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Das Konzept, durch das du 90% deiner Konkurrenz überlegen bist (Teil 1)

Wer sich über das Wetter beschwert, der hält sich zwar nicht den Regen, dafür aber die Mitmenschen vom Leib, von denen er am Meisten lernen könnte. 

Irrationalität ist heutzutage allgegenwärtig und toxisch für die Weiterentwicklung der Menschheit. Sie mündet schlimmstenfalls in Kriegen, Hungersnöten und bestenfalls in Verblendung. Jedoch ist die weltweite Irrationalität ebenso mit Vorteilen verbunden, denn wer rational ist, der setzt sich dadurch ganz automatisch gegen die Mehrheit durch.

Rationalität ist heute und in Zukunft Wettbewerbs-Vorteil Nummer 1!

Und das, obwohl es sich bei Rationalität auch nur um ein weiteres menschgemachtes Konstrukt handelt, das eher einem Strohhalm gleicht, als einem sicheren Fundament. Legen wir dort los wo es wehtut – bei der verschwiegenen Wahrheit hinter der Logik. Bei dem “Alles” das uns umgibt und das wir verstehen müssen um uns zurechtzufinden.

Die Ausgangslage

Wir können uns keiner einzigen Sache sicher sein. Alles was unser Denken und Fühlen ausmacht sind Botenstoffe die situationsbedingt ausgeschüttet werden. Sie bestimmen unsere Triebe und unser Unterbewusstsein. Damit haben sie uns in der Hand und das Einzige wozu wir im Nachhinein in der Lage sind, ist Modelle zu kreieren, die Zusammenhänge klarstellen und unser Handeln und Denken vor uns selbst und anderen erklären. Zunächst finden wir zu einem Gedanken, dann erst formulieren wir ihn aus und schließlich überzeugen wir uns selbst von seiner Richtigkeit, indem wir ihn mit allen vorangegangenen Gedanken abgleichen.

Gedanken formen Taten formen Umfeld formt Gedanken, usw.

Der einzige Punkt an dem wir einschreiten können, befindet sich nach den Gedanken. Wir können lediglich passiv steuern was und wie wir denken. Wer sich genau konzentriert, der wird merken, dass sein Denken ein reißender Strom ist, den er in ebendiesem Moment folgt. 

Du bist nicht dazu in der Lage, deine Gedanken von Grund auf selbst zu kreieren, du kannst lediglich bestimmen, wie du mit den Millionen Gedanken verfährst, die dich im Moment mitreißen. 

Diese Einsicht ist von unsagbarer Wichtigkeit. Ohne sie wirst du gelebt anstatt zu leben. Du entscheidest, in welcher Form sich ein und die selben Gedanken letzendlich manifestieren, dadurch dass du sie miteinander interagieren lassen kannst, verhinderst du, eine biologische Maschine zu sein. Nur die Art wie du dein Denken komponierst und was du mit ihm komponierst macht dich zu etwas besonderem – zu einem Individuum mit Bewusstsein. 

Diese Aufgabe ist kompliziert und so allumfassend dass wir uns aus Reflex immer wieder aufs Neue von ihr ablenken. Wir lernen etablierten Konstruktionen anderer zu folgen, weil wir sehen wie gut diese als Leitfaden dienen. Sie sind der einfachste Weg sich der eigenen Aufgaben zu entledigen. Doch sie können auch in die Irre führen, ganz besonders in einer Zeit, in welcher fast alle etablierten Systeme (Wirtschaft, Politik, Bildung, etc.) weit hinter den eigenen Möglichkeiten zurückbleiben. Selbst zu denken erfordert Disziplin, Sorgfalt, Mut und den Willen zu scheitern. Viele die es tun gleiten ins Spirtuelle ab, entwickeln abstruse Theorien über flache Erden und Reptilien-Wesen oder halten sich für auserwählt. Wie verhindern wir, dass uns soetwas widerfährt? Wie sorgen wir dafür, dass unsere eigenen Gedanken mindestens im selben Maße stimmen, wie die von der Stange? Wir brauchen ein Werkzeug, ein Hilfsmittel, eine Erfindung – Wir brauchen Rationalität.

