Ein NFT ist nicht automatisch eine Wertanlage. Bei NFTs als Wertanlage kommt es darauf an, welchen Nutzen oder Sammlerwert ein einzigartiger digitaler Vermögenswert hat und ob sich später Käufer finden. NFTs können digitale Kunst und Spielgegenstände abbilden, aber auch Zugang zu Veranstaltungen, Zertifikate oder Ansprüche auf reale Vermögenswerte repräsentieren.
Der Hype hat nachvollziehbare Gründe: Ein Eintrag auf der Blockchain kann Herkunft und Besitz eines digitalen Objekts nachvollziehbar machen. Doch ein eindeutiger Eintrag sagt nicht automatisch etwas über den tatsächlichen Wert aus. Preise können stark schwanken, und bei spekulativen Käufen ist ein Totalverlust möglich.
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In diesem Artikel erfährst Du, wie sich NFTs von Kryptowährungen unterscheiden und wo sie heute eingesetzt werden. Wir ordnen ein, was hinter ihrem praktischen Nutzen steckt, wie sich der Markt nach dem Einbruch 2022 und 2023 entwickelt hat und worauf es bei der Einschätzung als Anlage ankommt. So kannst Du den Hype besser von den konkreten Möglichkeiten und Risiken trennen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Ein NFT ist nicht mit einer Kryptowährung gleichzusetzen: Prüfe, welches digitale Objekt oder welcher Anspruch tatsächlich dahintersteht.
- Der Nutzen kann über digitale Kunst hinausgehen, etwa bei Spielgegenständen, Veranstaltungszugängen oder Zertifikaten. Entscheidend ist, was der Token praktisch ermöglicht.
- Nach dem Markteinbruch 2022 und 2023 blieb der Handel von starken Preisschwankungen geprägt. Historische Verkaufspreise sind kein verlässlicher Maßstab für den künftigen Wert.
- Ordne mögliche Gewinne und Verluste nicht pauschal ein: Eine saubere Dokumentation der Käufe und Verkäufe hilft bei der steuerlichen Betrachtung. Meldepflichten wie der automatische Informationsaustausch (AIA/AEOI) sind davon getrennt zu beachten.
- Bevor Du Kapital einsetzt, prüfe Herkunft, Rechte und Handelshistorie des konkreten Tokens. Bei spekulativen NFTs musst Du auch einen möglichen Totalverlust einkalkulieren.
Unterschied zwischen NFTs und austauschbaren Kryptowährungen
Der entscheidende Unterschied liegt in der Austauschbarkeit: Bitcoin ist austauschbar, ein bestimmtes NFT dagegen einzigartig. Gibst Du einen Bitcoin weiter, kannst Du einen anderen Bitcoin gleichen Werts erhalten. Bei einem NFT erhältst Du nicht automatisch dasselbe digitale Objekt zurück. Der Token verweist auf einen bestimmten Eintrag, etwa ein digitales Kunstwerk oder ein Spielobjekt.
Ethereum zeigt, warum die Begriffe leicht durcheinandergeraten. Ether, die Kryptowährung des Ethereum-Netzwerks, ist austauschbar. Ein NFT kann ebenfalls auf der Ethereum-Blockchain liegen, bleibt aber ein eigener, unterscheidbarer Token. Die gemeinsame technische Grundlage macht beide nicht gleich. Entscheidend ist, ob Einheiten untereinander gleichwertig ersetzbar sind oder einen individuellen Bezug haben.
Die Blockchain speichert nachvollziehbar, welchem digitalen Wallet ein bestimmter Token zugeordnet ist. Ein Wallet ist eine digitale Geldbörse, mit der Du Token verwaltest. Bei einem NFT lässt sich so die Token-Historie verfolgen. Der Eintrag beweist jedoch nicht automatisch, dass Du Urheberrechte am Bild erhältst oder das abgebildete Objekt selbst besitzt. Diese Rechte hängen von den konkreten Angebotsbedingungen ab.
