Gerade junge Menschen haben während des Studiums oder in der Ausbildung mit großen sowie kleinen Geldsorgen zu kämpfen. Doch das muss nicht sein! Gewöhne Dir lieber rechtzeitig den richtigen Umgang mit Geld an, um später davon zu profitieren. Es gibt einige konkrete Tipps und Tricks, die Dir diesen Schritt erleichtern. Welche das sind, erfährst Du hier.

Erster wichtiger Schritt: einen Überblick verschaffen

Wie viel Geld in welchem Zeitraum ausgegeben werden darf, kannst Du nur wissen, wenn Du Deine Finanzen im Blick behältst. Aus diesem Grund heißt es jetzt: Kassensturz gegen Geldsorgen! Damit Du Dir einen Überblick verschaffen kannst, solltest Du sowohl Deine Ausgaben als auch Deine regelmäßigen Einnahmen kennen. Meistens lässt sich dieser Schritt nicht auf Anhieb ausführen, da die meisten Menschen vor allem kleinere Ausgaben schnell aus dem Gedächtnis verbannen.

Führe über alle Ausgaben in einer Woche und noch besser in einem Monate genau Buch. Hier werden nicht nur die Kosten für Miete, Essen, Nebenkosten und Kleidung festgehalten. Jede noch so kleine Ausgabe solltest Du Dir sofort notieren. Mithilfe des Smartphones dürfte es kein Problem darstellen, sogar das belegte Brötchen beim morgendlichen Weg zur Arbeit genau zu dokumentieren.

Addiere die Ausgaben am Ende eines Monats zusammen. Vergleiche Sie anschließend mit den Einnahmen aus dem gleichen Monat. Bleibt hier kaum etwas übrig oder die Ausgaben sind womöglich höher als die Einnahmen? Dann steht fest: Du musst dringend etwas gegen drohende Geldsorgen tun!

Konkrete Ziele setzen

Wenn Du den Umgang mit Geld lernen und das Sparpotenzial optimieren möchtest, dann brauchst Du klare Ziele. Wer auf eine größere Anschaffung hin sparen möchte, der hat es an dieser Stelle leichter. In diesem Fall lässt sich das Ziel klar definieren: Der Anschaffungspreis soll bis zum Zeitpunkt x auf dem Konto verfügbar sein.

Hast Du gar nicht vor, eine größere Anschaffung zu tätigen, dann kannst Du Dir dennoch Ziele setzen. Lege ein Plus fest, welches Du in absehbarer Zeit unbedingt erreichen möchtest. Sind auf Deinem Konto ausschließlich grüne Zahlen zu verzeichnen, dann arbeite auf eine bestimmte Sparrate hin. Konkretes Beispiel: Nimm Dir vor, jeden Monat mindestens 100 Euro übrigzuhaben, nachdem alle Ausgaben getätigt wurden. Dieses Geld kannst Du voller Stolz zur Seite legen oder investieren.

Gewissen Spielraum einkalkulieren

Wer nicht früher oder später unter Geldsorgen leiden möchte, der darf nicht zu streng mit sich selbst sein. Das klingt vielleicht im ersten Moment widersprüchlich, doch bei näheren Hinsehen ergibt es Sinn. Lege einen grünen Bereich fest, in welchem Du ab und zu auch für vermeintlich unnötige Dinge Geld ausgeben darfst. Räume Dir einen mittleren zweistelligen oder einen niedrigen dreistelligen Betrag ein – je nach Budget. Dieser Betrag darf zum Beispiel für Partys, unnötige Klamotten oder andere Vergnügen ausgegeben werden.

Ein wenig Strenge ist dennoch notwendig. Ist der Bonus-Betrag voll ausgeschöpft, so darf strikt kein Geld mehr ausgegeben werden. Hier musst Du konsequent mit Dir selbst bleiben. Damit das klappt, ist die oben bereits angesprochene Zielsetzung enorm wichtig.

Ersatz schaffen für Konsum

Viele Menschen neigen dazu, viel mehr Geld auszugeben, als ihnen eigentlich zur Verfügung steht. Die logische Folge: Geldsorgen. Aber warum ist es für viele Personen so schwer, sich in Bezug auf das Geld klare Grenzen zu setzen? Die Vermutung liegt nahe, dass der Konsum – als das Kaufen von neuen Klamotten, Accessoires usw. – glücklich macht. Es ist allerdings keine gute Idee, negative Emotionen mit dem kurzen Glücksgefühl beim Kaufen zu kompensieren. Das kann auf die Dauer nur schiefgehen!

