Blockchain Technologie für Anleger: Kryptowährung oder Blockchain-Investment

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Blockchain Technologie für Anleger: Kryptowährung oder Blockchain-Investment

Ein Unternehmen kann Blockchain-Technologie nutzen, ohne Kryptowährungen zu kaufen. Wer Blockchain-Technologie als Anleger verstehen will, sollte daher zuerst zwischen der technischen Grundlage und einem handelbaren Krypto-Vermögenswert unterscheiden. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.

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Vielleicht fragst Du Dich, was große Unternehmen an der Blockchain reizt und ob das automatisch für ein Investment in Bitcoin oder andere Kryptowährungen spricht. Die kurze Antwort: Nein. Anwendungen wie die Nachverfolgung von Lieferketten wurden Anfang der 2020er Jahre diskutiert. Daraus folgt jedoch nicht, dass ein Unternehmen Kryptowährungen hält oder dass deren Kurse steigen müssen.

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Hier bekommst Du eine klare Orientierung: Du erfährst, wie eine Blockchain Daten speichert und bestätigt, worin sich Proof of Work und Proof of Stake unterscheiden und welche Chancen und Risiken sich daraus für Anleger ergeben können. Außerdem geht es darum, warum die Nutzung einer Technologie nicht mit einer Investition in sie gleichzusetzen ist. So kannst Du besser einordnen, ob Dich die Technik, Kryptowährungen oder beides interessiert.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Unterscheide die Blockchain als technische Grundlage von Kryptowährungen als möglichen Anlagewert. Die Nutzung der Technik durch Unternehmen bedeutet nicht automatisch, dass sie in Kryptowährungen investieren.
  • Ordne Proof of Work und Proof of Stake danach ein, wie sie Transaktionen bestätigen und welche Folgen das für Energiebedarf und Netzwerkbetrieb hat.
  • Bewerte mögliche Investments nicht allein nach der Aufmerksamkeit für Blockchain. Kursschwankungen, technische Schwächen und die sichere Verwahrung gehören ebenfalls ins Bild.
  • Mach Dir bewusst: Eine Blockchain kann Daten nachvollziehbar speichern, bietet aber weder vollständige Anonymität noch eine Methode, den Preis eines Vermögenswerts festzulegen.
  • Wenn Du Krypto-Themen strukturiert vertiefen möchtest, kann die Krypto-Akademie dabei helfen, Grundlagen und Risiken besser einzuordnen.

Stromverbrauch des Proof-of-Work-Minings

Proof of Work bestätigt neue Blöcke durch Rechenarbeit. Miner setzen Computer ein, um ein kryptografisches Rätsel zu lösen. Wer zuerst eine gültige Lösung findet, darf den nächsten Block vorschlagen. Anschließend prüft das Netzwerk die Lösung. Für die Bitcoin-Blockchain würde ein einzelner Rechner dafür mehrere Jahre benötigen. Die gemeinsame Rechenkapazität vieler Miner kann neue Blöcke innerhalb weniger Minuten hervorbringen. Dieser Wettbewerb ist rechenintensiv und verbraucht Strom.

Der Energiebedarf entsteht nicht erst beim erfolgreichen Fund. Mining-Geräte laufen fortlaufend und prüfen wiederholt mögliche Lösungen. Im Juli 2021 wurde der jährliche Stromverbrauch der Bitcoin-Blockchain auf etwa 140 TWh geschätzt. Diese Schätzung beschreibt den Verbrauch des Netzwerks, nicht den Strombedarf eines einzelnen Miners. Auch der Wert pro Transaktion ist eine rechnerische Zuordnung des Netzwerkverbrauchs. Er bedeutet nicht, dass eine einzelne Überweisung genau diese Energiemenge zusätzlich auslöst.

Die Hardware beeinflusst, wie viel Rechenleistung Miner für ihren Strom erhalten. GPUs, also Grafikprozessoren, führen zahlreiche Berechnungen parallel aus und lassen sich für verschiedene Aufgaben einsetzen, nicht nur für das Mining. Laut RBC Capital Markets verursachten Grafikprozessoren fast zwei Drittel der Kosten eines vollständigen Mining-Rigs, eines eigens zum Schürfen zusammengestellten Rechners. ASICs sind dagegen speziell für bestimmte Rechenaufgaben entwickelte Chips. Sie sind leistungsstark für ihren vorgesehenen Zweck, aber weniger flexibel als GPUs.