- Bitcoin: einzelne Einheiten sind innerhalb des Netzwerks austauschbar.
- Ether: dient als Kryptowährung auf Ethereum und ist ebenfalls austauschbar.
- NFT: kennzeichnet einen individuellen Token, etwa zu einem digitalen Sammelbild.
Auch der Handelsablauf unterscheidet sich. Für ein NFT brauchst Du typischerweise ein digitales Wallet, eine Kryptowährung und eine Handelsplattform. Beim Kauf können sogenannte Gas Fees anfallen. Das sind Gebühren für die Verarbeitung einer Transaktion im Blockchain-Netzwerk. Token-Standards legen technische Regeln für Erstellung und Übertragung fest. Eine falsche Wallet-Adresse kann dazu führen, dass sich eine Übertragung nicht rückgängig machen lässt.
Der einzigartige Eintrag macht ein NFT nicht automatisch wertvoll. Der Preis hängt unter anderem von Nachfrage, Bekanntheit des Werks und tatsächlichen Nutzungsrechten ab. Außerdem kann Wash-Trading den Markt beeinflussen. Dabei erwecken miteinander verbundene Käufe und Verkäufe den Eindruck reger Nachfrage. Auch künstliche Verknappung kann Erwartungen schüren, ohne einen praktischen Nutzen zu schaffen.
Prüfe vor einem Kunstkauf zuerst, ob die genannte Künstlerin oder der genannte Künstler tatsächlich dahintersteht. Sieh Dir anschließend die Handelshistorie des Tokens an. Ein hoher früherer Verkaufspreis belegt weder anhaltende Nachfrage noch die Möglichkeit eines späteren Wiederverkaufs. NFTs gelten als hochspekulative Anlage, ein Totalverlust ist möglich. Setze deshalb nur Kapital ein, dessen Verlust Du verkraften kannst, und unterscheide klar zwischen Token-Besitz und den Rechten am dargestellten Inhalt.
Anwendungsbereiche und Nutzwert von NFTs
Den Wert eines NFTs schätzt Du anhand seines konkreten Nutzens, seiner Herkunft und der Nachfrage ein. Prüfe außerdem, welche Rechte oder Zugänge dazugehören und ob sie dauerhaft nutzbar sind. Ein knappes Angebot allein sagt wenig über das langfristige Potenzial aus.
Bei digitaler Kunst kann ein NFT den Zugang zu einem Werk oder einer Sammlung kennzeichnen. Der praktische Nutzen hängt davon ab, ob Künstlerinnen und Künstler das Objekt selbst anbieten und welche Nutzung sie erlauben. Ein Bild kann beispielsweise sichtbar bleiben, während der Token lediglich eine Sammlerfunktion erfüllt. Herkunft und Rechte sind daher getrennt zu prüfen.
Auch in Spielen kommen NFTs zum Einsatz. Ein digitales Schwert, eine Spielfigur oder ein anderes Spielelement kann als Token dargestellt werden. In sogenannten „Play-to-Earn“-Ökosystemen sammeln oder handeln Spielende solche Objekte. Der mögliche Nutzen hängt jedoch davon ab, ob das Spiel aktiv bleibt und der Gegenstand dort verwendbar ist. Ein Token ohne Zweck außerhalb des Spiels kann an diesen Anbieter gebunden sein.
Bei Veranstaltungen kann ein NFT als Eintrittskarte oder Zugangsnachweis dienen. Veranstalter können damit auch Zugang zu exklusiven Inhalten, Gemeinschaften oder besonderen Veranstaltungen ermöglichen. Entscheidend ist, was der Token konkret freischaltet und ob der Zugang übertragbar ist. Ein digitales Sammlerticket ohne zusätzliche Leistung unterscheidet sich deutlich von einem Zugang, der laufend neue Inhalte bietet.
- Digitale Identität: Ein Token kann bestimmte Angaben oder Nachweise einer Person digital abbilden.
- Bildung und Beruf: Hochschulen oder Ausbildungsanbieter können digitale Zertifikate ausstellen.
