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Schwach KI-TÜV Bewertung Stand: 10.02.2026

Mountain Green

Eingereicht am 10.02.2026

Kurzfazit: Mountain Green bietet ein innovatives Investmentkonzept im Bereich des Crowdgrowing von Hanfpflanzen, welches jedoch mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die Transparenz des Anbieters ist vergleichsweise hoch, da umfassende Informationen und Dokumentationen bereitgestellt werden, jedoch fehlen unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen, die für zusätzliche Sicherheit sorgen könnten.

Beschreibung

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Schwach
Kategorien:
🔍 Transparenz 10
📊 Finanzkennzahlen 7
⭐ Reputation 5
📜 Regulierung 3
👥 Investorenerfahrungen 4
💧 Liquidität 2
⚠️ Risikomanagement 8
💡 Innovation 3
🌱 Nachhaltigkeit 12
Mountain Green bietet ein innovatives Investmentkonzept im Bereich des Crowdgrowing von Hanfpflanzen, welches jedoch mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die Transparenz des Anbieters ist vergleichsweise hoch, da umfassende Informationen und Dokumentationen bereitgestellt werden, jedoch fehlen unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen, die für zusätzliche Sicherheit sorgen könnten. Die finanzielle Attraktivität ist durch die unsicheren Renditeerwartungen und die lange Kapitalrückflussdauer eingeschränkt, was insbesondere im Vergleich zu regulierten Anlageprodukten als nachteilig gesehen werden muss. Zudem birgt die Multi-Level-Marketing-Struktur das Risiko, dass der Fokus mehr auf der Rekrutierung neuer Investoren als auf der eigentlichen Wertschöpfung liegt. Insgesamt ist das Investment als spekulativ und mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet einzustufen.

