Wie du die Fallstricke und Fehler vermeiden kannst, die viele auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit gerne machen – Teil 2

„Lets get ready to rumble!“ Heute geht es in die zweite Runde: Deine Fehler zur finanziellen Unabhängigkeit wanken schon, kühlen sich die Augen; sie halten sich kaum noch im Ring. Heute schlägst Du sie K.O.! Deshalb habe ich dir zwei weitere Lösungen mitgebracht, wie Du die größten Fehler auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit vermeiden kannst.

Hast Du Teil 1 verpasst? Hier kannst Du ihn nachlesen (Klick).

Fallstrick 4: Du machst keine Schulden

Nein, Du hast dich nicht verlesen. Da steht wirklich: Du machst keine Schulden. Denn es gibt gute wie schlechte Schulden. Wo ist der Unterschied? Schlechte Schulden ziehen Geld aus deiner Tasche – so z.B. Kreditkartenschulden –, gute Schulden stecken Geld in deine Tasche – das wäre ein vermietetes Haus, das die Bank finanziert hat.

Folglich arbeitet fremdes Geld für dich; Du machst es dir nutzbar. Aber ist das nicht riskant? Absolut! Deshalb solltest Du dir deiner Sache sicher sein wie Lucky Luke bei einem Revolver-Duell. Was jedoch möglich ist, will ich dir an diesem Beispiel zeigen:

  • Kaufpreis für ein Haus: 1.000.000 Euro
  • Jährliche Mieteinnahmen: 100.000 Euro

Du bekommst eine Rendite von 10 Prozent p.a., wenn Du das Haus vollständig abbezahlst. Aber wenn die Bank einspringt mit einem Hypothekendarlehen? – sagen wir: Sie bezahlt 800.000 € zu 5 Prozent jährlich – ohne Tilgung. Das macht dann:

  • Kosten für die Bank-Finanzierung pro Jahr: 40.000 Euro
  • Miteinnahmen – Bank-Zinsen = 60.000 Euro Einnahmen pro Jahr

Jetzt magst Du sagen: 60.000 Euro pro Jahr sind weniger als meine ursprünglichen 100.000 €. Das ist korrekt, aber die Rendite ist höher: Auf dein Anfangskapital von 200.000 Euro bekommst Du eine Rendite von 30 Prozent. Doch spinnen wir das Beispiel weiter:

Mit den restlichen 800.000 Euro – nehmen wir an, Du hattest bereits zu Anfang die Million – kaufst Du dir 4 weitere Häuser zu den gleichen Bank-Konditionen. Wie viel Einnahmen hättest Du dann?

  • Jährliche Miteinnahmen: 500.000 Euro
  • Jährliche Kosten für die Finanzierung: 200.000
  • Übrige Summe: 300.000 Euro

Du würdest also anstatt 100.000 Euro pro Jahr satte 300.000 Euro verdienen – und das bei gleichem Kapitaleinsatz! Darin ist nicht einmal eingerechnet, wie viel die Häuser jährlich im Wert steigen; aber zugegebenermaßen die Steuern oder Notarkosten auch nicht.

Selbstverständlich kannst Du die Rechnung komplizierter gestalten: 1,5 Prozent Zinsen und 3,5 Prozent Tilgung – aber das Prinzip sollte klar sein und ist ebenfalls mit weit weniger Kapitaleinsatz möglich.

Lösung:

Keinesfalls verlange ich von dir, sofort zur Bank zu rennen, einen Kredit aufzunehmen und irgendein Haus zu kaufen. Es ist ein reiner Gedanken-Anstoß, der die Neuronen zum Schwingen bringen soll und dir zeigt, was möglich ist. Natürlich musst Du erfahren genug sein und den emotionalen Druck schultern können – allerdings beweist das Beispiel deutlich: Mit fremdem Geld wirst Du schneller finanziell unabhängig, als wenn Du nur deine eigenen Euros auf den Tisch legst.

Hier ist ein Buch von zwei Yale-Professoren, das beschreibt, warum Du Leverage (Fremdkapital) an der Börse zum Vermögensaufbau nutzen solltest. Ist allerdings nur auf Englisch erhältlich: Lifecycle Investing: A New, Safe, and Audacious Way to Improve the Performance of Your Retirement Portfolio.”

Hier habe ich dir zwei Podcasts von Geldhelden verlinkt, wo es Menschen durch Fremdkapital zur finanziellen Unabhängigkeit mit Immobilien gebracht haben:

In 3 Jahren, mit 0€ Startkapital zu 61 Immobilien – So geht Immobilieninvestor richtig!

Immobilien Millionär verrät seine Geheimnisse – Dr. Florian Roski Interview

 

Fallstrick 5: Dein Mindset ist auf Armut eingestellt

Wenn Dr. Banner wütend wird, wird er zum Hulk – grün, riesig, ein alles zerstörendes Untier. Ähnlich geht es vielen, wenn sie Geld hören: Wild um sich schlagend machen sie ihre Bemühungen zunichte, weil ihr Mindset auf Armut getrimmt ist. Mindset? Ja, das ist alles, was Du über Geld weißt, denkst und fühlst. Ein Beispiel: „Reiche Menschen wurden nur durch Diebstahl reich.“

Vielleicht murmelst Du diesen Satz vor dich hin wie das Hare-Krishna-Mantra, sobald Du einen reichen Menschen siehst – seinen schneidigen Porsche, seine funkelnde Uhr und sein zufriedenes Lächeln. Wirst Du mit diesem Glaubenssatz wohl reich werden? Eher nicht: Wer will schon Geld verdienen, aber dabei im moralischen Sumpf ertrinken?

