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Arbeitslosengeld berechnen

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Schonvermögen Hartz4 berechnen

© by brutto-netto-rechner.info
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Arbeitslosengeld berechnen: Das Wichtigste zum Thema

Das Arbeitslosengeld zu berechnen ist bei Weitem nicht so einfach, wie viele Menschen glauben. Natürlich gibt es gewisse Formeln und Methoden, um konkrete Beträge zu addieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Allerdings gibt es spezielle Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit Sie überhaupt Arbeitslosengeld erhalten. Was Sie vor dem Antrag auf Arbeitslosengeld unbedingt beachten müssen, erfahren Sie hier.

Verschiedene Faktoren ausschlaggebend

Wenn Sie innerhalb der beiden Kalenderjahren vor dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit mindestens über die Dauer von 12 Monaten berufstätig waren, so sind Sie berechtigt, Geld vom Staat zu erhalten. Allerdings lohnt es sich nur dann, das Arbeitslosengeld zu berechnen, wenn es sich hierbei um einen versicherungspflichtigen Job gehandelt hat. Ist das nicht der Fall, so erhalten Sie auch kein Geld in der Zeit ohne feste Arbeit. Wie hoch das Arbeitslosengeld konkret ausfällt, hängt von einigen Faktoren ab: Sowohl die Höhe des Einkommens als auch die Steuerklasse und natürlich die familiären Verhältnisse spielen hierbei eine wichtige Rolle.

So wird das Arbeitslosengeld berechnet

Generell richtet sich der Betrag, den Sie im Fall der Fälle erhalten werden, nach dem durchschnittlichen Einkommen der letzten 12 vergangenen Monate. Hier fließt allerdings nicht nur das reine Gehalt ein, sondern auch das Weihnachtsgeld und das Urlaubsgeld. Sollten Sie noch weitere einmalige Zahlungen erhalten haben, so fließen auch diese in die Grundlage zur Berechnung mit ein. Die gesamte Summe liegt der Berechnung einer sogenannten Bemessungsgrundlage pro Tag zugrunde. Das Leistungsentgelt pro Tag steht allerdings erst dann fest, wenn von diesem Wert weitere 21 Prozent für den Beitrag zur Sozialversicherung abgezogen wurde. Von diesem berechneten Satz erhalten Sie dann exakt 60 Prozent. Sofern Sie Kinder haben, besteht Anlass zur Freude: Sie bekommen mit Kindern 67 Prozent des Leistungsentgelts.

So lange können Sie Arbeitslosengeld beziehen

Wie lange Sie konkret das Arbeitslosengeld erhalten, hängt ebenfalls von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt Ihr Alter eine Rolle; zum anderen möchte der Staat gerne von Ihnen wissen, wie lange Sie einer versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen sind. Das sogenannte Arbeitslosengeld I bekommen Sie maximal für eine Dauer von zwei Kalenderjahren bzw. 24 Monaten. Danach bekommen Sie das Arbeitslosengeld II, welches auch unter der Bezeichnung Hartz IV bekannt ist. Dieser Betrag fällt dann allerdings geringer aus als das Geld, welches Sie in den ersten beiden Jahren ohne Job erhalten.

Sonderfälle für die Berechnung des Arbeitslosengelds

Wenn Sie ein bestimmtes Alter überschritten haben, dann gelten spezielle Bedingungen. Ältere Arbeitnehmer sollten die geltenden Bestimmungen unbedingt genau kennen. Ansonsten kann es passieren, dass diese nicht korrekt eingeordnet werden. Sollte das passieren, müssen Sie sich unbedingt zeitnah bei der zuständigen Arbeitsagentur melden, um den Fehler korrigieren zu lassen. Je nach Alter und Vorversicherungszeit wird der Anspruch gestaffelt. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht für immerhin 15 Monate, wenn Sie mindestens 50 Jahre alt sind. Sofern Sie das 55. Lebensjahr überschritten haben, bekommen Sie ganze 18 Monate lang Arbeitslosengeld. Ab dem 58. Lebensjahr dürfen Sie sogar mit der Zahlung über einen Zeitraum von 24 Monaten rechnen – eine deutliche Entlastung für ältere Arbeitnehmer.

Die Vermögensverhältnisse bleiben privat

Zumindest so lange Sie lediglich das sogenannte Arbeitslosengeld I beziehen, müssen Sie Ihre privaten finanziellen Verhältnisse nicht offenlegen. Über dieser Zeit hinaus möchte das Amt allerdings durchaus wissen, über welche finanziellen Reserven Sie aktuell verfügen. Der Grundsatz ist denkbar einfach: Haben Sie weitere Einnahmen, wie zum Beispiel Mieten, so erhalten Sie kein oder weniger Geld vom Staat. Zudem müssen Sie angeben, welche Bargeldreserven, Aktien oder andere Vermögenswerte Sie aktuell besitzen. Haben Sie einen festen Partner oder einen Ehepartner, so muss auch dessen finanzielles Vermögen offengelegt werden.

ALG II – Vermögen und Einkommen in Gemeinschaft ausschlaggebend

Wenn Sie Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt, beziehen, dann müssen Sie nicht nur das Vermögen, sondern auch eventuell vorhandenes Einkommen genau angeben. Tun Sie das nicht, bekommen Sie kein Geld vom Staat. Sofern Sie in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft leben, wird auch das Einkommen des Partners zur Berechnung hinzugezogen. Sogar das Einkommen der Eltern wird mit einkalkuliert, falls unverheiratete Kinder zu Hause oder gemeinsam mit einem oder beiden Elternteilen leben. Wenn ein leiblicher Elternteil einen neuen Partner hat, so wird auch dessen Gehalt mit einbezogen – sofern diese dritte Person zusammen mit dem arbeitslosen Kind und dem Elternteil in einer Wohnung lebt. Hierzu muss festgestellt werden, wer überhaupt zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört.

Im Gesetz wird zu diesem Thema eine sogenannte Vermutungsregel definiert. Das bedeutet konkret, dass auch nicht verheiratete Partner zu der Gemeinschaft gehören, sofern Sie im gleichen Haushalt leben. Sollten die finanziellen Mittel streng getrennt voneinander verwaltet werden, so liegt es an Ihnen, das zu beweisen. Sofern Sie als Elternteil arbeitslos geworden sind, müssen Sie allerdings keine Bedenken haben, dass Ihre Kinder zur Kasse gebeten werden. Weder das Einkommen noch das Vermögen der Kinder wird zur Berechnung des ALG II für Eltern herangezogen. Im Allgemeinen sind die finanziellen Verhältnisse der im Haushalt Lebenden allerdings wichtig, um das Arbeitslosengeld zu berechnen.

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