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Gehaltsrechner

Gehaltsrechner

Okay, du möchtest gerne wissen, wie viel Netto dir vom Brutto bleibt. Ja, diese Info bekommst du hier. Wir nutzen den offiziellen behördlich zur Verfügung gestellten Gehaltsrechner, sodass du dich darauf verlassen kannst, dass die Angaben zu jeder Zeit aktuell sind und stimmen.

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Wir wären nicht die Geldhelden, würden wir uns damit zufrieden geben. Dein Brutto-Netto-Gehalt kannst du dir auf tausenden Webseiten ausrechnen lassen.

Viel cooler ist es doch einmal zu sehen, was du mit deinem Netto-Gehalt so alles anstellen kannst. Und: Wie viel Gehalt du mehr verdienen müsstest, um dir nach ein paar Jahren einen Traum zu erfüllen: Deinen Traumurlaub, Dein Traumauto, eine Renovierung oder was eben genau dein Wunsch ist.

Basis für unsere Berechnung sind echte historische Daten. Wir können natürlich nicht wissen, was die Zukunft bringt – in unserer Prognose rechnen wir die historische Entwicklung in die Zukunft.

Die Geldhelden sind weder Versicherungsvertreter noch Vermittler von Finanzprodukten und wir sind gar nicht daran interessiert, dir zu erzählen, welche Anlage du wählen solltest.

Wir möchten dir Wissen vermitteln, deine finanzielle Intelligenz erhöhen, sodass du informiert bist und gute Entscheidungen für dein Geld und deine finanzielle Zukunft treffen kannst. Dazu findest du eine Informationen hier auf der Webseite.

Doch mehr zum Gehaltsrecher…

Warum brauche ich einen Gehaltsrechner?

Der Gehaltsrechner errechnet dir anhand der behördlich zur Verfügung gestellten Daten das Nettogehalt aus, das du ausbezahlt bekommst. Neben deinem Brutto-Gehalt gibst du dazu die erforderlichen Werte ein, wie Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht, Bundesland, dein Alter, Kinderfreibetrag, deine Art der Krankenversicherung, etwaige Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung sowie Infos zur Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.

Falls die einzelne Werte nicht vorliegen, kannst dich an vorangegangenen Lohnabrechnungen orientieren oder ein wenig mit den Werten spielen. So erfährst du zumindest ungefähr, mit welchem Netto-Gehalt du rechnen darfst.

Was bringt mir der Gehaltsrechner von Geldhelden

Neben den Informationen, die du auch auf anderen Seiten mit einem Gehaltsrechner oder Brutto-Netto-Rechner findest, erfährst du hier bei Geldhelden, wieviel Geld zu möglicherweise zukünftig zur Verfügung hast, sofern du einen Teil deines Gehalts monatlich anlegst.

Dem zugrunde liegen die realen Werte aus der Vergangenheit. Natürlich kann niemand eine Gewähr für etwaige Gewinne in der Zukunft übernehmen, doch so bekommst du eine Idee, welche Möglichkeiten sich dir bieten.

Der Clou an der Sache ist: Geh in deine nächste Gehaltsverhandlung mit einem Zielgehalt, das bereits einen gewissen Anteil berücksichtigt, den du monatlich gewinnbringend anlegen kannst. So erhältst du neben deinem monatlichen Gehalt nach einiger Zeit eine Summe, die du einsetzen kannst, um deinen Traum zu verwirklichen oder Dinge zu tun, die du schon immer einmal tun wolltest.

Was genau ermittelt der Gehaltsrechner?

Du gibst dein (gewünschtes) Brutto-Gehalt ein und erhältst nach Angabe weiterer Daten das Netto-Gehalt, das dir dein Arbeitgeber am Ende des Monats ausbezahlt.

Zusätzlich erhältst du hier beim Gehaltsrechner von Geldhelden die Information darüber, über welches Vermögen du heute verfügen würdest, hättest du vor einiger Zeit einen Anteil deines Netto-Gehalts regelmäßig angelegt.

Wie arbeitet der Gehaltsrechner?

Der Gehaltsrechner nutzt die offizielle Schnittstelle der deutschen Finanzbehörden. So ist zu jeder Zeit gewährleistet, dass sowohl die Berechnungen als auch die Ergebnisse stimmen.

Darüberhinaus erhältst du eine Hochrechnung über die Investitionskraft deines Netto-Gehalts, von dem du z.B. monatlich 10% gewinnbringend anlegen könntest. Natürlich beruhen diese Daten auf Werten aus der Vergangenheit und geben dir lediglich ein Gefühl für eventuelle Möglichkeiten, die sich ergeben könnten.

Dieser zweite Teil des Gehaltsrechners haben wir auf Basis historischer Daten mehrerer Anlageformen exklusiv für dich entwickelt.

Stimmt der Gehaltsrechner?

Ja, sowohl die Berechnung als auch das Ergebnis stammt von den deutschen Finanzbehörden und wird automatisiert aktuell gehalten. So kannst du sicher sein, dass der Gehaltsrechner von Geldhelden zu 100% garantiert stimmt!

Gehaltsrechner 2018?

Dadurch, dass wir eine automatisierte Schnittstelle zu den deutschen Finanzbehörden betreiben, ist der Gehaltsrechner von Geldhelden immer aktuell. Natürlich auch zur Berechnung deines Brutto- und Netto-Gehaltes in 2018.

Was zahlt der Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber zahlt dir dein Nettogehalt aus. Weiterhin zahlt der Arbeitgeber deinen und seinen direkt an das Finanzamt (z.B. die Lohnsteuer) und die Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkasse, Rentenkasse). Dir steht der unter „Netto“ ausgewiesene Betrag in voller Höhe zur Verfügung.

Was sollte ich verdienen?

Du hast natürlich die Möglichkeit mit dem Gehaltsrechner unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. Und natürlich kannst du dir dein Wunschgehalt erstellen. So weißt du, mit welcher Brutto-Summe du in die nächste Gehaltsverhandlung einsteigen kannst.

Die Höhe deines Brutto- und Netto-Gehalts ist natürlich abhängig von deinem Beruf, deiner Berufserfahrung, deinem Bildungsstand, deinen Fähigkeiten, deinem Wissen und nicht zuletzt von deinem Verhandlungsgeschick.

Steuerklasse

Deine Steuerklasse hat einen direkten Einfluss auf die Höhe der Abgaben, die von deinem Gehalt abgezogen werden. Je nachdem in welcher Steuerklasse du dich befindest, musst du einen unterschiedlich großen Prozentsatz an Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer bezahlen.

Insgesamt gibt es in Deutschland sechs verschiedene Steuerklassen. Üblicherweise befindest du dich am Anfang deiner Berufstätigkeit in Lohnsteuerklasse I, zusammen mit allen ledigen, verwitweten oder geschiedenen Arbeitnehmern ohne Kinder. Die Lohnsteuerklasse II beanspruchen dagegen alleinerziehende ledige, verwitwete oder geschiedene Personen mit Kindern für sich. Die Lohnsteuerklassen III, IV und V sind wiederum für Ehepartner vorgesehen. Bei Eheschließung dürfen die Eheleute zwischen den drei Lohnsteuerklassen wählen. Welcher Ehepartner, welche Klasse übernimmt, hängt dabei von der Höhe beider Gehälter ab. Verdient ein Ehepartner deutlich mehr als der andere, sollte er die Klasse III übernehmen, womit der andere automatisch die Steuerklasse V zugewiesen bekommt. Die Steuerklasse IV ist für Eheleute mit einem ähnlich hohen Gehalt gedacht.
Für Lohnsteuerklasse VI ist der Familienstand nicht relevant, denn in ihr befinden sich Arbeitnehmer, die neben dem Hauptverdienst noch ein weiteres Arbeitsverhältnis eingehen. Vor 2013 benötigten Arbeitnehmer der Steuerklasse V für jedes weitere Dienstverhältnis eine zusätzliche Lohnsteuerkarte, heutzutage kann der zukünftige Arbeitgeber alle relevanten Daten via Identifikationsnummer online abrufen. Die Steueridentifikationsnummer ist personengebunden und wird jedem Bürger mit festen Wohnsitz in Deutschland bereits nach der Geburt zugewiesen.

