7 Tools - So reist du durch die Welt und sparst dabei Geld

Wer wenig Geld hat, der kommt als letztes auf die Idee mehr Urlaub zu machen. Doch genau das könntest du tun.

Ich entdeckte das Reisen unter anderem deshalb für mich, weil ich es nicht einsah, Monat für Monat 500€ alleine für die Miete einer Zweizimmerwohnung aufzuwenden. Nach einem ganzen Jahr Erfahrung mittels Reisen durch Thailand, Vietnam, Singapur, Japan, Südkorea (und noch viele weitere Länder) kann ich dir mit diesem Artikel endlich mitgeben, was ich Stück für Stück auf mühsame Art und Weise lernen musste. So kannst auch du eine günstige Weltreise planen.

Sparen mit Reisen

Das Konzept was ich dir vorstellen möchte ist sehr einfach. Ich will dir zeigen, wie du unter 500€ pro Monat durch die Welt reisen kannst. Wenn das gut für dich klingt, dann lies unbedingt weiter. Sicher wirst du einige Zweifel an meiner Behauptung haben und dich vielleicht fragen: „Wo liegt der Haken?“ Darauf kann ich dir aber auch direkt antworten, denn es gibt tatsächlich den Haken, dass dein Arbeitsplatz, deine sozialen Beziehungen und Ähnliches dich eventuell an Deutschland fesseln.
Ich selbst lebe ein sehr freies Leben und kann von überall aus arbeiten. Das kann nicht jeder. Es liegt jedoch durchaus in deiner Hand dir selbst mehr Möglichkeiten zu geben. Remote Jobs (die ich dir in diesem Artikel vorstelle) sind nur einer von vielen Wegen das zu erreichen.
Wenn es für dich jedoch absolut undenkbar sein sollte, das zu tun, dann kann dir dieser Artikel dennoch weiterhelfen, denn…

Spar Reisen – Reisen muss nicht teuer sein!

Reisen – das ist in den Köpfen der meisten Deutschen noch immer Luxus. Doch die Welt da draußen richtet sich nicht nach der Welt in unseren Köpfen und tatsächlich muss Urlaub nicht teuer sein! Wenn du darauf bestehst nur in 3-Sterne-Hotels zu residieren und für dich alles andere kein Urlaub ist, dann kann ich dir auch nicht helfen. Falls es für dich jedoch darum geht fremde Kulturen und dich selbst besser kennen zu lernen, dann ist dieser Artikel genau das was du brauchst.

Mit der frugalistischen Triade zum Erfolg

Die frugalistische Triade habe ich entwickelt um festzuhalten, worauf es bei Geld wirklich ankommt. In welchen Bereichen benötigen wir zwingend Geld? Auf was können wir nicht verzichten, ohne dass wir darunter leiden oder gar zugrunde gehen? Genau auf diese drei Punkte werden wir uns konzentrieren. Wer durch die Welt reist, der muss gar nicht so verkopft an die Sache rangehen, sondern nur die frugalistische Triade erfüllen. Von ihr ausgehend fügt sich der Rest zu einem wunderbaren Reiseerlebnis zusammen. Das kann ich deshalb so genau sagen, weil ich mit Dutzenden anderen Reisenden gesprochen habe und sie mir wieder und wieder bestätigt haben, dass es bei ihnen genau so läuft wie bei mir. Sie alle benötigen im Grunde nur drei Dinge: Unterkunft, Nahrung, Fortbewegung.

Wer genug zu essen, ein Dach über dem Kopf und die Möglichkeit hat von A nach B zu kommen, der ist in der ganzen Welt Zuhause. Und überall wo wir einen günstigen Weg finden uns diese drei Dinge zu ermöglichen, sind wir umgeben von Leuten die kaum Geld brauchen um glücklich zu sein. Man kommt schnell mit anderen Kontakt und erfährt schnell Insider-Tipps.

Wer für 100€ pro Nacht in einer Hotelanlage herumsitzt, der wird nie von Einheimischen eingeladen mit in ihr Bergdorf zu kommen um dort gemeinsam mit selbst gebranntem Reiswein am Feuer zu sitzen. Wer nur im Restaurant speist, der hat nie das Privileg mit anderen zum Markt zu fahren und dort Reis, Gemüse, Fleisch und Früchte zu Centpreisen zu kaufen, damit man all das gemeinsam kochen kann. All das sind Erlebnisse, die viele Touristen sich wünschen, aber nie sammeln können, weil sie versuchen diese im Rahmen einer teuren Tour zu erzwingen. Wer sich selbst seinen Weg bahnt und so lebt wie die Menschen vor Ort, der bekommt mehr Erlebnis für weniger Geld. Immer wenn ich von meinen Reisen erzähle, fragen mich die Leute wie viel dies oder das gekostet hat. Am häufigsten wird bei den Dingen gefragt, die kostenlos waren.

