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Dieser Artikel ist der 2. Teil der Serie „Keine Ahnung von Investition

Was ist schon eine Investition? Wenn wir dem allgemeinen Sprachgebrauch hinterherhören ist fast alles eine Investition.

  • Das neue Auto
  • Der Kaffee um die Ecke
  • Die Waschmaschinentabs

Wir sollten jedoch vorsichtiger mit unseren Begrifflichkeiten umgehen, denn Begriffe die wir nutzen sind Platzhalter für reale Dinge und Handlungen.

Wenn wir den Kaffee um die Ecke als Investition bezeichnen, dann können wir uns durchaus darüber bewusst sein, dass es sich nicht um etwas handelt das uns mehr Geld bringt, doch unser Unterbewusstsein interessiert dies nicht. Solange wir den Begriff Investition benutzen, nehmen wir das auf was wir diesen Anwenden tatsächlich als Investition wahr.

Auf lange Sicht führt uns das zu fatalen Fehlern, die uns das Geld aus der Tasche spülen. Der Durschnittsmensch nutzt den Begriff „Investition“ überwiegend für etwas, das ein Geldheld wohl eher als „unnötige Ausgabe“ bezeichnen würde. Dadurch verwischen die Grenzen zwischen Verschwendung und effektiver Geldvermehrung. Gegen dieses Verwischen sollten und können wir uns schützen indem wir drei Dinge tun um die es in diesem Artikel geht.

1. Den Begriff Investition verstehen

Das Prinzip einer Investition ist einfach. Eine Investition ist der Einsatz von ungenutztem Geld, mit dem mehr Geld erwirtschaftet werden soll.

Beispiel:

Wir investieren 150€ in Apple-Aktien, weil wir davon ausgehen, dass diese bis Ende des Jahres 200€ wert sind.

Stellen wir dem das Kaufen von einer Tasse Kaffee gegenüber:

Wir „investieren“ 2,50€ in einen Cappuccino, weil wir davon ausgehen, dass wir diesen gerne austrinken und uns dann wacher fühlen.

Sicher, man könnte jetzt argumentieren, das das Koffein im Kaffee es uns ermöglicht uns besser zu konzentrieren und zügiger zu arbeiten, sodass wir mehr Arbeit erledigen können und dadurch mehr Geld verdienen. Doch, sehen wir uns den Sachverhalt genauer an und spielen es mit Waschmaschinentabs und dem neuen Auto durch, dann erkennen wir, dass es sich hierbei um Selbstbetrug handelt. Wir wollen lediglich Dinge Kaufen und dieser Tat einen Wort-Anstrich verleihen durch den wir uns besser fühlen. Dabei ist es vollkommen egal, ob wir diese Dinge brauchen oder nicht. Solange sie als primären Beweggrund nicht die Geldvermehrung haben, sind es keine Investitionen.

Du als Leser wirst mich eventuell schon einmal bei der Formulierung „Investiere in dich selbst“ erwischt haben. Abgesehen davon, dass die Investition in deine Wissen tatsächlich oftmals Geld hervorbringt, besonders wenn es um finanzielle Intelligenz geht, ist „Investieren“ oftmals eine Methapher, was den Sachverhalt zusätzlich verkompliziert. Hier gilt es darauf zu achten, wer diese Methapher nutzt. Es ist ein Unterschied ob eine Stiftung für finanzielle Weiterentwicklung von „Investements“ spricht oder ein Kneipenbesucher, der noch damit die Bestellung eines weiteren Glas Bier umschreibt.

Zusammengefasst bleibt es aber bei dem Grundsatz:

X = X + Y ist eine Investition

X = X und X = X – Y sind keine Investitionen.

2. Den Begriff Investition nur dann verwenden, wenn er zutrifft

Sobald wir uns angewöhnt haben, den Begriff „Investition“ ausschließlich für richtige Investitionen zu verwenden, verändert sich automatisch unser Investitionsverhalten. Dadurch dass wir im Hinterkopf behalten, dass wir versuchen aus X mehr zu machen als nur X überprüfen wir kritischer, ob wir diesem Ziel auch wirklich näherkommen. Wir beginnen Investitionsmöglichkeiten, die keine sind, strenger zu filtern und gehen außerdem seltener Hypes auf den Leim bei denen jeder investiert, weil der Kurs nach oben geht.

3. Investieren zur Gewohnheit machen

Je häufiger wir investieren und dabei nach dem Prinzip „Aus X muss X+Y werden“ handeln, desto besser werden wir darin unterbewertete Aktien aufzuspüren. Wenn wir unsere Sicht auf Investitionen durch exakte Wortverwendung neu ausrichten, dann sehen wir auch unser Umfeld anders. Wir bemerken, wenn Mitmenschen ihr Konsumverhalten rechtfertigen, aber auch, wo Geld zu holen ist und wo wir einen Weg finden sollten um daran teilzuhaben.

Hinweis:

Ich hoffe, dir hat dieser Artikel weitergeholfen. Behalte bitte im Kopf, dass es sich hierbei um meine subjektive Wahrnehmung handelt und in keinster Weise um eine professionelle Anlageberatung. Investiere kein Geld, welches du nicht bereit bist auch zu verlieren.