Sqares AG
Eingereicht am 10.02.2026
Beschreibung
Deep Research: Sqares AG (RWA made in Germany) 1. Wer steckt dahinter? (Gründer & Management) Sqares AG wurde Ende 2024 gegründet und Anfang 2025 in Zug (Schweiz) ins Handelsregister eingetragen moneyhouse.ch moneyhouse.ch . Hinter dem Unternehmen stehen drei deutsche Gründer, die zugleich das Management bilden: Marcus Böhm (Vorstandsvorsitzender/Präsident des Verwaltungsrats), Camilla Lehmann (CEO, Vorsitzende der Geschäftsleitung) und Dr. Thomas Witt (Mitglied des Verwaltungsrats) moneyhouse.ch moneyhouse.ch . Alle drei sind im Schweizer Handelsregister als zeichnungsberechtigt eingetragen. Marcus Böhm fungiert als Chairman und ist laut eigenen Angaben zudem Initiator der Paragon-Stiftung (Förderung von Kunst & Technologie in Leipzig/Zürich) instagram.com . Camilla Lehmann (deutsche Staatsbürgerin mit Wohnsitz in Winterthur) leitet das operative Geschäft als CEO moneyhouse.ch . Dr. Thomas Witt aus Leipzig komplettiert das Führungsteam als technischer Mitgründer. Marcus Böhm hat einen Hintergrund im Corporate Finance und Kunstbereich und engagiert sich mit der Paragon Foundation für die Verknüpfung von Kunst und neuen Technologien de.linkedin.com . Diese Stiftung und Sqares treten auch gemeinsam bei Events auf – z.B. wurde 2025 ein Networking-Event in Dresden organisiert, bei dem Kunst, Technologie und Networking zusammenkamen, unterstützt von der Paragon-Stiftung und Sqares de.linkedin.com . Die Firmenadresse von Sqares AG ist Baarerstrasse 107, 6300 Zug (Crypto Valley in der Schweiz) sqares.finance . Neben dem Hauptsitz in Zug gibt es laut LinkedIn einen Standort in Zürich (Bahnhofstrasse) und das Team umfasst etwa 11–50 Mitarbeiter ch.linkedin.com ch.linkedin.com . Weitere bekannte Projekte der Gründer: Durch die Paragon-Stiftung hat Sqares Verbindungen in die Kunst- und Kulturwelt, was darauf hindeutet, dass ein Fokus auch auf tokenisierte Kunstinvestments liegt. Insgesamt vermittelt das Gründerteam den Eindruck einer Mischung aus Blockchain-Experten und Kreativ-/Finanz-Unternehmern, die traditionelle Anlageklassen (z.B. Kunst, Immobilien) mit moderner Technologie verbinden möchten. 2. Was wird angeboten? (Produkt, Renditeversprechen, Laufzeiten, Modell) Sqares AG positioniert sich als Plattform für die Tokenisierung von Real World Assets (RWAs), also realen Vermögenswerten, über die Blockchain. Konkret entwickelt das Unternehmen eine „Kapitalmarkt-Infrastruktur für digitale Wertpapiere“, basierend auf Smart Contracts (dem sogenannten Q-Token), mit der Vermögenswerte als Token ausgegeben und gehandelt werden können presseportal.focus.de . Die Idee ist ein Peer-to-Peer-Handelssystem, bei dem Asset-Eigentümer direkt weltweit Kapital einsammeln können, ohne Banken oder Börsen dazwischen sqares.finance . Laut Sqares ermöglicht ihre Technologie, dass “jeder direkt in Projekte auf der ganzen Welt investieren oder weltweit Kapital von Investoren einsammeln kann – ohne Intermediäre” sqares.finance . Einzigartigkeitsmerkmale (USP): Der Q-Token integriert laut Unternehmen regulatorische Anforderungen direkt in den Smart Contract. Anstatt auf einer Börse gehandelt zu werden, trägt jeder Token seine Handelsfunktion in sich – er wird als „autonomer, hoch liquider“ Smart Contract beschrieben sqares.finance . Dieses Konzept nennt Sqares „Trading without a Marketplace“, d.h. der Token selbst übernimmt die Rolle der Börse. Dadurch sollen Token jederzeit 24/7 und grenzüberschreitend handelbar sein. Jeder Inhaber kann seine Token direkt über die Blockchain zum Verkauf anbieten (sogenanntes Token Swap Modul für globales Angebot) sqares.finance sqares.finance . Zudem gibt es ein “Self-Mining”-Konzept, wonach neue Tokens durch den Asset-Eigentümer selbst via Smart Contract erstellt werden, ohne Mining im klassischen Sinne sqares.finance . Ein weiteres Modul ist die Payment Distribution-Funktion, mit der der Smart Contract automatisch Zahlungen wie Dividenden, Zinsen, Provisionen oder Lizenzgebühren an verschiedene Parteien ausschütten kann sqares.finance . All diese Funktionen laufen on-chain und ohne Drittparteien. Anlegerangebot & Rendite: Für Investoren verspricht Sqares Zugang zu bisher exklusiven Anlageklassen. Zitat aus dem Unternehmen: “Wir geben Menschen weltweit die Möglichkeit, zum ersten Mal an hochprofitablen und exklusiven Projekten überall auf der Welt teilzunehmen.” sqares.finance . Das deutet darauf hin, dass beispielsweise Investments in große Immobilienprojekte, Kunstwerke oder Unternehmensbeteiligungen tokenisiert und kleinteilig verfügbar gemacht werden. Konkrete Renditeversprechen (etwa feste Zinsen oder prozentuale Gewinnbeteiligungen) werden öffentlich nicht genannt – diese hängen vom jeweiligen tokenisierten Asset ab. Allerdings verwendet Sqares Begriffe wie “hochprofitabel”, was impliziert, dass mit überdurchschnittlichen Renditen geworben wird. Ein Beispiel: In einer Pressemitteilung wird ein (fiktiver) Investor erwähnt, dessen Strategie “Renditen, die sich sehen lassen konnten” erzielte presseportal.focus.de . Hierbei ging es zwar um die Einführung der Wallet-Lösung, zeigt aber, dass hohe Renditen als Motiv angesprochen werden. Laufzeiten & Beteiligungsmodell: Da Sqares verschiedene Asset-Typen abbilden will (Immobilien, Anleihen, Unternehmensanteile, Kunst usw.), können die Laufzeiten variieren. Eine digitale Anleihe hätte z.B. eine feste Laufzeit und Zinszahlung, während ein tokenisiertes Immobilien- oder Kunst-Asset eher einem unbefristeten Beteiligungsmodell entspricht (ähnlich einer Aktie, ggf. mit laufenden Ausschüttungen aus Mieteinnahmen oder Verkaufserlösen in der Zukunft). Die Plattform unterstützt sowohl fungible als auch nicht-fungible Token: Es gibt den Q-Token als einzigartige Einheit pro Asset, und sogenannte “Smart Shares”, mit denen ein Asset in Bruchstücke aufgeteilt werden kann sqares.finance . Smart Shares bezeichnet Sqares als „fungible-non-fungible Token“, was suggeriert, dass Teile eines Assets handelbar sind, aber dennoch eindeutig dem Asset zugeordnet bleiben (technisch evtl. vergleichbar mit Anteilsscheinen). Investoren könnten also mit kleineren Beträgen Anteile erwerben. Ein klares Beteiligungsmodell (z.B. Equity Token vs. Debt Token) hängt vom jeweiligen Emittenten ab – Sqares bietet die Infrastruktur, die Ausgestaltung (inkl. Rechte der Tokenholder) dürfte pro Projekt unterschiedlich sein. Gebühren: Öffentlich sind keine detaillierten Angaben zu Gebühren oder Kosten zu finden. Da Sqares eine B2B-Infrastruktur anbietet, ist anzunehmen, dass Emittenten (Asset-Anbieter) für die Nutzung zahlen – z.B. in Form von Setup-Gebühren, laufenden Plattformgebühren oder eine Umsatzbeteiligung an den vermittelten Investments. Anleger könnten indirekt mit Kosten belastet werden (etwa wenn der Emittent einen Ausgabeaufschlag auf den Tokenpreis aufschlägt oder wenn beim Handel kleine Smart-Contract-Gebühren an Sqares fließen). In der Kommunikation wird eher betont, dass durch Wegfall von Intermediären Kosten gesenkt würden (keine Bankgebühren, keine Custody-Gebühren etc.). Dennoch muss Sqares als Unternehmen Einnahmen generieren – hier ist Transparenz für Investoren wichtig. Zum Vergleich: Konkurrenz-Plattformen für Tokenisierung verlangen oft Initialgebühren im niedrigen Prozentbereich des Emissionsvolumens und ggf. jährliche Gebühren. Mangels konkreter Infos sollte man bei jedem konkreten Angebot ins Kleingedruckte schauen, ob Gebühren oder “Performance Fees” an Sqares oder Vertriebler abgehen. Besonderheit Wallet & Sicherheit: Ein zentrales Angebot von Sqares ist “Protected Self-Custody”. Dabei handelt es sich um eine innovative Wallet-Lösung, die das Risiko verlorener privater Schlüssel eliminieren soll. Normalerweise gilt: verliert ein Anleger den Zugriff auf sein Krypto-Wallet (z.B. durch Handyverlust ohne Backup), sind die Token unwiederbringlich weg. Sqares behauptet, dies gelöst zu haben, ohne selbst als Verwahrer zu agieren. Gemäß Marcus Böhm behalten die Kunden “jederzeit die alleinige Kontrolle”, aber Vermögenswerte können nicht mehr endgültig verloren gehen presseportal.focus.de . Die Wiederherstellung eines verlorenen Wallets erfolgt über eine KYC-Verknüpfung von Identität und Wallet-Adresse, “ohne zentrale Speicherung und ohne Verwahrung von Schlüsseln” presseportal.focus.de . Geht das Gerät verloren oder wird die App gelöscht, kann der rechtmäßige Eigentümer mittels Identitätsnachweis sein Wallet rechtssicher wiederherstellen – niemand sonst (auch Sqares nicht) hat Zugriff oder kann dies auslösen presseportal.focus.de . Das System bleibt also non-custodial, fügt aber eine Schicht hinzu, um den Single-Point-of-Failure privater Schlüssel abzumildern. Dieses Feature dürfte für weniger technik-affine Anleger attraktiv sein, da es die oft abschreckende Wallet-Verwahrung vereinfacht, ohne auf die Dezentralität zu verzichten. Zusammengefasst bietet Sqares AG eine Tokenisierungs-Plattform an, die sich an Asset-Besitzer/Emittenten richtet, welche frisches Kapital aufnehmen wollen, und an Investoren, die in tokenisierte reale Werte investieren möchten. Die Plattform verspricht regulatorische Konformität, hohe Sicherheit (keine Schlüsselverluste, keine Hackeranfälligkeit durch bestimmte Smart-Contract-Schwachstellen) und globale Reichweite. Die Marketing-Botschaft betont finanzielle Freiheit, Unabhängigkeit von Banken und den Zugang zu exklusiven Renditechancen für jedermann sqares.finance . Allerdings sind viele dieser Versprechen bisher theoretischer Natur – ob Sqares die hohen Erwartungen in der Praxis erfüllt (z.B. genug liquide Investoren findet, echte Projekte erfolgreich tokenisiert), muss sich erst zeigen, da das Unternehmen noch sehr neu am Markt ist. 3. Bewertungen und Erfahrungsberichte Öffentliche Anleger-Erfahrungen zu Sqares AG sind bislang rar, was nicht überrascht, da das Unternehmen erst seit kurzem aktiv ist. Ein paar Anhaltspunkte gibt es jedoch: Auf Trustpilot existiert ein Profil namens “Sqares Academy” mit bislang 7 Bewertungen (Stand Januar 2024) und einem durchschnittlichen Score von 4,3/5 Sternen de.trustpilot.com de.trustpilot.com . Auffällig: Alle 7 Rezensenten haben 5 Sterne vergeben de.trustpilot.com , es gibt keine kritischen Stimmen. Inhaltlich loben die Reviews insbesondere das Coaching- und Schulungsangebot der Sqares Academy. So heißt es etwa: “Die SQARES Academy kombiniert auf verständliche und praxisbezogene Weise das Thema Kunstinvestitionen mit der Blockchain-Technologie, genau wonach ich sooo lange gesucht habe! [...] Das Coaching ist eine absolute Empfehlung.” de.trustpilot.com . Ein anderer Rezensent schreibt: “Ich bin unglaublich fasziniert von den einzigartigen Möglichkeiten, die sich durch SQARES ergeben haben. Die innovative Verbindung von Kunst und Technologie hat mein Interesse geweckt und ich habe schon viel Neues gelernt. Die praxisnahen Methoden und das interaktive Format des Coachings bei SQARES haben es mir ermöglicht, theoretisches Wissen sofort in die Praxis umzusetzen.” de.trustpilot.com . Mehrere Bewertungen deuten darauf hin, dass die Teilnehmer durch Sqares vor allem über Kunst als Investment und Vertriebstechniken geschult wurden. Zitat: “Durch die Sqares Academy ist es mir gelungen, die Thematik Kunst als Investment vollkommen zu durchdringen. Außerdem konnte ich mir ein umfassendes Skillset für Verkauf und Vertrieb erlernen, welches mir dabei hilft, in ein