Die Steuerklassen V und VI solltest du vermeiden, da diese keine Freibeträge aufweisen. Die Steuerklassen I und IV profitieren immerhin von einem Grundfreibetrag in Höhe von 9000 Euro im Jahr. Am beliebtesten sind jedoch die Steuerklassen III und II. Arbeitnehmer mit dieser Steuerklasse profitieren von einem Grundfreibetrag in Höhe von 18.000 Euro.

Zwischen den Steuerklassen gibt es teils gravierende Unterschiede und ein Wechsel kann deutlich mehr Nettolohn auf deinem Konto bedeuten. Ob sich ein Wechsel wirklich lohnt, kannst du mithilfe diverser Steuerklassenrechner im Internet herausfinden.
Möchtest du deine Steuerklasse ändern, musst du dich in jedem Fall beim Finanzamt melden. Überlege dir diesen Schritt gut, denn deine Steuerklasse kannst du nur einmal im Jahr ändern.
Voraussetzung für einen Wechsel deiner Steuerklasse sind eine Änderung deiner Lebensumstände. Wenn du beispielsweise heiratest oder dein Partner und du die Scheidung eingereicht habt und du dich nun allein um euer gemeinsames Kind kümmern musst, wirst du durch die Änderung deiner Steuerklasse steuerlich meist spürbar entlastet.

Abrechnungsjahr

Schließen Sie einen Mann, der mit einem Taschenrechner in seinem Büro arbeitet, um das Abrechnungsjahr zu berechnen.Bevor dein Gehalt auf dein Konto überwiesen wird, muss es von deinem Arbeitgeber ordnungsgemäß abgerechnet werden. Einerseits durch eine monatliche Gehaltsabrechnung, andererseits durch eine jährliche Lohnsteuerbescheinigung. In beiden Fällen befindet sich der Abrechnungsmonat, bzw. das Abrechnungsjahr in der ersten Zeile des Dokuments. Bei der Gehaltsabrechnung wird jeweils der vergangene Monat abgerechnet, die Lohnsteuerbescheinigung rechnet dagegen das gesamte Jahr ab.

Das Abrechnungsjahr ist also mit dem Kalenderjahr in den meisten Fällen identisch, da dir der Bescheid spätestens bis zum 28. Februar des Folgejahres zugesandt werden muss. Der Arbeitgeber ist hierzu verpflichtet. Das Abrechnungsjahr darf zwar mitten im Kalenderjahr beginnen, wenn du deine Tätigkeit beispielsweise erst später im Jahr aufgenommen hast, üblicherweise beginnt das Abrechnungsjahr jedoch im Januar und endet im Dezember. Endet dein Arbeitsvertrag schon vor Ablauf des Abrechnungsjahres, erhältst du deine Lohnsteuerbescheinigung schon früher.

Du solltest deine Lohnsteuerbescheinigung in jedem Fall gut aufbewahren, denn sie enthält wichtige Informationen, die das Finanzamt bei deiner nächsten Einkommenssteuererklärung benötigt. Neben persönlichen Daten wie deiner Steueridentifikationsnummer, beinhaltet sie die Summe aller abgeführten Beiträge zur Kranken-, Pflege, Renten- und Arbeitslosenversicherung, sowie Angaben zur Lohn- und Kirchensteuer, dem Solidaritätszuschlag und deiner Steuerklasse. Auch dein Bruttoarbeitslohn wird hier aufgeführt. Auf diese Weise kann das Finanzamt genau nachvollziehen, wie sich dein Jahresgehalt zusammensetzt.

Geldwerter Vorteil

Geldwerter VorteilEin geldwerter Vorteil umfasst alle Sachbezüge- oder leistungen, die vom Arbeitgeber getragen werden und dir privat zugutekommen. Denn neben deines monatlichen Gehalts kannst du von deinem Arbeitgeber auch Waren oder Dienstleistungen erhalten.

Geldwerte Vorteile teilen sich grob in zwei Gruppen auf: Rabattfreibeträge und Sachbezüge. Zu Rabattfreibeträgen zählen alle Leistungen und Waren, die von dem jeweiligen Unternehmen am Markt angeboten werden. Das können vergünstigte oder kostenlose Waren und Dienstleistungen sein, aber auch Rabatte. Bis zu einem Gegenwert von 1080 Euro im Jahr müssen Rabattfreibeträge nicht versteuert werden. Zu Sachbezügen zählen dagegen alle geldwerten Vorteile, die dir dein Arbeitgeber als Extra zur Verfügung stellt. Der bekannteste geldwerte Vorteil ist der Dienstwagen, aber auch Tankkarten, Bonusmeilen, Gutscheine, Firmenhandys, Fortbildungen und gesundheitsfördernde Maßnahmen zählen zu der Gruppe der Sachbezüge. Die Möglichkeiten sind hier nahezu unbegrenzt. Allerdings solltest du beachten, dass die Grenze für Sachgeschenke und Gutscheine bei 44 Euro im Monat liegt.

All diese Leistungen sorgen dafür, dass du am Ende des Monats mehr Geld zur freien Verfügung hast, da dein Arbeitgeber Kosten übernimmt, die du im Normalfall privat trägst. Werden die Grundfreibeträge der Sachbezüge und Rabattfreibeträgen jedoch überschritten, muss der Gegenwert aller geldwerten Vorteile versteuert werden. Hierbei wird der Gegenwert der geldwerten Vorteile zum Bruttogehalt hinzugerechnet und bei deiner nächsten Lohnabrechnung aufgeführt. Deiner Steuerklasse entsprechende Abgaben werden dann automatisch von dem so entstehenden Gesamtbrutto abgezogen.

Obwohl geldwerte Vorteile ab einer bestimmten Höhe versteuert werden, können sie sich für dich lohnen. Damit du aus deinem geldwerten Vorteil den größtmöglichen Nutzen ziehst, solltest du überlegen, ob es sich bei der jeweiligen Leistung tatsächlich um einen Vorteil für dich handelt. Bevor du dich beispielsweise über einen Dienstwagen freust, solltest du mit deinem Chef klären, ob dir die private Nutzung erlaubt ist. Versteuert wird nämlich nur die private Nutzung des Dienstwagens, die du etwa mit einem Fahrtenbuch festhältst. Bist du privat viel mit dem Auto unterwegs und hattest ohnehin vor, dir einen neuen Wagen zuzulegen, profitierst du von der 1-Prozent-Regelung und zahlst monatlich pauschal ein Prozent des Bruttolistenpreises für den Dienstwagen. Das kann dich im Einzelfall weniger kosten als die Rate, die du beim Kauf eines neuen Autos für rein private Nutzung zahlst. In diesem Fall musst du dich nicht um die gefahrenen Kilometer sorgen und sparst trotz Versteuerung des Dienstwagens, weil du die Anschaffung nicht selbst tätigen musst und dein Arbeitgeber oft auch die größten Kosten wie Spritverbrauch und regelmäßige Wartungen übernimmt.

Steuerfreibetrag

Steuerfreibetrag Geldscheine in HosentascheUnter Steuerfreibeträgen versteht man alle geltenden Freibeträge, die bestimmen, bis zu welchem Betrag du verdienen darfst, ohne deine Einnahmen versteuern zu müssen. Erst der Teil der Beträge, der über dem Steuerfreibetrag liegt, wird versteuert. Der Steuerfreibetrag ist nicht zu verwechseln mit der Steuerfreigrenze, bei der du die gesamte Summe versteuern musst, sobald du eine bestimmte Grenze überschritten hast. Der Steuerfreibetrag sorgt für einen höheren Nettolohn, indem er den steuerlichen Abzug senkt. Vor allem für Geringverdiener und Familien mit Kindern fällt der Steuerfreibetrag ins Gewicht. Der Steuerfreibetrag sorgt dafür, dass einzelne Steuerzahler weniger belastet werden und die Steuerlast gerechter auf die Bevölkerung verteilt wird. Jeder Arbeitnehmer sollte sich ein Grundwissen über die verschiedenen Freibeträge aneignen, damit er nur so viele Abgaben wie nötig an das Finanzamt abführt.