Für Anleger zählt deshalb mehr als der reine Stromverbrauch. Beim Mining wirken Hardwareleistung, Strompreis, Auslastung und Wettbewerb zusammen. Steigt die Rechenleistung anderer Miner, findet ein Betreiber mit seiner vorhandenen Ausstattung nicht automatisch mehr Blöcke. Ein leistungsfähiges Gerät kann zudem unwirtschaftlich sein, wenn die Stromkosten den möglichen Erlös übersteigen. Der Energiebedarf ist damit sowohl ein Kostenfaktor für den Netzwerkbetrieb als auch für einzelne Mining-Unternehmen.

  • GPU: vielseitig einsetzbarer Grafikprozessor, der parallel rechnen kann.
  • ASIC: spezialisierter Chip für festgelegte Rechenaufgaben.
  • Mining-Rig: Rechnerausstattung, deren Anschaffung und Strombedarf in die Wirtschaftlichkeit einfließen.

Die Folgen reichen über die Stromrechnung hinaus. Ein hoher Energiebedarf kann die Umweltbilanz eines Proof-of-Work-Netzwerks belasten. Wie stark, hängt auch davon ab, aus welchen Energiequellen der Strom stammt. Für einen Vergleich solltest Du daher Verbrauch, verwendete Hardware und Stromversorgung gemeinsam betrachten. Die Schätzung von 140 TWh zeigt die Größenordnung der Bitcoin-Blockchain im Juli 2021, ersetzt aber keine aktuelle Betrachtung des Netzwerks. Für die Investmentanalyse bleibt entscheidend, ob ein Geschäftsmodell seine laufenden Kosten tragen kann, ohne den technischen Nutzen mit der Rentabilität gleichzusetzen.

Blockchain-Marktaussichten und Investitionsrisiken

Blockchain-Anwendungen und Kryptowährungen sind unterschiedliche Anlagefelder. Das Wachstum der Technologie allein belegt keinen steigenden Wert eines Tokens. Für Deine Entscheidung zählen daher das Geschäftsmodell, die konkrete Nutzung und die Risiken des jeweiligen Investments.

In Deutschland kannst Du zunächst die Anlageart bestimmen, dann Projekt und Verwahrung prüfen und erst danach über einen möglichen Einsatz entscheiden. Die BaFin ordnet Kryptowährungen rechtlich als Finanzinstrumente und nicht als Währungen ein. Sie sind nicht staatlich reguliert und bieten keine Einlagensicherung.

Anlageklassen im Blockchain-Markt

Zu den Anlageklassen im Blockchain-Markt zählen digitale Vermögenswerte wie Bitcoin sowie Anteile an Unternehmen, deren Geschäft mit Blockchain-Technik verbunden ist. Die Unterscheidung ist wichtig: Ein Token und eine Unternehmensbeteiligung vermitteln unterschiedliche Rechte und hängen von unterschiedlichen Werttreibern ab.

Am Markt gibt es Tausende verschiedene Kryptowährungen. Ein White Paper nennt Kryptowährungen als mögliche Anlagevehikel und führt an, dass Bitcoin in einem Portfolio Diversifikationseffekte ermöglichen kann. Das sagt nichts über die künftige Kursentwicklung aus: Bei Kryptowährungen hängt der Wert davon ab, was Anleger dafür zu zahlen bereit sind. Bei einem Unternehmen stehen dagegen dessen Geschäft, Einnahmen und Umsetzung im Mittelpunkt. Prüfe deshalb, ob Du tatsächlich an einer Technologie, einem Unternehmen oder einem digitalen Vermögenswert beteiligt bist.

Projekte und Anbieter vor dem Investment prüfen

Vor einem Investment solltest Du den Nutzen eines Projekts, seine technische Umsetzung und den Anbieter getrennt betrachten. So vermeidest Du den Denkfehler, ein überzeugendes Schlagwort bereits mit einem tragfähigen Geschäftsmodell gleichzusetzen.

