Wie du MetaMask mit Ledger verbindest und deine Coins vor skrupellosen Hackern schützt

Wenn jetzt dein MetaMask-Account gehackt würde, wie viel würdest du verlieren?

10 Prozent deines Vermögens? 20 Prozent? Vielleicht 50 oder noch mehr?

Ich schätze, einige Existenzen würden zerbrechen wie Meissner Porzellan, wenn ein Hacker ihre MetaMask-Wallet leerräumt.

Wie kannst du dich schützen?

Verbinde MetaMask und Ledger. Wie das funktioniert, erfährst du jetzt. Anschließend enthülle ich dir noch einige Profitipps, wie du deine Wallet in einen persönlichen Hochsicherheitstresor verwandelst.

Aber zuerst die Frage: Warum sind deine Coins in MetaMask unsicher wie der Wahlausgang einer amerikanischen Präsidentschaftswahl?

1. Warum solltest du MetaMask mit Ledger verbinden (Achtung, sonst könnte es sehr teuer werden)?

MetaMask ist eine Hot Wallet, Ledger eine Cold Wallet. Der Unterschied?

  • Eine Hot Wallet ist STÄNDIG mit dem Internet verbunden. Du signierst deine Transaktionen online; dadurch sind ebenso deine Private Key (der Zugang zu deinen Coins) online verfügbar.
  • Eine Cold Wallet lagert deine Private Keys offline. Zwar bist du mit dem Internet verbunden, wenn du Coins überweist; jedoch signierst du die Transaktion offline. Nur mit deinem Gerät hast du Zugang zu deinen Coins…

…und dort liegt der kritische Unterschied in der Sicherheit. Stelle dir folgendes Szenario vor:

Vielleicht klickst du auf den Link einer Phishing-Mail, gerätst auf eine gefälschte Website und lädst dir eine Schadsoftware herunter, die dich ausleuchtet wie ein Röntgenblick.

Alle deine Daten. Alle deine Passwörter.

Sobald du MetaMask benutzt, könnten die Betrüger ebenso darauf zugreifen – und deine Coins auf ihre Wallet verschieben. Das ist das Risiko mit Hot Wallets.

Bei Cold Wallets können sie das nicht; sie brauchen deinen Ledger, um Coins zu überweisen. Sie müssten schon bei dir einbrechen und deine Private Keys stehlen, um deine Coins zu bekommen.

Zum Glück kannst du MetaMask mit Ledger verbinden, so genießt du die Vorteile von beiden – die Sicherheit von Ledger und den Komfort von MetaMask.

Wie funktioniert das?

Dein Ethereum-Account in Ledger erscheint in MetaMask. So kannst du mit ihm allen DeFi-Protokolle benutzen wie Aave, UniSwap, Alchemix…

…jedoch musst du IMMER die Transaktion in Ledger bestätigen, bevor du Coins verschickst.

Und wie verbindest du nun die beiden?

2. Wie kannst du MetaMask mit Ledger schnell und einfach verbinden?

  • Hole dir die Ethereum App (in Ledger Live) und öffne sie im Ledger.
MetaMask mit Ledger verbinden über EThereum Account
  • Schließe Ledger Live.
  • Gehe in MetaMask auf „Connect Hardware Wallet”
MetaMask und Ledger verbinden über MetaMask
  • “Enable Blind Signing” im Ledger (gehe dafür IN deinem Ledger, IN deiner Ethereum Wallet auf Einstellungen).
  • Wähle Ledger in MetaMask aus
  • Wähle einen Account aus (egal welchen).
MetaMask mit Ledger verbinden und Account auswählen
  • Gib deinen Pin im Ledger ein.
  • Nun kannst du Ledger wie MetaMask nutzen.

Das ist auch schon alles!

Möchtest du es noch einmal als Video, schaue dir hier dieses YouTube-Video an:

Doch wie fügst du ein weiteres Netzwerk hinzu – wie Polygon oder Optimism? Und nutzt Ledger mit diesem Netzwerk? Das erfährst du in unserem Artikel “Binance Smart Chain mit MetaMask verbinden” (es funktioniert genauso für Polygon etc).

