Gehaltsverhandlungen für Frauen: Wie auch du sofort mehr verdienst

Die Panik steigt. Deine Stirn badet in Schweiß. Und du atmest wie nach einem Marathon: Du forderst mehr Gehalt! Doch aus dem Fordern wird eher ein „Solange es keine Umstände macht – wenn nicht, ist auch nicht schlimm“. Weg mit der falschen Bescheidenheit! Jetzt erfährst du, wie du als Frau die Gehaltsverhandlung rockst!

Wie dir das gelingt, erfährst du in zwei Etappen: zuerst die Vorbereitung, danach die Verhandlung.

Gehaltsverhandlung für Frauen – wie du mehr Geld aus deiner Leistung holst

Die Vorbereitung

1. Deine Leistung in einer Nussschale

Im Unternehmen hat deine Arbeit einen Wert: Vielleicht gewinnst du neue Kunden? Machst Abläufe effizienter? Oder treibst den Umsatz nach oben?

Diesen Mehrwert musst du ungefähr bestimmen, damit du sagen kannst:

Das leiste ich und das zahlt ihr mir – da ist noch Luft nach oben!

Nimm dir also ein paar Stunden Zeit und bestimme für dich deinen Wert im Unternehmen und in deiner Branche.

Und sei nicht sinnlos bescheiden:

Wenn dein Kollege arbeitet wie ein Faultier auf einem Eukalyptus-Baum, dann schreibe das auf; du schaffst mehr, also verdienst du auch mehr!

2. Führe ein Journal über deine Erfolge

Niemand erinnert sich an jedes “gut gemacht”, ein “fantastischer Job” oder “hervorragend”.

Schreibe sie deshalb auf – und wie?

Mit einem Erfolgsjournal!

In ihm notierst du deine Erfolge, wie DU das Unternehmen bereichert hast:

  • Vielleicht hast du einen gut zahlenden Kunden gewonnen?
  • Einen Vorgang optimiert?
  • Ein Projekt hervorragend abgeschlossen?

All das sind wichtige Einträge in deinem Erfolgsjournal – nicht nur beweisen sie dir DEINEN Wert, sondern sind auch ein Trumpf für Frauen in der Gehaltsverhandlung:

Mit den richtigen Erfolgen stichst du fast jedes Nein.

3. Recherchiere branchenübliche Gehälter

Natürlich kannst du dein Gehalt nicht willkürlich aufblasen wie eine Kinder-Hüpfburg – egal, wie viel Wert du spendest.

Du musst dich an den branchenüblichen Gehältern orientieren, auch wenn du das Gehalt von Angela Merkel verdienen möchtest.

Zudem verraten sie dir, wie viel Prozent mehr du verlangen kannst und ob du womöglich katastrophal unterbezahlt bist.

Wo findest du nun branchenübliche Gehälter?

Auf diesen drei Websites:

  1. Gehalt.de
  2. Gehaltsvergleich.de
  3. Gehaltsreporter

4. Sei allgegenwärtig

Frau in Gehaltsverhandlung schüttelt ihrem Chef die Hand
Quelle: Foto von Sora Shimazaki von Pexels

Die Berufswelt ist leider nicht Aschenputtel.

Niemand erkennt in der fleißigen Magd die zukünftige Prinzessin, wenn sie es nicht zeigt!

Und Studien beweisen es (beispielsweise im Buch des Stanford Professors Jeffrey Pfeffer „Power“):

Nicht der bekommt mehr Geld, der mehr leistet – oh, nein –, sondern der, der seine Leistungen dem Chef honigsüß ums Ohr streicht.

Männer sind hier im Vorteil: Sie zeigen offen ihre Erfolge.

Haben sie etwas erreicht, feiern sie es wie Mallorca-Touristen auf dem Ballermann.

Für Frauen sind Erfolge nur ein weiteres Häckchen auf der To-do-Liste – einmal abgehakt, denken sie nicht weiter daran und sprinten zur nächsten Aufgabe.

Leider blockiert das den weiteren Weg auf der Karriereleiter (und macht dich auch nicht glücklicher).

Halte den Chef also auf dem Laufenden – gib ihm beispielsweise ein wöchentliches Update per Mail.

Und vor allem: Lass deinen Chef deine Erfolge sehen!

Wenn du im Team das Meiste leistest, sage es offen.

5. Lerne dich zu vermarkten

Menschen sind Litfaßsäule.

Einige sogar Muskel-bepackt in der Statur, aber alle in der Aussage: Sie verkaufen etwas – nämlich sich selbst.

Nur sind die meisten lausige Litfaßsäulen; anstatt berauschenden Bildern und ergreifenden Texten, wirken ihre Werbungen zerrissen, zerfleddert und mit Graffiti entstellt.