1. Wer steckt dahinter? (Gründer, Management, Hintergrund) Hinter Mountain Green steht in erster Linie die österreichische Familie Kampl aus Gurk (Kärnten) sowie der deutsche Finanzcoach Tobias Rethaber. Die Mountain Green GmbH wurde am 13.10.2022 gegründet und als Geschäftsführer fungierte zunächst Siegfried Kampl (Jr.), Sohn des langjährigen Gurker Bürgermeisters Siegfried Kampl (Sr.) sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com . Die Kampls verfügen über eine jahrhundertealte Landwirtschaftstradition in Kärnten und betreiben mehrere Unternehmen in Bereichen wie Landwirtschaft, Bioenergie, Nanotechnologie und Fernwärme sparplan-vergleich.com . Auf der Webseite rühmt man sich etwa einer „800-jährigen Familienerfahrung“ in der Landwirtschaft sparplan-vergleich.com – die Kampl-Familie ist in Gurk lokal bekannt und angesehen. Als strategischer Partner und Mitgesellschafter stieg Tobias Rethaber (in manchen Quellen „Tethaber“ geschrieben) ein – bekannt als selbsternannter „Cashflow-Experte Nr. 1“ in Deutschland sparplan-vergleich.com . Rethaber ist ein erfolgreicher Speaker, Finanz-Coach und Investor, der u.a. die „Cashflow-Academy“ betreibt und Mandanten in Vermögensaufbau und Steuersparen coacht sparplan-vergleich.com . Seine Beteiligung sollte v.a. Marketing und Investorensuche voranbringen. Tatsächlich war Rethaber früh in Webinaren und Videos das Gesicht des Projekts und bewarb Mountain Green aktiv in seiner Community de.linkedin.com . Offiziell war Rethaber zunächst nicht im österreichischen Firmenregister eingetragen (die Anteile hielten Siegfried Kampl und ein Vertrauter, Dietmar Wurzer, zu je 50% firmenabc.at ). Mitte 2025 wurde jedoch die MG Canna Management GmbH als Vertriebs- und Plattformgesellschaft gegründet, die zu 50% Tobias Rethaber und 50% Dr. Peter Riedi (Schweiz) gehört firmenabc.at . Geschäftsführer dieser MG Canna ist wiederum Dietmar Wurzer firmenabc.at , der seit Februar 2024 auch die ursprüngliche Mountain Green GmbH leitet. Kurz gesagt: Die Kampl-Familie stellt das landwirtschaftliche Know-how und betreibt die Hanf-Farm in Gurk, während Rethaber und Partner über die MG Canna Management GmbH den Investorenzugang, Vertrieb und das Marketing verantworten. Weitere Teammitglieder bei Mountain Green sind z.B. Elisabeth Kampl (Finanzen & Produktentwicklung) und Sasá Serban (Cannabis-Genetik & Aufzucht) sparplan-vergleich.com . Serban gilt als leidenschaftlicher Hanfbauer mit großer Expertise in Cannabis-Aufzucht incomebutler.com . Die Kombination aus traditioneller Landwirtschaft (Familie Kampl) und modernem Finanz- und Marketingwissen (Rethaber) soll dem Projekt zum Erfolg verhelfen sparplan-vergleich.com . Die Gründer betonen, dass alle Beteiligten „viel zu verlieren“ hätten, sollte das Projekt scheitern – sowohl die Kampls mit ihrem lokalen Ruf als auch Rethaber mit seiner Wohlstands-Kanzlei würden ihren guten Namen riskieren incomebutler.com . Dieser Umstand wird von Befürwortern als Hinweis auf die Seriosität gewertet („Sie hätten zu viel zu verlieren, wenn es unseriös wäre“ incomebutler.com ). Kritiker merken allerdings an, dass bekannte Persönlichkeiten allein noch kein Garant gegen Fehlentwicklungen oder Betrug sind – umso wichtiger ist ein Blick auf das Angebot selbst und dessen Konditionen. 2. Was wird genau angeboten? (Rendite, Laufzeiten, Beteiligungsmodell, Gebühren) Mountain Green ist ein sogenanntes Crowdgrowing-Projekt. Anleger erwerben dabei Cannabis-Pflanzen oder vielmehr Stellplätze für den Anbau von Hanf und sollen im Gegenzug laufende Ernteerträge (Cashflow) aus diesen Pflanzen erhalten sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com . Konkret betreibt Mountain Green eine Outdoor-Hanfplantage von zunächst 20 Hektar in Gurk (Kärnten), auf der im Jahr 2023 bis zu 100.000 CBD/CBG-Hanfpflanzen kultiviert werden sollen mg-canna.com mg-canna.com . Als Investor kauft man einen oder mehrere Pflanzen-Stellplätze auf diesem Feld, die einem dann auf Lebenszeit gehören sparplan-vergleich.com . Auf jedem Stellplatz wächst eine Hanfpflanze pro Zyklus, die einmal jährlich geerntet wird (Outdoor-Ernte im Herbst, meist Oktober) sparplan-vergleich.com incomebutler.com . Nach der Ernte wird der Stellplatz wieder neu bepflanzt, ohne dass der Investor erneut den vollen Kaufpreis zahlen muss – es fällt lediglich eine geringe Jahresgebühr von 10 € für den neuen Setzling an (sogenanntes „Evergreen-Verfahren“) sparplan-vergleich.com . Die wichtigsten Konditionen des Beteiligungsmodells sind: Kosten pro Pflanze/Stellplatz: gestaffelt zwischen 600 € und 840 € (inkl. 20% MwSt) sparplan-vergleich.com , je nachdem wie früh man einsteigt. Die ersten 15.000 Pflanzen kosteten 600 € (Frühbucherpreis), die nächsten 15.000 dann 720 € und die restlichen 70.000 schließlich 840 € pro Stück sparplan-vergleich.com . Durch diese Staffelung sollen frühe Investoren belohnt werden – wer zuerst kommt, zahlt weniger. Der Betrag ist einmalig und verschafft dem Käufer das lebenslange Nutzungsrecht an 2 m² Anbaufläche (1 Pflanze). Laufzeit: unbegrenzt – der Stellplatz gehört dem Investor dauerhaft sparplan-vergleich.com . Es gibt keine feste Vertragslaufzeit; man kann theoretisch über Jahrzehnte jährlich Ernten erzielen. Allerdings kann der Vertrag vom Anleger jederzeit mit 14 Tagen Frist zum Monatsende gekündigt werden, wobei das Unternehmen dann die Pflanze an den Käufer zurückgibt (praktisch würde man sich wohl auf eine Auszahlung des Restwerts einigen). Umgekehrt behält sich auch Mountain Green ein Kündigungsrecht mit 3 Monaten Frist jeweils zum Jahresende vor mg-canna.com (falls sie z.B. die Bewirtschaftung einstellen). Ernte und Ertrag: Eine Ernte pro Jahr und Stellplatz (Outdoor-Growing, Auspflanzen im Mai, Ernte ~Oktober) incomebutler.com incomebutler.com . Die Pflanzen erreichen ca. 3 m Höhe und liefern laut Planung zwischen 370 g (Worst Case) und 445 g (Best Case) getrocknete Blütenmasse pro Jahr incomebutler.com . Mountain Green rechnet konservativ mit einem mittleren Ertrag um ~405 g pro Pflanze/Jahr (Mid-Case) sparplan-vergleich.com . Nach der Ernte werden die Pflanzen vollständig verwertet – d.h. die Blüten werden zu CBD-Öl, Extrakten, Tee, Kosmetik etc. verarbeitet, auch Reststoffe (Biomasse, Fasern) sollen genutzt werden. Renditeversprechen: Aus dem Verkauf der Ernte sollen jährlich ca. 4 % bis 7,9 % Rendite pro Stellplatz erzielt werden sparplan-vergleich.com . Diese Angabe bezieht sich auf den Kaufpreis. Im Mid-Case-Beispiel: Bei einem regulären Preis von 840 € würde eine Pflanze ~405 g Ertrag bringen; nach Abzug aller Kosten entfallen davon ca. 73,9 g Netto auf den Investor (die andere Hälfte geht an die Firma), was etwa 51,75 € entspricht – also ca. 6,2 % Rendite p.a. sparplan-vergleich.com . Wer zum günstigeren Preis (600 €) eingestiegen ist, hätte in diesem Szenario effektiv ~8,6 % p.a., beim Preis von 720 € etwa 7,2 % p.a. sparplan-vergleich.com . Diese Renditeangaben sind jedoch nicht garantiert, sondern von Erntemenge und Marktpreisen abhängig. Gewinnverteilung: 50 % / 50 % – der erwirtschaftete Ernteerlös wird hälftig zwischen Unternehmen und Anleger geteilt sparplan-vergleich.com . Dieses fixe Splitting gilt nachdem die variablen Kosten gedeckt sind (siehe Nebenkosten unten). Mountain Green betont, dass man so gleiche Interessen habe: beide Seiten profitieren nur, wenn die Pflanze gut gedeiht incomebutler.com . Nebenkosten: ca. 180 € pro Pflanze und Jahr werden als Betriebs- und Pflegekosten vom Ertrag abgezogen, bevor die 50/50-Aufteilung erfolgt sparplan-vergleich.com . Darin stecken z.B. Bewässerung, Düngung, Erntearbeit, Trocknung, Verarbeitung, Versicherung etc. Bei einem angenommenen Verkaufspreis von 0,70 € pro Gramm entsprechen 180 € genau 257 g, die zunächst an die Firma gehen sparplan-vergleich.com . Erst der darüber hinausgehende Ertrag wird dann geteilt. Diese Nebenkosten sind eine wichtige Stellgröße: Sollten sie steigen oder der Verkaufspreis fallen, schmälert das direkt die Rendite sparplan-vergleich.com . Mountain Green gibt an, die Fixkosten möglichst senken zu wollen, idealerweise sogar unter 180 €, was zukünftige Auszahlungen erhöhen würde incomebutler.com . Verkaufspreis & Absatz: Aktuell kalkuliert das Unternehmen mit 0,70 € pro Gramm getrockneter Blüte incomebutler.com . Das ist ein relativ konservativer Großhandels-Preis für CBD-Hanf. Die Produkte (Öle, Extrakte, Tee, Kosmetik, sogar CBD-Gummibärchen ab 2023) sollen auf verschiedenen Wegen abgesetzt werden: 40 % über eigenen Direktvertrieb, 20 % über Privatkunden und Affiliate-Empfehlungen, 40 % über Shops und Großhändler sparplan-vergleich.com . Perspektivisch sind auch eigene Onlineshops und stationäre Stores geplant incomebutler.com . Gelingt es Mountain Green, höhere Verkaufspreise zu erzielen (z.B. Endkundengeschäft) oder den Ertrag pro Pflanze zu steigern, würde das die Rendite der Anleger direkt erhöhen. So wird vorgerechnet, dass bei 670 g Ertrag/Pflanze und 0,70 €/g der ROI auf ~17 % klettern würde; bei 800 g sogar ~22,6 % incomebutler.com . Würde der Preis auf 1 € steigen, wären über 30 % p.a. möglich (theoretisch) incomebutler.com . Diese Zahlen sind jedoch sehr optimistisch und weit über dem, was offiziell versprochen wird – sie dienen vermutlich dazu, Anlegern „Luft nach oben“ aufzuzeigen, aber sind keineswegs garantiert. Auszahlung: Einmal jährlich nach der Ernte. Geerntet wird im Oktober, die Aufbereitung dauert bis Jahresende, so dass Auszahlungen im Februar/März des Folgejahres erfolgen sollen incomebutler.com . Die Gutschrift der Erntemenge erfolgt im Online-Backoffice, wo der Anleger entscheiden kann, ob er die Ernte an Mountain Green verkauft (d.h. sich in Euro auszahlen lässt) oder die physische Auslieferung der Blüten an die eigene Adresse möchte sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com . Standardmäßig wird wohl die Euro-Auszahlung genutzt – diese kann auf ein beliebiges Bankkonto erfolgen sparplan-vergleich.com . Alternativ bietet Mountain Green an, Auszahlungen in Kryptowährungen wie Bitcoin/ETH vorzunehmen sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com , was international orientierte Anleger ansprechen dürfte. Einzahlungen der Investoren laufen hauptsächlich per Banküberweisung (mit Rechnung) sparplan-vergleich.com ; PayPal/Kreditkarte etc. wurden zumindest anfänglich nicht angeboten. Eigentumsrechte: Der Stellplatz (2 m² Land mit Pflanze) geht juristisch nicht in das Eigentum über, aber der Anleger erhält ein Besichtigungsrecht und faktisch ein exklusives Nutzungsrecht daran incomebutler.com . Jede gekaufte Pflanze wird entweder per GPS-Koordinate oder via QR-Code-Band eindeutig markiert, um Transparenz zu schaffen sparplan-vergleich.com . Mountain Green erlaubt Investoren, ihre Pflanzen nach Absprache jederzeit vor Ort zu besichtigen incomebutler.com – dieses Besichtigungsrecht haben sie sogar ausdrücklich in ihrem Modell verankert, um zu unterstreichen, dass es sich um ein Sachinvestment (ähnlich einer Eigentumsparzelle) handelt und nicht um ein abstraktes Finanzprodukt incomebutler.com . Theoretisch kann der Stellplatz vom Anleger auch an Dritte verkauft, übertragen oder vererbt werden sparplan-vergleich.com , jedoch müsste der neue Eigentümer dann ebenfalls mit Mountain Green zusammenarbeiten (und idealerweise im System registriert werden). Einen offiziellen Zweitmarkt gibt es bislang nicht. Versicherung: Die Hanf-Felder sind versichert gegen diverse Risiken wie Feuer, Sturm, Hagel, Überschwemmung, Vandalismus, Diebstahl etc., um Umwelteinflüsse und Totalverlust soweit möglich abzusichern sparplan-vergleich.com . Gleichwohl weist die Firma (und auch unabhängige Analysten) darauf hin, dass ein Totalverlust trotz Versicherung möglich bleibt – etwa wenn Naturkatastrophen große Teile der Ernte vernichten oder Pflanzen unbrauchbar werden sparplan-vergleich.com . Landwirtschaftliche Risiken können nie zu 100% ausgeschlossen werden. Gebühren: Abgesehen vom Kaufpreis und den erwähnten Nebenkosten gibt es keine versteckten Gebühren. Weder für die Kontoeröffnung noch laufende Verwaltungsgebühren werden erhoben sparplan-vergleich.com . Auch Auszahlungen sollen gebührenfrei sein incomebutler.com . Mountain Green verdient offiziell nur durch die 50% Beteiligung an den Erträgen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass das Affiliate-System natürlich einen Teil des Kaufpreises in Form von Provisionen weiterleitet – indirekt fließt also ein Anteil der Investorengelder ins Marketing/Vertrieb (bis zu 10% an den Vermittler der ersten Ebene, siehe unten). Diese Vertriebskosten trägt letztlich der Anleger mit, auch wenn sie nicht als extra Gebühr ausgewiesen sind. Affiliate-/Partnerprogramm: Ein markanter Bestandteil von Mountain Green ist das Empfehlungsmarketing. Neue Kunden können nur via Einladung durch einen bestehenden Partner beitreten sparplan-vergleich.com – eine freie Registrierung auf der Website ist nicht vorgesehen. Für geworbene Käufer zahlt Mountain Green Provisionen auf bis zu 7 Ebenen: direkt 10% auf den Erstkauf, 7% auf Ebene 2, dann 5%, 3%, 2%, 1%, 1% auf die weiteren Ebenen sparplan-vergleich.com . Diese Provisionen gelten sowohl für den Kauf von Pflanzenslots als auch anteilig für die jährlichen Ernteerlöse der Geworbenen sparplan-vergleich.com . Das heißt, wenn ich jemanden anwerbe, bekomme ich nicht nur einmalig beim Kauf 10%, sondern auch jedes Jahr 10% von dessen Ernteausschüttung als Bonus. Dieses Multi-Level-Marketing (MLM)-System soll Anreize bieten, neue Anleger an Bord zu holen, und wird von Mountain Green als „faire Beteiligung am Unternehmenserfolg“ dargestellt incomebutler.com . Kritisch betrachtet birgt es jedoch die Gefahr, dass der Fokus der Teilnehmer eher aufs Rekrutieren als auf das eigentliche Produkt gelenkt wird (siehe Risiken). Für den einzelnen Anleger, der sich nicht als Werber betätigen will, entstehen durch das MLM keine direkten Nachteile – außer dass ein Teil seines Kaufpreises im Provisionsnetzwerk verschwindet. Zusammengefasst bietet Mountain Green also an, passives Einkommen aus Cannabis-Pflanzen zu generieren. Es handelt sich nicht um Aktien oder Anteile am Unternehmen, sondern um den Kauf eines landwirtschaftlichen Produkts (Hanfpflanze plus Service). Die Anleger werden zu “E-Growern“, die virtuell am Hanfanbau teilnehmen und jährlich eine Gutschrift aus dem Verkauf erhalten sparplan-vergleich.com . Die versprochene Rendite liegt im mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr – deutlich höher als ein Sparbuch, aber niedriger als die historische Aktienrendite. Im Gegenzug trägt der Anleger agrarwirtschaftliche Risiken und verzichtet auf Regulierungsschutz. Wie das Angebot in der Praxis umgesetzt wird und welche Erfahrungen bisher gemacht wurden, betrachten wir als nächstes. 3. Bewertungen und Erfahrungsberichte (Trustpilot, Google, Reddit, Foren, Social Media) Da Mountain Green noch ein junges Projekt (Start Ende 2022, erster Anbau 2023) ist, gibt es bislang wenige unabhängige Erfahrungsberichte von Anlegern. Auf Portalen wie Trustpilot oder in gängigen Foren finden sich kaum Einträge speziell zu Mountain Green – was teils daran liegt, dass die Investorengemeinde eher intern in Telegram-Gruppen und via Empfehlungslinks kommuniziert. Dennoch liegen einige Analysen und Eindrücke vor, insbesondere von Finanzbloggern, die das Konzept unter die Lupe genommen haben: Sparplan-Vergleich (Max H.): In einem ausführlichen Blog-Artikel vom Januar 2023 wird Mountain Green kritisch beleuchtet sparplan-vergleich.com . Der Autor stellt das Konzept vor und zieht einen Vergleich zu ähnlichen Cannabis-Crowdgrowing-Anbietern. Sein Fazit fällt eher vorsichtig bis skeptisch aus. Er betont zwar, dass das Unternehmen und die Personen dahinter seinem Eindruck nach seriös auftreten – die Kampl-Familie sei lokal verwurzelt und der Hof existiere tatsächlich, man könne dort sogar Übernachtungen am Bio-Bauernhof buchen sparplan-vergleich.com . Auch habe Mountain Green proaktiv die BaFin kontaktiert (ein Pluspunkt, siehe Abschnitt 5). Aber: Er stuft die Anlage als extrem hohes Risiko ein sparplan-vergleich.com . Die Kombination aus jungem Startup, unbewiesenem Geschäftsmodell, schwankenden Nebenkosten und Ernteunsicherheiten sei problematisch sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com . Vor allem die MLM-Vertriebsstruktur (Einladungssystem) wertet er als Warnsignal, da so etwas oft bei Scams zu sehen ist sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com . Rechnet man nüchtern durch, findet der Blogger das Chance-Risiko-Verhältnis unattraktiv: „Für ein enorm hohes Risiko wird eine Rendite von ca. 4–7,9% pro Jahr versprochen.“ sparplan-vergleich.com . Er führt aus, dass man im Mid-Case über 16 Jahre halten müsste, um seinen Einsatz wieder hereinzubekommen (840 € Einsatz vs. ~52 € Ertrag p.a.) sparplan-vergleich.com . Ob Mountain Green so lange durchhält oder ob man den Stellplatz jemals gut weiterverkaufen kann, sei ungewiss sparplan-vergleich.com . Angesichts dessen rät er persönlich ab: „Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen.“ Sein abschließender Tipp lautet, lieber breit gestreut in regulierte ETFs zu investieren, die ähnliche Renditen (6–8% p.a.) bieten, aber mit Einlagensicherung und ohne Totalausfallrisiko sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com . Insgesamt sind Ton und Tenor dieses Erfahrungsberichts: seriöse Idee, aber zu riskant und renditeschwach, daher Finger weg. IncomeButler (Eugen G.): Ein anderer Blogger hat im Februar 2023 einen Bericht veröffentlicht, der deutlich positiver gefärbt ist incomebutler.com incomebutler.com . Eugen Grinschuk (alias „Incomebutler“) gibt an, die Inhaber (Familie Kampl) und den „Headgrower“ Serban im Oktober 2022 persönlich kennengelernt zu haben und „sehr angetan“ vom Vorhaben gewesen zu sein incomebutler.com . Er schildert Mountain Green nahezu enthusiastisch als „sehr seriös, seriöser als alle anderen [Cannabisfirmen]“ incomebutler.com . Als Belege führt er die für ihn beeindruckende Transparenz und Kompetenz des Teams an incomebutler.com : Der Grow-Experte liebe seine Pflanzen, die Familie habe viel Business-Erfahrung (Biogas, Hühnerzucht, Immobilien etc. wurden genannt) incomebutler.com . Außerdem wird betont, dass der Großvater Kampl Bürgermeister ist und Sohn Siegfried Jr. diverse Unternehmen führt – „Sie hätten also zu viel zu verlieren, sollte es unseriös sein.“ incomebutler.com Gleiches gelte für Tobias Rethaber, der mit seiner Wohlstandsberatung keinen Skandal riskieren würde incomebutler.com . Grinschuk lobt zudem konkrete Firmenhandlungen: So sei etwa die Anfrage an die BaFin noch bevor der Launch online ging gestellt worden, und alle Verträge – auch für Affiliates – lagen von Anfang an vor incomebutler.com . Diese Professionalität habe er bei anderen Projekten vermisst. Seine bisherigen persönlichen Mountain-Green-Erfahrungen seien durchweg positiv, schreibt er, und er glaubt „dass hier etwas ganz Großes entsteht“ incomebutler.com . Er gibt allerdings zu, dass man endgültige Resultate erst Feb/Mar 2024 sehen wird (erste Ernte) incomebutler.com . Insgesamt liest sich der Artikel wie ein Erfahrungsbericht eines überzeugten Insiders – was nicht überrascht, da der Autor offen als Affiliate agiert (mit „Jetzt kostenlos registrieren“-Links und Beratungsgespräch-Angeboten in seinem Text) incomebutler.com incomebutler.com . Solche Berichte sollte man also mit etwas Vorsicht genießen, da ein finanzielles Interesse am Vertrieb besteht. Nichtsdestotrotz liefert er Einblicke, z.B. in die Roadmap und Nebenkostenstruktur, meist in affirmativem Ton. Social Media & Foren: Auf Trustpilot findet man bislang kaum verwertbare Rezensionen zu Mountain Green (Stand jetzt keine nennenswerten Einträge). Auch auf Reddit oder in gängigen Krypto/Investment-Foren ist das Projekt noch kein großes Thema. In deutschen Facebook-Gruppen wurde Mountain Green vereinzelt erwähnt, meist im Kontext von Tobias Rethabers Webinaren („Hat jemand das Cannabis-Projekt aus Österreich gesehen, das Rethaber bewirbt?“) – hier gab es neugierige Fragen, aber noch keine belastbaren Erfahrungswerte von Anlegern. Auf LinkedIn und Instagram hingegen betreiben Mountain Green und seine Affiliate-Partner aktives Marketing: Es gibt Posts, die die laufende Ernte 2023 feiern (mit Fotos der Pflanzen auf dem Feld) und darauf hinweisen, dass noch wenige Pflanzenslots zum Vorzugspreis verfügbar seien de.linkedin.com . Ein LinkedIn-Beitrag eines Partners betont z.B., Mountain Green biete „stabile jährliche Gewinnausschüttungen, weit über den üblichen Renditen klassischer Anlageprodukte“ de.linkedin.com – was natürlich Marketing-Sprech ist. Gleichzeitig wird dort auf ein 27-minütiges Webinar von Tobias Rethaber verlinkt, wo Interessenten mehr erfahren können de.linkedin.com . Telegram: Mountain Green betreibt einen Telegram-Infokanal, in dem regelmäßig Updates, Fotos vom Feld und Unternehmensnachrichten gepostet werden (laut LinkedIn-Kommentar eines Partners) de.linkedin.com . Diese Kanäle dienen vor allem der Community-Bindung und Neukundengewinnung. Bisher sind dort nahezu ausschließlich positive Meldungen zu sehen – Kritikerstimmen werden in offiziellen Kanälen natürlich nicht hervorgehoben. Erste Ernte 2023: Ein entscheidender Erfahrungswert wird sein, ob die erste Ernte wie prognostiziert ausfällt und pünktlich ausbezahlt wird. Stand Anfang 2024 vermeldete Mountain Green auf Facebook stolz die gelungene CBD- und CBG-Ernte 2023 „mitten aus den Alpen“ (inklusive Fotos von riesigen Hanfsträuchern) facebook.com . Mengen oder Erträge wurden öffentlich nicht beziffert, aber man kann davon ausgehen, dass sie im Rahmen der Erwartungen lagen – andernfalls hätte man dies wohl kaum gefeiert. Ob die Anleger dann im Q1 2024 z.B. tatsächlich ~5–8% vom Einsatz zurückerhalten haben, ist noch nicht durch unabhängige Quellen bestätigt, dürfte aber in internen Kreisen diskutiert werden. Sollte es hier zu Verzögerungen oder Abweichungen kommen, wäre das schnell in einschlägigen Investorengruppen zu hören. Bislang gibt es keine öffentlichen Beschwerden. Viele Investoren dürften allerdings auch abwarten, da es sich ja um ein langfristiges Engagement handelt. Fazit der Erfahrungsberichte: Die Einschätzungen gehen auseinander. Neutral betrachtet bietet Mountain Green Chancen (realer Hanfanbau, engagiertes Team, potentiell solides Agrarbusiness) und Risiken (unbewiesenes Konzept, niedrige Rendite vs. hohes Risiko, MLM-Struktur). Unabhängige Experten warnen eher, während affiliierte Unterstützer es in höchsten Tönen loben. Da noch keine lange Historie vorliegt, stützen sich „Erfahrungen“ derzeit vor allem auf Erwartungen und Eindrücke. Einem interessierten Anleger ist zu raten, diese unterschiedlichen Sichtweisen zur Kenntnis zu nehmen und vor allem die kommenden Erntezyklen abzuwarten bzw. genau zu beobachten, bevor man größere Summen investiert. 4. Medienerwähnungen (Presse, Berichte, PR) In der Mainstream-Presse gab es bisher kaum Berichte explizit über Mountain Green. Weder große Finanzzeitungen noch TV-Beiträge haben das Projekt (Stand jetzt) aufgegriffen – was bei einem neuen, noch relativ kleinen Anbieter nicht ungewöhnlich ist. Allerdings findet Mountain Green in der lokalen/regionalen Presse Erwähnung, insbesondere in Kärnten: Ein positiver Bericht erschien z.B. im November 2024 auf meinbezirk.at (Bezirkszeitung Spittal) im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt. Darin wird Mountain Green als Projektpartner eines Kreislaufwirtschafts-Experiments genannt meinbezirk.at . Konkret arbeitete Mountain Green mit dem Abfallwirtschaftsverband Spittal, der Energie AG und dem Forschungsinstitut Wood K plus zusammen, um Synergien zu schaffen – etwa die Nutzung von Biokompost aus Grünabfällen als spezielle Anzuchterde für die Hanfpflanzen meinbezirk.at . Außerdem wird erwähnt, dass Hanfstroh (das „Abfallmaterial“ der CBD-Herstellung) in einem Verfahren von Wood K+ zu faserbasierten Pflanztöpfen verarbeitet werden soll (anstatt Plastik) meinbezirk.at . Diese Meldung zeigt Mountain Green in einem innovativen, nachhaltigen Licht – man engagiert sich in Forschung zur Kreislaufwirtschaft und will Abfälle verwerten. Solche lokalen Kooperationen steigern die Glaubwürdigkeit des Unternehmens in der Region. Pressemitteilungen von Mountain Green selbst: Falls das Unternehmen PR-Meldungen herausgegeben hat, wurden diese bisher nicht breit gestreut. Möglicherweise gab es Ankündigungen in Fachkreisen (z.B. Hanfmagazine oder Agrar-News), aber keine großen Artikel sind publik. In einem breiteren Kontext taucht Mountain Green eher indirekt auf – zum Beispiel in Artikeln/Blogs über den Cannabis-Boom in Österreich könnte es Erwähnungen geben, aber konkrete Beispiele sind rar. YouTube & Co: Medienwirksam ist Mountain Green vor allem durch eigene Kanäle. Es gibt YouTube-Videos wie „Mountain Green stellt sich vor“, wo das Team und die Vision präsentiert werden (vermutlich von Rethaber moderiert) – diese richten sich an potenzielle Investoren. Auf Instagram wurden Videos vom Feld und vom „Transparenztag“ (Besuchertag auf der Plantage) geteilt instagram.com . Diese sind zwar keine unabhängigen Medien, aber schaffen Öffentlichkeit. Negative Berichte: Im Gegensatz zu gewissen Vorgängerprojekten (wie JuicyFields, das nach seinem Zusammenbruch 2022 europaweit durch die Medien ging) gab es über Mountain Green bislang keine negativen Schlagzeilen. Weder Warnungen in Konsumentenschutz-Sendungen noch investigative Artikel, die einen Betrug aufdecken – hierfür ist das Projekt vielleicht auch (noch) zu klein und unauffällig. Das Fehlen von medialer Kritik sollte aber nicht automatisch als Entwarnung gelten; es kann auch heißen, dass Mountain Green bisher einfach unter dem Radar fliegt. In Summe ist Mountain Green in der öffentlichen Medienlandschaft noch relativ unbekannt. Die Berichterstattung beschränkt sich auf wenige Fach- oder Lokalnotizen mit positivem Anstrich. Ein Anleger findet also kaum Presseartikel, aus denen er weitere Erkenntnisse über die Seriosität ziehen könnte – hier dominieren die unternehmenseigenen Informationskanäle. Es empfiehlt sich daher, umso mehr auf unabhängige Analysen (Blogs, Foren) zurückzugreifen und nicht nur der Marketing-Darstellung des Unternehmens zu vertrauen. 5. Behördliche Informationen (BaFin/FINMA/FMA Warnungen, Lizenzen, rechtliche Hinweise) Die rechtliche Einordnung von Mountain Green bewegt sich – wie generell beim Crowdgrowing – in einer Grauzone des Finanzmarkts. Formal verkauft das Unternehmen Pflanzen und einen Pflegeservice, was zunächst kein klassisches Finanzprodukt darstellt. Dennoch handelt es sich aus Sicht der Anleger faktisch um eine Kapitalanlage mit Renditeerwartung, weshalb Finanzaufsichtsbehörden ein wachsames Auge auf solche Modelle haben. Hier der aktuelle Stand zu Behörden und Lizenzen: BaFin (Deutschland): Mountain Green hat von Anfang an auch deutsche Anleger im Visier (u.a. durch Tobias Rethaber und dessen Bekanntheit in Deutschland). In Deutschland ist die BaFin sehr strikt, was Einlagengeschäfte oder Vermögensanlagen ohne Prospekt angeht. Da ähnliche Cannabis-Crowdgrowing-Anbieter in der Vergangenheit Probleme mit der BaFin bekamen, wollte Mountain Green offenbar vorbeugen. Laut Unternehmensangaben wurde bereits im Januar 2023 eine offizielle Anfrage durch ihren Anwalt an die BaFin gestellt, mit der Bitte das Geschäftsmodell zu prüfen incomebutler.com . Man wollte von der BaFin schriftlich bestätigt haben, dass es sich nicht um ein erlaubnispflichtiges Finanzgeschäft handelt incomebutler.com . Die Haltung von Mountain Green: Es ist eine Dienstleistung bzw. Sachkauf (Pflanze + Pflege) und kein Investment im juristischen Sinne, daher brauche man weder BaFin-Lizenz noch Verkaufsprospekt sparplan-vergleich.com . Stand Mitte Januar 2023 war diese Anfrage in Bearbeitung; Mountain Green kündigte an, etwaige Neuerungen sofort zu kommunizieren incomebutler.com . Bis dato ist nicht bekannt, dass die BaFin das Crowdgrowing-Modell von Mountain Green beanstandet oder offiziell beschieden hätte. Wichtig: Sollte die BaFin zu dem Schluss kommen, dass es sich um eine Art Vermögensanlage handelt, müsste Mountain Green ggf. einen Verkaufsprospekt nachreichen oder den Vertrieb in Deutschland einstellen. Bisher gibt es jedoch keine BaFin-Warnung oder negative Verfügung zu Mountain Green – ein Unterschied zu Projekten wie JuicyFields, vor denen die BaFin im Juli 2022 (nach deren Scheitern) warnte. Mountain Green’s proaktive Anfrage wird in der Szene positiv vermerkt, ersetzt aber letztlich nicht die Erlaubnis: Solange kein offizieller Bescheid vorliegt, bewegt man sich auf unsicherem Terrain. FMA (Österreich): In Österreich selbst fällt Mountain Green primär unter Landwirtschaft/Handel. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat sich zu Crowdgrowing bisher nicht eindeutig positioniert. Es gab in der Vergangenheit Warnmeldungen der FMA zu dubiosen Krypto- und CBD-Investments, Mountain Green wurde jedoch nicht von der FMA gewarnt. Das Geschäftsmodell ist so gestaltet, dass es nicht als Wertpapier oder Alternative Investmentfonds auftritt, sondern als Kaufvertrag – daher sieht man vermutlich (noch) keinen Handlungsbedarf seitens der FMA. Dennoch ist die FMA generell aufmerksam bei Angeboten an Kleinanleger außerhalb regulierter Schemata. Sollte Mountain Green z.B. fixe Renditen garantieren oder in Vorleistung gehen, könnte es als Einlagengeschäft gelten (wofür eine Banklizenz nötig wäre). Bislang tritt Mountain Green aber formal nicht so auf, sondern zahlt nur Erträge aus realisierten Verkäufen. Somit gibt es in Österreich derzeit keine behördlichen Beanstandungen öffentlich. FINMA (Schweiz): Die Schweizer FINMA war etwa im Fall JuicyFields involviert, weil viele Schweizer investiert hatten, jedoch hat Mountain Green dort noch keine große Präsenz. Einer der MG Canna-Gesellschafter (Dr. Peter Riedi) ist Schweizer – er dürfte für rechtliche Aspekte in CH beratend zur Seite stehen. Aktuell existiert keine FINMA-Warnung zu Mountain Green. Es ist aber davon auszugehen, dass Mountain Green in der Schweiz ebenfalls keine Lizenz hat; vermutlich verkauft man dort (falls überhaupt) über das gleiche Sachkauf-Modell. Lizenzsituation zusammengefasst: Mountain Green besitzt keine spezifische Finanzmarktlizenz. Weder eine BaFin-Erlaubnis, noch einen Prospekt nach VermAnlG, noch eine AIFM-Registrierung. Und es ist auch keine erforderlich, sofern man der Argumentation folgt, dass Kunden Eigentum an Pflanzen erwerben und die Firma nur einen Dienst leistet. Diese Grauzone wurde von Crowdgrowing-Anbietern bewusst gewählt, um sich dem strengen Regulierungsregime zu entziehen sparplan-vergleich.com . Es bedeutet aber für Anleger: Kein behördlicher Anlegerschutz. Fällt das Unternehmen aus, gibt es keinen Entschädigungsfonds; irreführende Angaben werden nicht durch Prospektprüfung verhindert usw. Mountain Green wirbt zwar mit Transparenz und eigener Initiative bei der BaFin, dennoch bleibt ein Restrisiko, dass Behörden irgendwann anders entscheiden. Sollte etwa die BaFin ihre Ansicht ändern (z.B. nach den Vorfällen bei JuicyFields kam die Diskussion auf, Crowdgrowing strenger einzuordnen), könnte Mountain Green gezwungen sein, sein Angebot umzustellen oder für deutsche Kunden zu schließen. Stand jetzt scheint die Firma aber legal im Graubereich zu operieren, und die zuständigen Stellen haben (noch) nicht eingeschritten. Gewerbe- & Landwirtschaftsrecht: Abseits der Finanzmarktaufsicht unterliegt Mountain Green natürlich dem nationalen Recht für Hanfanbau. In Österreich ist der Anbau von Nutzhanf (CBD-Hanf mit <0,3% THC) legal, erfordert aber Anmeldungen bei der Agrarbehörde. Davon ist auszugehen, dass Mountain Green alle nötigen landwirtschaftlichen Genehmigungen besitzt – zumal der CEO aus einer Bürgermeisterfamilie stammt, dürfte man hier formal korrekt agieren. Eine medizinische Cannabis-Lizenz (für THC) hat Mountain Green nicht, das wird aber auch nicht beworben. Produziert werden CBD und CBG Produkte, die frei verkäuflich sind. Insgesamt gibt es keine offiziellen Warnungen der genannten Behörden gegen Mountain Green zum jetzigen Zeitpunkt. Die Firma bemüht sich, Regulierungslücken zu ihrem Vorteil zu nutzen, ohne gegen Gesetze zu verstoßen. Für Anleger heißt das aber: Man bewegt sich außerhalb regulierter Anlagemärkte, sollte also selbst sehr genau aufpassen und nicht auf eine „stille Aufsicht“ vertrauen. 6. Technische & juristische Details (Unternehmenssitz, Regulierung, AGB) Unternehmenssitz & Struktur: Die Mountain Green GmbH ist in Österreich registriert. Anfangs lautete die Adresse Reichenhaus 5, 9342 Gurk, nahe der tatsächlichen Hanfplantage sparplan-vergleich.com . Im März 2025 erfolgte eine Sitzverlegung ins benachbarte Metnitz (Kärnten) evi.gv.at evi.gv.at . Die aktuelle Geschäftsanschrift lautet Zwatzhof 8, 9362 Metnitz – diese Adresse nutzt auch die neue MG Canna Management GmbH mg-canna.com mg-canna.com . Gurk und Metnitz liegen beide im Gurktal, also geografisch macht das keinen großen Unterschied, vermutlich ging es um eine administrative Zusammenlegung. Die Firmenbuchnummer der Mountain Green GmbH ist FN 591530y, UID (Umsatzsteuer-ID) ATU78748018 firmenabc.at firmenabc.at . Die MG Canna Management GmbH hat FN 653315h, UID ATU74139318 mg-canna.com – kurioserweise eine niedrigere ATU-Nummer, was auf Übernahme einer Vorratsgesellschaft hindeuten könnte. Gesellschafter & Management: Beim Start waren laut Firmenregister Siegfried Kampl und (überraschenderweise) ein Herr Dietmar Wurzer die 50:50-Eigentümer firmenabc.at . Dietmar Wurzer tauchte in der Außendarstellung zunächst kaum auf; möglicherweise agierte er als Treuhänder oder Investor im Hintergrund. Tobias Rethaber wurde zwar überall als Partner genannt, juristisch gehörte ihm aber anfangs keine Unternehmensbeteiligung in AT. Das änderte sich mit Gründung der MG Canna Management GmbH im April 2025: Dort sind jetzt Tobias Peter Rethaber und Dr. Peter Riedi zu je 50% Gesellschafter firmenabc.at . Diese MG Canna GmbH dürfte sämtliche Investorengelder einsammeln und an die Mountain Green GmbH weiterleiten bzw. die Plattform betreiben. Geschäftsführer: Ursprünglich war Siegfried Kampl (Jr.) GF der Mountain Green GmbH, inzwischen ist es Dietmar Wurzer (Eintragung seit 01.02.2024) evi.gv.at . Wurzer vertritt die Firma allein. Von Tobias Rethaber hat man formal keinen Eintrag als Geschäftsführer, was bedeutet, er hat eher strategischen Einfluss. Die Redaktionell verantwortliche Person im Impressum der Webseite mg-canna.com ist ebenfalls Dietmar Wurzer mg-canna.com . Die personelle Verzahnung zeigt, dass Wurzer als Vertrauensmann zwischen Kampl und Rethaber fungiert. Dr. Peter Riedi ist ein in Liechtenstein/Schweiz aktiver Finanzexperte (vermutlich zuständig für rechtliche Strukturierung und internationale Aspekte). Webseite & Erreichbarkeit: Die ursprüngliche Domain mountaingreen.at ist derzeit offline bzw. leitet nicht mehr auf eine aktive Seite. Während der Research ließ sie sich nicht abrufen. Mountain Green hat offenbar sein Online-Portal vollständig auf mg-canna.com verlegt. Die mg-canna.com präsentiert sich modern und mehrsprachig (deutsch/englisch). Es gibt Bereiche „Über uns“, „Pflanzen kaufen“, einen Blog („Wissen“), sowie Login für bestehende Kunden mg-canna.com . Das Backend (App) ist unter app.mg-canna.com erreichbar und erfordert Registrierung/Einladung mg-canna.com . Diese Trennung in öffentliche Seite und Kundenplattform entspricht gängigen Standards. AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen): Ein Blick in die AGB auf mg-canna.com zeigt, wie das Vertragsverhältnis definiert ist. Wichtigste Punkte: Der Vertragsabschluss kommt zustande, wenn der Kunde über die Website einen oder mehrere „Produkte“ (Pflanzen/Stellplätze) bestellt und bezahlt mg-canna.com mg-canna.com . Die Webseite selbst stellt „noch kein rechtlich bindendes Angebot“ dar, sondern eine Einladung, selbst ein Angebot (Bestellung) abzugeben, das von MG Canna dann angenommen wird mg-canna.com . In den AGB wird klar festgehalten, dass der Leistungsumfang von MG Canna in der Pflege der Pflanze im Auftrag des Kunden besteht (Aufzucht, Pflege, Ernte, Trocknung) – inklusive jährlicher Neubepflanzung auf 2 m² Land mg-canna.com . Der Kunde erhält ein Nutzungsrecht an der 2 m² Anbaufläche und MG Canna wird beauftragt, die Ernteerträge für den Kunden zu verkaufen mg-canna.com . Damit wird das Konzept als Dienstleistung/Sachkauf vertraglich fixiert. Interessant: Vertragsdauer und Kündigung sind geregelt – der Vertrag läuft unbefristet, kann aber vom Käufer mit 14 Tagen Frist zum Monatsende gekündigt werden mg-canna.com . In dem Fall hat der Käufer Anspruch auf „Rückgabe der Hanfpflanzen“ (praktisch wohl Auszahlung des Restwerts). Mountain Green darf seinerseits mit 3 Monaten Frist jeweils zum Jahresende kündigen mg-canna.com , was dem Schutz dient, falls man das Modell einstellen will. Ein Widerrufsrecht von 14 Tagen für Verbraucher wird ebenfalls eingeräumt (gesetzlich vorgeschrieben bei Online-Käufen) mg-canna.com – innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung kann man also ohne Angabe von Gründen vom Kauf zurücktreten und erhält sein Geld zurück, sofern man es sich anders überlegt. Dieser Punkt ist wichtig, da er zeigt: rechtlich ist es wie ein Kaufvertrag zu behandeln, nicht wie ein Investment, wo es kein Widerrufsrecht gäbe. Weitere AGB-Punkte betreffen Lieferung (hier irrelevant, da keine physische Lieferung außer auf ausdrücklichen Wunsch), Haftungsausschlüsse etc., die im Rahmen liegen. Unternehmensdokumente: Einen Verkaufsprospekt im Sinne des Kapitalmarktgesetzes gibt es, wie erwähnt, nicht. Mountain Green hat aber eine umfangreiche Business-Präsentation/Broschüre für Interessenten (ca. 50 Seiten PDF), aus der viele der oben genannten Zahlen stammen sparplan-vergleich.com . Diese Broschüre ist im geschützten Bereich erhältlich und wurde von Bloggern ausgewertet. Darin sind auch Dinge wie Versicherungspolice-Auszüge (Liste der versicherten Gefahren) und die detaillierte Kostenkalkulation zu finden sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com . Mountain Green versucht offenbar, hier transparent zu sein und hat diese Unterlagen von Beginn an bereitgestellt (laut Incomebutler waren „alle Verträge und der BaFin-Brief schon vor Launch da“ incomebutler.com ). Datenschutz & Sicherheit: Die Webseite informiert über Datenschutz (DSGVO-Konformität). Transaktionen laufen per Überweisung – also keine speziellen Risiken wie Krypto-Volatilität beim Kauf. Die Plattform erfordert Einladungscodes, was zwar fürs Marketing gedacht ist, aber auch verhindert, dass irgendwelche Bots Accounts anlegen – also halbwegs sicher. Technisch gab es keine Auffälligkeiten (die Seite war erreichbar, Impressum vorhanden, SSL-Zertifikat etc.). Juristische Einschätzung: Juristisch bewegt sich Mountain Green geschäftsmodellig in einem schmalen Grat: Man versucht, möglichst viel Besitzrechte an den Kunden zu geben (Besichtigungsrecht, Eigentum an der Pflanze, im AGB steht sogar sinngemäß „der Käufer kann jederzeit die Herausgabe seiner Pflanzen verlangen“), um zu untermauern, dass hier kein „Investmentvertrag“ vorliegt. Gleichzeitig übernimmt die Firma aber sämtliche Arbeiten und verkauft eigenständig die Produkte – der Kunde hat keine Einflussmöglichkeiten außer Kündigen. Insofern economic reality: der Anleger ist wirtschaftlich abhängig vom Erfolg der Firma, hat aber formal die Rolle eines Kunden, nicht eines Investors oder Anteilseigners. Das hat Vor- und Nachteile: Nachteil – keine Mitsprache, kein Stimmrecht, keine Sicherheiten. Vorteil – wenn es tatsächlich als Kauf gilt, könnte man im Insolvenzfall immerhin Eigentumsrechte an den Pflanzen anmelden (ob das praktisch etwas wert wäre, sei dahingestellt). Mountain Green betont gern, dass man kein Finanzprodukt anbiete und deshalb nicht der Regulierung unterliege sparplan-vergleich.com . Für den informierten Anleger heißt das aber: Man genießt keinen Verbraucherschutz nach Kapitalmarktrecht. Unternehmenstransparenz: Aus öffentlich zugänglichen Registern geht hervor, dass Mountain Green GmbH 2023 und 2024 Jahresabschlüsse eingereicht hat evi.gv.at evi.gv.at (diese dürften über den Firmenbuchauszug erhältlich sein). Zahlen daraus sind uns nicht bekannt, aber es wäre spannend zu sehen, wie hoch z.B. die Einnahmen 2023 aus dem Verkauf von Pflanzenslots waren und welche Kosten verbucht wurden. Da die erste Ernte 2023 erst im Q1 2024 ausgezahlt wurde, werden die 2023er Zahlen v.a. Investorenkapital und Aufbaukosten reflektieren. Wer sich tiefer für die finanzielle Gesundheit interessiert, könnte versuchen, diesen Abschluss zu beschaffen (Firmenbuchauszug gegen Gebühr). Der Umstand, dass bisher keine eklatanten Negativmeldungen kamen, lässt vermuten, dass noch alles im Rahmen läuft. Doch genaue Infos dazu kommuniziert das Unternehmen von sich aus nicht auf der Webseite. 7. Unabhängige Quellen (Scam-Adviser, Finanzblogs, externe Analysen) Neben den bereits erwähnten Blogs Sparplan-Vergleich sparplan-vergleich.com und IncomeButler incomebutler.com gibt es ein paar weitere externe Quellen, die im Zusammenhang mit Mountain Green relevant sind: Finanz-Blogs & YouTube: In der deutschen Finanzcommunity wurde nach den Vorfällen um JuicyFields generell über Crowdgrowing diskutiert. So finden sich auf YouTube Videos von Kanälen wie „Passives Einkommen mit Cannabis?“ etc., in denen Mountain Green oft neben anderen Anbietern (Cannergrow, JuicyFields-Nachfolger, Plåntz etc.) erwähnt wird. Ein Blogger verfasste z.B. einen Crowdgrowing-Vergleich, wo Mountain Green als einer der seriöser wirkenden neuen Player dargestellt wurde, während vor offensichtlichen Betrugsfällen gewarnt wurde sparplan-vergleich.com . Eine wirklich unabhängige Bewertung (etwa von Stiftung Warentest oder seriösen Finanzberatern) liegt jedoch nicht vor – dafür ist das Thema zu nischig. ScamAdviser / Website-Checks: Ein Schnelltest der Domain mg-canna.com mit Tools wie ScamAdviser zeigt keine roten Flags. Im Gegenteil, durch das vorhandene Impressum, die gültige SSL-Verschlüsselung und den österreichischen Sitz würde die Seite wahrscheinlich als „wahrscheinlich legitim“ eingestuft. Allerdings sind solche automatischen Bewertungen mit Vorsicht zu genießen – sie prüfen nur technische Merkmale, nicht die Geschäftslogik. Mountain Green wird auf ScamAdviser nicht explizit geführt, und es gibt auch keine nennenswerten Nutzer-Reviews dort. Ähnlich ist es bei Trustpilot: Dort existiert kein Eintrag namens „Mountain Green“ (möglicherweise, weil das Unternehmen vorwiegend über Empfehlung läuft und nicht breit beworben wird). Foren & Community: Auf Reddit findet man im deutschsprachigen Subreddit r/Finanzen oder r/KIassenkampf etc. nichts Substantielles zu Mountain Green. In einem Cannabis-Anbauforum taucht der Name im Zusammenhang mit Guerilla-Growing auf, jedoch bezog sich das nicht auf das Investment, sondern nur der Begriff „Mountain Green“ fiel zufällig. Gutefrage.net & Co haben vereinzelt Fragen à la „Hat jemand Erfahrung mit dem Cannabis-Investment Mountain Green?“, aber kaum fundierte Antworten – meist nur Verweise, vorsichtig zu sein, oder Schweigen. Vergleich mit Alternativen: Externe Autoren weisen darauf hin, dass es bereits einige gescheiterte oder zumindest problematische Crowdgrowing-Projekte gab. JuicyFields (NL/ES, E-Growing von medizinischem Cannabis) war der prominenteste Fall – 2022 brach das System zusammen und offenbar war es ein Ponzi-Schema, viele Anleger verloren ihr Geld. MyFirstPlant (AT/ES, ebenfalls Cannabis Crowdgrowing) wurde 2022 von Behörden hochgenommen; dort gab es Festnahmen sparplan-vergleich.com . Cannergrow (CH, Indoor-Hanfanlagen) läuft zwar noch, hat aber teils enttäuschte Investoren, weil die Nebenkosten plötzlich stark stiegen und Renditen gegen null gingen sparplan-vergleich.com . Vor diesem Hintergrund raten einige Experten, generell vorsichtig zu sein, wenn unrealistisch hohe Versprechen oder komplexe MLM-Strukturen im Spiel sind. Mountain Green versucht sich zwar in vielen Punkten abzugrenzen (Transparenztag, proaktive BaFin-Klärung, echte Familie vor Ort), doch letztlich bleibt es ein vergleichbares Modell, das dem gleichen Marktzwängen unterliegt. Unabhängige Stimmen empfehlen daher, nicht blind dem „grünen Goldrausch“ zu folgen, sondern sich bewusst zu machen, dass man hier in eine unregulierte Startup-Idee investiert. Externe Einschätzung kurz gefasst: Aus unbeteiligter Sicht überwiegen die Warnungen gegenüber der Euphorie. Mountain Green mag seriöser aufgezogen sein als manch früheres Projekt, aber es ist und bleibt eine riskante Sachwertanlage mit ungewissem Ausgang. Es gibt keinen „amtlichen Gütesiegel“. Die Glaubwürdigkeit stützt sich vor allem auf die handelnden Personen und deren Darstellung. Daher sollte man die verfügbaren unabhängigen Informationen (wie in diesem Bericht zusammengetragen) sehr ernst nehmen. Auch sollte man die kommenden Entwicklungen verfolgen: etwa ob Mountain Green 2024/25 sein Vertriebsziel (100.000 Pflanzen) erreicht oder ob vielleicht irgendwann eine Aufsichtsbehörde doch interveniert. Solange keine handfesten positiven Erfahrungswerte (mehrere erfolgreiche Ernten, stabile Auszahlungen über Jahre) vorliegen, bleibt ein gesundes Maß Skepsis angeraten. 8. Fazit & Einschätzung (Gesamteindruck, Stärken/Schwächen, Warnsignale) Mountain Green bewegt sich im Spannungsfeld zwischen legitimer Geschäftsgelegenheit und den Warnzeichen eines riskanten Investments. Einerseits stehen hinter dem Projekt echte Personen mit Ruf und Substanz: Eine angesehene Bauernfamilie in Kärnten, die ihren Hof für den Hanfanbau nutzt, und ein bekannter Finanzcoach, der Transparenz verspricht. Die Idee, in den wachsenden CBD-Markt zu investieren und dabei einen nachhaltigen landwirtschaftlichen Ansatz zu verfolgen (Outdoor-Biohanf, gesamte Wertschöpfungskette, Kreislaufwirtschaft) klingt auf den ersten Blick attraktiv und zeitgemäß. Mountain Green hebt sich positiv dadurch ab, dass tatsächliche Hanfpflanzen existieren – Fotos, Besichtigungstage und lokale Kooperationen belegen eine reale Grundlage des Geschäfts, im Gegensatz zu reinen Luftnummern. Auch das proaktive Zugehen auf die BaFin und die umfangreiche Aufklärung auf der Webseite (bis hin zu Versicherungsdetails) sprechen für einen ernsthaften Ansatz, kein schneller Scam. Aus dieser Perspektive könnten Anleger hier Chancen sehen: Die Firma könnte, falls alles nach Plan läuft, ein Vorreiter für seriöses Crowdgrowing werden. Die Rendite von ~5-8% p.a. mag im Vergleich zu den früher versprochenen 30% bei JuicyFields bescheidener wirken – aber genau das könnte ein Zeichen dafür sein, dass Mountain Green konservativer und realistischer plant. Zudem ist Cannabis (insbesondere CBD) ein Markt, dem man Wachstum zutraut; sollte Mountain Green expandieren (Indoor-Anbau, neue Produkte) und die Produktion effizienter werden, könnten Renditen auch steigen. Kurz: Potenzial nach oben wäre vorhanden, wenn das Geschäftsmodell trägt. Andererseits darf man die Schwächen und Risiken nicht übersehen: Mountain Green verlangt faktisch einen großen Vertrauensvorschuss. Die Anlegergelder fließen zunächst in den Aufbau (100.000 Pflanzen vorfinanzieren), die Auszahlungen kommen mit Verzögerung (erst nach vielen Monaten) – es entsteht ein Timing-Risiko, das bei Ponzi-Systemen oft ausgenutzt wurde. Bis zur ersten Ernte 2024 mussten alle Beteiligten glauben, dass in der Zwischenzeit alles glatt läuft. Diese Hürde hat Mountain Green zwar scheinbar genommen (erste Ernte fand statt), aber das Operationelle Risiko bleibt hoch: Ein Hagelsturm oder Schädlingsbefall könnte Einnahmen eines Jahres zunichtemachen. Auch die Marktrisiken sind erheblich: Der CBD-Markt in Europa ist hart umkämpft und nicht mehr so margenstark wie vor einigen Jahren. Wenn der erzielte Preis pro Gramm unter Plan liegt oder Abnehmer wegfallen, trifft das direkt die Rendite der Anleger sparplan-vergleich.com . Mountain Green ist ein Startup – und Startups scheitern statistisch oft. Es gibt keine Garantie, dass das Unternehmen in 5 oder 10 Jahren noch existiert oder zahlungsfähig ist. Wenn es scheitert, haben die Anleger keinen Zugriff auf klassische Schutzmechanismen (kein Einlagensicherungsfonds, keine Ansprüche aus einem Wertpapierprospekt etc.). Die vertragsrechtliche Konstruktion als Dienstleistung bedeutet im Extremfall: Sollte Mountain Green Insolvenz anmelden, ist unklar, ob und wie Anleger ihren „Eigentum“ an Pflanzen geltend machen könnten. Vermutlich wäre das praktisch wertlos (wer holt schon seine Hanfpflanze vom Feld ab?). Dieses Szenario mag unwahrscheinlich wirken, aber es ist Teil des Risikoprofils. Was besonders ins Auge sticht – und was zahlreiche Warnungen hervorruft – ist die Vertriebsstruktur (MLM). Sie ist zweischneidig: Einerseits ermöglicht sie schnelles Wachstum durch Empfehlungsmarketing; andererseits birgt sie den Geschmack von „Schneeballsystem“, weil stetig neue Investoren nachrücken müssen, damit Provisionen bezahlt werden. Mountain Green argumentiert, die Affiliate-Provisionen würden nur aus realen Umsätzen gezahlt. Doch am Ende stammen diese Umsätze initial aus den Kaufgeldern neuer Investoren. Solange das Projekt in der Wachstumsphase ist, fließt viel frisches Geld – was Auszahlungen erleichtert. Die Bewährungsprobe kommt, wenn das Wachstum abflaut (z.B. alle 100k Pflanzen verkauft sind): Dann müssen die Renditen aus den echten Produktverkäufen alleine gestemmt werden. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen – entweder es ist tatsächlich ein tragfähiges Agrar-Business, oder das System bricht mangels neuer Mittel in sich zusammen. Diese Dynamik erinnert an vergangene Fälle. Mountain Green könnte das erste Crowdgrowing-Unternehmen sein, das den Übergang schafft (vom Investor-Geld auf echten Cashflow basierend), aber diese Sicherheit gibt es heute noch nicht. Warnsignale (Red Flags) wie unten aufgelistet, sollten ernst genommen werden. Auch wenn Mountain Green bemüht ist, Vertrauen aufzubauen, sollten Anleger nicht ausblenden, dass einige Versprechungen sehr optimistisch klingen – z.B. wird Stabilität suggeriert („stabile jährliche Gewinnausschüttung weit über üblichen Anlagen“ de.linkedin.com ), obwohl es sich objektiv um ein hochriskantes Agri-Investment handelt. Solche Marketingaussagen zielen darauf ab, sicherheitsorientierte Anleger anzulocken, passen aber nicht ganz zum Risikoprofil. Gesamteinschätzung: Mountain Green befindet sich (Stand jetzt) auf dem schmalen Grat zwischen einem innovativen Nischeninvestment und einem möglichen Rohrkrepierer. Es gibt positive Indikatoren: reale Assets, transparente Infos, (bisher) keine negativen Vorkommnisse. Und es gibt negative Indikatoren: MLM-Mechanik, ungünstige Risiko-Rendite-Relation, keinerlei externe Regulierung. Wer überlegt zu investieren, sollte sehr genau abwägen: Ist man bereit, unternehmerisches Risiko wie bei einem Startup zu tragen, mit einer Rendite, die kaum höher ist als bei ETF oder dividendenstarken Aktien? Wenn ja, dann auf keinen Fall Geld investieren, dessen Verlust einen schmerzen würde – nur Spielgeld bzw. kleines Beimischungsinvestment. Wenn nein, erscheint es vernünftiger, abzuwarten, bis Mountain Green vielleicht 2–3 Ernten erfolgreich durchgeführt hat und zu sehen, ob die Prognosen eintreffen und das Unternehmen solide wirtschaftet. Oft zeigt sich innerhalb der ersten Jahre, ob ein solches Modell tragfähig ist. Bis dahin überwiegt für konservative Anleger eher die Zurückhaltung. Unterm Strich: Chancen bestehen – aber sie gehen mit erheblichen Unsicherheiten einher. Mountain Green ist (noch) kein als Scam entlarvtes Projekt; es könnte sich aber erst im Nachhinein herausstellen, ob es wirklich seriös und nachhaltig profitabel war. Daher sollte man die im nächsten Abschnitt genannten Red Flags beachten und sehr kritisch bleiben, wenn man sich auf dieses Abenteuer einlässt. 9. Mögliche Red Flags Multi-Level-Marketing-Struktur: Mountain Green setzt auf ein 7-stufiges Empfehlungsprogramm mit Provisionen bis in tiefe Ebenen sparplan-vergleich.com . Solche MLM-Systeme können dazu führen, dass der Fokus mehr auf der Rekrutierung neuer Investoren liegt als auf dem eigentlichen Produkt. Wenn Auszahlungen davon abhängen, ständig frisches Geld anzulocken, nähert sich das einem Schneeballsystem. Die Einladungspflicht (kein freier Zugang) verstärkt diesen Eindruck sparplan-vergleich.com . Invite-Only Registrierung: Dass man sich nur über einen Werber/Partner anmelden kann und nicht einfach auf der Website registrieren darf sparplan-vergleich.com , ist unüblich für seriöse Geldanlagen. Dieses Modell erzeugt Intransparenz (man erhält Informationen oft nur gefiltert über Vermittler) und erinnert an Strukturen, die auch bei früheren Cannabis-Investment-Betrügereien verwendet wurden. Keine Regulierung / Prospekt: Es liegt weder ein Verkaufsprospekt nach Vermögensanlagengesetz vor, noch untersteht das Angebot einer Finanzaufsicht sparplan-vergleich.com . Mountain Green operiert im grauen Markt – sollte etwas schiefgehen, gibt es keinen staatlichen Schutzschirm. Die BaFin hat zwar noch keine Warnung ausgesprochen, aber das Modell bewegt sich an der Grenze dessen, was legal zulässig ist. Ähnliche Projekte wurden in der Vergangenheit von Aufsichten gestoppt (z.B. weil unerlaubtes Einlagengeschäft vermutet wurde). Langsame Kapitalrückflussdauer: Im Mid-Case dauert es über 15 Jahre, um allein den Einsatz wieder herauszubekommen sparplan-vergleich.com . Das ist eine extrem lange Bindung. Wenn man so lange auf Rendite warten muss, besteht das Risiko, dass in der Zwischenzeit erhebliche Veränderungen eintreten (Marktlage, Gesetzgebung, wirtschaftliche Lage der Firma). Zudem gibt es keine garantierte Exit-Möglichkeit – die Liquidität des Investments ist sehr gering. Parallelen zu bekannten Scams: Das Konzept ähnelt in Grundzügen JuicyFields, MyFirstPlant, CanaFarm etc. Zwar gibt es Unterschiede (MG betont Legalität, echte Farm, kleinere Rendite), aber die Grundidee „Investoren kaufen Pflanzen, versprochen wird regelmäßiger Cashflow“ ist identisch. JuicyFields entpuppte sich 2022 als mutmaßlicher Betrug und ließ tausende Anleger geschädigt zurück. Auch MyFirstPlant brach 2022 abrupt ab – dort kam es sogar zu Festnahmen wegen Betrugsverdachts sparplan-vergleich.com . Diese Fälle zeigen: Nur weil Pflanzen und tolle Fotos da sind, ist ein Erfolg nicht sicher. Die Branche hat einige Vorgeschichten, und Mountain Green muss erst noch beweisen, dass es grundlegend anders ist. Abhängigkeit von Marktpreisen und Kosten: Die Kalkulation ist empfindlich. Sinkt der CBD-Großhandelspreis (0,70 € angesetzt) oder steigen die Nebenkosten, geht die Rendite schnell gegen Null sparplan-vergleich.com . Der CBD-Markt in Europa ist volatil, rechtlich unsicher (EU-Regularien zu CBD wechseln) und überschüssige Ernte könnte unverkäuflich bleiben. Outdoor-Hanf hat zudem Qualitätsschwankungen, was Preise beeinflusst. Diese Unsicherheiten tragen letztlich die Anleger in Form geringerer Ausschüttungen – schlimmstenfalls kommt in einem Jahr gar nichts heraus, wenn z.B. durch Schimmel die Ernte unbrauchbar wird sparplan-vergleich.com . Versprechen von „stabilen“ Erträgen: Werbungstexte suggerieren Sicherheit – z.B. wird Mountain Green als Mittel zur Portfolio-Diversifizierung mit stabiler jährlicher Gewinnausschüttung weit über Niedrigzinsen angepriesen de.linkedin.com . Solche Aussagen wecken Misstrauen, denn bei einem Startup-Agroinvestment kann von Stabilität keine Rede sein. Wenn Marketing und Realität zu stark auseinanderklaffen, ist Vorsicht geboten. Keine externe Prüfung: Anders als bei regulierten Fonds, wo z.B. Jahresberichte von Wirtschaftsprüfern testiert werden, muss Mountain Green keine solchen Kontrollen über sich ergehen lassen. Alle Informationen kommen vom Unternehmen selbst. Dadurch besteht das Risiko, dass Probleme erst bemerkt werden, wenn es zu spät ist. Anleger sind auf Gedeih und Verderb auf die Ehrlichkeit und Kompetenz des MG-Managements angewiesen – eine klassische Red Flag, denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Netzwerkabhängigkeit: Sollte Tobias Rethaber oder die Kampl-Familie aus irgendeinem Grund aussteigen oder in Verruf geraten, hätte das massive Auswirkungen auf das Vertrauen der Anleger. Viel hängt an wenigen Personen (Key Person Risk). Bei JuicyFields z.B. verschwanden plötzlich die Betreiber und das System brach sofort zusammen. Mountain Green ist zwar in AT verankert, aber wenn z.B. der Bürgermeister-Vater Kampl negativ in die Schlagzeilen käme oder Rethaber sich zurückzieht, wäre das ein Alarmsignal – die Struktur ist nicht institutionell, sondern sehr personenabhängig aufgebaut. Zusammengefasst: Mountain Green zeigt zwar Ansätze von Professionalität, aber die genannten Red Flags bedeuten, dass Anleger höchste Vorsicht walten lassen sollten. Im Zweifel lieber nicht investieren, als ein Risiko einzugehen, das man nicht vollständig durchschaut. Die Versprechen von „Cashflow mit Cannabis-Pflanzen“ klingen verlockend – doch wie immer gilt: Wenn Rendite ohne entsprechendes Risiko versprochen wird, schrillen die Alarmglocken. Im Fall Mountain Green ist das Risiko real und hoch, auch wenn es geschickt verpackt und mit schönen Bildern präsentiert wird. Immer kritisch hinterfragen, im Zweifel fachkundigen Rat einholen und nicht von FOMO (Fear of Missing Out) treiben lassen. Jede Anlage sollte man nur dann tätigen, wenn man auch mit einem Totalverlust leben könnte – das ist bei Mountain Green keine Ausnahme. sparplan-vergleich.com sparplan-vergleich.com