Es gibt diverse Arten von Freibeträgen. Zu den bekanntesten Steuerfreibeträgen zählen der Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag. Während der Grundfreibetrag von jedem Arbeitnehmer genutzt werden darf und seine Existenz sichern soll, sind Kinderfreibeträge dazu da, um Familien oder Alleinerziehende mit Kindern zu entlasten. Mit Ausnahme vom Grundfreibetrag musst du jeden Freibetrag einzeln beim Finanzamt beantragen. Wie hoch der jeweilige Steuerfreibetrag ist, ändert sich jährlich, deshalb solltest du dich regelmäßig über die Höhe der Beträge für das jeweilige Jahr informieren. Im Schnitt erhöhen sich die Freibeträge pro Jahr nämlich um ein paar Euro.

Gehörst du zu der Gruppe der Mehrverdiener, hast du zudem die Möglichkeit deine Steuerlast zu mindern, indem du sogenannte Werbungskosten bei der nächsten Steuererklärung geltend machst. Zu Werbungskosten gehören alle Kosten, die dir durch die Arbeit entstehen, wie Arbeitsmittel oder Kosten die bei der täglichen Fahrt zur Arbeit entstehen. Willst du einen Teil der Kosten für die Tankfüllung deines Autos als Werbungskosten geltend machen, empfiehlt es sich, die Nutzung deines Fahrzeugs für berufliche Zwecke in einem Fahrtenbuch zu dokumentieren. Die ermittelten Werbungskosten werden anschließend vom Finanzamt von deinen Einkünften abgezogen und du bekommst einen Teil der bereits gezahlten Einkommenssteuer zurückerstattet.

Abrechnungszeitraum

Abrechnungszeitraum Zeit ist GeldAm Ende jedes monatlichen Abrechnungszeitraums erhältst du von deinem Arbeitgeber eine Gehaltsabrechnung. In diesem Dokument findest du neben der Zusammensetzung deines Gehalts auch genaue Angaben, von wann bis wann der Abrechnungszeitraum gilt.

Wann du dein Gehalt ausgezahlt bekommst, hängt von deinem Beruf ab und von der Branche, in der du arbeitest. Zu einer Zeit, wo der Abrechnungszeitraum noch kürzer war und der Lohn täglich ausgezahlt wurde, sprach man von sogenannten Tagelöhnern. Heutzutage umfasst der Abrechnungszeitraum jedoch üblicherweise vier Wochen vom ersten bis zum letzten Tag des Kalendermonats. Ausnahmen bilden Arbeiten, die nach Stunden oder nach Akkordleistung entlohnt werden. Hierbei werden die gearbeiteten Stunden auf einem Stundenlohnzettel festgehalten und erst nach Abgabe beim Arbeitgeber abgerechnet.

Beginn und Ende des Abrechnungszeitraums werden im Arbeitsvertrag zwischen dir und deinem Arbeitgeber vereinbart. Die Zeitspanne zwischen geleisteter Arbeit und Auszahlung des Lohns kann dabei allerdings versetzt sein. So kann es vorkommen, dass du dein Gehalt für den Abrechnungsmonat Mai erst Anfang Juli erhältst. Grund dafür ist der hohe Aufwand, der mit der Gehaltsabrechnung verbunden ist und der vor allem mittelständische Firmen jeden Monat vor eine Herausforderung stellt. Auch Leiharbeitsfirmen rechnen oft erst zum 15. eines Monats ab. Erst wenn alle Belege zu den geleisteten Arbeitsstunden eingegangen sind, erhältst du deinen Lohn.

Grundsätzlich ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, dir einen Lohn auszuzahlen. Lediglich der Abrechnungszeitraum darf von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren und kann dich unter Umständen in Bedrängnis bringen, wenn sich beim Firmenwechsel der Auszahlungstermin nach hinten verschiebt. In diesem Fall hast du die Möglichkeit, deinen Arbeitgeber um einen Gehaltsvorschuss zu bitten. Da er jedoch nicht dazu verpflichtet ist, dir eine Vorauszahlung zu genehmigen, ist es empfehlenswert, immer ein gewisses Polster auf dem Konto zu haben, um einen verlängerten Abrechnungszeitraum überbrücken zu können.

Grundfreibetrag

Grundfreibetrag Deutsche Seniorin füllt die Formulare für die jährliche Steuererklärung aus, im Wohnzimmer an einem Tisch mit Taschenrechner und vielen Rechnungen und QuittungenDer Grundfreibetrag ist eine Steuerentlastung, die einen Teil deines Einkommens freistellt. Von ihm profitieren alle steuerpflichtigen Personen wie Arbeitnehmer, Selbstständige, Auszubildende, Studenten und Rentner. Der Grundfreibetrag muss nicht separat beantragt werden, sondern wird automatisch in der Einkommenssteuer berücksichtigt. Sinn des Grundfreibetrags ist es, die Steuerlast gerecht auf die arbeitende Bevölkerung zu verteilen und dafür zu sorgen, dass von deinem Gehalt mindestens so viel übrig bleibt, dass deine Lebensgrundlage gesichert ist und du dir Nahrung, Kleidung, Pflegeprodukte sowie eine Wohnung und Heizkosten leisten kannst.

Da die Lebenshaltungskosten in Deutschland jährlich steigen, ändert sich die Höhe des Grundfreibetrags jedes Jahr um ein paar Euro. Im Jahr 2018 liegt der Grundfreibetrag bei 9000 Euro für Ledige und 18.000 Euro für Verheiratete. Das entspricht 750 Euro im Monat, die du verdienen darfst, ohne Steuern oder Sozialabgaben leisten zu müssen. Jeder Cent, der über diesem Betrag liegt, muss jedoch versteuert werden.

Übersteigt dein Einkommen den Grundfreibetrag, lohnt sich die Abgabe einer Steuererklärung. Hier hast du dich Möglichkeit, deine Steuerlast durch Werbungskosten zu verringern. Das Finanzamt erkennt jegliche Kosten an, die im Zusammenhang mit deiner Tätigkeit stehen. Darunter fallen beispielsweise Fahrtkosten zur Arbeit und Arbeitsmittel wie ein Computer oder Software, die dir das Arbeitsleben erleichtert. Als Arbeitnehmer profitierst du zudem von einer Werbungskostenpauschale. Das heißt, dass du bis zu einem Pauschalbetrag von 1.000 Euro keine Nachweise über deine Werbungskosten erbringen musst. Zur Sicherheit solltest du dennoch alle Belege und Rechnungen abheften, die mit deiner Arbeit in Verbindung stehen.

Kirchensteuer und Kirchensteuerpflicht

Kirchensteuer und Kirchensteuerpflicht - Kreuz Symbol ChristentumDie Kirchensteuer ist fest im Grundgesetz und der Weimarer Verfassung verankert und gilt für alle Mitglieder einer anerkannten Religionsgemeinschaft, die diese erhebt. Die Kirchensteuer wird von der jeweiligen Gemeinde unter anderem verwendet, um den Religionsunterricht, den Betrieb kirchlicher Gebäude und die Verwaltung des Friedhofs zu finanzieren. Die Kirchensteuer wird jedoch nicht von der Kirche selbst, sondern vom Finanzamt erhoben, um die Verteilung der Gelder unter staatliche Aufsicht zu stellen. Für die Verwaltungskosten erhebt das Finanzamt Anspruch auf einen kleinen Teil des Geldes.

Abhängig davon, in welchem Bundesland du deinen Wohnsitz hast, liegt der Kirchensteuersatz zwischen 8 und 9 Prozent. Die Kirchensteuer wird für gewöhnlich auf die Lohnsteuer hinzugeschlagen. Eine Ausnahme bildet Bayern, wo die Steuern generell erst mit Abgabe der Steuererklärung von deinen Einnahmen abgezogen werden. Bayern sieht außerdem keine Kappung der Kirchensteuer vor. Die sogenannte Kappung der Kirchensteuer erfolgt, sobald deine Einkünfte einen bestimmten Schwellwert übersteigen und begünstigt somit besonders gut verdienende Mitglieder der Gemeinde. Ohne diese Kappung zahlt jedes Gemeindemitglied denselben Prozentsatz. Da es sich bei der Kirchensteuer um eine Sonderausgabe handelt, kannst du sie bei der Steuererklärung von der Steuer absetzen.

