Weniger Arbeiten aber mehr verdienen? Das ist kein Traum und auch nicht unfair, sondern einfach nur der geschickte Einsatz von Soft Skills. Hast du sie nicht, hast du ein Problem, hast du sie, profitierst du persönlich und beruflich. Du kommst besser mit dir selbst, mit anderen und mit deiner Arbeit klar. Höchste Zeit also, dass wir gemeinsam erörtern, was Soft Skills sind und wie du sie dir am einfachsten aneignest. In unserer Soft Skill Liste findest du die 10 Soft Skills, die Arbeitgeber am besten bezahlen.

Soft Skills

Soft Skills sind anders als berufliche Kompetenzen (Hard Skills) voll und ganz auf dich als Person bezogen. Sie setzen sich aus persönlicher Kompetenz, sozialer Kompetenz und methodischer Kompetenz zusammen und machen damit das aus, was deinen Arbeitgeber an dir als Person interessiert. Neben deinen Qualifikationen und Referenzen werden immer auch deine Soft Skills beachtet und selbst wenn du dich im Beruf befindest haben sie eine riesige Auswirkung auf dein momentanes und zukünftiges Gehalt. Vielleicht hast du auch schon bemerkt, dass nicht der Angestellte am besten bezahlt wird, der das Handwerk am besten beherrscht. In den meisten Fällen landen die Angestellten in Führungspositionen die sich gut positionieren und gut führen können. Das mag nicht immer ein geschickter Schachzug sein, aber es ist der Standard nach dem man sich richten sollte.

Nun kann man sich als kompetenter Meister seines Berufs darüber aufregen, oder aber den Umstand nutzen, indem man aktiv seine Soft Skills verbessert. Es ist relativ egal was fair oder unfair ist – wichtig ist, was du daraus machst. Der tolle Nebeneffekt: Wenn du an deinen Soft Skills feilst, dann machen sie dich zu einer kompetenteren, beliebteren und glücklicheren Person. Persönlicher Wachstum und Selbstoptimierung ist das gesundeste und spannendste, was du in deinem Berufsleben tun kannst – packen wir es also an!

Persönliche Kompetenz

Beginnen wir mit Persönlicher Kompetenz. Hierzu zählen Fähigkeiten wie Selbstvertrauen, Selbstdisziplin, Selbstreflexion, Eigenverantwortung und Motivation. Es geht also vor allem darum wie du mit dir selbst umgehst. Du bist ohnehin auf dich selbst angewiesen und musst dein gesamtes Leben mit dir verbringen, deshalb ist es nötig auf dieser Ebene besser und stärker zu werden. Ganz konkret geht das, indem du dein Denken änderst.

Sieh dich nicht als passiver Spielball deiner Umgebung, sondern als aktiv Handelnden. Du bist Protagonist und Autor zugleich und kannst dein Leben dorthin lenken, wo du es haben willst. Diese Erkenntnis kannst du verinnerlichen und daraus Kraft und Motivation ziehen. Nur wenn du dich selbst ernst nimmst und dich gut um dich kümmerst, bist du auch in der Lage dazu dir selbst zu vertrauen und diszipliniert zu sein. Dich dabei immer wieder zu kontrollieren und kritisch zu hinterfragen ist die Selbstreflexion, die es unbedingt braucht um dich auf andere einzustimmen. Wenn du langfristig dich selbst in den Mittelpunkt deines Lebens stellst und deinen Willen durchsetzt, dann treibst du dich von alleine weiter an, bist diszipliniert und gewinnst dadurch Vertrauen in dich selbst.

Soziale Kompetenz

Wenn du an dir selbst arbeitest und zu einer immer kompetenteren Person wirst, dann bemerken das auch andere. Unser Leben ist nur Lebenswert durch die Interaktion mit anderen und wahrscheinlich hast auch du die schönsten Stunden deines Lebens mit Freunden und Familie verbracht. Es gibt also kaum einen besseren Weg glücklich zu werden, als gut mit deinen Mitmenschen klar zu kommen. Dafür brauchst du soziale Kompetenz. Teil deiner sozialen Kompetenz sind Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, Empathie und Umgangsstil. Dir diese Dinge anzueignen kann schwer fallen, ist aber durch zwei Faktoren gut machbar.

