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Das Geschäft mit den sechs Richtigen + Zusatzzahl – Wer verdient eigentlich daran?

Mit ein paar richtigen Kreuzchen den ganz großen Jackpot knacken und für sein Leben ausgesorgt haben. Luxus, finanzielle Freiheit und keine Geldsorgen mehr, dass funktioniert aber nur mit den richtigen Zahlen und dem Quentchen Glück das natürlich auch mitspielen muss. Wie mit den Hoffnungen von Millionen von Menschen, das Milliardengeschäft Lotto aufgebaut ist, die sich mit dem Jackpot eine andere Zukunft erträumen kannst du in diesem Artikel lesen. Ob du danach weiter spielst oder zum Geldheld wirst, entscheidest Du selbst!

Die „Nahrungskette“

Wer verdient den nun alles am Spiel um die Millionen? Gehen wir also Schritt-für-Schritt den Vorgang durch und schauen uns an wie das Ganze funktioniert.

Wir starten an einer der etwa 24.000 Lotto-Annahmestellen in Deutschland, die praktisch an jeder Straßenecke zu finden sind. Die passende Werbung um die Leute entsprechend für das Glückspiel zu begeistern findest Du ebenso an allen stark frequentierten Orten, sei es unter anderem im Supermarkt, der Bushaltestelle oder gleich im ganzen Stadtgebiet per Taxi unterwegs. Die Masche zieht offenbar, denn jeder vierte Deutsche spielt einmal wöchentlich Lotto, obwohl die Gewinnchance für den ganz großen Wurf bei 1 zu 140 Millionen geradezu mickrig erscheint. Zudem läuft man Gefahr der Glückspielsucht zu verfallen.

Als erster Anlaufpunkt dient also die Lotto-Annahmestelle, vor allem wenn der Jackpot steigt ist der Andrang umso größer, jeder will schließlich sein Glück versuchen.

„6 aus 49“ heißt die beliebteste Lotto-Variante, die vermutlich die meisten zumindest einmal ausprobiert haben wenn die möglichen Gewinne mal wieder astronomische Höhen erreicht haben.

Gerade in solchen Zeiten läppern sich die kleinen Umsatzbeteiligungen die eine Lotto-Stelle bekommt, durch die schiere Masse an Spielern die auch in den Genuss eines Gewinns kommen wollen, ordentlich zusammen. Etwa 6% der Spieleinsätze landen so in den Kassen der Betreiber.

Hinter der Datenverarbeitung und dem geordneten Ablauf des Spielbetriebs steht natürlich eine der 16 landeseigenen Lottogesellschaften, die sich für diese Aufgaben auch mit 6 Prozent des Kuchens bezahlen lassen. Bei solch einem Milliardengeschäft wie dem Lottospiel reicht dass auch vollkommen aus um die laufenden Betriebs- und Personalkosten sowie die Aufwendungen für Werbung abzudecken.

Um die Gewinne zu finanzieren werden aus den Spieleinsätzen fast die Hälfte, nämlich 49 Prozent verwendet.

Die Dummensteuer

Da das Lotto-Geschäft streng staatlich reguliert und lizensiert ist freut sich Vater Staat auch über jährlich 17-prozentige Einnahmen aus der Lotteriesteuer. In Expertenkreisen wird diese Steuer auch gerne Dummensteuer genannt weil die Spieler nur eine geringe Gewinnchance haben aber der Staat schon recht gut davon profitiert. Hier sind die Verhältnisse nicht einmal annähernd ausgeglichen.

Die verbleibenden 22 Prozent fließen Förderprojekten aus Sport, Kultur oder jedem anderen Bereich zu, wenn Sie sich dafür bewerben. Das ist im sogenannten Glückspielstaatsvertrag verbindlich festgelegt und die Lottogesellschaften sind daran gebunden.

Zusammenfassung

Also welche Rückschlüsse können wir daraus ziehen?

Für Betreiber von Lottoannahmestellen und die Lottogesellschaften lohnt sich das Lottospiel. Der Staat freut sich über zusätzliche Steuereinnahmen um seine Haushaltskasse aufzubessern und Vereine profitieren von Zuwendungen der Lottogesellschaften.

An dieser Struktur wird sich auch in Zukunft Nichts ändern, denn der Staat kann mit dem Glückspielmonopol mögliche Konkurrenz aus dem Markt halten.

Zurück bleiben ein paar glückliche Gewinner, die aber häufig nicht die finanzielle Bildung haben um mit solchen Summen umgehen zu können und oftmals nach ein paar Jahren wieder bei Null auf der Bank angelangt sind. Die Letzten in der Kette sind die Spieler mit immer mal wieder kleinen Gewinnbeträgen, die aber langfristig unterm Strich nur Verlust machen.

Wenn Du diesen Artikel bis hierhin gelesen hast solltest du für dich selbst hinterfragen welchen Mehrwert das Lotto spielen für dich hat. Die vielen Gewinne die du schon bekommen hast können es ja kaum sein. Der Nervenkitzel? Dann besuche als Beispiel lieber einen Freizeitpark und suche die nächste Achterbahn auf. Gemeinsam mit Freunden und Familie hast du bei dem Erlebnis vermutlich unterm Strich mehr für dein Geld bekommen.

Wenn dein Körper dann fürs Erste genug Adrenalin ausgeschüttet hat, setze dich mit den Zahlen auseinander. Mit welcher Wahrscheinlichkeit knacke ich den Jackpot und welcher Betrag käme über einen längeren Zeithorizont hinweg dabei heraus wenn ich meine Einsätze spare und stattdessen sinnvoll investiere?

Nicht nur für die handvoll Lotto-Millionäre pro Jahr, sondern auch für Jeden der lernen möchte wie er seine Finanzen im Griff hat, hilft dir unser Team von Geldhelden gerne bei deinem Werdegang zu souveränen Umgang mit Geld gerne weiter. Werde also auch Du ein Geldheld und werde Mitglied unserer Community.

Abschließend noch ein Beispiel wo die Reise hingehen könnte.

Nehmen wir an du sparst dir die Kosten für den wöchentlichen Lottoschein und packst stattdessen beispielsweise 50 Euro in einen ETF-Sparplan der den MSCI World Index nachbildet. Der MSCI World hat über 100 Jahre eine durchschnittliche Rendite von 8,5 Prozent erzielt.

Vorausgesetzt es läuft so weiter wie bisher und du ziehst das 20 Jahre lang stur durch und lässt deinen Sparplan egal was kommt weiter laufen. Dann hast du auf deinem Konto nach dieser Zeit die stolze Summe von 28.179,86 Euro stehen. Davon stammen 12.000 Euro aus deinen Sparraten und 17.920,51 Euro aus der Wertsteigerung. Weitere 1740,65 Euro fließen an den Fiskus, sofern sich die Besteuerung in Zukunft nicht ändert.

Jetzt musst du aber zugeben: Hast du 17.920 Euro beim Lottospiel gewonnen oder kennst du Jemanden dem das passiert ist? Egal wie es kommt, du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Geld verdient haben als beim Glücksspiel.

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