- Musikrechte: Ein NFT kann mit einem Musikstück oder bestimmten Nutzungsrechten verbunden sein.
- Immobilien und Luxusgüter: Tokenisierung kann reale Vermögenswerte digital darstellen.
- Gemeinschaften: Ein Token kann den Zugang zu einer digitalen Gruppe oder Inhalten ermöglichen.
Bei Immobilien oder Luxusgütern ist die Unterscheidung besonders wichtig. Ein NFT kann einen Bezug zu einem realen Gegenstand oder Vermögenswert darstellen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass Du rechtlich Eigentümer wirst. Lies die Angebotsbedingungen: Sie sollten erklären, welche Ansprüche bestehen und wer sie durchsetzt. Bei einem Zertifikat kommt es darauf an, wer es ausgestellt hat und wofür es anerkannt wird.
Für das langfristige Potenzial zählen ein nachvollziehbarer Ursprung, tatsächliche Nachfrage und ein Nutzen, der nicht nur im Weiterverkauf besteht. Vergleiche bei einem Spiele-NFT etwa die Nutzung im Spiel mit der Zahl der aktiven Funktionen. Bei einem Veranstaltungszugang prüfst Du, welche Leistungen enthalten sind. Solche Kriterien helfen Dir, ein digitales Versprechen von einem greifbaren Zweck zu unterscheiden.
Wenn Du die Einsatzmöglichkeiten digitaler Vermögenswerte besser einordnen möchtest, können die Webinare zu digitalen Vermögenswerten einen passenden Einstieg bieten. Nutze die Beispiele aus Gaming, Kunst und Zertifikaten, um zuerst den konkreten Nutzen eines Tokens zu beurteilen.
Entwicklung des NFT-Markts nach dem Markteinbruch
Nach dem starken Hype geriet der NFT-Sektor 2022 und 2023 in einen Markteinbruch. Viele zuvor stark beachtete Token verloren an Marktinteresse. Einzelne Projekte und Sammlungen entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Deshalb beschreibt der Einbruch keine einheitliche Preisbewegung für jedes NFT. Er zeigt vielmehr, wie schnell Erwartungen und Nachfrage kippen können.
Für Dich zählt der Unterschied zwischen einem früheren Verkaufspreis und der heutigen Nachfrage. Ein hoher Preis aus einer früheren Hochphase belegt nicht, dass sich heute Käufer finden. Vergleiche deshalb mehrere aktuelle Verkäufe desselben Projekts. Achte darauf, ob tatsächlich unterschiedliche Käufer handeln. Wenige auffällige Transaktionen können ein verzerrtes Bild ergeben.
Im Jahr 2025 wurden NFTs wieder als relevant eingeordnet. Das bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Markt zu früheren Höchstständen zurückkehrte. Relevanz kann auch aus neuen Einsatzmöglichkeiten entstehen, etwa digitalen Zugangskarten oder Spielgegenständen. Ein Projekt mit konkreter Nutzung unterscheidet sich von einer Sammlung, deren Attraktivität hauptsächlich auf erwarteten Weiterverkauf beruht.
Starke Volatilität bleibt ein zentrales Merkmal des NFT-Handels. Das bedeutet, dass Preise deutlich schwanken können. Bei einem NFT beeinflussen unter anderem Bekanntheit, Nachfrage und die Zahl verfügbarer Käufer den erzielbaren Preis. Ein angezeigter Angebotspreis belegt keinen tatsächlich abgeschlossenen Verkauf. Prüfe deshalb abgeschlossene Transaktionen statt bloßer Verkaufsanzeigen.
- Marktinteresse: Beobachte, ob ein Projekt regelmäßig gehandelt wird.
- Nachfrage: Unterscheide tatsächliche Käufe von bloßen Angeboten.
- Nutzwert: Prüfe, ob ein NFT Zugang oder eine andere Funktion bietet.
- Preisschwankung: Vergleiche die Entwicklung über verschiedene Zeiträume.