Die Kirchensteuer ist die einzige Steuer, die du freiwillig zahlst. Das heißt, dass du dich jederzeit von der Kirchensteuerpflicht befreien lassen kannst. Der Austritt aus der Kirche wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Die meisten Bundesländer regeln den Austritt der Kirche über einen Gang zum Standesamt, bzw. zum Notar. In Bremen kannst du dich zusätzlich in der Kirche direkt von der Kirchensteuer befreien lassen. In Nordrhein-Westfalen führt dich dagegen lediglich der Gang zum Amtsgericht an dein Ziel. Die Kosten für die Abwicklung des Austritts können sich auf bis zu 60 Euro belaufen. Je nach Bundesland bist du spätestens zwei Monate nach deinem Austritt von der Zahlungspflicht befreit und erhältst zu viel gezahlte Steuern mit der nächsten Einkommenssteuererklärung zurück.

Warum spielt die Angabe des Bundeslandes beim Gehaltsrechner eine Rolle?

Warum spielt die Angabe des Bundeslandes beim Gehaltsrechner eine Rolle?Damit du dir einen Überblick verschaffen kannst, wie viele Steuern und sonstige Abgaben von deinem Bruttolohn abgezogen werden, findest du im Internet zahlreiche Gehaltsrechner, um deinen Nettolohn zu ermitteln. Schnell wirst du feststellen, dass du neben deines Bruttoverdienstes auch dein Bundesland angeben musst. Das liegt daran, dass die Höhe der zu zahlenden Steuern teilweise von deinem Wohnsitz abhängt, da es zwischen den Bundesländern Unterschiede gibt.

Obwohl die Einkommensteuer deutschlandweit einheitlich ist, gibt es beispielsweise bei der Höhe der Kirchensteuer Sonderregelungen. Fast alle Bundesländer erheben eine Kirchensteuer in Höhe von 9 Prozent, allerdings gibt es Ausnahmen wie Bayern und Baden-Württemberg. Hier beträgt die Kirchensteuer nur 8 Prozent. Bayern grenzt sich noch weiter von den anderen Bundesländern ab, indem es keine Kappung der Kirchensteuer vorsieht. Die Kappung ist hierbei eine Begrenzung der Kirchensteuer ab einer festgelegten Grenze. Durch den Wegfall der Kappung zahlen in Bayern alle Mitglieder einer Kirchengemeinde denselben Prozentsatz an Kirchensteuern. Das wirkt sich insbesondere auf das Gehalt von Spitzenverdienern aus, da es für sie durch die Kappung keine Obergrenze für die Kirchenabgaben mehr gibt. Liegt dein Wohnort in Bayern, trifft dich diese Regelung dennoch in den seltensten Fällen, da die Kappung für gewöhnlich erst ab einem Einkommen von 100.000 Euro im Jahr eintritt.

Warum spielt die Angabe des Alters beim Gehaltsrechner eine Rolle?

Warum spielt die Angabe des Alters beim Gehaltsrechner eine Rolle?Um sich einen Überblick über die eigenen Finanzen zu verschaffen, geben viele Arbeitnehmer ihre Daten in einen der zahlreichen Gehaltsrechner im Internet ein. Wer das schon einmal gemacht hat, wunderte sich möglicherweise darüber, dass er verpflichtet war neben seinen Bruttoeinnahmen auch sein Alter anzugeben. Dies ist kein Trick, um an deine persönlichen Daten zu gelangen, sondern hat einen guten Grund, denn die Angabe des Alters entscheidet über den Anspruch und die Höhe des Altersentlastungsbetrages.

Bei dem Altersentlastungsbetrag handelt es sich um eine Steuervergünstigung, die für steuerpflichtige Menschen in Deutschland ab 64 Jahren greift. Er wird auf Einkünfte jeder Art gewährt. Dazu zählen neben Lohn und Gehalt auch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit und Mieteinnahmen. Anders als andere Lohnsteuerfreibeträge musst du den Altersentlastungsbetrag nicht beantragen. Er wird vielmehr automatisch vom Arbeitgeber berücksichtigt, wenn der Arbeitnehmer ein entsprechendes Alter erreicht hat. Zweck des Altersentlastungsbetrages ist es, die Steuerlast für ältere Arbeitnehmer zu senken, indem er monatlich vom Bruttoeinkommen abgezogen wird. Wird der Altersentlastungsbetrag nicht monatlich angewendet, darfst du ihn nicht auf andere Monate übertragen. Da es sich aber eigentlich um einen Jahresfreibetrag handelt, kannst du ihn jedoch über den Lohnsteuerjahresausgleich oder über die Einkommenssteuererklärung nachträglich beanspruchen.

Wie hoch der Altersentlastungsbetrag ausfällt, hängt von deinem Geburtsjahr ab. Das heißt, je später du geboren bist, desto geringer fällt der Betrag für dich aus, da er jährlich um ein paar Prozentpunkte sinkt. Während der Altersentlastungsbetrag vom Bruttolohn im Jahr 2017 noch 20,8 Prozent betrug, sank der er im Jahr 2018 auf einen Prozentsatz von 19,2. Auch die maximale Höhe pro Jahr liegt 2018 nur noch bei 912 Euro. Hochrechnungen zufolge wird der Altersentlastungsbetrag durch die immer älter werdende Gesellschaft im Jahr 2040 gänzlich wegfallen.

Kinderfreibetrag

KinderfreibetragFrisch gebackene Eltern stehen oft vor der Frage, wie sie die monatlichen Kosten des Kindes abdecken sollen. Windeln, Nahrung und Kleidung des Kindes sorgen für höhere Ausgaben, die entweder über das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag ausgeglichen werden können. Ob du Kindergeld beantragen solltest oder ob sich der Kinderfreibetrag für dich mehr lohnt, hängt deinem Bruttolohn und dem deines Partners ab.

Wenn du nicht sicher bist, welche Variante für dich am lohnenswertesten ist, ergibt es Sinn, zunächst das Kindergeld zu beantragen. Das Finanzamt weist dich automatisch darauf hin, wenn sich der Kinderfreibetrag positiver auf deinen Nettolohn auswirkt. Um ganz sicher zu sein und Fehler des Finanzamts zu vermeiden, kannst du ab einem Einkommen von 30.000 Euro bei Alleinerziehenden und 60.000 Euro bei Ehepaaren davon ausgehen, dass sich der Kinderfreibetrag lohnt. Um den Kinderfreibetrag zu beantragen, reichst du beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ein.

Der Kinderfreibetrag beträgt pro Kind 7.228 Euro und setzt sich zusammen aus 4.788 Euro, um das Existenzminimum des Kindes zu sichern und 2.640 Euro, um den Betreuungs- und Ausbildungsbedarf des Kindes zu decken. Im Gegensatz zum Kindergeld wird der Kinderfreibetrag nicht monatlich ausgezahlt, es handelt sich stattdessen um eine Rechengröße, die vom Jahresbruttogehalt der Eltern abgezogen wird, sodass sich das zu versteuernde Einkommen verringert. Der Anspruch auf den Kinderfreibetrag gilt maximal bis zum 25. Lebensjahr. In Ausnahmefällen bis zum 27. Lebensjahr. Ab dem 18. Lebensjahr muss das Kind jedoch regelmäßig vorweisen, dass es sich noch in der Berufsausbildung befindet.

Im Falle einer Scheidung des Elternpaares gehen die Kinderfreibeträge zur Hälfte an beide Elternteile. Unabhängig davon, welches Elternteil für die Betreuung der Kinder verantwortlich ist. Zahlt ein Elternteil jedoch weniger als 75 Prozent seiner Unterhaltspflicht, wird ihm das Recht auf den Kinderfreibetrag entzogen und das andere Elternteil bekommt automatisch den vollen Kinderfreibetrag übertragen.

Warum spielt die Anzahl der Kinder beim Gehaltsrechner eine Rolle?