Beginne mit einer einfachen Frage: Welches konkrete Problem löst das Projekt, und warum braucht es dafür eine Blockchain? Lies anschließend die Projektbeschreibung und achte auf nachvollziehbare Ziele, verständliche Regeln und erkennbare Verantwortlichkeiten. Prüfe auch, wie das Netzwerk funktioniert und wie Du Zugang zu möglichen Vermögenswerten erhältst. Fehlerhafte Implementierungen, unsichere Netzwerkprotokolle und schwach geschützte Wallets können Sicherheitsprobleme verursachen. Wer Zugangsdaten verliert, kann zudem die Verfügung über gespeicherte Werte verlieren. Ein überzeugendes Projektversprechen ersetzt weder die technische Prüfung noch eine sorgfältige Verwahrung.

Für einen Einstieg in Deutschland hilft eine klare Reihenfolge: Lege zuerst fest, ob Du eine Kryptowährung oder ein Blockchain-Unternehmen untersuchst. Vergleiche anschließend den konkreten Nutzen, die Risiken und die Art der Verwahrung. Erst dann kannst Du entscheiden, ob und in welchem Umfang ein Investment zu Deiner Vermögensaufteilung passt. Diese Prüfung dient der Orientierung und ist keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Ein Blockchain-Projekt kann technisch interessant sein, ohne deshalb automatisch eine passende Anlage zu sein. Wenn Du die Prüfung von Kryptowährungen und ihren Risiken vertiefen möchtest, findest Du dazu passende Webinare zu Krypto-Themen.

Distributed-Ledger-Technologien und Blockchain-Grundlagen

Ein Distributed Ledger ist ein digitales Register, dessen Stand mehrere Rechner gemeinsam abgleichen. Eine Blockchain ist eine besondere Form davon: Sie ordnet Daten in Blöcken und verbindet sie chronologisch. Wer als Anleger die Blockchain-Technologie verstehen möchte, sollte die Begriffe auseinanderhalten. Nicht jedes verteilte Register ist automatisch eine Blockchain oder eine Kryptowährung.

So funktioniert eine Blockchain am Beispiel einer Übertragung: Eine Person stößt eine Transaktion an, das Netzwerk prüft sie und nimmt bestätigte Daten in einen neuen Block auf. Kryptografische Methoden verbinden den Block mit vorherigen Einträgen. Wird ein späterer Eintrag verändert, lässt sich die Abweichung erkennen. So wachsen die Datenblöcke zu einer nachvollziehbaren Kette zusammen. Bei bestätigten Blöcken öffentlicher Blockchains sind nachträgliche Manipulationen praktisch nicht möglich.

Eine Blockchain speichert Daten redundant auf jedem Netzknoten, also auf den beteiligten Rechnern. Neue Einträge müssen deshalb nicht von einer zentralen Stelle bestätigt werden. Stattdessen kann das Netzwerk mithilfe eines Konsensmechanismus einen gemeinsamen Systemstand feststellen. „Konsens“ bedeutet hier, dass sich die Teilnehmer nach festgelegten Regeln auf gültige Einträge einigen. Welche Regeln gelten, hängt von der jeweiligen Blockchain ab.

Bei öffentlichen Blockchains können Nutzende durch abstrakte Adressen dargestellt werden. Das ermöglicht eine pseudonyme Nutzung: Die Adresse muss nicht unmittelbar den bürgerlichen Namen zeigen. Pseudonym bedeutet jedoch nicht anonym. Transaktionsdaten können öffentlich sichtbar sein, und eine Adresse allein belegt nicht, wer dahintersteht. Für Anleger ist das wichtig, um mögliche Rückschlüsse aus öffentlich einsehbaren Transaktionen einzuschätzen.

Die Technik löst außerdem nicht jede wirtschaftliche Frage. Eine Blockchain bietet weder vollständige Anonymität noch eine Methode zur Preisfindung. Sie kann festhalten, dass ein bestimmter Eintrag nach den Netzwerkregeln bestätigt wurde. Sie entscheidet aber weder, welchen Marktpreis ein Vermögenswert haben sollte, noch, ob ein Projekt wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch ein manipulationsresistentes Register kann fragwürdige Angaben zuverlässig speichern.