wohlhabendes Klientel zu netzwerken. Ein Muss für jeden Verkäufer im Bereich Real Assets.” de.trustpilot.com . Diese Aussage ist bemerkenswert: Sie impliziert, dass die Sqares Academy möglicherweise dazu dient, Vertriebspartner oder Verkäufer auszubilden, die die tokenisierten Assets (z.B. Kunst oder Immobilien) an vermögende Kunden vermitteln. Die Begeisterung der Rezensenten wirkt echt, doch mangels neutraler Verifikation lässt sich nicht ausschließen, dass diese Bewertungen im Zuge der Kurse erbeten oder gefördert wurden. Google-Bewertungen: Eine Suche nach Sqares liefert keine eindeutigen Google-Maps-Profile oder Rezensionen. Dies ist bei einem B2B-Fintech-Unternehmen aber nicht ungewöhnlich (kein Ladengeschäft). Soziale Medien & Foren: Auf Reddit, Telegram oder in Krypto-Foren finden sich derzeit keine nennenswerten Diskussionen über “Sqares”. Die Marke ist durch die ungewöhnliche Schreibweise (ohne “u” in Squares) einzigartig, sodass man das leicht finden würde. Die Abwesenheit von Threads könnte bedeuten, dass Sqares noch keine breite Anlegerbasis hat, oder dass eventuelle Anleger (vielleicht aus einem gehobenen Segment) sich nicht in öffentlichen Foren äußern. Auch auf gängigen Beschwerde-Websites oder in Kommentarspalten der einschlägigen Medien taucht Sqares bisher weder positiv noch negativ auf. Trustpilot (allgemein): Ein Eintrag für “Sqares Finance” oder Ähnliches existiert nicht, lediglich die erwähnte Academy. Das könnte bedeuten, dass das eigentliche Investment-Produkt noch gar nicht an Endkunden im breiten Maße vertrieben wurde, sondern man zuerst auf Schulung und B2B-Partnerschaften gesetzt hat. Zusammenfassend sind die wenigen verfügbaren Erfahrungsberichte sehr positiv, loben aber vor allem das Konzept und die Schulungen. Kritische Stimmen oder Erfahrungen zu realen Investments (z.B. jemand, der über Sqares bereits in ein tokenisiertes Asset investiert hat und berichtet, wie das ablief) fehlen in der öffentlichen Domain. Dies kann zwei Dinge bedeuten: Entweder hat Sqares seine ersten Kunden sehr zufrieden gestellt – oder die tatsächliche Zahl unabhängiger Anleger ist bisher minimal, so dass einfach noch keine Außenstehenden berichtet haben. In einer solch frühen Phase ist Zurückhaltung geboten: oft zeigt sich erst mit steigendem Volumen und Nutzerzahlen, ob Probleme auftreten (z.B. bei Auszahlungen, Liquidität der Token, Kundenservice etc.). Bislang gibt es dafür mangels Fälle keine Hinweise. 4. Medienerwähnungen (Presse & Öffentlichkeit) Sqares AG ist in verschiedenen Medien aufgetaucht, wobei es sich fast ausschließlich um Pressemitteilungen oder gesponserte Artikel des Unternehmens selbst handelt – keine investigativen Berichte. Einige wichtige Meilensteine in der öffentlichen Kommunikation: Oktober 2025 – Markteintritt in Deutschland (Polo-Event): In einer Meldung mit dem Titel “Wo Vertrauen trägt. SQARES betritt das Feld. / Wie im Polo zählt das Zusammenspiel.” inszenierte sich Sqares bei einem Poloturnier in Dresden aktiencheck.de aktiencheck.de . Diese blumig formulierte Pressemitteilung zog eine Allegorie zwischen dem Vertrauensverhältnis beim Polo (Reiter und Pferd) und der Beziehung zwischen Emittent und Q-Token. Quintessenz: Der Q-Token soll Verlässlichkeit, Stärke und Balance in den digitalen Markt bringen, wie ein gut trainiertes Polo-Pferd im Spiel aktiencheck.de aktiencheck.de . Interessant ist, dass Sqares bewusst dieses exklusive Umfeld (Polo, Tradition, High Society) wählte, um sich “erstmals in Deutschland sichtbar” zu machen aktiencheck.de – das deutet auf eine Marketingstrategie, die Seriosität und Vertrauen ausstrahlen soll. Die Story erschien über den Pressedienst news aktuell und wurde von verschiedenen Finanzportalen aufgegriffen (z.B. aktiencheck.de, frankfurter-umschau.com). Es war klar als PR gekennzeichnet (Quelle: Sqares AG) und kein redaktioneller Beitrag. Oktober 2025 – Fachbeitrag zur Tokenisierungs-Compliance: Ebenfalls Ende Oktober veröffentlichte Sqares einen ausführlichen Artikel (Autor: Ruben Schäfer) mit dem provokanten Titel “Tokenisierung: Welche Zeitbombe Sie Ihren Investoren nicht erklären wollen” presseportal.de . Darin wurde sehr detailliert auf Schwachstellen bestehender Tokenisierungs-Standards eingegangen (ERC-1400 sei kein echter Standard, ERC-3643 verlange zu viel Off-Chain-Infrastruktur und gebe Emittenten zu viel Kontrolle, ERC-20 habe gravierende Sicherheitslücken durch die Approve-Mechanismen) mittelstandcafe.de mittelstandcafe.de . Dieser Beitrag liest sich wie ein technischer Problemanalyse-Artikel, ist aber im Kern natürlich Werbung für Sqares’ eigenen Ansatz. Ab “SQARES: Governance statt Vollmacht” wird erläutert, wie der Q-Token anders funktioniert: On-Chain-Compliance ohne zentrale KYC-Datenbanken (verschlüsselte Attribute im Token, Zero-Knowledge-Verification), keine Admin-Keys für Emittenten (also kein Einfrieren oder Löschen von Token durch die Firma möglich – im Gegensatz zu manch anderen Security-Token-Systemen) und transparente Updates mit Multi-Parteien-Governance mittelstandcafe.de mittelstandcafe.de . Im Klartext: Sqares positioniert sich hier als schlanke, dezentrale Alternative zu den “überfrachteten und riskanten” Lösungen der Konkurrenz. Dieser Artikel wurde z.B. im Mittelstand Café und der Frankfurter Neue Presse (FNP.de) im Wirtschaftsteil online veröffentlicht – wiederum als “Original-Content von: SQARES AG” fnp.de . Für ein Fachpublikum mag der Inhalt durchaus interessant sein, jedoch stammt die Bewertung natürlich vom Unternehmen selbst. November 2025 – Bericht zur Wallet-Lösung (Protected Self-Custody): Ende November verschickte Sqares eine weitere Pressemitteilung mit der Überschrift “Zwei Minuten später – Wallet weg, alles weg? Die dunkle Seite der Freiheit… Die Lösung aus Zug.” (sinngemäß) presseportal.focus.de presseportal.focus.de . Darin wurde die eingangs erwähnte Problematik des Wallet-Verlusts dramatisch geschildert – ein Investor “Martin R.” verliert nach einem Handy-Update den Zugang zu seiner Wallet und all seine Token sind gesperrt presseportal.focus.de presseportal.focus.de . Nach diesem Szenario präsentiert Sqares seine Lösung aus Zug: Protected Self-Custody, wie in Abschnitt 2 beschrieben. Marcus Böhm wird zitiert: “Weder wir noch ein Mittler können auf das Konto zugreifen, und dennoch können Vermögenswerte nicht mehr verloren gehen. Das ist der Paradigmenwechsel.” presseportal.focus.de . Technische Details folgen (KYC-gebundene Wallet-Wiederherstellung, dezentrales System ohne die “stille Schwachstelle” des Schlüsselverlusts) presseportal.focus.de . Dieser Pressetext wurde vom Nachrichtenportal n-tv.de aufgegriffen sowie von Focus Online (im Rahmen von BurdaForward/Presseportal) veröffentlicht presseportal.focus.de presseportal.focus.de . Bei Focus stand ausdrücklich “Quelle: SQARES AG”, was klarmacht, dass es kein redaktioneller Artikel war, sondern von Sqares zugeliefert presseportal.focus.de . Weitere Medien: Auf der Sqares-Website werden Logos von ntv, Die Welt, ZEIT, Süddeutsche Zeitung, FAZ etc. gezeigt als “Selected Media Reporting”. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich hierbei ebenfalls um entweder Pressemitteilungen oder Advertorials handelte, die in Partnerschaften erschienen. Viele große Verlage bieten bezahlte Veröffentlichung von Unternehmensnews im Rahmen von Sonderthemen oder Beilagen (z.B. FAZ “Business Insights”, Süddeutsche “Themenreport” etc.). Ein Beispiel: Die o.g. Focus-Online-Veröffentlichung lief über das Presseportal von news aktuell – oft werden solche Meldungen automatisch auch auf Partnerseiten gespiegelt (z.B. bei ZEIT Online gibt es einen Bereich mit externen Pressemitteilungen). Die Nennung dieser prominenten Medien auf der Sqares-Website soll Vertrauen erwecken, sollte aber nicht mit investigativer Berichterstattung verwechselt werden. Fachmagazine: Ein positiver, halb-redaktioneller Bericht erschien im DataCenter-Insider (Vogel IT-Medien) im Dezember 2025, der die Wallet-Lösung von Sqares in einem Story-Format schilderte presseportal.focus.de presseportal.focus.de . Der Artikel beginnt mit derselben Anekdote von “Martin R.” und zitiert Marcus Böhm ausführlich presseportal.focus.de , praktisch deckungsgleich mit der Pressemitteilung. Vermutlich hat die Redaktion die Presseaussendung als Grundlage genommen. Immerhin deutet dies an, dass Sqares im IT/Fintech-Sektor zur Kenntnis genommen wird. Weder positive noch negative Berichte unabhängiger Journalisten wurden gefunden. Es gab keine Warnartikel à la “Vorsicht, neues Krypto-Projekt” in Verbrauchermagazinen, aber auch keine Interviews oder Tests in etablierten Medien. Die mediale Präsenz von Sqares ist also bislang stark von der eigenen PR geprägt. Das bedeutet: Die genannten Vorteile und Aussagen wurden vom Unternehmen selbst so gesetzt und bislang nicht kritisch hinterfragt. Für interessierte Anleger ist es daher ratsam, diese Informationen mit gebotener Skepsis zu betrachten – viel Hochglanz und Vision, wenig neutrale Validierung bisher. 5. Behördliche Informationen (BaFin, FINMA, FMA, Lizenzen) Ein essenzieller Punkt bei Investments ist die regulatorische Einordnung. Hier zeigt sich ein gemischtes Bild: Deutsche BaFin: Eine Überprüfung der BaFin-Warnliste und Pressemitteilungen ergab keine Warnung oder Nennung von Sqares AG. Das heißt, die BaFin hat bislang weder vor der Website noch dem Geschäftsmodell von Sqares ausdrücklich gewarnt. Das ist an sich positiv – man ist nicht auf einer schwarzen Liste. Allerdings kann das auch daran liegen, dass Sqares (noch) nicht im Fokus der BaFin steht, etwa weil sie offiziell (noch) keine Finanzdienstleistungen in Deutschland erbringen, die einer Erlaubnis bedürften. BaFin-Lizenz oder -Registrierung: Sqares wirbt damit, konform zu den “aktuellsten BaFin-, MiCA- und SEC-Richtlinien” zu sein sqares.finance . Dabei wird insbesondere auf MiCA (die neue EU-Verordnung für Krypto-Assets) und “undividierte Vermögenswerte” Bezug genommen. Diese Aussage deutet darauf hin, dass Sqares versucht, ihre Token-Angebote so zu strukturieren, dass sie von bestehenden Ausnahmeregelungen profitieren. Beispielsweise gilt in Deutschland: Wenn ein Token ein Wertpapier im Sinne des Gesetzes darstellt, bräuchte man einen BaFin-geprüften Wertpapierprospekt, es sei denn es greift eine Ausnahme (z.B. Privatplatzierung oder Kleinemission unter 8 Mio. €). Sqares erwähnt “undividierte Vermögenswerte” – möglicherweise tokenisieren sie jedes Objekt als Ganzes (1 Token = 100% an einem Asset, der dann wiederum in Unter-Token – Smart Shares – fractionalisiert wird). Ob dieses Konstrukt die Prospektpflicht tatsächlich umgeht, ist komplex und würde juristische Prüfung erfordern. Fakt ist: Einen veröffentlichten BaFin-gebilligten Prospekt konnte ich in den Registern nicht finden, was nahelegt, dass Sqares bisher keine öffentliche, prospektpflichtige Vermögensanlage in Deutschland angeboten hat, sondern eher im B2B/Sandbox-Rahmen agiert. FINMA (Schweiz): In der Schweiz untersteht Sqares AG als Tech-Unternehmen zunächst nicht der Finma (die Finma reguliert Banken, Effektenhändler, bestimmte Kollektivanlagen etc.). Es gibt kein Indiz, dass Sqares eine Finma-Lizenz (z.B. als Wertpapierhaus oder Fintech-Bewilligung) besitzt – was für ihr Geschäftsmodell aber auch nicht zwingend erforderlich ist, solange sie selbst kein Finanzintermediär (Vermögensverwalter, Broker, etc.) sind. Sie