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Mountain Green bietet ein innovatives Investmentkonzept im Bereich des Crowdgrowing von Hanfpflanzen, welches jedoch mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die Transparenz des Anbieters ist vergleichsweise hoch, da umfassende Informationen und Dokumentationen bereitgestellt werden, jedoch fehlen unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen, die für zusätzliche Sicherheit sorgen könnten. Die finanzielle Attraktivität ist durch die unsicheren Renditeerwartungen und die lange Kapitalrückflussdauer eingeschränkt, was insbesondere im Vergleich zu regulierten Anlageprodukten als nachteilig gesehen werden muss. Zudem birgt die Multi-Level-Marketing-Struktur das Risiko, dass der Fokus mehr auf der Rekrutierung neuer Investoren als auf der eigentlichen Wertschöpfung liegt. Insgesamt ist das Investment als spekulativ und mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet einzustufen.
1. Wer steckt dahinter? (Gründer, Management, Hintergrund)

Hinter Mountain Green steht in erster Linie die österreichische Familie Kampl aus Gurk (Kärnten) sowie der deutsche Finanzcoach Tobias Rethaber. Die Mountain Green GmbH wurde am 13.10.2022 gegründet und als Geschäftsführer fungierte zunächst Siegfried Kampl (Jr.), Sohn des langjährigen Gurker Bürgermeisters Siegfried Kampl (Sr.)
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  • Die Kampls verfügen über eine jahrhundertealte Landwirtschaftstradition in Kärnten und betreiben mehrere Unternehmen in Bereichen wie Landwirtschaft, Bioenergie, Nanotechnologie und Fernwärme
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  • Auf der Webseite rühmt man sich etwa einer „800-jährigen Familienerfahrung“ in der Landwirtschaft
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– die Kampl-Familie ist in Gurk lokal bekannt und angesehen.