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt zugleich Nutzen und Grenze: Ein Lieferkettenregister kann die Stationen eines Produkts dokumentieren. Die Blockchain macht Einträge nachvollziehbar, garantiert aber nicht, dass die ursprüngliche Eingabe korrekt war. Sie kann die Veränderung gespeicherter Daten erschweren, aber nicht jeden Fehler außerhalb des Netzwerks verhindern. Um Blockchain-Technologie als Anleger einzuordnen, solltest Du deshalb auch fragen, wer die Daten eingibt und wie sie geprüft werden.

Auch Standards gehören zur Entwicklung des Feldes. Die Internationale Organisation für Normung hat mit ISO/TC 307 ein technisches Komitee für Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien eingerichtet. Es befasst sich mit Standardisierung und Interoperabilität, also damit, wie unterschiedliche Systeme zusammenarbeiten können. Für Anleger ergibt sich daraus kein Investmenturteil. Es zeigt vielmehr, dass technische Grundlagen und Verbindungen zwischen Systemen zentrale Fragen bleiben.

Blockchain Technologie für Anleger: Kryptowährung oder Blockchain-Investment

Proof of Work und Proof of Stake

Blockchains unterscheiden sich unter anderem durch den Zugang und die Regeln zur Bestätigung neuer Einträge. Öffentliche Netzwerke wie Bitcoin sind grundsätzlich offen; private oder zugangsbeschränkte Blockchains lassen nur ausgewählte Teilnehmer zu. Proof of Work und Proof of Stake sind Konsensmechanismen, also Verfahren, mit denen ein Netzwerk gültige Einträge festlegt.

Bei Proof of Work versuchen Miner, ein kryptografisches Rätsel durch wiederholte Rechenversuche zu lösen. Wer zuerst eine gültige Lösung findet, darf einen neuen Block vorschlagen. Andere Teilnehmer prüfen das Ergebnis anhand der Netzwerkregeln. Bei Bitcoin hängt die Chance eines Miners von seiner Rechenleistung im Wettbewerb mit den übrigen Minern ab. Die Regeln machen es aufwendig, bestätigte Einträge nachträglich zu verändern. Dafür sind jedoch viel Rechenarbeit und entsprechende technische Ausstattung erforderlich.

Proof of Stake organisiert die Auswahl anders. Statt Rechenleistung einzusetzen, hinterlegen Teilnehmer bestimmte Einheiten der jeweiligen Kryptowährung als Einsatz. Das Netzwerk bestimmt nach seinen Regeln, wer einen Block bestätigen darf. Ein Validator ist ein Teilnehmer, der solche Aufgaben übernimmt. Der genaue Auswahlmechanismus unterscheidet sich je nach Netzwerk. Für Dich bedeutet das: Proof of Stake beschreibt eine Grundidee, aber nicht alle technischen Einzelheiten eines konkreten Projekts.

Im Vergleich ermöglicht Proof of Stake eine schnellere und ressourcenschonendere Bildung neuer Blöcke als Proof of Work. Dieser Unterschied betrifft den Netzwerkbetrieb, nicht automatisch den Wert der zugehörigen Kryptowährung. Ein schnelleres Verfahren ist daher kein Beleg für höhere Sicherheit oder bessere Anlageaussichten. Entscheidend sind auch die konkrete Umsetzung, die Regeln für Validatoren und die Verteilung der Entscheidungsgewalt.

Beide Verfahren haben unterschiedliche Angriffspunkte. Bei Proof of Work hängt die Beteiligung stark von der verfügbaren Rechenleistung ab. Bei Proof of Stake spielt die hinterlegte Kryptowährung eine zentrale Rolle. Netzwerkregeln müssen außerdem festlegen, wie Fehlverhalten behandelt wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht keine belastbaren allgemeinen Sicherheitsaussagen zu Konsensmechanismen. Aus dem Namen eines Verfahrens allein lässt sich deshalb kein Sicherheitsurteil ableiten.

