Ethereum ist keine Kryptowährung und das ist auch gut so.

Denn um was es sich bei Ethereum stattdessen handelt, ist mehr als nur faszinierend und beweist, dass die Blockchain-Technologie, respektive ihre Weiterentwicklungen, eine bewegte Zukunft vor sich haben.
Wenn Ethereum keine Währung ist, was ist es dann? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, liest du dir diesen Artikel durch. Selbst wenn du Ethereum bereits kennst oder in Ether investiert hast, könnte dir dieser Artikel neue Impulse geben und dich zum Hodln (halten = Krypto-Sprech für Insider) oder Verkaufen bewegen. Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe du nimmst etwas für dich mit.

Was ist denn nun Ethereum?

Ethereum ist keine Kryptowährung, sondern (Achtung Spoiler!) eine Plattform für DApps. Doch was sind DApps (außer unschön benannt)?

DApps, das sind dezentrale Apps – Programme welche über die Blockchain von Ethereum laufen. Wie man sich das nun vorstellen kann und was den großen Unterschied zu gewöhnlichen Apps ausmacht, wird gleich noch genauer erläutert, zunächst ist es jedoch wichtig zu verstehen: Ethereum ist eine Plattform für Programme, die nicht auf einem einzigen Gerät gespeichert sind, sondern die sich in einem „Datenstrom“ zwischen Millionen Computern befinden.

Viele vergleichen Ethereum mit einem Smartphone, doch ein anderer Vergleich liegt näher: Der Vergleich mit dem Betriebssystem Android.

Noch vor einigen Jahren hatte niemand die leiseste Ahnung, worum es sich dabei handelt und dennoch lässt sich heute sagen, dass die Erfindung von Android eine tragende Rolle dabei spielt, dass Google da steht, wo es jetzt steht. Android befindet sich auf fast jedem Smartphone (iPhone und WindowsPhone ausgenommen – aber wer nutzt schon WindowsPhone?) und gibt dort ganz unaufdringlich vor, in welchem Rahmen wir unsere Smartphones (die vielleicht beste Erfindung nach Rad und Internet) nutzen. Weltweit ist Android vorinstalliert und sorgt dafür, dass ein breites Spektrum an Programmen zum Alltag gehört.

„Moment“ werden einige sagen, „was ist denn mit IOS?“. Nun gut fügen wir das Apple Betriebs-System IOS noch hinzu (jedoch mit der Randbemerkung, dass die Inhalte auf IOS von Apple vorgegeben werden, was Ethereum um jeden Preis umgeht) und fahren wir mit unserem Vergleich fort: Ethereum ist wie Android und eine entspanntere Version von IOS. Theoretisch kann jeder jedes Programm im Ethereum Netzwerk nutzen, da die Ressourcen über Ethereum selbst bereitsgestellt und durch die Ethereum-interne Währung Ether, erworben werden können. Dies bedeutet, es muss theoretisch keine neue Hardware gekauft werden und jeder hat die Chance jedes Programm zu nutzen.

Der noch viel größere Vorteil ist jedoch, dass die Zwischeninstanz wegfällt. Es mag wie ein unbedeutendes Detail erscheinen, doch es hat allerhöchste Relevanz, auf eine Plattform (Ethereum) zurückgreifen zu können, mithilfe derer Programme oder Verträge von Computern übernommen werden. Es ist natürlich nicht von einfachen Verträgen die Rede sondern von intelligenten, den sogenannten „Smart Contracts“.

Smart Contracts

Wie funktioniert ein Smart Contract?
Um es auf das gröbste zusammenzufassen, durch: „Wenn-Dann“. 

Ein Beispiel:

Wenn die Sonne scheint, dann erhalte ich 0.01 ETH ( ca. 100€) von meinem Nachbarn und wenn es regnet, dann erhält er 0.01 ETH von mir. So schön, so sinnlos. Doch der Clou ist, dass unser Nachbar wenn er verloren hat nicht behaupten kann, es habe zwischenzeitlich genieselt und das sei schließlich auch Regen.

Genauer  gesagt:  behaupten kann er es schon, doch es wird ihm nichts bringen, denn die verbundene Wetter-DApp, auf welche sich vorher geeinigt wurde, zeigt an, dass es sich bei dem imaginieren Nieseln nicht um Regen gehandelt hat. Die DApp hat daher die ausgesetzte Summer automatisiert ausgezahlt und der Nachbar hat keine andere Wahl als zuzusehen, wie wir ihn von unseren neu erworbenen 10€ auf einen Kaffee einladen (oder wir kaufen zwei Tassen Kaffee für uns selber und sehen einer der beiden beim Kaltwerden zu).

Der Gewinn durch den Verlust der dritten Instanz

Es ist uns nicht immer bewusst, doch unser Alltag besteht aus lauter Verträgen. Manche von ihnen stumm (Ich darf mit meiner Frau nicht über stressige Themen sprechen, wenn sie ihre Tage hat.), andere hingegen omnipräsent (Wer Menschen tötet und dabei erwischt wird, der kommt dafür für eine gewisse Zeit ins Gefängnis, die…)…
Moment stoppen wir diesen Gedankengang.