bezeichnen sich als Technologieentwickler und bieten Lösungen für Emittenten an presseportal.focus.de presseportal.focus.de . Das klingt danach, dass Sqares selbst nicht Vertragspartei der Investmentangebote werden will, sondern die Emittenten (Asset-Eigentümer) mit der Technik ausstattet. Dennoch spricht Sqares in PR-Texten davon, zunehmend auch “als lizenzierte Infrastruktur für institutionelle Tokenisierer” zu fungieren presseportal.focus.de presseportal.focus.de . Der Begriff “lizenziert” bleibt unklar – denkbar ist, dass Sqares Partnerschaften mit lizenzierten Finanzinstituten eingeht oder selbst eine Art Registrierung anstrebt (z.B. in Liechtenstein nach dem Blockchain-Gesetz, oder via BaFin als Kryptoverwahrer/Broker?). Konkrete Angaben fehlen hierzu. Behördliche Warnungen anderer Länder: Weder von der österreichischen FMA noch von der britischen FCA oder anderen europäischen Aufsichtsbehörden gibt es Warnmeldungen im Zusammenhang mit “Sqares”. Insbesondere die FCA veröffentlicht oft Listen von unautorisierten Firmen – eine Suche dort ergab keinen Treffer für Sqares (Stand jetzt). Impressum und Rechtsform: Als Schweizer Aktiengesellschaft muss Sqares ein Impressum nach dortigem Recht führen. Auf der Webseite sind im Footer die Firmendaten genannt (Adresse in Zug, Registernummer etc. in der Datenschutzerklärung/AGB vermutlich). Die Rechtsform AG, das Stammkapital (100’000 CHF, davon 50% einbezahlt) moneyhouse.ch und die Verwaltungsräte sind im Handelsregister offen einsehbar. Eine LEI (Legal Entity Identifier) für Sqares AG ließ sich in öffentlichen LEI-Datenbanken nicht auf Anhieb finden – was darauf hindeutet, dass sie bisher noch keine eigene handelbare Anleihe/Produkt emittiert haben, denn dafür wäre ein LEI nötig. Anlegerschutz-Hinweise: Auf der Sqares-Website selbst finden sich Hinweise auf Risiken nur indirekt. In ihren Publikationen betonen sie, dass durch ihre Technologie das Ganze “rechtssicher” und “von Aufsichtsbehörden akzeptiert” sei presseportal.focus.de . Dennoch sollte man als Anleger beachten: Begriffe wie “rechtssicher” bedeuten im Zweifel nur, dass das Konzept juristisch auslegbar ist – sie ersetzen keine offizielle Zulassung. Unterm Strich bewegt sich Sqares in einer regulatorischen Grauzone: Man gibt sich alle Mühe, Richtlinien zu erfüllen, ohne sich den Zwängen einer Lizenz zu unterstellen. Das ist ein schmaler Grat. Positiv auszulegen ist, dass bislang keine Behörde einschreiten musste, was für ein seriöses Bemühen sprechen kann. Trotzdem sollten Anleger bei konkreten Angeboten prüfen: Gibt es einen Verkaufsprospekt oder Informationsblatt? Wird irgendwo eine Lizenz erwähnt (etwa die eines Partners, z.B. kooperiert Sqares evtl. mit einer Bank für Treuhandservices)? Und im Zweifel bei der BaFin oder Verbraucherzentralen nachfragen, ob das Angebot bekannt ist. Gerade im Bereich der Security Token Offerings (STO) gab es in den letzten Jahren Fälle, wo die BaFin einschritt, wenn ohne Prospekt an die breite Öffentlichkeit herangetreten wurde – diesen Fehler scheint Sqares bislang vermieden zu haben, indem man vor allem auf Direktvertrieb über ein geschultes Netzwerk setzt (siehe Academy) und eventuell qualifizierte Investoren anspricht. 6. Technische & juristische Details (Sitz, Regulierung, AGB) Unternehmenssitz & Struktur: Sqares AG hat den formalen Sitz in Zug, Schweiz. Diese Region ist bekannt als “Crypto Valley” mit unternehmerfreundlichem Klima für Blockchain-Startups. Die Entscheidung für die Schweiz (obwohl die Gründer aus Deutschland stammen) könnte strategisch motiviert sein – in der Schweiz gab es bereits erfolgreiche Tokenisierungsprojekte und ein klareres rechtliches Rahmenwerk für digitale Wertrechte. Das Impressum nennt: SQARES AG, Baarerstrasse 107, 6300 Zug, Schweiz. Tel +41 41 5131607, [email protected] sqares.finance . Eine deutsche Niederlassung existiert nicht, somit gilt für die Firma zunächst Schweizer Gesellschaftsrecht. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder ein Terms-of-Service sind auf der Website nicht prominent verlinkt; vermutlich werden konkrete Vertragsbedingungen erst bei Nutzung der Plattform individuell vereinbart. Rechtsgrundlage der Token: Interessant ist die Frage, was juristisch hinter einem “Q-Token” steht. Da Sqares von “digitalen Wertpapieren” spricht, liegt nahe, dass es sich um Security Token handelt – also Token, die z.B. eine Anleihe, einen Anteil oder Eigentumsrecht an einem realen Asset verbriefen. In der Schweiz gibt es seit Februar 2021 das DLT-Gesetz, das explizit tokenisierte Wertrechte anerkennt. Ein in der Schweiz ausgegebener tokenisierter Vermögenswert kann als sogenannter “Bucheffekten-Token” gestaltet werden, der rechtlich einem Wertpapier entspricht. Ob Sqares diesen Weg geht, ist nicht bestätigt, aber es wäre naheliegend, um institutionelle Akzeptanz zu bekommen. In Deutschland wären solche Token als Wertpapiere prospektpflichtig – außer man umgeht dies, wie erwähnt, durch geschickte Strukturierung. Die Aussage “undividierte Vermögenswerte” deutet darauf hin, dass jeder Q-Token vielleicht ein gesamtes Asset repräsentiert, wodurch die einzelnen Käufe eventuell als Miteigentum am Token und nicht direkt am Asset gelten. Juristisch sind das komplexe Konstruktionen, die sicherlich individuell ausgestaltet werden. Anleger sollten auf juristische Dokumente achten: Gibt es z.B. einen Token-Holder Agreement? Läuft die Abwicklung über einen Notar oder Treuhänder? Da in der Schweiz Sitz ist: Welches Gericht wäre zuständig im Streitfall? – Solche Fragen sind bei innovativen Produkten wichtig. Technologieplattform: Sqares nutzt Blockchain-Technologie, vermutlich die Ethereum-Blockchain oder kompatible Chains. Sie erwähnen eigene Standards SQR-20 und SQR-721 sqares.finance – das klingt angelehnt an ERC-20 (fungible Token) und ERC-721 (Non-Fungible Token). Vermutlich sind SQR-20/SQR-721 angepasste Smart Contracts, die zusätzliche Funktionen enthalten (Handelsfunktionen, Compliance-Regeln etc.). Laut dem Fachartikel von Ruben Schäfer verzichtet Sqares z.B. auf den üblichen approve()-Mechanismus von ERC-20, um Phishing-Risiken zu eliminieren mittelstandcafe.de mittelstandcafe.de . Stattdessen wird ein Governance-Ansatz gewählt: Transfers prüfen automatisch, ob Sender und Empfänger alle Berechtigungen/Whitelist-Kriterien erfüllen; wenn ja, erfolgt der Transfer direkt – “deterministisch und nachvollziehbar”, ohne dass Dritte zustimmen müssen mittelstandcafe.de . Compliance-Regeln (z.B. nur bestimmte Länder erlaubt, oder max. Anzahl Anleger für Prospectus-Exemption) sind fest im Contract verankert – entweder der Transfer geht durch, oder er wird gar nicht erst ausgeführt mittelstandcafe.de . Dies verhindert nachträgliche Manipulation, aber der Token bleibt zugleich regelkonform. Ein weiterer technischer Aspekt: On-Chain vs. Off-Chain-Daten. Sqares betont, dass sie ohne Off-Chain-KYC-Datenbanken arbeiten mittelstandcafe.de . Stattdessen könnten z.B. Hashes oder verschlüsselte Attribute (sogenannte enriched qualifications) im Token oder in einem zugehörigen Smart Contract hinterlegt sein, die z.B. bestätigen: Wallet XYZ gehört einer verifizierten Person, die KYC gemacht hat, und ist z.B. “Nicht-US-Person” (für Regulatorik) etc., ohne dass die persönlichen Daten auf der Chain stehen. Solche Lösungen mit Zero-Knowledge-Proofs wurden angedeutet mittelstandcafe.de . Das ist technisch anspruchsvoll, aber wenn gelungen, tatsächlich eine Art “Holy Grail” der Token-Compliance: Privacy der Nutzer wahren, aber dennoch alle gesetzlichen Anforderungen einhalten. Sicherheit: Dadurch, dass Sqares auf eigene Smart Contracts setzt, ist die Plattform natürlich so sicher wie der Code es zulässt. Sie scheinen sich der üblichen Risiken bewusst zu sein (Hacks, Phishing, Admin-Key-Missbrauch) und werben damit, diese eliminiert zu haben mittelstandcafe.de . Natürlich bleibt ein Restrisiko: Fehler im Smart Contract könnte niemand rückgängig machen, da ja niemand admin ist (kein “Pause/Freeze”-Knopf) – das erhöht einerseits die Dezentralität, andererseits macht es Audits und gründliche Tests extrem wichtig. Bislang ist kein Sicherheitsvorfall bekannt, aber das System ist auch noch nicht massiv in Benutzung. AGB/Vertragsgestaltung: Mangels einsehbarer AGB lässt sich nur vermuten: Für Nutzer (Investoren) dürfte es eine Art Nutzungsvertrag/Registrierungsvertrag geben, in dem Sqares gewisse Haftungen ausschließt (etwa bei technischen Problemen) und der Nutzer zustimmt, die Plattform rechtmäßig zu verwenden. Wenn Sqares nur Tech-Anbieter ist, könnte es sein, dass beim eigentlichen Investment ein Vertrag direkt zwischen Investor und Emittent zustande kommt (z.B. der Token-Kaufvertrag), und Sqares nur als Erfüllungsgehilfe fungiert. In der Praxis würde das bedeuten: Wenn z.B. ein Immobilien-Projekt tokenisiert wird, stellt Sqares die Smart Contracts und ggf. den Marktplatz bereit, aber der Investor schließt einen Vertrag mit der Immobiliengesellschaft. Sollte diese insolvent gehen oder das Projekt scheitern, hätte der Anleger das Projekt- oder Emittentenrisiko, während Sqares aus der Schusslinie wäre. Das ist spekulativ, aber ein mögliches Setup. Steuerliche Aspekte: Sqares hebt hervor, dass steuerliche Vorteile genutzt werden können, da die Token als Kryptowährungen gelten. Beispielsweise erwähnt man, dass in Ländern wie Deutschland, Schweiz, Singapur Krypto-Gewinne nach einer Haltedauer steuerfrei sein können (für Privatpersonen) sqares.finance . In Deutschland stimmt das: Gewinne aus Verkauf von Kryptowährungen sind privat nach >1 Jahr Haltedauer steuerfrei (§23 EStG). Sollte also z.B. ein Immobilien-Token als “anderes Wirtschaftsgut” im Privatvermögen zählen, könnte ein Verkauf nach einem Jahr steuerfrei sein – anders als bei direkten Immobilienverkäufen (Spekulationsfrist 10 Jahre) oder Aktien (immer steuerpflichtig mit Abgeltungsteuer). Das ist tatsächlich ein interessanter Vorteil, aber noch nicht endgültig von der Finanzverwaltung geklärt, ob Security Tokens wie Crypto behandelt werden. Die Aussage ist also eher als Werbehinweis zu verstehen, der im besten Fall zutrifft, im schlechtesten Fall in Zukunft durch neue Gesetze oder Interpretationen hinfällig werden kann. Zusammengefasst sind die technischen und juristischen Details von Sqares innovativ, aber komplex. Sie scheinen eine saubere Lösung für einige Schmerzpunkte der Branche entwickelt zu haben (Schlüsselverlust, Compliance-Blackbox, illiquide Märkte), haben diese aber noch nicht in großem Maßstab unter Beweis stellen können. Rechtlich bewegen sie sich geschickt im Rahmen des Erlaubten, ohne bisher eine förmliche Lizenz zu besitzen – für Anleger heißt das: man bewegt sich in einem teilweise unregulierten Bereich, was sowohl Chancen (Flexibilität, Steuerfreiheit) als auch Risiken (weniger Schutzmechanismen, Insolvenzrecht ungeprüft) mit sich bringt. 