Jeder will finanziell frei sein. Du sicher auch! Dieser Artikel hilft dir dabei den Begriff „finanziell frei“ unter die Lupe zu nehmen und ist das Sprungbrett für deine eigene Definition, die dein ganzes Leben umkrempeln könnte.

Warum das überhaupt wichtig ist:

Wann immer wir etwas erreichen wollen hilft uns dabei Planung. Der wichtigste Teil der Planung ist ganz entschieden die Zielsetzung, denn von ihr hängt ab wohin wir streben und ob wir überhaupt motiviert genug sind den langen Weg auf uns zu nehmen. Uns kommt dabei ein psychologischer Effekt zugute der so stark ist, dass er ganze Völker ausgelöscht hat und bis heute Kriege aufrechterhält. Er nennt sich:

Kongruenz

Wer nachdem er A gesagt hat auch A tut, der ist kongruent. Kongruente Menschen mag jeder deutlich lieber als Menschen die es nicht sind, denn Kongruenz spricht für: Tatkraft Stärke und Zuverlässigkeit. Selbst wenn wir persönlich keinen so großen Wert auf diese Dinge legen, ist unser Instinkt noch immer auf überleben getrimmt und fordert diese Eigenschaften bei unseren Mitmenschen unerbittlich ein.

Umgekehrt haben wir mittlerweile jedoch auch gelernt, dass wir das was wir verlangen auch selbst liefern müssen. Gepaart mit der Angst vor dem Verstoß aus der (ehemals überlebenswichtigen) Gruppe gibt uns das genug Motivation dazu, immer kongruent zu sein. Wir zwingen uns selber dazu kongruent zu sein oder zumindest so wahrgenommen zu werden. Im Ernstfall verbiegen wir die Realität noch etwas und betrügen uns selbst.

Wer denkt dass der Nachbar ihm einen edlen Wein geklaut hat und sich daraufhin als Opfer darstellt, der wird es in den allermeisten Fällen einfach unter den Tisch fallen lassen, wenn er entdeckt, dass der Nachbar einfach nur den selben Wein gekauft hat. Denn er hat nicht Angst vor dieser Lapallie sondern davor, dass ihn sein Umfeld als nicht kongruent wahrnimmt. Dies löst Todesangst aus (weil es eben früher wirklich zum Tod führen konnte: Wer sagt, er könne sich wehren und das Gegenüber besiegen, dies aber offensichtlich nicht kann und einfach immer behauptet, vor den verliere alle den Respekt.).

Nun aber zur positiven Seite:

Wenn wir uns Ziele setzen, dann aktivieren wir dadurch einen Autopilot der (aus Angst vor Inkongruenz) unsere Handlungen automatisch auf die Erreichung des Ziels ausrichtet. Damit das so gut wie möglich funktionieren kann und uns nicht etwa behindert, müssen wir darauf achten, wie wir uns Ziele setzen und diese definieren. Deshalb ist es so wichtig sich mit der Definition von finanzieller Freiheit auseinandersetzen.

Begriffswirrwarr

Finanzielle Freiheit, das ist ein sehr offener Begriff der so gut wie alles bedeuten kann. Das liegt daran, dass es keine wirklich einheitliche Definition von Freiheit gibt. Hinter dem Begriff Freiheit steht immer die Frage „Frei von was?“ Wenn wir jetzt mit dem finanziellen Teilstück aufrücken, dann haben wir es schonmal soweit eingegrenzt, dass das wovon wir frei sind an unsere Finanzen gekoppelt ist. Finanzielle Freiheit definiert sich daher für jeden unterschiedlich.

Von welchen finanziellen Aspekten wir frei sein wollen:

1: Beruf

Der Platz Eins auf der Liste dessen, wovon sich die meisten befreien wollen, wird durch den Beruf belegt. Viele von uns haben sehr schlechte Erfahrungen mit dem Angestelltenverhältnis gemacht und sehen sich nur durch das Geld dazu gezwungen weiterzumachen.

2: Arbeit

Wichtig ist es, zwischen Beruf und Arbeit zu trennen. Während wir mit „Beruf“ eher ein Angestelltenverhältnis bezeichnen lässt sich mit Arbeit all das asozieren, was uns Geld beschert. Arbeit ist die Leistung, die wir erbringen müssen um im Austausch etwas zurückzubekommen. Von nichts kommt (grade wenn es um Finanzen geht) tatsächlich nichts. Wer also frei von Arbeit sein will der hat es sehr schwer. Was erreicht werden kann, ist jedoch ein „so gut wie frei von Arbeit“ was wir dadurch erreichen, dass unsere Arbeit so effizient ist, dass wir nur wenig Zeit in sie investieren müssen. Managergehälter sind deshalb so hoch, weil sie Entscheidungen treffen, die verheerende Auswirkungen haben und deutlich größere Geldsummen hervorbringen oder vernichten. Die wesentliche Tätigkeit eines Managers ist entscheiden und wenn eine Entscheidung Millionen einbringt, dann ist das Treffen von 100 Entscheidungen, von denen 60 positive Folgen haben natürlich viele Tausend Euro wert.

