In der nun schon seit vielen Jahren andauernden Nullzinsphase erscheint das Immobilieninvestment als Alternative zu Sparanlagen (Link: geldhelden.org) ausgesprochen alternativ. Dies gilt in besonderem Maße für sicherheitsorientierte Investoren, denen ein Engagement in Aktien, Edelmetallen oder vergleichbaren Anlagen als zu riskant erscheint. Allerdings sollten Sie bei der Geldanlage in Immobilien unbedingt ökologisch konzipierte Gebäude bevorzugen. Nur sie entsprechen dem Grundsatz der Nachhaltigkeit und bieten auf lange Sicht sowohl eine gute laufenden Rendite als auch die Aussicht aufeinen hohen Wertzuwachs. Dabei umfasst Nachhaltigkeit die Zukunftsfähigkeit des Investments in wirtschaftlicher, ökologischer sowie sozialer Hinsicht. Die folgenden fünf Eigenschaften kennzeichnen nachhaltige Immobilieninvestments.

1. Energetische Bauweise

Bei der Auswahl geeigneter Objekte achten Sie als umwelt- und renditebewusster Anleger auf die Bausubstanz. Sie sollte durch Isolierung einen geringen oder bei Passivhäusern gar keinen Energieverbrauch erreichen. Um die Emission von klimaschädlichem CO2 zu verhindern beziehungsweise stark zu begrenzen, liegt das Augenmerk dabei auf der Gebäudehülle. Welche hohe Dringlichkeit die Durchsetzung einer besseren Isolierung und einer höheren Energieeffizienz hat, verdeutlicht die Tatsache, dass weit mehr als ein Drittel aller CO2 Emissionen hierzulande (noch) auf das Konto des Gebäudesektors gehen. Da sich die Bundesregierung zur Umsetzung der ehrgeizigen Klimaziele des Pariser Abkommens verpflichtet hat, ist von einer weiteren Verschärfung der Gesetzeslage auszugehen. Deswegen müssen Neubauten schon heute eine optimale Isolierung aufweisen, um über ihren gesamten Lebenszyklus konkurrenzfähig zu bleiben. Die energietechnische Optimierung der Gebäudesubstanz kann auch durch eine Sanierung umgesetzt werden. Auf diese Weise ist es möglich, auch Bestandsimmobilien ökologisch so zu umzugestalten, dass sie sich für das nachhaltige Immobilieninvestment eignen.

Darüber hinaus sollten sich die verwendeten Baumaterialien später ökologisch entsorgen oderrecyceln lassen. Nur Werkstoffe, die auch in dieser Hinsicht keine Gefahr für die Umwelt darstellen, werden den Anforderungen der Nachhaltigkeit gerecht. Um die Nachhaltigkeit der Gebäudesubstanz angemessen zu bewerten, können anerkannte Zertifizierungen wertvolle Unterstützung leisten. Insbesondere das deutsche Qualitätssiegel DGNB, die amerikanischen LEED Standards oder das britische BREEAM Label sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Um ein derartiges Gütesiegel zu erhalten, ist die Verwendung von als ökologisch verträglich gekennzeichneten Bauprodukten und -komponenten erforderlich.

2. Effiziente Gebäudetechnik

Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit besitzen bei nachhaltigen Immobilieninvestments auch in den Bereichen Beheizung, Klimatisierung, Belüftung, Wasserversorgung sowie Beleuchtung oberste Priorität. Der Betrieb eines Gebäudes muss ebenso wie seine Substanz mit dem Grundsatz der Nachhaltigkeit vereinbar sein, damit ein Immobilieninvestment als ökologisch wertvoll eingestuft werden kann. Außerdem wertet eine derartige Ausrüstung das Objekt auch ökonomisch auf. Die niedrigen Betriebskosten machen Wohnungen sowie Büro- und andere Gewerbeflächen für Mieter attraktiv. Da sie für die laufenden Kosten relativ geringe Beträge zahlen, akzeptieren sie höhere Mieten.

Um dieses Ziel zu erreichen, steht heute moderne Technik in großer Vielfalt zur Verfügung. Die Energieversorgung auf der Basis von Photovoltaik oder Geothermie stellt heute schon beinahe eine Selbstverständlichkeit dar. Ausgeklügelte Systeme für die automatische Beschatttung oder Beleuchtung kommen bei ökologisch ausgerichteten Objekten ebenfalls regelmäßig zum Einsatz. Das Gleiche gilt für die Wiederverwendung von Brauchwasser.

