Finanzbildung im DACH-Raum: Warum sie wichtig ist und wie die aktuelle Situation aussieht

Finanzbildung umfasst Fähigkeiten und Kenntnisse, die erforderlich sind, um bei finanziellen Fragen rationale Entscheidungen treffen zu können. Allerdings gibt es noch immer viele Menschen, die sich nicht näher mit dem Thema auseinandersetzen. Das gilt nicht nur für Deutsche, Österreicher und Schweizer, sondern auch für viele Ausländer beziehungsweise Immigranten im DACH-Raum. Letztere kümmern sich lieber darum, einen guten Deutschlehrer zu finden, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. 

Zugegebenermaßen ist das eine gute Sache, aber wenn es um die Zukunft geht, spielen auch finanzielle Aspekte eine tragende Rolle. Doch warum ist Finanzbildung eigentlich so wichtig und wie sieht überhaupt die aktuelle Situation aus?

Finanzbildung kann vor Altersarmut und Verschuldung bewahren

Bei Finanzbildung geht es keineswegs nur um Reichtum, denn selbst wenn es sich dabei nicht um eines der persönlichen Ziele handeln sollte, ist Wissen zu Finanzthemen äußerst hilfreich. Wer Finanz- und Wirtschaftskreisläufe nicht versteht, hat schließlich ein weit höheres Risiko, in diesem Bereich schlechte Entscheidungen zu treffen.

Es kann beispielsweise passieren, dass man bei Finanzierungen auf vermeintlich günstige Angebote hereinfällt, aber diese nicht der Realität entsprechen. Ganz zu schweigen von Betrug, denn schwarze Schafe sind gerade in der Finanzwelt weit verbreitet.

Infolgedessen lässt sich sogar sagen, dass Finanzbildung vor unerfreulichen Szenarien wie Verschuldung schützen kann. Zudem ist sie die beste Vorsorge für die berüchtigte Altersarmut. Letztere ist noch immer ein Problem und nicht selten hängt sie mit mangelnder finanzieller Bildung zusammen.

Nur wenige Jugendliche und junge Erwachsene kennen sich mit Finanzthemen aus

Statistiken und Umfragen zeigen, dass ein beträchtlicher Anteil der jungen Menschen sich nicht ausreichend mit Finanzthemen auskennt. So wissen beispielsweise nur wenige, was es überhaupt mit aktiven und passiven Geldanlagen auf sich hat.

Generell besteht bei Themen rund um Altersvorsorge, Börse und Kredite Nachholbedarf. Am problematischsten ist dabei vor allem die Situation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Schulabschluss. Trotz mangelnden Finanzwissens überschätzen sie häufig ihre finanziellen Fähigkeiten. Das kann zu Fehlentscheidungen führen, die sich gerade im späteren Alter nicht mehr einfach so bewältigen lassen. 

Auf der anderen Seite sollte erwähnt werden, dass das Thema Finanzen in der Schule ohnehin nicht genug Beachtung findet. Nicht ohne Grund gibt es viele Menschen, die nach ihrem Schulabschluss Probleme mit alltäglichen Dingen wie beispielsweise der Abgabe der Steuererklärung haben.

Das ist jedoch nicht das größte Problem, denn wer möchte, hat genügend Möglichkeiten, um sich über Finanzthemen zu informieren. Das World Wide Web bietet schließlich genügend Wissen und das in unterschiedlicher Form wie Grafiken, Texten oder Videos

Desinteresse stellt nach wie vor ein großes Problem dar

Das größte Problem im Hinblick auf die Finanzbildung von jungen Menschen ist das immense Desinteresse. Es gibt nur wenige Jugendliche und junge Erwachsene, die wirklich ein ernstes Interesse an Finanzthemen haben.

Meist ändert sich das nur dann, wenn eine direkte Konfrontation erforderlich ist – beispielsweise bei der Eröffnung eines Girokontos. Doch nicht nur bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist Desinteresse problematisch.

Selbst Erwachsene im DACH-Raum kennen sich oft nicht gut genug mit Finanzen aus. Glücklicherweise muss das kein Hindernis darstellen, denn in unserer heutigen Zeit können wir jederzeit, überall und kostenlos auf Finanzwissen zurückgreifen.

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