Auch der Zugang zur Blockchain beeinflusst ihre Nutzung. Eine öffentliche Blockchain wie Bitcoin lässt grundsätzlich eine offene Teilnahme nach den Netzwerkregeln zu. Eine private Blockchain beschränkt den Zugang auf ausgewählte Organisationen oder Personen. Dazwischen gibt es Systeme mit abgestuften Zugriffsrechten. Solche Unterschiede bestimmen, wer Einträge einreichen oder bestätigen kann. Für sich genommen sagen sie jedoch nichts über die Qualität einer Anlage aus.

Für Deine Einordnung hilft ein einfacher Vergleich: Prüfe zuerst, ob das Netzwerk öffentlich oder zugangsbeschränkt ist. Frage danach, ob Proof of Work oder Proof of Stake neue Blöcke bestätigt. Betrachte schließlich die konkrete Umsetzung, statt dem Verfahren allein einen Vertrauensvorschuss zu geben. Bitcoin nutzt Proof of Work, andere Netzwerke Proof of Stake. Beide Mechanismen lösen dieselbe Grundaufgabe, aber mit unterschiedlichen Ressourcen und Regeln.

Unterschiede zwischen Kryptowährungen und Blockchain-Investments

Direkte Kryptoanlagen, Krypto-ETPs, Aktien und Blockchain-ETFs unterscheiden sich vor allem darin, was Du tatsächlich hältst. Bei einer direkten Anlage verwahrst Du Kryptowährungen selbst oder nutzt einen Verwahrdienst. Ein Krypto-ETP ist ein börsengehandeltes Wertpapier, dessen Entwicklung an einen Kryptowert gekoppelt ist. Eine Aktie verbrieft einen Anteil an einem Unternehmen; ein Blockchain-ETF bündelt Wertpapiere nach den Anlagekriterien des Fonds.

Diese Unterschiede wirken sich auf Deine Rechte und Abläufe aus. Bei direkter Verwahrung kontrollierst Du den Zugang über Deine Schlüssel. Bei einem ETP oder ETF verwaltest Du dagegen ein Wertpapierdepot und bist auf die jeweilige Produktstruktur angewiesen. Eine Aktie gibt Dir einen Unternehmensanteil, aber nicht automatisch Einfluss auf die Blockchain-Anwendung des Unternehmens. Lies vor einer Entscheidung die Produktbeschreibung und prüfe, welche Vermögenswerte oder Unternehmen tatsächlich dahinterstehen.

Ohne Angaben zur Anlageform und zum konkreten Vorgang lässt sich die steuerliche Behandlung nicht allgemein einordnen. Für eine regelkonforme steuerliche Gestaltung solltest Du Transaktionen nachvollziehbar dokumentieren und geltende Pflichten einhalten. Bei individuellen Fragen zur Erklärung oder steuerlichen Behandlung ist qualifizierte Steuerberatung der passende Weg. Allgemeine Informationen ersetzen sie nicht.

Für Deutschland gilt laut BaFin: Kryptowährungen sind rechtlich Finanzinstrumente und keine Währungen. Bei EU- und deutschen Regeln solltest Du Dich nicht allein auf ein Schlagwort wie MiCA verlassen. Entscheidend ist, wie das konkrete Produkt ausgestaltet ist und welche Rolle Anbieter und Verwahrung spielen. Prüfe vor der Nutzung eines Wertpapiers oder Dienstes die Produktunterlagen und Angaben zur rechtlichen Einordnung.

Die Kosten hängen ebenfalls von der Anlageform und dem gewählten Handelsweg ab. Beim direkten Erwerb können Entgelte für Kauf, Verkauf oder Verwahrung anfallen. Bei einem ETP oder ETF können laufende Produktkosten und Handelsentgelte hinzukommen; bei Aktien zählen die jeweiligen Depot- und Orderkosten. Vergleiche die Kostenangaben des konkreten Angebots, statt nur auf eine einzelne Gebühr zu achten. Auch die Produktstruktur beeinflusst, welche Kostenpositionen für Dich relevant sind.