Die Erfindung der Rationalität

Zu allererst müssen wir feststellen, dass Rationalität selbst nicht rational ist. Denn rational ist etwas dann, wenn es mithilfe des Verstandes erschlossen wurde. Es muss mithilfe logischer Gesetzmäßigkeiten auf bisherigem Wissen aufbauen. Um diese Forderungen jedoch aufzustellen, können wir aus nichts Dagewesenen herleiten, da es ja die ersten Dinge sind die wir feststellen. Wir bedienen uns dehalb dieser Forderungen, weil sie uns als sinnvoll erscheinen. Nicht mehr und nicht weniger. Im Grunde sind also die Grundpfeiler der Logik, mit deren Hilfe wir rationale Konzepte erschließen können, selbst nicht logisch, sondern willkürlich gewählt. Nun wird der aufmerksame Leser begriffen haben, dass im Grunde genommen nichts rational ist.

Doch Moment, wir wollten doch klären, wie man sich mithilfe von rationalem Denken einen Vorteil vor Konkurrenz verschafft. Oder einfach nur so heraussticht um beliebige Ziele schneller und bequemer zu erreichen. Wir stellen wir das nun an, wenn selbst Rationalität nicht rational ist?

Ganz einfach: Wir erkennen, dass es innerhalb der allumfassenden Irrationalität, Dinge gibt die weniger irrational sind als andere. Und wenn ohnehin alles irrational ist, dann lassen sich die am wenigsten irrationalen Dinge problemlos als rational bezeichnen. Im Grunde meinen wir mit rational immer “rational innerhalb des Irrationalen”, allerdings können wir die letzten drei Worte auch einfach weglassen, da sie ohnehin allgemeingültig und somit keiner Erwägung wert sind.

Wie kannst du nun damit Geld verdienen?

Du hast dich bis jetzt durch allerlei philosophisches Durcheinander gequält und fragst dich vielleicht, wie du nun dadurch erfolgreich werden sollst. Ich bin es dir schuldig, das zu beantworten:

Wer versteht, dass Logik nur ein Werkzeug des Menschen ist um sich besser zurechtzufinden, der setzt Logik gezielter ein. Wer sobald er in eine schwierige Situation gelangt rational bleibt, der besteht diese Situation beinahe problemlos. Darum geht es in diesem Artikel: lernen wie du mit einfachen Prinzipien Ordnung in dein Denken bringst.

Regel 1: Ursache und Wirkung

Zu verstehen, dass jede Wirkung eine Ursache und jede Ursache eine Wirkung hat ist essentiell. Ebenso wichtig ist es die entsprechenden Zwischenwege zu verfolgen und in das eigene Handeln mit einzubeziehen. 

Wer sich daran gewöhnt jedes Geschehniss bis zur Quelle hin nachzuverfolgen, der versteht deutlich besser warum etwas bestimmtes geschieht und wie positive Ereignisse vermehrt und Negative Ereignisse vermieden werden können. 

Wenn du konsequent nachfragst und ebenso konsequent die Folgen deiner Handlungen abschätzt, dann wirst du bald herausfinden, dass es weder Glück noch Schicksal in der Form gibt wie sich die Meisten das ausmalen. Nicht alles hat einen Grund, doch so gut wie alles hat einen, wer sich das nicht eingestehen kann, der verschließt die Augen vor der Realität und bindet seine Hände zusammen um nicht selbst an seinem Leben anpacken zu müssen, obwohl dies für jeden von uns dringend erforderlich ist.

Regel 2: Kosten-Nutzen-Relation

Wir müssen uns immer Fragen: “Was tue ich im Moment? Bringt es mir mehr Positves oder Negatives? Und ist es mir den Teil meines Lebens wert, den es grade einnimmt?” 

Sehen wir uns mal ein Beispiel hierzu an. Für mich als den, der es grade beschreibt könnte es nicht konkreter sein, doch auch du als Leser kannst es leicht auf das Hier und Jetzt übertragen:

Ich schreibe diesen Artikel und ermögliche mir dadurch andere Menschen aufzuklären und zeitgleich ein wenig Geld dabei zu verdienen, sowie mich selbst in meiner Leidenschaft zu schulen. Es nimmt mir die Zeit, welche ich sonst frei nutzen könnte um meine Lieblingsserie auf Netflix zu sehen, doch die Vorteile des Schreibens überwiegen maßlos, denn aus der Netflix-Serie lerne ich wenn ich möchte zwar auch etwas, (über Film, Schauspiel, Ästhetik, Dialoge, etc.) doch ich erweitere meine Fähigkeiten nicht aktiv und auch niemand sonst hat etwas davon, dass ich Serien gucke.

