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Schritt für Schritt deinen persönlichen Sparplan für deinen Lebenstraum erstellen

Vielleicht möchtest du in zehn Jahren eine Familie gründen, ein Haus bauen oder eine größere Anschaffung tätigen. Möglicherweise denkst du aber auch schon an das Rentenalter und fragst dich, wie du heute schon für das Alter vorsorgen kannst. Gleichzeitig möchtest du gerade jetzt, in jungen Jahren, nicht all dein Geld zur Seite legen und nur das Nötigste ausgeben, nur damit du dir später einmal etwas leisten kannst.

Wenn du heute dein Leben genießen und zeitgleich für morgen vorsorgen möchtest, ist ein Sparplan die ideale Lösung für dich. Mit ihm kannst du ein Vermögen aufbauen, ohne monatlich mehrere hundert Euro einzahlen zu müssen. Meist reichen für einen Sparplan lediglich 50 Euro im Monat. In manchen Fällen genügen sogar monatliche 25 Euro.

Nun möchtest du natürlich nicht einfach nur jeden Monat 50 Euro zur Seite legen, sondern auch eine entsprechende Rendite einfahren. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist das allerdings gar nicht so einfach. Vor ein paar Jahren hätte es vermutlich vollkommen gereicht, hättest du jeden Monat einen gewissen Geldbetrag auf eines deiner Sparkonten verschoben. Damals war ein Jahrezinssatz von 2,5 Prozent oder mehr üblich. Inzwischen kannst du von solchen Zinsen nur noch träumen. Die meisten Banken gewähren minimale, meist jedoch überhaupt keine Zinsen mehr. Deshalb müssen entsprechende Alternativen für den Sparplan her.

Eine recht unkomplizierte und dennoch lukrative Alternative sind ETF-Sparpläne. Besonders Einsteiger setzen bei ihrem Vermögensaufbau oder ihrer Altersvorsorge via Sparplan auf die Indexfonds.

Der ETF-Sparplan: Was du dir darunter vorstellen kannst

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, werden an der Börse gehandelt und bilden einen bestimmten Aktienindex nach. Ein DAX-ETF beispielsweise bildet demnach den deutschen Leitindex DAX nach. Ein MSCI World ETF hingegen bildet den Weltaktienindex MSCI World nach.

Anleger, die einen bestimmten Aktienindex nachbilden möchten, müssen dank der ETFs also nicht die 30 im Index abgebildeten Aktien im Einzelnen kaufen, sondern übernehmen lediglich einen entsprechenden ETF in ihr Depot.

Steigt nun der gewählte Aktienindex, steigt auch der zugehörige ETF. Sinkt der Aktienindex, übernimmt auch der ETF diese Wertentwicklung. So einfach diese Anlageform klingt, so unkompliziert ist sie auch. Zumindest, wenn du dich bereits im Voraus ausreichend informiert hast.

ETFs eignen sich aus mehreren Gründen perfekt für deinen Sparplan. So sind sie im Vergleich zu alternativen Sparplänen meist relativ günstig zu haben. Viel wichtiger ist jedoch, dass sie das Risiko, das sich beim Handel an der Börse nun einmal ergibt, sehr gut streuen. Für eben diese Streuung ist es oft nicht einmal nötig, mehrere ETF-Sparpläne abzuschließen. Gerade jene Indexfonds, die international orientierte Indizes nachbilden, vermindern das Risiko von Anfang an.

So funktioniert der ETF-Sparplan

Der ETF-Sparplan ist genau genommen ein Fondssparplan mit Exchange Traded Funds. Insofern unterscheidet er sich weder von einem Sparplan mit aktiv gemanagten Investmentfonds noch von einem Banksparplan.

Als ETF-Sparer zahlst du monatlich einen festgelegten Betrag in ETF Fonds beziehungsweise in Anteile dieses Fonds ein. Genau wie beim Banksparplan wird auch beim ETF-Sparplan keine Laufzeit festgelegt. Du kannst also vollkommen frei über das angehäufte Vermögen verfügen. Hinzu kommt, dass du immer die Möglichkeit hast, den Ausführungsrhythmus deines ETF-Sparplans und die Höhe der Sparbeträge zu ändern.

Beispiel: Du hast dich entschieden, jeden Monat 50 Euro in deinen ETF-Sparplan zu investieren. Nun hast du einen neuen Job mit besserer Bezahlung. Da sich an deiner Lebensweise nichts ändert, hast du nun monatlich zusätzlich 200 Euro übrig, die du gerne in deinen Vermögensaufbau stecken möchtest. Nun musst du lediglich die Höhe deiner Sparbeträge für den Sparplan auf insgesamt 250 Euro pro Monat anpassen.

