Jeder spricht von Airbnb, du bald auch?

Die allerwenigsten kennen Airbnb – nicht. Mittlerweile kommt der Begriff ja auch in der Presse nicht so selten vor. Meist negativ, denn wenn sich damit Geld verdienen lässt, wird es oftmals verschwiegen oder wenig benannt. Und weil es immer wieder Diskussionen um Wohnraumknappheit gibt. Das dabei aber Hotelketten mittlerweile kräftig mitmischen, bleibt meist unerwähnt.

Für diejenigen die Airbnb nicht kennen: Airbnb ist eine Plattform, auf der man Unterkünfte und mittlerweile auch Events buchen kann. Private oder auch immer mehr kommerzielle Anbieter stellen Wohnraum zur Vermietung zur Verfügung. Das kann von der Hängematte über ganz normale Wohnungen sein bis hin zu total ausgefallenen Unterkünften oder Schlafmöglichkeiten wie Iglus oder auch Baumhäuser.

Airbnb hat für diese ausgefallenen Unterkünfte mittlerweile eine eigene Rubrik.

Das Unternehmen vermittelt Unterkünfte seit 2008 mittlerweile in über 190 Ländern. Dabei kann man Airbnb als die größte Hotelkette ohne eigene Hotels bezeichnen.

Aber heute möchte ich euch hier erzählen, wie wir gestartet sind, zum einen, weil uns bereits ganz viele Menschen gefragt haben, wie macht ihr das eigentlich, wie geht ihr vor, wo findet ihr die Wohnungen die ihr untervermieten dürft und wie macht ihr die Recherche.

Das schwierigste ist, den Vermieter zur Untervermietung zu überzeugen – dachten wir

Auf der Such nach geeigneten Wohnungen rief ich mehrere Vermieter an und machte Termine aus. Ehrlich gesagt, stellten wir es uns am schwierigsten vor, die Vermieter zur Weitervermietung zu überzeugen. Aber scheinbar ist dieses Thema gar nicht so negativ behaftet, wie wir dachten.

Nachdem wir genau eine Wohnungbesichtigung hatten, war die zweite Wohnung, die wir für geeignet hielten schon ein Volltreffer. Bei der Besichtigung, die in drei Etappen von sich ging, es waren bestimmt 15 Leute vor Ort. Es war etwas chaotisch, die aktuellen Mieter wohnten noch darin und haben ein Baby bekommen. Die komplette Wohnung war mit rotem Teppich ausgestattet, der uns später noch viel Arbeit kosten sollte.

Beim Eintritt in die Wohnung schwappte uns ein Currygeruch entgegen, die Besitzer haben gerade gekocht, die Frau hatte das Baby auf dem Arm und wartete sichtlich dass wir wieder die Wohnung verliessen um endlich essen zu können, liessen aber brav alle Interessenten die Wohnung besichtigen. Im Wohnzimmer und im Schlafzimmer lagen ein jeweils ein riesiger Berg an schwarzen Müllsäcken. Aber das beste hatte ich bei den Bildern auf Immoscout24 gar nicht auf dem Schirm: eine riesige, tolle Sonnenterasse namens Balkonien.

Wir bekamen den Zuschlag. Dem Vermieter war nur wichtig, dass wir die Kaution zahlen können und die Küche abkaufen. Im Mietvertrag steht nun unter sonstige Vereinbarungen:

Der Mieter darf die Wohnung untervermieten.

Perfekt und schon konnte es los gehen. Jetzt kommen wir zum nicht so schönen Teil. Natürlich wurde der Teppich bis auf wenige Stellen im Badezimmer (???) entfernt, leider ohne die häßlichen Klebereste. Das hat uns dann nochmal etwas Nerven gekostet. Ausserdem mussten wir feststellen, dass die Vormieter oder vielleicht auch der Besitzer voll auf Silikon abgefahren sind. Das komplette Badezimmer war vollgekleistert, selbst an den Fussleisten war Silikon und dann noch mit häßlicher, brauner Farbe angemalt. Warum? An den Duschwänden war zentimeterdick Silikon aufgetragen.

Wir haben auch gedacht, wir könnten so einziehen, aber Pustekuchen. Nachdem alles beiseite geräumt war, kamen die Mängel zum Vorschein. Auch an der Tapete war teilweise Silikon verschmiert. Das konnte unmöglich so bleiben. Also beschlossen wir kurzerhand, nochmal zu malern, die Fussleisten doch zu entfernen und einige Schönheitsreparaturen vorzunehmen.

Das ganze hat uns ca. eine Woche Arbeit zu dritt gekostet. Dann wurden nach und nach die bestellen Möbel aufgebaut, sauber gemacht und schon konnte es losgehen.

Die Küche haben wir dem Vormieter abgekauft, die Couch und die Waschmaschine haben wir geschenkt bekommen, darüber sind wir sehr happy. Danke Mama. Für die nächsten Wohnungen wir daher das Invest etwas höher.

Den Vermieter haben wir tatsächlich dazu gebracht, dass er eine Duschwand neu mit Fliesen bestückt, jetzt kann sich die Dusche sehen lassen. Leider ging das nicht mit dem Boden, daher haben wir da jetzt 2 Platten darüber gelegt, sieht etwas schöner aus.

Nachdem alles fertig war, konnte ich endlich die Fotos machen. Das Wetter spielte auch mit, wir hatten strahlenden Sonnenschein, perfekt abgestimmt.

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So, nochmal Stichpunktartig zusammengefasst:

  • Recherche über die Plattform AirDNA
  • Suchauftrag über diverse Immobilienplattformen einstellen (Immoscout, bluehomes, immowelt etc)
  • geeignete Immobilien ansehen und bei gefallen Vermieter nach einem Untermietvertrag fragen
  • Wohnung anmieten oder kaufen
  • nach Mietvertragsunterzeichnung Möbel und Equipment bestellen
  • Möbel entgegen nehmen und aufbauen
  • 1-2 Nächte selbst in der Wohnung wohnen, falls es nicht deine ist, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wenn deine Kunden etwas stört
  • Internet einrichten
  • Wohnung säubern
  • Fotos machen oder machen lassen (Airbnb hat hier auch einen professionellen Fotoservice)
  • bei Airbnb einstellen, falls du noch keinen Account hat, darfst du gerne den Link unten nutzen
  • beschreibe die Unterkunft so gut wie möglich, damit sich dein Gast eine genaue Vorstellung machen kann, was ihn dort erwartet
  • Empfange deine Gäste und erhalte positive Bewertungen

Wie sieht die Kalkulation aus?

Lt. AirDNA hat Dortmund eine Belegungsrate von 57%. Der Überblick hier ist noch nicht aussagekräftig, aber wir werden hier monatlich die Zahlen veröffentlichen. Das ist der Überblick bis 18.04. mit Buchungen bis Einschliesslich 24.04., wir haben es übrigens so eingestellt, dass Airbnb die Preise dynamisch anpasst. Man kann selbst einen Preis einstellen oder man überlässt es Airbnb. Wir haben die letztere Variante gewählt.

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Wenn du wissen willst wie die Wohnung nach der Renovierung und Umgestaltung jetzt aussieht, dann schaue hier auf Das Ergebnis auf Airbnb.


Peggy, die Co-Founderin von Geldhelden.org, die mit dem Gründer schon eine Menge „Geldrezepte“ umgesetzt hat und ständig auf der Suche nach neuen „Geldrezepten“ ist. Sie ist Fotografin aus Leidenschaft, aber neue Dinge auszuprobieren macht ihr ebenso Spaß.

Die erwähnte Einkaufsliste Amazon

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