Diese Worte sind für dich, wenn du:

  • noch keine Kryptowährungen besitzt
  • einsteigen möchtest
  • und dir jetzt schon Gedanken über Steuern machst

Eins kann ich dir im Vorfeld einmal sagen – auch, wenn du noch keine Kryptowährungen hast und erst beginnst, dich damit auseinanderzusetzen – dich jetzt schon mit dem Thema Steuern zu befassen ist super.

Heute erfährst du, wie du:

  • deine Kryptowährungen besteuert werden
  • wann deine Gewinne steuerfrei und steuerpflichtig sind
  • was du unbedingt beachten musst
  • steuerliche Spartricks anwenden kannst.

Im Laufe dieses Artikels wirst du feststellen, dass es sich mehr als lohnt, sich jetzt bereits Gedanken damit zu machen, um übermäßige, teure Steuerabgaben zu vermeiden.

Wie werden Kryptowährungen steuerlich und rechtlich betrachtet?

Bei Kryptowährungen handelt es sich zwar um digitales Geld – dennoch ist es Geld. So erfüllt es auch alle Funktionen unserer Euros, Dollar, oder Pfund. So hat es eine

  • Tauschmittelfunktion
  • Wertaufbewahrungsfunktion
  • Funktion als Recheneinheit

Das kannst du hier bei der BaFin nachlesen.

Was bedeutet der Handel mit Kryptowährungen steuerlich und rechtlich?

Beim Traden mit Kryptowährungen handelt es sich im Steuer- und Finanzjargon um Fremdwährungsspekulation, welche ein privates Veräußerungsgeschäft ist.

Für uns: Das Kaufen, Verkaufen und Umwandeln (das Traden) von Kryptowährungen ist ein privates Verkaufsgeschäft.

Du hast sicher einmal vom FiFo-Verfahren (First-in-first-out) gehört – zuerst gekauft, zuerst verkauft. So verhält es sich auch mit Kryptowährungen.

So bedeutet das für dich für das Finanzamt, einen genauen Nachweis über deine Tradingaktivitäten zu geben:

  • wann wurde
  • was
  • und wieviel
  • zu welchem Wechselkurs und Preis
  • wo
  • gekauft, verkauft oder gekauft?

Korrekt formuliert: zu welchem Anschaffungspreis wurde welche Menge bei welcher Börse erworben und/oder veräußert?

Woher weißt du nun, wann etwas steuerpflichtig oder steuerfrei ist?

Prinzipiell kannst du davon ausgehen, dass jeder Vorgang des Kaufes, Verkaufes oder Tausches ein steuerpflichtiger Vorgang ist (mit einer Ausnahme, siehe gleich).

Je nachdem ob steuerpflichtig oder steuerfrei fallen Steuerabgaben von 0-45% an.

Steuerpflichtig ist dein Gewinn, wenn zwischen Anschaffungszeitpunkt (deinem Kauf oder Tausch) und der Veräußerung (dem Verkauf) weniger als ein Jahr (12 Monate) liegen.

So ist das Traden mit Kryptowährungen steuerfrei, wenn zwischen deinem Anschaffungszeitpunkt (deinem Kauf oder Tausch) und der Veräußerung (dem Verkauf) mehr als ein Jahr liegen.

Kaufst du also Kryptowährungen, rührst sie danach mehr als ein Jahr nicht mehr an und beginnst dann mit der Spekulation, sind sie steuerfrei. Ob das investitionstechnisch Sinn macht, ist eine andere Sache.

Ein Beispiel

Kaufst du heute im Februar 2018 Bitcoins, und verkaufst sie im August 2018, ist dieser Akt steuerpflichtig. Über den Steuersatz entscheidet dann dein Finanzamt aufgrund deiner Buchführung, die du bitte bitte machst (siehe auch gleich).

Verkaufst du deine Coins im März 2019, sind diese steuerfrei für dich. Aber auch hier: bitte mache deine Buchführung, sodass du dies nachweisen kannst.

Wer entscheidet, ob steuerpflichtig oder steuerfrei?