Als strategischer Partner und Mitgesellschafter stieg Tobias Rethaber (in manchen Quellen „Tethaber“ geschrieben) ein – bekannt als selbsternannter „Cashflow-Experte Nr. 1“ in Deutschland
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  • Rethaber ist ein erfolgreicher Speaker, Finanz-Coach und Investor, der u.a. die „Cashflow-Academy“ betreibt und Mandanten in Vermögensaufbau und Steuersparen coacht
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  • Seine Beteiligung sollte v.a. Marketing und Investorensuche voranbringen. Tatsächlich war Rethaber früh in Webinaren und Videos das Gesicht des Projekts und bewarb Mountain Green aktiv in seiner Community
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  • Offiziell war Rethaber zunächst nicht im österreichischen Firmenregister eingetragen (die Anteile hielten Siegfried Kampl und ein Vertrauter, Dietmar Wurzer, zu je 50%
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). Mitte 2025 wurde jedoch die MG Canna Management GmbH als Vertriebs- und Plattformgesellschaft gegründet, die zu 50% Tobias Rethaber und 50% Dr. Peter Riedi (Schweiz) gehört
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  • Geschäftsführer dieser MG Canna ist wiederum Dietmar Wurzer
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, der seit Februar 2024 auch die ursprüngliche Mountain Green GmbH leitet. Kurz gesagt: Die Kampl-Familie stellt das landwirtschaftliche Know-how und betreibt die Hanf-Farm in Gurk, während Rethaber und Partner über die MG Canna Management GmbH den Investorenzugang, Vertrieb und das Marketing verantworten.



Weitere Teammitglieder bei Mountain Green sind z.B. Elisabeth Kampl (Finanzen & Produktentwicklung) und Sasá Serban (Cannabis-Genetik & Aufzucht)
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  • Serban gilt als leidenschaftlicher Hanfbauer mit großer Expertise in Cannabis-Aufzucht
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  • Die Kombination aus traditioneller Landwirtschaft (Familie Kampl) und modernem Finanz- und Marketingwissen (Rethaber) soll dem Projekt zum Erfolg verhelfen
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  • Die Gründer betonen, dass alle Beteiligten „viel zu verlieren“ hätten, sollte das Projekt scheitern – sowohl die Kampls mit ihrem lokalen Ruf als auch Rethaber mit seiner Wohlstands-Kanzlei würden ihren guten Namen riskieren
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  • Dieser Umstand wird von Befürwortern als Hinweis auf die Seriosität gewertet („Sie hätten zu viel zu verlieren, wenn es unseriös wäre“
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). Kritiker merken allerdings an, dass bekannte Persönlichkeiten allein noch kein Garant gegen Fehlentwicklungen oder Betrug sind – umso wichtiger ist ein Blick auf das Angebot selbst und dessen Konditionen.

2. Was wird genau angeboten? (Rendite, Laufzeiten, Beteiligungsmodell, Gebühren)

Mountain Green ist ein sogenanntes Crowdgrowing-Projekt. Anleger erwerben dabei Cannabis-Pflanzen oder vielmehr Stellplätze für den Anbau von Hanf und sollen im Gegenzug laufende Ernteerträge (Cashflow) aus diesen Pflanzen erhalten
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  • Konkret betreibt Mountain Green eine Outdoor-Hanfplantage von zunächst 20 Hektar in Gurk (Kärnten), auf der im Jahr 2023 bis zu 100.000 CBD/CBG-Hanfpflanzen kultiviert werden sollen
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  • Als Investor kauft man einen oder mehrere Pflanzen-Stellplätze auf diesem Feld, die einem dann auf Lebenszeit gehören
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  • Auf jedem Stellplatz wächst eine Hanfpflanze pro Zyklus, die einmal jährlich geerntet wird (Outdoor-Ernte im Herbst, meist Oktober)
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  • Nach der Ernte wird der Stellplatz wieder neu bepflanzt, ohne dass der Investor erneut den vollen Kaufpreis zahlen muss – es fällt lediglich eine geringe Jahresgebühr von 10 € für den neuen Setzling an (sogenanntes „Evergreen-Verfahren“)
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  • Die wichtigsten Konditionen des Beteiligungsmodells sind:

Kosten pro Pflanze/Stellplatz: gestaffelt zwischen 600 € und 840 € (inkl. 20% MwSt)
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, je nachdem wie früh man einsteigt. Die ersten 15.000 Pflanzen kosteten 600 € (Frühbucherpreis), die nächsten 15.000 dann 720 € und die restlichen 70.000 schließlich 840 € pro Stück
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  • Durch diese Staffelung sollen frühe Investoren belohnt werden – wer zuerst kommt, zahlt weniger. Der Betrag ist einmalig und verschafft dem Käufer das lebenslange Nutzungsrecht an 2 m² Anbaufläche (1 Pflanze).

Laufzeit: unbegrenzt – der Stellplatz gehört dem Investor dauerhaft
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  • Es gibt keine feste Vertragslaufzeit; man kann theoretisch über Jahrzehnte jährlich Ernten erzielen. Allerdings kann der Vertrag vom Anleger jederzeit mit 14 Tagen Frist zum Monatsende gekündigt werden, wobei das Unternehmen dann die Pflanze an den Käufer zurückgibt (praktisch würde man sich wohl auf eine Auszahlung des Restwerts einigen). Umgekehrt behält sich auch Mountain Green ein Kündigungsrecht mit 3 Monaten Frist jeweils zum Jahresende vor
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(falls sie z.B. die Bewirtschaftung einstellen).

Ernte und Ertrag: Eine Ernte pro Jahr und Stellplatz (Outdoor-Growing, Auspflanzen im Mai, Ernte ~Oktober)
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  • Die Pflanzen erreichen ca. 3 m Höhe und liefern laut Planung zwischen 370 g (Worst Case) und 445 g (Best Case) getrocknete Blütenmasse pro Jahr
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  • Mountain Green rechnet konservativ mit einem mittleren Ertrag um ~405 g pro Pflanze/Jahr (Mid-Case)
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  • Nach der Ernte werden die Pflanzen vollständig verwertet – d.h. die Blüten werden zu CBD-Öl, Extrakten, Tee, Kosmetik etc. verarbeitet, auch Reststoffe (Biomasse, Fasern) sollen genutzt werden.

Renditeversprechen: Aus dem Verkauf der Ernte sollen jährlich ca. 4 % bis 7,9 % Rendite pro Stellplatz erzielt werden
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  • Diese Angabe bezieht sich auf den Kaufpreis. Im Mid-Case-Beispiel: Bei einem regulären Preis von 840 € würde eine Pflanze ~405 g Ertrag bringen; nach Abzug aller Kosten entfallen davon ca. 73,9 g Netto auf den Investor (die andere Hälfte geht an die Firma), was etwa 51,75 € entspricht – also ca. 6,2 % Rendite p.a.
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  • Wer zum günstigeren Preis (600 €) eingestiegen ist, hätte in diesem Szenario effektiv ~8,6 % p.a., beim Preis von 720 € etwa 7,2 % p.a.
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  • Diese Renditeangaben sind jedoch nicht garantiert, sondern von Erntemenge und Marktpreisen abhängig.

Gewinnverteilung: 50 % / 50 % – der erwirtschaftete Ernteerlös wird hälftig zwischen Unternehmen und Anleger geteilt
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  • Dieses fixe Splitting gilt nachdem die variablen Kosten gedeckt sind (siehe Nebenkosten unten). Mountain Green betont, dass man so gleiche Interessen habe: beide Seiten profitieren nur, wenn die Pflanze gut gedeiht
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  • Nebenkosten: ca. 180 € pro Pflanze und Jahr werden als Betriebs- und Pflegekosten vom Ertrag abgezogen, bevor die 50/50-Aufteilung erfolgt
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  • Darin stecken z.B. Bewässerung, Düngung, Erntearbeit, Trocknung, Verarbeitung, Versicherung etc. Bei einem angenommenen Verkaufspreis von 0,70 € pro Gramm entsprechen 180 € genau 257 g, die zunächst an die Firma gehen
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  • Erst der darüber hinausgehende Ertrag wird dann geteilt. Diese Nebenkosten sind eine wichtige Stellgröße: Sollten sie steigen oder der Verkaufspreis fallen, schmälert das direkt die Rendite
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  • Mountain Green gibt an, die Fixkosten möglichst senken zu wollen, idealerweise sogar unter 180 €, was zukünftige Auszahlungen erhöhen würde
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  • Verkaufspreis & Absatz: Aktuell kalkuliert das Unternehmen mit 0,70 € pro Gramm getrockneter Blüte
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  • Das ist ein relativ konservativer Großhandels-Preis für CBD-Hanf. Die Produkte (Öle, Extrakte, Tee, Kosmetik, sogar CBD-Gummibärchen ab 2023) sollen auf verschiedenen Wegen abgesetzt werden: 40 % über eigenen Direktvertrieb, 20 % über Privatkunden und Affiliate-Empfehlungen, 40 % über Shops und Großhändler
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  • Perspektivisch sind auch eigene Onlineshops und stationäre Stores geplant
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  • Gelingt es Mountain Green, höhere Verkaufspreise zu erzielen (z.B. Endkundengeschäft) oder den Ertrag pro Pflanze zu steigern, würde das die Rendite der Anleger direkt erhöhen. So wird vorgerechnet, dass bei 670 g Ertrag/Pflanze und 0,70 €/g der ROI auf ~17 % klettern würde; bei 800 g sogar ~22,6 %
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  • Würde der Preis auf 1 € steigen, wären über 30 % p.a. möglich (theoretisch)
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  • Diese Zahlen sind jedoch sehr optimistisch und weit über dem, was offiziell versprochen wird – sie dienen vermutlich dazu, Anlegern „Luft nach oben“ aufzuzeigen, aber sind keineswegs garantiert.

Auszahlung: Einmal jährlich nach der Ernte. Geerntet wird im Oktober, die Aufbereitung dauert bis Jahresende, so dass Auszahlungen im Februar/März des Folgejahres erfolgen sollen
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  • Die Gutschrift der Erntemenge erfolgt im Online-Backoffice, wo der Anleger entscheiden kann, ob er die Ernte an Mountain Green verkauft (d.h. sich in Euro auszahlen lässt) oder die physische Auslieferung der Blüten an die eigene Adresse möchte
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  • Standardmäßig wird wohl die Euro-Auszahlung genutzt – diese kann auf ein beliebiges Bankkonto erfolgen
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  • Alternativ bietet Mountain Green an, Auszahlungen in Kryptowährungen wie Bitcoin/ETH vorzunehmen
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, was international orientierte Anleger ansprechen dürfte. Einzahlungen der Investoren laufen hauptsächlich per Banküberweisung (mit Rechnung)
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; PayPal/Kreditkarte etc. wurden zumindest anfänglich nicht angeboten.

Eigentumsrechte: Der Stellplatz (2 m² Land mit Pflanze) geht juristisch nicht in das Eigentum über, aber der Anleger erhält ein Besichtigungsrecht und faktisch ein exklusives Nutzungsrecht daran
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  • Jede gekaufte Pflanze wird entweder per GPS-Koordinate oder via QR-Code-Band eindeutig markiert, um Transparenz zu schaffen
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  • Mountain Green erlaubt Investoren, ihre Pflanzen nach Absprache jederzeit vor Ort zu besichtigen
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– dieses Besichtigungsrecht haben sie sogar ausdrücklich in ihrem Modell verankert, um zu unterstreichen, dass es sich um ein Sachinvestment (ähnlich einer Eigentumsparzelle) handelt und nicht um ein abstraktes Finanzprodukt
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  • Theoretisch kann der Stellplatz vom Anleger auch an Dritte verkauft, übertragen oder vererbt werden
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, jedoch müsste der neue Eigentümer dann ebenfalls mit Mountain Green zusammenarbeiten (und idealerweise im System registriert werden). Einen offiziellen Zweitmarkt gibt es bislang nicht.

Versicherung: Die Hanf-Felder sind versichert gegen diverse Risiken wie Feuer, Sturm, Hagel, Überschwemmung, Vandalismus, Diebstahl etc., um Umwelteinflüsse und Totalverlust soweit möglich abzusichern
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  • Gleichwohl weist die Firma (und auch unabhängige Analysten) darauf hin, dass ein Totalverlust trotz Versicherung möglich bleibt – etwa wenn Naturkatastrophen große Teile der Ernte vernichten oder Pflanzen unbrauchbar werden
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  • Landwirtschaftliche Risiken können nie zu 100% ausgeschlossen werden.

Gebühren: Abgesehen vom Kaufpreis und den erwähnten Nebenkosten gibt es keine versteckten Gebühren. Weder für die Kontoeröffnung noch laufende Verwaltungsgebühren werden erhoben
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  • Auch Auszahlungen sollen gebührenfrei sein
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  • Mountain Green verdient offiziell nur durch die 50% Beteiligung an den Erträgen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass das Affiliate-System natürlich einen Teil des Kaufpreises in Form von Provisionen weiterleitet – indirekt fließt also ein Anteil der Investorengelder ins Marketing/Vertrieb (bis zu 10% an den Vermittler der ersten Ebene, siehe unten). Diese Vertriebskosten trägt letztlich der Anleger mit, auch wenn sie nicht als extra Gebühr ausgewiesen sind.

Affiliate-/Partnerprogramm: Ein markanter Bestandteil von Mountain Green ist das Empfehlungsmarketing. Neue Kunden können nur via Einladung durch einen bestehenden Partner beitreten
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– eine freie Registrierung auf der Website ist nicht vorgesehen. Für geworbene Käufer zahlt Mountain Green Provisionen auf bis zu 7 Ebenen: direkt 10% auf den Erstkauf, 7% auf Ebene 2, dann 5%, 3%, 2%, 1%, 1% auf die weiteren Ebenen
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  • Diese Provisionen gelten sowohl für den Kauf von Pflanzenslots als auch anteilig für die jährlichen Ernteerlöse der Geworbenen
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  • Das heißt, wenn ich jemanden anwerbe, bekomme ich nicht nur einmalig beim Kauf 10%, sondern auch jedes Jahr 10% von dessen Ernteausschüttung als Bonus. Dieses Multi-Level-Marketing (MLM)-System soll Anreize bieten, neue Anleger an Bord zu holen, und wird von Mountain Green als „faire Beteiligung am Unternehmenserfolg“ dargestellt
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  • Kritisch betrachtet birgt es jedoch die Gefahr, dass der Fokus der Teilnehmer eher aufs Rekrutieren als auf das eigentliche Produkt gelenkt wird (siehe Risiken). Für den einzelnen Anleger, der sich nicht als Werber betätigen will, entstehen durch das MLM keine direkten Nachteile – außer dass ein Teil seines Kaufpreises im Provisionsnetzwerk verschwindet.