Der Einbruch 2022 und 2023 macht auch Liquidität wichtig. Damit ist gemeint, wie leicht sich ein NFT verkaufen lässt. Ein seltener Token kann schwer verkäuflich sein, wenn kaum Interessenten suchen. Bei einer Sammlung kann ein niedriger Angebotspreis deshalb wenig aussagen. Entscheidend bleibt, ob echte Käufer zu diesem Preis handeln.
Nutze die Entwicklung seit 2022 als Anlass für eine nüchterne Prüfung. Frage bei einem konkreten Projekt: Gibt es einen nachvollziehbaren Zweck? Bleibt die Gemeinschaft aktiv? Werden die angekündigten Funktionen tatsächlich genutzt? Bei einem Gaming-NFT zählt beispielsweise, ob das Spiel den Gegenstand weiterhin unterstützt. Ohne fortbestehende Nutzung kann die Nachfrage sinken.
Für eine Anlageentscheidung ist deshalb nicht allein wichtig, ob NFTs 2025 wieder Beachtung fanden. Betrachte das konkrete Projekt, seine Nutzung und die tatsächlichen Verkäufe. Plane außerdem ein, dass Preise stark schwanken und ein Verkauf nicht jederzeit gelingt. Der Markteinbruch zeigt: Ein NFT kann an Aufmerksamkeit verlieren, selbst wenn sein früherer Preis hoch war.

Welche NFT-Kategorien gelten als Anlage, und welche bekannten Beispiele gibt es?
Als mögliche Anlageobjekte gelten vor allem digitale Kunst, Sammlerstücke und tokenisierte Erinnerungsstücke. Keine dieser Kategorien bietet einen verlässlichen Wertmaßstab. Ein früherer Verkaufspreis zeigt zunächst nur, was damals gezahlt wurde. Für Deine Einschätzung zählen außerdem Herkunft, Nachfrage, Rechte und mögliche Wiederverkäufe. Auch die Bekanntheit eines Projekts ersetzt nicht die Prüfung des einzelnen Tokens.
Digitale Kunst sorgte für besonders auffällige Auktionen. Beeples Collage „Everydays: The First 5000 Days“ wurde für 66 Millionen Euro verkauft. Seine Videoskulptur „Human One“ erzielte rund 28 Millionen Euro. Solche Ergebnisse machten digitale Kunst sichtbar. Sie sind aber keine verlässliche Preisvorlage für andere Werke oder spätere Verkäufe. Ein Werk und seine spätere Nachfrage müssen getrennt betrachtet werden.
Auch Sammlerstücke wie CryptoPunks wurden stark beachtet. Das Projekt umfasst 10.000 zufällig erstellte Pixelgesichter. Auch bei bekannten Sammlungen sagt ein einzelner Verkauf nichts über den Wert anderer NFTs aus. Für eine Einschätzung zählt nicht nur, wie selten ein Motiv wirkt. Bekanntheit des Projekts, Nachfrage unter Sammlern und tatsächliche Handelbarkeit beeinflussen ebenfalls den erzielbaren Preis.
Ein weiteres Beispiel ist „The Merge“ des Künstlers Pak. Knapp 30.000 Käufer*innen gaben für einzelne NFTs des Werks insgesamt 88 Millionen Euro aus. Das Beispiel zeigt eine Verkaufsform mit vielen Beteiligten. Es sagt jedoch nicht voraus, ob einzelne Token später gefragt bleiben. Bei einer Sammlung können einzelne Stücke unterschiedlich bewertet werden. Prüfe deshalb auch, wie das jeweilige NFT innerhalb des Projekts eingeordnet ist.
- Digitale Kunst: Beeples „Everydays: The First 5000 Days“ und „Human One“ stehen für diese Kategorie.
- Sammlerobjekte: CryptoPunks verbinden individuelle Motive mit einem bekannten Projekt.
- Soziale oder politische Werke: „Clock“ zählt die Tage der Gefangenschaft von Julian Assange und wurde für 51 Millionen Euro versteigert.