Warum spielt die Anzahl der Kinder beim Gehaltsrechner eine Rolle?Gehaltsrechner im Internet sind ein wirksames Tool, um dir einen Überblick über die Höhe aller Abzüge deines Bruttolohns zu verschaffen. Viele Nutzer wundern sich jedoch über die Angaben, die sie bei einem solchen Gehaltsrechner machen müssen. Die Frage, ob du Kinder hast, ist nur eine von vielen, die du beantworten musst, um ein genaues Ergebnis zu erzielen. Dies hat den einfachen Grund, dass die Anzahl deiner Kinder einen direkten Einfluss auf die Höhe des Kinderfreibetrags hat.

Bei dem Kinderfreibetrag handelt es sich um eine Steuerentlastung, die du ab der Geburt deines Kindes oder der Aufnahme eines Pflegekindes in deinen Haushalt beanspruchen kannst. Du erhältst den Kinderfreibetrag jedoch nicht automatisch, sondern musst ihn beim Finanzamt beantragen. Den Kinderfreibetrag darf du außerdem nicht parallel zum Kindergeld beanspruchen. Ob sich das Kindergeld mehr lohnt, hängt von dem Einkommen der beiden Eltern ab. Als Faustregel solltest du den Kinderfreibetrag beanspruchen, wenn das Bruttojahreseinkommen von dir und deinem Partner über 60.000 Euro liegt.

Bist du dir nicht sicher, ob der Kinderfreibetrag eine größere Entlastung darstellt, solltest du beim Finanzamt einen Antrag auf Kindergeld stellen. Das Finanzamt teilt dir gegebenenfalls mit, falls sich der Kinderfreibetrag für dich mehr lohnt. In diesem Fall reichst du einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung nach. Da sich der Kinderfreibetrag jedes Jahr um ein paar Euro erhöht und sich deine Gehaltssituation innerhalb eines Jahres ändern kann, passiert es manchmal, dass sich das Kindergeld in einem Jahr mehr lohnt, du aber im darauffolgenden Jahr den Kinderfreibetrag beanspruchen solltest. Aus diesem Grund überprüft das Finanzamt jährlich bei deiner Einkommenssteuererklärung, aus welcher der beiden Varianten du den größeren Nutzen ziehst.

Beitragsbemessungsgrenze

BeitragsbemessungsgrenzeWie schon der Name erahnen lässt, handelt es sich bei der Beitragsbemessungsgrenze um einen Grenzwert, der einen bestimmten Beitrag bemisst. Da die Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung prozentual vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgezogen werden, sorgt die Beitragsbemessungsgrenze dafür, dass die Versicherungsbeiträge ab einem bestimmten Bruttoverdienst nicht weiter steigen. Dementsprechend profitieren vor allem überdurchschnittlich gut verdienende Arbeitnehmer von der Beitragsbemessungsgrenze.

Sozialversicherungen sollen ursprünglich allen Beitragszahlern unabhängig von ihrer gesundheitlichen Verfassung die gleichen Leistungen zukommen zu lassen. Voraussetzung dafür ist, dass jeder Arbeitnehmer seinen finanziellen Möglichkeiten entsprechende Beiträge in die staatlichen Versicherungen einzahlt. Die Beitragsbemessungsgrenze geht davon aus, dass Arbeitnehmer, die über ein hohes Einkommen verfügen, in der Lage sind, die Kosten im Falle einer Krankheit selbst zu tragen. Aus diesem Grund begrenzt die Beitragsbemessungsgrenze nicht nur die maximale Höhe der zu zahlenden Beiträge, sondern auch die Höhe des Krankengeldes, das dem Arbeitnehmer bei Krankheit gezahlt wird.

Die Beitragsbemessungsgrenze unterscheidet zwischen gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie gesetzliche Krankenversicherung. Für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt sie aktuell 53.100 Euro brutto im Jahr. Bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt sie 78.000 Euro im Jahr für Arbeitnehmer im Westen und 69.600 Euro im Jahr für Arbeitnehmer im Osten Deutschlands. Anhand der Lohnentwicklung und anderer Wirtschaftsfaktoren wird die Grenze jedoch jedes Jahr neu festgelegt. Die letzte Senkung um einen Prozent fand im Jahr 2011 statt und bildet eine Ausnahme, denn aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage Deutschlands kannst du auch in den nächsten Jahren mit einer Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze rechnen.

Gesetzliche und Private Krankenversicherung

Gesetzliche und Private Krankenversicherung Ärztin und kleiner JungeIm Laufe deines Lebens wird dir der ein oder andere Gang zum Arzt nicht erspart bleiben. Damit du deine Behandlung nicht aus der eigenen Tasche bezahlen musst, gibt es Krankenversicherungen. In Deutschland gilt die Krankenversicherungspflicht. Das heißt, dass jeder Deutsche, der sich nicht privat versichern lässt, sich automatisch gesetzlich versichern und nach dem Solidaritätsprinzip einen festgelegten Prozentsatz seines Bruttogehalts an die Krankenkasse zahlen muss. Solidaritätsprinzip heißt, dass du mit deinem Beitrag automatisch auch für all jene zahlst, die nicht in der Lage sind, selbst in eine Krankenkasse einzuzahlen. Dazu gehören sowohl Rentner, als auch Arbeitslose und Kinder.

Im Jahr 2018 beträgt der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung 15,5 Prozent. Davon werden allerdings nur 8,2 Prozent direkt von seinem Lohn abgezogen. Die restlichen 7,3 Prozent zahlt dein Arbeitgeber. Um das Geld gerecht auf die gesetzlichen Krankenkassen zu verteilen, fließen alle Beiträge zunächst in den Gesundheitsfond. Welche Krankenkasse das meiste Geld bekommt, richtet sich nach der Zusammensetzung der Mitglieder. Krankenkassen mit vielen alten Mitgliedern bedürfen beispielsweise mehr Geld als Kassen mit vorwiegend jungen Mitgliedern.

Bei der privaten Krankenversicherung sieht der Ablauf ein wenig anders aus. Bist du privat versichert, zahlst du keinen festen Prozentsatz deines monatlichen Bruttoeinkommens. Stattdessen richtet sich dein Beitrag zur Krankenversicherung nach deinem Alter, deinem Gesundheitszustand und nach den Leistungen, die du für deine Beiträge erwartest. Möchtest du im Falle eines Krankenhausaufenthalts ein Einzelzimmer, zahlst du mehr als wenn du dich in einem Mehrbettzimmer behandeln lässt. Eine private Krankenversicherung ist allerdings nicht für jeden zugänglich. Du musst bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um dich privat versichern zu lassen. Als Angestellter darfst du dich ab einem Jahresbruttoeinkommen ab 54.900 Euro privat versichern lassen. Gehörst du dagegen zur Gruppe der Beamten, Selbstständigen oder Freiberufler, hast du unabhängig von deinem Einkommen die Möglichkeit, dich privat versichern zu lassen.

Pflichtversicherung (Krankenversicherung)

In Deutschland ist jeder Bürger dazu verpflichtet, einer Krankenversicherung beizutreten. Ob du dabei eine private Krankenversicherung wählst oder der gesetzlichen Krankenkasse beitreten musst, hängt von individuellen Faktoren ab. Pflichtversichert sind dabei alle Arbeitnehmer, deren jährliches Bruttoeinkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Diese beträgt im Jahr 2018 4.950 Euro pro Monat und wird von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales jährlich neu festgelegt. Bei dieser Summe wird jedoch nicht nur dein Bruttolohn eingerechnet, auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden berücksichtigt.

Gehörst du zu der Gruppe der Freiberufler oder Unternehmer erlischt zwar deine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, eine Versicherung musst du dennoch wählen. Nun hast du allerdings die Wahl, ob du in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder dich lieber privat versichern lassen möchtest. Auch Rentner, die als Arbeitnehmer freiwillig versichert waren, können ab Renteneintritt wählen, ob sie weiterhin freiwillig versichert sein möchten. Da die private Krankenversicherung im Alter unter Umständen jedoch sehr teuer werden kann, lohnt sich oft der Umstieg auf die Pflichtversicherung der gesetzlichen Krankenkasse der Rentner (KVdR).