Was fällt hierbei auf? Das Strafmaß wird subjektiv von Menschen entschieden, wer der Täter war ebenfalls, das Tatmotiv bei Unklarheiten ebenfalls, die Vorgehensweise bei einem Mord ebenfalls… usw.
Das funktioniert in diesem Fall zwar alles ganz gut (in Deutschland zumindest, in den Philippinen hingegen reicht je nach Situation und subjektiver Entscheidungsquelle [= Mensch] ein Bestechendsgeld von ca. 400€ aus, um auf magische Weise den Täter in ein vollkommenes Unschuldslammm zu verwandeln.), doch es wirkt sich auf die kleinen und die großen Dinge aus. Auf Erbrecht, Steuer, Hauskauf, Politik, Sportwetten, Internetprovider, Raubkopien, Ländergrenzen, Kriegsbegrünungen, etc..

Ja sogar Informationsaufbau, Wissens-Speicherung und Medienmanipulation, lassen sich theoretisch, mithilfe von Smart Contracts, aus der Welt schaffen. Kein Bush und kein Trump dieser Welt wird je wieder so etwas behaupten können, wie: „Ich dachte die besitzen Massenvernichtungswaffen, deswegen haben wir da, ganz uneigennützig, einen Krieg angezettelt. Sie hatten keine Massenvernichtungswaffen? Ja Ups, Fehlinformation, tut uns leid. Wir haben leider keine Zeit darauf einzugehen, wir müssen grade einen guten Verkaufspreis für Öl aushandeln. “ Denn sollte dies passieren, dann müssen Beweise vorgebracht werden. Beweise, welche, dank dezentraler Informations-Speicherung, nachvollziehbar, fälschungssicher und zurückverfolgbar sind.

Doch das alles ist noch Zukunftsmusik. Wenn wir ehrliche Bilanz ziehen, wie der Mitbegründer Buterin, dann ist die Entwicklung der Smart Contracts und DApps nicht weiter gekommen, als bis zu einem Marktplatz für virtuelle Katzen.

Doch interessanterweise sind es grade die lachhaften Krypto-Kitties, welche ein riesiges Pro-Argument für Blockchain-Technologie und Smart Contracts darstellen. Auch wenn die Blockchain von Ethereum schon durch ein simples Zucht-und-Sammel-Spiel überlastet war, zeigt ihr Wiederaufleben doch, dass sie im Großen und Ganzen funktioniert. Zwar treten Bugs auf, doch das ist bei Computertechnik mehr als normal und lässt sich im Fall von Ethereum sogar sehr einfach auf die zu geringe Blockgröße der Ethereum-Blockchain  zurückführen. Ein Problem, dass zahlreiche andere Projekte schon längst für sich gelöst haben.

Kehren wir jedoch zurück zu den DApps an sich, dann haben wir es mit einer Technologie zu tun, die früheren Computern gleicht. Programmier-Befehle wie die wenn-dann-Funktion sind auch das Kernelement jedes Computers und wenn wir uns einmal vor Augen führen was Computer und Smartphones heutzutage tagtäglich leisten, dann kommen warme Gefühle bei dem Gedanken an die Zukunft von Ethereum und ähnlichen Entwicklungen auf.

Das (große) Aber

Für einige ein Traum, doch für viele andere eine schreckliche Distopie: Maschinen versklaven die Menschheit, Neugeborene sterben durch Gen-Selektion, atomare Kriege werden von einem simplen Computervirus ausgelöst, und und und…

Ein Glück, dass dies nicht möglich ist, da auch Programme nur das machen, was ihnen ihr Input vorgibt. Ist nun aber kein Fehler im Input dann läuft alles nach Plan.

Wie geraten jedoch Fehler in den Input?Durch andere Maschinen, die es irgendwie geschafft haben, zugleich ihre Funktion fehlerhaft auszuführen, mit selbiger aber dennoch in die Blog-Chain schaffen und dort von Millionen Nutzern einfach so durchgelassen werden.

Selbst wenn dem nicht so wäre: Computer und Maschinen handeln nicht autonom, sie sind vom Menschen konstruiert und handeln entsprechend. Ist ein Fehler in der Maschine, dann, weil er von einem Menschen begangen wurde. Wenn ohnehin sämtliche Fehler von Menschen begangen werden, warum sollten wir uns dann fürchten, dass diesen Menschen immer mehr Möglichkeiten auf Fehler abgenommen werden? Und was den Input  selbst angeht, so kann dieser nicht von einer einzigen Person kommen, sondern immer nur simultan von vielen Millionen oder Milliarden Nutzern. Genau Prinzip folgend, nach dem gleichen Prinzip, nach dem auch unsere jetzige Welt funktioniert – „nur“ fehlerloser.

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(Letzteres nimmt „etwas“ mehr Zeit in Anspruch)

Es handelt sich (wer hätte das gedacht) um einen Affiliate-Link. Ich stehe voll und ganz hinter dem, mit diesem verbundenen, Projekt und finanziere dadurch meine Arbeit. Wenn dir der Artikel also gefallen hat und du lernen willst wie du Ethereum einfach und schnell kaufst, dann freue ich mich über deine Unterstützung. Wenn nicht, dann über deine Meinung und Verbesserungsvorschläge. Hab in jedem Fall noch einen schönen Tag! 🙂

Hinweis:

Ich hoffe, dir hat dieser Artikel weitergeholfen. Behalte bitte im Kopf, dass es sich hierbei um meine subjektive Wahrnehmung handelt und in keinster Weise um eine professionelle Anlageberatung. Investiere kein Geld, welches du nicht bereit bist auch zu verlieren.