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48 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold – Soetwas kommt nur durch den Zinseszins zustande. Da es selbigen Effekt auch mit den weltweiten Schulden gibt, wird es höchste Zeit, sich näher damit zu beschäftigen, denn auch du bist betroffen!
Diesen Artikel solltest du lesen, weil er dir beweist, dass du dich niemals verschulden solltest. Stattdessen gilt es, dein Geld zu investieren. Sicherlich wusstest du das schon, doch durch diesen Artikel wird es dir gar nicht erst möglich sein anders zu handeln. Legen wir also los und erkunden wir die Welt des exponentiellen Wachstums.

Lektion 1: Zinsen sind notwendig
Wenn es doch so weitreichende Probleme mit Zins und Zinseszins gibt, warum gibt es dann überhaupt Zins und Zinseszins? Der Zins wurde deshalb eingeführt, damit Geld nicht außerhalb von Banken gehortet und gespart wird. Banken haben seit jeher die Aufgabe neben der Kreditvergabe auch das zurückgelegte Geld wieder im Umlauf zu halten. Wenn Geld nicht im Umlauf ist, verebbt die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Dadurch würde über kurz oder lang der Wirtschaftskreislauf zum erliegen kommen. Da das nicht passieren darf, müssen Menschen einen Anreiz haben ihr Geld der Bank zu geben, es auszugeben und es zu investieren. Dieser Anreiz ist der Zins, der aus dem Geld mehr macht. Zudem hat sich als zusätzlicher Zwang noch die gewollte Inflation von 2% etabliert. Die Dunkelziffer der Geldentwertung liegt hierbei sogar noch höher als 2%.

Lektion 2: Zinsen machen Probleme
Seit jeher ist die Geldvermehrung durch Zinsen ein kontroverses Thema. So argumentierten schon die griechischen Urväter der Philosophie (insbesondere Aristoteles) gegen Wertschöpfung ohne Gegenverdienst. Keine Widerlegung sondern vielmehr ein striktes Verbot nahmen die heiligen Schriften der drei großen Weltreligionen vor. Am deutlichsten ist dies in der modernen muslimischen Welt bemerkbar und auch in der Bibelgeschichte in der Jesus Händler aus einem Tempel prügelt. Begründet wurde die Ablehnung von Zinsgeschäften schon damals hauptsächlich dadurch, dass Geldbesitz nicht ausreichen sollte um eben jenen vermehren zu können. Aus idealistischer Perspektive muss der Verdienst immer der Nützlichkeit und wahren Leistung der Marktteilnehmer entsprechen.

Lektion 3: Schuldzins dominierte die Währungsgeschichte
Zinsen auf Guthaben sind vielleicht nicht ganz fair, doch Zinsen auf Schulden sind verheerend. Je höher der Geldbesitz, desto besser auch die finanzielle Bildung und die Zinserträge. Die reichsten 20 Prozent der Bevölkerung sind nachweißlich die einzigen, die durch Zinsen mehr gewinnen als verlieren (Helmut Creutz – Das Geldsyndrom). Die Gewinne sind andererseits jedoch auch Schulden für die Gegenseite und haben dadurch negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Mehrheit. Die Tendenz hierfür ist durch den Zinseszins natürlich steigend. Es kommt also entweder bald zu einem Schuldenschnitt, einer Währungsreform, oder dem Umstand, dass 5 oder sogar 1 Prozent Zinseszinseinünfte von den restlichen Prozent beziehen. Und das, ohne das die 5 oder 1 Prozent hierzu etwas anderes tun müssen, als Geld verleihen oder investieren. Innerhalb der Menschheitsgeschichte waren es regelmäßig Zinsen, die zu Goldknappheit und später zu Währungsreformen führten, da einfach nicht genügend Rohstoffe da waren um den Zins auszuzahlen. Heute wird ein großer Teil durch die gewollte Inflation, die Dunkelziffer-Inflation und den nicht mehr vorhandenen Goldstandard kompensiert. Zudem verdoppelt sich der technische Fortschritt immer schneller, wodurch die Produktivität der arbeitenden beinahe schnell genug anwächst um die Schulden zu tilgen – jedoch nur beinahe. Beide Wachstumsfunktionen sind exponentiell, doch die der Schulden strebt schneller gegen unendlich.