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse erwarten dich sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein Vorteil ist beispielsweise, dass du als Pflichtversicherter deinen Ehepartner und deine Kinder beitragsfrei mitversichern darfst. Dafür erwarten dich allerdings oft höhere Zuzahlungen bei Medikamenten, Krankenhausaufenthalten und beim Zahnersatz als bei einer privaten Versicherung.
Einmal Mitglied, bist du nicht dazu verpflichtet, die gesetzliche Krankenkasse zu verlassen, selbst wenn du eines Tages mehr verdienen oder dich entscheiden solltest, ein eigenes Unternehmen zu Gründen. In beiden Fällen darfst du dich dann freiwillig gesetzlich versichern und Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben.

KV-Zusatzbeitrag (Krankenversicherungszusatzbeitrag)

KrankenversicherungszusatzbeitragDa der allgemeine Beitragssatz von 15,6 Prozent im Jahr 2018 nicht alle Kosten deckt, verlangen alle Krankenkassen seit 2015 einen Zusatzbeitrag, der auf den allgemeinen Beitragssatz hinzugeschlagen wird. Der Zusatzbeitrag wird von deiner jeweiligen Krankenkasse vom Bruttogehalt prozentual abgezogen und von den Kassen individuell festgelegt. Er schwankt bei den bundesweit geöffneten Krankenkassen zwischen 0,59 und 1,7 Prozent. Damit liegt der durchschnittliche Gesamtbeitrag bei 15,6 Prozent. Beziehst du Arbeitslosengeld II, bist ein Geringverdiener oder befindest dich in der Ausbildung, gilt für dich der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz des jeweiligen Jahres (2018: 1,0 Prozent). In diesem Fall wird der Zusatzbeitrag in voller Höhe von deinem Leistungsträger übernommen.

Die Höhe des Zusatzbeitrags hängt von der finanziellen Lage der Krankenkasse ab und wird jedes Jahr neu festgelegt. Krankenkassen, die im vorangegangenen Jahr viel Geld für ihre Mitglieder ausgeben musste, können ihre Bilanz durch einen höheren Zusatzbeitrag im nächsten Kalenderjahr verbessern. Da die Krankenkassen im Wettbewerb zueinander stehen, wird jedoch keine Krankenkasse ihre Beiträge erhöhen, wenn sie es nicht unbedingt muss. Schließlich erhalten alle Mitglieder bei einer Erhöhung des Zusatzbeitrages ein Kündigungsrecht. Wenn deine Krankenkasse beispielsweise ihren Beitrag zum Januar des nächsten Jahres kündigt, ist sie verpflichtet dir dies bis Ende Dezember mitzuteilen. Dein Recht auf eine Sonderkündigung besteht dann noch bis Ende Januar und bis Ende März musst du dir eine neue Krankenversicherung suchen, da ab diesem Zeitpunkt dein alter Vertrag endet.

Während die Kosten für den allgemeinen Beitragssatz zwischen dir und deinem Arbeitgeber aufgeteilt werden, trägst du die Kosten für den Zusatzbeitragssatz alleine. Du hast keine Möglichkeit, dich von dem Zusatzbeitragssatz befreien zu lassen, ein Vergleich der einzelnen Krankenkassen lohnt sich also in jedem Fall. Willst du wechseln, kündigst du fristgerecht bei deiner alten Krankenkasse (ggf. kannst du von deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen) und beantragst eine Mitgliedschaft bei der neuen Krankenkasse. Sobald du schriftlich hast, dass du aufgenommen wurdest, schickst du das entsprechende Schreiben an deine alte Krankenkasse und vollziehst damit den Wechsel.

Freiwillige Krankenversicherung

Freiwillige KrankenversicherungDie Frage nach der freiwilligen Krankenversicherung richtet sich vor allem an zukünftige Unternehmer, die gerne ein Gewerbe anmelden wollen und somit vor der Wahl stehen, entweder in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben oder sich privat versichern zu lassen. Der Antrag auf freiwillige Krankenversicherung wird zusammen mit der Gewerbeanmeldung an das zuständige Finanzamt geschickt.

Die Gründe, nach der Existenzgründung nicht in eine private Krankenversicherung zu wechseln, sind vielfältig. Wenn du verheiratet bist und dein Partner arbeitslos oder erwerbsunfähig ist, würde die beitragsfreie Familienversicherung beim Wechsel in eine private Krankenversicherung wegfallen. Auch falls du Kinder hast, sind diese bei der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei mitversichert und du müsstest in der privaten Krankenversicherung Beiträge zahlen. Letztlich kann dir die Entscheidung allerdings auch von der privaten Krankenversicherung abgenommen werden. Wenn du eine Vorerkrankung hast oder dein Alter schon fortgeschritten ist, kann es sein, dass dir die private Krankenversicherung den Eintritt verwehrt oder von dir so hohe Beträge verlangt, dass sich ein Wechsel nicht lohnt.

Möchtest du in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, solltest du einige Dinge beachten. Bleibst du bei deiner derzeitigen Krankenkasse, ändert sich für dich zunächst die Art der Beitragszahlung. Als Unternehmer teilst du die Abgaben an die Krankenversicherung nicht mehr mit deinem Arbeitgeber, sondern überweist deine Beträge direkt an deine Krankenkasse oder ermächtigst sie, das Geld monatlich von deinem Konto abzubuchen. In manchen Fällen erhöhen sich deine Beiträge, weshalb du dir einen Überblick über die Leistungen deiner Krankenkasse machen und vergleichen solltest, ob andere Kassen nicht mehr Leistungen für weniger Geld bieten. Schau in deinen Vertrag und informiere dich, ob deine Krankenkasse Zusatzbeiträge erhebt oder dir Sonderleistungen bietet, die du nicht nutzt. Du solltest dir bewusst eine Krankenkasse aussuchen, die für einen niedrigen Beitrag, genau die Leistungen bietet, die du auch tatsächlich in Anspruch nimmst.

Rentenversicherung

Rentenversicherung Zeit in der RenteDamit du dich auch im Alter noch finanziell selbst versorgen kannst, gibt es in Deutschland eine Spezialform der Lebensversicherung: die Rentenversicherung. Sie basiert auf dem sogenannten Generationenvertrag. Das heißt, dass die arbeitende Bevölkerung die Rente für die derzeitigen Rentner aufbringt, während ihre eigene Rente wiederum von den nachkommenden Generationen aufgebracht werden muss. In Deutschland besteht eine grundsätzliche Rentenversicherungspflicht. Lediglich Selbstständige und Beamte sind von ihr befreit.

Die Rentenversicherung tritt dann in Kraft, wenn dein Einkommen durch den Ruhestand oder durch Erwerbsminderung wegfällt. Bei Letzterem liegt ihr Ziel jedoch darin, deine Erwerbsfähigkeit durch Rehabilitationsmaßnahmen wiederherzustellen. Man unterscheidet zwischen der gesetzlichen und der privaten Rentenversicherung. Beide Versicherungsformen haben das Ziel, die Altersvorsorge der Bürger zu sichern. Die gesetzliche Rentenversicherung, auch Altersrente genannt, sorgt dafür, dass Berufstätige bei Erwerbsunfähigkeit oder im Alter finanziell abgesichert sind. Sie stellt zudem sicher, dass im Todesfall deine Hinterbliebenen eine Rente erhalten, damit sie laufende Kosten wie die Miete nicht alleine tragen zu müssen.

Die Höhe deiner Rente hängt zum einen von deinem Renteneintrittsalter ab. Das generelle Renteneintrittsalter liegt bei 67 Jahren. Entscheidest du dich dazu, früher in Rente zu gehen, musst du mit Abzügen rechnen, arbeitest du dagegen über dieses Alter hinaus weiter, erhöht sich auch deine Rente. Zum anderen spielt auch die Höhe deiner Beiträge eine Rolle, die du im Laufe deines Lebens in die Versicherung eingezahlt hast.

Durch den demografischen Wandel in der Bevölkerung, wird es immer schwieriger das bestehende Rentensystem aufrechtzuerhalten. So kann es vorkommen, dass du zwar dein Leben lang in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlst, am Ende jedoch auf staatliche Unterstützung angewiesen bist, um dein Existenzminimum abzudecken. Aus diesem Grund rückt die private Rentenversicherung immer mehr in den Vordergrund. Hier zahlst du ebenfalls monatlich einen festgelegten Beitragssatz, finanzierst damit allerdings nicht die älteren Generationen, sondern sorgst direkt für deine eigene Rente vor. Die angesparte Summe wird dann ab deinem Renteneintrittsalter entweder einmalig im Ganzen oder in monatlichen Teilbeträgen ausgezahlt.