Die Beispiele reichen weit über Kunst hinaus. Ein NFT der animierten Katze „Nyan Cat“ wurde bei einer Online-Auktion verkauft. Ein holländischer Kunststudent verkaufte seine Seele als NFT, das mit rund zwei Millionen Euro gehandelt wurde. Ungewöhnliche Schlagzeilen bedeuten jedoch nicht automatisch anhaltende Nachfrage. Ein Einzelverkauf belegt keine breite Käuferschaft.
Ordne diese Kategorien nach ihrem tatsächlichen Zweck. Frage bei Kunst nach Urheberschaft und Nutzungsrechten. Bei Sammlungen zählen die Projektgeschichte und nachvollziehbare Verkäufe. Bei Erinnerungsstücken ist wichtig, ob Käufer*innen einen besonderen Zugang oder lediglich einen Token erhalten. Die genannten Auktionsergebnisse belegen einzelne Verkäufe, nicht den künftigen Wert anderer NFTs. Jedes NFT bleibt eine spekulative Anlage, die starken Preisschwankungen und dem Risiko eines Totalverlusts ausgesetzt ist.
Wie werden Gewinne und Verluste aus NFTs in Deutschland steuerlich behandelt?
Bei einem NFT entscheidet nicht allein die Bezeichnung über die steuerliche Einordnung. Relevant sind unter anderem der konkrete Token, die damit verbundenen Rechte und Deine Nutzung. Ein digitales Zertifikat kann anders zu beurteilen sein als ein Token, den Du kaufst und später verkaufst. Auch die Art Deiner Tätigkeit kann für die Einordnung eine Rolle spielen.
Ein Beispiel: Du kaufst ein NFT, hältst es zunächst und verkaufst es später. Für die steuerliche Prüfung zählen die tatsächlichen Vorgänge und Deine Unterlagen. Handelst Du dagegen mit NFTs im Rahmen einer geschäftlichen Tätigkeit, können andere Aspekte wichtig werden. Aus dem bloßen Verkaufserlös lässt sich daher nicht immer ableiten, wie ein Vorgang steuerlich zu behandeln ist.
Verluste verdienen ebenso sorgfältige Dokumentation wie Gewinne. Ein gesunkener Marktpreis ist nicht automatisch ein steuerlich berücksichtigter Verlust. Entscheidend sind unter anderem die Art des Vorgangs und die steuerliche Einordnung des NFTs. Verwechsle daher den angezeigten Wert auf einer Handelsplattform nicht mit einem realisierten Verkaufsergebnis.
Halte für jeden Vorgang nachvollziehbare Belege fest. Eine übersichtliche Liste sollte mindestens diese Angaben enthalten:
- Datum und Art des Vorgangs, etwa Kauf, Verkauf oder Übertragung.
- Token-Kennung, Wallet und verwendete Handelsplattform.
- Gezahlter oder erhaltener Betrag sowie die verwendete Währung.
- Belege zu Transaktionsgebühren und weiteren Kosten.
- Vertragliche Angaben zu Nutzungsrechten oder anderen Ansprüchen.
Bewahre außerdem Transaktionsnachweise aus Deinem Wallet und von der Plattform auf. Bei einer Zahlung in Kryptowährung solltest Du den Vorgang und die Umrechnung in Euro nachvollziehbar dokumentieren. So kann eine qualifizierte Steuerfachperson die Abläufe besser einordnen. Eine saubere Ablage hilft Dir auch, tatsächliche Verkäufe von bloßen Wertschwankungen zu unterscheiden.
Auch grenzüberschreitende Vorgänge erfordern Aufmerksamkeit. Der automatische Informationsaustausch, kurz AIA/AEOI, ermöglicht den Austausch bestimmter Finanzkontodaten zwischen teilnehmenden Staaten. Er ersetzt nicht Deine eigene Prüfung möglicher Melde- und Erklärungspflichten. Eine legale steuerliche Gestaltung muss innerhalb der geltenden Regeln bleiben. Dokumentiere daher auch Konten und Plattformen außerhalb Deutschlands transparent.