Du selbst ließt diesen Text und könntest sicher auch andere Dinge tun, allerdings hilft dir dieser Artikel dabei Dinge ins Gedächtnis zu rufen, die auf deinem weiteren Lebensweg essentiel sein werden und daher deiner Aufmerksamkeit bedürfen. Die Kosten sind in diesem Fall 15 Minuten Lesezeit, doch der Nutzen ist weit größer, da du dir mehr als 15 Minuten Lebenszeit einsparst.

Wiege auf diese Art und Weise alles ab was du tust und du wirst erkennen wie viel glücklicher dich deine Tätigkeiten machen werden. Weil du deine Lebenszeit nicht vorbeiziehen lässt sondern sie als Wertanlage betrachtest. Denn letztendlich ist Nichts ist wertvoller als die eigene Lebenszeit.

Regel 3: Weniger ist mehr

Die Regel 3 knüpft an das an, was wir zuvor festgestellt haben, denn das Motto “Weniger ist mehr!” ermahnt uns dazu, wenige wichtige Dinge vielen irrelevanten Dingen vorzuziehen. Diese Binsenweisheit verhält sich wie ein schweizer Taschenmesser, sie lässt sich vielseitig einsetzen wie kaum ein anderer Rat. So können wir uns beispielsweise auf den Minimalismus konzentrieren und unseren Besitz auf das Wesentliche beschränken, wir können aber auch falsche Freunde aussortieren und uns nur noch mit denen treffen, die uns verstehen und glücklich machen. Alles was nicht unbedingt notwendig ist, sei es ein Auto oder eine irrationale Sorge, können wir bedenkenlos loswerden. Du wirst selber am besten Wissen, wo du das Prinzip anwenden kannst, doch um den thematischen Bogen zur Rationalität und Logik zurückzuführen, kommen wir abschließend auf eine sehr nützliche Erfindung zu sprechen. Es handelt sich hierbei um ein spezielles Rasiermesser, welches ich ganz ohne Affiliate-Link in diesem Text platzieren werde:

Ockhams Rasiermesser:
Wenn etwas eine Theorie, Erklärung oder Gesetzmäßigkeit komplizierter macht und sich auch anderweitig erklären lässt, dann lassen wir dieses gewisse Etwas einfach weg. Das können wir deshalb tun, weil die einfachste Lösung die Wahrscheinlichste ist.

Beispiel:

Tina steigt auf die Wage und sieht, dass sie seit dem letzten Mal wiegen 5 Kg zugenommen hat. Natürlich ist es möglich dass die Wage kaputt ist oder dass Geister wirklich existieren und einer von ihnen die Wage verhext hat, doch wenn Tina Ockhams Rasiermesser anwendet, denn wird sie sich eingestehen, dass sie es ist, die 5 Kg zugenommen hat. Das ist im Grunde eine erfreuliche Nachricht. Warum? Weil Tina weiterhin Ockhams Rasiermesser einsetzen kann um eine Lösung für ihr Problem zu finden. Natürlich ist es möglich, dass sie einen schlechten Stoffwechsel hat oder ihr Körper ein wissenschaftliches Ausnahmephänomen ist, doch am wahrscheinlichsten ist es, dass Tina ihre Gewichtszunahme durch eigenes Verhalten herbeigeführt hat. Welches Verhalten genau, das kann sie ebenfalls mit Ockhams Rasiermesser angehen und wenn sie ehrlich zu sich selbst ist, hat sie ihr Gewichtsproblem bis zum nächsten Wiegen gelöst.

