„Manche gehen vom aktiven Hamsterrad ins passive Hamsterrad“- Alex Fischer über die ungeschminkte Wahrheit, wie Du wirklich finanziell frei wirst

Zwei Reisetaschen, drei Rucksäcke und das Büro im Laptop – mehr Hausrat brauchst Du nicht, wenn Du finanziell frei um die Welt tingelst. Vor macht es dir Marcos heutiger Gast: Alex Fischer. Er ist Aktionär, Blogger, Coach, Autor, Fotograf, Unternehmer… da war die Liste selbst mir zu lang. Aber sein Standpunkt ist klar: Du brauchst mehrere finanzielle Standbeine – und deine Motivation einen langen Atem. Er verrät dir, was zur finanziellen Freiheit wirklich nötig ist.

Eins vorweg: Der Beitrag ist keine wortgetreue Übertragung des Interviews. Aussagen wurden gekürzt, zusammengefasst und an einen Fließtext angepasst. Wörtliche Zitate sind kursiv und mit Anführungszeichen versehen.

Das Prinzip der finanziellen Freiheit – das musst Du unbedingt beachten

Hast Du eine Strategie, damit Du dir um Geld keine Sorgen machen musst?

Ich esse gern an Tischen mit vier Beinen – besser sechs, am besten zehn. Bistro-Tische mit einem Bein verabscheue ich dagegen; sie wackeln, sind zu klein und das einzige Bein raubt gerade dir die ganze Beinfreiheit. Verstehst Du, was ich meine? Viele verlassen sich nur auf eine Einkommensquelle.

Stolz vergraben sie ihre Köpfe im Taschenrechner : Wie viel muss ich sparen, bis ich davon leben kann? Aber das geht in die Millionen! Brauchst Du 40.000 Euro pro Jahr, musst Du wenigstens eine Million besitzen. Bis deine einzige Einkommensquelle das erwirtschaftet hat, dauert es viel zu lange.

Tischlere dir deshalb mehrere Standbeine: Bücher, Hörbücher, Fotos, Coachings, Blogs, Affiliate-Marketing, Investieren… Sie machen dir einen Tisch, den keine Beine mehr tragen, sondern ganze Platten. So strömt ein Batzen Geld zu dir, der sich schließlich verselbstständigt.

Nimm dir nur die Dividenden: Wie zufrieden bist Du mit dir, wenn monatlich 50 Euro hereinkommen? Irgendwann sind es 300 Euro, dann über tausend, bis die Rendite so schnell wächst, dass monatlich dreistellige Beträge hinzukommen. Dann ist der Zug unaufhaltsam – Du kannst ihn nicht mehr stoppen.

Diese Kraft habe ich mir seit 1999 zunutze gemacht – damals habe ich meine erste Website gegründet. Heute habe ich täglich eine Arbeitszeit von zwei bis drei Stunden für alle Projekte zusammen. Alles darüber hinaus ist mehr ehrenamtlich als ein Muss. Ich mache nur noch, was mir wirklich, wirklich Spaß macht.

So gehst Du deinen Weg zur finanzielle Freiheit

Wie hast Du damit begonnen, deine Gewinne auch gewinnbringend anzulegen?

Früher arbeiteten ich und meine Frau im Vollzeitjob – ich in der Bank, sie in der Telekommunikation. Wir verdienten gut und brauchten 60 Prozent unseres Einkommens nicht. Das gab ich weiter an ETFs, Fonds, Versicherungen. Bis es mir gereicht hat: Ich wollte es selbst machen. Dafür folgten wir vier einfachen Stufen:

  1. Minimalismus: Mit wenig auskommen; kündige Netflix, dein Fitness-Studio und reduziere deine Ausgaben. Du wirst staunen, wie viel Du gar nicht brauchst.
  2. Einkommen maximieren: Konzentriere dich zuerst auf dein Haupteinkommen. Rede mit deinem Chef, prüfe die Tarifverträge, bilde dich weiter.
  3. Investiere, was übrig bleibt – sei es Zeit oder Geld. Ich habe zuerst meine Zeit investiert und eine Website aufgebaut; sie warf die ersten Jahre keinen Cent ab. Aber ich habe gelernt und Erfahrungen gesammelt, bis schließlich das erste Werbebanner auf meiner Page wehte.
  4. Investiere alle Erträge aus deinem Business: Entweder investierst Du noch mehr Zeit und Geld in dein Business oder Du betrittst den Kapitalmarkt. Habe davor keine Angst: Weil unsere Gesellschaft Wachstum braucht, wird auch er ewig wachsen – natürlich mit Krisen hier und da.

Hattest Du von Anfang an das Ziel, mit deiner Website finanziell frei zu werden?

Früher hatten wir nur ein Ziel: Es musste genug Geld da sein. Das änderte sich schlagartig, nachdem ich mehrere Bücher gelesen hatte – so z.B. von Bodo Schäfer oder Robert Kiyosaki. Jetzt sollte Geld für mich arbeiten, nicht ich für Geld.

So wuchs das Ziel: Mit 50 verdiene ich so viel nebenbei, dass ich in Teilzeit gehen kann. Jetzt bin ich 42 und finanziell frei! Aber auch schon früher konnte ich auf Teilzeit wechseln – trotzdem war es qualvoll: 3 Stunden Fahrt, 5 Stunden Arbeit, dann völlig K.O. bis 0 Uhr am Business arbeiten. Du darfst halt nicht faul sein!