Wir würden es ja gerne selbst tun, doch hier entscheidet alleine der Allmächtige, Finanzamt, ob deine Gewinne steuerfrei oder steuerpflichtig sind. Auch wenn du weißt, dass deine Bitcoins schon mehr als ein Jahr in deinem Wallet liegen. Auch nur so kannst du von deiner etwaigen Steuerfreiheit tatsächlich profitieren.

Deswegen: Buchführung.

Schreibe alles auf. Deine:

  • Währung
  • die Menge
  • der Anschaffungspreis zu diesem Zeitpunkt
  • den Verkaufpreis
  • deinen Gewinn
  • deinen Verlust
  • bei welcher Börse das Ganze erfolgte
  • einfach alles.

Als ob du deinem Papa erklären möchtest, für was genau, wo und zu welchem Preis die 50 Euro zum Einkaufen hingegangen sind. Bis ins letzte Detail.

Das solltest du auch tun, wenn du nur 200 Euro investiert hast. Falls du noch nach anderen Ideen suchst, wie du mit wenig Geld investieren kannst, kannst du dich hier inspirieren lassen.

Wo trägst du das auf deiner Einkommenssteuererklärung ein und wann tust du das?

Wann trägst du etwas auf deiner Steuererklärung ein? Sobald du einen Gewinn realisierst, sprich, wenn du auf dein Geld zugreifen kannst. Das bedeutet, wenn du Bitcoins beispielsweise in Euro umwandelst und sie auf dein deutsches Girokonto transferierst.

Dies trägst du in der Anlage SO in der Spalte „privates Veräußerungsgeschäft“ auf deinem Steuererklärungsformular.

Die Geschichte mit der Kapitalertragssteuer

Diese ist nur anzuwenden, wenn du Zinsen auf eine Kryptowährung hast.
Wenn du Zinsen aus Kryptowährungen erzielst und so Einkünfte hast, verlängert sich deine Spekulationsfrist von einem Jahr auf 10 Jahre.

Deine Basis vor dem eigentlichen Steuernsparen

Was kannst du tun bzw. was solltest du tun, um Steuern zu sparen und steuerliche Fallstricke zu vermeiden?

  • Wie eben bereits erwähnt: Buchhaltung führen. Über alles.
    Deine Käufe, deine Tausche, deine Veräußerungen – da ja bei jeden Akt Steuern anfallen. Auch, wenn du weißt, dass du ein Jahr lang nicht getradet hast: das entscheidet dein Finanzamt offiziell.
  • Hast du in deiner Buchführung einen Verlust vermerkt, kann dir das steuerlich zugute kommmen. Dein Steuersatz wird zwischen deinem Gewinn und Verlust berechnet, so kann ein Verlust deinen Steuersatz ein steuermindernder Faktor sein.
  • Merke dir jedoch: Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften sind nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechenbar. Bei kurzfristigen Trades kann sich das lohnen. Langfristig gehst du allerdings sowieso davon aus, dass deine Gewinnkurve nach oben steigt. Wenn noch nicht, schaue einmal in dein Millionaire Mindset.

Aktuelle, legale Steuertricks

Ich weiß, das ist erst einmal sehr viel Input und langweiliges Steuergeschwätz. Trotzdem sollte dich so etwas nicht davon abhalten, trotzdem in Kryptowährungen zu investieren. Hier zeige ich dir paar Gründe, weshalb du es unbedingt noch heute tun solltest, wenn du noch überlegst.