Ein großer Unterschied zum Banksparplan ist, dass es beim ETF-Sparplan keinen vereinbarten Zins gibt. Mit jeder Zahlung in den ETF kaufst du einen ETF-Anteil beziehungsweise mehrere Fondsanteile des ETFs. Die Rendite, die du nun auf deine Anteile erhältst, resultiert aus den Börsenkursen beziehungsweise aus der Entwicklung des Index, den dein ETF abbildet.

Finde den ETF-Sparplan, der deine Anforderungen erfüllt

Nun gibt es auf der Welt natürlich eine Vielzahl an Indizes. Entsprechend groß beziehungsweise noch größer ist daher auch die Auswahl an ETFs, die sich für deinen Sparplan anbieten. Für einen Index gibt es nämlich durchaus gleich mehrere mögliche ETFs, die du nutzen kannst. Wichtig ist allerdings, dass du dich nicht für irgendeinen x-beliebigen Sparplan entscheidest, sondern nach bestem Wissen den idealen ETF-Sparplan für dich entdeckst. Entscheidend dafür sind die folgenden fünf Fragen. Kannst du diese ausführlich beantworten, wird es dir sehr leicht fallen, den idealen ETF für deine Bedürfnisse aus der großen Auswahl herauszufiltern.

1. Was ist dein Anlageziel?

Zunächst musst du dir überlegen, was dein Anlageziel ist. Möchtest du dein Geld kurzfristig anlegen oder möchtest du langfristig Vermögen aufbauen? Ist der langfristige Vermögensaufbau dein Ziel, sind ETFs eine interessante Lösung für dich. Wirklich rentabel sind sie nämlich erst bei einem längeren Anlagehorizont von fünf, zehn oder mehr Jahren.

Entscheidest du dich hingegen für einen kürzeren Anlagehorizont, solltest du einen anderen Sparplan wählen. Ideal wäre hier möglicherweise ein Tagesgeld-Sparplan.

2. Was ist dein Anlagefokus?

Weiterhin wirst du deinen Anlagefokus genauer definieren müssen. Hier legst du fest, in welche Märkte, Anlageklassen oder Themen du investieren möchtest. Ein ETF für den Index eines Schwellenlandes ist beispielsweise riskanter, als ein ETF, der den Markt einer Industrienation abbildet. Gleichzeitig hast du mit dem riskanten ETF auch deutlich höhere Renditechancen.

Liegt dir Sicherheit am Herzen, könnte für dich auch ein ETF sinnvoll sein, der die weltweit wichtigsten Unternehmen abbildet. Hier wird das Risiko nicht nur über die verschiedenen Länder gestreut, sondern auch über die Branchen. Ein Beispiel hierfür wäre etwa ein ETF-Sparplan in Verbindung mit dem MSCI World.

Chancen auf eine höhere Rendite ergeben sich dagegen etwa im SDAX. Hier sind kleinere deutsche Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen gelistet. So gehst du natürlich ein größeres Risiko ein als mit dem MSCI World oder dem deutschen Leitindex DAX, erhältst dafür aber oft auch höhere Renditen.

3. Welche Replikationsmethode bevorzugst du?

Bevor du dich für einen ETF entscheidest, musst du dich auch über die sogenannten Replikationsmethoden informieren. Unterschieden wird hier grundsätzlich zwischen ETFs mit:

-direkter Replikation (physisch)
-indirekter Replikation (synthetisch)

Entscheidest du dich für einen physischen ETF, kaufst du auch tatsächlich die im Index enthaltenen Aktien. Werden durch den ETF-Anbieter alle im Index enthaltenen Wertpapiere erstanden, wird von einer Vollreplikation gesprochen. Kauft und verkauft der Anbieter hingegen lediglich die Aktien, die im Index gelistet sind und einen wichtigen Einfluss auf die Indexentwicklung haben, nennt sich das Representing Sampling beziehungsweise optimiertes Sampling. Letztere Vorgehensweise kann unter Umständen zu leichten Abweichungen zwischen dem Index und dem ETF führen.

Wählst du einen synthetischen ETF, wirst du mit obigen Abweichungen nicht konfrontiert werden. Hier bildet der ETF-Anbieter die Indexentwicklung nämlich ausschließlich über Tauschgeschäfte ab. Genannt wird dieser Vorgang auch Swap-Geschäft, da es zu einer Abwicklung zwischen dem ETF-Anbiter und dem Swap-Kontrahenten kommt. Sinnvoll ist diese Methode, da sie günstiger ist, als der direkte Kauf und Verkauf. Das Risiko ist bei der indirekten Replikation aber auch etwas höher. Grund dafür ist, dass der Swap-Kontrahent gegebenenfalls zahlungsunfähig werden kann. In einem solchen Fall besteht die Gefahr, dass du als Anleger deine gesamten Einlagen verlierst.

