Finanziell frei sein – was es wirklich für dich bedeutet

Jeder will finanziell frei sein. Du sicher auch! Dieser Artikel hilft dir dabei den Begriff “finanziell frei” unter die Lupe zu nehmen und ist das Sprungbrett für deine eigene Definition, die dein ganzes Leben umkrempeln könnte.

Warum du unbedingt verstehen musst, was finanziell frei sein für dich bedeutet

Mann steht auf einem Berg und genießt es, finanziell frei zu sein
Quelle: Photo by Jason Hogan on Unsplash

Wann immer wir etwas erreichen, wollen hilft uns dabei Planung.

Der wichtigste Teil der Planung ist ganz entschieden die Zielsetzung, denn von ihr hängt ab, wohin wir streben und ob wir überhaupt motiviert genug sind den langen Weg auf uns zu nehmen.

Uns kommt dabei ein psychologischer Effekt zugute, der so stark ist, dass er ganze Völker ausgelöscht hat und bis heute Kriege aufrechterhält. Er nennt sich:

KONGRUENZ.

Wer A sagt und A tut, der handelt kongruent.

Jeder liebt kongruente Menschen – anders als diejenigen, die sich um fünf verabreden und um sechs schreiben: Tut mir leid, es wird etwas später.

Sprich: Wir wollen Tatkraft, Stärke und Zuverlässigkeit.

Selbst wenn wir persönlich keinen so großen Wert auf diese Dinge legen, ist unser Instinkt noch immer auf überleben getrimmt und fordert diese Eigenschaften bei unseren Mitmenschen unerbittlich ein.

Umgekehrt haben wir mittlerweile jedoch auch gelernt: Wir müssen selbst liefern, was wir fordern. 

Gepaart mit der Angst, aus der (ehemals überlebenswichtigen) Gruppe verstoßen zu werden, motiviert es uns, immer kongruent zu sein.

Wir zwingen uns selber dazu kongruent zu sein oder zumindest so wahrgenommen zu werden.

Im Ernstfall verbiegen wir die Realität jedoch wie einen Strohhalm und betrügen uns selbst.

Wenn jemand in Wein investierst und denkt, dass der Nachbar ihm einen edlen Tropfen geklaut hat und sich daraufhin als Opfer darstellt, der wird es in den allermeisten Fällen einfach unter den Tisch fallen lassen, wenn er entdeckt, dass der Nachbar einfach nur den gleichen Wein gekauft hat.

Nicht aus Angst vor der Lappalie, nein, nein , sondern davor, dass ihn sein Umfeld als nicht kongruent wahrnimmt.

Dies löst Todesangst aus (weil es eben früher wirklich zum Tod führen konnte: Wer sagt, er könne sich wehren und das Gegenüber besiegen, dies aber offensichtlich nicht kann und es weiter behauptet, vor dem verliere alle den Respekt.).

Nun aber zur positiven Seite:

Wenn wir uns Ziele setzen, dann aktivieren wir dadurch einen Autopiloten, der (aus Angst vor Inkongruenz) unsere Handlungen automatisch auf die Erreichung des Ziels ausrichtet.

Damit das so gut wie möglich funktioniert und uns nicht etwa behindert, müssen wir darauf achten, wie wir uns Ziele setzen und diese definieren.

Deshalb ist es so wichtig, dass du die Definition von “finanziell frei” kennst.

Ein Wollknäuel an Begriffen

Finanzielle Freiheit, das ist ein sehr offener Begriff, der so gut wie alles bedeuten kann.

Das liegt daran, dass es keine wirklich einheitliche Definition von Freiheit gibt.

Hinter dem Begriff Freiheit steht immer die Frage “Frei von was?”

Finanziell vor frei grenzt das ganze ein – dennoch definiert jeder selbst, von welchen “Finanzen” er frei sein will:

Von welchen finanziellen Aspekten wir frei sein wollen:

Nein Schild
Quelle: Photo by Gemma Evans on Unsplash

1: Beruf

Der Platz Eins auf der Liste dessen, wovon sich die meisten befreien wollen, ist der Beruf.

Viele fühlen sich als Sklaven im Hamsterrad und machen nur weiter, weil sie das Gehalt dazu zwingt – ohne Moos nichts los.

2: Arbeit

Wichtig ist es, zwischen Beruf und Arbeit zu trennen.

Während wir mit “Beruf” eher ein Angestelltenverhältnis bezeichnen, lässt sich mit Arbeit all das assoziieren, was uns Geld beschert.

Arbeit ist die Leistung, die wir erbringen müssen, um im Austausch etwas zurückzubekommen.

Von nichts kommt (grade, wenn es um Finanzen geht), tatsächlich nichts.

Wer also frei von Arbeit sein will, der hat es sehr schwer.

Was erreicht werden kann, ist jedoch ein “so gut wie frei von Arbeit” – das wir dadurch erreichen, dass unsere Arbeit so effizient ist, dass wir nur wenig Zeit in sie investieren müssen.