Jedoch zahlt sich die Anstrengung irgendwann aus: Schließlich habe ich mehr verdient als bei der Bank. Das ist ein magischer Moment, weil aller Ballast von dir abfällt. Du wirst mental stärker und selbstbewusster. Die Chefin verlangt Überstunden? „Ne, die Überstunden übernehme ich jetzt nicht, ich habe daran kein Interesse.“

Dieses Gefühl ist die finanzielle Freiheit – es ist ein Lifestyle: Du kannst sagen, tun und machen, was Du willst. Vor allem dort, wo Du vor Kurzem noch abhängig warst.

Wie habt ihr eure Kosten reduziert?

Wir haben alle unsere Ausgaben aufgeschrieben und dann frei gestrichen. Du musst dich nur entscheiden: Auf was willst Du verzichten? Natürlich darfst Du nicht nur verzichten; wir sind immer noch gereist – so nach Asien oder Amerika. Aber Du musst alles ins Verhältnis setzen zu deinem Einkommen: Will ich 50 Prozent meines Einkommens für Wohnen ausgeben oder reicht mir 20 Prozent?

Das Gleiche gilt für teure Markenprodukte: Spürst Du den Unterschied zu billigen Alternativen? Du denkst, ja? – dann mache eine Blindverkostung. Nimm dir z. B. teure und billige Gurken und teste, ob Du blind den Unterschied schmeckst. Falls ja, streiche dir die Marke bloß nicht vom Einkaufszettel, weil sie ein Qualitätsmerkmal für dich ist. Bei mir ist es Magnum-Eis; den Unterschied zu anderen Produkten schmecke ich sofort.

Das kannst Du von Alex über finanzielle Freiheit lernen

Wie kann man dich erreichen? Was kannst Du den Lesern mitgeben?

Ich lebe die finanzielle Freiheit – das unterscheidet mich von vielen Bloggern. Deshalb kann ich die Frage beantworten: Was muss ich tun, um finanziell frei zu werden? Denn es ist nicht so einfach, wie es der Taschenrechner vorrechnet. „Manche gehen vom aktiven Hamsterrad ins passive Hamsterrad“.

Es reicht nicht, lediglich deine monatlichen Kosten zu decken. Du brauchst bedeutend mehr: einen großen Puffer, Krankenversicherung, Altersvorsorge – als Selbstständiger musst Du alles selbst bezahlen. Deshalb bist Du noch lange nicht finanziell frei, sobald dein passives Einkommen deine monatlichen Kosten deckt.

Aber einen großen Vorteil hat das passive Einkommen: „Es ist genauso schwierig, aus dem passiven Hamsterrad herauszukommen, wie aus dem aktiven.“ Aus dem aktiven brichst Du schwer aus; Du tauschst Zeit gegen Geld und verbrauchst noch einmal extra Zeit, um dir ein Business aufzubauen.

Aber sobald dich dein passives Einkommen einmal finanziert, kommst Du auch da nicht mehr heraus. Mit 10-15 Einkommensquellen ist es fast unmöglich, dass alles zusammenbricht. Du kämpfst gegen nichts mehr an, Du hältst es lediglich am Laufen. „Du machst 2 Stunden am Tag etwas, verdienst aber so viel wie andere in 2 Wochen“.

Was lehrst Du deinen Lesern auf deinem Blog?

Auf meinen Blog „Reich-mit-Plan“ zeige ich, wie die Dividendenstrategie richtig funktioniert. Wir warten dann auf Marktmomente zum Einsteigen und konzentrieren uns darauf. Es ist fast wie ein 1:1 Coaching, weil jeder individuelle Aktien bevorzugt – der eine verabscheut Nestlé, der andere schreit: Her damit!

Natürlich ist das Ganze Market-Timing und Stock-Picking, aber es funktioniert – egal, was die anderen sagen. Ich erreiche eine Überperformance, indem ich den Markt schlage. Auch wenn man mir beweist, dass es eigentlich nicht geht.


Fuchs als Comicfigur

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Möchtest Du zum Ende noch etwas loswerden, was die Leser unbedingt wissen sollten?

Wer finanziell frei sein will, der muss ein Macher sein. Sie kommen auf einen zu, verlangen Tipps und wollen wirklich vorankommen. Du darfst nicht nur zuschauen, sondern musst richtig aufstehen. Verändere etwas an dem, was Du bisher gemacht hast. Denn das hat dich in die Lage geführt, aus der Du jetzt entkommen willst.

Aber Du brauchst Antrieb, Feuer und Leidenschaft. Finanzen müssen wie dein liebstes Hobby werden – ob Blizzard, Monsun oder Tornado, Du gehst da raus und lieferst ab. Du brauchst eine richtig lange Motivation. Denn finanziell frei wirst Du nicht in sechs Monaten; Du brauchst schon mindestens zwölf.

Hier kannst Du lernen, wie auch Du mit Dividenden ein passives Einkommen erzielst “Reich-mit-Plan”.

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Junge schaut in die Kamera

Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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Robin Prock

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