Lektion 4: Zinsen werfen Zinsen ab, die Zinsen abwerfen, die Zinsen abwerfen, die…
Wenn es einmal Zinsen gibt, dann gibt es immer Zinsen. Niemand kontrolliert, ob das Geld was Zinsen abwirft, bereits ein Zins aus einer größeren Geldmenge ist. Wer Millionär ist, für den ist es ein leichtes die zweite Millionen heranzuzüchten. Als Millionär 10% Rendite zu erzielen sollte ein leichtes sein. Und 10% Rendite sind 100.000 Euro im nächsten Jahr, die wenn sie nicht ausgegeben werden selber wieder 10.000€ abwerfen. Kurzum: In etwas über 7 Jahren hat sich die Millionen verdoppelt und in 30 Jahren versiebzehnfacht! Allein der Zins vom Zins eines Jahres ist dann so hoch, dass man von ihm 10 Jahre leben könnte. Nun kommt dieses viele Geld jedoch nicht aus dem Nichts, sondern von den Zentralbanken, die es als Kredit vergeben haben und dadurch Staaten oder Einzelpersonen belasten. Dass für die exponentiell anwachsenden Schulden auch ein Gegenwert erbracht werden muss, ist einer der Gründe für das wahnhafte Wirtschaftswachstum und den Effizienzzwang.
Lektion 5: 48 Milliarden Erkugeln
Die wohl beliebteste Geschichte um den Zinseszins und wirtschaftlich exponentielles Wachstum zu veranschaulichen lautet wie folgt:
Jesus von Nazareth hinterlegt im Jahr 0 einen einzigen Cent bei der Bank und bekommt darauf 5% Zinsen. Der eine Cent wird nie abgehoben, doch Jesus Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel findet eine Steinplatte mit dem Bankbeleg. Nun geht er zur Bank und die kann ihm das Geld nicht ansatzweise zurückzahlen. Niemand kann ihm das Geld ansatzweise zurückzahlen, denn es gibt nicht so viel Geld, so viel Gold, so viel Rohstoffe, oder gar irgendeine Art von Werten überhaupt auf der Welt. Denn tatsächlich wären aus dem einen Cent 48 Milliarden Dollar puren Goldes geworden. Der Roman „Eine Billion Dollar“ von Andreas Eschbach greift diese Thematik humorvoll auf und schildert wie ein Nachfahre einer reichen Händlersfamilie als Erbschaft eine Billionen Dollar erhält. Hier beginnt das Beispiel grade einmal im 16. Jahrhundert und verfehlt dennoch nicht seine Wirkung. Viele Ökonomen lobten das Buch für seine Recherche wirtschaftlicher Sachverhalte. Auch wenn das Ende etwas enttäuschen ist, ist es als Unterhaltung durchaus lesenswert.

Fazit:
Glücklicherweise (aber auch leider) können wir den Zinseszinseffekt für uns nutzen und darauf achten hohe Renditen zu erwirtschaften. 5%-10% reichen aus, um unser Geld innerhalb weniger Jahrzehnte zu vervielfachen. Wenn wir es nicht investieren hingegen, lassen es Inflation und Zinseszins von anderen zusammenschrumpfen. Da es keinen wirklich guten Weg aus diesem Dilemma gibt, muss jeder für sich entscheiden, ob er zu den Verlierern oder den Gewinnern dieses unfairen Systems zählen will. Wenn du ein Gewinner in Sachen Geld werden willst, dann werde ein Geldheld und wir zeigen dir wie du mitverdienst!
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