7. Unabhängige Quellen und Analysen Da Sqares AG noch relativ neu ist, fehlen klassische Analystenberichte oder Erwähnungen in unabhängigen Finanzblogs weitgehend. Ein paar Punkte hierzu: Scam-Adviser & Co.: Auf Portalen wie ScamAdviser, Scamcheck etc., die automatisch das Risiko einer Website bewerten, gibt es keinen spezifischen Eintrag für “sqares.finance”. Das heißt, die Domain ist nicht als unsicher oder betrügerisch gelistet; sie ist allerdings auch erst seit kurzem aktiv, was solche automatischen Ratings oft als “sehr jung, wenige Daten” einstufen würde. Keine News ist hier eher gute News – zumindest gibt es keine Warnschüsse der Internet-Community in diese Richtung. Finanzblog-Reviews: Übliche Verbraucherschützer oder kritische Finanzblogs haben Sqares noch nicht unter die Lupe genommen. Weder auf Trustpilot (außer der Academy, siehe oben) noch auf Telegram/Discord findet man Diskussionen, in denen vor Sqares gewarnt oder es besonders empfohlen wird. Das ist typisch für ein Angebot, das (noch) nicht viral gegangen ist oder keine großen Werbekampagnen im Retail-Bereich fährt. Beispielsweise gibt es Listen unseriöser Online-Broker (die oft aggressiv deutsche Kunden anrufen etc.) – dort taucht Sqares nicht auf, was aber schlicht daran liegen mag, dass Sqares kein solcher CFD/Forex-Broker ist, der via Cold Calling auffällt. Geldhelden / Finanzguru Communities: Da die Anfrage hier von “Geldhelden KI-TÜV” gestellt wurde, sei erwähnt: In den einschlägigen Finanz-Communities (Geldhelden, Wallstreet-Online Forum, CoinForum etc.) konnte kein Thread zu Sqares gefunden werden. Sollte das noch kommen, wäre es interessant, echte Nutzerberichte zu lesen. Bewertungsportale: Außer Trustpilot (Academy) keine Einträge. Auf Kununu/Glassdoor (für Arbeitnehmer) taucht Sqares AG ebenfalls nicht auf – das nur als Randinfo, zeigt aber dass es ein sehr kleines Team sein dürfte. Scamadviser/Whois-Technisches: Eine WHOIS-Abfrage zeigt, dass die Domain sqares.finance vermutlich 2022/2023 registriert wurde (genaue Daten liegen nicht vor, da viele Registry-Einträge anonymisiert sind). Das Unternehmen selbst wurde wie erwähnt Ende 2024 gegründet. Solange nichts Gegenteiliges bekannt wird, gibt es keinen Grund, an der Echtheit von Sqares zu zweifeln – es handelt sich offenbar nicht um eine Fake-Seite, die schnell erstellt wurde, sondern um ein Startup mit wirklicher Substanz (Team auf LinkedIn, physische Adresse, Eintrag im Handelsregister moneyhouse.ch ). Das grenzt Sqares positiv von den vielen Krypto-Betrugsplattformen ab, die oft nur aus einer Website mit falschen Versprechen bestehen. Awards/Zertifikate: Keine Hinweise auf Auszeichnungen oder Prüfsiegel (z.B. TÜV-Zertifizierung der IT-Sicherheit o.ä.) wurden gefunden. Das wäre aber in diesem Stadium auch ungewöhnlich. Als unabhängige Einschätzung kann man lediglich zusammenfassen: Bisher hat sich noch keine externe Institution oder Fachpresse ausführlich mit Sqares befasst. Wer investieren möchte, sollte also eigene Due-Diligence machen und nicht auf fehlende Warnungen vertrauen. Ein möglicherweise sinnvolles Vorgehen wäre, einen Blick auf vergleichbare Projekte zu werfen: In der Schweiz z.B. existieren Plattformen wie Sygnum, Taurus oder in Deutschland die Plattform Finexity, etc., die ebenfalls Tokenisierung anbieten. Ein Vergleich könnte helfen, einzuschätzen, ob Sqares eher teure Versprechen verkauft oder tatsächlich konkurrenzfähige Vorteile hat. Ohne unabhängige Tests bleibt das jedoch schwierig zu beantworten. 8. Fazit & Gesamteinschätzung Gesamteindruck: Sqares AG präsentiert sich als innovatives Fintech-Unternehmen im heiß diskutierten Bereich der Tokenisierung realer Vermögenswerte. Die Gründer sind fachkundig und international vernetzt, was dem Projekt zunächst Seriosität verleiht. Man spürt eine gewisse Vision: Weg von zentralisierten Strukturen, hin zu einem freien Kapitalmarkt, in dem jeder in alles investieren kann. Technologisch setzt Sqares einige richtige Akzente – z.B. die Lösung des Wallet-Problems (private Schlüssel) und die Integration von Compliance auf der Blockchain presseportal.focus.de mittelstandcafe.de . Diese Punkte adressieren reale Hürden, die bisher viele Security-Token-Angebote gebremst haben. Die Firma agiert vom Kryptostandort Schweiz aus und hat sich in der Crypto- und Immobilienbranche vor Ort vernetzt (Mitglied im Swiss Real Estate Circle usw.) sqares.finance . Das spricht dafür, dass man ernsthaft ein Ökosystem aufbauen möchte. Stärken: Technischer Ansatz: Sqares identifiziert die Schwächen herkömmlicher Ansätze (Verlust der Schlüssel, Off-Chain-Daten, illiquide Märkte) und bietet einen neuartigen Q-Token-Standard, der diese adressiert mittelstandcafe.de mittelstandcafe.de . Sollte das System wie beschrieben funktionieren, wäre es ein Fortschritt für die Tokenisierungs-Branche (echte Dezentralität trotz regulatorischer Konformität). Marktpotenzial: Tokenisierung von Real World Assets gilt als Zukunftsmarkt. Goldman Sachs schätzt, dass bis 2030 ein Multi-Billionen-Markt entstehen kann. Sqares sitzt hier auf einem interessanten Segment (Immobilien, Kunst, Anleihen) und könnte Early Mover Vorteile haben – insbesondere im deutschsprachigen Raum, wo es noch wenige etablierte Player gibt. Team & Netzwerk: Die Kombination aus Finanzwissen, Tech-Know-how und Kunst/Marketing (Paragon Foundation) ist ungewöhnlich und potenziell vorteilhaft. Marcus Böhm wirkt als öffentlicher Sprecher überzeugend – er wurde in PR-Stücken oft zitiert und kann die Vision vermitteln presseportal.focus.de . Zudem sucht Sqares den Schulterschluss mit Institutionen (Behauptung: “bereits von führenden Institutionen eingesetzt” presseportal.focus.de – auch wenn unklar, wer damit gemeint ist, zeigt es Ambition in Richtung B2B). Nutzerkontrolle & Sicherheit: Sollte der Protected Self-Custody halten, was er verspricht, wäre es ein echter Pluspunkt für Anleger, da ein Totalverlust durch verlorene Wallets praktisch ausgeschlossen wäre presseportal.focus.de . Auch dass kein Mittelsmann die Token einfrieren kann, gibt Investoren eine gewisse Souveränität zurück – Vertrauen in den Code statt in menschliche Verwahrer. Steuer- und Rechtsarbitrage: Sqares nutzt geschickt regulative Schlupflöcher zugunsten der Kunden (z.B. Krypto-Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer in Deutschland) sqares.finance . Das kann in der Ansprache sehr attraktiv sein und tatsächlich einen finanziellen Vorteil bieten, sofern es rechtlich Bestand hat. Schwächen: Unerprobte Umsetzung: Bisher ist unklar, ob und wie viele reale Projekte über Sqares abgewickelt wurden. Alle Aussagen sind theoretischer Natur. Es fehlen Referenzprojekte: z.B. “Objekt X wurde tokenisiert, Y Mio. € wurden eingesammelt, Z Investoren handeln den Token nun sekundär.” Ohne diesen Proof-of-Concept bleibt es ein Versprechen. Illiquidität möglich: Selbst wenn hochkarätige Assets tokenisiert werden – der Erfolg für Anleger hängt von der Liquidität ab. Sqares sagt zwar, jeder Token enthalte einen Marktplatz, aber ob sich Käufer und Verkäufer finden, ist offen. Wenn keine ausreichende Nutzerbasis da ist, könnte man auf seinem Token sitzen bleiben (besonders bei sehr speziellen Assets wie Kunst). Hier hat Sqares noch kein Ökosystem von Marktteilnehmern vorzuweisen, wie es traditionelle Börsen oder große Krypto-Exchanges haben. Regulatorische Unsicherheit: Die rechtliche Konstruktion ist kompliziert. Es kann sein, dass bei steigender Bekanntheit doch Aufseher wie die BaFin genauer hinschauen. Falls dann herauskommt, dass bestimmte Angebote doch genehmigungspflichtig wären, könnte es Ad-hoc-Maßnahmen geben (Vertriebsstopp etc.). Als Anleger trägt man dieses Regulierungsmomentum mit – ein Risiko, dass ein Projekt plötzlich gestoppt wird, weil nachträglich Lizenzen erforderlich sind, ist in neuen Feldern immer gegeben. Vertriebsmodell und Skalierung: Sqares setzt auf einen beratungsintensiven Vertrieb (Academy schult Verkäufer). Das erinnert an klassische Strukturvertriebe in der Finanzbranche. Solche können zwar schnell wachsen, haben aber oft ein Qualitätsproblem (zu aggressive Verkaufspraktiken, Fokussierung auf Verkaufsprovisionen statt Kundenerfolg). Zudem ist dieses Modell teuer – die Provisionen für Vermittler müssen irgendwo herkommen (vermutlich aus den Aufschlägen bei der Anlage). Wenn dem so ist, relativiert es den Vorteil “ohne Banken” ein wenig, weil dann eben andere Mittler verdienen. Es ist fraglich, ob Sqares eher Tech-Plattform oder Vertriebsgesellschaft sein will. Diese Dualität kann eine Schwäche sein, wenn man nicht aufpasst. Warnsignale: Bei Sqares sind keine plakativen roten Warnlampen à la “Garantierter Gewinn, jetzt zuschlagen!” zu sehen – man gibt sich eher seriös und technisch. Dennoch gibt es einige Anzeichen, die zur Vorsicht mahnen: Erstens die extrem positive Selbstdarstellung ohne jegliches Gegenfeedback. Alle verfügbaren Informationen stammen von Sqares selbst oder wurden von ihnen initiiert. In der Regel findet man bei legitimen Angeboten auch mal kritische Fragen von Anlegern – hier bisher Fehlanzeige. Zweitens die Überbetonung von Schlagworten: Alles ist “revolutionär”, “führend”, “massentauglich”, “hochprofitabel” sqares.finance . Solche Superlative kennt man auch aus weniger seriösen Ecken – natürlich kann Sqares trotzdem liefern, aber gesundes Misstrauen ist angebracht, bis sie es bewiesen haben. Drittens: Intransparenz bei der Regulierung. Es wird zwar behauptet, der Q-Token sei “von Aufsichtsbehörden akzeptiert” presseportal.focus.de , doch wer diese Behörden sind, bleibt nebulös. Weder BaFin noch Finma haben dies ausdrücklich so gesagt. Solche Behauptungen könnten schlimmstenfalls irreführend sein. Chancen vs. Risiken: Für potentielle Anleger bietet Sqares einerseits die Chance, an spannenden alternativen Investments teilzuhaben (z.B. Teil eines teuren Kunstwerks besitzen, in Immobilienprojekte investieren, an Mittelstandsfinanzierungen teilnehmen), und das innerhalb eines modernen, vielleicht effizienteren Rahmens. Andererseits trägt man – wie bei allen solchen Angeboten – die vollen Anlagerisiken des jeweiligen Assets (Marktrisiko, Projektentwicklung, Bonität des Schuldners etc.) plus die technischen Risiken (Plattform funktioniert wie erhofft?) plus das Liquiditätsrisiko (findet man einen Käufer, wenn man raus will?). Diese Risikokombination ist nicht zu unterschätzen. Gerade weil es Real-Asset-Investments sind, können diese illiquider und langfristiger Natur sein als z.B. handelbare Aktien. Gesamtfazit: Sqares AG macht einen ambitionierten und professionellen Eindruck, hat aber den Charakter eines Startups im Experimentierstadium. Noch ist es kein etabliertes Finanzinstitut, sondern ein Newcomer mit vielen Vorschusslorbeeren von sich selbst. Aus Anlegerschutz-Perspektive sollte man weder in Euphorie verfallen (die blumigen Artikel sind Marketing, keine Erfolgsgarantie) noch panisch von Betrug ausgehen (es gibt derzeit keine handfesten Hinweise auf betrügerische Absichten). Eher ist eine gesunde Skepsis und genaue Prüfung angebracht: Wenn einem ein konkretes Investment via Sqares angeboten wird, sollte man sich alle Vertragsunterlagen zeigen lassen, hinterfragen, welche Rechte man genau erwirbt, welche Gebühren anfallen, wer Haftung übernimmt und wie die Exit-Strategie aussieht. Seriöse Anbieter werden hier Rede und Antwort stehen. Falls es auf konkrete Fragen keine klaren Antworten gibt oder man nur ausweichende Vertröstungen erhält, wäre das ein Alarmzeichen. Im aktuellen Stand lautet die Einschätzung: Interessantes Konzept mit Potenzial, aber noch keine belastbaren Erfolgsnachweise. Anleger sollten abwägen, ob sie Pionier sein möchten (mit allen verbundenen Risiken) oder lieber warten, bis Sqares und ähnliche Plattformen sich bewährt haben und ggf. unter klarerer Aufsicht stehen. 