  • Selbstreflexion: Wenn du dich selbst genau beobachtest und an dir arbeitest, dann bemerkst du schnell, wo deine Stärken und Schwächen liegen. Deine Stärken zu nutzen und deine Schwächen als temporär anzusehen ist ungeheuer wichtig. So kannst du nämlich Stück für Stück zu dem werden, was du dir von anderen wünscht. Im Umkehrschluss bist du deutlich interessanter und attraktiver für die Menschen mit denen du dich gerne umgeben würdest. Du bist auch für dich selbst attraktiver und kannst aus beiden Komponenten Mut und Kraft schöpfen um dich in soziale Situationen zu wagen, die dir (noch) schwer fallen. Hier kommt Faktor 2 ins Spiel.

 

  • Übung: Wenn du in irgendetwas besser werden willst, dann benötigt das immer Übung. Selbst wenn du überhaupt nicht singen kannst und erst recht nicht singen willst, könntest du in 2-3 Jahren öffentlich als Sänger auftreten (ob in einer Indie-Band oder im Chor ist zunächst einmal zweitrangig). Das Einzige was du dafür tun müsstest wäre üben. Üben so wie jeder andere auch. Genau so ist es bei allen sozialen Situationen auch. Du musst dich immer wieder in neue begeben um besser mit anderen klar zu kommen. Besonders wenn es dir unangenehm ist, solltest du es dir zum Ziel machen, regelmäßig unter Leute zu kommen und mit ihnen zu kommunizieren. Das ist nicht so bequem wie sich in seinem Freundeskreis die ganze Zeit selbst zu bestätigen und feiern, aber es sorgt dafür, dass du beides langfristig von vielen anderen Menschen bekommst. Und ja, auch mit deinem Chef und dessen Gehalt wirst du viel besser klar kommen.

 

Methodische Kompetenz

Zeitmanagement, Organisationstalent, Strukturierte Arbeitsweise, etc. – All diese Soft Skills sparen dir eine Menge Arbeit und noch viel mehr Zeit. Zeit ist das Wertvollste was du überhaupt haben kannst und deshalb ist es wunderschön, wenn du sie profitabler einsetzen kannst. Wenn ich z.B. schaffe diesen Text hier in der Hälfte der Zeit zu verfassen (bei guter Qualität versteht sich) dann habe ich doppelt so viel Arbeitskraft. Und dieses Beispiel ist nicht aus der Luft gegriffen, denn als ich noch Auftragsarbeiten abgeliefert habe konnte ich doppelt so viel verdienen wie eine Freundin von mir, die ungefähr gleich bezahlt wird. Deshalb, weil ich meine methodische Kompetenz stetig und systematisch verbessere. Hierzu gibt es zahlreiche Bücher und Videokurse, die dir dabei helfen werden das auch zu tun. Um diesen Bereich zu verbessern musst du tatsächlich ganz stumpf verschiedene Techniken recherchieren und sie nacheinander ausprobieren. Anschließend bewertest du für dich welche am meisten gebracht hat und am angenehmsten war. Diese behältst du in Zukunft bei und ergänzt sie. Mache sie zur Gewohnheit (wie das geht wurde hervorragend von Tony Robbins in „Das Power Prinzip“ beschrieben) und erfreue dich daran, wie sehr sie dein Leben vereinfachen.

Die 10 Soft Skills, die dein Gehalt erhöhen 

Arbeitgeber sind sich ziemlich einig darüber, welche Soft Skills sie sich wünschen. Wenn es dir also darum geht dein Gehalt zu erhöhen, dann weißt du gleich genau, wo du ansetzen musst. Ich bin mir zwar sicher, dass du die meisten Soft Skills bereits gut beherrscht und auch weißt worum es geht. Ich gebe dir trotzdem in den folgenden Zeilen bei jeder Fähigkeit noch eine kleine Starthilfe mit, die dir dabei hilft, den jeweiligen Soft Skill auf einem soliden Fundament aufzubauen.