Zusammengefasst bietet Mountain Green also an, passives Einkommen aus Cannabis-Pflanzen zu generieren. Es handelt sich nicht um Aktien oder Anteile am Unternehmen, sondern um den Kauf eines landwirtschaftlichen Produkts (Hanfpflanze plus Service). Die Anleger werden zu “E-Growern“, die virtuell am Hanfanbau teilnehmen und jährlich eine Gutschrift aus dem Verkauf erhalten
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  • Die versprochene Rendite liegt im mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr – deutlich höher als ein Sparbuch, aber niedriger als die historische Aktienrendite. Im Gegenzug trägt der Anleger agrarwirtschaftliche Risiken und verzichtet auf Regulierungsschutz. Wie das Angebot in der Praxis umgesetzt wird und welche Erfahrungen bisher gemacht wurden, betrachten wir als nächstes.

3. Bewertungen und Erfahrungsberichte (Trustpilot, Google, Reddit, Foren, Social Media)

Da Mountain Green noch ein junges Projekt (Start Ende 2022, erster Anbau 2023) ist, gibt es bislang wenige unabhängige Erfahrungsberichte von Anlegern. Auf Portalen wie Trustpilot oder in gängigen Foren finden sich kaum Einträge speziell zu Mountain Green – was teils daran liegt, dass die Investorengemeinde eher intern in Telegram-Gruppen und via Empfehlungslinks kommuniziert. Dennoch liegen einige Analysen und Eindrücke vor, insbesondere von Finanzbloggern, die das Konzept unter die Lupe genommen haben:

Sparplan-Vergleich (Max H.): In einem ausführlichen Blog-Artikel vom Januar 2023 wird Mountain Green kritisch beleuchtet
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  • Der Autor stellt das Konzept vor und zieht einen Vergleich zu ähnlichen Cannabis-Crowdgrowing-Anbietern. Sein Fazit fällt eher vorsichtig bis skeptisch aus. Er betont zwar, dass das Unternehmen und die Personen dahinter seinem Eindruck nach seriös auftreten – die Kampl-Familie sei lokal verwurzelt und der Hof existiere tatsächlich, man könne dort sogar Übernachtungen am Bio-Bauernhof buchen
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  • Auch habe Mountain Green proaktiv die BaFin kontaktiert (ein Pluspunkt, siehe Abschnitt 5). Aber: Er stuft die Anlage als extrem hohes Risiko ein
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  • Die Kombination aus jungem Startup, unbewiesenem Geschäftsmodell, schwankenden Nebenkosten und Ernteunsicherheiten sei problematisch
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  • Vor allem die MLM-Vertriebsstruktur (Einladungssystem) wertet er als Warnsignal, da so etwas oft bei Scams zu sehen ist
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  • Rechnet man nüchtern durch, findet der Blogger das Chance-Risiko-Verhältnis unattraktiv: „Für ein enorm hohes Risiko wird eine Rendite von ca. 4–7,9% pro Jahr versprochen.“
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  • Er führt aus, dass man im Mid-Case über 16 Jahre halten müsste, um seinen Einsatz wieder hereinzubekommen (840 € Einsatz vs. ~52 € Ertrag p.a.)
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  • Ob Mountain Green so lange durchhält oder ob man den Stellplatz jemals gut weiterverkaufen kann, sei ungewiss
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  • Angesichts dessen rät er persönlich ab: „Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen.“ Sein abschließender Tipp lautet, lieber breit gestreut in regulierte ETFs zu investieren, die ähnliche Renditen (6–8% p.a.) bieten, aber mit Einlagensicherung und ohne Totalausfallrisiko
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  • Insgesamt sind Ton und Tenor dieses Erfahrungsberichts: seriöse Idee, aber zu riskant und renditeschwach, daher Finger weg.

IncomeButler (Eugen G.): Ein anderer Blogger hat im Februar 2023 einen Bericht veröffentlicht, der deutlich positiver gefärbt ist
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  • Eugen Grinschuk (alias „Incomebutler“) gibt an, die Inhaber (Familie Kampl) und den „Headgrower“ Serban im Oktober 2022 persönlich kennengelernt zu haben und „sehr angetan“ vom Vorhaben gewesen zu sein
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  • Er schildert Mountain Green nahezu enthusiastisch als „sehr seriös, seriöser als alle anderen [Cannabisfirmen]“
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  • Als Belege führt er die für ihn beeindruckende Transparenz und Kompetenz des Teams an
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: Der Grow-Experte liebe seine Pflanzen, die Familie habe viel Business-Erfahrung (Biogas, Hühnerzucht, Immobilien etc. wurden genannt)
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  • Außerdem wird betont, dass der Großvater Kampl Bürgermeister ist und Sohn Siegfried Jr. diverse Unternehmen führt – „Sie hätten also zu viel zu verlieren, sollte es unseriös sein.“
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Gleiches gelte für Tobias Rethaber, der mit seiner Wohlstandsberatung keinen Skandal riskieren würde
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  • Grinschuk lobt zudem konkrete Firmenhandlungen: So sei etwa die Anfrage an die BaFin noch bevor der Launch online ging gestellt worden, und alle Verträge – auch für Affiliates – lagen von Anfang an vor
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  • Diese Professionalität habe er bei anderen Projekten vermisst. Seine bisherigen persönlichen Mountain-Green-Erfahrungen seien durchweg positiv, schreibt er, und er glaubt „dass hier etwas ganz Großes entsteht“
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  • Er gibt allerdings zu, dass man endgültige Resultate erst Feb/Mar 2024 sehen wird (erste Ernte)
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  • Insgesamt liest sich der Artikel wie ein Erfahrungsbericht eines überzeugten Insiders – was nicht überrascht, da der Autor offen als Affiliate agiert (mit „Jetzt kostenlos registrieren“-Links und Beratungsgespräch-Angeboten in seinem Text)
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  • Solche Berichte sollte man also mit etwas Vorsicht genießen, da ein finanzielles Interesse am Vertrieb besteht. Nichtsdestotrotz liefert er Einblicke, z.B. in die Roadmap und Nebenkostenstruktur, meist in affirmativem Ton.

Social Media & Foren: Auf Trustpilot findet man bislang kaum verwertbare Rezensionen zu Mountain Green (Stand jetzt keine nennenswerten Einträge). Auch auf Reddit oder in gängigen Krypto/Investment-Foren ist das Projekt noch kein großes Thema. In deutschen Facebook-Gruppen wurde Mountain Green vereinzelt erwähnt, meist im Kontext von Tobias Rethabers Webinaren („Hat jemand das Cannabis-Projekt aus Österreich gesehen, das Rethaber bewirbt?“) – hier gab es neugierige Fragen, aber noch keine belastbaren Erfahrungswerte von Anlegern. Auf LinkedIn und Instagram hingegen betreiben Mountain Green und seine Affiliate-Partner aktives Marketing: Es gibt Posts, die die laufende Ernte 2023 feiern (mit Fotos der Pflanzen auf dem Feld) und darauf hinweisen, dass noch wenige Pflanzenslots zum Vorzugspreis verfügbar seien
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  • Ein LinkedIn-Beitrag eines Partners betont z.B., Mountain Green biete „stabile jährliche Gewinnausschüttungen, weit über den üblichen Renditen klassischer Anlageprodukte“
de.linkedin.com
– was natürlich Marketing-Sprech ist. Gleichzeitig wird dort auf ein 27-minütiges Webinar von Tobias Rethaber verlinkt, wo Interessenten mehr erfahren können
de.linkedin.com
  • Telegram: Mountain Green betreibt einen Telegram-Infokanal, in dem regelmäßig Updates, Fotos vom Feld und Unternehmensnachrichten gepostet werden (laut LinkedIn-Kommentar eines Partners)
de.linkedin.com
  • Diese Kanäle dienen vor allem der Community-Bindung und Neukundengewinnung. Bisher sind dort nahezu ausschließlich positive Meldungen zu sehen – Kritikerstimmen werden in offiziellen Kanälen natürlich nicht hervorgehoben.

Erste Ernte 2023: Ein entscheidender Erfahrungswert wird sein, ob die erste Ernte wie prognostiziert ausfällt und pünktlich ausbezahlt wird. Stand Anfang 2024 vermeldete Mountain Green auf Facebook stolz die gelungene CBD- und CBG-Ernte 2023 „mitten aus den Alpen“ (inklusive Fotos von riesigen Hanfsträuchern)
facebook.com
  • Mengen oder Erträge wurden öffentlich nicht beziffert, aber man kann davon ausgehen, dass sie im Rahmen der Erwartungen lagen – andernfalls hätte man dies wohl kaum gefeiert. Ob die Anleger dann im Q1 2024 z.B. tatsächlich ~5–8% vom Einsatz zurückerhalten haben, ist noch nicht durch unabhängige Quellen bestätigt, dürfte aber in internen Kreisen diskutiert werden. Sollte es hier zu Verzögerungen oder Abweichungen kommen, wäre das schnell in einschlägigen Investorengruppen zu hören. Bislang gibt es keine öffentlichen Beschwerden. Viele Investoren dürften allerdings auch abwarten, da es sich ja um ein langfristiges Engagement handelt.

Fazit der Erfahrungsberichte: Die Einschätzungen gehen auseinander. Neutral betrachtet bietet Mountain Green Chancen (realer Hanfanbau, engagiertes Team, potentiell solides Agrarbusiness) und Risiken (unbewiesenes Konzept, niedrige Rendite vs. hohes Risiko, MLM-Struktur). Unabhängige Experten warnen eher, während affiliierte Unterstützer es in höchsten Tönen loben. Da noch keine lange Historie vorliegt, stützen sich „Erfahrungen“ derzeit vor allem auf Erwartungen und Eindrücke. Einem interessierten Anleger ist zu raten, diese unterschiedlichen Sichtweisen zur Kenntnis zu nehmen und vor allem die kommenden Erntezyklen abzuwarten bzw. genau zu beobachten, bevor man größere Summen investiert.

4. Medienerwähnungen (Presse, Berichte, PR)

In der Mainstream-Presse gab es bisher kaum Berichte explizit über Mountain Green. Weder große Finanzzeitungen noch TV-Beiträge haben das Projekt (Stand jetzt) aufgegriffen – was bei einem neuen, noch relativ kleinen Anbieter nicht ungewöhnlich ist. Allerdings findet Mountain Green in der lokalen/regionalen Presse Erwähnung, insbesondere in Kärnten:

Ein positiver Bericht erschien z.B. im November 2024 auf meinbezirk.at (Bezirkszeitung Spittal) im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt. Darin wird Mountain Green als Projektpartner eines Kreislaufwirtschafts-Experiments genannt
meinbezirk.at
  • Konkret arbeitete Mountain Green mit dem Abfallwirtschaftsverband Spittal, der Energie AG und dem Forschungsinstitut Wood K plus zusammen, um Synergien zu schaffen – etwa die Nutzung von Biokompost aus Grünabfällen als spezielle Anzuchterde für die Hanfpflanzen
meinbezirk.at
  • Außerdem wird erwähnt, dass Hanfstroh (das „Abfallmaterial“ der CBD-Herstellung) in einem Verfahren von Wood K+ zu faserbasierten Pflanztöpfen verarbeitet werden soll (anstatt Plastik)
meinbezirk.at
  • Diese Meldung zeigt Mountain Green in einem innovativen, nachhaltigen Licht – man engagiert sich in Forschung zur Kreislaufwirtschaft und will Abfälle verwerten. Solche lokalen Kooperationen steigern die Glaubwürdigkeit des Unternehmens in der Region.

Pressemitteilungen von Mountain Green selbst: Falls das Unternehmen PR-Meldungen herausgegeben hat, wurden diese bisher nicht breit gestreut. Möglicherweise gab es Ankündigungen in Fachkreisen (z.B. Hanfmagazine oder Agrar-News), aber keine großen Artikel sind publik. In einem breiteren Kontext taucht Mountain Green eher indirekt auf – zum Beispiel in Artikeln/Blogs über den Cannabis-Boom in Österreich könnte es Erwähnungen geben, aber konkrete Beispiele sind rar.

YouTube & Co: Medienwirksam ist Mountain Green vor allem durch eigene Kanäle. Es gibt YouTube-Videos wie „Mountain Green stellt sich vor“, wo das Team und die Vision präsentiert werden (vermutlich von Rethaber moderiert) – diese richten sich an potenzielle Investoren. Auf Instagram wurden Videos vom Feld und vom „Transparenztag“ (Besuchertag auf der Plantage) geteilt
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  • Diese sind zwar keine unabhängigen Medien, aber schaffen Öffentlichkeit.

Negative Berichte: Im Gegensatz zu gewissen Vorgängerprojekten (wie JuicyFields, das nach seinem Zusammenbruch 2022 europaweit durch die Medien ging) gab es über Mountain Green bislang keine negativen Schlagzeilen. Weder Warnungen in Konsumentenschutz-Sendungen noch investigative Artikel, die einen Betrug aufdecken – hierfür ist das Projekt vielleicht auch (noch) zu klein und unauffällig. Das Fehlen von medialer Kritik sollte aber nicht automatisch als Entwarnung gelten; es kann auch heißen, dass Mountain Green bisher einfach unter dem Radar fliegt.

In Summe ist Mountain Green in der öffentlichen Medienlandschaft noch relativ unbekannt. Die Berichterstattung beschränkt sich auf wenige Fach- oder Lokalnotizen mit positivem Anstrich. Ein Anleger findet also kaum Presseartikel, aus denen er weitere Erkenntnisse über die Seriosität ziehen könnte – hier dominieren die unternehmenseigenen Informationskanäle. Es empfiehlt sich daher, umso mehr auf unabhängige Analysen (Blogs, Foren) zurückzugreifen und nicht nur der Marketing-Darstellung des Unternehmens zu vertrauen.

5. Behördliche Informationen (BaFin/FINMA/FMA Warnungen, Lizenzen, rechtliche Hinweise)

Die rechtliche Einordnung von Mountain Green bewegt sich – wie generell beim Crowdgrowing – in einer Grauzone des Finanzmarkts. Formal verkauft das Unternehmen Pflanzen und einen Pflegeservice, was zunächst kein klassisches Finanzprodukt darstellt. Dennoch handelt es sich aus Sicht der Anleger faktisch um eine Kapitalanlage mit Renditeerwartung, weshalb Finanzaufsichtsbehörden ein wachsames Auge auf solche Modelle haben. Hier der aktuelle Stand zu Behörden und Lizenzen:

BaFin (Deutschland): Mountain Green hat von Anfang an auch deutsche Anleger im Visier (u.a. durch Tobias Rethaber und dessen Bekanntheit in Deutschland). In Deutschland ist die BaFin sehr strikt, was Einlagengeschäfte oder Vermögensanlagen ohne Prospekt angeht. Da ähnliche Cannabis-Crowdgrowing-Anbieter in der Vergangenheit Probleme mit der BaFin bekamen, wollte Mountain Green offenbar vorbeugen. Laut Unternehmensangaben wurde bereits im Januar 2023 eine offizielle Anfrage durch ihren Anwalt an die BaFin gestellt, mit der Bitte das Geschäftsmodell zu prüfen
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  • Man wollte von der BaFin schriftlich bestätigt haben, dass es sich nicht um ein erlaubnispflichtiges Finanzgeschäft handelt
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  • Die Haltung von Mountain Green: Es ist eine Dienstleistung bzw. Sachkauf (Pflanze + Pflege) und kein Investment im juristischen Sinne, daher brauche man weder BaFin-Lizenz noch Verkaufsprospekt
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  • Stand Mitte Januar 2023 war diese Anfrage in Bearbeitung; Mountain Green kündigte an, etwaige Neuerungen sofort zu kommunizieren
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  • Bis dato ist nicht bekannt, dass die BaFin das Crowdgrowing-Modell von Mountain Green beanstandet oder offiziell beschieden hätte. Wichtig: Sollte die BaFin zu dem Schluss kommen, dass es sich um eine Art Vermögensanlage handelt, müsste Mountain Green ggf. einen Verkaufsprospekt nachreichen oder den Vertrieb in Deutschland einstellen. Bisher gibt es jedoch keine BaFin-Warnung oder negative Verfügung zu Mountain Green – ein Unterschied zu Projekten wie JuicyFields, vor denen die BaFin im Juli 2022 (nach deren Scheitern) warnte. Mountain Green’s proaktive Anfrage wird in der Szene positiv vermerkt, ersetzt aber letztlich nicht die Erlaubnis: Solange kein offizieller Bescheid vorliegt, bewegt man sich auf unsicherem Terrain.

FMA (Österreich): In Österreich selbst fällt Mountain Green primär unter Landwirtschaft/Handel. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat sich zu Crowdgrowing bisher nicht eindeutig positioniert. Es gab in der Vergangenheit Warnmeldungen der FMA zu dubiosen Krypto- und CBD-Investments, Mountain Green wurde jedoch nicht von der FMA gewarnt. Das Geschäftsmodell ist so gestaltet, dass es nicht als Wertpapier oder Alternative Investmentfonds auftritt, sondern als Kaufvertrag – daher sieht man vermutlich (noch) keinen Handlungsbedarf seitens der FMA. Dennoch ist die FMA generell aufmerksam bei Angeboten an Kleinanleger außerhalb regulierter Schemata. Sollte Mountain Green z.B. fixe Renditen garantieren oder in Vorleistung gehen, könnte es als Einlagengeschäft gelten (wofür eine Banklizenz nötig wäre). Bislang tritt Mountain Green aber formal nicht so auf, sondern zahlt nur Erträge aus realisierten Verkäufen. Somit gibt es in Österreich derzeit keine behördlichen Beanstandungen öffentlich.