Ein sinnvoller Vergleich beginnt mit Deiner gewünschten Verantwortung: Möchtest Du selbst Zugang und Verwahrung organisieren, ein börsengehandeltes Produkt halten oder Unternehmensanteile erwerben? Danach kannst Du Produktunterlagen, Kosten und steuerliche Dokumentation passend zur Anlageform betrachten. Wenn Du diese Unterschiede weiter vertiefen möchtest, findest Du in den Webinaren zu Kryptoanlagen und Blockchain weitere Orientierung.

Bei einer Blockchain werden neue Datenblöcke am Ende der Kette angehängt. Kryptografische Methoden erhalten die chronologische Reihenfolge und machen nachträgliche Manipulationen erkennbar. Kryptowährungen werden weiterhin nur selten als Zahlungsmittel genutzt: Nur wenige Geschäfte oder Online-Shops akzeptieren sie.

Das BSI empfiehlt, Wallet-Zugangsdaten zu schützen und keine großen Kryptowährungsbeträge auf dem PC oder Smartphone aufzubewahren.

Geldhelden: Freiheits-Akademie

Die Freiheits-Akademie von Geldhelden bietet Dir einen Lernrahmen, um Anlageentscheidungen besser zu verstehen und einzuordnen. Wenn Du digitale Vermögenswerte vertiefen möchtest, passt die Krypto-Akademie thematisch besonders gut. Dort kannst Du Dich mit Grundlagen und Risiken auseinandersetzen, bevor Du eigene Entscheidungen triffst.

Allgemeine Weiterbildung ist von persönlicher Beratung zu unterscheiden: Individuelle finanzielle, steuerliche oder rechtliche Fragen solltest Du mit dafür qualifizierten Fachleuten besprechen. Bei grenzüberschreitenden Finanzbeziehungen solltest Du auch mögliche Meldepflichten und den automatischen Informationsaustausch (AIA/AEOI) berücksichtigen.

Wenn Du Deine nächsten Schritte zu Krypto und Vermögensschutz sortieren möchtest, findest Du auf geldhelden.org weitere Informationen und Lernangebote.

Mach aus Wissen einen klaren nächsten Schritt

Der nächste Schritt muss kein Kauf sein. Lege zuerst fest, welche Rolle digitale Vermögenswerte in Deiner Vermögensplanung spielen sollen. Eine klare Entscheidungsregel hilft: Beschäftige Dich nur dann weiter mit einem Projekt, wenn Du seinen Zweck, seine Risiken und die mögliche Verwahrung verständlich erklären kannst. Bleiben zentrale Punkte unklar, ist Abwarten ebenfalls eine bewusste Entscheidung.

Blockchain-Technologie als Anleger besser zu verstehen heißt auch, die eigenen Grenzen zu kennen: Allgemeine Informationen ersetzen keine persönliche Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Mit der Freiheits-Akademie, der Geldschutz-Akademie und der Krypto-Akademie bietet Geldhelden Möglichkeiten, Themen rund um finanzielle Freiheit, Vermögensschutz und Krypto strukturiert zu vertiefen.

Wenn Du Deine nächsten Lernschritte zu Krypto und Vermögensschutz sortieren möchtest, entdecke passende Webinare. Geh in Deinem Tempo vor, stelle klare Fragen und triff Entscheidungen, die Du nachvollziehen kannst.

Häufige Fragen zur Blockchain

Blockchain und Kryptowährung: Was denken die großen Unternehmen?

Unternehmen können Blockchain-Anwendungen prüfen, ohne deshalb Kryptowährungen als Anlage zu halten. Ein möglicher Anwendungsfall sind Kundenregister: Ein blockchainbasiertes Register könnte Finanzinstituten wiederholte Prüfungen von Kundendaten ersparen und deren verschlüsselte Übertragung erleichtern. Für Dich als Anleger ist entscheidend, ob ein Unternehmen eine konkrete Anwendung entwickelt oder nutzt. Sein öffentliches Interesse an der Technik allein sagt wenig darüber aus, wie stark das Geschäft wirtschaftlich von ihr abhängt.

Blockchain: Schall und Rauch?