Kurz: Sie können sich nicht verkaufen – also kauft sie auch keiner.

Warum ist das so?

Sie denken, man wird ihren Wert schon sehen. Tut mir leid.

Tut man NICHT.

Würdest du an der klobigen und harten Litschi-Schale die süße Frucht erkennen? – Eher weniger.

Deshalb musst du lernen, dich zu vermarkten, und zwar im Auftreten, der Körpersprache, deiner Wortwahl und im Selbstbewusstsein.

Das dauert – keine Frage –, macht dich aber langfristig unglaublich erfolgreich.

Bestelle dir darum Bücher über Selbstbewusstsein und Verhandlungs-Kunst und sei erstaunt, wie du als Frau alle männlichen Kollegen in einer Gehaltsverhandlung ausstichst.

6. Suche immer nach Alternativen

Frau beim Essen sucht etwas am Laptop
Quelle: Foto von Gustavo Fring von Pexels

Noch eine Wahreit, die bitterer schmeckt als ein Faß Lebertran:

Nicht der verdient mehr Geld, der ein Leben lang für sein Unternehmen schuftet wie ein Sklave auf einer römischen Galeere; es sind die, die ihren Job oft wechseln.

Dazu kam eine Studie von ADP, die 24 Millionen Gehaltsinformationen verglichen haben.


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Das Ergebnis:

Wer zwischen zwei und fünf Jahren in einer Firma bleibt, verdient mehr Geld.

Warum?

Weil du nach zwei Jahren bereits eine Gehaltserhöhung erhalten hast; das ist dein neuer Ausgangspunkt.

Wechselst du deinen Job, willst du ihn nicht mehr unterschreiten.

Eher bekommst du noch mehr für die gleiche Position und das erhöht wieder den Ausgangspunkt.

Jeder neue Job wir zu einer Treppenstufe und mit jedem Schritt bekommst du mehr Gehalt.

Denn den größten Gehalts-Hebel hast du in einer neuen Firma, nicht in der alten.

Spähe also immer nach attraktiven Jobangeboten, so verdienst du nicht nur langfristig mehr, du gewinnst gleichzeitig Möglichkeiten:

Und Möglichkeiten sind nicht nur ein Brandbeschleuniger für dein Selbstbewusstsein in einer Gehaltsverhandlung, sie schenken dir auch Freiheit.

7. Übe ERNSTHAFT mit einer Freundin

Die Gehaltsverhandlung rückt näher – und die Panik steigt:

Jeden Tag kriecht die Angst weiter hervor, packt dich an der Kehle und lässt dich nicht los:

Was, wenn ich Fehler mache? Was, wenn ich versage?

Dennoch kannst du dieser Angst den Mund knebeln, und zwar, indem du übst, übst und übst.

Schnappe dir darum eine Freundin und spielt gemeinsam die Gehaltsverhandlung durch.

Wichtig: Bleibt ernsthaft!

Üben bringt wenig, wenn ihr mehr gackert als ein Hühnerstall von Wiesenhof.

Filmt am besten das ganze Gespräch; so siehst du selbst, wie du auftrittst, dich bewegst und deinen Körper hältst.

Habt ihr ein paar Runden gemeistert, kann der große Tag kommen.

Die Verhandlung

Frau in Gehaltsverhandlung berät sich mit dem Chef
Quelle: Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

1. Zeige immer, wie du der Firma nützt

Weißt du, was niemanden interessiert?

Dass du mehr Geld möchtest!

Ich möchte täglich mit irischen Weiderinder-Steaks gefüttert werden, die auf der Zunge zergehen wie Kerry-Gold-Butter.

Darum schert sich auch keiner.

Drehe also den Spieß um: Wie nützt du der Firma, wie lässt du deinen Chef gut aussehen, dass du eine Gehaltserhöhung verdienst?

Stricke daraus deine Argumente.

Erinnerst du dich an dein Erfolgsjournal?

Jetzt setzt du es ein: Du erstellst aus deinen Erfolgen eine Präsentation, gewürzt mit Zahlen, Fakten, Daten, was DU für eine Bereicherung bist.

Sieht dein Chef deine Ergebnisse, kann er nur sagen:

„Sie haben recht, Frau…, wir sollten tatsächlich einmal über eine Gehaltserhöhung sprechen.“

Noch einen Joker gefällig?

Du löst ein Problem in der Firma:

Dein Chef kann schlecht “Nein” zu deiner Forderung sagen, wenn du das feststeckende Projekt XYZ zum Abschluss bringst.

Bringe also eine Mappe mit und zeige: Das, das und das sind meine Ideen – wollt ihr sie haben, müsst ihr mich auch besser entlohnen.

2. Achte auf eine entspannte Atmosphäre

Eine Gehaltsverhandlung ist für Frauen kein Geiselaustausch mit den Taliban, wo sich jeder belauert, anstiert und beäugelt.