Gesetzliche und Private Rentenversicherung

Gesetzliche und Private Rentenversicherung Wegweiser privat gesetzlichIn Deutschland besteht die Rentenversicherungspflicht. Jeder Deutsche Bürger muss ab seinem 18. Lebensjahr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Eine Ausnahme bilden Personen, die keinen eigenen Verdienst aufweisen oder zu der Gruppe der Beamten oder Selbstständigen gehören. Wie viel du für deine gesetzliche Rentenversicherung bisher bezahlst, entnimmst du deiner monatlichen Lohnabrechnung.

Ziel der privaten und auch der gesetzlichen Rentenversicherung ist es, deine Zukunft als Rentner finanziell abzusichern. In beiden Fällen sparst du im Laufe deines Lebens durch monatliche Beiträge eine gewisse Summe an, die dir im Rentenalter, welches derzeit 64. Jahre beträgt, meist in Teilbeträgen pro Monat ausgezahlt wird. Gehst du vor deinem offiziellen Renteneintrittsalter in Rente, musst du mit Abzügen rechnen, beantragst du erst später die Rente, steigt der monatliche Betrag, der dir bis zum Lebensende zur Verfügung steht.

Obwohl sich gesetzliche und private Rentenversicherung vom Prinzip her ähneln, existieren doch auch deutliche Unterschiede. Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem sogenannten Generationenvertrag. Das heißt, dass die Arbeitnehmer mit ihren Beiträgen in die Rentenversicherung, die Rente derjenigen finanzieren, die sich zurzeit im Ruhestand befinden. Du finanzierst mit deinen Beiträgen also nicht deine eigene Rente, sondern die Rente der Generationen vor dir. Deine Rente ist dann wiederum von den Generationen nach dir abhängig.
Die private Rentenversicherung folgt diesem Prinzip nicht. Sie funktioniert vielmehr als Sparkonto, auf das du im Laufe deines Lebens eine gewisse Summe ansparst, die du dir auszahlen lässt, sobald du das rentenfähige Alter erreicht hast. Hierbei darfst du wählen, ob du dir die gesamte Summe auf einen Schlag auszahlen lassen möchtest, oder ob du sie dir bis zum Lebensende in monatlichen Teilzahlungen überweisen lässt. Auch hast du bei der privaten Rentenversicherung eine höhere Flexibilität. Erbst du beispielsweise eine größere Summe, kannst du diese in deine private Rentenversicherung einzahlen und profitierst in einigen Fällen zusätzlich von Steuervorteilen und staatlichen Förderungen.

Durch den demografischen Wandel in Deutschland wird es in Zukunft immer schwieriger, deine Rente durch die gesetzliche Rentenversicherung allein abzusichern. Um sicher zu stellen, dass du deinen Ruhestand eigenständig finanzieren kannst, ist also eine Kombination aus gesetzlicher und privater Rentenversicherung die beste Wahl.

Pflichtversicherung (Rentenversicherung)

Pflichtversicherung (Rentenversicherung)Damit Berufstätige im Alter finanziell abgesichert und nicht auf die Unterstützung des Staates angewiesen sind, gilt die gesetzliche Versicherungspflicht grundsätzlich für alle deutschen Arbeitnehmer. Zusätzlich können auch noch andere Personengruppen pflichtversichert sein. Dazu gehören beispielsweise Auszubildende, Menschen mit Behinderung, Selbstständige oder Personen im Wehrdienst. Von der gesetzlichen Versicherungspflicht ausgenommen sind dagegen beispielsweise Beamte, Berufssoldaten und kurzfristig Beschäftigte. Gehörst du zu einer dieser Personengruppen, solltest du über eine freiwillige gesetzliche Versicherung nachdenken, um deine spätere Rente zu erhöhen.

Wer pflichtversichert ist, wird automatisch von seinem Arbeitgeber bei der Rentenversicherung angemeldet. Danach erhältst du ein Schreiben mit deiner Sozialversicherungsnummer, die du im Briefwechsel mit deiner Rentenversicherung immer angeben musst. Ab dem ersten Tag deiner neuen Arbeit werden dir monatliche Rentenbeiträge von deinem Bruttolohn abgezogen. Die Beitragshöhe wird jedes Jahr neu berechnet und beträgt derzeit 18,6 Prozent. Du selbst musst dabei allerdings nur die Hälfte zahlen. Die andere Hälfte übernimmt dein Arbeitgeber. Beide Teile leitet dein Arbeitgeber dann an die Rentenversicherung weiter. Die Beitragsbemessungsgrenze sorgt dafür, dass der Beitrag zur Rentenversicherung nur bis zu einer bestimmten Höhe steigt. Ab dieser Grenze hängt die Höhe deiner Beträge nicht mehr von deinem Gehalt ab. In den neuen Bundesländern beträgt die Beitragsbemessungsgrenze 5.800 Euro monatlich, in den neuen Bundesländern sogar 6.500 Euro.

Freiwillig Versicherte zahlen den vollen Prozentsatz selbst. Eine Ausnahme bilden selbstständige Künstler und Publizisten. Ihnen nimmt die Künstlersozialkasse einen Teil ihrer finanziellen Last durch Versicherungsbeiträge ab. Auch für Minijobber und Studenten, die nebenbei arbeiten, gelten spezielle Regeln. Für geringfügig Beschäftigte bis 450 Euro im Monat zahlt der Arbeitgeber 15 Prozent des Arbeitsentgelts in die Rentenversicherung ein. In diesem Fall zahlst du nur die Differenz zum aktuellen Beitragssatz. Du hast als Minijobber allerdings die Möglichkeit, auf deine Versicherungspflicht zu verzichten. Bestand deine geringfügige Beschäftigung bereits vor dem ersten Januar 2013, bist du grundsätzlich von der Versicherungspflicht befreit und dein Arbeitgeber zahlt den Rentenbeitrag allein.

Arbeitslosenversicherung

ArbeitslosenversicherungDie Arbeitslosenversicherung ist Teil der Sozialversicherung, deren wichtigste Leistung das Arbeitslosengeld darstellt. Arbeitslosigkeit kann grundsätzlich jeden Arbeitnehmer treffen. Damit du trotz Arbeitslosigkeit dein bisheriges Leben weiterführen kannst und nicht direkt auf der Straße landest, gibt es die Arbeitslosenversicherung. Das Arbeitslosengeld übernimmt hierbei die Funktion der Existenzsicherung und des Lohnersatzes, damit du dich während deiner Arbeitslosigkeit sorgenfrei auf die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle begeben kannst.

In Deutschland ist jeder Auszubildende und Arbeitnehmer pflichtversichert, dessen Arbeitsverhältnis über eine geringfügige Beschäftigung hinausgeht. Beamte und Selbstständige bleiben von der Versicherungspflicht befreit, können sich aber unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichern. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung liegt im Jahr 2018 3 Prozent deines Bruttogehalts. Du trägst den Beitrag jedoch nur zur Hälfte selbst, die andere Hälfte zahlt dein Arbeitgeber. Zudem steigt die Höhe des Beitrags nicht unendlich an, du musst nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze Beiträge zahlen. Diese liegt im Jahr 2018 bei 5.800 Euro im Osten und 6.500 Euro im Westen Deutschlands. Über diese Grenze hinaus, steigt die Beitragshöhe nicht weiter an.

