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Nebenbei Geld verdienen als Charger/Juicer mit E-Scootern – so einfach gehts!

Gerade in den Sommerferien suchen viele Schüler und Studenten nach Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Neuerdings geht dies als Juicer. Doch was ist das eigentlich und lohnt sich dir Arbeit überhaupt? Die Antwort geben wir dir in diesem Text.

Seit einigen Monaten gibt es in vielen Innenstädten E-Scooter. Sie werden von Anbietern wie Lime oder Bird zur Verfügung gestellt. Sie stehen praktisch an jeder Straßenecke und du kannst sie bequem per App ausleihen. Manch einer fragt sich, wie die Geräte eigentlich geladen werden? Schließlich gibt es keine Sammelstationen oder ähnliches, an denen dies möglich ist. An dieser Stelle kommen Charger oder Juicer ins Spiel: Sie sammeln die E-Scooter ein, laden sie in den eigenen vier Wänden und liefern sie anschließend wieder aus.

Als Juicer bist du selbständig tätig

Man möchte meinen, dass man als Juicer leicht Geld verdienen kann. Doch für alle, die damit ihr Einkommen erwirtschaften wollen, sei gesagt: Es ist ein harter Knochenjob. Kommen wir zunächst einmal zu den Voraussetzungen. Wenn du dich entscheidest, als Juicer arbeiten zu wollen, benötigst du eine Gewerbeanmeldung. Das bedeutet, du bist nicht bei der Firma angestellt, sondern arbeitest als Selbstständiger. Du kannst online unkompliziert und schnell ein Gewerbe anmelden. Bedenke aber auch, dass du jedes Jahr eine Steuererklärung erstellen musst. Wenn du den Job als Charger nur einmal kurz während der Ferien machen willst, solltest du also genau überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Daneben musst du mit dem jeweiligen Anbieter einen Vertrag schließen, der dich auf die Rechten und Pflichten hinweist.

Fangen wir einmal mit den unangenehmen Dingen an, nämlich den Arbeitszeiten. Weil die E-Scooter vor allem tagsüber genutzt werden, müssen sie nachts geladen werden. Das bedeutet, sie werden zu bestimmten Zeiten zum Laden freigeben. Die Zeiten variieren bei den verschiedenen Anbietern. Du solltest dich aber darauf einstellen, dass du erst ab 20 Uhr mit der Arbeit beginnen kannst. In der App der Anbieter kannst du die Standorte herausfinden, an denen sich die Scooter befinden. Da pro Ladevorgang meist nur einstellige Euro-Beträge gezahlt werden, sammeln viele Juicer gleich mehrere Modelle auf einmal ein. Dadurch lohnt sich zwar der Einsatz, doch bei einem Gewicht von 12 bis 20 Kilogramm pro E-Roller ist das sehr anstrengend.

Als Charger arbeiten: So sieht der Alltag aus

Hast du die E-Scooter nach Hause gebracht, musst du sie an der eigenen Steckdose laden. Die Ladegeräte werden dir von dem Anbieter gestellt. In der Regel erhältst du nur eine begrenzte Anzahl an Ladegeräten, du kannst also nur wenige gleichzeitig aufladen. Die meisten Anbieter werben damit, dass das Laden maximal 15 Cent kosten. Doch Kalkulation ist optimistisch. Die Realität zeigt, dass der Preis geringfügig darüber liegt. Bei einzelnen Ladevorgängen macht sich dies freilich nicht stark bemerkbar. Doch wer ein professioneller Juicer ist und Tag für Tag mehrere Scooter lädt, wird den Unterschied schnell bemerken.

Sind die Akkus der E-Scooter geladen, können sie ausgeliefert werden. Manche Anbieter schreiben sogar vor, dass sie direkt danach wieder auf die Straße gestellt werden müssen. Andere schreiben vor, dass sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt am Folgetag ausgeliefert werden müssen. Da das aber am Morgen und häufig vor dem Sonnenaufgang der Fall ist, ist das nicht unbedingt eine Vereinfachung deiner Arbeit dar. Wer sich nicht an diese Vorgaben hält, dem wird ein Teil der Gutschrift abgezogen.

Um ihren Profit zu maximieren, mieten einige Charger Kleintransporter an. So können sie für verschiedene Anbieter zugleich tätig sein und möglichst viele Geräte einladen. Dies lohnt sich allerdings nur, wenn du tatsächlich mehrmals pro Abend ausfährst, um neue Roller zu holen.

E-Scooter aufladen: Lohnt es sich wirklich, als Juicer zu arbeiten?

Es lohnt sich nicht, im Hauptjob als Juicer tätig zu sein. Denn du solltest beachten, dass du lange unterwegs bist, bevor du eine Vergütung erhältst. Du musst zunächst den E-Scooter ausfindig machen, ihn nach Hause transportieren, laden und schließlich wieder ausliefern. Oft kommst du bei der Arbeit auf einen Stundenlohn, der unterhalb des Mindeslohns liegt, den du erhalten würdest, wenn du angestellt wärst

Gerade für das Ausliefern gibt es bestimmte Regeln, die die Arbeit aufwendiger machen. Denn du darfst als Charger die E-Scooter meist nur an bestimmten Stellen abstellen und musst dich daran halten, dass du nur eine zuvor festgelegte Anzahl an Scootern an diesen Stellen abstellen darfst. Du musst also unter Umständen gleich mehrere Anlaufpunkte aufsuchen. Der Verdienst wird schließlich unter Umständen auch dadurch geschmälert, dass du dir einen Transporter anmieten musst, um die Sccooter zu transportieren. Außerdem solltest du bedenken, dass es eine sehr anstrengende Tätigkeit ist. Du solltest es gewohnt sein, körperlich zu arbeiten, wenn du möglichst viel aus dem Job herausholen möchtest. Bedenke also auch, ob du die Scooter lediglich ins Erdgeschoss schaffen musst oder ob du in einer höher gelegenen Etage wohnst.

Wohnst du in einer Stadt und es stehen einige E-Scooter in deiner Umgebung, kann es allerdings ein nettes Zubrot sein, das du dir als Juicer verdienst. Vorstellbar wäre beispielsweise, dass du einfach beim Spazieren gehen, Einkaufen oder auf dem Weg nach Hause immer wieder mal ein paar wenige Roller mitnehmen.

 

Folgende Anbieter haben Jobs für dich:
https://www.li.me/de/
https://www.bird.co/
https://www.youngcapital.de/karriere/e-scooter-jobs

      • Stimmt, der eine tut etwas sinnvolles für zahlende Gäste und der andere tut etwas völlig behämmertes indem er einem völlig gehypten E-Sharing-Hipster-Business hinterher hechelt. Wo soll eigentlich die Umweltschonung herkommen wenn man die Roller erstmal mit konventionellen Transportern hin und her kutschieren muss? Was für ein ökonomischer und ökologischer Gehirnfurz…

    • Neue Dinge werden von uns deutschen gerne erstmals etwas negativ beleuchtet. Aber es gibt auch Vorteile! Zum Beispiel kommen die e-Scooter bei den Nutzern in der Stadt sehr gut an. Sie verbrauchen deutlich weniger Energie und Rohstoffe in der Produktion und im täglichen Gebrauch als Autos, Motorräder, E-Bikes oder E-Mofas. Sie sind handlicher, benötigen keinen Führerschein und nehmen kaum Platz weg.

      Wer weiß, wenn sich die Beliebtheit erhöht und der Kampf der StartUPs beendet ist, vielleicht steigen dann die Preise und somit auch die Einnahmen für die Charger / Juicer. Ich wünsche es mir.

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