Um Dir das Kaufen um des Kaufens willen abzugewöhnen, solltest Du zu Alternativen greifen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Runde Sport anstelle des exzessiven Onlineshoppings? Irgendwann gewöhnt sich die Psyche daran, dass Kaufen nicht dazu dient, Langeweile, Einsamkeit oder Frust loszuwerden. Ein gutes Gespräch unter Freunden, eine Runde am PC spielen oder ein kleiner Spaziergang ist viel besser dafür geeignet, sich von negativen Gedanken abzulenken als das sinnlose Geldausgeben. Versuche Deine Psyche auszutricksen, indem Du dem Kaufimpuls nicht nachgibst.

Kredite sind tabu

Das Aufnehmen eines vermeintlich kleinen und harmlosen Kredits führt auf Dauer unweigerlich zu Geldsorgen. Fange gar nicht erst damit an, Dinge „auf pump“ zu kaufen. Es ist viel sinnvoller, auf etwas Bestimmtes hinzusparen und sich die Neuanschaffung so lange zu verkneifen. Wer das einmal ausprobiert hat, der wird schnell merken, dass das Gefühl nach dem Sparen viel angenehmer ist als die Aufnahme eines Kredits. Ein reines Gewissen macht eben glücklich!

Auch die Ratenzahlung wird inzwischen von sehr vielen Händlern angeboten. Diese tun den Konsumenten den Gefallen nicht ohne Grund. Hier wird versucht, Dich in eine gefährliche Falle zu locken. Die offenbar kleinen Beträge, die monatlich fällig werden, fallen monatlich doch kaum ins Gewicht. Oder? Das ist leider der falsche Denkansatz. Laufen zum Beispiel drei verschiedenen Ratenzahlungen á 50 Euro parallel zueinander, so musst Du jeden Monat ganz 150 Euro berappen.

Zudem bieten nur die wenigsten Unternehmen ein früheres Rückzahlen an. Du musst also auf lange Sicht mit einem schlechten Gefühl im Bauch und höheren laufenden Kosten leben. Kommt es dann zu einer unvorhergesehenen, aber unvermeidbaren Ausgabe, musst Du einen neuen Kredit aufnehmen. Viele Menschen machen den Fehler, dass sie aus Verzweiflung den einen Kredit mit einem neuen Kredit decken. Wer dann den Überblick verliert, der wird die Geldsorgen im schlimmsten Fall nie mehr wieder los.

Wiederkehrende Ausgaben minimieren

Oft zahlen wir viel zu viel Geld für Dinge wie Versicherungen, Stromanbieter, Handyvertrag und noch vieles mehr. Sieh Dir einmal die Kontoauszüge des letzten Jahres an. Vor allem gegen Jahresende buchen die Unternehmen ab, bei denen die Beiträge nur einmal im Jahr fällig werden. Von der Hausratversicherung bis hin zur Versicherung für den Vierbeiner werden dann alle Zahlungen fällig.

Schreibe Dir auf, an wen Du die wiederkehrenden Gebühren zu zahlen hast. Sieh Dir dann Deine Verträge genau an, um Deine aktuellen Tarife mit neuen Tarifen und eventuell anderen Anbietern zu vergleichen. Alleine durch den Wechsel der Krankenkasse und einen neuen Handyvertrag lassen sich unter Umständen einige hundert Euro im Jahr sparen. Fallen Dir gar Verträge auf, die Du eigentlich gar nicht mehr nutzt oder brauchst, dann kündige diese sofort! Natürlich macht das ein wenig Arbeit, aber diese zahlt sich auf lange Sicht hin aus.

Gewöhne Dir auch für die Zukunft an, laufende Verträge regelmäßig zu prüfen. Die Konditionen für Versicherungen, Internetanbieter und Co. können sich zwischenzeitlich verbessern. Davon profitieren aber nur diejenigen, welche rechtzeitig wechseln oder kündigen. Sehr guter Nebeneffekt: Deine Geldsorgen schrumpfen immer weiter, weil die Ausgaben weniger werden.

Auch der Vertrag mit dem Fitnessstudio, das Du längst nicht mehr besuchst, muss gekündigt werden. Es nützt in diesem Fall gar nichts, alles weiterlaufen zu lassen. Hier schlummert echtes Sparpotenzial. An dieser Stelle musst Du Dich noch nicht einmal in Verzicht üben, um am Ende des Monats mehr Geld übrig zu haben.

