fbpx

5 Dinge, die du beim Vermögensaufbau (wahrscheinlich) falsch machst

So schwierig, wie viele meinen, ist der Vermögensaufbau gar nicht.

Du solltest weniger Geld ausgeben als du einnimmst und das, was dann übrig bleibt gewinnbringend anlegen. Was so einfach klingt, ist in der Praxis aber oft nicht so einfach umzusetzen.

Denn auf dem Weg zu finanzieller Fitness lauern viele Gefahren. Im Gespräch mit Freunden und Bekannten fällt mir auf, dass die meisten immer wieder die gleichen Fehler begehen. Und sich dann wundern, warum es mit dem Vermögensaufbau einfach nicht klappen will. Möglicherweise geht’s dir ähnlich?

Dann solltest du in Zukunft diese 5 Fehler vermeiden:

1. Du sparst am Ende des Monats

Die Deutschen sind ja eigentlich Sparweltmeister. Im Durchschnitt spart jeder Deutsche monatlich etwa 10% seines Einkommens. Das ist zumindest doppelt so viel wie der “Average Joe” (also der Durchschnitts-Amerikaner ;-)).

Selbst wenn du ein vorbildlicher deutscher Sparer bist, könnte es sein, dass du einen verheerenden “Sparfehler” begehst: du sparst immer nur das, was am Ende des Monats übrig bleibt. Die Gefahr dabei liegt auf der Hand – öfter als man zunächst vermutet, ist dann zum Sparen nichts mehr da.

Um diesen weit verbreiteten Fehler zu vermeiden, musst du direkt nach Gehaltseingang sparen. Am besten jeden Monat die gleiche Summe (sofern du ein regelmäßiges Einkommen hast). Das können 10% des Nettoeinkommens sein, aber auch nur fünf oder zwei Prozent. Wichtig ist nur, dass du dich dann strikt daran hältst und jeden Monat diesen Betrag auf die Seite schiebst.

Nur so kann es mit dem Vermögensaufbau auf Dauer richtig klappen.

2. Du bist ein Opfer der Lifestyle Inflation

Es ist eine weit verbreitete Krankheit in westlichen Gesellschaften: die Lifestyle Inflation. Selbst wenn du noch nie davon gehört hast, kann es trotzdem sein, dass auch du davon betroffen bist.

Lifestyle Inflation beschreibt das Phänomen, dass die Ausgaben immer an die Einnahmen angepasst werden. Je mehr du verdienst, desto mehr leistest du dir. Als Student warst du noch mit einem 10 Quadratmeter großen WG-Zimmer zufrieden, aber jetzt muss es schon eine 3-Zimmer Wohnung mit ebenerdiger Dusche und Balkon sein.

Bis zu einem gewissen Grad ist diese Anpassung sicherlich gerechtfertigt und stürzt dich in keine finanzielle Krise. Aber wenn du nicht darauf achtest und dieses Spiel immer weiter spielst, kann Vermögensaufbau gar nicht stattfinden.

Denn alles, was du einnimmst, wird wieder ausgegeben.

Damit dir das nicht passiert, solltest du dich in Dankbarkeit und Zufriedenheit üben. Du brauchst nicht immer mehr, um glücklich zu sein! Eine kleinere Wohnung, ein kleineres Auto und ein kleinerer Kleiderschrank tun es oft auch.

3. Du hast Angst vor der Börse

Es ist vor allem ein deutsches Phänomen: die Angst vor der Börse. Beliebte Geldanlagen hierzulande sind nach wie vor das Sparbuch, der Bausparvertrag und diverse Versicherungsprodukte.

Nur etwa 13% aller Deutschen besitzen Aktien. Stattdessen setzen sie lieber auf vermeintlich sichere Anlagen wie Tagesgeld und Co.
Dort sind die Zinsen allerdings schon seit Jahren so niedrig, dass sie deutlich unter der Inflationsrate liegen. Damit verliert dein Geld laufend an Wert.

Eine lohnende Alternative wäre z.B. die Anlage in Aktien-ETFs. Das sind börsengehandelte Fonds, die einfach einem Aktien-Index (wie dem DAX) folgen und dessen Wertentwicklung wiedergeben.

Die Kosten dafür sind gering, das Risiko durch die breite Streuung ist bei einem langfristigen Anlagehorizont ebenfalls überschaubar. Und im Gegensatz zu den vorher erwähnten Anlageformen hat eine Investition in einen breit gestreuten ETF (MSCI World) in den letzten 15 Jahren im Durchschnitt eine Rendite von mehr als 8% pro Jahr gebracht.

Es gibt also wirklich keinen Grund vor der Börse Angst zu haben. Und wenn du beim Vermögensaufbau weiter kommen willst, führt eigentlich kein Weg an Aktien (einzeln oder in Form von ETFs) vorbei.

4. Du änderst öfter deine Meinung

Entscheide dich für eine Geldanlagestrategie und bleib dann dabei. Wenn es eine Eigenschaft gibt, die maßgeblich zum Erfolg beim Vermögensaufbau beiträgt, dann ist es wohl die Konstanz.

In diversen Facebook-Gruppen zum Thema bekomme ich immer wieder mit, wie manch einer seine Anlagestrategie gefühlt häufiger wechselt als die Unterhose.