Insofern gilt: Ist dir Sicherheit besonders wichtig, solltest du dich für einen physisch replizierenden ETF entscheiden. Möchtest du hingegen nur geringe Gebühren zahlen, bietet sich ein ETF mit indirekter Replikation an.

4. Wie sollen Erträge behandelt werden?

Wie du weißt, erhältst du auf deine Einlagen im ETF Renditen, insofern der entsprechende Index zulegt. Nun stellt sich aber die Frage, was du mit deinen Erträgen machst. Möchtest du sie sofort ausbezahlt bekommen oder sollen sie automatisch wieder angelegt werden?

Werden die Erträge aus Anleihezinsen oder Aktiendividenden sofort ausgezahlt, handelt es sich um einen ausschüttenden ETF. Jene Beträge werden deinem Konto sofort gutgeschrieben. Du kannst über sie also frei verfügen.

Werden deine Erträge automatisch wieder im Sparplan angelegt, spricht man von einem thesaurierenden ETF. Der große Vorteil: Du erwirtschaftest eine Art Zinseszinseffekt. Immerhin wächst der Wert deines Sparplans nun nicht mehr nur durch die von dir eingezahlten Beträge und durch die Kursgewinne, sondern auch durch die erzielten Erträge.

5. Welche Gebühren bist du bereit zu zahlen?

ETF-Sparpläne sind sogenannte passive Aktien-Indexfonds. Sie zeichnen sich durch sehr niedrige Verwaltungskosten aus und sind entsprechend günstig. Anders ist das bei aktiv gemanagten Fonds. Hier liegt die Verwaltungsgebühr oft bei über einem Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: ETFs machen meist weniger als einen halben Prozent im Jahr aus. Dennoch unterscheiden sich die einzelnen ETF-Sparpläne oft sehr stark in ihren Kosten.

Vergleiche deshalb zunächst die Gebühren der verschiedenen ETFs, die für dich infrage kommen. Nimm dazu die Gesamtkostenquote, auch Total Expense Ratio oder TER genannt, zur Hand. Sie spiegelt die jährlichen laufenden Kosten des ETFs wider und beinhaltet daher fast alle im Indexfonds enthaltenen Gebühren.

Nicht enthalten sind in der TER allerdings die Transaktionskosten, die beim Kauf und beim Verkauf von ETF-Titeln entstehen. Angegeben werden diese in den Produktinformationsblättern der Emittenten. Mit ihnen lassen sich die ETF-Renditen vergleichen, die letztendlich schon alle Kosten enthalten.

Für einen detaillierten Vergleich der ETF-Gebühren solltest du die sogenannten Total Cost of Ownership (TCO) zurate ziehen. Hier werden die tatsächlichen Gesamtkosten des entsprechenden Fonds angegeben. So werden hier unter anderem auch die Handelsgebühren bei Transaktionen innerhalb eines ETFs, die Erträge und die Steuern sowie die Swap-Gebühren im Falle eines nachgebildeten ETFs angegeben.

Weiterhin gilt es, die durch den Tracking Error (TE) entstehenden indirekten Gebühren zu beachten. Mit dem TE werden die Abweichungen des ETFs zum zugrundeliegenden Index gemessen. Ist die Entwicklung zum Index ähnlich, ist der TE entsprechend niedrig. Ob die Abweichung allerdings positiv oder negativ ist, lässt sich vom TE nicht ableiten. Wichtig ist hier die sogenannte Tracking-Differenz (TD). Sie zeigt den Unterschied zwischen der ETF-Rendite und der Rendite des zugrunde liegenden Index an. Die Gesamtkostenquote (TER) solltest du außerdem im Blick behalten, wenn du mit dem Sparplan langfristig Vermögen aufbauen möchtest.

Bedenke außerdem, dass beim Kauf von ETFs Ordergebühren bei deinem Broker anfallen werden. Sie sind abhängig von deinem Depotanbieter. So kann es durchaus sein, dass du einen Broker mit kostenlosem Wertpapierdepot und ETF-Sparplänen für einen Euro pro Ausführung findest.

In sieben Schritten zu deinem ersten ETF-Sparplan

Da du nun weißt, worauf du bei der Wahl des ETFs achten musst, ist der Grundstein für deinen ersten ETF-Sparplan gelegt. Bis du allerdings die ersten Renditen einfahren kannst, gibt es noch einiges zu tun. Im Folgenden erfährst du Schritt für Schritt, was du jetzt erledigen musst, um dir in ein paar Jahren mit deinem angesparten Vermögen deinen Lebenstraum erfüllen zu können.