Wenn du regelmäßig deine Beiträge zahlst, hast du nicht automatisch Anspruch auf Arbeitslosengeld. Du musst innerhalb von zwei Jahren mindestens zwölf Monate lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, damit du von dem Arbeitslosengeld profitieren kannst. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich dabei an die Höhe des letzten Nettoentgelts, die Anzahl an Kindern und die Steuerklasse. Derzeit beträgt das Arbeitslosengeld 60 Prozent des Nettoentgelts und kann sich durch die Berücksichtigung der Kinder auf bis zu 67 Prozent erhöhen. Über die Dauer der finanziellen Unterstützung wird in der Politik heftig gestritten. Fällt sie zu lange aus, reduziert das den Druck. Dies könnte sich wiederum negativ auf die Bereitschaft auswirken, sich schnellstmöglich einen neuen Job zu suchen. Aus diesem Grund werden individuelle Faktoren wie Länge der letzten Beschäftigung und Alter berücksichtigt. Grundsätzlich gilt, je länger du in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast und je schlechter deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt stehen, desto länger hast du einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Gesetzliche & nicht gesetzliche Arbeitslosenversicherung

Gesetzliche & nicht gesetzliche ArbeitslosenversicherungTrotz guter wirtschaftlicher Lage Deutschlands und Fachkräftemangel, kann es immer passieren, dass du deinen Job verlierst, weil dein Arbeitgeber pleite geht oder Sparmaßnahmen durchführen muss, um einen starken Verlust wieder wett zu machen. Aus welchen Gründen du auch immer gekündigt wirst, stehst du in jedem Fall vor dem Problem, laufende Kosten wie deine Miete zu decken. Bis ein Arbeitsloser in Deutschland eine neue Stelle findet, vergehen im Schnitt 208 Tage. Für die meisten Arbeitnehmer eine zu lange Zeitspanne, um sie mit Ersparnissen alleine zu überbrücken. Damit du genau das nicht tun musst, bist du verpflichtet im Laufe deiner Beschäftigung in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung einzuzahlen.

Hauptziel der Arbeitslosenversicherung ist es, dir bei der Suche nach einer neuen Stelle den Rücken frei zu halten, indem sie als eine Art Lohnersatz deine monatlichen Kosten deckt und du dich durch den Verlust deines Jobs nicht verschulden musst, um deinen Lebensstandard während der Arbeitslosigkeit zu erhalten. Anspruch auf Arbeitslosengeld hast du jedoch nur, wenn du innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich an die Höhe deines letzten Nettogehalts. Arbeitnehmern ohne Kinder stehen 60 Prozent und Antragsstellern mit Kind 67 Prozent ihres letzten Monatsgehalts zu. Oft reicht die daraus resultierende Summe jedoch nicht, um all deine Kosten zu decken. Möchtest du das von der Agentur für Arbeit gezahlte Arbeitslosengeld aufstocken, führt kein Weg um eine private Arbeitslosenversicherung vorbei. Die zusätzliche Versicherung ist freiwillig und sorgt dafür, dass dich die fehlenden 40 Prozent deines Nettolohns in keine finanziellen Schwierigkeiten bringen.

Eine Ausnahme der Versicherungspflicht in Deutschland bilden Freiberufler und Selbstständige, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Gehörst du zu dieser Personengruppe, hast du die Möglichkeit dich freiwillig gesetzlich versichern zu lassen. Dazu musst du mindestens 15 Stunden wöchentlich der selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Die Höhe des gezahlten Arbeitslosengeldes richtet sich im Gegensatz zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung nach deiner sogenannten Qualifikationsgruppe. Den höchsten Satz bekommen diejenigen, die eine (Fach-)Hochschulausbildung vorweisen können. Personen ohne Ausbildung erhalten dagegen den niedrigsten Satz.

Arbeitgeber-Anteil

Arbeitgeber-AnteilArbeitgeber sind dazu verpflichtet für die angestellten, versicherungspflichtigen Arbeitnehmer einen Beitrag zur Sozialversicherung zu leisten. Diesen Beitrag bezeichnet man als Arbeitgeberanteil. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Arbeitnehmeranteil, der in der Regel etwas höher ausfällt und dem Arbeitnehmer vom Bruttolohn abgezogen wird.

Die Sozialversicherung gliedert sich in fünf Versicherungszweige: Krankenversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Alle Teilgebiete haben die Aufgabe, die Existenzgrundlage der Bevölkerung zu sichern und sie vor drohenden Kosten zu schützen. Die Höhe des Arbeitgeberanteils an die Sozialversicherung beträgt grundsätzlich die Hälfte des gesamten Beitragssatzes. Alle Beiträge werden automatisch vom Arbeitgeber an die entsprechenden Stellen abgeführt. Die andere Hälfte wird in der Regel vom Arbeitnehmer getragen. Lediglich die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung trägt der Arbeitgeber allein. Für den Arbeitnehmer kommen seit der Gesundheitsreform jedoch noch individuelle Zusatzbeiträge der Krankenkassen hinzu, die der Arbeitgeber nicht übernimmt, weshalb der Arbeitnehmer-Anteil im Schnitt etwas höher ausfällt als der Arbeitgeber-Anteil. Im Jahr 2018 zahlt der Arbeitgeber einen Anteil von 9,3 Prozent an die Rentenversicherung, 7,3 Prozent an die Krankenversicherung, 1,5 Prozent an die Arbeitslosenversicherung, 1,275 Prozent an die Pflegeversicherung und 1,5 Prozent an die gesetzliche Unfallversicherung des Arbeitnehmers. Eine Ausnahme bildet Sachsen, hier zahlt der Arbeit lediglich 0,775 Prozent an die Pflegeversicherung.

Geht der Arbeitnehmer einer geringfügigen Beschäftigung nach, in dem er bis zu 450 Euro im Monat verdient, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den vollen Beitrag zur Sozialversicherung zu übernehmen. Auch für Angestellte, die sich noch in der Berufsausbildung befinden und deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt, sowie für Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres und für Kurzarbeiter muss der Arbeitgeber die Beiträge zur Sozialversicherung allein an die entsprechenden Versicherungen abführen.

Arbeitnehmer-Anteil

Jedem Arbeitnehmer werden unterschiedliche Sozialversicherungsbeiträge vom Bruttogehalt abgezogen und an die entsprechenden Stellen abgeführt. Da du die Abgaben nicht allein tragen musst, sondern sie stattdessen mit deinem Arbeitnehmer teilst, unterscheidet man zwischen dem Arbeitnehmer-Anteil und dem Arbeitgeber-Anteil an die Sozialversicherung.

Der Bruttolohn ist deutlich höher als der Nettolohn, also als das Gehalt, das am Ende des Monats tatsächlich auf deinem Konto landet. Das liegt daran, dass dem Arbeitnehmer anteilig die Beiträge für die Sozialversicherungen vom Bruttolohn abgezogen werden. Der Arbeitnehmer trägt hierbei in etwa die Hälfte, die andere Hälfte übernimmt in der Regel der Arbeitgeber. Die Höhe des Arbeitnehmer-Anteils hängt von der Höhe deines Bruttolohns ab, da die Versicherungen prozentual von deinem Gehalt abgezogen werden. Steigt dein Gehalt, steigen auch die Abgaben an die Sozialversicherungen. Die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze sorgt allerdings dafür, dass die Beiträge nur auf den Teil deines Einkommens erhoben werden, der unterhalb dieser Grenze liegt. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt im Jahr 2018 bei 6500 Euro im Westen und 5800 Euro im Osten Deutschlands.

Alle Sozialversicherungen sorgen dafür, dass der Arbeitnehmer in den unterschiedlichsten Situationen des Lebens abgesichert ist. Im Falle eines Unfalls kommt die Unfallversicherung zum Tragen, ab dem Renteneintrittsalter, ist die Rentenversicherung dafür zuständig, dass du deinen Lebensstandard erhalten kannst und im Falle von Arbeitslosigkeit, wird dein Arbeitslosengeld aus der Arbeitslosenversicherung finanziert. Die Unfallversicherung zahlt dagegen entsprechende Leistungen, wenn du dir innerhalb der Arbeitszeiten eine Verletzung zuziehst. Auch auf dem direkten Weg zur Arbeit oder von der Arbeit nach Hause bist du durch die Unfallversicherung abgesichert.

In Deutschland besteht eine Versicherungspflicht, die in der Regel für alle Arbeitnehmer gilt. Doch es gibt auch Ausnahmen: Selbstständig Erwerbstätige wie Unternehmer und Freiberufler sowie Beamte, Richter, Soldaten und geringfügig Beschäftigte sind von der Versicherungspflicht befreit, können allerdings weiterhin freiwillig von den gesetzlichen Versicherungen profitieren, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese Personengruppen müssen einen Antrag stellen, wenn sie weiterhin in den gesetzlichen Sozialversicherungen bleiben wollen.