Ursprünglich hat er mal mit ETFs angefangen, aber jetzt reizen ihn Einzelaktien irgendwie doch.
Oder wäre es zwecks Diversifikation nicht sinnvoll, auch noch einen Rohstoff-ETF und einen Anleihen-ETF mit ins Portfolio aufzunehmen?
Und sollte der Anteil auf dem Tagesgeldkonto vielleicht nicht doch größer sein?

Es gibt unter Börsenexperten ein geflügeltes Wort: “Hin und Her macht Taschen leer”. Denn jede Änderung deiner Strategie verursacht in der Regel wieder neue Kosten. Egal, ob Aktie oder ETF – jede Transaktion, egal ob Kauf oder Verkauf, kostet dich bares Geld.

Ich weiß, es gibt viele unterschiedliche Anlagestrategien. Es gibt nicht DIE eine Strategie, die allen anderen meilenweit überlegen ist. Du musst dich einfach irgendwann für eine entscheiden. Je früher, desto besser.

Und dann solltest du dabei bleiben.

5. Du gibst zu schnell auf

Vermögensaufbau ist eine langfristige Angelegenheit. Wir reden hier nicht von irgendeinem “Schnell-reich-werden-System”.

Der vielleicht erfolgreichste Investor aller Zeiten, Warren Buffett, wurde auch nicht über Nacht reich. Er hat sich über Jahre und Jahrzehnte mit klugen Investments ein Vermögen aufgebaut. Wann ist laut Buffett der beste Zeitpunkt, um seine Investments zu verkaufen? Nie. Seine Strategie nennt man daher auch “Buy and Hold”.

Leider geben viele Privatanleger zu schnell auf. Sobald es ein wenig stürmisch an den Börsen zugeht, wird verkauft. Denn es könnte ja noch schlimmer kommen.

Doch das ist ein Denkfehler. Es ist völlig normal, dass der Wert deiner Aktien oder ETFs schwankt. Um dabei gelassen zu bleiben, solltest du höchstens alle paar Monate mal in dein Depot schauen.

Wenn du dir eine Immobilie kaufst, schaust du ja auch nicht jeden Tag nach, wie viel sie im Wert gestiegen oder gesunken ist.

Um beim Vermögensaufbau erfolgreich zu sein, brauchst du Geduld und einen langen Atem. Sowie Warren Buffett.

Fazit

Wenn du erfolgreich Vermögensaufbau betreiben möchtest, solltest du die häufigsten Fehler dabei möglichst vermeiden.

Richte dir ein System ein, das direkt am Anfang des Monats einen fixen Betrag für dich zur Seite legt. Am Ende ist meistens nichts mehr übrig.

Sobald sich dein Einkommen erhöht, solltest du nicht deine Ausgaben, sondern deinen Sparbetrag ebenfalls erhöhen. Ansonsten wirst du zu einem weiteren Opfer der Lifestyle Inflation, die jedes Jahr vielen Menschen den Traum von finanzieller Unabhängigkeit raubt.

Um mit dem Vermögensaufbau wirklich voranzukommen, darfst du keinen weiten Bogen um die Börse machen. Es gibt kaum eine andere Geldanlageklasse, die dir auf lange Sicht eine bessere und sicherere Rendite bringt.

Wer die eigene Vermögensaufbau-Strategie ständig ändert, hat schon verloren. Entscheide dich für eine und bleib dann dabei.
Übe dich in Geduld und Durchhaltevermögen. Vermögensaufbau passiert nicht über Nacht.

Du wirst sehen: wenn du dich an diese Prinzipien hältst, wird es auch mit dem Vermögensaufbau klappen. Ich wünsch dir viel Erfolg dabei!


Über den Autor
Auf finanziellfit.de bloggt Carsten über Moneybuilding – langfristiger, entspannter und automatisierter Vermögensaufbau durch systematisches Sparen, achtsames Ausgeben und vor allem intelligentes Investieren.

Dabei gibt er Tipps, wie man sein Geld richtig spart und anlegt und teilt auch seine eigenen Erfahrungen mit der Geldanlage in P2P-Kredite und ETFs. Außerdem versucht er aufzuzeigen, dass es sich lohnt, weniger Zeug zu kaufen und mehr Geld in die eigene Bildung und in andere Menschen zu investieren.

Unter finanziellfit.de/bewerbung kannst du dich jetzt für einen kostenlosen Coaching-Call mit Carsten bewerben.

  • Schöner Artikel! Besonders das Sparen direkt nach dem Gehaltseingang ist ein guter Tipp. Meine „Angst“ vor der Börse konnte ich aber bisher nicht ablegen. Hat jemand einen Tipp wie man da den Einstieg findet?

    • Hi Sandro, freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat. Es gibt viele Möglichkeiten, sich mehr mit der Börse zu beschäftigen: Blogartikel, Podcasts, Bücher, YouTube…. je mehr du dich damit beschäftigst, desto mehr wirst du merken, dass du keine Angst davor haben brauchst.

      Ich persönlich habe mit kleinen Summen und ETFs angefangen. Weil ich dazu immer wieder Fragen bekomme, hab ich einen kleinen E-Mail Kurs für Börsen-Anfänger erstellt – natürlich kostenlos:
      https://finanziellfit.de/vermoegensaufbau-an-der-boerse/

      Vielleicht hilft dir das ja weiter!

      Wünsch dir alles Gute,

      Carsten

  • >