9. Mögliche Red Flags (Warnsignale) 🚩 Sehr junges Unternehmen ohne Track Record: Sqares AG wurde erst Ende 2024 gegründet moneyhouse.ch moneyhouse.ch . Es liegen keine Langzeiterfahrungen vor. Neue Geschäftsmodelle im Finanzsektor bergen anfänglich immer erhöhte Risiken (Kinderkrankheiten, rechtliche Graubereiche). Vorsicht ist geboten, solange nicht zumindest 1–2 erfolgreiche Projekte abgeschlossen wurden. 🚩 Eigeninitiierte Berichterstattung: Fast alle Medienartikel stammen direkt von Sqares. Ob Focus, n-tv, FNP – überall steht “Quelle: SQARES AG”. Das heißt, es gab keine unabhängige Prüfung dieser Aussagen presseportal.focus.de . Hochglanz-PR sollte nicht mit objektiver Reputation verwechselt werden. 🚩 Marketing-Buzzwords & Renditefokus: Die Kommunikation ist voll von Schlagworten wie “revolutionär, Game-Changer, Paradigmenwechsel” und lockt mit “hochprofitablen exklusiven Projekten” sqares.finance sowie steuerfreien Krypto-Gewinnen sqares.finance . Solche Versprechungen muss ein kritischer Anleger hinterfragen. Garantien gibt es nicht, und “hochprofitabel” heißt oft auch “hochriskant”. Wenn der Verkauf eher mit Emotionen (FOMO) als mit harten Fakten arbeitet, ist das ein Alarmzeichen. 🚩 Unklare Regulierungsbasis: Trotz Beteuerungen, an Richtlinien orientiert zu sein sqares.finance , ist keine offizielle Lizenz oder Prospektpflicht-Erfüllung ersichtlich. Sollte Sqares tatsächlich Wertpapiere an die breite Masse ausgeben, müsste irgendwo ein BaFin-Prospekt auftauchen. Die Abwesenheit davon legt nahe, dass ein Schlupfloch genutzt wird – was legal sein mag, aber trotzdem bedeutet, dass kein Aufseher das Angebot geprüft hat. Man begibt sich also in ein Feld mit geringerem Anlegerschutz. 🚩 Vertriebsstruktur à la Strukturvertrieb: Die Existenz der Sqares Academy und Rezensionen, die von “Verkauf und Netzwerken in wohlhabendes Klientel” sprechen de.trustpilot.com , deuten auf ein Netzwerk von freien Vermittlern hin. Sollte Sqares primär über geschulte Verkäufer an Kunden herantreten (evtl. mit Provisionsanreizen), besteht das Risiko von Interessenskonflikten. Vermittler könnten geneigt sein, das Produkt schönzureden, um die Provision zu erhalten. Bei solchen Strukturen besteht zudem die Gefahr von Übertreibungen und aggressiver Akquise. Anleger sollten gezielt fragen, ob und wie Vermittler entlohnt werden. 🚩 Keine unabhängigen Stimmen: Bislang fehlen jegliche unabhängigen Bewertungen oder Kundenerfahrungen. Weder in Foren noch in Social Media findet ein echter Austausch über die Vor- und Nachteile statt. Dieses Schweigen kann bedeuten, dass noch kaum echte Kunden da sind – oder dass Unzufriedene (falls es sie gäbe) sich nicht äußern (oft äußern sich Unzufriedene jedoch zuerst). Die komplette Informationshoheit liegt bei Sqares selbst. Keine Neuigkeiten sind nicht immer gute Neuigkeiten – es ist schlicht noch ungetestetes Terrain. 🚩 “Made in Germany” vs. Schweizer Sitz: Ein kleiner red flag am Rande: Sqares wirbt mit “RWA made in Germany”, sitzt aber in der Schweiz. Das ist per se nichts Unlauteres, aber man fragt sich, warum die deutsche Herkunft so betont wird – vielleicht um Vertrauen bei deutschen Anlegern zu gewinnen – während man sich gleichzeitig dem deutschen Rechtsrahmen entzieht. Das muss kein Problem sein, sollte aber transparent kommuniziert werden. Fazit der Warnsignale: Es gibt derzeit keine harten Beweise für Betrug bei Sqares AG. Die Warnsignale liegen vielmehr in den weichen Faktoren: Überzogene Selbstdarstellung, fehlende neutrale Bestätigungen, mögliche Vertriebsanreize. Das sind typische Kennzeichen von Frühphasen-Investments und strukturierter Anlagevermittlung. Anleger sollten diese Red Flags ernst nehmen und nicht ignorieren, aber sie bedeuten nicht automatisch, dass Sqares unseriös ist – nur, dass man sehr genau hinschauen sollte. Im Zweifel gilt: Lieber auf echte Ergebnisse warten und klein anfangen, als blind einem schönen Konzept viel Geld anzuvertrauen. Im Zweifelsfall professionelle Beratung einholen (z.B. Anwalt für Kapitalmarktrecht fragen, Prospekt prüfen lassen etc.), bevor man investiert. Quellen: Die obigen Ausführungen basieren auf einer Vielzahl öffentlicher Informationen: Handelsregisterdaten moneyhouse.ch moneyhouse.ch , offiziellen Pressemitteilungen von Sqares presseportal.focus.de presseportal.focus.de , dem Unternehmensauftritt (Website) sqares.finance sqares.finance , sowie Erfahrungsberichten auf Trustpilot de.trustpilot.com de.trustpilot.com . Zusätzlich wurden Fachartikel zitiert, die von Sqares initiiert wurden (MittelstandCafe) mittelstandcafe.de mittelstandcafe.de . Alle Zitate sind inline referenziert. Trotz intensiver Recherche konnten keine behördlichen Warnungen oder unabhängigen Tests gefunden werden – dies wurde entsprechend im Text vermerkt.
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Jetzt Freiheits-Check starten →1. Wer steckt dahinter? (Gründer & Management)
Sqares AG wurde Ende 2024 gegründet und Anfang 2025 in Zug (Schweiz) ins Handelsregister eingetragen
moneyhouse.ch
moneyhouse.ch
- Hinter dem Unternehmen stehen drei deutsche Gründer, die zugleich das Management bilden: Marcus Böhm (Vorstandsvorsitzender/Präsident des Verwaltungsrats), Camilla Lehmann (CEO, Vorsitzende der Geschäftsleitung) und Dr. Thomas Witt (Mitglied des Verwaltungsrats)
moneyhouse.ch
- Alle drei sind im Schweizer Handelsregister als zeichnungsberechtigt eingetragen. Marcus Böhm fungiert als Chairman und ist laut eigenen Angaben zudem Initiator der Paragon-Stiftung (Förderung von Kunst & Technologie in Leipzig/Zürich)
- Camilla Lehmann (deutsche Staatsbürgerin mit Wohnsitz in Winterthur) leitet das operative Geschäft als CEO
- Dr. Thomas Witt aus Leipzig komplettiert das Führungsteam als technischer Mitgründer.
de.linkedin.com
- Diese Stiftung und Sqares treten auch gemeinsam bei Events auf – z.B. wurde 2025 ein Networking-Event in Dresden organisiert, bei dem Kunst, Technologie und Networking zusammenkamen, unterstützt von der Paragon-Stiftung und Sqares
- Die Firmenadresse von Sqares AG ist Baarerstrasse 107, 6300 Zug (Crypto Valley in der Schweiz)
- Neben dem Hauptsitz in Zug gibt es laut LinkedIn einen Standort in Zürich (Bahnhofstrasse) und das Team umfasst etwa 11–50 Mitarbeiter
ch.linkedin.com
- Weitere bekannte Projekte der Gründer: Durch die Paragon-Stiftung hat Sqares Verbindungen in die Kunst- und Kulturwelt, was darauf hindeutet, dass ein Fokus auch auf tokenisierte Kunstinvestments liegt. Insgesamt vermittelt das Gründerteam den Eindruck einer Mischung aus Blockchain-Experten und Kreativ-/Finanz-Unternehmern, die traditionelle Anlageklassen (z.B. Kunst, Immobilien) mit moderner Technologie verbinden möchten.
Sqares AG positioniert sich als Plattform für die Tokenisierung von Real World Assets (RWAs), also realen Vermögenswerten, über die Blockchain. Konkret entwickelt das Unternehmen eine „Kapitalmarkt-Infrastruktur für digitale Wertpapiere“, basierend auf Smart Contracts (dem sogenannten Q-Token), mit der Vermögenswerte als Token ausgegeben und gehandelt werden können
presseportal.focus.de
- Die Idee ist ein Peer-to-Peer-Handelssystem, bei dem Asset-Eigentümer direkt weltweit Kapital einsammeln können, ohne Banken oder Börsen dazwischen
- Laut Sqares ermöglicht ihre Technologie, dass “jeder direkt in Projekte auf der ganzen Welt investieren oder weltweit Kapital von Investoren einsammeln kann – ohne Intermediäre”
- Einzigartigkeitsmerkmale (USP): Der Q-Token integriert laut Unternehmen regulatorische Anforderungen direkt in den Smart Contract. Anstatt auf einer Börse gehandelt zu werden, trägt jeder Token seine Handelsfunktion in sich – er wird als „autonomer, hoch liquider“ Smart Contract beschrieben
- Dieses Konzept nennt Sqares „Trading without a Marketplace“, d.h. der Token selbst übernimmt die Rolle der Börse. Dadurch sollen Token jederzeit 24/7 und grenzüberschreitend handelbar sein. Jeder Inhaber kann seine Token direkt über die Blockchain zum Verkauf anbieten (sogenanntes Token Swap Modul für globales Angebot)
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- Zudem gibt es ein “Self-Mining”-Konzept, wonach neue Tokens durch den Asset-Eigentümer selbst via Smart Contract erstellt werden, ohne Mining im klassischen Sinne
- Ein weiteres Modul ist die Payment Distribution-Funktion, mit der der Smart Contract automatisch Zahlungen wie Dividenden, Zinsen, Provisionen oder Lizenzgebühren an verschiedene Parteien ausschütten kann
- All diese Funktionen laufen on-chain und ohne Drittparteien.
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- Das deutet darauf hin, dass beispielsweise Investments in große Immobilienprojekte, Kunstwerke oder Unternehmensbeteiligungen tokenisiert und kleinteilig verfügbar gemacht werden. Konkrete Renditeversprechen (etwa feste Zinsen oder prozentuale Gewinnbeteiligungen) werden öffentlich nicht genannt – diese hängen vom jeweiligen tokenisierten Asset ab. Allerdings verwendet Sqares Begriffe wie “hochprofitabel”, was impliziert, dass mit überdurchschnittlichen Renditen geworben wird. Ein Beispiel: In einer Pressemitteilung wird ein (fiktiver) Investor erwähnt, dessen Strategie “Renditen, die sich sehen lassen konnten” erzielte
- Hierbei ging es zwar um die Einführung der Wallet-Lösung, zeigt aber, dass hohe Renditen als Motiv angesprochen werden.
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- Smart Shares bezeichnet Sqares als „fungible-non-fungible Token“, was suggeriert, dass Teile eines Assets handelbar sind, aber dennoch eindeutig dem Asset zugeordnet bleiben (technisch evtl. vergleichbar mit Anteilsscheinen). Investoren könnten also mit kleineren Beträgen Anteile erwerben. Ein klares Beteiligungsmodell (z.B. Equity Token vs. Debt Token) hängt vom jeweiligen Emittenten ab – Sqares bietet die Infrastruktur, die Ausgestaltung (inkl. Rechte der Tokenholder) dürfte pro Projekt unterschiedlich sein.
Besonderheit Wallet & Sicherheit: Ein zentrales Angebot von Sqares ist “Protected Self-Custody”. Dabei handelt es sich um eine innovative Wallet-Lösung, die das Risiko verlorener privater Schlüssel eliminieren soll. Normalerweise gilt: verliert ein Anleger den Zugriff auf sein Krypto-Wallet (z.B. durch Handyverlust ohne Backup), sind die Token unwiederbringlich weg. Sqares behauptet, dies gelöst zu haben, ohne selbst als Verwahrer zu agieren. Gemäß Marcus Böhm behalten die Kunden “jederzeit die alleinige Kontrolle”, aber Vermögenswerte können nicht mehr endgültig verloren gehen
presseportal.focus.de
- Die Wiederherstellung eines verlorenen Wallets erfolgt über eine KYC-Verknüpfung von Identität und Wallet-Adresse, “ohne zentrale Speicherung und ohne Verwahrung von Schlüsseln”
- Geht das Gerät verloren oder wird die App gelöscht, kann der rechtmäßige Eigentümer mittels Identitätsnachweis sein Wallet rechtssicher wiederherstellen – niemand sonst (auch Sqares nicht) hat Zugriff oder kann dies auslösen
- Das System bleibt also non-custodial, fügt aber eine Schicht hinzu, um den Single-Point-of-Failure privater Schlüssel abzumildern. Dieses Feature dürfte für weniger technik-affine Anleger attraktiv sein, da es die oft abschreckende Wallet-Verwahrung vereinfacht, ohne auf die Dezentralität zu verzichten.
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- Allerdings sind viele dieser Versprechen bisher theoretischer Natur – ob Sqares die hohen Erwartungen in der Praxis erfüllt (z.B. genug liquide Investoren findet, echte Projekte erfolgreich tokenisiert), muss sich erst zeigen, da das Unternehmen noch sehr neu am Markt ist.