Regel 4: Zahlen und Fakten

Zahlen sind eine geniale Erfindung, denn durch sie können wir fundierte Vergleiche aufstellen und Dinge messen. Wir können so gut wie allen Dingen einen Wert zuordnen und dieser lässt sich meistens sehr einfach auf seine Richtigkeit überprüfen. Unser Kontostand ist ein Fakt. Es ist besser zu wissen, dass wir 6507€ besitzen, als “etwas Geld” zu haben. Denn mit 6507€ können wir viel anfangen – mit “etwas” so gut wie gar nichts. Von den 6507€ könnten wir 507€ auf unserem Konto behalten, von 3000€ könnten wir uns mit 20 verschiedenen ETF’s eindecken, 1000€ könnten wir für Silber ausgeben und 2000€ könnten wir in die 5 vielversprechendsten Kryprowährungen stecken.

Wenn wir uns Ziele setzen, dann müssen diese mit Zahlen ausgestattet werden, denn so sehen wir wann die Ziele erreicht sind oder wie viel mehr wir tun müssen um sie zu erreichen.
Fakten gilt es zu überprüfen indem wir sie an ihren Ursprung zurückverfolgen. Anschließend lassen sie sich hervorragend als Orientierung verwenden. Wer weiß dass ETF’s (innerhalb der letzten 50 Jahre) ab einer Haltedauer von 15 Jahren im Durchschnitt 12% Rendite jährlich erwirtschaftet haben, der wird seine ETF’s länger im Portfolio halten und dadurch eine klügere Entscheidung treffen.

Regel 5: Emotionalität regulieren

Wir haben alle Emotionen die unser Verhalten dominieren. Wir müssen von klein auf lernen mit ihnen umzugehen. Wir Schreien nicht mehr wenn wir Hunger haben, wir spucken niemanden an, nur weil er anderer Meinung ist, usw.. Und dennoch halten einige ihre Emotionen grade dann nicht unter Kontrolle, wenn es wichtig wäre dies zu tun. Andere wiederrum haben Schwierigkeiten Mitgefühl zu empfinden, weil sie ihre Emotionalität viel zu lange unterdrückt haben und begehen schreckliche Gewalttaten um sich zu bereichern.
Für uns alle ist es wichtig unsere Emotionalität zu registrieren und dann zu regulieren. Wir müssen uns dafür selbst erziehen und jedes Mal aufs Neue dem entsprechen, was unser Verstand uns sagt. Zumindest dann, wenn wir uns in rationalem Terrain wie dem Investieren bewegen.

Beispiel:

Emoto hat beim Kurs von 1200€ einen Bitcoin erworben. Als der Bitcoin immer weiter im Wert sank bekam er Panik. Sein Gefühl sagte ihm, er solle schleunigst sein Geld retten und als der Bitcoin die 600€-Marke unterschreitet verkauft Emoto sofort. Er ist endlich erleichtert und rührt nie wieder den Crypto-Markt an. Als er 2 Jahre später die Tageszeitung aufschlägt ist er geschockt. Der Bitcoin ist nun 12000€ wert. Emoto hat durch eine kurze Erschütterung des Marktes ganze 10800€ verloren.

Rato ist ebenfalls bei 1200€ eingestiegen, als er die sinkenden Kurse betrachtete, war das ein Anlass zur Freude, denn so konnte er noch 2 Bitcoins nachkaufen und das zum selben Preis den früher ein einziger Bitcoin hatte. Rato war gut informiert und wusste dass sich am Bitcoin selbst nichts geändert hatte, deswegen kaufte er nach. Er ist am Ende stolzer Besitzer von 3 Bitcoins, die er mit 33600€ Gewinn verkauft, weil er nun lieber in andere Coins investiert, die früher noch nicht auf dem Markt waren.

Geschichten wie die obige geschehen ständig. Viele machen es sich nun einfach und verklären die Ereignisse durch Konzepte wie Glück oder Schicksal, doch das Einzige worauf sie sich im Fall von Investments verlassen sollten ist ihr logisches Denken und der Wille dieses auch dann nicht abzulegen, wenn jeder um sie herum in Panik verfällt.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs: Wieso wir selbst beim Einsatz unseres gesamten Verstandes nur einen Bruchteil unseres Potentials nutzen und wie du das änderst, das klären wir in Teil 2 dieses Artikels. Ich zeige dir, wie du deinen Erfolgs-Autopilot einschaltest um langfristig das beste aus deinem Leben herauszuholen!

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