10 Börsenweisheiten, ohne die du mit Aktien nur Geld verlierst

“Ist Dorothy Grossbaum die 5 Dollar wert?”

Diese Frage war einfach zu viel – einfach zu viel.

Benjamin Graham hatte bereits vieles erduldet:

Die Porzellan-Fabrik seines Vaters ist den Bach heruntergegangen, darauf musste seine Mutter Zimmer vermieten, legte Geld an der Börse an, doch verlor alles im Börsencrash von 1907.

Aber jetzt. Diese Frage. Diese Erniedrigung.

Er schwor sich eines: Nie müsste er das ertragen, er wird nicht mehr arm sein, sondern Unmengen Geld verdienen.

Und Benjamin Graham gelang es – er wurde zu einem Börsengenie, Vater des Value Investings und Lehrer von Warren Buffet.

Jetzt erfährst du die 10 wichtigsten Börsenweisheiten aus seinem Klassiker “The intelligent Investor”; mit ihnen wirst auch du zum Börsengenie:

10 unerreichte Börsenweisheiten, wie du profitabel an der Börse investierst

Börsenweisheit 1: Beurteile deine Investments langfristig und rational

Mann denkt über Börsenweisheiten nach
Quelle: Photo by Ben Sweet on Unsplash

Wenn wir in Aktien investieren, dann sollten wir in erster Linie auf die Unternehmen achten – erst dann auf den Preis.


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Frederik Keilen und Vincent Willkomm (freaky finance) – Jeden Monat Dividenden leicht gemacht

“Einmal eine Dividenden-Aktie gekauft, so hast Du eine gute Chance, ein Leben lang ein passives Einkommen aus dieser Aktie zu erzielen. Und genau darum lieben wir Dividenden!” – Frederik Keilen auf Krawattenlos

Über Frederik und Vincent

Frederik Keilen ist Aktienmarkt-Experte und ganz besonders Experte von Dividendenaktien.

Auf seiner Plattform „Krawattenlos“ vermittelt er seinen Lesern, wie sie aus dem Trott von 9 to 5 ausbrechen und sich mit Dividendenaktien ein sicheres passives Einkommen aufbauen.

Vincent Willkomm beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Finanzen und ist Selfmade-Millionär.

Auf seinem Blog „freaky finance“ schreibt er über verschiedene Finanzthemen und seine persönlichen Erfahrungen.

Über den Workshop:

Und beide erklären dir mit ihrem Workshop „Jeden Monat Dividenden leicht gemacht“, wie du dir ein passives Einkommen mit Dividenden aufbaust.

Du erfährst

  • Wie du dir ein Portfolio aus Dividenden-Aktien zusammenstellst, mit denen du jeden Monat ein passives Einkommen erwirtschaftest
  • Du erkennst, wann eine Dividenden-Aktie günstig oder zu teuer ist
  • Und du erfährst, welche monatliche Sparrate nötig ist, damit du diese Dividendenstrategie erfolgreich anwenden kannst.


Der Durchschnittliche Anleger kauft, wenn der Preis steigt und verkauft, wenn er sinkt.

Dadurch bewegt sich der Preis ständig auf und ab.

Im schlimmsten Fall entsteht ein Schneeball-Effekt, durch den immer mehr Anleger kaufen oder verkaufen, bis der Preis der Aktie einem aufgeblasenem Luftballon gleich, der nur einen Nadelstich braucht, um zu platzen.

Statt mit dem Preis sollten wir uns also lieber mit dem Managment und der Führung des Unternehmens auseinandersetzen.

Heute fällt uns das deutlich leichter, als noch zu Grahams Zeiten, denn die Informationen stehen dank des Internet allen offen.

Börsenweisheit 2: Wir können defensiv oder offensiv investieren.

Wenn wir defensiv investieren, dann legen wir hohen Wert auf Sicherheit.

Wir wünschen uns ein moderates, niedriges aber verlässliches Nebeneinkommen aus unseren Investitionen.

Dafür wählen wir oft Dividendenaktien, die nicht mit hohen Kursgewinnen, dafür aber mit Zuverlässigkeit bestechen.

Dadurch, dass wir zu Unternehmens-Anteilen greifen, die sich so gut wie immer rentieren, erhalten wir jedoch nicht nur niedrige Renditen, sondern sparen auch ein Menge Zeit, da wir nur alle paar Jubeljahre mal nach unseren Aktien sehen müssen.