Werden wir endlich konkret! Was musst du tun?

Ich habe 7 Tools für mich entdeckt, die mir ermöglicht haben für 6000€ ein Jahr durch Asien zu reisen. Ich werde dir nun diese Tools vorstellen, damit du das Selbe tun kannst.

Tool 1: Günstig Fliegen

Dank der Webseite Skyscanner, konnte ich für 230€ von Deutschland nach Thailand fliegen und für 220€ von Korea nach Deutschland zurück. Ohne langfristige Planung und Frühbucher-Rabatt, sondern einfach weil diese Webseite zu jedem Monatstag den jeweiligen günstigsten Flugpreis anzeigt. So kannst du dich für einen Monat entscheiden, in dem du verreisen willst und den genauen Tag so wählen dass es der günstigste ist. Oft ist die Auswahl sogar sehr groß und du kannst dich für einen von 7 Tagen entscheiden, an denen du nur ein Fünftel von dem zahlst, was du an den anderen 23 zahlen müsstest.
Als Ergänzung dient die Fluggesellschaft Ryanair, die es dir z.B. ermöglicht für 30€ nach Irland zu kommen.

Tool 2: Bewegungsfreiheit

Reise mit so wenig Gepäck, dass alles in einen Rucksack passt, der als Handgepäck durchgeht. So sparst du bei jedem Flug 10-40% des Preises und dir selbst Rumwühlen, Rückenschmerzen und Packstress. Wie kommst du auf wenig Gepäck? Ganz einfach: Suche dir zwei bis drei hoch funktionelle Outfits, die gut aussehen, dich auf unterschiedliche Witterungen vorbereiten, sich ergänzen und in denen du dich wohlfühlst. Das eine Outfit kannst du waschen und das andere tragen. Anschließend wechselst du die Outfits einfach und wäscht wieder das andere. So kannst du deine Kleidung selbst mit Shampoo oder ähnlichem waschen und hast keine Probleme mit Waschsalons. Abgesehen von Kleidung brauchst du im digitalen Zeitalter nur Kreditkarte, Smartphone und Reisepass.

Tool 3: Tausend Unterkünfte für 10€

Dank des Internets trägst du jederzeit eine Datenbank mit dir herum, in der Millionen von Unterkünften verzeichnet sind. Da kannst du es dir Leisten wählerisch zu sein. Und wenn es deine Priorität ist, wenig Geld zu zahlen, dann kannst du die Angebote nach Preis sortieren und von den günstigsten jene auswählen, die zugleich noch Komfort bieten. Das fertigzustellen ist dank Seiten wie Booking.com, Agoda, AirBnB und Hostelworld für jeden möglich.

Von knapp 80 Unterkünften, die ich auf diese Art und Weise fand, gab es nur 3, die einen negativen Eindruck bei mir hinterließen. Die anderen 77 boten so gute Leistung, dass ich gut und gerne auch mit dem doppelten Preis gerechnet hätte. Zudem stellte ich fest: Je günstiger die Unterkunft, desto offener und hilfsbereiter die anderen Gäste. Es gab kein Knausern, sondern gemeinsame Strandbesuche, Abende im Cafe, Einladungen zu Pool-Partys und privat organisierte Dschungel-Erkundungen für Lau. Probiere es einfach aus. Gib auf den von mir genannten Seiten eine zufällige Stadt ein und sortiere die Ergebnisse nach „niedrigster Preis zuerst“. Sieh dir die Bilder der Unterkünfte an und lasse die Rezensionen auf dich wirken. So lange es nicht New York ist, wirst du fast überall auf der Welt ein Zuhause für 3-15€ pro Nacht finden.

Tool 4: Von Stadt zu Stadt und Land zu Land

Inlandsflüge kosten wenig, nutze Skyscanner. Für kleinere Distanzen lässt sich dank Google Maps und Foreneinträgen a la „Kyoto to Osaka cheapest way“, sowie der Seite „Rome2Rio“ immer etwas finden. Nie habe ich es bereut mit einheimischen zusammen in einem überfüllten Zugabteil zu sitzen und Geschichten und Essen zu teilen. Auch habe ich es nicht bereut Nachts im Schlafbus aufzuwachen und verregnete mondbeschienene Bergtäler unter mir zu erblicken.

