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Die großen 5: die wichtigsten Börsen für Gold und Rohstoffe

Der Handel mit Rohstoffen und Gold ist nicht mehr nur den Profis vorbehalten: Dank Produkten wie Zertifikaten und Exchange Traded Funds (ETFs) ist es heute mit kleinem Geld möglich, in diesen attraktiven Markt einzusteigen. Ausschlaggebend für die globalen Trends ist jedoch der Handel an den Hauptmarktplätzen für Rohstoffe – den großen Terminbörsen der Welt.

Terminbörsen für Rohstoffe: ein Überblick über die Basics

Dass es sich bei den wichtigen Rohstoffbörsen um Terminbörsen handelt, hat einen guten Grund: Für den Handel mit Futures und Optionen ist ein Bruchteil des Kapitals notwendig, der für einen unmittelbaren Kauf der Rohstoffe am Spotmarkt erforderlich wäre. Zum Eröffnen einer Position ist lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) zu hinterlegen. Diese ist von den Börsen so bemessen, dass sie das Risiko kurzfristiger Kursschwankungen abdeckt. Das macht den Terminhandel für alle Arten von Marktteilnehmern extrem attraktiv: Produzenten und Wirtschaftsunternehmen können effektiv zukünftige Lieferungen absichern. Spekulanten machen sich die teils enorme Hebelwirkung zunutze. Entsprechend groß sind die Gewinnchancen – aber auch die Risiken: So ist bei einem Futures-Kontrakt das Verlustrisiko potenziell unbegrenzt. Ein Verlust kann im ungünstigen Fall die hinterlegte Margin deutlich übersteigen.

Solltest du mit dem Gedanken spielen, in den Handel mit Futures und Optionen einzusteigen, ist aus diesem Grund eine solide Wissensbasis unverzichtbar. Grundsätzlich ist eine Kenntnis über die großen Rohstoffbörsen aber auch für alle interessant, die lieber auf ETFs und Zertifikate setzen: So können beispielsweise von den Börsen veröffentliche Statistiken über die Positionierung großer Marktteilnehmer manchmal einen Hinweis auf die zukünftige Marktrichtung geben.

Aber genug der Theorie – hier kommt ein Überblick über die fünf relevantesten Börsen für Gold und Rohstoffe:

Chicago Mercantile Exchange: der Platzhirsch unter den Commodity-Börsen

Die amerikanische Chicago Mercantile Exchange, kurz CME, existiert seit dem Jahr 1898. Damit ist sie nicht die älteste Terminbörse – aber heute die größte. Sie beschäftigt mehr als 2500 Personen und wickelt einen Umsatz von mehreren Millionen Terminkontrakten pro Tag ab. Die CME war ein Vorreiter im elektronischen Handel: Die computerisierte Handelsplattform Globex ging im Jahr 1992 online und war damit die erste ihrer Art. Mit Ausnahme der Options-Kontrakte findet heute darüber fast der komplette Handel statt. Und das rund um die Uhr, abgesehen von kurzen Unterbrechungen für die Wartung der Systeme.

Zu den umsatzstärksten Rohstoffkontrakten an der CME zählen Live Cattle (lebende Rinder) und Lean Hogs (magere Schweine). Interessant für Rohstoff-Anleger ist darüber hinaus der Blick auf den DJ-UBS Commodity Index und den S&P GSCI, früher bekannt als Goldman Sachs Commodity Index. Außerdem ist die CME führend bei den Terminmärkten für Aktienindizes, Währungen und Staatsanleihen. Allerdings täuscht der oberflächliche Blick über die wahre Bedeutung der Chicago Mercantile Exchange in Bezug auf Rohstoffe: Zur Muttergesellschaft CME Group gehören inzwischen das Chicago Board of Trade (CBoT), die New York Mercantile Exchange (NYMEX) und die New York Commodities Exchange (COMEX).