Als offensive Investoren haben wir es da nicht ganz so leicht:

Hier müssen wir uns regelmäßig über neue Chancen informieren, Aktienkennzalen studieren und gezielt nach unterbewerteten Aktien suchen, die große Zukunftschancen haben.

Börsenweisheit 3: Wir müssen drei Eigenschaften mit uns bringen: Rationalität, Diversifikationswille und Geduld.

  • Rationalität bedeutet, dass wir auf bei Kursstürzen einen kühlen Kopf bewahren. Uns interessiert nur der richtige Wert der Firma und nicht ihr aktueller Kursstand. Genau genommen schlagen wir die größten Profite daraus, dass wir Werte einkaufen, deren Preis unterbewertet ist. Dies kann dann eintreten, wenn das Unternehmen öffentliches Ansehen verliert. Ein gutes Beispiel wäre hier der Volkswagen-Skandal. An den Autos und Herstellungsprozessen hat sich damals nichts geändert. Volkswagen war als Konzern weniger verlässlich und ein kleiner Kurseinbruch ist verständlich, jedoch blieb der Kurssturz nicht klein und wer nun Investierte konnte große Gewinne verzeichnen.
  • Diversifikation ist entscheidend, um das Risiko des Gesamtportfolios zu minimieren. Falls Unternehmen untergehen oder ganze Branchen mitgerissen werden wie bei der Immobilienkrise vor 10 Jahren, verhindert Diversifikation den Totalverlust.
  • Geduld ist die wichtigste Eigenschaft eines intelligenten Investors. Das Ziel sollte darin liegen, regelmäßiges, passives Einkommen zu erzielen anstatt nur schnelle Gewinne.

Börsenweisheit 4: Wir müssen die Grundlagen der Börse verstehen.

“Die Grundlagen der Börse verstehen” klingt hochtrabender und komplizierter, als es eigentlich ist.

Im Grunde genommen bedeutet es, dass wir uns darüber im Klaren sind, dass sich der Markt ständig auf und ab bewegt und wir dennoch nicht in Panik verfallen.

Denn wer die Börse kennt und versteht, der weiß, dass sich der Aktienmarkt bisher nach jedem noch so großen Crash wieder erholt hat.

Wir sind am besten darauf vorbereitet, dass der Kurs schwankt.

Finanziell bedeutet dies, dass wir immer ein wenig zusätzliches Geld parat haben, um bei stark gefallenen Kursen nachzukaufen und ebenfalls Geld, das uns von den Kurs-Schwankungen unabhängig macht.

Wir haben immer einen Notgroschen und müssen keine Aktien verkaufen, um unserer Ausgaben zu bestreiten.

Auch psychisch sollten wir uns auf einige Torturen, Enttäuschungen und Ängste gefasst machen und lernen, uns von diesen nicht beeindrucken zu lassen.

Börsenweisheit 5: Wir müssen Investition und Spekulation auseinanderhalten.

Figur sitzt auf Geldmünzen
Quelle: Photo by Mathieu Stern on Unsplash

Es ist wichtig zu erkennen, wann du investierst und wann du spekulierst.

Auch Spekulation kann sich lohnen, doch es wäre unbedacht zu spekulieren, ohne dabei zu wissen, dass man dieses Risiko eingeht.

Während Investition auf Analyse der Hintergründe einer Aktie fußt und sich damit hauptsächlich auf die Vergangenheit beruft, ist Spekulation stark zukunftsgerichtet und die Preisentwicklung spielt eine weit größere Rolle, als das Unternehmen selbst.

Bei Spekulationen geht es um das Abpassen von Momenten und exaktes Timing von Kauf und Verkauf, während beides beim Investieren eher nebensächlich ist.

Spekulation ist deshalb so risikant, weil sie auf Zukunftsprognosen baut, bei denen der Durschnitts-Markt-Teilnehmer übertroffen werden muss. Als Spekulant schließt man praktisch eine Wette ab.

Börsenweisheit 6: Der Markt verhält sich emotional.

Bei aller Seriösität, die ihm Bankeninstitute zumindest in der Außenwahrnehmung verleihen, ist der Markt an sich nicht besser oder schlechter als ein Mensch.

