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5 Tricks die mir meine Depression beigebracht hat

In diesem Artikel geht es darum, was mir meine Depression über Ziele beigebracht hat und wieso die meisten deutlich mehr von sich erwarten sollten.

Selbsterfüllende Prophezeiung

Ich war (oder bin eigentlich immernoch) depressiv. Das hat folgen für mich, denn es fällt mir nicht nur schwer zu arbeiten und zu kreieren, sondern auch normal zu leben. Umso mehr ist es ein Grund für mich, genau das zu tun, auf das ich keine Lust habe, denn ich habe eine Tendenz festgestellt, die sich erschreckend zuverlässig durch das Verhalten von allen Menschen zieht: Die selbsterfüllende Prophezeiung.

Selbsterfüllende Prophezeiungen sind das was wir über uns und die Welt denken, denn es wird sich bewahrheiten. Selbstredend nur wenn es in einem möglichen und normalen Rahmen stattfindet und dann auch hauptsächlich intersuvjektiv (also bei uns selbst). Das Thema wurde schon Millionen Male durchgekaut, also halten wir es kurz: Wer denkt, dass die Welt böse und gemein ist, der wird sie auch so erleben. Und wer depressiv ist und sich darauf beruft, der handelt und denkt seiner Rolle und seinem selbstverständnis entsprechend depressiv. Wer an dieser Stelle nicht aufpasst, für den wird es immer schwieriger werden, dem zu entkommen, denn der Botenstoff-Haushalt unseres Gehirns, stellt sich ganz automatisch auf unser (von uns empfundenes) Umfeld und unser Verhalten ein. Da eben jener unsere Emotionen formt, ist es Depressiven (im speziellen denen, die es als angeborene Krankheit in die Wiege gelegt bekommen haben) selbst willentlich nur schwer möglich anders zu denken und zu handeln. Das ganze ist ein Teufelskreis der sich immer weiter zuzieht und zur Umkehrung immer mehr Aufwand bedarf.

Jetzt geht es um dich als Leser! Denn auch du befindest dich bereits in einer ähnlichen Spirale. Entweder nach unten, oder aber nach oben. Gewohnheiten (Handlungen und Denken) festigen sich zunehmend und wenn du etwas ändern möchtest, dann ist es leichter, dies so früh wie möglich zu erledigen. Bequemlichkeit und eine “Man-muss-sich-auch-mal-was-gönnen!”-Attitüde führen zu Stillstand und Rückschritt, wenn sie als Gegenargument benutzt werden um das Angehen eigener Träume und Ziele zu verhindern. Auch Konzepte wie “Glück”, “Schicksal” und “Bestimmung” sind verheerend und kräfteraubend. Sie haben keinerlei Daseinsberechtigung im Alltag und gehen von einem fremdbestimmten Leben aus, das einem freien Menschen unwürdig ist.

Der Weg zur (finanziellen) Freiheit führt durch tägliches Einstehen für die eigenen Ziele.

Je nachdem wie lange du noch Leben wirst, kann es zudem gut sein, dass auch du unter Depressionen leiden wirst, denn je fortschrittlicher und entwickelter eine Zivilisation wird, desto mehr schmerzt ein Folgen der Norm. Wenn wir einen Blick nach China werfen, dann sehen wir, dass dort ein ungeheuerer Anteil der Bevölkerung unter Depressionen leidet. Es wird lediglich so gut wie gar nicht attestiert.

5 Regeln für deinen Antrieb

1. Setze dir hohe Ziele

Nur wenn deine Ziele groß genug sind, machst du deinem Unterbewusstsein klar, dass es sich keine Eskapaden leisten kann. Faulheit, Sucht und Bequemlichkeit kannst du dir bei hoher Zielsetzung garnicht erst leisten. Natürlich müssen die Ziele theoretisch erreichbar sein, Spaß machen und zumindest in den Grundlagen deiner jetzigen Fähigkeiten verwurzelt sein. Doch abgesehen davon ist es deutlich besser ein hohes Ziel zu verfehlen als ein winziges zu erreichen. Selbsterfüllende Prophezeiungen wirken deshalb so ausgezeichnet weil wir uns selbst entsprechen wollen. Wir wollen weder vor anderen noch vor uns selbst als Lügner dastehen. Unser sozialer Trieb stuft Lügen und Unverlässlichkeit von Haus aus als gefährlich ein, da diese Dinge Jahrmillionen lang zum Ausschluss aus der Gruppe und damit zum sicheren Tod führten. Nutze das für dich als Antrieb und setze dir hohe Ziele auf die du dann mit unterbewusstem Autopilot zusteuern kannst.

