Tobin Tax:” eine kleine Steuer, wenn du zwischen Terra-Stablecoins hin- und herwechselst.
  3. Spread Gebühr: eine kümmerliche Gebühr, wenn du zwischen Terra-Stablecoins und LUNA tauschst.

Das führt zu derzeit 6,4 Prozent Zinsen.

(Hinzu kommt ggf. noch Inflation, indem Terra neue LUNA-Token an die Validatoren ausschüttet. Auf Messari finde ich eine Inflationsrate von 1,72 Prozent pro Jahr). 

Wie kannst du nun die 6,4 Prozent verdienen?

Denn ein Validator kannst du (wahrscheinlich) nicht werden – das ist zu teuer und zu aufwendig.

Dafür kannst du deine LUNA an einen Validatoren delegieren (übertragen).

Keine Angst: Die Token gehören immer noch dir. Aber der Validator kann sie nutzen, um Blöcke zu finden.

Das geht einfach über Terra Station – die Wallet für Terra.

Trotzdem solltest du unbedingt auf zwei Dinge achten:

  1. Slashing: Du erinnerst dich? Spurt der Validator nicht, verliert einen Teil seiner LUNA? – Das kann auch dir passieren, wenn du mit einem “gesetzeswidrigen” Validatoren stakst. Wähle deshalb weise und verteile deine LUNA auf mehrere Validatoren.
  2. Unbonding: Wenn du LUNA stakst, sind sie “gebunden” (bonded). Sie sind aus dem Verkehr gezogen und nur noch im Staking verfügbar. Möchtest du sie wieder “ungebunden” machen (unbonding), um sie beispielsweise zu verkaufen, musst du 21 Tage warten. Einerseits verhindert das Panikverkäufe… kann dich aber rasend machen, wenn LUNA um hunderte Prozent steigt und du schnell verkaufen willst…

…doch um zu staken, musst du erst einmal LUNA kaufen. Wo kannst du das?

Wo du Terra LUNA schnell und einfach kaufen kannst

Du kannst auf allen großen und seriösen Börsen LUNA kaufen.

So auf:

…das war’s! So funktionieren Terra und Luna.

Fassen wir jetzt noch einmal alles in einem Fazit zusammen:

Fazit zu Terra Luna

Die Terra-Blockchain ist ein “Bezahl-Netzwerk.”

Über Stablecoins sollst du schnell und günstig auf der ganzen Welt bezahlen können.

Diese Stabelcoins sind jedoch nicht mit Dollar oder Euro gedeckt  –  nein, sie sind algorithmisch mit LUNA besichert.

Willst du die Stablecoins, musst du LUNA verbrennen. 

Das geht jedoch nur so lange gut, wie Leute LUNA und die Stablecoins wollen.

Deshalb baut Terra ein geniales Ökosystem an pfiffigen DeFi-Protokollen, um so viel Nutzen wie möglich in die Stablecoins und LUNA zu packen.

So sollte der Preis von LUNA und der Bedarf an Stabelcoins langfristig steigen.

Denn Nutzen treibt Nachfrage.

Das ist die Vision – aber garantiert ist natürlich nichts!

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