Für Deine individuelle Erklärung kommt es auf die konkreten Umstände an. Eine qualifizierte Steuerfachperson kann die Art des NFTs, Deine Nutzung, den Handelsablauf und die vorhandenen Belege gemeinsam bewerten. Dieser Überblick ist keine individuelle Steuerberatung. Wenn Du zunächst die Grundlagen digitaler Vermögenswerte vertiefen möchtest, findest Du in den Webinaren zu digitalen Vermögenswerten einen passenden Einstieg.
Geldhelden: Freiheits-Akademie
Die Freiheits-Akademie von Geldhelden ist ein möglicher nächster Schritt, wenn Du Deine finanziellen Entscheidungen breiter einordnen möchtest. Geht es Dir speziell um Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte, kann die Krypto-Akademie thematisch näherliegen. So vertiefst Du Grundlagen und kannst Chancen wie Risiken bewusster betrachten, statt Dich allein von einzelnen NFT-Verkaufspreisen leiten zu lassen. NFTs bleiben spekulativ; Wissen ersetzt weder eine eigene Prüfung noch eine persönliche Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Geldhelden bietet Bildungsangebote und Beratung zur finanziellen Orientierung, aber keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Wenn Du Deine nächsten Lernschritte besprechen möchtest, informiere Dich auf Geldhelden.org über die Akademien.
Lege vor dem nächsten Schritt Deine Grenzen fest
Bevor Du Geld in NFTs als Wertanlage steckst, entscheide zuerst, welche Aufgabe ein solcher Kauf in Deinem Vermögen haben soll. Lege außerdem fest, welchen Betrag Du für ein spekulatives digitales Objekt einsetzen möchtest, ohne Deine übrigen finanziellen Ziele aus dem Blick zu verlieren. Eine klare Grenze hilft Dir, spontane Käufe nach Schlagzeilen oder auffälligen Auktionen zu vermeiden.
Schreibe Deine Überlegungen kurz auf: Warum interessiert Dich genau dieses NFT? Welche Entwicklung müsste eintreten, damit Du es weiter hältst? Unter welchen Umständen würdest Du Deine Einschätzung ändern? Diese Fragen schaffen einen eigenen Maßstab, bevor der nächste Trend laut wird. Sie machen außerdem sichtbar, ob Du einen konkreten Nutzen suchst oder vor allem auf einen späteren Verkauf hoffst.
Wenn Du Deine Einschätzung digitaler Vermögenswerte weiter vertiefen möchtest, entdecke die Webinare zu finanziellen Themen. Nimm Dir Zeit, die eigenen Kriterien zu schärfen und Entscheidungen bewusst zu treffen. So gehst Du Deinen nächsten Schritt mit mehr Klarheit und in Deinem eigenen Tempo.
Häufige Fragen zu NFTs
NFT: Was steckt hinter dem Hype?
Der Hype wurde durch die Vorstellung verstärkt, digitale Sammlerstücke eindeutig einzelnen Personen zuordnen zu können. Online-Gemeinschaften rund um bestimmte Kollektionen machten einzelne Token zusätzlich sichtbar. Manche Käufer hofften auf steigende Wiederverkaufspreise, andere wollten Teil einer Gemeinschaft sein. Diese Motive sind nicht dasselbe: Ein Kauf aus Zugehörigkeit kann sinnvoll erscheinen, bietet aber keinen verlässlichen Maßstab für einen späteren Verkaufspreis.
Was sind NFTs?
NFT steht für „nicht austauschbarer Token“. Bei manchen NFTs enthält ein sogenannter Smart Contract zusätzliche Angaben oder Regeln, etwa zu den Eigenschaften eines Sammlerstücks. Ein Smart Contract ist ein Programm auf einer Blockchain. Welche Angaben tatsächlich gespeichert werden, hängt vom jeweiligen Projekt ab. Lies deshalb die Projektbeschreibung und prüfe, ob sich die angezeigten Eigenschaften auch im zugrunde liegenden Vertrag nachvollziehen lassen.