Eigeninitiative

Eigeninitiative ist oft nur eine leere Phrase, von der man nicht weiß, was denn jetzt konkret erwartet wird oder woher es kommen soll. Zugegeben, den perfekten Weg hierzu gibt es nicht, jedoch hilft es enorm, wenn du dir Gedanken über dein „Warum“ machst. Warum machst du den Job den du machst? Warum machst du überhaupt irgendwas? Was willst du erreichen? Wer bist du? Stelle dir selbst viele Fragen und versuche sie so ehrlich und klar zu beantworten wie nur möglich. Selbst wenn deine Antwort am Ende nur heißt: „Ich bin Kaufmann, weil ich damit verdammt viel Geld verdiene und davon kann ich mir Dinge kaufen die mir Spaß machen und viel mehr will ich auch nicht vom Leben.“ So ein klares „Warum“ zu haben wirkt wunder, denn mit dessen Beantwortung kannst du dich zu fast allem motivieren. Finde ganz einfach den Punkt, an dem die Ziele deines Chefs für dich relevant sind und schon zeigst du Eigeninitiative. (Beispiel: Dein Chef will mehr Geld verdienen und sucht deshalb nach einem neuen Kundenkreis. Dann kannst du darauf zu dir selbst sagen: „Wenn ich mich freiwillig dazu melde mich um die Akquise zu kümmern, dann kann wenn ich großen Erfolg habe und das Ziel meines Chefs erreicht ist damit bei der nächsten Gehaltsverhandlung punkten und verdiene mehr Geld.“

Analytisches Denken

Dinge nicht emotional zu sehen, sondern klar realistisch und ungefärbt wahrzunehmen hilft in vielen Situationen. Analytisches Denken kannst du dir ungefähr vorstellen, wie in der BBC Serie „Sherlock“ (übrigens sehr zu empfehlen). Du siehst dir einen Sachverhalt an, lernst ihn zu verstehen und nutzt Logik um auf nötige Handlungsschritte zu kommen. Was dir hervorragend beim erlernen von analytischem Denken helfen kann ist das Lösen von Logik-Rätseln oder die Lektüre von philosophischen Werken.

Kommunikationsfähigkeit

Wenn du dich unter Menschen aufhältst, sieh dir genau an, wie sie reden, wie sie gestikulieren und wie sie sich bewegen. Achte darauf, welche Reaktionen sie auf ihr Verhalten bekommen und kopiere das Verhalten das gute Reaktionen auslöst und vermeide solches, auf das unschöne Reaktionen folgen. Das ist jetzt natürlich stark vereinfacht und du musst darauf achten, dass du passend zu deinem Selbstbild agierst, aber im Grunde lässt sich durch diese einfache Angewohnheit viel ändern. Ist die Grundlage gesetzt kannst du dich darauf konzentrieren, wie du redest, was du sagst und wie du mit beidem verstanden wirst und Ziele erreichst.

Teamfähigkeit

Habe Verständnis für andere, sei offen, gehe davon aus, dass deine Kollegen nur das beste für sich selbst und andere wollen und konzentriere dich auf eure Gemeinsamkeiten. Wenn du das Team voranbringst bringst du auch dich selbst voran. Wenn deine Kollegen nicht so weit sind wie du, oder sogar die aktive Mitarbeit verweigern, dann ärgere dich nicht, sondern sammle Nachweise darüber, was du konkret gut gemacht hast. Wenn deine Kollegen wirklich schlechte Arbeit geleistet haben, dann wird das früher oder später auffallen. Du kannst dich auf diesen Moment vorbereiten und dich entsprechend verteidigen. Generell gilt aber: Sei eine gefestigte Persönlichkeit und der Rest kommt von alleine.