2. Sei nachsichtig mit dir selbst

Was zunächst wie ein Widerspruch klingen mag, ist in Wahrheit essentiell um nicht zu verzweifeln. Wenn du dir deine Ziele hoch genug setzt, dann wirst du nur wenige von ihnen wie angepeilt erreichen. Du musst also Rückschläg einstecken können und dich nicht für diese schämen oder Verurteilen. Leider bekommen wir eben jenes durch das Schulsystem und unsere Erziehung beigebracht. Dem müssen wir uns entledigen und Fehler und Rückschläge wieder als das betrachten was sie sind: Beweise unseres Mutes und Stufen zu etwas größerem. Nachsichtigkeit ohne Zielstrebigkeit ist Gift für dich, doch beides kombiniert und mit einer großen Priese Wohlwollen gewürzt bringt dich weiter und macht das Ziele jagen zu einer spaßigen Angelegenheit.

3. Rede dir die Ausreden aus

Wir alle haben Ausreden für alles mögliche um uns darüber zu vertrösten, wenn etwas nicht klappt und Schuld von uns zu weisen. Viel besser ist es jedoch, garnicht erst in Kategorien wie “Schuld” zu denken. Schuld ist Reue und Betroffenheit über etwas, was bereits passiert ist und was wir ohnehin nicht mehr ändern können. Damit hat sie keinerlei Wert. Wir können kurz aus ihr lernen, aber mehr auch nicht. Danach heißt es weitergehen und das Verhalten oder Denken anpassen. Es gibt sicher viele Dinge zu denen wir nicht in der Lage sind und wo es legitimat ist sich aus diesen herauszureden, doch die meisten Ausreden die wir täglich nutzen sind lediglich Gutscheine dafür etwas tun zu dürfen von dem wir wissen, dass es falsch ist. Wer abnehmen möchte, aber wegen dem Regen nicht ins Fitness-Studio geht, der muss mit den Konsequenzen leben oder sich selbst hinterfragen und zusammenreißen. Das kann mitunter sehr schwer sein, wird jedoch zunehmend schwerer und kann daher nur umgangen werden, indem man das Problem offensiv angeht.

4. Umgebung hinterfragen

Wenn dir deine Freunde und bekannten sagen, du seist perfekt so wie du bist, dann ist das gut, schön, nett und stimmt, doch es hat keine Aussagekraft. Sogesehen ist jeder perfekt, wenn man es nur aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet. Ein Mörder ist perfekt für große Zeitungen, denn dann haben sie etwas das einfach die Titelseite füllt. Noch besser wenn es ein Serienmörder ist, denn dann füllt er mehrfach die Titelseite. So makaber das auch sein mag, es zeigt, dass man sich immer an sich selbst messen sollte und nicht an der Meinung anderer, denn die Unterscheidet sich von Person zu Person. Die eigene Meinung von sich selbst verändert sich weniger rapide und lässt sich dazu noch auf ein positives Ziel ausrichten.

5. Kenne und gestalte dein Umfeld

Die meisten Chinesischen Touristen gehen mir auf die Nerven. Bin ich deshalb ein Rassist? Nein, ich vergleiche nur andauern unterbewusst Dinge mit meinem Standard und meiner Norm. In Deutschland ist es inakzeptabel, wenn irgendjemand in einem Arbeitsraum Nudeln in sich reinschlürft und bei jedem Bissen so laut schmatzt, dass man es selbst in der hintersten Ecke noch hört. In China hingegen ist es inakzeptabel das nicht zu tun, weil man dadurch das Essen wertschätzt. Ein und das selbe Verhalten hat ganz andere Auswirkungen. Es ist daher förderlich sowohl das Verhalten als auch das eigene Umfeld so anzupassen, dass es deine Ziele, respektive deren Erreichung, fördert. Konkret hieße das für mich an meiner Konzentrationsfähigkeit zu arbeiten, damit mich auch Schmatzen und Schlürfen nicht von der Arbeit ablenkt. Wenn du im Bus nicht lesen kannst, dann übe es anstatt genervt zu sein (passe dich an) oder fahre mit der Straßenbahn (passe deine Umgebung an).

Fazit:

Finanzielle Freiheit und Wohlstand sind wie alle anderen Ziele auch. Wenn wir Ziele besser erreichen können, dann geht es uns auf finanziell schnell besser. Um Ziele zu erreichen brauchen wir einen Antrieb, den wir uns selber schaffen müssen. Die 5 obigen Tipps helfen dir dabei, deinen Antrieb zu füttern, ganz gleich in welcher Situation du dich befinden magst.

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