Öffentliche Anleger-Erfahrungen zu Sqares AG sind bislang rar, was nicht überrascht, da das Unternehmen erst seit kurzem aktiv ist. Ein paar Anhaltspunkte gibt es jedoch:
Auf Trustpilot existiert ein Profil namens “Sqares Academy” mit bislang 7 Bewertungen (Stand Januar 2024) und einem durchschnittlichen Score von 4,3/5 Sternen
de.trustpilot.com
de.trustpilot.com
- Auffällig: Alle 7 Rezensenten haben 5 Sterne vergeben
, es gibt keine kritischen Stimmen. Inhaltlich loben die Reviews insbesondere das Coaching- und Schulungsangebot der Sqares Academy. So heißt es etwa: “Die SQARES Academy kombiniert auf verständliche und praxisbezogene Weise das Thema Kunstinvestitionen mit der Blockchain-Technologie, genau wonach ich sooo lange gesucht habe! [...] Das Coaching ist eine absolute Empfehlung.”
de.trustpilot.com
- Ein anderer Rezensent schreibt: “Ich bin unglaublich fasziniert von den einzigartigen Möglichkeiten, die sich durch SQARES ergeben haben. Die innovative Verbindung von Kunst und Technologie hat mein Interesse geweckt und ich habe schon viel Neues gelernt. Die praxisnahen Methoden und das interaktive Format des Coachings bei SQARES haben es mir ermöglicht, theoretisches Wissen sofort in die Praxis umzusetzen.”
- Mehrere Bewertungen deuten darauf hin, dass die Teilnehmer durch Sqares vor allem über Kunst als Investment und Vertriebstechniken geschult wurden. Zitat: “Durch die Sqares Academy ist es mir gelungen, die Thematik Kunst als Investment vollkommen zu durchdringen. Außerdem konnte ich mir ein umfassendes Skillset für Verkauf und Vertrieb erlernen, welches mir dabei hilft, in ein wohlhabendes Klientel zu netzwerken. Ein Muss für jeden Verkäufer im Bereich Real Assets.”
- Diese Aussage ist bemerkenswert: Sie impliziert, dass die Sqares Academy möglicherweise dazu dient, Vertriebspartner oder Verkäufer auszubilden, die die tokenisierten Assets (z.B. Kunst oder Immobilien) an vermögende Kunden vermitteln. Die Begeisterung der Rezensenten wirkt echt, doch mangels neutraler Verifikation lässt sich nicht ausschließen, dass diese Bewertungen im Zuge der Kurse erbeten oder gefördert wurden.
Soziale Medien & Foren: Auf Reddit, Telegram oder in Krypto-Foren finden sich derzeit keine nennenswerten Diskussionen über “Sqares”. Die Marke ist durch die ungewöhnliche Schreibweise (ohne “u” in Squares) einzigartig, sodass man das leicht finden würde. Die Abwesenheit von Threads könnte bedeuten, dass Sqares noch keine breite Anlegerbasis hat, oder dass eventuelle Anleger (vielleicht aus einem gehobenen Segment) sich nicht in öffentlichen Foren äußern. Auch auf gängigen Beschwerde-Websites oder in Kommentarspalten der einschlägigen Medien taucht Sqares bisher weder positiv noch negativ auf.
Trustpilot (allgemein): Ein Eintrag für “Sqares Finance” oder Ähnliches existiert nicht, lediglich die erwähnte Academy. Das könnte bedeuten, dass das eigentliche Investment-Produkt noch gar nicht an Endkunden im breiten Maße vertrieben wurde, sondern man zuerst auf Schulung und B2B-Partnerschaften gesetzt hat.
Zusammenfassend sind die wenigen verfügbaren Erfahrungsberichte sehr positiv, loben aber vor allem das Konzept und die Schulungen. Kritische Stimmen oder Erfahrungen zu realen Investments (z.B. jemand, der über Sqares bereits in ein tokenisiertes Asset investiert hat und berichtet, wie das ablief) fehlen in der öffentlichen Domain. Dies kann zwei Dinge bedeuten: Entweder hat Sqares seine ersten Kunden sehr zufrieden gestellt – oder die tatsächliche Zahl unabhängiger Anleger ist bisher minimal, so dass einfach noch keine Außenstehenden berichtet haben. In einer solch frühen Phase ist Zurückhaltung geboten: oft zeigt sich erst mit steigendem Volumen und Nutzerzahlen, ob Probleme auftreten (z.B. bei Auszahlungen, Liquidität der Token, Kundenservice etc.). Bislang gibt es dafür mangels Fälle keine Hinweise.
4. Medienerwähnungen (Presse & Öffentlichkeit)
Sqares AG ist in verschiedenen Medien aufgetaucht, wobei es sich fast ausschließlich um Pressemitteilungen oder gesponserte Artikel des Unternehmens selbst handelt – keine investigativen Berichte. Einige wichtige Meilensteine in der öffentlichen Kommunikation:
Oktober 2025 – Markteintritt in Deutschland (Polo-Event): In einer Meldung mit dem Titel “Wo Vertrauen trägt. SQARES betritt das Feld. / Wie im Polo zählt das Zusammenspiel.” inszenierte sich Sqares bei einem Poloturnier in Dresden
aktiencheck.de
aktiencheck.de
- Diese blumig formulierte Pressemitteilung zog eine Allegorie zwischen dem Vertrauensverhältnis beim Polo (Reiter und Pferd) und der Beziehung zwischen Emittent und Q-Token. Quintessenz: Der Q-Token soll Verlässlichkeit, Stärke und Balance in den digitalen Markt bringen, wie ein gut trainiertes Polo-Pferd im Spiel
aktiencheck.de
- Interessant ist, dass Sqares bewusst dieses exklusive Umfeld (Polo, Tradition, High Society) wählte, um sich “erstmals in Deutschland sichtbar” zu machen
– das deutet auf eine Marketingstrategie, die Seriosität und Vertrauen ausstrahlen soll. Die Story erschien über den Pressedienst news aktuell und wurde von verschiedenen Finanzportalen aufgegriffen (z.B. aktiencheck.de, frankfurter-umschau.com). Es war klar als PR gekennzeichnet (Quelle: Sqares AG) und kein redaktioneller Beitrag.
Oktober 2025 – Fachbeitrag zur Tokenisierungs-Compliance: Ebenfalls Ende Oktober veröffentlichte Sqares einen ausführlichen Artikel (Autor: Ruben Schäfer) mit dem provokanten Titel “Tokenisierung: Welche Zeitbombe Sie Ihren Investoren nicht erklären wollen”
presseportal.de
- Darin wurde sehr detailliert auf Schwachstellen bestehender Tokenisierungs-Standards eingegangen (ERC-1400 sei kein echter Standard, ERC-3643 verlange zu viel Off-Chain-Infrastruktur und gebe Emittenten zu viel Kontrolle, ERC-20 habe gravierende Sicherheitslücken durch die Approve-Mechanismen)
mittelstandcafe.de
- Dieser Beitrag liest sich wie ein technischer Problemanalyse-Artikel, ist aber im Kern natürlich Werbung für Sqares’ eigenen Ansatz. Ab “SQARES: Governance statt Vollmacht” wird erläutert, wie der Q-Token anders funktioniert: On-Chain-Compliance ohne zentrale KYC-Datenbanken (verschlüsselte Attribute im Token, Zero-Knowledge-Verification), keine Admin-Keys für Emittenten (also kein Einfrieren oder Löschen von Token durch die Firma möglich – im Gegensatz zu manch anderen Security-Token-Systemen) und transparente Updates mit Multi-Parteien-Governance
mittelstandcafe.de
- Im Klartext: Sqares positioniert sich hier als schlanke, dezentrale Alternative zu den “überfrachteten und riskanten” Lösungen der Konkurrenz. Dieser Artikel wurde z.B. im Mittelstand Café und der Frankfurter Neue Presse (FNP.de) im Wirtschaftsteil online veröffentlicht – wiederum als “Original-Content von: SQARES AG”
- Für ein Fachpublikum mag der Inhalt durchaus interessant sein, jedoch stammt die Bewertung natürlich vom Unternehmen selbst.
presseportal.focus.de
presseportal.focus.de
- Darin wurde die eingangs erwähnte Problematik des Wallet-Verlusts dramatisch geschildert – ein Investor “Martin R.” verliert nach einem Handy-Update den Zugang zu seiner Wallet und all seine Token sind gesperrt
presseportal.focus.de
- Nach diesem Szenario präsentiert Sqares seine Lösung aus Zug: Protected Self-Custody, wie in Abschnitt 2 beschrieben. Marcus Böhm wird zitiert: “Weder wir noch ein Mittler können auf das Konto zugreifen, und dennoch können Vermögenswerte nicht mehr verloren gehen. Das ist der Paradigmenwechsel.”
- Technische Details folgen (KYC-gebundene Wallet-Wiederherstellung, dezentrales System ohne die “stille Schwachstelle” des Schlüsselverlusts)
- Dieser Pressetext wurde vom Nachrichtenportal n-tv.de aufgegriffen sowie von Focus Online (im Rahmen von BurdaForward/Presseportal) veröffentlicht
presseportal.focus.de
- Bei Focus stand ausdrücklich “Quelle: SQARES AG”, was klarmacht, dass es kein redaktioneller Artikel war, sondern von Sqares zugeliefert
- Weitere Medien: Auf der Sqares-Website werden Logos von ntv, Die Welt, ZEIT, Süddeutsche Zeitung, FAZ etc. gezeigt als “Selected Media Reporting”. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich hierbei ebenfalls um entweder Pressemitteilungen oder Advertorials handelte, die in Partnerschaften erschienen. Viele große Verlage bieten bezahlte Veröffentlichung von Unternehmensnews im Rahmen von Sonderthemen oder Beilagen (z.B. FAZ “Business Insights”, Süddeutsche “Themenreport” etc.). Ein Beispiel: Die o.g. Focus-Online-Veröffentlichung lief über das Presseportal von news aktuell – oft werden solche Meldungen automatisch auch auf Partnerseiten gespiegelt (z.B. bei ZEIT Online gibt es einen Bereich mit externen Pressemitteilungen). Die Nennung dieser prominenten Medien auf der Sqares-Website soll Vertrauen erwecken, sollte aber nicht mit investigativer Berichterstattung verwechselt werden.
presseportal.focus.de
presseportal.focus.de
- Der Artikel beginnt mit derselben Anekdote von “Martin R.” und zitiert Marcus Böhm ausführlich
, praktisch deckungsgleich mit der Pressemitteilung. Vermutlich hat die Redaktion die Presseaussendung als Grundlage genommen. Immerhin deutet dies an, dass Sqares im IT/Fintech-Sektor zur Kenntnis genommen wird.
Weder positive noch negative Berichte unabhängiger Journalisten wurden gefunden. Es gab keine Warnartikel à la “Vorsicht, neues Krypto-Projekt” in Verbrauchermagazinen, aber auch keine Interviews oder Tests in etablierten Medien. Die mediale Präsenz von Sqares ist also bislang stark von der eigenen PR geprägt. Das bedeutet: Die genannten Vorteile und Aussagen wurden vom Unternehmen selbst so gesetzt und bislang nicht kritisch hinterfragt. Für interessierte Anleger ist es daher ratsam, diese Informationen mit gebotener Skepsis zu betrachten – viel Hochglanz und Vision, wenig neutrale Validierung bisher.
5. Behördliche Informationen (BaFin, FINMA, FMA, Lizenzen)
Ein essenzieller Punkt bei Investments ist die regulatorische Einordnung. Hier zeigt sich ein gemischtes Bild:
Deutsche BaFin: Eine Überprüfung der BaFin-Warnliste und Pressemitteilungen ergab keine Warnung oder Nennung von Sqares AG. Das heißt, die BaFin hat bislang weder vor der Website noch dem Geschäftsmodell von Sqares ausdrücklich gewarnt. Das ist an sich positiv – man ist nicht auf einer schwarzen Liste. Allerdings kann das auch daran liegen, dass Sqares (noch) nicht im Fokus der BaFin steht, etwa weil sie offiziell (noch) keine Finanzdienstleistungen in Deutschland erbringen, die einer Erlaubnis bedürften.