Leistungsbereitschaft

Deine Leistung ist das, wofür du bezahlt wirst. Wenn dir deine Arbeit auch nur ein wenig Spaß bereitet, dann kommt die Leistungsbereitschaft meist von alleine. Wenn nicht, kannst du dich immer noch selbst disziplinieren und dir deine Ziele vor Augen halten. Oft ist nichts tun und dabei nicht erwischt werden noch viel anstrengender als viel tun. Letzteres ist fairer und sorgt für ein besseres Selbstbild.

Begeisterungsfähigkeit

Als Kind waren die meisten von uns glücklich. Einer der Hauptfaktoren dafür ist die Begeisterung von Kindern, die sie dazu bringt sich mit alles und jedem zu beschäftigen. Wenn du wiederentdeckst, warum du tust, was du tust, dann lässt sich dadurch auch wieder die Freue und Begeisterung erwecken.

Belastbarkeit

Dieser Soft Skill wird oft in selbstverletzendes Verhalten umgemünzt. Überstunden, Stress, Hierarchiedruck und vieles mehr machen den Arbeitsplatz bei einigen zur persönlichen Hölle. Wenn du auf eine gesunde Art und Weise belastbar sein willst, dann konzentriere dich auf dich selbst und darauf, was du aus widrigen Umständen mitnehmen kannst. So lässt du dich nicht so sehr von äußeren Umständen mitreißen und quälen.

Unternehmerisches Denken & Handeln

Unternehmer denken ans Geld verdienen und das ist auch nicht schlimm. Unternehmer wissen wie Geld verdienen funktioniert und bilden sich aktiv auf diesem Gebiet weiter. Tue es deinem Chef dort gleich und sofort verstehst du ihn besser und ihr seid auf einer Wellenlänge. In unserem Grundlagenkurs der finanziellen Intelligenz wird dir übrigens genau das beigebracht. Und sein wir ehrlich: Du hättest doch auch gerne mehr Geld, nicht wahr?

Verantwortungsbereitschaft

Sich selbst als Handlungsträger und aktiven Ausüber des eigenen Willens zu begreifen führt dazu, dass du dein starkes Verantwortungsgefühl ausstrahlst. Handelst du entsprechend verantwortlich machst du absolut alles richtig und wirst auch sozial sehr geschätzt. Halte dich weiter an deine Worte, Handlungen und Ziele, dann bist du bereits Meister in diesem Soft Skill.

Auftreten

Wenn du dich selbst gut kennengelernt hast und deine soziale Interaktion reflektierst, dann wirst du Stück für Stück dein Auftreten verbessern. Traue dir zu dich selbst so auszuleben wie du möchtest und du findest langfristig einen guten Weg mit dir und anderen umzugehen. Das erfordert im wahrsten Sinne des Wortes Selbstbewusstsein, denn wenn du dir deiner selbst bewusst bist, weißt du, wie du wirken willst und lernst auch, wie du so wirken kannst.

Leistungsorientiertheit

Egal was du tust, am Ende kommt es für Außenstehende immer nur auf das Ergebnis an. Das ist nicht immer nett oder fair oder sonstiges, dafür kann es dir aber eine Menge Geld einbringen. Wenn du dich rein auf das Ergebnis konzentrierst, dann lässt sich ein effektiver Weg zu diesem Ergebnis leichter finden. Agiere immer nach dem Pareto-Prinzip und erledige die 20% der Tätigkeiten, welche 80% des Ergebnisses ausmachen zuerst. So sparst du Zeit, Mühe, Aufwand und deinem Chef Geld, der dich dafür lieben wird.

Ich wünsche dir nun viel Erfolg dabei, deine Soft Skills zu verbessern und damit mehr Geld zu verdienen!


Über den Autor: Maximilian Alexander Koch setzt sich seit seinem 15. Lebensjahr mit dem Geldsystem auseinander und ermittelt wie Gering- und Normalverdiener schaffen können das Beste aus ihrem Geld zu machen. Neben seiner Selbstständigkeit, studiert er Psychologie und schreibt für Wallstreet-Online und Geldhelden. Täglich erreichbar ist er unter: maximilian.alexander.koch.autor@gmail.com und über Facebook: Maximilian Alexander Koch. Sein Finanzroman „Cryptopia“ ist auf Amazon erhältlich.