3: Sparen

Verschwenderisch sein – sich alles kaufen, was man sieht und keine Grenzen dafür haben, was man sich nehmen kann und was nicht. Das haben viele als Traum. Frei sein vom Geld sparen und dem Einschränken eigener Bedürfnisse. Ein Leben mit dem Luxus erfordert ein ebenso ausschweifendes Einkommen, denn sonst ist die Pleite nahe. Wer Geld verprasst der muss vorher sicher gehen, dass er sich das auch leisten kann. Die einzige wirklich gute Methode für jemanden der frei vom sparen sein will, ist es somit eine immense Menge Geld anzuhäufen.

4: Problemen

Geld ist Problemlöser Nummer 1. Auch wenn es nach idealistischem Weltbild nicht so sein sollte, kann man sich mit ihm aus fast jeder Affäre ziehen. Spätestens wenn wir uns in fremden Ländern aufhalten, merken wir dies überdeutlich. In Thailand kann ich ohne Führerschein mit meinem Motorrad herumfahren und je nachdem wie gut ich verhandle reichen 3-6€ aus, damit die Polizei mich in Ruhe lässt. In Indonesiens steht auf den Besitz von ein paar Gramm Cannabis die Todesstrafe, doch wer Geld hat kann sich auch hier problemlos freikaufen. Auch in westlichen Nationen begleitet uns Geld auf ähnliche Weise. Wir können zwar nicht einfach gegen das Gesetz verstoßen, dafür aber mit den Schultern zucken wenn unser Smartphone ins Klo fällt, oder die Waschmaschine den Geist aufgibt.

5: Abhängigkeit

Wer Geld hat, der muss sich nicht mehr von anderen abhängig machen. Er ist nicht auf die Hilfe oder Gnade anderer Menschen angewiesen und kann stattdessen frei heraus sagen was er denkt und fühlt. Er kann sich herausnehmen selbst zu entscheiden mit wem er zusammenarbeitet, wann und unter welchen Umständen.

Finanzielle Freiheit ist von dir selbst abhängig

Wir sehen also, finanzielle Freiheit hat viele Aspekte und lässt sich nicht auf einen simplen Betrag runterbrechen. Es kommt immer auf die Person an. Während mir zur Zeit 1000€ passives Einkommen reichen würden um mich als finanziell frei zu betrachten, predigen manche, man bräuchte 12 Millionen auf den Konto und wäre erst dann finanziell frei. Letztendlich muss sich jeder fragen, von welchen Dingen er sich befreien und was er verwirklichen will. Finanzielle Freiheit kann sich zudem im Laufe des Lebens ändern, so bin ich mir beispielsweise sicher, dass es für mich nicht bei 1000€ passiven Einkommen bleiben wird. Vielleicht formuliere ich es auch um in ein 200.000€ Portfolio, das mir regelmäßig Rendite ausschüttet.

Setze dir ein Ziel

Wichtig ist hierbei nur, dass ich mein Ziel klar vor Augen habe und auf dieses hinarbeite. Für meine momentane Definition von finanzieller Freiheit achte ich beispielsweise darauf passive Einkommensquellen zu erschließen und habe einen Lebensstil der sich schon durch 500€ finanzieren lässt, damit ich die anderen 500€ investieren kann. Ich habe mich kürzlich von äußerst profitablen Aufträgen getrennt, die mir 50€-100€ pro Stunde einbrachten, weil mir die Umstände nicht gefielen und mich das ganze meinem Ziel vom passiven Einkommen nicht näher brachte. Dafür habe ich jetzt umso mehr Spaß damit eigene Projekte durchzuführen die darauf Abzielen, dass ich bald mein passives Einkommensziel erreiche.

Fazit

Definiere selbst was finanzielle Freiheit für dich bedeutet und lasse dir von keinem reinreden! Internetmarketer sind heutzutage überpräsent und legen teilweise eine komplett egomane und ungesunde Verhaltensweise an den Tag, die dich eventuell garnicht erfüllst, wenn du ihr nacheiferst. Frage dich, von welchen finaziellen Aspekten in deinem Leben du dich befreien willst, mache dir Eben jenes zum Ziel und dann formuliere dieses so konkret und messbar wie möglich (Beispiel: 1000€ monatliches passives Einkommen durch Bücher).