Managergehälter sind deshalb so hoch, weil sie Entscheidungen treffen, die verheerende Auswirkungen haben und deutlich größere Geldsummen hervorbringen oder vernichten.

Die wesentliche Tätigkeit eines Managers ist entscheidend und wenn eine Entscheidung Millionen einbringt, dann ist das Treffen von 100 Entscheidungen, von denen 60 positive Folgen haben natürlich viele Millionen Euro wert.

3: Sparen

Verschwenderisch sein – sich alles kaufen, keine Grenzen kennen, sich alles nehmen.

Davon träumen viele.

Frei davon, sparsam leben zu müssen und eigenen Bedürfnisse einzuschränken die Portionen in der Fastenzeit.

Ein Leben mit dem Luxus erfordert ein ebenso ausschweifendes Einkommen, denn sonst naht die Pleite.

Wer Geld verprasst, der muss vorher sicher gehen, dass er sich das auch leisten kann.

Die einzige wirklich gute Methode für jemanden, der frei vom sparen sein will, ist es somit, sein Geld zu vermehren.

4: Problemen

Geld ist Problemlöser Nummer 1.

Auch, wenn es nach idealistischem Weltbild nicht so sein sollte, kann man sich aus fast jeder Affäre freikaufen.

Spätestens, wenn wir uns in fremden Ländern aufhalten, merken wir dies überdeutlich.

In Thailand kann ich ohne Führerschein mit meinem Motorrad herumfahren und je nachdem wie gut ich verhandle reichen 3-6 € aus, damit die Polizei mich in Ruhe lässt.

In Indonesiens steht auf den Besitz von ein paar Gramm Cannabis die Todesstrafe, doch wer Geld hat, kann sich auch hier problemlos freikaufen.

Auch in westlichen Nationen begleitet uns Geld auf ähnliche Weise.

Wir können zwar nicht einfach gegen das Gesetz verstoßen, dafür aber mit den Schultern zucken, wenn unser Smartphone ins Klo fällt, oder die Waschmaschine den Geist aufgibt.

5: Abhängigkeit

Wer Geld hat, der muss sich nicht mehr von anderen abhängig machen.

Er ist nicht auf die Hilfe oder Gnade anderer Menschen angewiesen und kann stattdessen frei heraussagen, was er denkt und fühlt.

Er kann sich herausnehmen selbst zu entscheiden, mit wem er zusammenarbeitet, wann und unter welchen Umständen.

Du bist für deine finanzielle Freiheit verantwortlich!

Man zeigt auf Kamera
Photo by Slim Emcee on Unsplash

Wir sehen also, finanzielle Freiheit hat viele Aspekte und lässt sich nicht auf einen simplen Betrag runterbrechen.

Es kommt immer auf die Person an.

Während mir zurzeit passiv 1000 € reichen würden, um mich als finanziell frei zu betrachten, predigen manche, man bräuchte 12 Millionen auf das Konto und wäre erst dann finanziell frei.

Letztendlich muss sich jeder fragen, von welchen Dingen er sich befreien und was er verwirklichen will.

Finanzielle Freiheit kann sich zudem im Laufe des Lebens ändern, so bin ich mir beispielsweise sicher, dass es für mich nicht bei 1000 € passiven Einkommen bleiben wird.

Vielleicht formuliere ich es auch um, in ein 200.000 € ETF Dividenden Portfolio, das mir regelmäßig Rendite ausschüttet.

Setze dir ein Ziel!

Wichtig ist hierbei nur, dass ich mein Ziel klar vor Augen habe und auf dieses hinarbeite.

Für meine momentane Definition von finanzieller Freiheit achte ich beispielsweise darauf, passive Einkommensquellen zu erschließen und habe einen Lebensstil, der sich schon durch 500 € finanzieren lässt, damit ich die anderen 500 € investieren kann.

Ich habe mich kürzlich von äußerst profitablen Aufträgen getrennt, die mir 50 € – 100 € pro Stunde einbrachten, weil mir die Umstände nicht gefielen und mich das ganze meinem Ziel vom passiven Einkommen nicht näher brachte.

Dafür habe ich jetzt umso mehr Spaß damit, eigene Projekte durchzuführen, die darauf abzielen, dass ich bald mein passives Einkommensziel erreiche.

Fazit: Was bedeutet “finanziell frei”

Definiere selbst was finanzielle Freiheit für dich bedeutet und lasse dir von keinem hereinreden!

Internetmarketer sind heutzutage überpräsent und legen teilweise eine komplett egomane und ungesunde Verhaltensweise an den Tag, die dich eventuell gar nicht erfüllst, wenn du ihr nacheiferst.

Frage dich, von welchen finaziellen Aspekten in deinem Leben du dich befreien willst, setze dir jenes zum Ziel und dann formuliere dieses so konkret und messbar wie möglich (Beispiel: 2500 € monatliches passives Einkommen durch Bücher).

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