BaFin-Lizenz oder -Registrierung: Sqares wirbt damit, konform zu den “aktuellsten BaFin-, MiCA- und SEC-Richtlinien” zu sein
sqares.finance
- Dabei wird insbesondere auf MiCA (die neue EU-Verordnung für Krypto-Assets) und “undividierte Vermögenswerte” Bezug genommen. Diese Aussage deutet darauf hin, dass Sqares versucht, ihre Token-Angebote so zu strukturieren, dass sie von bestehenden Ausnahmeregelungen profitieren. Beispielsweise gilt in Deutschland: Wenn ein Token ein Wertpapier im Sinne des Gesetzes darstellt, bräuchte man einen BaFin-geprüften Wertpapierprospekt, es sei denn es greift eine Ausnahme (z.B. Privatplatzierung oder Kleinemission unter 8 Mio. €). Sqares erwähnt “undividierte Vermögenswerte” – möglicherweise tokenisieren sie jedes Objekt als Ganzes (1 Token = 100% an einem Asset, der dann wiederum in Unter-Token – Smart Shares – fractionalisiert wird). Ob dieses Konstrukt die Prospektpflicht tatsächlich umgeht, ist komplex und würde juristische Prüfung erfordern. Fakt ist: Einen veröffentlichten BaFin-gebilligten Prospekt konnte ich in den Registern nicht finden, was nahelegt, dass Sqares bisher keine öffentliche, prospektpflichtige Vermögensanlage in Deutschland angeboten hat, sondern eher im B2B/Sandbox-Rahmen agiert.
presseportal.focus.de
presseportal.focus.de
- Das klingt danach, dass Sqares selbst nicht Vertragspartei der Investmentangebote werden will, sondern die Emittenten (Asset-Eigentümer) mit der Technik ausstattet. Dennoch spricht Sqares in PR-Texten davon, zunehmend auch “als lizenzierte Infrastruktur für institutionelle Tokenisierer” zu fungieren
presseportal.focus.de
- Der Begriff “lizenziert” bleibt unklar – denkbar ist, dass Sqares Partnerschaften mit lizenzierten Finanzinstituten eingeht oder selbst eine Art Registrierung anstrebt (z.B. in Liechtenstein nach dem Blockchain-Gesetz, oder via BaFin als Kryptoverwahrer/Broker?). Konkrete Angaben fehlen hierzu.
Impressum und Rechtsform: Als Schweizer Aktiengesellschaft muss Sqares ein Impressum nach dortigem Recht führen. Auf der Webseite sind im Footer die Firmendaten genannt (Adresse in Zug, Registernummer etc. in der Datenschutzerklärung/AGB vermutlich). Die Rechtsform AG, das Stammkapital (100’000 CHF, davon 50% einbezahlt)
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und die Verwaltungsräte sind im Handelsregister offen einsehbar. Eine LEI (Legal Entity Identifier) für Sqares AG ließ sich in öffentlichen LEI-Datenbanken nicht auf Anhieb finden – was darauf hindeutet, dass sie bisher noch keine eigene handelbare Anleihe/Produkt emittiert haben, denn dafür wäre ein LEI nötig.
Anlegerschutz-Hinweise: Auf der Sqares-Website selbst finden sich Hinweise auf Risiken nur indirekt. In ihren Publikationen betonen sie, dass durch ihre Technologie das Ganze “rechtssicher” und “von Aufsichtsbehörden akzeptiert” sei
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- Dennoch sollte man als Anleger beachten: Begriffe wie “rechtssicher” bedeuten im Zweifel nur, dass das Konzept juristisch auslegbar ist – sie ersetzen keine offizielle Zulassung.
6. Technische & juristische Details (Sitz, Regulierung, AGB)
Unternehmenssitz & Struktur: Sqares AG hat den formalen Sitz in Zug, Schweiz. Diese Region ist bekannt als “Crypto Valley” mit unternehmerfreundlichem Klima für Blockchain-Startups. Die Entscheidung für die Schweiz (obwohl die Gründer aus Deutschland stammen) könnte strategisch motiviert sein – in der Schweiz gab es bereits erfolgreiche Tokenisierungsprojekte und ein klareres rechtliches Rahmenwerk für digitale Wertrechte. Das Impressum nennt: SQARES AG, Baarerstrasse 107, 6300 Zug, Schweiz. Tel +41 41 5131607, [email protected]
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- Eine deutsche Niederlassung existiert nicht, somit gilt für die Firma zunächst Schweizer Gesellschaftsrecht. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder ein Terms-of-Service sind auf der Website nicht prominent verlinkt; vermutlich werden konkrete Vertragsbedingungen erst bei Nutzung der Plattform individuell vereinbart.
Technologieplattform: Sqares nutzt Blockchain-Technologie, vermutlich die Ethereum-Blockchain oder kompatible Chains. Sie erwähnen eigene Standards SQR-20 und SQR-721
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– das klingt angelehnt an ERC-20 (fungible Token) und ERC-721 (Non-Fungible Token). Vermutlich sind SQR-20/SQR-721 angepasste Smart Contracts, die zusätzliche Funktionen enthalten (Handelsfunktionen, Compliance-Regeln etc.). Laut dem Fachartikel von Ruben Schäfer verzichtet Sqares z.B. auf den üblichen approve()-Mechanismus von ERC-20, um Phishing-Risiken zu eliminieren
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- Stattdessen wird ein Governance-Ansatz gewählt: Transfers prüfen automatisch, ob Sender und Empfänger alle Berechtigungen/Whitelist-Kriterien erfüllen; wenn ja, erfolgt der Transfer direkt – “deterministisch und nachvollziehbar”, ohne dass Dritte zustimmen müssen
- Compliance-Regeln (z.B. nur bestimmte Länder erlaubt, oder max. Anzahl Anleger für Prospectus-Exemption) sind fest im Contract verankert – entweder der Transfer geht durch, oder er wird gar nicht erst ausgeführt
- Dies verhindert nachträgliche Manipulation, aber der Token bleibt zugleich regelkonform.
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- Stattdessen könnten z.B. Hashes oder verschlüsselte Attribute (sogenannte enriched qualifications) im Token oder in einem zugehörigen Smart Contract hinterlegt sein, die z.B. bestätigen: Wallet XYZ gehört einer verifizierten Person, die KYC gemacht hat, und ist z.B. “Nicht-US-Person” (für Regulatorik) etc., ohne dass die persönlichen Daten auf der Chain stehen. Solche Lösungen mit Zero-Knowledge-Proofs wurden angedeutet
- Das ist technisch anspruchsvoll, aber wenn gelungen, tatsächlich eine Art “Holy Grail” der Token-Compliance: Privacy der Nutzer wahren, aber dennoch alle gesetzlichen Anforderungen einhalten.
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- Natürlich bleibt ein Restrisiko: Fehler im Smart Contract könnte niemand rückgängig machen, da ja niemand admin ist (kein “Pause/Freeze”-Knopf) – das erhöht einerseits die Dezentralität, andererseits macht es Audits und gründliche Tests extrem wichtig. Bislang ist kein Sicherheitsvorfall bekannt, aber das System ist auch noch nicht massiv in Benutzung.
Steuerliche Aspekte: Sqares hebt hervor, dass steuerliche Vorteile genutzt werden können, da die Token als Kryptowährungen gelten. Beispielsweise erwähnt man, dass in Ländern wie Deutschland, Schweiz, Singapur Krypto-Gewinne nach einer Haltedauer steuerfrei sein können (für Privatpersonen)
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- In Deutschland stimmt das: Gewinne aus Verkauf von Kryptowährungen sind privat nach >1 Jahr Haltedauer steuerfrei (§23 EStG). Sollte also z.B. ein Immobilien-Token als “anderes Wirtschaftsgut” im Privatvermögen zählen, könnte ein Verkauf nach einem Jahr steuerfrei sein – anders als bei direkten Immobilienverkäufen (Spekulationsfrist 10 Jahre) oder Aktien (immer steuerpflichtig mit Abgeltungsteuer). Das ist tatsächlich ein interessanter Vorteil, aber noch nicht endgültig von der Finanzverwaltung geklärt, ob Security Tokens wie Crypto behandelt werden. Die Aussage ist also eher als Werbehinweis zu verstehen, der im besten Fall zutrifft, im schlechtesten Fall in Zukunft durch neue Gesetze oder Interpretationen hinfällig werden kann.
7. Unabhängige Quellen und Analysen
Da Sqares AG noch relativ neu ist, fehlen klassische Analystenberichte oder Erwähnungen in unabhängigen Finanzblogs weitgehend. Ein paar Punkte hierzu:
Scam-Adviser & Co.: Auf Portalen wie ScamAdviser, Scamcheck etc., die automatisch das Risiko einer Website bewerten, gibt es keinen spezifischen Eintrag für “sqares.finance”. Das heißt, die Domain ist nicht als unsicher oder betrügerisch gelistet; sie ist allerdings auch erst seit kurzem aktiv, was solche automatischen Ratings oft als “sehr jung, wenige Daten” einstufen würde. Keine News ist hier eher gute News – zumindest gibt es keine Warnschüsse der Internet-Community in diese Richtung.
Finanzblog-Reviews: Übliche Verbraucherschützer oder kritische Finanzblogs haben Sqares noch nicht unter die Lupe genommen. Weder auf Trustpilot (außer der Academy, siehe oben) noch auf Telegram/Discord findet man Diskussionen, in denen vor Sqares gewarnt oder es besonders empfohlen wird. Das ist typisch für ein Angebot, das (noch) nicht viral gegangen ist oder keine großen Werbekampagnen im Retail-Bereich fährt. Beispielsweise gibt es Listen unseriöser Online-Broker (die oft aggressiv deutsche Kunden anrufen etc.) – dort taucht Sqares nicht auf, was aber schlicht daran liegen mag, dass Sqares kein solcher CFD/Forex-Broker ist, der via Cold Calling auffällt.
Geldhelden / Finanzguru Communities: Da die Anfrage hier von “Geldhelden KI-TÜV” gestellt wurde, sei erwähnt: In den einschlägigen Finanz-Communities (Geldhelden, Wallstreet-Online Forum, CoinForum etc.) konnte kein Thread zu Sqares gefunden werden. Sollte das noch kommen, wäre es interessant, echte Nutzerberichte zu lesen.
Bewertungsportale: Außer Trustpilot (Academy) keine Einträge. Auf Kununu/Glassdoor (für Arbeitnehmer) taucht Sqares AG ebenfalls nicht auf – das nur als Randinfo, zeigt aber dass es ein sehr kleines Team sein dürfte.
Scamadviser/Whois-Technisches: Eine WHOIS-Abfrage zeigt, dass die Domain sqares.finance vermutlich 2022/2023 registriert wurde (genaue Daten liegen nicht vor, da viele Registry-Einträge anonymisiert sind). Das Unternehmen selbst wurde wie erwähnt Ende 2024 gegründet. Solange nichts Gegenteiliges bekannt wird, gibt es keinen Grund, an der Echtheit von Sqares zu zweifeln – es handelt sich offenbar nicht um eine Fake-Seite, die schnell erstellt wurde, sondern um ein Startup mit wirklicher Substanz (Team auf LinkedIn, physische Adresse, Eintrag im Handelsregister
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). Das grenzt Sqares positiv von den vielen Krypto-Betrugsplattformen ab, die oft nur aus einer Website mit falschen Versprechen bestehen.
Awards/Zertifikate: Keine Hinweise auf Auszeichnungen oder Prüfsiegel (z.B. TÜV-Zertifizierung der IT-Sicherheit o.ä.) wurden gefunden. Das wäre aber in diesem Stadium auch ungewöhnlich.
Als unabhängige Einschätzung kann man lediglich zusammenfassen: Bisher hat sich noch keine externe Institution oder Fachpresse ausführlich mit Sqares befasst. Wer investieren möchte, sollte also eigene Due-Diligence machen und nicht auf fehlende Warnungen vertrauen. Ein möglicherweise sinnvolles Vorgehen wäre, einen Blick auf vergleichbare Projekte zu werfen: In der Schweiz z.B. existieren Plattformen wie Sygnum, Taurus oder in Deutschland die Plattform Finexity, etc., die ebenfalls Tokenisierung anbieten. Ein Vergleich könnte helfen, einzuschätzen, ob Sqares eher teure Versprechen verkauft oder tatsächlich konkurrenzfähige Vorteile hat. Ohne unabhängige Tests bleibt das jedoch schwierig zu beantworten.
8. Fazit & Gesamteinschätzung
Gesamteindruck: Sqares AG präsentiert sich als innovatives Fintech-Unternehmen im heiß diskutierten Bereich der Tokenisierung realer Vermögenswerte. Die Gründer sind fachkundig und international vernetzt, was dem Projekt zunächst Seriosität verleiht. Man spürt eine gewisse Vision: Weg von zentralisierten Strukturen, hin zu einem freien Kapitalmarkt, in dem jeder in alles investieren kann. Technologisch setzt Sqares einige richtige Akzente – z.B. die Lösung des Wallet-Problems (private Schlüssel) und die Integration von Compliance auf der Blockchain
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- Diese Punkte adressieren reale Hürden, die bisher viele Security-Token-Angebote gebremst haben. Die Firma agiert vom Kryptostandort Schweiz aus und hat sich in der Crypto- und Immobilienbranche vor Ort vernetzt (Mitglied im Swiss Real Estate Circle usw.)
- Das spricht dafür, dass man ernsthaft ein Ökosystem aufbauen möchte.
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- Sollte das System wie beschrieben funktionieren, wäre es ein Fortschritt für die Tokenisierungs-Branche (echte Dezentralität trotz regulatorischer Konformität).
Team & Netzwerk: Die Kombination aus Finanzwissen, Tech-Know-how und Kunst/Marketing (Paragon Foundation) ist ungewöhnlich und potenziell vorteilhaft. Marcus Böhm wirkt als öffentlicher Sprecher überzeugend – er wurde in PR-Stücken oft zitiert und kann die Vision vermitteln
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- Zudem sucht Sqares den Schulterschluss mit Institutionen (Behauptung: “bereits von führenden Institutionen eingesetzt”
– auch wenn unklar, wer damit gemeint ist, zeigt es Ambition in Richtung B2B).