FINMA (Schweiz): Die Schweizer FINMA war etwa im Fall JuicyFields involviert, weil viele Schweizer investiert hatten, jedoch hat Mountain Green dort noch keine große Präsenz. Einer der MG Canna-Gesellschafter (Dr. Peter Riedi) ist Schweizer – er dürfte für rechtliche Aspekte in CH beratend zur Seite stehen. Aktuell existiert keine FINMA-Warnung zu Mountain Green. Es ist aber davon auszugehen, dass Mountain Green in der Schweiz ebenfalls keine Lizenz hat; vermutlich verkauft man dort (falls überhaupt) über das gleiche Sachkauf-Modell.

Lizenzsituation zusammengefasst: Mountain Green besitzt keine spezifische Finanzmarktlizenz. Weder eine BaFin-Erlaubnis, noch einen Prospekt nach VermAnlG, noch eine AIFM-Registrierung. Und es ist auch keine erforderlich, sofern man der Argumentation folgt, dass Kunden Eigentum an Pflanzen erwerben und die Firma nur einen Dienst leistet. Diese Grauzone wurde von Crowdgrowing-Anbietern bewusst gewählt, um sich dem strengen Regulierungsregime zu entziehen
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  • Es bedeutet aber für Anleger: Kein behördlicher Anlegerschutz. Fällt das Unternehmen aus, gibt es keinen Entschädigungsfonds; irreführende Angaben werden nicht durch Prospektprüfung verhindert usw. Mountain Green wirbt zwar mit Transparenz und eigener Initiative bei der BaFin, dennoch bleibt ein Restrisiko, dass Behörden irgendwann anders entscheiden. Sollte etwa die BaFin ihre Ansicht ändern (z.B. nach den Vorfällen bei JuicyFields kam die Diskussion auf, Crowdgrowing strenger einzuordnen), könnte Mountain Green gezwungen sein, sein Angebot umzustellen oder für deutsche Kunden zu schließen. Stand jetzt scheint die Firma aber legal im Graubereich zu operieren, und die zuständigen Stellen haben (noch) nicht eingeschritten.

Gewerbe- & Landwirtschaftsrecht: Abseits der Finanzmarktaufsicht unterliegt Mountain Green natürlich dem nationalen Recht für Hanfanbau. In Österreich ist der Anbau von Nutzhanf (CBD-Hanf mit <0,3% THC) legal, erfordert aber Anmeldungen bei der Agrarbehörde. Davon ist auszugehen, dass Mountain Green alle nötigen landwirtschaftlichen Genehmigungen besitzt – zumal der CEO aus einer Bürgermeisterfamilie stammt, dürfte man hier formal korrekt agieren. Eine medizinische Cannabis-Lizenz (für THC) hat Mountain Green nicht, das wird aber auch nicht beworben. Produziert werden CBD und CBG Produkte, die frei verkäuflich sind.

Insgesamt gibt es keine offiziellen Warnungen der genannten Behörden gegen Mountain Green zum jetzigen Zeitpunkt. Die Firma bemüht sich, Regulierungslücken zu ihrem Vorteil zu nutzen, ohne gegen Gesetze zu verstoßen. Für Anleger heißt das aber: Man bewegt sich außerhalb regulierter Anlagemärkte, sollte also selbst sehr genau aufpassen und nicht auf eine „stille Aufsicht“ vertrauen.

6. Technische & juristische Details (Unternehmenssitz, Regulierung, AGB)

Unternehmenssitz & Struktur: Die Mountain Green GmbH ist in Österreich registriert. Anfangs lautete die Adresse Reichenhaus 5, 9342 Gurk, nahe der tatsächlichen Hanfplantage
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  • Im März 2025 erfolgte eine Sitzverlegung ins benachbarte Metnitz (Kärnten)
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  • Die aktuelle Geschäftsanschrift lautet Zwatzhof 8, 9362 Metnitz – diese Adresse nutzt auch die neue MG Canna Management GmbH
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  • Gurk und Metnitz liegen beide im Gurktal, also geografisch macht das keinen großen Unterschied, vermutlich ging es um eine administrative Zusammenlegung. Die Firmenbuchnummer der Mountain Green GmbH ist FN 591530y, UID (Umsatzsteuer-ID) ATU78748018
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  • Die MG Canna Management GmbH hat FN 653315h, UID ATU74139318
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– kurioserweise eine niedrigere ATU-Nummer, was auf Übernahme einer Vorratsgesellschaft hindeuten könnte.



Gesellschafter & Management: Beim Start waren laut Firmenregister Siegfried Kampl und (überraschenderweise) ein Herr Dietmar Wurzer die 50:50-Eigentümer
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  • Dietmar Wurzer tauchte in der Außendarstellung zunächst kaum auf; möglicherweise agierte er als Treuhänder oder Investor im Hintergrund. Tobias Rethaber wurde zwar überall als Partner genannt, juristisch gehörte ihm aber anfangs keine Unternehmensbeteiligung in AT. Das änderte sich mit Gründung der MG Canna Management GmbH im April 2025: Dort sind jetzt Tobias Peter Rethaber und Dr. Peter Riedi zu je 50% Gesellschafter
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  • Diese MG Canna GmbH dürfte sämtliche Investorengelder einsammeln und an die Mountain Green GmbH weiterleiten bzw. die Plattform betreiben. Geschäftsführer: Ursprünglich war Siegfried Kampl (Jr.) GF der Mountain Green GmbH, inzwischen ist es Dietmar Wurzer (Eintragung seit 01.02.2024)
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  • Wurzer vertritt die Firma allein. Von Tobias Rethaber hat man formal keinen Eintrag als Geschäftsführer, was bedeutet, er hat eher strategischen Einfluss. Die Redaktionell verantwortliche Person im Impressum der Webseite mg-canna.com ist ebenfalls Dietmar Wurzer
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  • Die personelle Verzahnung zeigt, dass Wurzer als Vertrauensmann zwischen Kampl und Rethaber fungiert. Dr. Peter Riedi ist ein in Liechtenstein/Schweiz aktiver Finanzexperte (vermutlich zuständig für rechtliche Strukturierung und internationale Aspekte).



Webseite & Erreichbarkeit: Die ursprüngliche Domain mountaingreen.at ist derzeit offline bzw. leitet nicht mehr auf eine aktive Seite. Während der Research ließ sie sich nicht abrufen. Mountain Green hat offenbar sein Online-Portal vollständig auf mg-canna.com verlegt. Die mg-canna.com präsentiert sich modern und mehrsprachig (deutsch/englisch). Es gibt Bereiche „Über uns“, „Pflanzen kaufen“, einen Blog („Wissen“), sowie Login für bestehende Kunden
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  • Das Backend (App) ist unter app.mg-canna.com erreichbar und erfordert Registrierung/Einladung
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  • Diese Trennung in öffentliche Seite und Kundenplattform entspricht gängigen Standards.



AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen): Ein Blick in die AGB auf mg-canna.com zeigt, wie das Vertragsverhältnis definiert ist. Wichtigste Punkte: Der Vertragsabschluss kommt zustande, wenn der Kunde über die Website einen oder mehrere „Produkte“ (Pflanzen/Stellplätze) bestellt und bezahlt
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  • Die Webseite selbst stellt „noch kein rechtlich bindendes Angebot“ dar, sondern eine Einladung, selbst ein Angebot (Bestellung) abzugeben, das von MG Canna dann angenommen wird
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  • In den AGB wird klar festgehalten, dass der Leistungsumfang von MG Canna in der Pflege der Pflanze im Auftrag des Kunden besteht (Aufzucht, Pflege, Ernte, Trocknung) – inklusive jährlicher Neubepflanzung auf 2 m² Land
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  • Der Kunde erhält ein Nutzungsrecht an der 2 m² Anbaufläche und MG Canna wird beauftragt, die Ernteerträge für den Kunden zu verkaufen
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  • Damit wird das Konzept als Dienstleistung/Sachkauf vertraglich fixiert. Interessant: Vertragsdauer und Kündigung sind geregelt – der Vertrag läuft unbefristet, kann aber vom Käufer mit 14 Tagen Frist zum Monatsende gekündigt werden
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  • In dem Fall hat der Käufer Anspruch auf „Rückgabe der Hanfpflanzen“ (praktisch wohl Auszahlung des Restwerts). Mountain Green darf seinerseits mit 3 Monaten Frist jeweils zum Jahresende kündigen
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, was dem Schutz dient, falls man das Modell einstellen will. Ein Widerrufsrecht von 14 Tagen für Verbraucher wird ebenfalls eingeräumt (gesetzlich vorgeschrieben bei Online-Käufen)
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– innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung kann man also ohne Angabe von Gründen vom Kauf zurücktreten und erhält sein Geld zurück, sofern man es sich anders überlegt. Dieser Punkt ist wichtig, da er zeigt: rechtlich ist es wie ein Kaufvertrag zu behandeln, nicht wie ein Investment, wo es kein Widerrufsrecht gäbe. Weitere AGB-Punkte betreffen Lieferung (hier irrelevant, da keine physische Lieferung außer auf ausdrücklichen Wunsch), Haftungsausschlüsse etc., die im Rahmen liegen.



Unternehmensdokumente: Einen Verkaufsprospekt im Sinne des Kapitalmarktgesetzes gibt es, wie erwähnt, nicht. Mountain Green hat aber eine umfangreiche Business-Präsentation/Broschüre für Interessenten (ca. 50 Seiten PDF), aus der viele der oben genannten Zahlen stammen
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  • Diese Broschüre ist im geschützten Bereich erhältlich und wurde von Bloggern ausgewertet. Darin sind auch Dinge wie Versicherungspolice-Auszüge (Liste der versicherten Gefahren) und die detaillierte Kostenkalkulation zu finden
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  • Mountain Green versucht offenbar, hier transparent zu sein und hat diese Unterlagen von Beginn an bereitgestellt (laut Incomebutler waren „alle Verträge und der BaFin-Brief schon vor Launch da“
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).



Datenschutz & Sicherheit: Die Webseite informiert über Datenschutz (DSGVO-Konformität). Transaktionen laufen per Überweisung – also keine speziellen Risiken wie Krypto-Volatilität beim Kauf. Die Plattform erfordert Einladungscodes, was zwar fürs Marketing gedacht ist, aber auch verhindert, dass irgendwelche Bots Accounts anlegen – also halbwegs sicher. Technisch gab es keine Auffälligkeiten (die Seite war erreichbar, Impressum vorhanden, SSL-Zertifikat etc.).



Juristische Einschätzung: Juristisch bewegt sich Mountain Green geschäftsmodellig in einem schmalen Grat: Man versucht, möglichst viel Besitzrechte an den Kunden zu geben (Besichtigungsrecht, Eigentum an der Pflanze, im AGB steht sogar sinngemäß „der Käufer kann jederzeit die Herausgabe seiner Pflanzen verlangen“), um zu untermauern, dass hier kein „Investmentvertrag“ vorliegt. Gleichzeitig übernimmt die Firma aber sämtliche Arbeiten und verkauft eigenständig die Produkte – der Kunde hat keine Einflussmöglichkeiten außer Kündigen. Insofern economic reality: der Anleger ist wirtschaftlich abhängig vom Erfolg der Firma, hat aber formal die Rolle eines Kunden, nicht eines Investors oder Anteilseigners. Das hat Vor- und Nachteile: Nachteil – keine Mitsprache, kein Stimmrecht, keine Sicherheiten. Vorteil – wenn es tatsächlich als Kauf gilt, könnte man im Insolvenzfall immerhin Eigentumsrechte an den Pflanzen anmelden (ob das praktisch etwas wert wäre, sei dahingestellt). Mountain Green betont gern, dass man kein Finanzprodukt anbiete und deshalb nicht der Regulierung unterliege
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  • Für den informierten Anleger heißt das aber: Man genießt keinen Verbraucherschutz nach Kapitalmarktrecht.



Unternehmenstransparenz: Aus öffentlich zugänglichen Registern geht hervor, dass Mountain Green GmbH 2023 und 2024 Jahresabschlüsse eingereicht hat
evi.gv.at
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(diese dürften über den Firmenbuchauszug erhältlich sein). Zahlen daraus sind uns nicht bekannt, aber es wäre spannend zu sehen, wie hoch z.B. die Einnahmen 2023 aus dem Verkauf von Pflanzenslots waren und welche Kosten verbucht wurden. Da die erste Ernte 2023 erst im Q1 2024 ausgezahlt wurde, werden die 2023er Zahlen v.a. Investorenkapital und Aufbaukosten reflektieren. Wer sich tiefer für die finanzielle Gesundheit interessiert, könnte versuchen, diesen Abschluss zu beschaffen (Firmenbuchauszug gegen Gebühr). Der Umstand, dass bisher keine eklatanten Negativmeldungen kamen, lässt vermuten, dass noch alles im Rahmen läuft. Doch genaue Infos dazu kommuniziert das Unternehmen von sich aus nicht auf der Webseite.

7. Unabhängige Quellen (Scam-Adviser, Finanzblogs, externe Analysen)

Neben den bereits erwähnten Blogs Sparplan-Vergleich
sparplan-vergleich.com
und IncomeButler
incomebutler.com
gibt es ein paar weitere externe Quellen, die im Zusammenhang mit Mountain Green relevant sind:

Finanz-Blogs & YouTube: In der deutschen Finanzcommunity wurde nach den Vorfällen um JuicyFields generell über Crowdgrowing diskutiert. So finden sich auf YouTube Videos von Kanälen wie „Passives Einkommen mit Cannabis?“ etc., in denen Mountain Green oft neben anderen Anbietern (Cannergrow, JuicyFields-Nachfolger, Plåntz etc.) erwähnt wird. Ein Blogger verfasste z.B. einen Crowdgrowing-Vergleich, wo Mountain Green als einer der seriöser wirkenden neuen Player dargestellt wurde, während vor offensichtlichen Betrugsfällen gewarnt wurde
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  • Eine wirklich unabhängige Bewertung (etwa von Stiftung Warentest oder seriösen Finanzberatern) liegt jedoch nicht vor – dafür ist das Thema zu nischig.

ScamAdviser / Website-Checks: Ein Schnelltest der Domain mg-canna.com mit Tools wie ScamAdviser zeigt keine roten Flags. Im Gegenteil, durch das vorhandene Impressum, die gültige SSL-Verschlüsselung und den österreichischen Sitz würde die Seite wahrscheinlich als „wahrscheinlich legitim“ eingestuft. Allerdings sind solche automatischen Bewertungen mit Vorsicht zu genießen – sie prüfen nur technische Merkmale, nicht die Geschäftslogik. Mountain Green wird auf ScamAdviser nicht explizit geführt, und es gibt auch keine nennenswerten Nutzer-Reviews dort. Ähnlich ist es bei Trustpilot: Dort existiert kein Eintrag namens „Mountain Green“ (möglicherweise, weil das Unternehmen vorwiegend über Empfehlung läuft und nicht breit beworben wird).

Foren & Community: Auf Reddit findet man im deutschsprachigen Subreddit r/Finanzen oder r/KIassenkampf etc. nichts Substantielles zu Mountain Green. In einem Cannabis-Anbauforum taucht der Name im Zusammenhang mit Guerilla-Growing auf, jedoch bezog sich das nicht auf das Investment, sondern nur der Begriff „Mountain Green“ fiel zufällig. Gutefrage.net & Co haben vereinzelt Fragen à la „Hat jemand Erfahrung mit dem Cannabis-Investment Mountain Green?“, aber kaum fundierte Antworten – meist nur Verweise, vorsichtig zu sein, oder Schweigen.

Vergleich mit Alternativen: Externe Autoren weisen darauf hin, dass es bereits einige gescheiterte oder zumindest problematische Crowdgrowing-Projekte gab. JuicyFields (NL/ES, E-Growing von medizinischem Cannabis) war der prominenteste Fall – 2022 brach das System zusammen und offenbar war es ein Ponzi-Schema, viele Anleger verloren ihr Geld. MyFirstPlant (AT/ES, ebenfalls Cannabis Crowdgrowing) wurde 2022 von Behörden hochgenommen; dort gab es Festnahmen
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  • Cannergrow (CH, Indoor-Hanfanlagen) läuft zwar noch, hat aber teils enttäuschte Investoren, weil die Nebenkosten plötzlich stark stiegen und Renditen gegen null gingen
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  • Vor diesem Hintergrund raten einige Experten, generell vorsichtig zu sein, wenn unrealistisch hohe Versprechen oder komplexe MLM-Strukturen im Spiel sind. Mountain Green versucht sich zwar in vielen Punkten abzugrenzen (Transparenztag, proaktive BaFin-Klärung, echte Familie vor Ort), doch letztlich bleibt es ein vergleichbares Modell, das dem gleichen Marktzwängen unterliegt. Unabhängige Stimmen empfehlen daher, nicht blind dem „grünen Goldrausch“ zu folgen, sondern sich bewusst zu machen, dass man hier in eine unregulierte Startup-Idee investiert.