Weder der Begriff noch die technische Umsetzung beweisen für sich genommen einen praktischen Nutzen. Prüfe bei einem Projekt, welches konkrete Problem es lösen soll, wer das System tatsächlich verwendet und woran sich der Nutzen erkennen lässt. Frage außerdem, ob eine Blockchain für diesen Zweck erforderlich ist. Wirbt ein Angebot vor allem mit großen Versprechen, erklärt aber keine nachvollziehbare Anwendung, fehlt eine wichtige Grundlage für Deine Bewertung.

Worum geht es bei der Blockchain-Technologie?

Die Blockchain-Technologie betrifft nicht nur digitale Zahlungsmittel. Eine Einordnung aus einem White Paper unterscheidet drei Anwendungsfelder: Phase 1.0 umfasst Währungen und Finanzdienstleistungen, Phase 2.0 Anwendungen in Wirtschaft, Märkten und Finanzen, darunter Smart Contracts. Phase 3.0 beschreibt mögliche Anwendungen über Märkte hinaus, etwa im öffentlichen Sektor. Diese Einteilung hilft Dir, Projekte nach ihrem Anwendungszweck statt allein nach ihrem Namen zu sortieren.

Was ist Blockchain-Technologie und wie funktioniert sie einfach erklärt?

Ein wichtiger Baustein ist die digitale Signatur: Sie weist nach, dass eine Transaktion mit dem passenden geheimen Schlüssel freigegeben wurde. Dieser Schlüssel wird in einer digitalen Geldbörse verwaltet und ermöglicht die Verfügung über das zugehörige Guthaben. Praktisch bedeutet das: Eine Wallet bewahrt keine Münzen wie ein Portemonnaie auf, sondern verwaltet Zugangsdaten und Schlüssel. Wer die Schlüssel kontrolliert, kann Transaktionen autorisieren.

Wie können Anleger in Blockchain-Technologie investieren, ohne direkt Kryptowährungen zu kaufen?

Du kannst Unternehmen untersuchen, deren Geschäft mit Blockchain-Anwendungen verbunden ist, und dabei auf ihre tatsächliche wirtschaftliche Tätigkeit achten. Prüfe, ob die Technik ein zentraler Teil des Geschäftsmodells ist oder nur am Rand erwähnt wird. Sieh Dir außerdem an, welche Produkte oder Leistungen das Unternehmen anbietet und welche Faktoren seinen Erfolg beeinflussen. So bewertest Du das Unternehmen anhand seiner Tätigkeit, statt eine bloße Erwähnung der Blockchain als Anlagegrund zu nehmen.

Welche Risiken bestehen bei Blockchain-Investments, etwa Volatilität, Betrug und Verwahrung?

Achte neben möglichen Kursschwankungen besonders auf Täuschungsversuche und unklare Zuständigkeiten. Sei vorsichtig bei Versprechen sicherer Gewinne, künstlichem Zeitdruck oder Angeboten, deren Funktionsweise und Verantwortliche unklar bleiben. Bei einer verwahrten Anlage ist außerdem wichtig, wer Transaktionen ausführen kann und wie Du im Streitfall Unterstützung erhältst. Diese Fragen helfen Dir, Risiken vor einer Entscheidung zu erkennen, statt ein Angebot allein anhand seiner Werbeaussagen einzuschätzen.

Welche Kryptowährungen und Blockchain-Unternehmen gelten als wichtige Anlageklassen?

Wichtige Anlageklassen sind digitale Vermögenswerte wie Bitcoin sowie Anteile an Unternehmen, deren Geschäft mit Blockchain-Technik verbunden ist.

Artikel von

Marco Lachmann-Anke

Marco Lachmann-Anke ist Diplom-Ingenieur, Unternehmer und Gründer von Geldhelden (seit 2018). Er war nie Finanzberater, sondern Unternehmer mit denselben Fragen wie du: Wie schütze und investiere ich mein Erspartes klug? Aus einem Investoren-Stammtisch in Dortmund baute er eine deutschsprachige Plattform für Vermögensschutz und finanzielle Freiheit auf – heute mit 12.503 Kunden. Sein Ansatz: Klartext statt Bank-Deutsch und Empfehlungen, die zu dir passen – nicht zur höchsten Provision.

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