Nutzerkontrolle & Sicherheit: Sollte der Protected Self-Custody halten, was er verspricht, wäre es ein echter Pluspunkt für Anleger, da ein Totalverlust durch verlorene Wallets praktisch ausgeschlossen wäre
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- Auch dass kein Mittelsmann die Token einfrieren kann, gibt Investoren eine gewisse Souveränität zurück – Vertrauen in den Code statt in menschliche Verwahrer.
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- Das kann in der Ansprache sehr attraktiv sein und tatsächlich einen finanziellen Vorteil bieten, sofern es rechtlich Bestand hat.
Illiquidität möglich: Selbst wenn hochkarätige Assets tokenisiert werden – der Erfolg für Anleger hängt von der Liquidität ab. Sqares sagt zwar, jeder Token enthalte einen Marktplatz, aber ob sich Käufer und Verkäufer finden, ist offen. Wenn keine ausreichende Nutzerbasis da ist, könnte man auf seinem Token sitzen bleiben (besonders bei sehr speziellen Assets wie Kunst). Hier hat Sqares noch kein Ökosystem von Marktteilnehmern vorzuweisen, wie es traditionelle Börsen oder große Krypto-Exchanges haben.
Regulatorische Unsicherheit: Die rechtliche Konstruktion ist kompliziert. Es kann sein, dass bei steigender Bekanntheit doch Aufseher wie die BaFin genauer hinschauen. Falls dann herauskommt, dass bestimmte Angebote doch genehmigungspflichtig wären, könnte es Ad-hoc-Maßnahmen geben (Vertriebsstopp etc.). Als Anleger trägt man dieses Regulierungsmomentum mit – ein Risiko, dass ein Projekt plötzlich gestoppt wird, weil nachträglich Lizenzen erforderlich sind, ist in neuen Feldern immer gegeben.
Vertriebsmodell und Skalierung: Sqares setzt auf einen beratungsintensiven Vertrieb (Academy schult Verkäufer). Das erinnert an klassische Strukturvertriebe in der Finanzbranche. Solche können zwar schnell wachsen, haben aber oft ein Qualitätsproblem (zu aggressive Verkaufspraktiken, Fokussierung auf Verkaufsprovisionen statt Kundenerfolg). Zudem ist dieses Modell teuer – die Provisionen für Vermittler müssen irgendwo herkommen (vermutlich aus den Aufschlägen bei der Anlage). Wenn dem so ist, relativiert es den Vorteil “ohne Banken” ein wenig, weil dann eben andere Mittler verdienen. Es ist fraglich, ob Sqares eher Tech-Plattform oder Vertriebsgesellschaft sein will. Diese Dualität kann eine Schwäche sein, wenn man nicht aufpasst.
Warnsignale: Bei Sqares sind keine plakativen roten Warnlampen à la “Garantierter Gewinn, jetzt zuschlagen!” zu sehen – man gibt sich eher seriös und technisch. Dennoch gibt es einige Anzeichen, die zur Vorsicht mahnen: Erstens die extrem positive Selbstdarstellung ohne jegliches Gegenfeedback. Alle verfügbaren Informationen stammen von Sqares selbst oder wurden von ihnen initiiert. In der Regel findet man bei legitimen Angeboten auch mal kritische Fragen von Anlegern – hier bisher Fehlanzeige. Zweitens die Überbetonung von Schlagworten: Alles ist “revolutionär”, “führend”, “massentauglich”, “hochprofitabel”
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- Solche Superlative kennt man auch aus weniger seriösen Ecken – natürlich kann Sqares trotzdem liefern, aber gesundes Misstrauen ist angebracht, bis sie es bewiesen haben. Drittens: Intransparenz bei der Regulierung. Es wird zwar behauptet, der Q-Token sei “von Aufsichtsbehörden akzeptiert”
, doch wer diese Behörden sind, bleibt nebulös. Weder BaFin noch Finma haben dies ausdrücklich so gesagt. Solche Behauptungen könnten schlimmstenfalls irreführend sein.
Chancen vs. Risiken: Für potentielle Anleger bietet Sqares einerseits die Chance, an spannenden alternativen Investments teilzuhaben (z.B. Teil eines teuren Kunstwerks besitzen, in Immobilienprojekte investieren, an Mittelstandsfinanzierungen teilnehmen), und das innerhalb eines modernen, vielleicht effizienteren Rahmens. Andererseits trägt man – wie bei allen solchen Angeboten – die vollen Anlagerisiken des jeweiligen Assets (Marktrisiko, Projektentwicklung, Bonität des Schuldners etc.) plus die technischen Risiken (Plattform funktioniert wie erhofft?) plus das Liquiditätsrisiko (findet man einen Käufer, wenn man raus will?). Diese Risikokombination ist nicht zu unterschätzen. Gerade weil es Real-Asset-Investments sind, können diese illiquider und langfristiger Natur sein als z.B. handelbare Aktien.
Gesamtfazit: Sqares AG macht einen ambitionierten und professionellen Eindruck, hat aber den Charakter eines Startups im Experimentierstadium. Noch ist es kein etabliertes Finanzinstitut, sondern ein Newcomer mit vielen Vorschusslorbeeren von sich selbst. Aus Anlegerschutz-Perspektive sollte man weder in Euphorie verfallen (die blumigen Artikel sind Marketing, keine Erfolgsgarantie) noch panisch von Betrug ausgehen (es gibt derzeit keine handfesten Hinweise auf betrügerische Absichten). Eher ist eine gesunde Skepsis und genaue Prüfung angebracht: Wenn einem ein konkretes Investment via Sqares angeboten wird, sollte man sich alle Vertragsunterlagen zeigen lassen, hinterfragen, welche Rechte man genau erwirbt, welche Gebühren anfallen, wer Haftung übernimmt und wie die Exit-Strategie aussieht. Seriöse Anbieter werden hier Rede und Antwort stehen. Falls es auf konkrete Fragen keine klaren Antworten gibt oder man nur ausweichende Vertröstungen erhält, wäre das ein Alarmzeichen.
Im aktuellen Stand lautet die Einschätzung: Interessantes Konzept mit Potenzial, aber noch keine belastbaren Erfolgsnachweise. Anleger sollten abwägen, ob sie Pionier sein möchten (mit allen verbundenen Risiken) oder lieber warten, bis Sqares und ähnliche Plattformen sich bewährt haben und ggf. unter klarerer Aufsicht stehen.
9. Mögliche Red Flags (Warnsignale)
🚩 Sehr junges Unternehmen ohne Track Record: Sqares AG wurde erst Ende 2024 gegründet
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- Es liegen keine Langzeiterfahrungen vor. Neue Geschäftsmodelle im Finanzsektor bergen anfänglich immer erhöhte Risiken (Kinderkrankheiten, rechtliche Graubereiche). Vorsicht ist geboten, solange nicht zumindest 1–2 erfolgreiche Projekte abgeschlossen wurden.
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- Hochglanz-PR sollte nicht mit objektiver Reputation verwechselt werden.
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sowie steuerfreien Krypto-Gewinnen
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- Solche Versprechungen muss ein kritischer Anleger hinterfragen. Garantien gibt es nicht, und “hochprofitabel” heißt oft auch “hochriskant”. Wenn der Verkauf eher mit Emotionen (FOMO) als mit harten Fakten arbeitet, ist das ein Alarmzeichen.
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, ist keine offizielle Lizenz oder Prospektpflicht-Erfüllung ersichtlich. Sollte Sqares tatsächlich Wertpapiere an die breite Masse ausgeben, müsste irgendwo ein BaFin-Prospekt auftauchen. Die Abwesenheit davon legt nahe, dass ein Schlupfloch genutzt wird – was legal sein mag, aber trotzdem bedeutet, dass kein Aufseher das Angebot geprüft hat. Man begibt sich also in ein Feld mit geringerem Anlegerschutz.
🚩 Vertriebsstruktur à la Strukturvertrieb: Die Existenz der Sqares Academy und Rezensionen, die von “Verkauf und Netzwerken in wohlhabendes Klientel” sprechen
de.trustpilot.com
, deuten auf ein Netzwerk von freien Vermittlern hin. Sollte Sqares primär über geschulte Verkäufer an Kunden herantreten (evtl. mit Provisionsanreizen), besteht das Risiko von Interessenskonflikten. Vermittler könnten geneigt sein, das Produkt schönzureden, um die Provision zu erhalten. Bei solchen Strukturen besteht zudem die Gefahr von Übertreibungen und aggressiver Akquise. Anleger sollten gezielt fragen, ob und wie Vermittler entlohnt werden.
🚩 Keine unabhängigen Stimmen: Bislang fehlen jegliche unabhängigen Bewertungen oder Kundenerfahrungen. Weder in Foren noch in Social Media findet ein echter Austausch über die Vor- und Nachteile statt. Dieses Schweigen kann bedeuten, dass noch kaum echte Kunden da sind – oder dass Unzufriedene (falls es sie gäbe) sich nicht äußern (oft äußern sich Unzufriedene jedoch zuerst). Die komplette Informationshoheit liegt bei Sqares selbst. Keine Neuigkeiten sind nicht immer gute Neuigkeiten – es ist schlicht noch ungetestetes Terrain.
🚩 “Made in Germany” vs. Schweizer Sitz: Ein kleiner red flag am Rande: Sqares wirbt mit “RWA made in Germany”, sitzt aber in der Schweiz. Das ist per se nichts Unlauteres, aber man fragt sich, warum die deutsche Herkunft so betont wird – vielleicht um Vertrauen bei deutschen Anlegern zu gewinnen – während man sich gleichzeitig dem deutschen Rechtsrahmen entzieht. Das muss kein Problem sein, sollte aber transparent kommuniziert werden.
Fazit der Warnsignale: Es gibt derzeit keine harten Beweise für Betrug bei Sqares AG. Die Warnsignale liegen vielmehr in den weichen Faktoren: Überzogene Selbstdarstellung, fehlende neutrale Bestätigungen, mögliche Vertriebsanreize. Das sind typische Kennzeichen von Frühphasen-Investments und strukturierter Anlagevermittlung. Anleger sollten diese Red Flags ernst nehmen und nicht ignorieren, aber sie bedeuten nicht automatisch, dass Sqares unseriös ist – nur, dass man sehr genau hinschauen sollte. Im Zweifel gilt: Lieber auf echte Ergebnisse warten und klein anfangen, als blind einem schönen Konzept viel Geld anzuvertrauen. Im Zweifelsfall professionelle Beratung einholen (z.B. Anwalt für Kapitalmarktrecht fragen, Prospekt prüfen lassen etc.), bevor man investiert.
Quellen: Die obigen Ausführungen basieren auf einer Vielzahl öffentlicher Informationen: Handelsregisterdaten
moneyhouse.ch
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, offiziellen Pressemitteilungen von Sqares
presseportal.focus.de
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, dem Unternehmensauftritt (Website)
sqares.finance
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, sowie Erfahrungsberichten auf Trustpilot
de.trustpilot.com
de.trustpilot.com
- Zusätzlich wurden Fachartikel zitiert, die von Sqares initiiert wurden (MittelstandCafe)
mittelstandcafe.de
- Alle Zitate sind inline referenziert. Trotz intensiver Recherche konnten keine behördlichen Warnungen oder unabhängigen Tests gefunden werden – dies wurde entsprechend im Text vermerkt.
| Kriterium | Punkte | Begründung |
|---|---|---|
| Transparenz des Anbieters | 10/15 | Die Transparenz ist mäßig, da viele Informationen aus eigener PR stammen und unabhängige Berichte fehlen. |
| Finanzkennzahlen & Rendite | 8/15 | Es gibt keine klaren Finanzkennzahlen oder konkrete Renditeversprechen, die über theoretische Aussagen hinausgehen. |
| Reputation & Öffentlichkeit | 5/10 | Die Reputation ist bisher stark von eigener PR geprägt, es gibt keine unabhängigen Bewertungen. |
| Regulierung & Zertifizierungen | 5/10 | Die regulatorische Basis ist unklar und es gibt keine offizielle Lizenz oder Prospektpflicht-Erfüllung. |
| Investorenerfahrungen | 4/10 | Es fehlen unabhängige Erfahrungsberichte von Investoren, was die Einschätzung erschwert. |
| Liquidität & Exit | 5/10 | Die Liquidität der Token ist unklar, da es keine Referenzprojekte gibt, die die Handelbarkeit belegen. |
| Risiken | 9/15 | Es gibt erhebliche Risiken in Bezug auf die Umsetzung, Liquidität und regulatorische Unsicherheit. |
| Innovationsgrad | 4/5 | Der Innovationsgrad ist hoch, da Sqares einige neue Ansätze in der Tokenisierung verfolgt. |
| Nachhaltigkeit & Ethik | 3/10 | Nachhaltigkeitsaspekte sind nicht klar hervorgehoben oder dokumentiert. |
| Gesamt | 53/100 |
⚠️ Wichtiger Hinweis
Die KI-TÜV Bewertung ist eine automatisierte Einschätzung basierend auf öffentlich verfügbaren Informationen zum Zeitpunkt der Analyse. Sie stellt keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung dar.
Die Bewertung kann sich ändern, wenn neue Informationen verfügbar werden. Investitionsentscheidungen sollten stets auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Jede Investition birgt Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.

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