Jetzt habe ich noch ein paar weitere Sicherheitstipps für dich, die über die Verbindung von MetaMask mit Ledger hinausgehen:

13. Weitere Sicherheits-Tipps, mit denen du deine Coins wie Fort Knox schützt

  1. Verrate niemandem dein Passwort und deinen Privat-Key – auch nicht dem Support von Ledger! Auch nicht einer Börse! Auch nicht Elon Musk, der dir zwei Bitcoins schicken will, wenn du ihm einen schickst!
  2. Trenne deine Funds in einen öffentlichen (vielleicht mit ENS-Namen) und einen privaten Account (gerne auch mehr) und verschiebe niemals deine Funds zwischen beiden (sonst könnten Hacker oder Behörden schnell die Verbindung herstellen). Gehe den Umweg über eine Börse oder einen Mixer (Aber aufpassen bei Mixern: Danach könnten deine Coins „tainted“ sein. Das heißt? Die Börsen akzeptieren sie nicht mehr, weil sie sie mit Verbrechen verbinden. Oder anders ausgedrückt: Sie können nicht mehr ermitteln, ob deine Coins in ein Verbrechen verwickelt waren oder nicht).
  3. Verrate niemals öffentlich, wie viel Krypto du hast – rede über Bitcoin, nicht wie viel Bitcoin du hast. Das richtet sich auch an diejenigen mit fetten Lamborghini, die sich ein Bitcoin Logo auf die Motorhaube sprayen lassen.
  4. Sichere deinen Ledger (und Seed Phrase) in einer feuersicheren Box.
  5. Lerne deine Private Keys auswendig (Lies sie jeden Tag, bis sie sitzen wie der „Zauberlehrling“ im Deutschunterricht).
  6. Diversifiziere: Halte nicht deine ganzen Coins auf einer Wallet – auch wenn es ein Ledger ist. Warum? Weil du der einzige Fehlerpunkt bist. Du verlierst dein Passwort, deine Private Keys, dein Haus wird von einem Sandwurm aus Dune verschluckt… und alles ist weg. Deshalb: Lagere Coins auch auf Börsen, denen du vertraust wie Kraken, Binance oder Coinbase.
  7. Klicke niemals auf Links von Leuten, die du nicht kennst. So verlieren viele Leute ihre NFTs (was sind NFTs?) – sie bekommen eine persönliche Nachricht in Discord, vielleicht haben sie in einem “Gewinnspiel” gewonnen; dann klicken sie auf den Link, verbinden ihre MetaMask Wallet mit der Seite. Schwupps! Die Coins sind weg. Das führt uns gleich zum nächsten Punkt:
  8. Verbinde MetaMask (auch MetaMask und Ledger) nur mit D’apps, denen du vertraust. Warum? Weil du ihnen die Erlaubnis gibst, deine Coins zu bewegen. So könnten sie deine Wallet leerräumen, sollte der Smart Contracts der App gehackt oder die App „böse“ sein. Bestes Beispiel: UniCat. Diese perfide D’app hat auf diesem Weg 140.000 Dollar stibitzt. Deshalb:
  9. Widerrufe von Zeit zu Zeit die Erlaubnis, dass D’Apps auf deine Wallet (und deine Coins!) zugreifen können. Wie machst du das? Über diese Website: https://ethallowance.com/
  1. Das gibt es auch für Polygon: Gehe dafür zum Polygonscan, gib deine Wallet-Adresse ein, klicke oben rechts auf „Misc“ und anschließend auf „Token Approval.“ Nun kannst du die Token und D’apps entfernen, von denen du NICHT möchtest, dass sie unbegrenzt auf deine Wallet zugreifen.
  2. Checke immer die URL der D’app, die du nutzen möchtest (und speichere sie dir unter deinen Lesezeichen ab).
  3. Falls du genügend Schotter hast, lege dir Notfall-Ledger an. Darauf lagerst du Coins, die du als Back-up benutzt, falls du dein Vermögen verlierst. Diese Ledger lagerst du in Bankschließfächern, vergräbst sie bei deinen Freunden oder versteckst sie wie Voldemort seine Horkruxe.
  4.  Mache es schwer, große Summen auf einmal zu überweisen. Wie meine ich das? Solltest du – klopf auf Code – einmal überfallen werden und die Kidnapper wollen an deine Coins, dann mache es ihnen so schwer wie möglich. Ja, dein Ledger ist im Haus, aber der Seed Phrase und das Passwort liegen in einem Bankschließfach… und das Bankschließfach ist in einer anderen Stadt. Selbst wenn du es wolltest, könntest du nicht darauf zugreifen (nur solltest du etwas da haben, damit die Kidnapper nicht mit leeren Händen und zornig wie Wölfe abziehen).

Hast du bereits MetaMask mit Ledger verbunden? Schreibe es in die Kommentare!

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