Rücklagen bilden für mehr Sicherheit

Natürlich ist es löblich, wenn Du Dir die eine oder andere unnötige Ausgabe gar nicht erst erlaubst. Dennoch werden immer wieder Anschaffungen kommen, die sich nicht vermeiden lassen. Wenn zum Beispiel der Kühlschrank oder die Waschmaschine plötzlich ausfallen, dann muss ein neues Gerät angeschafft werden. Stehen nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, so muss auf das Ersparte zurückgegriffen werden. Ist gar kein Erspartes da, wird der Kredit unausweichlich.

Um gar nicht erst in eine solche Situation zu kommen, ist das Bilden von Reserven wichtig. Natürlich solltest Du einen Teil von Deinem Ersparten auch zum Beispiel in Aktien anlegen. Ein gewisser Betrag muss allerdings immer direkt auf dem Girokonto zur freien Verfügung stehen. Wie hoch dieser Betrag sein sollte hängt vor allem von den individuellen Lebensumständen ab. Wer ein Haustier hat, der sollte Rücklagen für eventuell plötzlich auftretende Krankheiten haben. Operationen und Medikamente können ganz schön teuer werden.

Auch mit Kindern müssen größere Reserven zur Verfügung stehen als für einen alleinstehenden Menschen. Generell gilt: Lege mindestens 10 Prozent Deiner Einnahmen für dringende Ausgaben zurück. Hast Du auf diese Weise einige tausend Euro angespart, kann das überschüssige Geld investiert oder ausgegeben werden.

Erspartes investieren und Geld vermehren

Damit das Sparen auch Sinn ergibt und Geldsorgen nicht nur heute, sondern auch morgen vermieden werden, musst Du Dein Geld für Dich arbeiten lassen. Das ist nicht ganz einfach, da Du zuerst eine für Dich geeignete Anlageform finden musst. Bedenken bei Deiner Wahl, dass Geld auf einem Girokonto keinerlei Rendite bringt. Im Klartext: Nichts mit dem Ersparten zu tun, ist keine Option. Genaugenommen verlierst Du sogar Geld, wenn Du es nicht investiert. Aufgrund der weiterhin andauernden Inflation wird Bargeld nach und nach weniger wert.

Derzeit sind die Zinsen so niedrig, dass sich klassische Geldanlagen aus früheren Zeiten nicht mehr wirklich lohnen. Sparbücher, wie viele Menschen sie aus der Kindheit kennen, werden Dich nicht zum Erfolg führen. Lege Stattdessen Dein Geld in Tagesgeldkonten oder noch besser in Aktien an. Wenn Du hingegen von einem Eigenheim träumst, ist auch das Hinsparen auf einen gewissen Eigenanteil für den Kauf einer Immobilie sinnvoll. Je früher Du in die eigene Wohnung oder das Haus ziehst, desto früher kannst Du die Miete einsparen und stattdessen in Eigentum investieren. Aber auch hier gilt: Du solltest Dich keinesfalls übernehmen und in Ruhe kalkulieren, welche Immobilie Du realistisch abbezahlen kannst und welche nicht – ganz ohne Geldsorgen.


Über den Autor:

Marco ist Coach für finanzielle Intelligenz und Gründer der Geldhelden Organisation. Seine Vision ist es finanzielle Bildung in die breite der Gesellschaft zu tragen. Mit seinem Coaching hilft er Menschen dabei die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Meine Leidenschaft ist es als Geldcoach Menschen dabei zu helfen sich aus dem Hamsterrad zu befreien. Bewirb dich noch heute für den nächsten Zyklus in meinem 12 Wochen Umsetzungsprogramm auf https://geldcoach.org/

Machen ist das neue Wissen!

Geldcoach Marco

Über den Autor: Meine Leidenschaft ist es als Geldcoach Menschen dabei zu helfen sich aus dem Hamsterrad zu befreien. Eine Beratungsession mit mir kannst du hier buchen: https://geldcoach.org/

    • Finanzielle Bildung habe ich nicht in einer Ausbildung oder in der Universität gelernt. Diese Fächer gibt es dort nicht. Das ist der Grund warum häufig Schulabbrecher die reicheren Menschen sind. Du solltest lieber nach dem finanziellen Erfolg (Praxis) fragen, statt den typischen deutschen Fehler zu machen und dich von Titeln oder Abschlüssen (Theorie) blenden zu lassen!

      Dein Marco
      Schulabbrecher, Maurer, Stuckateurmeister, Betriebswirt, Architekt, Unternehmer und Investor.

  • Danke für den Reminder – sollte mal schauen ob ich nicht doch noch das ein oder andere Abo kündigen kann mit der Zeit muss man an allen Stellen mal entrümpeln auch auf dem Konto 🙂