Allerdings schnorchelt dein Mindset nicht nur im moralischen Fahrwasser; es drängelt dich auch zur Armut. Beispielweise sagst Du dir: „Reich sein kann ich nicht.“ Überraschung! Dann wirst Du niemals reich sein. Wie willst Du etwas verwirklichen, an was Du selbst nicht glaubst? Wer nur Armut denkt, zieht nur Armut an.

Der Glaube mag zwar Berge versetzen, aber deine Taschen füllt er nicht, sobald Du plötzlich an Reichtum glaubst. Du kannst dich reich machen, jedoch nicht sofort reich denken – aber nur mit „reichen“ Gedanken, kannst Du „reich“ handeln und Geld machen. Deshalb ist Denken der Anfang, weil Du dein Unterbewusstsein auf Reichtum einnordest. So wirst Du bereit, zu investieren, Risiken einzugehen und erkennst Möglichkeiten. Aber wie kommst Du dahin?

Lösung:

Dein Mindset sind deine Gedanken; deshalb musst Du sie schirren, anspannen und in die gewünschte Richtung peitschen. Wie machst Du das? – durch Selbst-Beobachtung. Gedanken sind frei, weshalb Du deine Gedanken auch frei wählen kannst. Sagen wir, Du denkst: „Ich werde immer arm bleiben.“ Natürlich ist dieser Satz negativ aufgeladen und sogleich fühlst Du dich schlecht wie ein Kind, das die Mutti bei Rewe vergessen hat.

Doch Du musst nicht so denken! Du kannst deinen Gedanken ablehnen! Sooft er aufsteigt, sage dir: „Ja, ich kann reich werden!“ Freilich ist das nur der erste Schritt; Du musst deinen Glaubenssatz zudem positiv aufladen. Dein Unterbewusstsein macht dich reich oder arm – aber es hört nur auf Gefühle, nicht auf logische Gedanken.

Lade den Satz „Ich kann reich werden“ mit fröhlichen Gefühlen auf. Vielleicht stellst Du dir vor, wie Du in deinem Traumhaus stehst oder im Traumwagen sitzt? Das machst Du jedes Mal, wenn finstere Gedanken aus deinem Inneren steigen. Zwar wirst Du dein Unterbewusstsein nie völlig zähmen, aber deine Gedanken werden positiver und Schritt für Schritt ändert sich dein Mindset.

Natürlich kannst Du den Prozess beschleunigen – und wie? Mit Affirmation; das sind Glaubensätze, die Du laut zu dir sprichst. Solche fallen darunter:

  • Ja, ich will finanziell frei werden
  • Ich gebe Geld nur sinnvoll aus
  • Ich nehme mehr ein, als ich ausgebe

Natürlich gibt es Hunderte mehr – aber diese „1, 2, 3 letzte Chance vorbei“ machen es deutlich: Es sind positive Gedanken, die Du wie eine Tulpen-Zwiebel in dein Unterbewusstsein pflanzt. Gießt Du sie regelmäßig, wächst daraus eine neue Einstellung. Dennoch darfst Du diese Sätze nicht sinnlos vor dich hinbrabbeln, Du musst fest an sie glauben und mit positiven Emotionen aufladen. Nur so wirken sie.

Mache dir am besten eine Liste und lese sie morgens und abends laut vor – aber vergiss die Gefühle und den Glauben nicht! Stelle dir vor, hinter dir sitzt ein Schauspiellehrer, der bei jeden Satz schreit: “Mehr Gefühle!”

Interessiert dich dieses Thema, empfehle ich dir zwei Bücher:

Fazit

Das war Teil 2 – und wahrscheinlich auch der letzte Teil, außer ein Gedankenblitz fährt noch in meine Hirnrinde. Aber das hast Du insgesamt gelernt:

  • Sobald Du einmal deine Ausgaben gedrosselt und ein „Ausgebe-System“ entwickelt hast, kümmere dich nur noch um deine Einnahmen – hier hast Du den größeren Hebel
  • Vertraue nicht nur auf die Börse, sondern blicke über den Tellerrand hinaus zu anderen Investments. Jedoch vor allem in dich selbst sollst Du investieren, weil dein Humankapital die größte Rendite abwirft.
  • Glaube nicht an das Glückskeks-Geschnatter der Prognosen, Crashpropheten und Bankberater, weil Du deine Finanzen selbst regelst, dir vertraust und dich finanziell weiterbildest.
  • Nutze gute Schulden, wenn Du den Prozess beschleunigen willst. Aber dafür brauchst Du wissen oder Erfahrung – sei also vorsichtig.
  • Stelle dein Mindset auf Reichtum um. Nur wenn Du fest daran glaubst, reich werden zu können, wirst Du dementsprechend handeln. Deine Gedanken sind kraftvoller, als Du denken magst.

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Über den Autor:

Finanz-Enthusiast, Self-Improvement-Sensei und  notorischer Wort-Jongleur – diese drei Engel für Charlie bin ich: Robin. Meine Texte entzaubern die Finanzwelt, um sie Dir zerlegt auf dem Silbertablett zu präsentieren. Für Deine finanzielle Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

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Robin Prock

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