  • Wenn du Kryptowährungen kaufst, verkaufst oder tauschst und dieser Betrag nicht mehr als 600 Euro ist, ist dieser auch für dich steuerfrei. Dies wird eine Freigrenze genannt. Überschreitest du diese Freigrenze um ein paar Cent, fällt diese komplett weg und du wirst auf den gesamten Betrag von 600,xy Cent besteuert. Investierst du noch klein, zum Beispiel mit den eben genannten 200 Euro, kannst du gut und legal damit spielen.
  • Reduziere dein Trading und überlege deine Tauschaktionen gut. Wirtschaftlich macht es natürlich sehr viel Sinn, bei Höchstständen schnell zu verkaufen und bei niedrigen Kursen zu kaufen. Steuerlich wirfst du damit Geld aus dem Fenster, dann ja auf jeden Vorgang 0-45% Steuern anfallen (vorausgesetzt du tradest unter einem Jahr). Das wäre steuerlich von Vorteil. Wirtschaftlich ist das natürlich eine andere Sache.
  • Bitte bitte, überlege dir das mit der Steuerhinterziehung gut. Das Finanzamt hat Zugriff auf alles. Auf deine Gruppen in Facebook, in denen du postest. Deine Geschäfte sind ebenfalls in der Blockchain einsehbar. Du fällst zwar nicht mit dem Akt der Nichtangabe auf, du weißt allerdings nie, wo du in 5 Jahren stehst. Wenn dem Finanzamt eine Diskrepanz zwischen deinen Ausgaben und Steuerabgaben auffällt, kommst du schnell in die Bredouille. Mal ganz ehrlich: willst du dir solche nervenaufreibende Prozesse, Strafen und Nachzahlungen, die um einiges mehr sein werden als dein hinterzogener Betrag, geben?

Trick für heute, Februar 2018

Du hast jetzt beispielsweise Bitcoin (BTC) und kaufst Ethereum (ETH). Dies machst du in einer Börse, z.B. Bitfinex. Dafür musst du eine FIAT-Währung (deine Euros, Dollar, Pfund, whatever) in Coins umtauschen. Hier hast du eine klassische Anschaffung, einen Kauf, der zwischen 0-45% versteuert wird, wenn du deine ETH innerhalb von 12 Monaten oder nach 12 Monaten veräußerst.

Da der Markt doch sehr spekulativ ist, möchtest du deine Coins nicht ein Jahr im Wallet liegen lassen – denn wer weiß, wie der Markt in einem Jahr aussieht (oder morgen)?

Du hälst jetzt also beispielsweise ETH in deinem Wallet. Auf diesen Akt zahlst du Steuern.

Kaufst du mit diesen Coins andere Kryptowährungen, ist dies auch ein steuerpflichtiger Vorgang. Was tust du also? Du nimmst dir eine alternative Währung, über die du tradest.

Sprich: Du hälst ETH, möchtest DASH, kaufst Litecoin (LTC) und kaufst damit so schnell es geht deine gewünschten DASH.

Dadurch, dass eine sofortige Umwandlung und Veräußerung stattfindet, und du LTC nicht besitzt und hälst, ist dies kein steuerpflichtiger Akt – vorausgesetzt, in diesem Moment der Umwandlung passiert keine extreme Kursvariation.

Dies ist nach aktueller Rechtslage im Februar 2018 möglich. Es kann aber gut sein, dass auch dieser Vorgang zu einem steuerlichen Vorgang erklärt wird.

Wie du das alles praktisch umsetzt, erfährst du hier in unserem kostenlosen Videokurs.

Hier geben wir dir noch weitere Einsichten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen:

  • über die Versteuerung beim Mining
  • wie du Coins kaufst
  • wie du sie hälst
  • wie du Kryptowährungen umwandelst
  • was LTC, DASH, etc. alles ist.

(Bei diesem Link handelt es sich – Oh Wunder – um einen Affiliate Link. So finanziere ich meine Arbeit, dir diese Artikel schreiben zu können. Ich selbst habe am Anfang meiner Kryptokarriere mit diesem Kurs begonnen und kann ihn dir ganzen Herzens empfehlen. Wenn dich das stört, kannst du natürlich auch oben in der Sparte „Academy“ den Kurs erwerben. Hat dir dieser Artikel gefallen, würde ich mich natürlich sehr über einen Klick und Energieausgleich freuen).


Disclaimer: Dieser Artikel soll dich in keinem der Fälle zu Steuerhinterziehung animieren. Klar, so hohe Steuersätze sind ärgerlich – dir sollte jedoch bewusst werden, dass dein Verlust um ein Vielfaches höher ist, wenn du dabei auffällst als die Beträge, die du versteuerst. Behalte auch bitte im Kauf, dass es sich hierbei um meine subjektive Wahrnehmung handelt und in keinster Weise um eine professionelle Anlageberatung. Investiere kein Geld, welches du nicht bereit bist auch zu verlieren.