NYMEX und COMEX: die Spezialisten für Energie und Metalle aller Art

Die New York Mercantile Exchange (NYMEX) und New York Commodities Exchange (COMEX) werden häufig in einem Atemzug genannt. Der Grund: Die COMEX ist eine Unterdivision der NYMEX, die wiederum zur CME Group gehört. Zudem sind die beiden Börsen historisch aufgrund des Standorts verbunden: Beide wurden in New York gegründet. Heute findet der Handel an diesen Börsen ebenfalls auf der Globex-Plattform der CME Group statt.

Die NYMEX ist eine der wichtigsten Börsen im Energiesektor. Die beiden umsatzstärksten Terminkontrakte sind der für Rohöl (Crude Oil) und der für amerikanisches Erdgas (Henry Hub Natural Gas). Darüber hinaus ist die NYMEX ein bevorzugter Marktplatz für verschiedene Raffinerieprodukte wie Diesel und Benzin.

Bei der COMEX steht alles im Zeichen glänzender Metalle. Absoluter Spitzenreiter beim Umsatz ist – wie nicht anders zu erwarten – Gold. Das bei Spekulanten aufgrund seiner hohen Volatilität beliebte Silber folgt auf dem zweiten Rang. Daneben ist die COMEX eine feste Größe im Bereich der Industriemetalle: Kupfer lässt sich hier ebenso handeln wie Aluminium und Stahl.

Chicago Board of Trade: bedeutender Handelsplatz für Agrarprodukte

Seit dem Jahr 1848 ist das Chicago Board of Trade in der gleichnamigen US-Metropole ansässig. Auch diese Terminbörse ist heute in die CME Group integriert. Sie dient dort vor allem als Markt für Agrarprodukte – allen voran Mais, Weizen und Sojabohnen. Für Letztere gibt es sogar mehrere Kontrakte für die jeweiligen Verarbeitungsstufen: für die eigentlichen Sojabohnen sowie für Sojaöl und Sojamehl.

London Metal Exchange: die europäische Börse für Gold und Basismetalle

Zwar ist die COMEX bei Metallen die amerikanische Nummer eins, aber die weltweit wichtigste Terminbörse in diesem Segment befindet sich in Europa. Die London Metall Exchange, kurz LME, tanzt aber nicht nur in Bezug auf den Standort aus der Reihe. Sie gehört zu den wenigen Börsen, bei denen der Präsenzhandel auf dem Parkett bis heute eine wichtige Rolle spielt. Dabei greift die Börse zu einem besonderen Mittel, um trotz der großen Produktauswahl eine hohe Liquidität auf dem Trading Floor zu gewährleisten: Die verschiedenen Instrumente werden nacheinander in Intervallen von nur fünf Minuten gehandelt. Selbstverständlich ist dies nicht die einzige Möglichkeit am Handel an der LME teilzunehmen: Einen großen Teil des Volumens wickelt die Börse über die elektronische Handelsplattform LMEselect ab.

Für Händler und Spekulanten mit einem Interesse an Metallen lässt das Angebot der LME kaum Wünsche offen. Neben Gold wird hier eine große Auswahl an Kontrakten auf Basismetalle gehandelt. Das Spektrum reicht von Aluminium und Kupfer über Zink und Nickel bis hin zu Blei und Zinn. Sogar für den Laien exotisch erscheinende Produkte, wie etwa Futures auf Steel Scrap (Stahlschrott) gehören dazu. Wer sich dafür interessiert? Zum Beispiel Unternehmen aus der Recycling-Industrie.


Über den Autor:

Marco ist Geldcoach und Gründer der Geldhelden Organisation. Seine Vision ist es finanzielle Bildung in die breite der Gesellschaft zu tragen. Mit seinem Coaching hilft er Menschen dabei die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen und das WARUM dahinter zu verstehen. Sein Ziel ist es den Coachys finanzielle Souveränität anhand der eigenen Finanzen zu zeigen, um ein Vermögen aufzubauen. Bewirb dich für dein persönliches STRATEGIE COACHING auf https://geldcoach.org


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