1. Schritt: Finde den passenden Depot-Anbieter

Für deinen ETF-Sparplan benötigst du natürlich zuallererst ein Online-Depot. Dieses kannst du bei einer Direktbank beziehungsweise bei einem Broker eröffnen. Viele von ihnen bieten Sparpläne vollkommen kostenlos an. So musst du mit keinen Kosten für den Kauf und für die Verwahrung deiner ETFs rechnen.

2. Schritt: Eröffne dein erstes Online-Depot

Sobald du dich für einen Anbieter entschieden hast, kannst du seine Website besuchen. Dort besteht direkt die Möglichkeit, ein Online-Depot zu eröffnen. Hierzu gibst du zunächst deine persönlichen Daten sowie ein Referenzkonto an. Von diesem Konto wird dann monatlich der Geldbetrag eingezogen, den du vorher festgelegt hast. In den meisten Fällen reicht hier das eigene, bereits bestehende Girokonto vollkommen aus.

Anschließend wirst du den fertig ausgefüllten Antrag für das Online-Depot ausdrucken und es an die Adresse der Bank schicken müssen. Sobald dann deine Identität bestätigt wurde, erhältst du deine Zugangsdaten von der Bank. Schon kannst du dich zum ersten Mal einloggen.

3. Schritt: Richte deinen ersten Sparplan ein

Die Oberfläche der Online-Depots unterscheidet sich natürlich von Anbieter zu Anbieter. Diese Unterschiede sind in der Regel jedoch recht marginal. Möchtest du nun deinen ersten Sparplan einrichten, musst du im Dashboard nach einem Button oder in der Navigation nach einem Menüpunkt suchen, der sich „Sparplan anlegen / einrichten“ nennt.

Jetzt kannst du auswählen, wie viel Geld du monatlich einzahlen möchtest und wie lange der Sparplan laufen soll.

4. Schritt: Finde den idealen Index

Da du bereits weißt, welchen ETF-Sparplan du bevorzugst, ist dieser Schritt kein Problem für dich. In einer speziellen Maske kannst du hier eine WKN- beziehungsweise ISIN-Nummer eingeben. Dabei handelt es sich um die internationale Wertpapiernummer, die sich aus einer zwölfstelligen Buchstaben-Zahlen-Kombination zusammensetzt.

5. Schritt: Wähle einen ETF aus

Natürlich hat jeder Index unzählige Anbieter für diverse ETFs. Sinnvoll kann es sein, einen ETF zu wählen, der bei deinem Online-Depot-Anbieter ohne Börsen- und Kaufgebühr angeboten wird. So wirst du jährlich lediglich Verwaltungsgebühren von etwa 0,2 Prozent zahlen müssen.

6. Schritt: Investiere regelmäßig

Damit du in fünf, zehn oder mehr Jahren auch das Vermögen angehäuft hast, das du erzielen möchtest, musst du nun natürlich regelmäßig in den ETF-Sparplan investieren. Normalerweise wird der in Schritt 3 angegebene Geldbetrag ganz automatisch von deinem in Schritt 2 angegebenen Konto investiert.

Solltest du zwischenzeitlich finanzielle Schwierigkeiten haben und den entsprechenden Betrag nicht mehr zahlen können, ist es bei den meisten Brokern möglich, einige Raten ausfallen zu lassen. Für entsprechende Ergebnisse sollte das aber natürlich nicht all zu oft vorkommen.

7. Schritt: Übe dich in Geduld

Jetzt musst du vor allem eins: Warten – und das am besten für mehr als fünf Jahre. Wichtig ist, dass du, auch wenn der Kurs kurzzeitig fällt, Ruhe bewahrst. Oft bringt das sogar einen Vorteil für dich: Du erhältst die Fondsanteile deutlich günstiger und profitierst später noch mehr, wenn sich der Index erholt.


Über den Autor:

Marco ist Coach für finanzielle Intelligenz und Gründer der Geldhelden Organisation. Seine Vision ist es finanzielle Bildung in die breite der Gesellschaft zu tragen. Mit seinem Coaching hilft er Menschen dabei die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Meine Leidenschaft ist es als Geldcoach Menschen dabei zu helfen sich aus dem Hamsterrad zu befreien. Bewirb dich noch heute für den nächsten Zyklus in meinem 12 Wochen Umsetzungsprogramm auf https://geldcoach.org/

Machen ist das neue Wissen!

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