Geld macht nicht glücklich - Von wegen!

Geld macht glücklich und finanzielle Bildung macht glücklicher. Warum die Aussage „Geld macht nicht glücklich.“ extrem oberflächlich ist und deine Lebensziele behindert, erfährst du in diesem Artikel! Genauso erfährst du aber auch, wie du durch finanzielle Bildung Geld mit Glück verbindest und es als Mittel zum erreichen deiner Träume nutzt.

Geld macht nicht glücklich

Der geflügelte Wortlaut: „Geld macht nicht glücklich!“ ist völliger Unsinn. Aus vielerlei Hinsicht. Warum, das klären wir gleich. Doch zunächst einmal: Warum gibt es ihn überhaupt? Das lässt sich natürlich nicht eindeutig sagen. Allerdings kennst du sicher die Situationen in denen es von den meisten Mitmenschen genutzt wird. Nämlich dann, wenn man es sich leicht machen möchte. Wenn man kein Geld hat, dann kann man sich mit diesem Satz trösten. So hat man eine gute Ausrede um nichts zu tun und sich nicht mit dem zu beschäftigen, was einem Probleme bereitet.
Natürlich sind auch einige Menschen mit wenig Geld glücklich, das will ich in keinster Weise bezweifeln – ganz im Gegenteil, wie man in dieser ARD Frugalismus Doku sehen kann, gehöre ich auch zu diesen Leuten.
Es sind jedoch im seltensten Fall eben jene glücklichen Leute, die so tun als wäre Geld irrelevant, denn gerade wer wenig hat und sein Geld bedacht einsetzen muss, weiß wie wichtig dieses ist. In der Tat gibt es hierzu auch zahlreiche Studien.

Das kann man nun natürlich ignorieren und kleinreden, aber glücklich macht einen das eher weniger. Warum Geld glücklich macht, das besprechen wir gleich. Gehen wir aber auch darauf ein, warum „Geld macht nicht glücklich!‘ so verbreitet ist und viele diesen Satz ernsthaft glauben. Im Grunde ist der Ausspruch nämlich ein Strohmann-Argument. Strohmann-Argumente werden eingesetzt, wenn man Unrecht hat und gegen eine These nicht ankommt. In diesem Fall gegen „Geld kann richtig eingesetzt durchaus glücklich machen.“ Das kann man kaum bestreiten, deshalb argumentieren einige mit Strohmann. Sie tun so, als würde ihre Gegenseite sagen: „Geld ist das Einzige, das glücklich macht.“ Das sagt aber absolut niemand. Deshalb ist es vollkommener Unsinn zu sagen: „Andere Dinge sind wichtiger als Geld, z. B. Liebe und Moral.“ Denn ja, das stimmt natürlich, aber wer sagt, dass Geld glücklich machen kann, der behauptet natürlich nicht automatisch es sei das absolut Wichtigste im Leben.

Geld macht glücklich!

Das Wichtigste ist Geld nicht, aber es ist verdammt wichtig für dein persönliches Glück. Geld hat mehr Einfluss auf dein Leben als du vielleicht denkst. Es geht nur darum zu wissen, wie du es einsetzt. Dafür gibt es finanzielle Bildung. Und finanzielle Bildung macht deshalb glücklich weil sie dir zeigt, wie du Geld für dich arbeiten lässt und wie es seinen vollen Nutzen entfaltet. Geld alleine macht nur dann glücklich, wenn es richtig eingesetzt wird: reflektiert und verantwortungsbewusst. Die Meisten kaufen mit Geld einfach nur mehr Dinge und denken, das wäre schon alles. So macht man sich nur kurzfristig glücklich und tauscht seine Lebenszeit gegen schnellen sinnlosen Konsum. Warum, das habe ich auch schon in der Frugalismus Doku erklärt.

So macht Geld glücklich:

Reflektiertes und verantwortungsbewusster Einsatz bedeutet, sich seiner selbst bewusst zu sein, unser Finanzsystem zu hinterfragen und ermitteln wie man es für sich nutzen kann. Ich gebe dir nun ein Beispiel aus meinem Leben. Ich habe dank finanzieller Bildung erkannt, dass ich meine Lebenszeit nicht gegen Geld tauschen will und deshalb besser mit meinem Geld umgehen muss. Ich habe gelernt es zu investieren, damit mein Geld nicht nur bleibt, sondern sich vermehrt. Wenn es das tut, ohne, dass ich aktiv etwas dafür tun muss, dann muss ich weniger arbeiten und habe mehr Freizeit. Außerdem konnte ich eine Strategie entwickeln, dank der ich (fast) überall auf der Welt für knapp 500€ im Monat leben kann (Unterkunft, Ernährung, Erlebnisse inklusive). Du kannst dir vorstellen wie glücklich mich diese Freiheit macht, und wie glücklich sie auch dich machen kann.