3. Digitale Vernetzung

Die digitale Vernetzung von Immobilien leistet einen wichtigen Beitrag zum sparsamen Umgang mit Ressourcen. Aus diesem Grund spielt die Digitalisierung der Gebäudetechnik eine entscheidende Rolle für die Nachhaltigkeit des entsprechenden Investments. So erkennen beispielsweise intelligente Heizungssysteme, die mit der Beleuchtung von Büro- oder Wohnräumen verbunden sind, wann ein Raum belegt ist. Sobald dies nicht der Fall ist, senkt die Anlage selbständig die Temperatur, um Heizungsenergie einzusparen. Ähnlich funktioniert die automatische Anpassung der Raumtemperatur an die Außentemperatur. Smarthome-Technik übernimmt die energiesparende Steuerung von Heizungs-, Licht- und Aufzuganlagen. Die intelligente Abstimmung von verschiedenen elektrischen Anlagen verhindert die Entstehung von Lastspitzen, um den über Solaranlagen selbst erzeugten Strom wirtschaftlich nutzen zu können. Das Internet of Things bildet dabei die Grundlage, indem es einen permanenten Informationsaustausch zwischen verschiedenen Anlagen und Geräten ermöglicht. Nach seriösen Schätzungen lässt sich der Energieverbrauch eines Gebäudes durch diese innovativen Technologien um deutlich mehr als zehn Prozent reduzieren.

4. Variable Nutzungsmöglichkeiten und Einhaltung anspruchsvoller Gesundheitsstandards

Flexible Nutzungsoptionen zählen heute zu den wichtigen wertbestimmenden Faktoren von Immobilien. Die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Nachfragesituationen senkt das Vermarktungsrisiko in erheblichem Umfang und damit auch die Gefahr eines über eine längere Zeit andauernden Leerstandes. So ist sichergestellt, dass ein Objekt über seinen gesamten Lebenszyklus kontinuierlich hohe Einnahmen erwirtschaftet und sich das Immobilieninvestment mit einer großen Wahrscheinlichkeit rechnet. Unter ökologischen Gesichtspunkten ist außerdem zu berücksichtigen, dass nicht genutzte Wohn- oder gewerbliche Flächen eine erhebliche Umweltbelastung und Ressourcenverschwendung zur Folge haben. Um eine maximale Flexibilität der Nutzungsmöglichkeiten zu erreichen, konzipieren Architekten variable Innenwände, vielfältige Strom- und Wasseranschlüsse sowie leicht veränderbare Innen- und Außenzugänge.

Ein umfassendes Verständnis von nachhaltigem Immobilieninvestment berücksichtigt ebenfalls das Wohlbefinden der Menschen, die im jeweiligen Gebäude arbeiten oder wohnen. Dies bezieht sich auf die physische Gesundheit genauso wie auf die Psyche. Daraus ergibt sich unmittelbar, dass die Gebäude eine optimale Schallisolierung, ein gesundes Raumklima sowie eine gesundheitsfördernde Licht- und Beleuchtungssituation aufweisen müssen. Darüber hinaus punkten moderne privat und gewerblich genutzte Objekte mit Angeboten für die gemeinschaftliche Nutzung. So verfügen zum Beispiel innovative Bürogebäude über Coworking-Spaces und große Dachterrassen, einen Sportbereich oder ähnliche Einrichtungen.

5. Hervorragender Standort

Dass die Lage das entscheidende Kriterium bei jeder Art von Immobilieninvestment darstellt, ist eine gut belegte Tatsache. Insbesondere bei ökologisch konzipierten Objekten gewinnt dieser Aspekt eine zusätzliche Relevanz: Eine energieeffiziente Bauweise und technische Ausstattung führen regelmäßig zu höheren Investitionskosten als sie für konventionelle Gebäuden anfallen. Gewerbliche und private Mieter akzeptieren die sich daraus ergebenen hochpreisigen Mieten erfahrungsgemäß nur in zentralen Lagen großer Städte. Deswegen ist es empfehlenswert, sich bei der Auswahl eines nachhaltigen Immobilieninvestments zunächst auf die 1a Standorte zu konzentrieren. Fachleute rechnen damit, dass sich diese Präferenz auf lange Sicht ändern wird. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Prozesses hängen entscheidend von der Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben und der Entwicklung der Preise für konventionelle Energieträger ab.

Nicht zuletzt zeichnen sich nachhaltig hochwertige Immobilien durch ihre gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr aus. Sie ermöglichen es den Gebäudenutzern weitgehend auf die Nutzung ihres eigenen Autos zu verzichten, weil sich entsprechende Bus-, S- oder U-Bahnhaltestellen in unmittelbarer Nähe befinden. Außerdem gehört zur Nachhaltigkeit eines Gebäudes im weiteren Sinn auch, dass sich dessen Architektur und Außenanlagen harmonisch in die urbane Umgebung einfügen.


Über den Autor:

Marco ist Coach für finanzielle Intelligenz und Gründer der Geldhelden Organisation. Seine Vision ist es finanzielle Bildung in die breite der Gesellschaft zu tragen. Mit seinem Coaching hilft er Menschen dabei die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen und das WARUM dahinter zu verstehen.

Meine Leidenschaft ist es als Geldcoach Menschen dabei zu helfen sich aus dem Hamsterrad zu befreien. Eine Beratungsession mit mir kannst du hier buchen: https://geldcoach.org/

Geldcoach Marco

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