Tool 5: Sei kein Tourist

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Reisen als Tourist und dem Reisen auf Augenhöhe mit den Einheimischen. Natürlich verzichtet man auf Komfort, aber man erhält im Gegenzug wertvolle Gleichbehandlung. Typische Touristen haben einen sehr schlechten Ruf. Sie gelten als oberflächlich, hochnäsig, respektlos und werden nicht selten als „laufende Geldautomaten“ bezeichnet. Das ist unfair, und oft unzutreffend, aber es findet statt und ich wollte nie so gesehen werden. Das einzige was ich dafür tun musste war weniger Geld auszugeben und meine Umwelt imitieren, als wäre ich Teil von ihr. Dazu gehört auch, nicht jedes Mal zu betonen wie toll und exotisch doch dies und das alles wäre. Gerade weil Einheimische dies nicht gewohnt sind, reicht das Beherzigen dieser paar Punkte schon, um das Eis zu brechen und Kontakte zu knüpfen. Kontakte sind das A und O und eröffnen dir allerlei neue Wege. Wege zum Strand, Wege zur Bar, Wege ins Gebirge, Wege in buddhistische Klöster, usw.

Tool 6: Land und Leute

Sicher willst du dich in fremden Ländern nicht nur mit der Kultur befassen, die in Touristenzentren zelebriert wird, sondern tiefer gehen. Das ist mit Sparsamkeit nicht nur möglich, sondern auch kinderleicht. Stell dir einmal vor jemand würde Deutschland kennen lernen wollen. Du würdest ihm sicher nicht ans Herz legen mit dem Taxi zum Brandenburger Tor zu fahren, ein Hotel zu beziehen in dem er kaum mit anderen in Kontakt kommt und dann direkt weiter nach München zu fliegen um dort ein Fußballspiel zu sehen.

Ich für meinen Teil war mit einer Freundin in Berlin um ein Konzert zu besuchen. Die Fahrt dorthin hat uns dank Flixbus 23€ gekostet und als wir dort waren sind wir per Anhalter mit einem Boot mitgefahren, haben zufällige Leute nach günstigsten Schlafplätzen gefragt und sind hinterher in einer Musiker-WG gelandet, wo wir zusammen mit allerlei netten Menschen Tee getrunken und Brot gebacken haben. Dieses Vorgehen würde ich jedem Ausländer der nach Berlin kommt ebenfalls ans Herz legen. Wenn du sicher gehen willst lassen sich solche Erlebnisse weltweit planen und forcieren. Dank Apps wie Couchsurfing, Tinder oder Workaway. Letztere Plattform gibt dir die Möglichkeit für 3-4 Stunden tägliche Arbeit überall auf der Welt unterzukommen.

Tool 7: Reisen als Lebensstil

Was bei mir als Urlaubslust anfing entwickelte sich schnell zum Lebensstil. Genau diesen Punkt möchte ich in diesem Artikel hervorheben. Tatsächlich ist es nämlich möglich durch das Reisen günstiger wegzukommen als in Deutschland und das während man auf der ganzen Welt wohnt. Das ist kein utopisches Hirngespinnst sondern durchaus möglich. Das habe ich mehrfach anhand anderer Reisender überprüft, die deutlich älter und reiseerfahrener waren als ich. Selbst wer doppelt so viel Geld ausgibt wie ich, landet monatlich bei gerade einmal 1000€ und kommt damit deutlich weiter, als er je in Deutschland kommen würde.

Fazit

Die heutige Zeit gibt uns mithilfe des Internets, Kreditkarten, günstigen Flügen und zahlreichen anderen Vorzügen die Möglichkeit von überall aus zu arbeiten und fast überall günstig zu Leben und zu erleben. Es ist Zeit, dass mehr von uns diese unglaubliche Chance auch wahrnehmen. Wenn ich dir zumindest zum Teil dazu verhelfen konnte, dann freue ich mich sehr.

Falls du aber noch Fragen zum Geld hast, und zum Beispiel wissen willst, wie du von nur 1000€ in Deutschland leben oder durch 109 einfache Tricks mehr Brutto vom Netto haben kannst, dann sieh dich weiter auf Geldhelden um und tritt der Community bei, in der wir uns Gegenseitig helfen unsere finanziellen Ziele zu verwirklichen.


Über den Autor: Maximilian Alexander Koch, auch bekannt aus der ARD Reportage „Studieren fast ohne Geld“ ermittelt wie Gering- und Normalverdiener schaffen können das Beste aus ihrem Geld zu machen. Neben seiner Selbstständigkeit, studiert er Psychologie und schreibt für Wallstreet-Online und Geldhelden. Täglich erreichbar ist er unter: maximilian.alexander.koch.autor@gmail.com und über Facebook: Maximilian Alexander Koch. Sein Finanzroman „Cryptopia“ ist auf Amazon erhältlich.