Es ist eher ein entspanntes Beisammensein.

Sei also nicht verkrampft wie ein indischer Yogi im verletzten Pfau.

Wie gelingt dir das?

Du musst dich in eine frohe Stimmung bringen:

Was weckt in dir gute Laune? Welcher Song? Welche Person? Welches Video?

Vielleicht hast du eine Routine, die deine gute Laune zum Schwingen bringt?

Folge dieser Routine und sei dein bestes Ich.

Vielleicht übst du vorher auf der Toilette noch einmal dein freundliches Lächeln, damit du nicht dreinblickst wie die Köchin in einer Gefängnis-Kantine.

Denn die gute Laune, die du verbreitest, steckt an; dein Gegenüber im Gehaltsgespräch wird lockerer und kommt dir eher entgegen.

3. Taktiken

Ein Schachspiel
Quelle: Foto von Pixabay von Pexels

Oben habe ich dir gesagt: Lese Bücher über Selbstvermarktung und Verhandlungskunst.

Zum Einstieg gebe ich dir fünf Tipps an die Hand, wie du deine Chancen auf Erfolg deutlich erhöhst.

  1. Setze dein Gehalt höher an: Willst du 50.000 pro Jahr, sage 53.000. Warum? Weil dein Chef versucht, dich herunterzuhandeln. Ist die Anfangssumme höher, bekommst du eher deinen Wunschgehalt. Bestenfalls erreichst du mehr, als du eigentlich willst.
  2. Nimm nicht das erste Angebot an: Auch wenn du sofort zufrieden bist, sage nicht „Ja“. Niemand nennt dir sofort sein Maximal-Gebot. Dein Chef hat noch Luft nach oben; nimmst du unverzüglich an, lässt du viel Geld liegen.
  3. Lenke das Gespräch auf deine Erfolge: Driftet das Gespräch ab, führe es zurück zu deinen Stärken. Stelle beispielsweise Fragen: „Was sollte ein Angestellter in dieser Firma leisten, um mehr Geld zu verdienen? Schön, dass Sie das sagen, denn ich habe…“
  4. Verhandle einvernehmlich: Wie gesagt – die Gehaltsverhandlung ist kein Geiselaustausch mit den Taliban. Falle in kein Freund-Feind-Schema. Versuche lieber Einklang herzustellen. Und wie? Benutze Wörter wie „Wir“ oder „Uns“. Beispielsweise: „Wir sind nah dran. Schauen wir, wie wir dem Zielwert noch näher kommen können.“
  5. Halte deine Gefühle in Schach: Strahlst du bei einer Summe wie ein Kind zu Weihnachten, weiß dein Chef: Er hat dich; du bist zufrieden. Verberge also deine Freude oder deine Wut und bleibe sachlich.

4. Achte auf deine Körpersprache

Sitzt du verschüchtert da wie eine Hexe vor dem Inquisitions-Gericht, stößt das ab: Du beweist fehlendes Selbstvertrauen.

Was solltest du also vermeiden?

  • Blickkontakt ausweichen
  • Verkrampft und verschlossen dasitzen
  • Gebeugte Körperhaltung
  • Übertriebene Gestik
  • Hand vor das Gesicht halten
  • zu oft blinzeln
  • dir ins Gesicht faßen, die Augen reiben

Was ist hingegen ratsam?

  • Offene Körperhaltung
  • Du beugst dich zu deinem Verhandlungspartner
  • Loker dasitzen
  • LÄCHELN!
  • Du nickst zustimmend
  • Deine Handflächen sind offen und du hältst nichts in den Händen

Das sind nur kleine Einblicke in die Mysterien der Körpersprache.

Vollkommen enthüllen werde sie dir die Bücher von Joe Navarro – sehr zu empfehlen!

5. Falls nein, handle Bedingungen für eine Gehaltsanpassung aus

Auch wenn dein Schlachtplan scheitert wie Waterloo, gib dich nicht geschlagen:

Handle Bedingungen aus, was du für eine Gehaltserhöhung tun musst – und lass es dir schriftlich geben!

Versprechen vergisst man schneller als den Hochzeitstag.

Wichtig: Die Bedingungen des Chefs müssen zeitlich fixiert sein – „Ich gewinne bis zum Tag X so viele Klienten.“

Nur messbare Werte lassen sich einfach bewerten.

Und dann nicht vergessen: Halte deinen Chef über deine Erfolge auf dem Laufenden!

Jede Woche bekommt er eine E-Mail über deine Fortschritte – bis du dein Ziel erreichst.

Dann lasse dir einen neuen Termin geben und verhandle dein Gehalt erneut.

 

Quelle Beitragsbild: Foto von Martine Savard von Pexels

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