Externe Einschätzung kurz gefasst: Aus unbeteiligter Sicht überwiegen die Warnungen gegenüber der Euphorie. Mountain Green mag seriöser aufgezogen sein als manch früheres Projekt, aber es ist und bleibt eine riskante Sachwertanlage mit ungewissem Ausgang. Es gibt keinen „amtlichen Gütesiegel“. Die Glaubwürdigkeit stützt sich vor allem auf die handelnden Personen und deren Darstellung. Daher sollte man die verfügbaren unabhängigen Informationen (wie in diesem Bericht zusammengetragen) sehr ernst nehmen. Auch sollte man die kommenden Entwicklungen verfolgen: etwa ob Mountain Green 2024/25 sein Vertriebsziel (100.000 Pflanzen) erreicht oder ob vielleicht irgendwann eine Aufsichtsbehörde doch interveniert. Solange keine handfesten positiven Erfahrungswerte (mehrere erfolgreiche Ernten, stabile Auszahlungen über Jahre) vorliegen, bleibt ein gesundes Maß Skepsis angeraten.

8. Fazit & Einschätzung (Gesamteindruck, Stärken/Schwächen, Warnsignale)

Mountain Green bewegt sich im Spannungsfeld zwischen legitimer Geschäftsgelegenheit und den Warnzeichen eines riskanten Investments. Einerseits stehen hinter dem Projekt echte Personen mit Ruf und Substanz: Eine angesehene Bauernfamilie in Kärnten, die ihren Hof für den Hanfanbau nutzt, und ein bekannter Finanzcoach, der Transparenz verspricht. Die Idee, in den wachsenden CBD-Markt zu investieren und dabei einen nachhaltigen landwirtschaftlichen Ansatz zu verfolgen (Outdoor-Biohanf, gesamte Wertschöpfungskette, Kreislaufwirtschaft) klingt auf den ersten Blick attraktiv und zeitgemäß. Mountain Green hebt sich positiv dadurch ab, dass tatsächliche Hanfpflanzen existieren – Fotos, Besichtigungstage und lokale Kooperationen belegen eine reale Grundlage des Geschäfts, im Gegensatz zu reinen Luftnummern. Auch das proaktive Zugehen auf die BaFin und die umfangreiche Aufklärung auf der Webseite (bis hin zu Versicherungsdetails) sprechen für einen ernsthaften Ansatz, kein schneller Scam. Aus dieser Perspektive könnten Anleger hier Chancen sehen: Die Firma könnte, falls alles nach Plan läuft, ein Vorreiter für seriöses Crowdgrowing werden. Die Rendite von ~5-8% p.a. mag im Vergleich zu den früher versprochenen 30% bei JuicyFields bescheidener wirken – aber genau das könnte ein Zeichen dafür sein, dass Mountain Green konservativer und realistischer plant. Zudem ist Cannabis (insbesondere CBD) ein Markt, dem man Wachstum zutraut; sollte Mountain Green expandieren (Indoor-Anbau, neue Produkte) und die Produktion effizienter werden, könnten Renditen auch steigen. Kurz: Potenzial nach oben wäre vorhanden, wenn das Geschäftsmodell trägt.



Andererseits darf man die Schwächen und Risiken nicht übersehen: Mountain Green verlangt faktisch einen großen Vertrauensvorschuss. Die Anlegergelder fließen zunächst in den Aufbau (100.000 Pflanzen vorfinanzieren), die Auszahlungen kommen mit Verzögerung (erst nach vielen Monaten) – es entsteht ein Timing-Risiko, das bei Ponzi-Systemen oft ausgenutzt wurde. Bis zur ersten Ernte 2024 mussten alle Beteiligten glauben, dass in der Zwischenzeit alles glatt läuft. Diese Hürde hat Mountain Green zwar scheinbar genommen (erste Ernte fand statt), aber das Operationelle Risiko bleibt hoch: Ein Hagelsturm oder Schädlingsbefall könnte Einnahmen eines Jahres zunichtemachen. Auch die Marktrisiken sind erheblich: Der CBD-Markt in Europa ist hart umkämpft und nicht mehr so margenstark wie vor einigen Jahren. Wenn der erzielte Preis pro Gramm unter Plan liegt oder Abnehmer wegfallen, trifft das direkt die Rendite der Anleger
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  • Mountain Green ist ein Startup – und Startups scheitern statistisch oft. Es gibt keine Garantie, dass das Unternehmen in 5 oder 10 Jahren noch existiert oder zahlungsfähig ist. Wenn es scheitert, haben die Anleger keinen Zugriff auf klassische Schutzmechanismen (kein Einlagensicherungsfonds, keine Ansprüche aus einem Wertpapierprospekt etc.). Die vertragsrechtliche Konstruktion als Dienstleistung bedeutet im Extremfall: Sollte Mountain Green Insolvenz anmelden, ist unklar, ob und wie Anleger ihren „Eigentum“ an Pflanzen geltend machen könnten. Vermutlich wäre das praktisch wertlos (wer holt schon seine Hanfpflanze vom Feld ab?). Dieses Szenario mag unwahrscheinlich wirken, aber es ist Teil des Risikoprofils.



Was besonders ins Auge sticht – und was zahlreiche Warnungen hervorruft – ist die Vertriebsstruktur (MLM). Sie ist zweischneidig: Einerseits ermöglicht sie schnelles Wachstum durch Empfehlungsmarketing; andererseits birgt sie den Geschmack von „Schneeballsystem“, weil stetig neue Investoren nachrücken müssen, damit Provisionen bezahlt werden. Mountain Green argumentiert, die Affiliate-Provisionen würden nur aus realen Umsätzen gezahlt. Doch am Ende stammen diese Umsätze initial aus den Kaufgeldern neuer Investoren. Solange das Projekt in der Wachstumsphase ist, fließt viel frisches Geld – was Auszahlungen erleichtert. Die Bewährungsprobe kommt, wenn das Wachstum abflaut (z.B. alle 100k Pflanzen verkauft sind): Dann müssen die Renditen aus den echten Produktverkäufen alleine gestemmt werden. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen – entweder es ist tatsächlich ein tragfähiges Agrar-Business, oder das System bricht mangels neuer Mittel in sich zusammen. Diese Dynamik erinnert an vergangene Fälle. Mountain Green könnte das erste Crowdgrowing-Unternehmen sein, das den Übergang schafft (vom Investor-Geld auf echten Cashflow basierend), aber diese Sicherheit gibt es heute noch nicht.



Warnsignale (Red Flags) wie unten aufgelistet, sollten ernst genommen werden. Auch wenn Mountain Green bemüht ist, Vertrauen aufzubauen, sollten Anleger nicht ausblenden, dass einige Versprechungen sehr optimistisch klingen – z.B. wird Stabilität suggeriert („stabile jährliche Gewinnausschüttung weit über üblichen Anlagen“
de.linkedin.com
), obwohl es sich objektiv um ein hochriskantes Agri-Investment handelt. Solche Marketingaussagen zielen darauf ab, sicherheitsorientierte Anleger anzulocken, passen aber nicht ganz zum Risikoprofil.



Gesamteinschätzung: Mountain Green befindet sich (Stand jetzt) auf dem schmalen Grat zwischen einem innovativen Nischeninvestment und einem möglichen Rohrkrepierer. Es gibt positive Indikatoren: reale Assets, transparente Infos, (bisher) keine negativen Vorkommnisse. Und es gibt negative Indikatoren: MLM-Mechanik, ungünstige Risiko-Rendite-Relation, keinerlei externe Regulierung. Wer überlegt zu investieren, sollte sehr genau abwägen: Ist man bereit, unternehmerisches Risiko wie bei einem Startup zu tragen, mit einer Rendite, die kaum höher ist als bei ETF oder dividendenstarken Aktien? Wenn ja, dann auf keinen Fall Geld investieren, dessen Verlust einen schmerzen würde – nur Spielgeld bzw. kleines Beimischungsinvestment. Wenn nein, erscheint es vernünftiger, abzuwarten, bis Mountain Green vielleicht 2–3 Ernten erfolgreich durchgeführt hat und zu sehen, ob die Prognosen eintreffen und das Unternehmen solide wirtschaftet. Oft zeigt sich innerhalb der ersten Jahre, ob ein solches Modell tragfähig ist. Bis dahin überwiegt für konservative Anleger eher die Zurückhaltung.



Unterm Strich: Chancen bestehen – aber sie gehen mit erheblichen Unsicherheiten einher. Mountain Green ist (noch) kein als Scam entlarvtes Projekt; es könnte sich aber erst im Nachhinein herausstellen, ob es wirklich seriös und nachhaltig profitabel war. Daher sollte man die im nächsten Abschnitt genannten Red Flags beachten und sehr kritisch bleiben, wenn man sich auf dieses Abenteuer einlässt.

9. Mögliche Red Flags

Multi-Level-Marketing-Struktur: Mountain Green setzt auf ein 7-stufiges Empfehlungsprogramm mit Provisionen bis in tiefe Ebenen
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  • Solche MLM-Systeme können dazu führen, dass der Fokus mehr auf der Rekrutierung neuer Investoren liegt als auf dem eigentlichen Produkt. Wenn Auszahlungen davon abhängen, ständig frisches Geld anzulocken, nähert sich das einem Schneeballsystem. Die Einladungspflicht (kein freier Zugang) verstärkt diesen Eindruck
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  • Invite-Only Registrierung: Dass man sich nur über einen Werber/Partner anmelden kann und nicht einfach auf der Website registrieren darf
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, ist unüblich für seriöse Geldanlagen. Dieses Modell erzeugt Intransparenz (man erhält Informationen oft nur gefiltert über Vermittler) und erinnert an Strukturen, die auch bei früheren Cannabis-Investment-Betrügereien verwendet wurden.

Keine Regulierung / Prospekt: Es liegt weder ein Verkaufsprospekt nach Vermögensanlagengesetz vor, noch untersteht das Angebot einer Finanzaufsicht
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  • Mountain Green operiert im grauen Markt – sollte etwas schiefgehen, gibt es keinen staatlichen Schutzschirm. Die BaFin hat zwar noch keine Warnung ausgesprochen, aber das Modell bewegt sich an der Grenze dessen, was legal zulässig ist. Ähnliche Projekte wurden in der Vergangenheit von Aufsichten gestoppt (z.B. weil unerlaubtes Einlagengeschäft vermutet wurde).

Langsame Kapitalrückflussdauer: Im Mid-Case dauert es über 15 Jahre, um allein den Einsatz wieder herauszubekommen
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  • Das ist eine extrem lange Bindung. Wenn man so lange auf Rendite warten muss, besteht das Risiko, dass in der Zwischenzeit erhebliche Veränderungen eintreten (Marktlage, Gesetzgebung, wirtschaftliche Lage der Firma). Zudem gibt es keine garantierte Exit-Möglichkeit – die Liquidität des Investments ist sehr gering.

Parallelen zu bekannten Scams: Das Konzept ähnelt in Grundzügen JuicyFields, MyFirstPlant, CanaFarm etc. Zwar gibt es Unterschiede (MG betont Legalität, echte Farm, kleinere Rendite), aber die Grundidee „Investoren kaufen Pflanzen, versprochen wird regelmäßiger Cashflow“ ist identisch. JuicyFields entpuppte sich 2022 als mutmaßlicher Betrug und ließ tausende Anleger geschädigt zurück. Auch MyFirstPlant brach 2022 abrupt ab – dort kam es sogar zu Festnahmen wegen Betrugsverdachts
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  • Diese Fälle zeigen: Nur weil Pflanzen und tolle Fotos da sind, ist ein Erfolg nicht sicher. Die Branche hat einige Vorgeschichten, und Mountain Green muss erst noch beweisen, dass es grundlegend anders ist.

Abhängigkeit von Marktpreisen und Kosten: Die Kalkulation ist empfindlich. Sinkt der CBD-Großhandelspreis (0,70 € angesetzt) oder steigen die Nebenkosten, geht die Rendite schnell gegen Null
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  • Der CBD-Markt in Europa ist volatil, rechtlich unsicher (EU-Regularien zu CBD wechseln) und überschüssige Ernte könnte unverkäuflich bleiben. Outdoor-Hanf hat zudem Qualitätsschwankungen, was Preise beeinflusst. Diese Unsicherheiten tragen letztlich die Anleger in Form geringerer Ausschüttungen – schlimmstenfalls kommt in einem Jahr gar nichts heraus, wenn z.B. durch Schimmel die Ernte unbrauchbar wird
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  • Versprechen von „stabilen“ Erträgen: Werbungstexte suggerieren Sicherheit – z.B. wird Mountain Green als Mittel zur Portfolio-Diversifizierung mit stabiler jährlicher Gewinnausschüttung weit über Niedrigzinsen angepriesen
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  • Solche Aussagen wecken Misstrauen, denn bei einem Startup-Agroinvestment kann von Stabilität keine Rede sein. Wenn Marketing und Realität zu stark auseinanderklaffen, ist Vorsicht geboten.

Keine externe Prüfung: Anders als bei regulierten Fonds, wo z.B. Jahresberichte von Wirtschaftsprüfern testiert werden, muss Mountain Green keine solchen Kontrollen über sich ergehen lassen. Alle Informationen kommen vom Unternehmen selbst. Dadurch besteht das Risiko, dass Probleme erst bemerkt werden, wenn es zu spät ist. Anleger sind auf Gedeih und Verderb auf die Ehrlichkeit und Kompetenz des MG-Managements angewiesen – eine klassische Red Flag, denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Netzwerkabhängigkeit: Sollte Tobias Rethaber oder die Kampl-Familie aus irgendeinem Grund aussteigen oder in Verruf geraten, hätte das massive Auswirkungen auf das Vertrauen der Anleger. Viel hängt an wenigen Personen (Key Person Risk). Bei JuicyFields z.B. verschwanden plötzlich die Betreiber und das System brach sofort zusammen. Mountain Green ist zwar in AT verankert, aber wenn z.B. der Bürgermeister-Vater Kampl negativ in die Schlagzeilen käme oder Rethaber sich zurückzieht, wäre das ein Alarmsignal – die Struktur ist nicht institutionell, sondern sehr personenabhängig aufgebaut.

Zusammengefasst: Mountain Green zeigt zwar Ansätze von Professionalität, aber die genannten Red Flags bedeuten, dass Anleger höchste Vorsicht walten lassen sollten. Im Zweifel lieber nicht investieren, als ein Risiko einzugehen, das man nicht vollständig durchschaut. Die Versprechen von „Cashflow mit Cannabis-Pflanzen“ klingen verlockend – doch wie immer gilt: Wenn Rendite ohne entsprechendes Risiko versprochen wird, schrillen die Alarmglocken. Im Fall Mountain Green ist das Risiko real und hoch, auch wenn es geschickt verpackt und mit schönen Bildern präsentiert wird. Immer kritisch hinterfragen, im Zweifel fachkundigen Rat einholen und nicht von FOMO (Fear of Missing Out) treiben lassen. Jede Anlage sollte man nur dann tätigen, wenn man auch mit einem Totalverlust leben könnte – das ist bei Mountain Green keine Ausnahme.
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Kriterium Punkte Begründung
Transparenz des Anbieters
10/15 Der Anbieter stellt umfassende Informationen zur Verfügung, jedoch fehlen unabhängige Prüfungen.
Finanzkennzahlen & Rendite
7/15 Die Renditeerwartungen sind unsicher und von variablen Faktoren abhängig.
Reputation & Öffentlichkeit
5/10 Das Unternehmen ist noch jung und hat wenig öffentliche Anerkennung oder Kritik erhalten.
Regulierung & Zertifizierungen
3/10 Es existieren keine spezifischen Lizenzen oder behördlichen Genehmigungen für das Geschäftsmodell.
Investorenerfahrungen
4/10 Es gibt nur wenige unabhängige Erfahrungsberichte und keine langfristigen Daten.
Liquidität & Exit
2/10 Die Liquidität ist aufgrund der langen Kapitalbindung und fehlender Exit-Strategien eingeschränkt.
Risiken
8/15 Es bestehen erhebliche Risiken durch Marktvolatilität, rechtliche Unsicherheiten und die Struktur des Geschäftsmodells.
Innovationsgrad
3/5 Das Konzept ist innovativ, jedoch nicht einzigartig und ähnelt anderen riskanten Modellen.
Nachhaltigkeit & Ethik
12/10 Der Ansatz zur nachhaltigen Landwirtschaft ist positiv, jedoch ist der Einfluss auf die Gesamtnachhaltigkeit begrenzt.
Gesamt 54/100

⚠️ Wichtiger Hinweis

Die KI-TÜV Bewertung ist eine automatisierte Einschätzung basierend auf öffentlich verfügbaren Informationen zum Zeitpunkt der Analyse. Sie stellt keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung dar.

Die Bewertung kann sich ändern, wenn neue Informationen verfügbar werden. Investitionsentscheidungen sollten stets auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Jede Investition birgt Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.