Wie erfolgen Kauf und Verkauf von NFTs?
Vor dem Handel solltest Du zuerst klären, welche Blockchain Dein Wallet und die gewählte Plattform unterstützen. Die Abläufe unterscheiden sich, je nachdem, ob eine Plattform das Wallet verwahrt oder Du selbst die Zugangsdaten kontrollierst. Prüfe außerdem, welche Angaben Du bei einer Transaktionsfreigabe bestätigst. Beim Verkauf helfen klare Bedingungen: Lege fest, ob Du einen festen Preis verlangst oder Gebote annimmst, und kontrolliere anschließend den Transaktionsstatus.
Was sind NFTs und wie funktionieren sie als Wertanlage?
Ein NFT wird nicht automatisch zur Anlage, nur weil es gehandelt werden kann. Anders als eine Aktie vermittelt ein NFT nicht automatisch einen Anteil an einem Unternehmen oder einen Anspruch auf dessen Gewinn. Formuliere daher vor dem Kauf Deine eigene Anlageidee: Worauf stützt sich der mögliche Wert? Welche Entwicklung würde Deine Einschätzung ändern? Ohne solche Kriterien kann ein Kauf leicht allein von kurzfristiger Begeisterung geleitet werden.
Wie haben sich NFT-Preise und Handelsvolumen in Deutschland und weltweit entwickelt?
Einzelne deutsche und weltweite Handelszahlen lassen sich nicht sinnvoll gleichsetzen, wenn sie unterschiedliche Plattformen oder Währungen abbilden. Eine Person in Deutschland kann auf einem international genutzten Marktplatz handeln. Vergleiche deshalb bei einer Sammlung denselben Zeitraum und dieselbe Währungsbasis. Beachte auch, dass ein in Ether angezeigter Umsatz in Euro zusätzlich von der Wechselkursentwicklung der Kryptowährung beeinflusst wird.
Wie kann man NFTs kaufen und verkaufen, und welche Schritte sind nötig?
Prüfe vor einer Transaktion die genaue Vertragsadresse des NFT-Projekts und gleiche sie mit dem offiziellen Auftritt der Urheber*innen ab. Ähnliche Namen und Bilder können zu Verwechslungen führen. Lies anschließend die Freigabeaufforderung Deines Wallets, bevor Du sie bestätigst. Eine Freigabe kann einer Anwendung bestimmte Zugriffe erlauben. Widerrufe nicht mehr benötigte Berechtigungen über die dafür vorgesehene Wallet-Funktion, sofern diese angeboten wird.
Welche Gebühren und Kosten entstehen beim NFT-Kauf, etwa Gas Fees und Marktplatzgebühren?
Für Deine tatsächlichen Gesamtkosten zählt mehr als der angezeigte Kaufpreis. Addiere mögliche Netzwerk- und Plattformgebühren sowie Kosten für den Umtausch in die benötigte Kryptowährung. Prüfe auch, ob beim späteren Verkauf weitere Gebühren anfallen. Ein einfacher Vergleich hilft: Notiere vor der Bestätigung den Gesamtbetrag in Euro und stelle ihn dem Betrag gegenüber, den Du bei einem Verkauf erhalten würdest.
Welche Risiken haben NFTs als Geldanlage, etwa Kursschwankungen, Betrug und fehlende Liquidität?
Zusätzliche Risiken entstehen, wenn ein Projekt auf externe Dienste angewiesen ist. Ein NFT kann auf eine Datei verweisen, die außerhalb der Blockchain gespeichert wird. Ändert sich deren Speicherort oder fällt ein Dienst weg, kann der Zugriff erschwert werden. Auch die Nutzung eines Tokens kann an eine bestimmte Plattform oder ein Spiel gebunden sein. Prüfe daher, welche Bestandteile dauerhaft erreichbar bleiben und welche von einem Anbieter abhängen.
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