Dies ist der Grund, weshalb Graham ihn oftmals als “Mr. Market” bezeichnete.

Dadurch dass sich der Markt aus zahlreichen Menschen zusammensetzt ist das, was mit ihm passiert, durchweg menschlich.

Der Markt spiegelt Panik, Unsicherheit, Optimismus und vieles mehr wider.

Wichtig ist deshalb, dass wir uns nicht von den Stimmungen der Masse mitreißen lassen.

Wir sollten nicht kaufen wenn alle kaufen und erst recht nicht verkaufen, wenn alle verkaufen.

Unser Gehirn sucht immer und überall Strukturen und Zusammenhänge, selbst wenn diese nicht gegeben sind.

Auf diese Weise ergänzen wir Menschen durch unseren Anspruch, ein Muster zu erstellen, oftmals Aufwärtstrends oder Abwärtstrends, um einen weiteren Schritt nach oben oder unten, obwohl dies rational gesehen einen Fehler darstellt.

Vor dieser Gefahr müssen wir uns wappnen, indem wir uns unserer Menschlichkeit, respektive Emotionalität bewusst sind und diese beim Investieren so weit wie möglich ausklammern.

Weisheit 7: Wir sollten mit defensiver Strategie beginnen, bevor wir offensiv investieren.

Besonders als Börsen-Neuling gilt es, sich zusammenzureißen und zunächst mit defensivem Investieren zu beginnen, um die Grundlagen zu erlernen und dich an den Markt zu gewöhnen.

So kannst du die wichtigsten Mechanismen kennenlernen und praktische Erfahrung sammeln, ohne zugleich große Verluste einzufahren.

Betrachte deine ersten paar hundert Euro als Spiel- und Lehrgeld, das dazu dient, dir einen Einstieg zu ebnen.

Erst wenn du ein paar Monate auf sicher gespielt hast, solltest du bei riskanteren Anlagen zuschlagen und auch dann dürfen diese nicht bedeutend mehr als 10% deines Portfolios ausmachen.


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Frederik Keilen und Vincent Willkomm (freaky finance) – Jeden Monat Dividenden leicht gemacht

“Einmal eine Dividenden-Aktie gekauft, so hast Du eine gute Chance, ein Leben lang ein passives Einkommen aus dieser Aktie zu erzielen. Und genau darum lieben wir Dividenden!” – Frederik Keilen auf Krawattenlos

Über Frederik und Vincent

Frederik Keilen ist Aktienmarkt-Experte und ganz besonders Experte von Dividendenaktien.

Auf seiner Plattform „Krawattenlos“ vermittelt er seinen Lesern, wie sie aus dem Trott von 9 to 5 ausbrechen und sich mit Dividendenaktien ein sicheres passives Einkommen aufbauen.

Vincent Willkomm beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Finanzen und ist Selfmade-Millionär.

Auf seinem Blog „freaky finance“ schreibt er über verschiedene Finanzthemen und seine persönlichen Erfahrungen.

Über den Workshop:

Und beide erklären dir mit ihrem Workshop „Jeden Monat Dividenden leicht gemacht“, wie du dir ein passives Einkommen mit Dividenden aufbaust.

Du erfährst

  • Wie du dir ein Portfolio aus Dividenden-Aktien zusammenstellst, mit denen du jeden Monat ein passives Einkommen erwirtschaftest
  • Du erkennst, wann eine Dividenden-Aktie günstig oder zu teuer ist
  • Und du erfährst, welche monatliche Sparrate nötig ist, damit du diese Dividendenstrategie erfolgreich anwenden kannst.


Es sei denn, du entscheidest dich dazu ein offensiver Investor zu werden – dann brauchst du aber eine höhere Risikotoleranz bei der Geldanlage.

In diesem Fall ist es jedoch nötig, dass du dich laufend über Neuigkeiten hinsichtlich deines Investments informierst. Wer dies als offensiver Investor nicht tut, der läuft Gefahr seine eigenen Absichten zu untergraben.

Nehmen wir beispielsweise an, wir haben in die Aktie eines Tabakunternehmens investiert, weil dieses plante als einziges medizinische Marihuana-Zigaretten einzuführen.