Geld Geld Geld! – Zwischen Gier und Lebensqualität

Ich will dir auf keinen Fall zu grenzenloser Gier und blinden Konsum raten. Worauf ich hinaus möchte ist, dass du dank finanzieller Bildung endlich selbst entscheiden kannst, wie du Geld verdienst, wie du deine eigene Lebenszeit verbringst und wie du immer genug Geld für Urlaube, Träume und Ziele hast. Denn Geld folgt tatsächlich festen Gesetzmäßigkeiten. Diese Gesetze des Geldes lassen sich erlernen und zu deinem Vorteil nutzen. Wer sie nicht kennt, der lässt sich von Banken, Unternehmen und Arbeitgebern leichter ausnutzen. Es liegt also in deinem eigenen Interesse, dich weiterzubilden.

5 konkrete Vorteile der finanziellen Bildung:

Zinseszins: Mach aus Jahren des Wartens Jahre der Geldlawine. Dank des Zinseszins lässt sich Geld nur mittels Zeit ohne dazutun vervielfachen (je früher man anfängt, desto niedriger muss das Risiko hierfür sein)

– Inflation: Wer sein Geld einfach nur aufs Bankkonto oder Sparbuch einzahlt, der verliert Geld. So viel Geld, dass sich der Wert nach ca. 20 Jahren halbiert (Tendenz steigend). Nur dank finanzieller Bildung lässt sich dies aufhalten.

– Passives Einkommen: Geld im Schlaf – Geht sogar, solange man weiß, wie ein Geschäft/Beruf wirtschaftlich beschaffen sein muss um diese Möglichkeit zu bieten. Dies gehört wie so vieles zur finanziellen Grundbildung (LINK).

Mit Geld lässt sich Lebenszeit freikaufen, das macht es so wertvoll. Wie das funktioniert, und wie sich Lebenszeit vom Geld entkoppeln lässt, erklärt z.B. der Frugalismus.

– Frugalismus: Der Frugalismus ist allgemein ein hervorragendes Konzept für den Anfang. Es handelt sich hierbei im Grunde um „Sparen in sexy“ denn es wird nur da gespart, wo es die Lebensqualität erhöht und nicht herabsetzt. (Wie das geht erfährst du in diesem Frugalismus Artikel…)

Fazit:

Geld macht in Zusammenhang mit finanzieller Bildung sehr wohl glücklich. Es ist eben vom Besitzer abhängig, wofür dieser es einsetzt. Wen Geld nicht glücklich macht, der hat entweder keine große Ziele (was ja auch nicht schlimm ist), keinen Mut zu träumen und diesen Träumen nachzugehen, oder aber niedrige finanzielle Bildung. Geld ist ein Universaltauschmittel, du kannst es also gegen fast alles tauschen, das Menschen produzieren oder tun. Und selbst wenn du nichts davon haben möchtest, nicht die Welt erkunden oder anderen unter die Arme greifen willst, lässt sich Geld gegen deine Lebenszeit eintauschen. Kaum etwas ist also besser dazu geeignet dich über zwei, drei Ecken glücklich zu machen. Denn die Frage des Geldes ist weder: „Was habe ich?“ oder „Was habe ich nicht?“ sondern „Was mache ich am besten aus dem was ich habe und nicht habe?“ Die Antwort hierzu kann dir wiederum finanzielle Bildung geben!


Über den Autor: Maximilian Alexander Koch, auch bekannt aus der ARD Reportage „Studieren fast ohne Geld“ ermittelt wie Gering- und Normalverdiener schaffen können das Beste aus ihrem Geld zu machen. Neben seiner Selbstständigkeit, studiert er Psychologie und schreibt für Wallstreet-Online und Geldhelden. Täglich erreichbar ist er unter: maximilian.alexander.koch.autor@gmail.com und über Facebook: Maximilian Alexander Koch. Sein Finanzroman „Cryptopia“ ist auf Amazon erhältlich.