Nun wird die neue Produkteinführung abgesagt und unser einziger Investment-Grund schwindet. Wir sollten dies zumindest wissen, damit wir rechtzeitig verkaufen können.

Weisheit 8: Als defensiver Investor sollten wir auf eine konstante Strategie zurückgreifen.

Schachfiguren auf einem Schachbrett
Quelle: Photo by Maarten van den Heuvel on Unsplash

Als defensiver Investor fällt uns die Sache deutlich leichter. Wir können uns zurücklehnen und sollten im Grunde nicht einmal unsere Kurse betrachten.

Stattdessen legen wir ein Augenmerk auf Regelmäßigkeit und Konstanz.

Das bedeutet, wir entscheiden uns beispielsweise jeden Monat 100 Euro in jede unserer Aktien zu stecken und automatisieren unsere Finanzen – dies vielleicht sogar durch einen Dauerauftrag.

Unser Portfolio wird nicht mehr verändert, wir behalten unsere Werte bei und überprüfen jedes halbe Jahr, ob alles mit dem Rechten zugeht.

Falls dies bei einem bestimmten Wert nicht der Fall ist, können wir ihn gegen einen anderen sicheren Wert auszutauschen.

Börsenweisheit 9: Sobald wir uns sicher fühlen, können wir durch offensives Investieren hohe Gewinne erzielen.

Wer offensiv investiert, für den sind unterbewertete Aktien die beste Anlaufstelle.

Es gilt, sich regelmäßig über aufkommende, vielversprechende Märkte zu informieren, die noch nicht so viele Menschen beachten.

Ein gutes Beispiel hierfür sind teilweise sogar die Aktien großer Unternehmen.

Als Amazon begann eigene Produkte neben dem Kindle herzustellen und langsam aber sicher den Haushalts- und Technikmarkt zu erobern, spiegelte sich dies noch nicht in dem Wert der Aktie wieder.

Wer hier investierte, konnte sein Geld innerhalb von 3 Jahren verdoppeln – im Aktiengeschäft eine äußerst selten auftretende Entwicklung.

Beispiele für suptilere Chancen waren kanadische Cannabis-Aktien, die mit jedem weiteren Staat, der Cannabis legalisierte, an Wert zunahmen.

Börsenweisheit 10: Als offensive Investoren sollten wir gegen den Strom schwimmen.

Wenn andere panisch sind und in Massen verkaufen, ohne dass sich dies durch Hintergrundinformationen rechtfertigt, dann sollten wir genauso hellhörig werden, wie wenn aufeinmal jeder einer Aktie hinterherrennt, um sie in sein Portfolio zu bekommen.

Als intelligenter Investor kaufen wir dann, wenn alle verkaufen und verkaufen dann, wenn alle kaufen.

So bekommen wir unsere Werte zum Dumping-Preis und geben sie zum Allzeithoch wieder ab.

Weiterhin muss jede Entscheidung rational bleiben.

Falls ein Wert enorm steigt, jedoch immernoch unterbewertet ist, sollte er behalten werden.

Nicht der Preis zählt, sondern das Unternehmen. Nicht das emotionale Handeln der anderen ist von Bedeutung, sondern der kühle Kopf von einem selbst.

Fazit zu den Börsenweisheiten

Das waren die 10 Weisheiten aus Benjamin Grahams 600-Seiten-Epos.

Für viele mögen die angesprochenen Punkte selbstverständlich sein, dennoch halten sich die meisten nicht an sie.

Das Werk Grahams ist aus heutiger Sicht nicht mehr ganz so spektakulär, doch wenn wir uns einmal vergegenwärtigen, dass er es vor nun bald 80 Jahren veröffentlicht hat, stellen wir fest, dass es gut gealtert ist.

Es gibt Anfängern die Möglichkeit, ein sicheres Fundament zu finden, mit dem sie Geld gewinnen anstatt zu verlieren.

Auch für erfahrene Investoren ist es interessant, sich die Grundlagen des Investierens ein weiteres Mal zu erschließen.

Hinweis:

Ich hoffe, dir hat dieser Artikel weitergeholfen. Behalte bitte im Kopf, dass es sich hierbei um meine subjektive Wahrnehmung handelt und in keinster Weise um eine professionelle Anlageberatung. Investiere kein Geld, welches du nicht bereit bist auch zu verlieren.

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